EM-Qualifikation
WC-Bürsten-Skandal: Belgier entschuldigt sich bei der Türkei

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Reykjavík (nex) – Bei der Ankunft am Flughafen der isländischen Hauptstadt Reykjavik, hielt ein Unbekannter dem Kapitän der türkischen Nationalmannschaft, Emre Belözoglu, eine Reinigungsbürste anstatt einem Mikrofon unter die Nase Mit einem Video hat sich ein Belgier mit dem Namen Corentin Siamang nun bei Belözoglu und der Türkei dafür entschuldigt. Im Video ist er mit türkischen Fans und Türkei-Trikot in einem Fahrzeug zu sehen und entschuldigt sich mit den Worten „özür dilerim kaptan“ (entschuldigung Kapitän).
Vor dem EM-Qualifikationsspiel zwischen Island und der Türkei hatte es bei der Einreisekontrolle der türkischen Fußball-Nationalmannschaft zudem einen weiteren Eklat gegeben. Das Team habe etwa zwei Stunden an der Passkontrolle warten müssen und sei strengen Sicherheitskontrollen unterzogen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag.
Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu nannte die Behandlung auf Twitter „inakzeptabel“.

Kinderarbeit
UNO: Weltweit arbeiten 152 Millionen Kinder unter teilweise lebensbedrohlichen Bedingungen

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Kinderarbeit am 12. Juni weist die UNO-Flüchtlingshilfe auf die besonderen Gefahren für geflüchtete Kinder unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen hin. Die Zahl der arbeitenden Kinder, die die Hälfte der Menschen auf der Flucht ausmachen, steigt. Gewaltsame Konflikte, Naturkatastrophen und Armut – je länger die Flucht dauert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder arbeiten müssen. Oftmals haben geflüchtete Familien ihren gesamten Besitz verloren und sind auf die Hilfe der Kinder angewiesen. Im Durchschnitt arbeiten Mädchen und Jungen bis zu sieben Stunden täglich, erfahren kaum elterliche Fürsorge oder haben Zugang zu altersgerechter Bildung. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinen Nationen (UNHCR) hat es sich zum Ziel gemacht, ein verstärktes Bewusstsein für die Bedürfnisse und Rechte der Kinder zu schaffen: So konnte die UNO Flüchtlingshilfe, der nationale Partner des UNHCR, 2018 beispielsweise 1,2 Millionen Euro für Bildungseinrichtungen in kenianischen Flüchtlingslagern zur Verfügung stellen. „Viele Kinder mit unmittelbarer Fluchterfahrung sind mehrfach traumatisiert: durch die beängstigenden Erlebnisse auf der Flucht, und dann auch durch die Ausbeutung mit unwürdigen Arbeitsbedingungen, die ihre Kindheit schwer belasten“, sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe in Bonn. Weltweit sind 68 Millionen Menschen auf der Flucht, jeder zweite von ihnen ist ein Kind oder Jugendlicher. Die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 garantiert in seinen 40 Artikeln die Rechte der Kinder. Nichtsdestotrotz müssen Kinder in Asien, Südamerika und insbesondere in afrikanischen Ländern ohne Rücksicht auf ihr Alter arbeiten: auf Plantagen, Müllkippen, in Textilfabriken, in Minen, als Prostituierte und als sogenannte Dienstmädchen in Privathaushalten. Viele Kinder sind erst fünf oder sechs Jahre alt, sie verlieren die Chance auf eine schulische Ausbildung und fallen damit dem Kreislauf von Armut und Abhängigkeit zum Opfer. „Um diese Formen der modernen Sklaverei zu bekämpfen, unterstützt die UNO-Flüchtlingshilfe Projekte, die es den Flüchtlingskindern ermöglichen, in die Schule zu gehen und sich eine eigene, selbstständige Zukunft aufbauen zu können“, betont Peter Ruhenstroth-Bauer. Insgesamt arbeiten einer UNICEF-Studie zufolge etwa 152 Millionen Kinder weltweit häufig unter gesundheitsschädigenden, teilweise lebensbedrohlichen Bedingungen.

CDU
Hessens Junge Union stellt sich gegen Kramp-Karrenbauer-Vertrauten

Sechs Kreisverbände der Jungen Union in Hessen haben die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer aufgefordert, auf die Nominierung ihres Vertrauten Nico Lange zum neuen Bundesgeschäftsführer der CDU zu verzichten und haben den stellvertretenden Bundesgeschäftsführer der CDU in diesem Zusammenhang massiv kritisiert. Das berichtet die Düsseldorfer „Rheinische Post“. Lange sei „einer der Hauptverantwortlichen für das dilettantische und nicht entschuldbare Verhalten der Berliner Parteizentrale rund um die Europawahl“, heißt es in einem Dringlichkeitsantrag für den Landesparteitag der Jungen Union am vergangenen Wochenende, der von der Sitzungsleitung aus Geschäftsordnungsgründen nicht zur Abstimmung gestellt wurde. Unterschrieben haben den Antrag, der der Zeitung vorliegt, die JU-Kreisverbände Rheingau-Taunus, Offenbach-Land, Lahn-Dill, Darmstadt, Odenwald und Limburg. „Wenn Nico Lange neuer Bundesgeschäftsführer der CDU werden würde, würde man den Bock zum Gärtner machen und das Wohl der Partei fahrlässig riskieren“, heißt es weiter. Lange sei verantwortlich für die Wahlanalyse, die in der Nacht der Europawahl an den Bundesvorstand der CDU verschickt wurde und in der unter anderem das schlechte Abschneiden der CDU bei der Europawahl der Jungen Union zugeschrieben wurde. „Hiermit hat Lange nicht nur unter Beweis gestellt, dass die Qualität politischer Analysen aus dem KAH massiv zu hinterfragen ist, sondern auch, dass er die Partei, die er demnächst als Bundesgeschäftsführer mitführen soll, nicht kennt.“

Umfrage
Brandenburg: AfD stärkste Kraft – Grüne legen stark zu

Rund drei Monate vor der Brandenburger Landtagswahl liegt die AfD im BrandenburgTrend vom rbb erstmals vor den anderen Parteien. Wenn bereits am Sonntag Landtagswahl wäre, käme die Partei auf 21 Prozent. Das ergab die Meinungsumfrage von infratest dimap im Auftrag des Fernsehmagazins BRANDENBURG AKTUELL und von ANTENNE BRANDENBURG. Gegenüber der letzten Umfrage im April legt die AfD um 2 Prozentpunkte zu. Stärkster Gewinner der jüngsten Erhebung sind die Bündnisgrünen, die mit 17 Prozent (+5) jetzt gleichauf mit der CDU liegen (-3). Die SPD käme auf 18 Prozent (-4) und läge damit erstmals bei einer Brandenburger Landtagswahl unter der 20-Prozent-Marke. Der Koalitionspartner Linke hätte 14 Prozent (-2). Die FDP liegt bei konstant 5 Prozent und könnte wieder in den Landtag einziehen. Die Vereinigten Bürgerbewegungen BVB/Freie Wähler kämen auf 4 Prozent. Die amtierende rot-rote Koalition ist damit weit von einer erneuten Mehrheit entfernt. Die Landesregierung hat an Zustimmung verloren, ihre Arbeit stößt auf ein geteiltes Echo. Nur noch 48 Prozent (-3) zeigen sich zufrieden, 49 (+2) Prozent sind unzufrieden. Bei den wichtigsten politischen Problemen, die nach Ansicht der Brandenburger vordringlich gelöst werden müssen, liegen Infrastruktur und Verkehr ganz vorn. 25 Prozent der Befragten mahnen unter anderem bessere Straßen, Krankenhäuser oder einen schnelleren Internetzugang an. Im Vergleich zu Februar 2015 ist das ein erheblicher Anstieg von 20 Punkten. An zweiter Stelle rangieren Fragen von Bildung, Schule und Ausbildung (22 Prozent, +7). Das Thema Umweltschutz und Klimawandel rückt in die Top 3 der politischen Agenda vor (19 Prozent, +7). Die gößte umweltpolitische Kompetenz sehen die Befragten bei den Grünen (52 Prozent). In der Bildungspolitik hat die SPD einen leichten Kompetenzvorsprung (20 Prozent) vor CDU und Linken (je 18 Prozent). Die Bekämpfung von Kriminalität und Verbrechen sehen 26 Prozent bei der CDU am besten aufgehoben, hinter ihr liegen AfD (18 Prozent) und SPD (14 Prozent). Wenn ein Ministerpräsident direkt gewählt werden könnte, würde SPD-Amtsinhaber Dietmar Woidke mit 48 Prozent vorn liegen. CDU-Herausforderer Ingo Senftleben könnte nur mit 11 Prozent rechnen. Bei den CDU-Anhängern hat SPD-Mann Woidke mehr Rückhalt (42 Prozent) als der eigene Kandidat (37 Prozent). Den AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz sehen nur 8 Prozent in der Ministerpräsidentenrolle. Nur jeder dritte AfD-Anhänger (34 Prozent) wünscht sich Kalbitz in diesem Amt. Für den BrandenburgTrend wurden vom 3. bis 6. Juni 1000 Wahlberechtigte in Brandenburg repräsentativ befragt.

Syrienkrieg
UN: Bis zu weiteren 2 Millionen syrischer Flüchtlinge könnten in die Türkei fliehen

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New York (nex) – Bis zu 2 Millionen Flüchtlinge könnten in die Türkei fliehen, wenn sich die Kämpfe im Nordwesten Syriens verschärfen, sagten die Vereinten Nationen am Montag. Nach jüngsten Angriffen syrischer Boden- und Luftstreitkräfte, mit russischer Unterstützung, auf die letzten Festungen oppositioneller Kämpfer, sind zehntausende Zivilisten gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. „Unsere Befürchtung ist, sollte dies so weitergehen und sich der Konflikt weiter verschärfen, werden wir wirklich Hunderttausende, eine Million oder zwei Millionen syrische Flüchtlinge Richtung Türkei marschieren sehen können“, sagte der humanitäre Koordinator der UN-Region für die Syrienkrise, Panos Moumtzis gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Der Angriff seit Ende April, der sich hauptsächlich auf die südlichen Teile der Provinz Idlib und die angrenzenden Teile von Hama und Latakia konzentrierte, markiert den intensivsten Konflikt zwischen Präsident Baschar al-Assad und seinen aufständischen Feinden seit letztem Sommer. In Genf erklärte Moumtzis gegenüber Reuters, dass sich die Situation verschlechtere und das Abkommen zwischen Russland und der Türkei zur Deeskalation der Kämpfe führe und praktisch nicht mehr existiere. „Es ist eine Katastrophe, was passiert ist…. um der Menschheit willen, es muss eine Intervention geben“, zitiert Reuters Moumtzis weiter. „Vor einigen Monaten haben wir darum gebeten, dafür zu sorgen, dass dieses Albtraum-Szenario nicht eintritt. Eigentlich entfaltet es sich in diesem Augenblick vor unseren eigenen Augen“, so Moumtzis.

Meinung
Kommentar zum Polizeieinsatz am Kölner Hauptbahnhof

Nach den Vorfällen am Kölner Hauptbahnhof und den sehr aussagekräftigen und überhaupt nicht anbiedernden Aussagen perfider Akteure, erlaube ich mir, eine kurze satirische Anmerkung: In der Kölner Zentralmoschee befinden sich täglich „verdächtige“ Menschen mit langen Gewändern, die „Allahu Akbar“ rufen. Ist das nicht ein Fall für die Polizei, SEK und GSG 9? Oder wäre das nicht ein Grund, endlich die Bundeswehr im Inneren einzusetzen, so wie es seit Jahren aus Teilen der aufrechten Unionsparteien gefordert wird? Ich bin mir sicher, die Union hätte bei diesem Vorhaben eine Partei ganz nah an ihrer rechten Seite. Welche die wohl wäre? Falls der Einsatz der Polizei, der Sondereinsatzkräfte oder der Bundeswehr doch nicht ausreichen, könnte man ja noch überlegen, die Reservistenverbände und Bürgerwehren zu aktivieren. Auch die Schützenvereine könnten hinzugezogen werden. Und: Wenn das alles noch nicht ausreicht, bleibt ja noch die Atombombe! Damit kommt man dem „Allahu Akbar“ rufenden Muslim sicher bei. Hallo Deutschland 2019! Taha Zeydan Koç

Türkei
Trotz Wirtschaftskrise: Antalya verbucht 400.000 Besucher während Ramadan-Feiertage

Antalya (nex) – Bei den diesjährigen Feiertagen zum Ramazan-Fest erlebte die Touristenhochburg Antalya einen besonders starken Ansturm. An den Feiertagen wurde bei den Übernachtungen eine 100-prozentige Auslastung erreicht. Wie der Präsident der Vereinigung Türkischer Hoteliers (TÜROFED), Osman Ayık erklärte, beherbergte während dieser 9-tägigen Ferienzeit die Stadt 400.000 Gäste. Gegenüber der Anadolu Nachrichtenagentur AA bestätigt er einen sehr guten Start der Ferienzeit. Nach seinen Angaben strömen die Urlauber an die Küsten, genießen Sonne, Sand und Meer. Dabei besichtigen sie auch die kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Touristen, die keinen Platz mehr an dem weltberühmten Konyaaltı-Strand finden, besuchen dafür die mit der Blauen Flagge ausgezeichneten Strände an den historischen Klippen in der nächsten Umgebung Osman Ayık führt weiter aus: “Während diesen Urlaubstagen sind in der gesamten Türkei fünf Millionen Menschen unterwegs. 400.000 davon finden in Antalya eine Unterkunft. Viele nutzen ihre Ferien zu einem Besuch bei ihren Verwandten in den Heimatorten. Wir schätzen, dass dabei insgesamt 10 Milliarden Lira in die Wirtschaft flossen. Aber nicht nur an der Küste, sämtliche Regionen der Türkei waren voll mit Urlaubern. Die Menschen reisten nach Bolu, nach Safranbolu, nach Antalya und an die Ägäis, nach Kappadokien und an das Schwarze Meer. Der Inlandsmarkt wurde als Urlaubsort angenommen.” Der Präsident der Hotelmanager, Ülkay Atmaca, bestätigt ebenfalls die ausgelastete Mittelmeer-Region. Auch er spricht von 400.000 Urlaubern in Antalya. “Unsere Gäste sind mit ihren Ferien sehr zufrieden. Mit der Schließung der Schulen in der nächsten Woche, wird der Tourismus fortgesetzt”, bestätigt er der Anadolu Nachrichtenagentur.

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– Evim Türkiye 2019 – Düsseldorf: Großes Interesse an türkischer Immobilienmesse

„Wir sind uns bewusst, dass viele im Ausland lebende türkische Bürger beim Erwerb von Immobilien in der Türkei, negative Erfahrungen gemacht haben. Sie stehen nun einem Kauf natürlich kritisch gegenüber. Wir möchten helfen, diese Ängste aus der Welt zu schaffen. Aus diesem Grund haben wir an dieser Messe teilgenommen. Hier hat der Kaufinteressent die Möglichkeit, sich vorab mit etablierten und vertrauenswürdigen Baufirmen zu treffen und sich zu informieren“, so Cem Ergüven von MESA gegenüber NEX24.

Düsseldorf: Großes Interesse an türkischer Immobilienmesse
       

Terrorismus
ASALA-Terror: Türkei gedenkt ermordeten Staatsdienern

Ankara (nex) – Die Türkei gedachte am Sonntag der Ermordung zweier Staatsbediensteter durch die armenischen Terrororganisation ASALA und JCAG. In einem Tweet gedachte das türkische Außenministerium der Tötung des Konsulatmitarbeiters Mehmet Savaş Yergüz und des Generalbotschafters Taha Carım. Yergüz war im Generalkonsulat in Genf beschäftigt und wurde am 9.Juni 1981 von der armenischen Terrororganisation ASALA in seinem Auto erschossen. Carim war Botschafter der türkischen Botschaft im Vatikan. Die sogenannten „Gerechtigkeitskommandos des armenischen Völkermordes“ (JCAG) erschossen Carim am 9. Juni 1977 mit Maschinengewehren, als sein Fahrzeug an einer Ampel hielt. In den Jahren 1975 bis 1984 wurden türkische Botschafter und Diplomaten weltweit zum Ziel der armenischen Terrorgruppe „Armenische Geheimarmee zur Befreiung Armeniens“ (ASALA) und ähnlicher Gruppierungen. ASALA tötete in diesem Zeitraum bei verschiedenen Anschlägen insgesamt 42 türkische Diplomaten, um die türkische Regierung zu zwingen, sich öffentlich zu dem so genannten Völkermord an den Armeniern im Jahr 1915 zu bekennen, Entschädigungszahlungen zu entrichten und Territorium für einen armenischen Staat abzutreten. Die Terrorakte der Armenier nahmen zwischen 1980 und 1983 zu. In dieser Zeit fanden 580 der insgesamt 699 Anschläge statt. Die Terrorattacken endeten im Jahr 1986.    

Russland
TurkStream-Pipeline: Putin lobt „Erdogans Willen“

St. Petersburg (nex/aa) – Der russische Staatspräsident Wladimir Putin lobte am Freitag die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Russland bei TurkStream, einem Projekt, das russisches Gas in die Türkei transportieren soll. „TurkStream ist aufgrund des politischen Willens des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in seine Endphase gekommen“, sagte Putin vor einem Forum in St. Petersburg. Er fügte hinzu, dass die Leitung in den kommenden Monaten in Betrieb gehen wird. „Mit TurkStream werden die Erdgastransportwege nach Europa diversifiziert. Unsere europäischen Freunde werden Erdgas von einer anderen Route beziehen können, wenn sie bereit sind“, sagte er. TurkStream ist ein Projekt, das russisches Gas über eine Pipeline durch das Schwarze Meer unter Umgehung der Ukraine und weiter durch Bulgarien, Serbien und Ungarn transportieren wird. Das TurkStream-Projekt besteht aus zwei Linien über das Schwarze Meer, von denen die erste die Türkei mit einer Kapazität von 15,75 Milliarden Kubikmetern versorgen wird, während die zweite Linie Europa bedienen soll. Jede Pipeline ist 930 Kilometer lang und in einer Tiefe von bis zu 2.200 Metern verlegt. Das Projekt ist die Offshore-Gasleitung mit dem größten Durchmesser der Welt, die in solchen Tiefen verlegt wird. Die Tiefsee-Rohrverlegung wurde von Pioneering Spirit, dem größten Bauschiff der Welt, durchgeführt, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. In seiner Rede betonte Putin zudem, dass die Versuche der USA, den chinesischen Technologieriesen Huawei in Europa zu blockieren und die russischen Nord Stream 2-Projekte zu stoppen, mit „wirtschaftlicher Plünderung“ gleichzusetzen sind. Die Nord-Stream-Pipeline, ehemals North European Gas Pipeline, NEGP, auch Ostseepipeline, ist eine Unterwasser-Gasleitung. Sie transportiert russisches Erdgas durch die Ostsee nach Deutschland.

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– Türkisch-russische Beziehungen – Handelsvolumen zwischen der Türkei und Russland um 15 Prozent gestiegen

Das Handelsvolumen zwischen der Türkei und Russland stieg um 15% auf mehr als 25 Milliarden Dollar im Jahr 2018, sagte der türkische Land- und Forstwirtschaftsminister am Dienstag.

Handelsvolumen zwischen der Türkei und Russland um 15 Prozent gestiegen
   

Flüchtlingspöolitik
Flüchtlingskosten: Städtetag fehlen finanzielle Zusagen für geduldete Flüchtlinge

Hauptgeschäftsführer Dedy: Diese Lücke werden jetzt die Länder ausgleichen müssen Osnabrück – Der Deutsche Städtetag hat erleichtert reagiert, dass der Bund seine Beteiligung an den Flüchtlingskosten deutlich weniger absenkt als geplant. Nach Ansicht der Städte fehlen in dem Kompromiss von Bund und Ländern allerdings Finanzmittel für geduldete Flüchtlinge. Städtetags-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Unser gemeinsamer Protest mit den Ländern gegen die bisherigen Pläne des Bundes hat gewirkt. Der Bund hat sich erheblich bewegt. Wir brauchen aber auch eine Lösung für geduldete Flüchtlinge, die nicht so schnell in ihre Heimat zurück können und für die Integration nötig ist“. Für diese rund 180 000 Menschen zahle der Bund den Kommunen im Moment keinen Cent. Dedy appellierte: „Diese Lücke werden jetzt die Länder ausgleichen müssen.“ Der Bund will sich im kommenden Jahr mit 3,35 Milliarden Euro an den Flüchtlingskosten beteiligen, 2021 dann mit 3,15 Milliarden. Darauf hatten sich die Ministerpräsidenten der Länder und Vertreter des Bundes nach monatelangem Streit verständigt. Derzeit gibt der Bund 4,7 Milliarden Euro.