TV-Tipp
Doku: Rechter Terror in Deutschland

Hanau, Halle, Kassel – drei rechtsextreme Anschläge und Angriffe innerhalb von neun Monaten zeigen: Deutschland hat ein Problem mit Rechtsextremismus. Die ZDFinfo-Doku „Wurzeln der Gewalt – Rechter Terror in Deutschland“ beleuchtet am Dienstag, 28. April 2020, 21.45 Uhr in ZDFinfo, die Spuren und Folgen dieser Taten. Der Film von Volker Wasmuth und Patrick Zeilhofer steht am Sendetag ab 10.00 Uhr ein Jahr lang in der ZDFmediathek zur Verfügung. Das Problem mit Rechtsextremismus in Deutschland ist nicht neu: Es gab die NSU-Morde, Angriffe auf Flüchtlinge in Bautzen, die Ausschreitungen von Chemnitz. Warum wurde die Bekämpfung des Terrors von rechts so lange anscheinend nur halbherzig angegangen? Die jüngsten Taten wurden von Männern verübt, die angetrieben sind von dem Glauben, dass es eine Herrenrasse gebe, der allein zustehe, in Deutschland zu leben. Diese Rechtsextremen sehen Menschen mit dunklerer Haut und schwarzen Haaren als minderwertig und als Gefahr an. Die Dokumentation folgt den Spuren rechtsextremer Anschläge und Angriffe in den zurückliegenden Jahren, beschreibt die Folgen und lässt Opfer von Rechtsextremisten und Experten zum Thema zu Wort kommen, unter anderen die Buchautorin Andrea Röpke, die seit Jahren in der rechten Szene recherchiert und selbst schon tätlich angegriffen wurde. Ein weiterer Experte ist Terrorismusforscher Prof. Peter Neumann, der die Wurzeln, Weltbilder und wirren Fantasien der Täter analysiert: Viele Mörder handeln zwar als Einzeltäter, sind aber in ihrer Weltanschauung längst nicht mehr alleine. Sie sehen sich als militärischen Arm einer „völkischen Bewegung“ und schlagen nun häufiger zu, weil sie sich der Zustimmung Gleichgesinnter sicher sein können, so Prof. Neumann. Rechtsradikales Gedankengut, Verschwörungstheorien und Nazi-Vokabeln auch in deutschen Parlamenten bilden den Nährboden für diese Entwicklung. Zudem fühlen sich die Gewalttäter ermutigt von den „Neuen Rechten“, die unverhohlen ihre Theorien von der „Bedrohung der weißen Rasse“ verbreiten.

Ramadan 2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel wünscht Muslimen einen friedvollen Ramadan

Berlin – Am heutigen Donnerstagabend beginnt für Muslime wieder der Fastenmonat Ramadan. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf der offiziellen Seite der Bundesregierung dazu eine Grußbotschaft an die muslimische Gemeinschaft in Deutschland gerichtet.
Liebe Musliminnen und Muslime, zu Beginn des Fastenmonats Ramadan grüße ich Sie herzlich. Der Ramadan ist eine Zeit des Innehaltens, der Besinnung und der Hinwendung zu anderen Menschen, besonders zu Bedürftigen, eine Zeit des Zusammenkommens für Sie als Musliminnen und Muslime. Zugleich steht das abendliche Fastenbrechen auch immer für die Begegnung mit Menschen anderer Religionen, ein wichtiges Zeichen, das unseren Zusammenhalt und unsere Zusammengehörigkeit als Gesellschaft in besonderer Weise zum Ausdruck bringt. In diesem Jahr jedoch ist all das nicht möglich. Denn die Coronavirus-Pandemie zwingt uns, auf Traditionen, Feste und Zusammenkünfte, auf die gewohnten Formen der gemeinschaftlichen Religionsausübung zu verzichten. Ihnen wünsche ich, dass Sie auch in dieser Ausnahmesituation Wege finden, wie sie Ihren Glauben und ihre Verbundenheit leben können. Die Musliminnen und Muslime sehen hierzulande wie überall auf der Welt nun einem Ramadan unter außergewöhnlichen Umständen entgegen. Gerade deshalb wünsche ich Ihnen und Ihren Familien eine friedvolle, gesegnete und gesunde Zeit.
Das Coronavirus sorgt dieses Jahr für einen außergewöhnlichen Ramadan für Muslime in Deutschland. Wegen der Beschränkungen wird es keine großen Zusammenkünfte zum Fastenbrechen oder nächtliche Gebete in der Moschee geben. Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime und neunter Monat des islamischen Mondkalenders. In ihm wurde nach islamischer Auffassung der Koran herabgesandt. In diesem Monat essen und trinken Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts.

NEX24 Interview
Interview: „Schlachten wir Türken, damit Armenien entsteht!“

Prof. Dr. Haluk Selvi ist Professor an der Universität von Sakarya und Direktor des Forschungszentrums für türkisch-armenische Beziehungen. Er studierte an der Universität von Erzurum Geschichte und promovierte anschließend zum Thema „Erzurum während des nationalen Befreiungskrieges“. Der renommierte Historiker ist zudem Verfasser zahlreicher Bücher und Artikel zur neueren türkischen Geschichte und gilt als ausgewiesener Kenner der „Armenischen Frage“. NEX24: In Ihrem Werk mit dem Titel „Mihran Damadyan – Die Bekenntnisse eines armenischen Untergrundkämpfers“ schildern Sie eindrucksvoll die Organisationsstruktur und die Ambitionen armenischer Milizen, die in der Spätzeit des Osmanischen Reiches für etliche Gewaltakte, politische Morde und aufwieglerische Aktivitäten verantwortlich waren. Inwiefern sind die Aktionen der armenischen Milizen im Kontext der Zwangsumsiedlung der osmanischen Armenier relevant? Prof. Selvi: Die Umsiedlung der Armenier während des Ersten Weltkriegs kann nicht alleine im Hinblick auf die Ereignisse des Jahres 1915 bewertet werden. Die Entscheidung zur Zwangsumsiedlung von 1915 war vielmehr die letzte Etappe einer langen Entwicklung, die ihren Anfang 40 Jahre zuvor genommen hatte. Den Stein ins Rollen brachten armenische Milizen, die eine massive Unterstützung aus dem Ausland erfuhren. Aus diesem Grund ist es eminent wichtig die Gründung, die Arbeitsweisen und die Ambitionen armenischer Organisationen wie der Ramgavar, Hunchak und Daschnaksutyun zu verstehen. Ohne die nötige Kenntnis über diese Verbände können die Hintergründe und die Folgen der Zwangsumsiedlung nicht nachvollzogen werden.
„Insofern lesen sich die Geständnisse Mihran Damadyans in der Tat wie ein Offenbarungseid, denn sie legen die nackten Tatsachen vor Augen, die maßgeblich waren bei der Umsetzung der Aktionen.“
Nicht ohne Grund verschweigen die noch heute aktiven armenischen Verbände, mit der massiven Unterstützung der mächtigen armenischen Diaspora, die Aktivitäten der armenischen Milizen während des Ersten Weltkriegs. Über die eigene Verantwortung wird nicht gesprochen und unablässig gegen die damalige osmanische Regierung und gegen die türkische Bevölkerung ins Feld gezogen. Die fruchtlosen Gespräche zwischen der osmanischen Regierung und den Führungen der Daschnaksutyun und Hunchak Verbände zwischen den Jahren 1912 und 1915 und die Resolutionen der armenischen Organisationen auf ihren Parteitagen, waren letztlich die wahren Gründe für den Beschluss zur Zwangsumsiedlung. Noch vor Kriegsausbruch positionierten sich die armenischen Komitees auf der Seite der Kriegsgegner, dem zaristischen Russland und Großbritannien, was de facto einer Kriegserklärung gegen den eigenen Staat, dem Osmanischen Reich, gleichkam. Kurzum, die Aktivitäten der armenischen Verbände, die in jeder anatolischen Stadt organisiert waren, waren der Hauptgrund für den Beschluss der osmanischen Regierung, die Armenier auszusiedeln. NEX24: Wir möchten Sie im Übrigen für dieses sehr beachtenswerte Werk gratulieren. Es packt den Leser und taucht mit ihm in eine turbulente Zeit voller politischer wirren. Welche Quellen haben Sie denn für Ihre Forschungen herangezogen? Prof. Selvi: Ich bin dem Manzara Verlag für die Übersetzung und Veröffentlichung meines Buches sehr dankbar. Hinter jeder Publikation, hinter jeder wissenschaftlichen Abhandlung steckt eine Geschichte. So ist es auch im Falle des Buches zu Mihran Damadyan, aus dem Sie, buchstäblich wie in einem fesselnden Kriminalroman, über das Leben und Wirken eines Milizionärs erfahren können. Ich stieß während meiner Studien zu meiner Dissertation über die ost-anatolische Stadt Erzurum in der Zeit des türkischen Unabhängigkeitskrieges (1918-1923) auf die Geständnisse des Mihran Damadyan im osmanischen Archiv des Ministerpräsidialamtes in Istanbul. Mir fiel auf, dass der Name dieses Aktivisten, selbst unter den ausgewiesenen Kennern dieser Materie, gänzlich unbekannt war. Im Zuge der Übersetzung dieser Dokumente aus dem Osmanischen in das moderne Türkisch wurde mir klar, dass es sich bei Mihran Damadyan um einen bedeutenden Führer der Hunchaken handelte. Seine umfassenden Geständnisse beinhalteten zudem dermaßen brisante Details, die ich unbedingt weiter beleuchten musste.
„Seine Geständnisse belegen, dass diese Tat auf Befehl des britischen Daily News Korrespondenten in Athen, Fitzgerald, ausgeführt wurde.“
      Natürlich hat auch mein persönliches Interesse einen nicht unerheblichen Beitrag dazu beigetragen, mich dem Thema weiterhin zu widmen. Die Aktionen der Hunchaken, der Aufstand von Sasun, die Rolle Großbritanniens bei alledem und die ersten armenischen Aufstände in Ost-Anatolien waren wichtige Stationen und Ankerpunkte in der Vita dieses Mannes. Artikel aus der zeitgenössischen europäischen Presse, osmanische Archivbestände und Abhandlungen über Armenier bilden die Quelle dieser Arbeit. Das vorliegende Buch gibt im Lichte der Dokumente und Quellen die Ereignisse jener Zeit aus einem objektiven Blickwinkel wieder. Ich wollte nicht kommentieren, sondern als beobachtender Dritter die Geschehnisse wiedergeben. Dabei nimmt Sie Mihran mit auf eine kleine Odyssee bei der Sie mal in Italien, mal in Frankreich, mal in Syrien einen Halt einlegen. Dann folgen Sie Mihran nach Istanbul, Paris, Athen oder landen in der anatolischen Provinz im Mus. Sie lernen das Doppelleben des Grundschullehrers Mihran kennen, der in den typischen Gewändern eines Muslims armenische Dörfer überfällt, dann als armenischer Milizionär muslimische Siedlungen tyrannisiert. Sie erfahren auch von seinen Kontakten zu Ausländern, nach deren Anweisung er offensichtlich handelt. So zettelt er im Schulterschluss mit dem Armenier Hamparsum Boyaciyan den ersten Aufstand in der anatolischen Stadt Sasun an. Seine Geständnisse belegen, dass diese Tat auf Befehl des britischen Daily News Korrespondenten in Athen, Fitzgerald, ausgeführt wurde. Andere interessante Erkenntnisse gewinnen wir beispielsweise über Russland: Um nicht in die inneren Angelegenheiten des Osmanischen Reiches verwickelt zu werden, führten die Russen stets das Argument ins Feld vor, dass sie erst dann intervenieren würden, wenn es den Armeniern Anatoliens schlecht ginge. Um das Eingreifen des Zarenreiches zu erwirken, beginnen die Übergriffe auf unschuldige Zivilisten im Osten des Osmanischen Reiches. Insofern lesen sich die Geständnisse Mihran Damadyans in der Tat wie ein Offenbarungseid, denn sie legen die nackten Tatsachen vor Augen, die maßgeblich waren bei der Planung und Durchführung der Aktionen. NEX24: Bei der Lektüre Ihres Buches bekommt man schnell den Eindruck, dass es sich bei den armenischen Komitees um recht gut organisierte und strukturierte Verbände gehandelt haben muss. Irritierenderweise werden diese Komitees in manchen Quellen auch als „Banden“ bezeichnet. Können Sie bitte den Aufbau dieser Organisationen kurz schildern? Wie viele armenische Komitees waren im Osmanischen Reich aktiv? Bestanden zwischen ihnen ideologische Unterschiede? Prof. Selvi: Die Gründung der ersten armenischen Organisationen im Osmanischen Reich beginnt unmittelbar nach dem Berliner Kongress von 1878. Patriarch Kirimyan, der an den Verhandlungen des Kongresses teilnahm, forderte von den beteiligten Vertretern der Großmächte die Errichtung einer föderalen Struktur, in der den Armeniern ein Bundesstaat in Ost-Anatolien zugestanden werden sollte. Er ging allerdings leer aus, denn mehr als ein Versprechen für die Durchführung von Reformen konnte er von den Delegierten der europäischen Mächte nicht abringen. Patriarch Kirimyan nahm sich die Unabhängigkeitsbewegungen auf dem Balkan zum Vorbild, in der Serben, Montenegriner, Rumänen und Bulgaren erst nach einem fünfzig Jahre andauernden bewaffneten Kampf, zahllosen Aufständen und massiver Unterstützung europäischer Mächte die Unabhängigkeit erlangten. In seinen Predigten in Van und Jerewan propagierte der Patriarch den bewaffneten Kampf als einzige Lösung und lieferte somit Segen und Anlass für die Gründung der ersten armenischen Verbände. Schnell kristallisierten sich die Provinzen Erzurum und Van zu Hot Spots armenischer Komitees und gerieten ins Visier osmanischer Gesetzeshüter, deren Vorkehrungen den Exodus der Verbände ins Ausland veranlassten.
„Antranik, der […] verantwortlich für unzählige Massenmorde war, wurde für seine Verbrechen nicht nur von den politischen Organisationen der Armenier verehrt, sondern auch mit Ovationen westlicher Regierungen überhäuft.“
Die Unterstützung, die den Komitees aus Russland und Großbritannien zuteilwurde, lieferte schließlich die nötige Motivation, um weitere Organisationen zu gründen und die bestehenden auszubauen. Zu den einflussreichsten und bis heute aktivsten armenischen Vereinigungen zählen die Hunchak (deutsch: Glocke) und Daschnaksutyun (Armenische Revolutionäre Föderation). Beide Organisationen, die zwischen 1888 und 1890 von russischen Armeniern in Genf und Tiflis gegründet wurden, vermochten in kürzester Zeit eigene Zeitungen zu publizieren und Pamphlete zu veröffentlichen, um in Anatolien ansässige Armenier gegen ihre eigene osmanische Regierung aufzuwiegeln. Beide Vereinigungen verfolgen sozialistische Ziele und sehen den Terror als legitimes Mittel zum Zweck. Mit Gewaltakten gegen Andersdenkende unter Armeniern und gegen Türken gehört zu Ihrem Programm. NEX24: … das waren sozusagen Aktivisten, die im Anzug und in polierten Lackschuhen unterwegs waren. Aber was waren dann diese sogenannten „armenischen Banden“? Prof. Selvi: Neben diesen gebildeten und weitsichtigen sozialistischen Armeniern gab es unzählige armenische Milizen, die in den zerklüfteten Bergregionen Ostanatoliens den bewaffneten Kampf gegen den osmanischen Staat aufgenommen hatten und in eine Allianz mit den beiden armenischen Organisationen eingegangen waren. Die Hunchak und Daschnaksutyun Organisationen versorgten nach relativ kurzer Zeit diese armenischen Kampfverbände mit Geld, Waffen und strategisch wichtigen Informationen, damit diese unter der Leitung von berüchtigten Milizenführern wie Antranik, Dro und Hamazsb ihre Aktivitäten fortsetzen konnten. Die Verzahnung beider Strukturen war so offensichtlich, dass sogar auf einem Kongress der Daschnaken im Jahre 1904 Antranik zum “Anführer der Kampfeinheiten in den Bergregionen” gewählt wurde. Antranik, der zwischen den Jahren 1900 und 1919 in Ost-Anatolien, auf dem Balkan und im Kaukasus verantwortlich für unzählige Massenmorde war, wurde für seine Verbrechen nicht nur von den politischen Organisationen der Armenier verehrt, sondern auch mit Ovationen westlicher Regierungen überhäuft. Mit unseren intensiven Archivrecherchen über Antranik konnten wir die unerbittliche Härte und Brutalität aufzeigen, mit der der armenische Milizenführer gegen unschuldige Zivilisten vorging. (Haluk Selvi, “Anadolu’dan Kafkasya’ya Bir Ermeni Çete Reisi: Antranik Ozanyan, VIII. Askeri Tarih Semineri, Ankara, 2001) NEX24: Terrororganisationen benötigen beachtliche Finanzmittel, um derartige Aktionen durchzuführen. Das ist auch heute so wie vor 100 Jahren der Fall. Woher und wie bezogen die armenischen Komitees ihre Geldmittel? Prof. Selvi: Die armenischen Kampfverbände in den Bergen stützten sich in wirtschaftlicher Hinsicht auf die armenischen Bewohner Ost-Anatoliens. Auch Russland förderte die armenischen Milizen, nachdem diese an Einfluss gewannen. Während die Milizionäre Waffen und Munition aus dem Iran und Russland bezogen, trieben sie alles Weitere gewaltsam von armenischen und muslimischen Dörfern ein. Russische Waffen, typische Kleidungsstücke wie die russische Fellmütze und Munition wurden bei der Gefangennahme von Milizionären aus dem Umfeld von Antranik und Dro sichergestellt. In den südlicheren Regionen hingegen war die Unterstützung Großbritanniens und Frankreichs viel offensichtlicher. Aus dieser Vielzahl an armenischen Milizen stachen vor allem die Hunchaken und Daschnaken durch ihre Professionalität besonders hervor. Wohlhabende Armenier im Inland und Kirchen schröpften diese Milizen als Finanzquellen. Wer Zahlungen verweigerte musste mit der Entführung des eigenen Nachwuchses rechnen oder damit, dass das eigene Geschäft lichterloh in Flammen aufging. Über die Verwendung der eingetriebenen Gelder kam es häufig zu Verwerfungen unter den Armeniern, was nicht selten mit internen Fehden ausgetragen wurde und tödlich endete. (Diese internen Auseinandersetzungen wurden mit Belegen aus Archivbeständen dokumentiert und in einer wissenschaftlichen Arbeit zusammengefasst: Haluk Selvi, Millet-i Sadıkada İsyan-Ermeni Komitacılarının Gizli Mektupları (1878-1923), İstanbul, 2011)
„Durch eine politische Indoktrination der armenischen Bevölkerung sollte sie in einem landesweiten Volksaufstand gegen die osmanische Obrigkeit aufgewiegelt werden – dies war das Hauptziel.“
Vor allem diese beiden Milizen, die die Saat für die sogenannte Armenische Frage streuten, finanzierten sich durch Schutzgelderpressungen, Spendenaktionen und waren sich dem Rückhalt der Regierungen Großbritanniens, Frankreichs und Russlands sicher. Ihre Budgets speisten sich zudem aus dem Verkauf eigener Publikationen wie Zeitschriften und Zeitungen und aus Zuwendungen amerikanischer Missionare. Vor allem letztere erwiesen sich als besonders umtriebig und errichteten im 19. Jahrhundert in allen anatolischen Städten Schulen und sonstige Einrichtungen speziell für die osmanischen Armenier. Sie wiesen auf die Situation der christlichen Glaubensbrüder hin und trieben so von anderen Missionseinrichtungen und Kirchen große Spenden ein. (Sehen Sie hierzu wiederum Haluk Selvi, “Terör Eylemlerine Tarihsel Bir Yaklaşım: Osmanlı Devleti’nde Ermeni Terör Eylemleri ve Yurtdışı Bağlantıları”, Uluslararası Güvenlik ve Terörizm Dergisi, Vol.21.) NEX24: Und wie groß war der Einfluss armenischer Milizen auf die osmanischen Armenier, die ja im Osmanischen Reich gemeinhin als millet-i sadıka bezeichnet wurden, was übersetzt „treue Bürger“ bedeutet? Prof. Selvi: Bis zur Proklamation der zweiten konstitutionellen Monarchie im Jahre 1908, der Legalisierung der armenischen Komitees wie der Hunchaken und der Daschnaken, der Begnadigung der Komiteeangehörigen und ihrem Einzug in das Parlament als Abgeordnete, galten diese als Terroristen und wurden gemeinhin von den osmanischen Armeniern auch als solche wahrgenommen. Allerdings mussten viele Armenier aus Furcht vor diesen Verbänden den Forderungen dieser Komitees nachkommen. Durch eine politische Indoktrination der armenischen Bevölkerung sollte sie in einem landesweiten Volksaufstand gegen die osmanische Obrigkeit aufgewiegelt werden – dies war das Hauptziel. Bis ins 19. Jahrhundert waren die Armenier in den Metropolen des Reiches und auf dem Land weitgehend zufrieden mit ihrer Situation. Sie genossen Freiheiten und hatten sich einen Wohlstand erarbeitet – Verhältnisse, die nicht einmal den Armeniern im Russischen Reich vergönnt waren. Nichtsdestotrotz gelang es den armenischen Milizen von Zeit zu Zeit armenische Reichsbürger aufzuwiegeln und sie mit der Verheißung eines unabhängigen armenischen Staates auf die Barrikaden zu bringen. Unter den kaukasischen Armeniern stießen die Komitees eher auf Ablehnung, denn diese beäugten die revolutionären Milizionäre mit Argwohn und fürchteten eine Destabilisierung ihrer Situation im Russischen Reich. Selbst der erste armenische Ministerpräsident Ovannes Katschaznouni gestand auf einer Versammlung der Daschnaken in Bukarest die Fehler der Armenier ein und die daraus resultierenden enormen Verluste für sein Volk. Im Übrigen ist auch diese Kritik Katschaznounis als Buch veröffentlicht worden. NEX24: Lobby-Historiker verbreiten über Mihran Damadyan in der westlichen Öffentlichkeit beflissen das Image eines Saubermannes. Mal ist er ein „Schriftsteller“, mal ein „Freiheitskämpfer“, dann ein „Pädagoge“. Dass dies nicht der Wahrheit entspricht, liegt auf der Hand. Unbeirrt werden Straftäter wie Tehliryan, Torlakyan, Monte Melkonyan als Helden stilisiert. Dem als „Schächter von Kars“ berüchtigten General Dro, alias Drasdamat Kanayan, und dem Attentäter Tehliryan wurden gar Denkmäler errichtet. Das zeugt von einem sehr verfälschten Geschichtsverständnis. Was wird mit dieser (falschen) Heldenverehrung bezweckt? Prof. Selvi: Jedes Volk hat seine Helden und diese Helden wurden in den Erwartungen dieser Völker geboren. Bei den Armeniern existieren auch einige historische Gestalten als Helden. Die armenischen Helden unseres Zeitabschnitts beginnen ab den 1890er Jahren bis in unsere heutige Zeit. Antranik, Hamazsb, Dro, Armen Garo (Karekin Pastırmacıyan, Tehliryan, Melkonyan usw.). Das wesentliche Merkmal bei diesem Personenkreis besteht darin, dass es sich hierbei um bewaffnete Aktivisten handelt, die die türkische Bevölkerung grausam malträtiert haben. Sie sind es, die den Terror im Osten Anatoliens entfacht hatten und verantwortlich waren für die Benachteiligung des armenischen Volkes. Sie waren es, die behaupteten wegen den Armeniern aus Rache zur Waffe gegriffen zu haben.
„Als Kriegsverbrecher Antranik nach Kriegsende 1919 nach Paris kam, veranstaltete die französische Regierung zu seinen Ehren Festlichkeiten. Am Ende schmückten seine Brust zahlreiche Orden, die ihm vom französischen Präsidenten verliehen wurden.“
Sie waren es wiederum, die in der europäischen Öffentlichkeit wie Helden empfangen und mit Orden geehrt wurden. Sie waren es, die bei den Balkankriegen 1912 mit einer schlagkräftigen Einheit von 2.000 Mann in der bulgarischen Armee in der Gegend von Tekirdağ und Edirne Tausende von unschuldigen Zivilisten ermordeten. Antranik, der muslimische Dörfer überfiel, wurde nach dem Krieg vom bulgarischen Zar Ferdinand mit [militärischen] Orden geehrt. Letztes Jahr wurde von ihm in Plowdiw eine Statue eingeweiht. Dieser Milizenchef, der während des Ersten Weltkriegs die armenischen Freiwilligeneinheiten anführte und in der russischen Armee diente, wurde von diesen zum Generalsrang befördert. In unseren Archivbeständen sind die Namen aufgeführt und in den Regionen Erzurum, Van und Berg-Karabach hat dieser mindestens 150.000 Zivilisten ermorden lassen. Aber in einem Hunchaken-Marsch heißt es: “Lass uns in die Türkei gehen Bruder Antranik, schlachten wir die Türken, damit Armenien entsteht.” Als Kriegsverbrecher Antranik nach Kriegsende 1919 nach Paris kam, veranstaltete die französische Regierung zu seinen Ehren Festlichkeiten. Am Ende schmückten seine Brust zahlreiche Orden, die ihm vom französischen Präsidenten verliehen wurden. Die Begründung hierfür konnte nach seinem Tod auf dem Denkmal des Pariser Nationalfriedhofs nachgelesen werden: “Zu Ehren der im Osten für Frankreich kämpfenden und gefallenen Armenier.” Das imperialistische Europa und Russland hatten die zunächst unbeteiligten Armenier des Ostens instrumentalisiert, dann in die Berge getrieben und schließlich 1923 fallen gelassen. Wie 1970, 1980 und 1990, benutzen diejenigen, die mit der Türkei ein Hühnchen zu rupfen haben, weiterhin die Armenier und Armenien mit den Ereignissen von 1915. Die über 1.000 Vereine der armenischen Diaspora in der Welt halten ihr Auskommen mit der “Genozid-Industrie” aufrecht. Treibe es bei den reichen Armeniern ein und gebe es aus, wenn du es brauchst… Die Massaker, die Antranik zwischen 1892-1920 durchführte, setzten Melkonyan und Kotscharyan in Berg-Karabach und Hodschali fort. Die Sichtweise des demokratischen und modernen Europas, Russlands, der Europäischen Union, der USA und der armenischen Nationalisten gegenüber Antranik und Melkoniyan ist identisch; Sie werden zu Freiheitskämpfern und Helden stilisiert. Was ist mit den ermordeten unschuldigen Märtyrern, die Frauen, die Kinder, die alten Leute…? Wessen Schuldige oder Helden sind sie? Die Menschheit muss das hinterfragen. NEX24: In der westlichen Öffentlichkeit ruft das Stichwort „Armenische Frage“ stets das Bild des armenischen Opfers ins Bewusstsein der Menschen. Im Westen ist die Vorstellung verbreitet, dass armenische Zivilisten mit Gewalt umgesiedelt, massakriert und sogar einem Völkermord zum Opfer gefallen sein sollen. Diese Perzeption ist nicht zuletzt der seit einhundert Jahren andauernden armenischen Lobbyarbeit geschuldet. Im Gegensatz zur westlichen Wahrnehmung steht die „Armenische Frage“, sowohl in der Türkei als auch in Aserbaidschan, als Synonym für groß angelegte Massaker an der muslimischen Zivilbevölkerung. Welche Rolle spielten bei diesen ethnischen Säuberungen die armenischen Milizen? Warum wurden diese Gewaltverbrechen an wehrlosen Muslimen verübt? Prof. Selvi: Damit die Armenier die Unabhängigkeit erlangen konnten, bedurfte es provokativer Handlungen, um gegenseitige Massaker anzustacheln, so wie es Europa herbeigesehnt hatte. So entstanden die ersten armenischen Aktionen. Obwohl bei diesen Aktionen wesentlich mehr Türken getötet wurden, hat die europäische Öffentlichkeit die Ereignisse gerade umgekehrt bewertet und behandelt. Somit wurde das angestrebte Ziel erreicht. Um aus dem Provinzen Erzurum, Van, Bitlis, Diyarbakır, Sivas, Elazığ und Trabzon ein Armenien zu gründen, musste man dafür entsprechend die demografischen Strukturen schaffen. Die Armenier waren in diesen Gebieten in der Minderheit. Um die entsprechenden demografischen Strukturen zu realisieren, gab es zwei Methoden: Erstens, die Türken gewaltsam zu vertreiben und zweitens, bei den vor Ort gebliebenen ein Gemetzel anzurichten. Während des Ersten Weltkriegs, als Erzurum, Erzincan, Bayburt, Trabzon und Van unter russischer Besetzung standen, wurde nahezu die Hälfte der osmanischen Bürger von den Hilfstruppen der Russen, den armenischen Milizen, nach Mittelanatolien vertrieben und weite Landstriche entleert. Die Maßnahmen fruchteten, denn die demografischen Strukturen änderten sich allmählich zugunsten der Armenier. Als jedoch 1917 in Russland die bolschewistische Revolution ausbrach und die zaristischen Truppen den Rückzug antraten, verließen ihre armenischen Schergen mit ihnen und eine breite Blutspur durchzog Ostanatolien: Sie betrieben buchstäblich eine Politik der verbrannten Erde: Hinter ihnen lagen Ruinen, lodernde Städte, Massengräber und ein Heer an verwaisten Kindern. NEX24: Das sind in der Tat die Szenen, die im kollektiven Bewusstsein der Menschen in der Türkei und in Aserbaidschan verankert sind. Es ist so als, ob sich die armenische Gewalt in Karabach wiederholt. Warum konnten weder die Türken in Anatolien noch in Aserbaidschan ihre eigene Opferrolle in der armenischen Frage nicht ausreichend zur Sprache bringen? Wie kann diese Schieflage in der Darstellung der Ereignisse behoben werden und welche Hausaufgaben müssen die Türken in der Diaspora machen? Prof. Selvi: Eigentlich hat die Türkische Republik nach dem Vertrag von Lausanne es vorgezogen mit dieser Angelegenheit abzuschließen, mit einem neuen Geist in die Zukunft zu blicken. In der Absicht sich außenpolitisch mit der internationalen Staatengemeinschaft zu integrieren hat sie den Weg des Friedens gewählt. Diese Denke gehört sogar zur Staatsdoktrin und wurde im Leitsatz von Staatsgründer Atatürk “Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt” treffenderweise zusammengefasst. Kurzum, die junge Republik wollte alle Feindseligkeiten vergessen. Nach Lausanne hat allerdings die armenische Diaspora und die Armenische Republik in einem veröffentlichten Kommuniqué an die führenden europäischen Staaten erklärt “Ihr habt uns wieder im Stich gelassen, aber wir werden an unseren Ansprüchen in Ostanatolien festhalten.
„Ferner hielt der Westen, der die [armenische] Angelegenheit initiierte und konstruierte, das armenische Narrativ für immer glaubwürdig.“
Wir werden als Einheit arbeiten und die neuen Generationen mit diesem Bewusstsein erziehen und die Ereignisse von 1915 nicht in Vergessenheit geraten lassen. Als in den 1970er Jahren die Anschlagsserie der armenischen Terrororganisation ASALA gegen die Bürger der Türkischen Republik und deren Einrichtungen begannen, gab es in der Türkei ein Umdenken und man begann über das Thema zu forschen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Armenier Tausende von Büchern und Artikeln veröffentlicht und an jedem 24. April waren sie in den Städten in Europa und den USA in der Öffentlichkeit sehr effizient. Für die in der Diaspora lebenden fast vier Millionen Armenier ist die „Genozid-Psyche“ ein Existenzgrund, um nicht aufgelöst zu werden. Wenn dieser kleinste, identitätsstiftende gemeinsamer Nenner verschwinde, so ihre Ansicht, würden auch die Armenier in den Gesellschaften, in denen sie lebten, sich auflösen und sich assimilieren. Ferner hielt der Westen, der die [armenische] Angelegenheit initiierte und konstruierte, das armenische Narrativ für immer glaubwürdig. Den Sachverhalt des Genozids haben zwischen 1890-1915 die für Europa und die USA als heilig geltenden Missionare sowie die als Führungspersönlichkeiten geltenden Diplomaten und Staatslenker aufgebaut. Aus diesem Grund wurden die Armenier in Europa und den USA schon immer als das Opfervolk angesehen. Doch das sollte kein Hindernis darstellen, um die Wahrheit über die Ereignisse von 1915 vorzutragen. In den letzten 20 Jahren wurden zu diesem Thema sehr viele Dissertationen geschrieben und Bücher dazu veröffentlicht. Diese Arbeiten müssen der Weltöffentlichkeit zugängig gemacht werden. In den letzten Jahren haben die beiden Staaten, die Türkei und Aserbaidschan, ihre Arbeiten in der Diaspora forciert. Der wichtigste Grund warum sie in dieser Frage bisher zurückgeblieben sind, besteht darin, dass sie im Besitze eines Staates sind und auf internationaler Ebene sich nicht mit anderen Völkern auseinandersetzen wollen. Jetzt haben sie viel Arbeit vor sich. Nach dem Vorbild der Griechen, der Armenier und der Juden sollten auch die Angehörigen der türkischen Diaspora Verbände gründen, und Aufklärungsarbeit in eigener Sache betreiben. Wir befinden uns in einem Informationszeitalter und die Menschen haben verschiedene Möglichkeiten, um sich zu informieren. Wenn die Türken über sich nicht selbst erzählen, werden ihre Widersacher, wie vorher auch, sie weiter herabwürdigen und mit falschen Verdächtigungen fortfahren. NEX24: Herr Professor Selvi, die armenische Diaspora bzw. ihre Lobbygruppierungen und die von ihnen bezahlten Historiker üben mit aller Macht Druck auf nationale Parlamente aus und versuchen so die Geschehnisse des Jahres 1915 zu politisieren. So beugte sich der Bundestag 2016 dem Einfluss der armenischen Lobbygruppierungen und bezeichnete in einem Bundestagsbeschluss die armenischen Verluste als Völkermord. Dem schloss sich letztes Jahr auch der US-Senat an. Wie bewerten sie als Wissenschaftler diese Entwicklung, in der sich Lobbygruppierungen und Politiker diesem Thema annehmen? Prof. Selvi: Um ihre historischen Bestrebungen zu verwirklichen, versuchen griechische und armenische Lobbyorganisationen die Ereignisse zwischen 1915-1923 als ein gegen sie begangenen Genozid darzustellen. Um diesen Plan umzusetzen, müssen gewisse Etappen durchlaufen werden. Zunächst erkennen die politischen Institutionen der europäischen Staaten und der USA diese Ereignisse als Genozid an und diese Staaten üben dann gegenüber der Türkei politischen, wirtschaftlichen und militärischen Druck aus, und sorgen dafür, dass sie [die Türkei] den vermeintlichen Völkermord anerkennt. Nachdem die Türkei die Ereignisse als Genozid anerkannt hat, soll sie zur Zahlung von Schmerzensgeld an die Nachkommen der angeblich getöteten und zu Reparationszahlungen an die zuständigen Staaten verurteilt werden. Diese Verurteilung würde auf der anderen Seite ein Eingeständnis über die demografische Mehrheit der Armenier und Griechen in Ostanatolien und im Schwarzmeergebiet bedeuten. Im Endeffekt würde für die Gebietsansprüche eine rechtliche Grundlage geschaffen. In der Tat haben bis heute weder Armenien noch Griechenland ihre Gebietsansprüche gegenüber der Türkei aufgegeben. Da allerdings die Beweise über die Ereignisse zwischen 1915-1923 zum angeblichen Genozid fehlen, wird versucht über Schulbücher, den Gesellschaften darüber das Bewusstsein zu vermitteln und über politische Institutionen die Türkei zu verurteilen. Wenn beide Staaten Beweise für ihre Anschuldigungen zum armenischen und pontischen Genozid hätten, müssten sie vor internationalen Gerichten Klage einreichen. Da sie aber diesen Weg nicht beschreiten können, versuchen sie es über die Parlamente und über die Überzeugung der Bevölkerung.
„Die türkischen Archive sind für alle geöffnet. Allerdings sind die armenischen Archive noch immer nicht für Forscher frei zugänglich. Die Archivdokumente belegen, dass es sich bei den Ereignissen von 1915 um keinen Genozid handelt. Die Welt sieht sozusagen darüber hinweg.“
NEX24: Wird denn auf diese Art und Weise die Geschichte nicht instrumentalisiert, um ein gewisses politisches Ziel zu erreichen? Prof. Selvi: Was Armenier und Griechen bewerkstelligen ist weltweit beispiellos. Die Armenier, die zwischen 1890-1923 aus unterschiedlichen Gründen Anatolien verlassen haben, lebten mit den Türken in unmittelbarer Nachbarschaft und sie kannten sich wirklich gut. Sie wussten nur allzu gut, wie besonnen ihre türkischen Landsleute waren. Aber die dritte Generation der armenischen Jugend in der Diaspora verknüpft mit einem “Türken” etwas sehr Negatives. Das ist der Propagandaarbeit der Daschnaken und Hunchaken an diesem Volk geschuldet. Solange ihnen, den Armeniern, niemand beisteht, würden sie weiter leiden. Geschichtsklitterung bringt den Völkern keine Freude, sondern stellt eher eine Belastung dar und ist mit Frustrationen verbunden. NEX24: Recep Tayyip Erdogan forderte während seiner Amtszeit als Ministerpräsident der Türkei die Berufung einer vor Armeniern und Türken paritätisch besetzten Historikerkommission. Warum verweigert die armenische Seite die Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte? Prof. Selvi: Derartige Versuche hat es in den letzten 20 Jahren mehrfach gegeben. Die türkische Seite sowie Historiker und Politiker der armenischen Seite kamen zusammen, um über historische Ereignisse und insbesondere über die Vorfälle von 1915 zu sprechen. Der letzte Versuch zwischen Türken und Armeniern eine Friedensbande zu knüpfen und die Absicht die gemeinsame Vergangenheit aufzuarbeiten, wurde seitens der armenischen Komitees, die aus dem Genozid-Kommerz ihre Existenzberechtigung ableiten und von europäischen Politikern zunichtegemacht. Die Föderation für Gerechtigkeit und Demokratie, die die in Europa lebenden Armenier bei den Institutionen der EU öffentlich repräsentiert, hat die zwischen Türken und Armeniern in Paris gegründete Türkisch-Armenische Organisation für Zusammenarbeit (FRAT) verurteilt und wiederholte, der Weg des Dialogs führe über die Anerkennung des Genozids von 1915 durch die Türkei. Nach türkischer Auffassung sollten geschichtliche Ereignisse Historikern überlassen werden, was auch heute noch seine Gültigkeit hat. Dass armenische Historiker sich an einen Tisch setzen, war schon außergewöhnlich. Aber nach der dritten Zusammenkunft zogen sich die armenischen Historiker von den Gesprächen zurück, da auf sie ein sehr großer Druck ausgeübt wurde. Die Diaspora-Organisationen befürchteten, dass alle ihre Bemühungen der letzten 100 Jahre für die Katz sein könnten. Nach ihrer Auffassung ist der Sachverhalt des “Armenischen Völkermords” in Frage gestellt worden, der durch die Weltöffentlichkeit akzeptiert wurde. Türkische und armenische Historiker diskutierten, ob das der Wahrheit entsprach und das war inakzeptabel. Wegen dieser Herangehensweise stellen sich die Armenier entschieden gegen eine Diskussion von Historikern. Die türkischen Archive sind für alle geöffnet. Allerdings sind die armenischen Archive noch immer nicht für Forscher frei zugänglich. Die Archivdokumente belegen, dass es sich bei den Ereignissen von 1915 um keinen Genozid handelt. Die Welt sieht sozusagen darüber hinweg. Das Interview führten Ferhat Avşar und Kemal Bölge

Mihran Damadyan – Die Bekenntnisse eines armenischen Untergrundkämpfers 

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Zum Thema – NEX24 Interview –

Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“

Zu Yves Bénard: “Um der Gerechtigkeit willen” lautet das Credo des franzöischen Historikers, der sich durch seinen kritischen Geist und mit einer gehörigen Portion Neugier ausgestattet in die historischen Archive verschiedener Staaten begab. Herausgekommen ist ein hoch interessantes Buch, das exemplarisch ist für eine sachliche Darstellung der Ereignisse.

Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“
 

Österreich
MMA-Kämpfer Wilhelm Ott zum Islam konvertiert

Wien – Der österreichische Profi MMA-Kämpfer  Wilhelm Ott ist zum Islam konvertiert. Die Corona-Krise und die Ausgangssperren hätten ihm die Ruhe gegeben, um zum Glauben zu finden. Wie der 37-jährige Kampfsportler auf Instagram mitteilte, habe er sich seit vielen Jahren für den Islam interessiert, sich jedoch politisch beeinflussen lassen und letztlich davon abgewendet. In schwierigen Zeiten habe der Islam ihm die notwendige Kraft gegeben, so Ott weiter. Sein Glaube sei nun stark genug, um „den einzig wahren Gott“ anzuerkennen und die Schahada auszusprechen. Er könne nun mit Stolz sagen, dass er Muslim ist. Ott spricht in dem Video die Schahada aus. Die Schahada ist das Glaubensbekenntnis des Islams, das die erste der fünf Säulen des Islam bildet.
„Ich bezeuge: Es gibt keinen Gott außer Allah und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.“
(Aschhadu an la-ilaha-ill-allah wa aschhadu enna muhammadan rasulullah) In einem weiteren Video dankt Ott dem türkischen MMA-Kämpfer Burak Kizilirmak, der ihm einen Koran und Gebetsteppich geschenkt habe. Gemeinsam mit weiteren Gläubigen habe er das Freitagsgebet verrichtet.  Auf Instagram hat der österreichische Kämpfer den Namen „Khalid“ hinzugefügt. https://www.instagram.com/p/B_FilhugD-_/

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– Sinead O‘ Connor wird Muslima –

Sängerin Sinead O’Connor bedankt sich bei Muslimen

In einem neuen Tweet dankte die irische Sängerin, die mit dem Song „Nothing compares to you“ Weltruhm erlangte, den Muslimen für ihre Unterstützung und freundliche Aufnahme in die „Ummah“, der muslimischen Weltgemeinschaft.

Sängerin Sinead O’Connor bedankt sich bei Muslimen

NRW
Auch ohne Kundenkarte: METRO öffnet für alle Endverbraucher

Das Düsseldorfer Großhandelsunternehmen METRO Deutschland öffnet in NRW 18 Großmärkte für alle Verbraucher. Die Öffnung umfasst alle METRO Standorte in Nordrhein-Westfalen und ist vorerst bis zum 03. Mai 2020 gültig. Einer entsprechenden befristeten Nutzungsänderung für diese erweiterte Öffnung hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen am 22. April 2020 zugestimmt. Damit ist METRO in NRW bis zum 3. Mai nicht mehr ausschließlich für Gewerbetreibende zugänglich, sondern auch für Endverbraucher ohne METRO Kundenkarte. Auf diese Weise ermöglicht das Großhandelsunternehmen einem erweiterten Kundenkreis Zugang zu Lebensmitteln während der Corona-Krise und unterstützt damit die Grundversorgung der Region. Die Öffnung erfolgt selbstverständlich unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen sowie der geltenden Abstandsregeln. „Wir leisten gerne einen Beitrag, um in Absprache mit der Landesregierung den Bewohnern von NRW eine weitere sichere Einkaufsmöglichkeit zu eröffnen“, sagt Frank Jäniche, CEO METRO Deutschland. „Dafür bieten unsere Großmärkte mit ihrem breiten Warensortiment, weiträumigen Verkaufsflächen und höchsten Hygienestandards ideale Voraussetzungen.“ In Nordrhein-Westfalen betreibt METRO insgesamt 18 METRO Großmärkte an den Standorten Dortmund-Mitte, Dortmund-Oespel, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mülheim (Ruhr), Neuss, Porta Westfalica, Recklinghausen, Sankt Augustin, Schwelm, Siegen, und Würselen sowie METRO GASTRO Märkte in Düren und Iserlohn. NRW ist in vielerlei Hinsicht eine Kernregion für METRO. Zum einen haben sowohl die Zentralverwaltung des deutschen Großhandelsgeschäfts als auch die Muttergesellschaft METRO AG ihren Sitz in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Außerdem wurde der erste METRO Markt weltweit 1964 in Mülheim an der Ruhr gegründet. Breites Sortiment und große Verkaufsflächen Die METRO Märkte bieten ein Sortiment von durchschnittlich rund 20.000 Food und 30.000 Non-Food Artikeln auf einer Verkaufsfläche zwischen 7.000 und über 16.000 Quadratmetern. Das kleinere METRO GASTRO-Format hat mit einem Sortiment von rund 12.000 Artikeln einen Fokus auf Lebensmittel. Neben einer breiten Auswahl aus regionalen Produkten bietet METRO ein umfassendes Sortiment an heimischem wie exotischem Obst & Gemüse, Fleisch und Fisch sowie Käse und Molkereiprodukten an. Neben ausgewählten Weinen und Spirituosen, zeichnet sich das Angebot durch Profi-Artikel im gesamten Trockensortiment sowie bei internationalen Spezialitäten aus. „Selbstverständlich sind wir auch weiterhin für unsere gewerbetreibenden Kunden da und versuchen insbesondere die Gastronomie bestmöglich zu unterstützen, beispielsweise mit diversen digitalen Lösungen auf unserer Gastro-Online-Plattform DISH oder durch unsere Gastro-Experten“, sagt Frank Jäniche. Fokus auf Gewerbetreibende bleibt Mit der Entscheidung des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht das zweite deutsche Bundesland eine zeitweise Öffnung der Großmärkte für Endverbraucher, in denen sonst nur Gewerbetreibende wie Gastronomen, Kioskbetreiber und sonstige Kleinunternehmen einkaufen dürfen. Ende März machte die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern, zunächst befristet bis zum 19. April, den Weg frei für eine Öffnung von fünf METRO GASTRO Märkten in der Region. Diese Regelung wurde am 20. April bis zum 3. Mai verlängert.

Geschichte
Türkei: Das Kinderfest am 23. April und seine Bedeutung

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge – kboelge@web.de  Jedes Jahr wird in der Türkei der 23. April als Kinderfest gefeiert und es finden Feierlichkeiten, Musik- und Theaterfeste statt. Aus gegebenem Anlass fallen die Veranstaltungen dieses Jahr zwar aus, aber die Kinder sollen diesmal zu Hause mit ihren Familien feiern. Zu diesem Fest werden auch Kinder aus über 40 Ländern in die Türkei eingeladen, damit alle Kids gemeinsam spielen und feiern können. Vielleicht hat sich der eine oder andere schon einmal gefragt was hinter diesem Kinderfest steckt und was der genaue Anlass für den 23. April ist. In Deutschland können wir uns gar nicht ausmalen, dass es in der Türkei einen Tag nur für Kinder gibt und dieser Tag dann auch noch ein offizieller Feiertag ist. Ich werde versuchen den Sachverhalt möglichst einfach zu erklären. Der Grund ist historisch-politischer Natur: Am 23. April 1920 wurde in Ankara die Große Nationalversammlung (Türkiye Büyük Millet Meclisi), also das Parlament, durch Mustafa Kemal Pascha (der spätere Atatürk) eröffnet und dieser wurde durch die Abgeordneten zum Parlamentspräsidenten gewählt. Das Datum steht für die Verkündung der Souveränität des türkischen Volkes. Was so staatstragend klingt, hat einen wichtigen Hintergrund. In den frühen Morgenstunden des 13. November 1918, wurde die damalige osmanische Hauptstadt Istanbul von insgesamt 61 alliierten Kriegsschiffen belagert und schließlich von einrückenden Truppen besetzt. Nach der Niederlage des Osmanischen Reiches während des Ersten Weltkriegs an der Seite der Mittelmächte (Deutsches Reich, Österreich-Ungarn und Bulgarien) und dem Waffenstillstandsabkommen von Moudros am 30. Oktober 1918, war die Besetzung von Istanbul nur noch eine Frage der Zeit. Bei der ersten Besetzung am 13. November 1918 wurden strategisch wichtige Stellen in der alten Hauptstadt besetzt, die Verwaltung blieb – sofern man überhaupt von Eigenständigkeit sprechen kann – in türkischer Hand. Mit der zweiten Besetzung am 16. März 1920, wurde auch die eigenständige Verwaltung abgeschafft. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang: Mit der alliierten Besetzung von Istanbul, ging auch die Kontrolle über die Meerengen an die Briten über. Die osmanischen Einheiten der Blitz-Armeen (Yıldırım Ordular), die von Mustafa Kemal Pascha befehligt wurden und an den Fronten in Palästina, Syrien und im Irak kämpften, wurden aufgelöst. Nach dieser Auflösung machte sich General Mustafa Kemal Pascha auf den Weg nach Istanbul. Er kam am 13. November 1918 am Bahnhof von Haydarpaşa an und als er die alliierten Kriegsschiffe am Bosporus ankern sah, sagte er einen legendären Satz „So wie sie [die feindlichen Schiffe] gekommen sind, so werden sie auch wieder gehen.“ Er blieb etwa fünfeinhalb Monate in Istanbul und versuchte den Widerstand zu organisieren. Doch genau dieser Satz sollte zum Fanal für die Auflehnung und den späteren Befreiungskrieg gegen die alliierten Besatzer werden. Am 19. Mai 1919 landete General Mustafa Kemal mit einem Schiff in der Schwarzmeerstadt Samsun an und mit dieser Ankunft begann der eigentliche Befreiungskrieg. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Teile Anatoliens besetzt. Die Briten marschierten in Mosul (im heutigen Irak), Konya, Antep, Kilis und Iskenderun ein, während die Franzosen Adana, Osmaniye und Mersin unter ihre Kontrolle brachten. Mit der französischen Armee rückten in Kozan, Osmaniye, Mersin und Adana auch armenische Milizen ein. Nach der Waffenstillstandsvereinbarung von Moudros, was einer Kapitulation des Osmanischen Reiches gleichkam, nutzten in Ostanatolien armenische Milizen die Gunst der Stunde und ermordeten die türkische Zivilbevölkerung zu Hunderttausenden auf bestialische Weise. Die italienische Armee besetzte Antalya, Fethiye, Bodrum und Kuşadası. Ein wichtiger Meilenstein bei der Befreiung Anatoliens von den Invasionsarmeen, waren die Kongresse in Erzurum (Juli 1919) und Sivas im September 1919. Insbesondere durch die Zusammenkunft der Vertreter aus allen Landesteilen in Sivas, wurde der Grundstein für den Befreiungskampf gelegt. Im Mai 1919 besetzte die griechische Armee Izmir und die Umgebung. Das Ziel bestand darin, die Nord- und Westküste Anatoliens zu okkupieren und vollendete Tatsachen zu schaffen. Bei ihrem Vorstoß ging die griechische Armee mit äußerster Brutalität gegen die türkische Bevölkerung vor und verübte unzählige Massaker. Der Vertrag von  Sèvres vom August 1920, sah die endgültige Zerschlagung des türkischen Siedlungsgebietes in Anatolien und der europäischen Türkei vor. Dieser Vertrag wurde nie umgesetzt, weil Mustafa Kemal Pascha und seine Kameraden dieses Abkommen entschieden ablehnten und zur Regierung des Sultans, die unter der Gnade der britischen Hochkommissariats in Istanbul stand, ein Parlament gewählt und eine Gegenregierung in Ankara gebildet hatten. Obwohl der erste bewaffnete Widerstand zunächst im Südosten Anatoliens gegen die Besatzungsarmee der Franzosen begann, wurden die ersten Einheiten der „Nationalen Kräfte“ („Kuvâyı Milliye“) in Westanatolien gegen die griechische Armee eingesetzt. Trotz großer Schwierigkeiten gelang es der türkischen Befreiungsbewegung unter Mustafa Kemal und Ismet Inönü Pascha die griechische Invasionsarmee vernichtend zu schlagen und am 9. September 1922 Izmir zu befreien. Nach der Niederlage der Griechen mussten sich auch die Franzosen, Italiener, die armenischen Milizen und zuletzt dann auch die britische Armee aus Istanbul zurückziehen. Mit der Unterzeichnung des Vertrages von Lausanne begann ein neuer Zeitabschnitt und dies war zugleich die Geburtsstunde der Türkischen Republik. Wie ich anfangs schon erläutert habe, handelt es sich beim 23. April 1920 um die Eröffnung des Parlaments in Ankara. Wie heißt es doch immer wieder: Der Souverän ist das Volk. Das türkische Volk hatte quasi am 23. April 1920, also genau vor 100 Jahren, seine Befugnis den gewählten Abgeordneten übertragen. Atatürk hatte seinerzeit die Idee, den 23. April den Kindern der Türkei als Feiertag zu widmen. Seit 1929 wird der 23. April in der Türkei alljährlich als Feiertag der Kinder gefeiert. Kinder übernehmen dabei symbolisch die Macht. Sie dürfen sich als Präsident, Parlamentspräsident, Minister oder als Rathauschef einer Stadt austoben. Wie in dem berühmten Song von Herbert Grönemeyer, „Kinder an die Macht“, aus dem Jahre 1986. Hier ein Auszug aus dem Lied:
„Gebt den Kindern das Kommando Sie berechnen nicht was sie tun Die Welt gehört in Kinderhände Dem Trübsinn ein Ende Wir werden in Grund und Boden gelacht Kinder an die Macht“

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– NEX24 Interview – Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“

Zu Yves Bénard: “Um der Gerechtigkeit willen” lautet das Credo des franzöischen Historikers, der sich durch seinen kritischen Geist und mit einer gehörigen Portion Neugier ausgestattet in die historischen Archive verschiedener Staaten begab. Herausgekommen ist ein hoch interessantes Buch, das exemplarisch ist für eine sachliche Darstellung der Ereignisse.

Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“

Corona-Pandemie
Corona-Krise: Onlinedienste helfen durch den Alltag

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WERBUNG Auf einmal ging es ganz schnell. Noch vor wenigen Monaten war der Coronavirus für die meisten Menschen in Deutschland nichts weiter als etwas, über das man in den Nachrichten liest. Der Virus war damals hauptsächlich im asiatischen Raum ausgebreitet und machte nicht den Anschein, sich in Europa zu einem ernsten Problem zu entwickeln. Innerhalb von wenigen Wochen änderte sich die Situation rapide. Ein Land nach dem anderen schloss seine Grenzen und verhängt Ausgangssperren für seine Bewohner. Auch in Deutschland besteht die Chance, dass bald eine Ausgangssperre eingeführt wird und niemand mehr ohne triftigen Grund nach draußen darf. Was tut man also, wenn man in seinen eigenen vier Wänden eingesperrt ist? Und noch viel wichtiger: wie stellt man sicher, dass die eigene Gesundheit nicht unter der Selbstisolation leidet? Schließlich ist es zur Zeit wichtiger als je zuvor, gesund zu bleiben und das eigene Immunsystem zu stärken. Zum Glück gibt es einige Dienstleister, die Ihnen dabei helfen können. Trotz der Ausgangssperren können Sie mit den Produkten dieser Firmen dafür sorgen, dass Ihre Gesundheit geschützt bleibt. Einige dieser Dienstleister stellen wir nun vor.
(Symbolfoto: pixa)
Coronavirus-Tests Viele Experten haben bereits betont, dass die Isolierung des Großteils der Menschheit keine dauerhafte Lösung für die Coronavirus-Krise darstellen kann. Bereits jetzt wird angenommen, dass die wirtschaftlichen Folgen der Krise desaströs sein werden. Welche Ausmaße diese annehmen, wenn die derzeitige Situation noch mehrere Monate andauert, darf man sich kaum vorstellen. Die Lösung muss daher sein, dass möglichst viele Menschen auf den Virus getestet werden und dann ein Modell entwickelt wird, wie die Situation bis zum Erscheinen eines Impfstoffs geregelt wird. Zum Glück gibt es bereits einige Unternehmen, die Tests für Deutsche anbieten. Sogar noch besser: die Tests werden in der Regel von den Krankenkassen bezahlt und sind für die Bevölkerung damit gratis. Online-Apotheken In den Zeiten des Coronavirus wird eine Sache besonders wichtig: die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Das betrifft nicht nur Coronavirus-Patienten, sondern auch Menschen, die an anderen Krankheiten leiden und dafür eventuell verschreibungspflichtige Medikamente benötigen. Es ist wohl keinem Menschen zu verübeln, wenn dieser im Moment nur ungern eine Arztpraxis oder Apotheke betreten und dort den Kontakt zu Coronavirus-Infizierten riskieren würde. Die Lösung für dieses Problem kommt von den Online-Apotheken. Mittlerweile gibt es verschiedene Dienste im Internet, bei denen Menschen auch verschreibungspflichtige Medikamente ganz einfach online kaufen können. Diese Dienste bieten auch eigene Ärzte an, die eine Telediagnose durchführen und bei Bedarf die passende Medizin verschreiben können. In Deutschland ist DoktorABC eine sehr beliebte Wahl. Viele Menschen nutzen diesen Dienst jeden Tag und sparen sich damit den Weg zum Arzt oder zur Apotheke. Online-Supermärkte Nicht nur Medizin kann heutzutage online gekauft werden, sondern auch Lebensmittel. Viele Supermarktketten, wie zum Beispiel Rewe, Edeka oder Real, bieten ihren Kunden bereits die Option an, über das Internet dort einzukaufen und die Waren direkt an die Haustür geliefert zu bekommen. Auch der Internetriese Amazon hat bereits mit dem Lieferdienst Amazon Fresh Lebensmittel in sein Sortiment aufgenommen. Das Problem mit den Online-Supermärkten ist derzeit jedoch, dass diese stark ausgelastet sind. Daher verzögert sich die Lieferzeit bei vielen Anbietern derzeit auf bis zu eine Woche oder sogar noch länger. Bestellen Sie daher am besten rechtszeitig und planen Sie längere Wartezeiten ein. Fazit In Selbstisolation zu leben, ist für keinen Menschen einfach. Neben den fehlenden sozialen Kontakten ist vor allem die Versorgung mit wichtigen Gütern wir Nahrungsmitteln oder Medizin für viele Menschen derzeit schwieriger als zuvor. Allerdings gibt es einige Unternehmen, die Ihnen mit diesem Problem helfen können. Online-Dienste können Ihnen dabei helfen, diese schwierige Zeit ein wenig einfacher zu gestalten und gleichzeitig Ihre Gesundheit zu schützen. Denken Sie daran, dass der beste Weg zur Bekämpfung des Virus derzeit die Isolation der Bevölkerung darstellt. Bis die Regierungen einen neuen Plan entwickeln, sollte jeder Mensch den Kontakt zu Fremden weitgehend meiden.

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– Corona-Pandemie – Türkei-Deutsche: Die haben hier schneller reagiert als in Deutschland

Obwohl die Türkei zu den Ländern gehört, die am schnellsten mit Maßnahmen auf die sich anbahnende Corona-Krise reagierte, bezeichnete das Nachrichtenmagazin Focus den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als „Corona-Ignoranten“ und behauptete, er habe zu lange gezögert.  In der Türkei lebende Deutsche widersprechen den Behauptungen des Focus jedoch.

Türkei-Deutsche: Die haben hier schneller reagiert als in Deutschland
 

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Neuer Glücksspielstaatsvertrag soll den deutschen Markt 2021 für Anbieter weiter öffnen

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WERBUNG Von ganz Europa verfügt Deutschland über den größten Glücksspielmarkt. Knapp 14 Milliarden Euro werden von Casinos, Sportwettenanbieter und Lottogesellschaften umgesetzt. Der Schwarzmarkt boomt – etwa ein Fünftel der Umsätze werden dort erzielt. Ein großer Anteil fällt auf öffentlich aufgestellte Spielautomaten und Spielhallen. Hinzu kommen die 16 Lotterieangebote der Bundesländer. Einen raschen Wachstum verzeichnen illegale Spielmöglichkeiten online, der Verdienst der Anbieter wird auf etwa zwei Milliarden Euro jährlich geschätzt. Aktueller Stand 2020 In Deutschland ist das Online Glücksspiel illegal, mit Ausnahme von Schleswig-Holstein. Es ist das einzige Bundesland, das nicht in den damaligen Glücksspielvertrag einstieg, sondern einen anderen Weg beschritt: Dort wurden befristete Lizenzen erteilt, die nach zwischenzeitlichem Ablauf noch einmal bis zum Sommer 2021 verlängert wurden. Im Allgemeinen ist vielen Menschen überhaupt nicht bewusst, dass sie sich mit der Nutzung von Online Glücksspielen in einer Grauzone befinden. Die Angebote sind vielfältig, sie stammen von Firmen beispielsweise mit Sitz in Malta oder Gibraltar – ein Verwaltungszugriff der deutschen Behörden besteht dort nicht. Diskussionen über eine Reformierung des Glücksspielvertrags werden seit vielen Jahren geführt. Nun scheint es tatsächlich zu einem Ergebnis gekommen zu sein: Deutschland soll einen neuen Glücksspielstaatsvertrag erhalten. Neuer Glücksspielstaatsvertrag: geplant ab dem 1. Juli 2021 Auf einen Blick stellen sich die vorgesehenen Inhalte wie folgt dar:
  • Die Beschränkung der monatlichen Einzahlungen auf 1.000 Euro.
  • Verbot der Wettart „Über/Unter“ bei Live-Wetten. D.h., es kann zum Beispiel nicht mehr auf die Gesamtanzahl der Tore, gelbe Karten in einem Spiel, Eckstöße etc. gewettet werden.
  • Die zurzeit geltende Beschränkung auf 20 Sportwetten-Lizenzen für private Anbieter soll gelockert werden.
  • Das gleichzeitige Einloggen bei verschiedenen Buchmachern soll unterbunden werden.
  • Eine intensive Überwachung der Wetten und Datenweitergabe ist in Planung.
  • Live-Wetten sollen allgemein eingeschränkt werden.
Zuständigkeit für die Konzessionserteilung Mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag werden diesbezügliche Onlinespiele in Deutschland legalisiert. Sie umfassen nicht nur Casinos und Automatenspiele im Netz, sondern auch Poker. Erlaubt war das Kartenspiel bisher ausschließlich in staatlichen Spielbanken, darunter in Berlin, Dortmund, Hamburg und Wiesbaden. Damit ist es Spielern also in der Zukunft möglich, legal online Geld einzusetzen. Es soll eine neue Anstalt des öffentlichen Rechts entstehen, die für die Erteilung der Konzessionen für die Betreiber von Sportwetten, Automatenspielen und Poker zuständig ist. Vermutlich wird diese ihren Sitz in Baden-Württemberg haben. Konzessionen für den Betrieb von Online Casinos werden die einzelnen Bundesländer erteilen. Die Anzahl dafür ist eingeschränkt und gilt für die jeweiligen Länder.

Der geplante Glücksspielstaatsvertrag sorgt für eine gesetzliche Liberalisierung der Online Sportwetten und des Glücksspieles, wobei umfangreiche Regelungen zum Schutz der Spieler beinhaltet sind.

Einzelheiten zum Spielerschutz Private Anbieter werden laut neuem Glücksspielstaatsvertrag verpflichtet sein, Spielkonten einzurichten. Automatisch können suchtgefährdete Personen dadurch identifiziert werden, wodurch sich eine rechtzeitige Gegensteuerung ermöglicht. Als ein weiterer Schutz der Spieler ist ein Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat geplant. Nicht angerechnet werden auf diese Grenze eventuelle Gewinne. Von 6.00 bis 23.00 Uhr soll zukünftig ein Werbeverbot im Internet und Rundfunk gelten. Um die Einhaltung der Regulierungsbestimmungen durch die Anbieter überprüfen zu können, ist im neuen Glücksspielstaatsvertrag die Einführung einer Sperrdatei vorgesehen. Sie soll bei der geplanten Aufsichtsbehörde angelegt werden. Konzessionierte Online Betreiber werden verpflichtet, alle spielerbezogenen Daten jederzeit abrufbereit zur Verfügung zu stellen.
Suchtexperten sehen einige Maßnahmen der neuen Regulierungen kritisch. (Foto. Pixabay)
Was sagen Suchtexperten zum geplanten Glücksspielstaatsvertrag? Laut einer Analyse von Suchtexperten sind einige Paragrafen des neuen Vertrages unzulänglich oder sogar kontraproduktiv, geht es um den Spielerschutz in Deutschland. Kritik besteht unter anderem an dem Einsatzlimit von 1.000 Euro monatlich. Fachleute sehen eine Gefahr, dass Spielern soziale Akzeptanz für die Ausgabe einer hohen Summe suggeriert wird. Außerdem wird der Ansatz von einem Euro pro Spiel als Limit als zu hoch erachtet. Offline kostet ein Spin an einem Offline-Automaten höchstens 20 Cent. Suchtexperten schlagen die Orientierung an echten Spielautomaten vor. Wird das Einsatzlimit gesenkt, sollten jedoch auch die möglichen Gewinne reduziert werden. Ansonsten bestehe ein sehr hoher Anreiz für Spieler, die mit nur einem Euro Einsatz die Chance auf einen Gewinn von beispielsweise 50.000 Euro sehen. Grundsätzlich erklären Suchtexperten, dass Gewinne in dieser Größenordnung über eine stimulierende Wirkung verfügen. In der Folge wird die Jagd nach einem Verlustausgleich gefördert, das Suchtpotenzial des virtuellen Glücksspieles erhöht sich. Bedeutet der neue Glücksspielvertrag das Ende der langanhaltenden Diskussionen? Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag präsentiert sich mit einer mühevollen und jahrelangen Geschichte. Bisher gilt in Deutschland noch immer das Verbot für private Anbieter. Das Monopol halten Offline Casinos und Lotterien. Im Jahr 2011 fanden zahlreiche Debatten für die Verlängerung des zur damaligen Zeit bestehenden Vertrages statt. Eine Einigung zwischen den Bundesländern konnte nicht erzielt werden. Zu diesem Zeitpunkt schlug Schleswig-Holstein seinen Sonderweg ein: die Konzessionsvergabe an Privatanbieter. Nach einem Regierungswechsel wurde er zwar wieder beendet, zu einer bundesweiten Einigung kam es jedoch nicht. Zurzeit sieht es so aus, dass – wenn alles planmäßig verläuft – der neue Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland mit Wirkung zum 1. Juli 2021 in Kraft tritt. Für die nächste Ministerpräsidentenkonferenz ist eine offizielle Präsentation vorgesehen. Danach steht die Absegnung der einzelnen Länderparlamente auf dem Programm. Läuft alles nach Plan ab, steht am Ende nach vielen Jahren der Unsicherheit erstmalig ein Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland bereit, der bundesweit einheitliche Regelungen beinhaltet.

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Die 3 Top Geheimnisse im Marketing der Spieleindustrie

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WERBUNG Was haben GTA V und Anno 1602 gemeinsam? Auch wenn beide Spieler aus unterschiedlichen Dekaden stammen, faszinierten sie eine Vielzahl von Spielern. Dies liegt nicht nur an den einzigartigen Spielwelten, die die Entwickler erschaffen haben. Auch die Vermarktung der Spiele ist für das Entstehen einer engen Bindung zu einem Spiel von großer Bedeutung. Mit welchen drei Top Geheimnissen schaffen es Spielehersteller in die Herzen der Gamer? Wer Marketing im Spielebereich betreibt, muss eine gewisse Kreativität an den Tag legen. Beim Spielen geht es nicht nur um harte Fakten, sondern um viel Gefühl, Fantasie und Wünsche. Spieleentwickler müssen die Fantasien und Wünsche ihrer Kunden erkennen und befriedigen. Dazu setzen Hersteller eine Vielzahl von Methoden ein. Große Kulisse weckt die Fantasie Ein ganz wichtiges Instrument für Marketing in der Spieleindustrie ist deshalb die Kulisse. Ein bekanntes Beispiel dafür kommt aus der Glücksspielindustrie. In Las Vegas gibt es eine Vielzahl von Automaten und Spieltischen. Der besondere Reiz des mitten in der Wüste gelegenen Ortes entstammt jedoch dem Drumherum. Es gibt ein geradezu endloses Angebot von Shows und Veranstaltungen. Die Besucher der Stadt werden dadurch in eine positive Grundstimmung versetzt. Den Spielern wird vermittelt, an einem besonderen Ort zu sein und eine besondere Zeit zu durchleben. Dies weckt Fantasien im Hinblick auf mögliche Gewinne. Wer sich in einer positiven, außergewöhnlichen Situation sieht, ist vielleicht zu besonderen Einsätzen bereit. Dieses Kulissen-Marketing wirkt nicht nur vor Ort in Las Vegas (und in anderen Mekkas des Glücksspiels). Auch Online Casinos setzen diese Mittel ein und bieten eine im weitesten Sinne besondere und stimmungsvolle Kulisse. Wer mit einem Online Casino Bonus ohne Einzahlung Österreich erobern möchte, muss heute nicht mehr vor monotonen Zufallszahlengeneratoren ausharren. Mit wenigen Klicks laden sich Spieler im Online Casino bei den großen Livetischen der Spielbanken in aller Welt ein. Aus einem monotonen und gewöhnlichen Abend vor dem heimischen PC wird dadurch ein mondänes Erlebnis. Mobile Möglichkeiten sind der Schlüssel Der zweite Grundsatz für das Marketing der Spieleindustrie ist mit dem ersten Grundsatz verwandt. Beim Spielen – ganz egal ob es sich um ein Glücksspiel, eine Aufbausimulation oder ein Open World Actionspiel handelt – geht es darum, dem Alltag zu entfliehen. Was ist näher mit unserem Alltag verbunden als unser Smartphone? Wahrscheinlich nichts! Deshalb ist es wichtig, das Spielerlebnis auf mobile Endgeräte zu bringen. Gelingt dies einem Entwickler, können seine Kunden zu jeder Zeit mit einem Griff in die Tasche in ihre Fantasiewelt flüchten und sich von den Sorgen und Lasten des Alltags (zumindest kurz) befreien. Mittlerweile steuern mobile Games mehr als die Hälfte des gesamten globalen Umsatzes der Spieleindustrie bei. Die jüngeren Altersgruppen in den USA spielen mehr als eine dreiviertel Stunde pro Tag mobile Spiele. Der Markt ist also riesig und wächst weiter. Gameplay Marketing liegt im Trend Auch wenn die Spieler gerne in eine fantastische Welt abtauchen, lieben sie beim Kennenlernen des konkreten Produkts doch Authentizität. Was eignet sich besser zur Vermarktung eines Spiels als Gameplay Videos? Spätestens seit GTA V ist klar: Eigentlich nichts! Nichts fasziniert Spieler so wie ein überzeugend vorgetragenes Gameplay, das alle Möglichkeiten des Spiels zeigt. Spielehersteller setzen deshalb verstärkt auf Influencer. Diese entwickeln Videos und verdeutlichen den Zuschauern darin, was im Spiel alles geht. GTA V Influencer entdecken unbekannte Orte der offenen Spielwelt und führen rasante Action vor. Gameplay Videos dienen auch der Kundenbindung. Auch hier wiederum zeigt GTA V, wo es lang geht. In der offenen Spielwelt gibt es so vieles zu entdecken, dass viele Spieler nach bestimmten Lösungen für Aufgaben suchen. Diese Lösungen werden in spannenden Gameplay Videos präsentiert. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Umsatz der Spieleindustrie im Jahr 2020 77 Mrd. EUR erreichen wird. Für das Jahr 2024 ist ein Anstieg auf mehr als 84 Milliarden EUR geplant. Spieler werden damit zu einem immer größeren Wirtschaftsfaktor.

Freizeit
Allein Spaß haben: Mit tollen Solospielen die Langeweile vertreiben

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Um sich die Zeit zu vertreiben, gibt es viele spannende Gesellschaftsspiele für eine Person. Ob am Computer, Tablet, Smartphone oder klassisch als Brettspiel: Als clevere Beschäftigung, die Grips und Kreativität fördert, sind die Spiele nach wie vor bei Generationen beliebt. Wir stellen drei sehr beliebte Spiele für eine Person vor, die sich hervorragend als Unterhaltung und Ablenkung eignen. Vielfach ist hierbei ein hohes Maß an Konzentration gefragt, auch wenn der Spaß sicherlich an oberster Stelle steht.

In Zeiten, in denen Freunde und Familie fern sind und gemeinsame Veranstaltungen oder öffentliche Messen vorerst auf Eis liegen, sind Karten-, Brett- und Computerspiele eine willkommene Alternative, um für etwas Spaß in den eigenen vier Wänden zu sorgen. Schon vor vielen Generationen wurde dabei auf die vielfältigen Spielesammlungen oder Kartenspiele gesetzt. Ob Mau-Mau oder Bridge: In den kleinen Karten stecken viele Optionen, die für stundenlangen Spaß sorgen. Für die moderne Generation bietet es sich zudem an, aktuelle Casinospiele auszutesten wie zum Beispiel Blackjack. Eine Beschäftigung, die viel Konzentration und Geschick erfordert. Doch mit Ruhe und Ausdauer kann der Reiz des Spieles erforscht werden. Wer sich darauf einlässt und die Regeln versteht, der entdeckt eines der spannendsten Kartenspiele, die es gibt. Aber auch andere Spiele garantieren viele Stunden voller Fun.

(Beispielfoto. pixa)

Kartenspiele sind zeitlose Klassiker

Solitär wird schon seit vielen Jahren gespielt und ist einer der Klassiker unter den Spielen, die allein durchgeführt werden können. Ziel des Spieles ist es, Spielkarten in einer bestimmten Reihenfolge zu sortieren. Hier muss der Spieler alle Karten vom Ass zur 2 legen. Hierfür werden sie untereinander abgelegt. In der Online-Version haben die Spieler hierfür zehn Minuten Zeit. Schafft der Spieler es, auf allen Stapeln die Karten in der richtigen Reihenfolge abzulegen, ist das Spiel gewonnen.

Am Anfang werden 28 Karten gestapelt, die in sieben Reihen zufällig angeordnet werden. In der ersten Reihe liegt eine Spielkarte, in der zweiten Reihe zwei und so weiter. Zudem wird bei jedem Stapel das erste Bild umgedreht. Alle anderen bleiben zunächst verdeckt. Oben links am Bildschirm befindet sich ein weiterer Stapel, aus denen der Spieler weitere Karten ziehen kann, wenn kein anderer Spielzug möglich ist. Mit Geschick und Cleverness müssen nun die Karten sortiert werden und die Reihen gefüllt werden. Wer Fokus und Konzentration verliert, kann schnell an seine Grenzen kommen.

Beliebtes Computergame: Minesweeper

Minesweeper, was frei übersetzt Minenräuber bedeutet, ist ein recht einfaches Spiel, das schon viele Gamer Nächte lang wachgehalten hat. Einst war es ein Teil des Windows Betriebssystems und ist heute noch im Internet verfügbar. Die Spieler müssen zur Bewältigung des Spieles logisch denken und gleichzeitig raten, um herauszufinden, unter welchen der Spielfelder sich die gefährlichen Minen befinden. Das Ziel ist aber, alle die Felder aufzudecken, die keine Mine verbergen. Die Spieler müssen dabei schnell agieren, da sie gegen die Zeit spielen. Dadurch steigt der Nervenkitzel noch mehr an. Minesweeper kann in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gespielt werden.

Die Funktion des Games ist denkbar einfach: Um ein Feld freizulegen, wird die linke Maustaste betätigt. Wenn nun eine Mine sichtbar wird, ist dieses Spiel direkt verloren. Der Spieler kann aber auch ein Feld mit der rechten Maustaste markieren und damit anzeigen, dass er unter dieser eine Mine vermutet. Stimmt sein Tipp, zeigt sich eine rote Fahne. Allerdings ist diese Markierung nicht zwingend notwendig, um das Spiel zu gewinnen. Es reicht, wenn alle Felder ohne Mine mit der linken Maustaste aufgedeckt werden.

Mini Escape-Rooms für Zuhause sorgen für pure Spannung

Der Gesellschaftsspiele-Hit der letzten Jahre hat es als Brettspiel in die eigene Wohnung geschafft: Ganz allgemein geht es bei einem Escape-Room darum, in einer festgelegten Zeit von 60 Minuten aus einem bestimmten Raum zu fliehen. Hierfür müssen mit Konzentration spannende und auch sehr verzwickte Rätsel und andere Aufgaben gelöst werden.

Ob in Gruppen oder als Einzelspieler: Spannung pur ist garantiert! Die Backstory der Räume ist sehr unterschiedlich und reichen von verwunschenen Schlössern, Detektivgeschichten oder versunkenen Schätzen bis hin zu gruseligen Hütten. Oft kommt ein elektronischer Decoder zum Einsatz. Dieser misst die Zeit, stellt Fragen und überprüft zudem auch die Lösungen. Wenn bei den einzelnen Rätseln ein Fehler gemacht wird, kostet dies eine Strafminute. Somit sind die Spieler auch bei der Brettspiel-Version etwas unter Druck und müssen sich beeilen, rechtzeitig den Raum zu verlassen.

Niemand muss sich langweilen

Alle Klassiker und modernen Varianten der vorgestellten Brettspiele können in Gruppe oder allein gespielt werden. Die Suche nach Ablenkung, die mit Spaß und Freude verbunden ist, finden interessierte Spieler bei einem gemütlichen Brettspiel in jedem Fall. Zwar ist ein Spieleabend unter Freunden immer lustiger und spannender, doch auch in Zeiten, in denen Familie weit entfernt ist, können diese Optionen für Spaß sorgen.

Wer sich am Ende doch lieber auf Ruhe und Konzentration stützen will, der kann sich mit einem Puzzle stundenlang zurückziehen. Das Zusammensetzen der einzelnen Teile hat eine fast schon meditative Wirkung, die Stück für Stück die Seele beruhigt. Alles um sich herum ausblenden und mit jedem einzelnen Teil etwas Großes erschaffen, ist die schönste Art seine Zeit sinnvoll zu verbringen.

(Beispielfoto: pixa)