Corona-Pandemie
Töchter danken Erdogan: Türkei lässt Corona-Patient aus Schweden holen

Malmö – Obwohl bei ihm ein symptomatisch schwerer Verlauf der Corona-Infektion und auch ein positiver Test vorlag, schickte ein Krankenhaus in Schweden den 47-jährigen Türken wieder nach Hause. Daraufhin wandten sich die beiden Töchter des Schwerkranken, Leyla und Samira Gülüsken, über Twitter an die türkische Regierung und baten um Hilfe.
„Helft uns, dass unsere Stimme gehört wird, unser Vater ist in einem schlimmen Zustand, er muss schnellstmöglich behandelt werden!“.
Und tatsächlich antwortete der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf den verzweifelten Hilferuf der Töchter und kündigte an, für den erkrankten Vater ein Flugzeug zu schicken.
„Liebe Leyla, wir haben dich gehört. Unser Ambulanzflugzeug wird um 6 Uhr starten, wir kommen nach Schweden. Die ganze Türkei ist traurig, dass ihr in einer solchen Zeit in der Ferne seid. Unsere Krankenhäuser und Ärzte warten schon auf deinen Vater. Ich möchte ihm von unserem Präsidenten und dem ganzen Volk unsere Genesungswünsche ausdrücken.“
Das Ambulanzflugzeug mit dem schwerkranken Mann landete bereits am heutigen Sonntag um 13.30 Uhr Ortzeit in der türkischen Hauptstadt Ankara. Nach routinemäßigen Gesundheitskontrollen wurden Gülüsken und seine Kinder ins Stadtkrankenhaus von Ankara gebracht. Die Töchter sprachen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, dem Gesundheitsminister Koca und der Regierung auf Twitter ihren Dank aus. Sie seien sehr stolz auf die Türkei. https://twitter.com/KoronaReport/status/1254244672496717824 https://twitter.com/kubragulusken/status/1254399138361458690 https://twitter.com/ley1aa/status/1254248615867904000 Auch der Pressesprecher der schwedischen Provinz Skane habe sich zu dem Vorfall geäußert. Man habe Routine-Behandlungen für Covid-19-Patienten und es werden jeweils medizinische Bewertungen vorgenommen. „Gleichzeitig ist darauf hinzuweisen, dass die meisten Fälle in Krankenhäusern nicht behandelt werden“, sagte Jimmy Gottfridsson, Pressesprecher der Region Skane, laut der österreichischen Kronenzeitung. 

Auch interessant

– Corona-Pandemie – Türkei-Deutsche bezeichnen Medienberichte als unwahr

Der ehemalige Axel-Springer-Mitarbeiter Holger Vorbeck (73) aus Hamburg schildert in einem Kommentar seine Eindrücke zur deutschen Berichterstattung über die Türkei. Es werde massiv gegen die Türkei Stimmung gemacht. Das meiste davon sei „schlicht die Unwahrheit und frei erfunden“.

Türkei-Deutsche bezeichnen Medienberichte als unwahr
 

Türkei
Glaubensfreiheit: Erdogan schickt Brief an armenischen Patriarchen

Ankara – Der türkische Präsident schickte am Freitag einen Brief an das Oberhaupt des armenischen Patriarchats, in dem er Gleichbehandlung unabhängig von Glauben und Identität im Land zusichert. In einem Brief an den Patriarchen Sahak Mashalian gedachte Recep Tayyip Erdogan der im Ersten Weltkrieg gefallenen osmanischen Armenier und übermittelte ihren Nachkommen sein Beileid, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. „Bei dieser Gelegenheit wünsche ich allen osmanischen Bürgern, die in dieser schmerzlichen Zeit ihr Leben verloren haben, Gottes Gnade“, sagte Erdogan und fügte hinzu, dass die Türkei niemals zulassen würde, dass jemand im Land „aufgrund seines Glaubens und seiner Identität anders behandelt wird“. Erdogan unterstrich, dass die Türkei eine Zukunft der „Einheit, des Wohlstands und des Friedens“ anstrebe und sagte, dass die Solidarität in der Türkei während „dieser schwierigen Tage“ inmitten der neuartigen Coronavirus-Pandemie auf der ganzen Welt zunehme. „Mit diesen Worten gedenke ich wieder aller osmanischen Armenier, die wir im Ersten Weltkrieg verloren haben, mit Respekt und Barmherzigkeit“, so der türkische Staatschef. Maschalian ist seit dem 11. Dezember 2019 der 85. Patriarch von Istanbul der Armenischen Apostolischen Kirche. Ereignisse von 1915 Die Türkei erkennt die Tragödie hinter den Todesfällen Hunderttausender Menschen an, die von 1915 an im Zusammenhang mit den Ereignissen in Ostanatolien während des Ersten Weltkrieges ihr Leben verloren hatten. Allerdings verwahrt sich die Türkei gegen die Beurteilung der Ereignisse als „Völkermord“ und spricht von einer beiderseitigen Tragödie. Ankara hat wiederholt die Bildung einer gemeinsamen internationalen Historikerkommission angeregt, um die Ereignisse vom Grunde her aufzuarbeiten und historisch zu bewerten. Die Regierung des Osmanischen Reiches hatte 1915 die Deportation armenischer Bevölkerungsteile aus der Region beschlossen, nachdem sich armenische Terrormilizen und Teile der Bevölkerung mit der russischen Armee verbündet hatten, die im Osten an der Kaukasusfront in osmanische Gebiete vorrückte.

Auch interessant

– Demokratiepaket – Türkei: Erster Neubau einer Kirche in Istanbul seit Republiksgründung

Noch nie in der Geschichte der Türkischen Republik hat es so viele Sanierungen und Instandsetzungen von Gotteshäusern der Minderheiten gegeben, wie in der Regierungszeit der vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegründeten islamisch-konservativen AKP.

Türkei: Erster Neubau einer Kirche in Istanbul seit Republiksgründung
   

Corona-Pandemie
Jugendpsychiater fordert, Kindergärten so schnell wie möglich wieder zu öffnen

Osnabrück – Der Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Michael Schulte-Markwort, Direktor am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf, schaltet sich in die Debatte um Corona-Lockerungen ein und fordert, die Kindergärten so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Das sollte „lieber heute als morgen“ geschehen. „Für mich gibt es keinen Grund, das nicht zügig anzugehen“, sagte Schulte-Markwort im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Die immer wieder geäußerten Ängste, Kinder könnten Hygiene- und Abstandsregeln nicht ausreichend einhalten, würden sich infizieren und das Virus nach Hause tragen, stehen laut Schulte-Markwort „in keinem Verhältnis dazu, dass die Betreuung der Kleinen uns besonders am Herzen liegen sollte“. Das mit den Kita-Öffnungen drohende Risiko einer Durchseuchung halte er für handhabbar. Weder die Todesrate der Infizierten noch die Inanspruchnahme von Intensivbetten würden derzeit Anlass zur Sorge geben. Der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, der auch Mitglied im Beirat der Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft ist, wirft der Politik vor, im Kampf gegen die Corona-Pandemie übervorsichtig zu agieren. Die Frage müsse erlaubt sein, wie gefährlich das Virus tatsächlich ist. Schulte-Markwort verweist darauf, dass in Hamburg noch niemand an Covid-19 gestorben sei, der keine Vorerkrankung gehabt habe. „Wir hatten 2017/2018 die große Influenza-Epidemie mit 25.000 Toten. Es gibt keine Hinweise darauf, dass wir diese Todeszahl mit Covid-19 in Deutschland erreichen werden“, betonte der gebürtige Osnabrücker, der als einer der renommiertesten Experten für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Deutschland gilt.

Gesundheit
Studie: Impfungen erhöhen das Risiko für Autismus nicht

0
Eine neue Analyse unter mehr als einer Million Kindern zeigt, dass Schutzimpfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken nicht mit einem erhöhten Risiko für Autismus einhergehen: Diagnostizierte Fälle von Autismus traten bei geimpften und nicht geimpften Kindern in ähnlicher Anzahl auf. Gleiches gilt auch für bestimmte Krankheiten. Wie Aponet weiter berichtet, hat ein internationales Forscherteam 138 Studien zu Nutzen und Risiken von Schutzimpfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken ausgewertet. Dabei habe sich gezeigt, dass zwei Impfungen gegen Masern einen 96-prozentigen Schutz vor den Krankheitserregern erzeugen. Aufgrund falscher Behauptungen über einen angeblichen Zusammenhang zwischen Schutzimpfungen und Autismus, die viele Eltern verunsicherten, legten die Wissenschaftler bei Risiken ihr Augenmerk besonders auf Autismus. Die Überprüfung der Ergebnisse aus zwei Studien mit 1.194.764 Kindern habe gezeigt, dass es keinen Unterschied der Autismus-Diagnosen bei geimpften und nicht geimpften Kindern gibt. Schutzimpfungen erhöhten das Risiko für andere Krankheiten nicht Zwei weitere Studien mit mehr als einer Million Kindern ergaben zudem keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Kombi-Impfstoffen gegen Masern, Mumps und Röteln mit Entzündungen des Gehirns, der Haut oder des Darms, Morbus Crohn, geistigen Entwicklungsstörungen, Typ-1-Diabetes, Asthma, Heuschnupfen, Leukämie, Multipler Sklerose, Gangstörungen und bakteriellen oder viralen Infektionen, berichtet Aponet weiter. „In Bezug auf die Sicherheit wissen wir aus Studien auf der ganzen Welt, dass die Risiken dieser Krankheiten die der zur Vorbeugung verabreichten Impfstoffe bei weitem überwiegen“, stellte der italienische Epidemiologe Dr. Di Pietrantonj fest, der die Studie geleitet hat.

Auch interessant

– Medizin – „Türkische Therapie“: Wie die Pockenimpfung aus dem osmanischen Harem nach Europa kam

Als Lady Mary Wortley Montagu, die Frau des englischen Botschafters am osmanischen Hof in Konstantinopel, 1717 beobachtet, wie Haremsfrauen ihre Kinder absichtlich mit Pocken infizieren, glaubt sie erst an eine barbarische Praxis.

„Türkische Therapie“: Wie die Pockenimpfung aus dem osmanischen Harem nach Europa kam
 

Corona-Pandemie
Kinderärzte warnen: Eltern zögern Arztbesuche wegen Corona hinaus

Düsseldorf – Kinderkliniken und -praxen erleben seit Wochen einen massiven Rückgang von jungen Patienten, weil die Eltern eine Ansteckung mit dem Coronavirus fürchten. Das habe teils bedrohliche Folgen, warnt Professor Wolfgang Kölfen, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche der Städtischen Kliniken Mönchengladbach und Vorsitzender des Verbands Leitender Kinder- und Jugendärzte Deutschlands in der „Rheinischen Post“. So habe es bereits Komplikationen bei Blinddarmentzündungen gegeben, weil Eltern zu lange gewartet hätten. Zudem fehle durch den Wegfall der Kitas ein Frühwarnsystem für Kinder aus schwierigen Verhältnissen. In Mönchengladbach war zuletzt ein fünfjähriger Junge zu Tode geprügelt worden. „Deshalb müssen wir die Kinder in den Fokus nehmen“, sagt Kölfen und fordert einen Schutzschirm für Kinder. „In dem Sinne, dass man sie nicht einfach wegsperren kann ohne eine Perspektive. Das ist doch staatlich angeordnete Kindesvernachlässigung.“ Bisher gebe es keine Beweise dafür, dass Kinder das Virus weitergeben, wenn sie selbst keine Symptome zeigen. Alles, was Kinder aus schwierigen Familien derzeit psychisch gesund erhalte, falle zudem weg, Langzeitschäden seien nicht auszuschließen. Kölfen wünscht sich daher eine Perspektive für die Eltern, wie es weitergeht. „Ich könnte mir auch vorstellen, dass sich ein Politiker öffentlich in kindgerechter Sprache auf Augenhöhe einmal an Kinder wendet, warum nicht?“

Türkisch-deutsche Beziehungen
Coronakrise: Merkel und Erdogan telefonieren

0
Ankara – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Freitag mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan telefoniert. Man habe bilaterale Beziehungen und regionale Themen besprochen. Zudem sei auch über die Corona-Krise gesprochen worden. Wie das präsidiale Kommunikationsamt am Freitagabend weiter mitteilte, sei es in dem Gespräch um die Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Kampf gegen das Virus sowie um mögliche Schritte nach der Pandemie gegangen. Die Türkei lieferte bereits Schutzmasken an Deutschland. Wie der Business Insider berichtete, soll es wegen der Maskenlieferung aus der Türkei zwischen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) zu „einem handfesten Streit“ gekommen sein. Laut Insidern soll Maas nämlich Bedenken geäußert haben, Masken aus einem autoritär geführten Land wie der Türkei zu importieren. Daraufhin soll Laschet gekontert haben, dass Deutschland derzeit fast ausschließlich Masken aus China einführe und deren Demokratieverständnis nicht gerade besser sei als das aus der Türkei, berichtet Business Insider. Im Oktober 2019 warf Maas Erdogan vor, völkerrechtswidrig in Nord-Syrien einzumarschieren und kündigte an, dass Deutschland der Türkei keine Waffen mehr liefere. Erdogan griff daraufhin Maas persönlich an, nannte ihn einen Dilettanten. Wörtlich: „Wenn du etwas von Politik verstehen würdest, würdest du nicht so sprechen“, berichtet BI weiter.

NRW
Chinesische Bauteile für Leverkusener Brücke mit Hunderten Fehlern behaftet

Köln – Die Stahlbauteile aus chinesischer Produktion, die für den Neubau der Leverkusener A1-Brücke über den Rhein gefertigt wurden, sind nach Angaben des nordrhein-westfälischen Straßenbaubetriebs (Straßen NRW) mit Hunderten von Fehlern und Mängeln behaftet. Das betrifft laut Straßen NRW jedes einzelne, der 22 in China gefertigten Brückenteile aus Stahl, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Der Landesbetrieb spricht von 250 bis 600 Mängeln je Bauteil. Diese außergewöhnlich hohe Zahl an Mängeln sei das Problem. Auch nach einer Reparatur entsprächen die Bauteile nicht der geforderten Norm. Zwar sei es prinzipiell denkbar, die Brücke mit den reparierten und von staatlichen Prüfern genehmigten Bauteilen zu bauen. Das bedeute aber dann verkürzte Prüfintervalle und eine permanente Überwachung für eine gerade neu errichtete Brücke. „Das kann für niemanden eine Option sein. Wenn die Brücke jetzt neu gebaut wird, muss sie langlebig gebaut werden ohne Abstriche bei Qualität und Sicherheit“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) der Zeitung. Als Konsequenz aus den „schwerwiegenden Mängeln“ an den Stahlbauteilen hat Straßen NRW am Freitag den Vertrag mit dem österreichischen Baukonzern Porr AG, der den Brückenneubau bisher verantwortet hat, mit sofortiger Wirkung gekündigt. Zum Hintergrund: Der Bau der Leverkusener Rheinbrücke wird sich um mindestens zwei Jahre bis Ende 2023 verzögern. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“  hat der Landesbetrieb Straßen NRW dem österreichischen Baukonzern Porr AG, der die Ausschreibung für die 363 Millionen Euro teure Brücke gewonnen hatte, mit sofortiger Wirkung gekündigt. Das kommt faktisch einem Baustopp gleich. Das Projekt muss jetzt neu ausgeschrieben werden. Grund für die Kündigung sind schwerwiegende Mängel an 22 Stahlbauteilen, die in China produziert und bereits ausgeliefert wurden. Sie werden für den Bau des ersten Brückenteils benötigt, der nach dem bisherigen Plan Ende 2021 abgeschlossen sein soll. Wie aus dem Kündigungsschreiben von Straßen NRW hervorgeht, weisen die Bauteile, die man inzwischen alle untersucht habe, derart schwerwiegende „systematische Mängel“ auf, dass sie nicht eingebaut werden können. Insgesamt werden für den Bau der Brücke, die aus zwei Teilen besteht, 80 dieser Stahlbauteile gebraucht. Der Baukonzern Porr hatte angeboten, die Mängel an den bereits gelieferten Stahlbauteilen vor Ort zu beheben und die beiden ersten Träger komplett neu in China fertigen zu lassen. Vier Brücken lagern in Köln-Niehl, 18 im Hafen von Rotterdam. Aus Sicht des Landesbetriebs macht das keinen Sinn. Man sei sich mit dem Baukonzern zwar einig, „dass einzelne Mängel in einer überschaubaren Anzahl repariert werden könnten“. Das Problem sei aber die außergewöhnlich hohe Zahl der Mängel, hieß es in dem Schreiben weiter. Der Landesbetrieb spricht von 250 bis 600 Mängeln pro Bauteil. Selbst nach einer Reparatur würden diese daher weder den Verträgen entsprechen noch die geforderten Normen erfüllen. Weil niemand vorhersagen könne, welche Folgen das für eine Brücke habe, über die täglich 120.000 Fahrzeuge, darunter 14.000 Lkw fahren, „käme die Inbetriebnahme mit diesen reparierten Mängeln einem experimentellen Bauwerk gleich“, heißt es in dem internen Schreiben. Theoretisch sei es zwar möglich, die Brücke unter diesen Bedingungen fertigzustellen. Das gehe aber nur, wenn das vorab durch staatliche Prüfer genehmigt werde. Dazu müsse Straßen NRW einen sogenannten Tolerierungsantrag stellen, dessen Genehmigung rund zwei Jahre dauern könne. Die mögliche Genehmigung werde aber nur unter Auflagen wie verkürzte Prüfintervalle oder gar die permanente Überwachung der neuen Brücke erfolgen. Ein Zustand, den die Autofahrer bei der bestehenden Brücke täglich erleben. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat das NRW-Verkehrsministerium ein solches Verfahren abgelehnt, zumal es keinen Zeitvorteil bringt. „Das kann für niemanden eine Option sein. Wenn die Brücke jetzt neu gebaut wird, muss sie langlebig gebaut werden ohne Abstriche bei Qualität und Sicherheit“, heißt es. Dem Vernehmen nach geht man in Düsseldorf davon aus, dass der erste Teil des Neubaus wegen der neuen Ausschreibung statt wie zuletzt geplant Ende 2021 erst zwei Jahre später fertig wird. Die alte Brücke wird also mindestens bis zu diesem Zeitpunkt für den Lkw-Verkehr ab 3,5 Tonnen gesperrt bleiben. Bei der Porr AG geht man von einem deutlich längeren Zeitraum aus. Die Rede ist von einer Verzögerung von bis zu viereinhalb Jahren. Die Mehrkosten könnten bis zu 300 Millionen Euro betragen. Der Streit mit dem Baukonzern war in den vergangenen Monaten immer weiter eskaliert. Der Landesbetrieb Straßen NRW hatte die Kündigung am 20. März angedroht und die Frist zweimal verlängert, zuletzt bis zum 20. April, wenn die Stahlbauteile nicht komplett zurückgenommen und den Normen entsprechend neu hergestellt werden.  

Geschichte
Kommentar: „Sind Armenier bereit, den Völkermord von Chodschali anzuerkennen?“

Ein Gastkommentar von Isa Ak – ak-isa@gmx.de Seit Jahrzehnten versuchen Armenier, armenophile Organisationen und ihre Verbündeten, die Massaker an den Armeniern weltweit in unterschiedlichen Parlamenten als Völkermord anerkennen zu lassen. Diese Strategie gründet auf Türken- und Islamfeindlichkeit und soll dazu dienen die eigene Geschichte als einzig akzeptable Erzählung zu verfestigen, damit man sich keiner wissenschaftlichen Diskussion stellen muss. Eine wissenschaftliche Aufarbeitung der historischen Ereignisse ist aber notwendig, um die Geschehnisse richtig zu beurteilen. Die Armenier und ihre Verbündeten haben der Welt aber glauben gemacht die historische Aufarbeitung sei schon erledigt. Doch wie kann sie erledigt sein, wenn die wissenschaftlichen Thesen auf tönernen Füßen stehen? Während wissenschaftliche Werke, die den Genozid infrage stellen als „von der Türkei finanziert“ und als „Werke von türkischen Nationalisten“ verunglimpft werden, haben armenische Nationalisten wie Richard Hovannisian (1), Raymond Kevorkian, Vahakn Dadrian und seine Verbündeten (z.B. Taner Akcam) es denkbar leicht ihre Thesen zu verbreiten. Ihre Schriften dominieren die westliche Historiographie, obwohl sie vor allem durch ihre unwissenschaftlichen Praktiken und Methoden hervorstechen. Die Forschungsliteratur – Integrität, Ethik und Wissenschaft(3) Bei vielen gelten Vahakn Dadrian und Taner Akcam als wichtige Fürsprecher und Verteidiger der Genozid-These. Seit Jahrzehnten dominieren sie die Forschung. Doch wie viele wissen um ihre bewusste Falschdarstellung und Manipulation von Dokumenten? Beginnen wir also mit einem Blick auf die wissenschaftliche Qualität der Sachbücher dieser beiden bekannten Soziologen, die die Genozid-Vorwürfe unterstützen. Wenn wir uns die Rezensionen zu ihren Arbeiten ansehen, kommen wir unweigerlich zu dem Schluss, dass eine bewusste und absichtliche Manipulation von Dokumenten, die selektive Nutzung von Quellen, die Übernahme von kontext-und sinnverzerrenden Zitaten und eine unethische Herangehensweise bei ihren Büchern vorliegen.(4) Dabei muss angemerkt werden, dass diese Kritik nicht nur von jenen Wissenschaftlern vorgebracht werden die die Genozid-These anzweifeln.(5) Taner Akcam und die Jerusalemer Archive – Beweise für den Genozid? Im April 2017 behauptete die New York Times(6), dass Taner Akcam ein bahnbrechendes Dokument gefunden hätte, mit der endgültig dargelegt werden könne, dass die Osmanische Regierung die Vernichtung beabsichtigt habe. Der irische Historiker Sean Patrick Smyth hat jedoch bewiesen, dass dieses Dokument seit den „Istanbuler Prozessen“(7) bekannt ist und in der Forschungsliteratur seit den 80ern genutzt wird. In seiner Kritik bezweifelte er die Authentizität, stellte die Deutung des Dokuments infrage und ordnete Bahattin Sakir und seine Rolle aus der richtigen Perspektive in den Kontext ein.(8) Damit wird deutlich, dass die Wiederverwendung von bekannten Dokumenten als Mittel zum „Sensationalismus“ und zur Manipulation der Öffentlichkeit dienen soll. Warum sind die Journalisten nicht bereit sich kritisch mit seinen Thesen auseinanderzusetzen? Selbst nach dem deutlich geworden ist, was für ein unethisches methodisches Vorgehen seine Bücher kennzeichnet. Die Forschung zur „Armenischen Frage“ ist hoch politisiert und durch mangelnde wissenschaftliche Erkenntnisse geprägt. Viele wissenschaftliche Fragen sind immer noch offen. Es wurden bis zum heutigen Tag keinerlei wissenschaftliche Beweise vorgelegt, die eine Vernichtungsabsicht der osmanischen Regierung darlegen. Vielmehr gibt es klare Dokumente die aufzeigen, dass die osmanische Regierung für den Schutz von Leben und Eigentum, sowie die Versorgung der Armenier Maßnahmen getroffen hatte. Diese waren aus vielerlei Gründen nicht erfolgreich. Auch nach dem Ersten Weltkrieg lebten hunderttausende Armenier in Anatolien. Ohne die Verbrechen einzelner Persönlichkeiten und das Leid der armenischen Bevölkerung zu verharmlosen, müssen wir feststellen, dass die Zwangsumsiedlung der osmanischen Armenier definitiv nicht als Völkermord zu klassifizieren ist. Die Furcht der Wissenschaftler als „Völkermordleugner“ beschimpft zu werden ist größer als ein historisches Thema anhand von wissenschaftlichen Kriterien zu untersuchen und zu beurteilen. 24. April 1915: „Anerkennung Jetzt!“ oder vielleicht lieber doch nicht Armenier und ihre Verbündeten benutzen die Beschlüsse und Resolutionen von Parlamenten in denen die Ereignisse von 1915 als „Völkermord“ deklariert werden als Argument um die Öffentlichkeit zu täuschen. Sie bezahlen Politiker (Lobbyismus) und üben politischen Druck aus und behaupten dann, dass die Parlamente „objektive Urteile“ gefällt hätten.(9) Sie versuchen den Eindruck zu erwecken man müsse dieser Form von Autorität Glauben schenken. Doch wie können ahnungslose Politiker über geschichtlich umstrittene Ereignisse ein ultimatives und abschließendes Urteil geben während die Historiker noch darüber debattieren?(10) Wenn die Armenier der Ansicht sind das Parlamente fortan zu bestimmen haben ob ein bestimmtes Ereignis in der Geschichte als Völkermord zu definieren ist und deswegen Beschlüsse und Resolutionen verabschieden werden sollen, dann möchte ich sie daran erinnern das die Aserbaidschaner ihre Strategie erfolgreich übernommen haben. Es haben bereits einige Staaten die Massaker von Chodschali als „Völkermord“ eingestuft. Und wie schaut es aus? Sind die Armenier bereit ,dieselben Kriterien auf sich anzuwenden und den „Völkermord von Chodschali“ anzuerkennen? Sollten Parlamente darüber bestimmen ob Ereignisse als Genozid einzustufen sind? Oder doch lieber Historiker? Quellen: 1 Lewy, Guenter: Book Review, Slavic Review, Vol 67, No 4, Winter 2008. 2 Eine kurze Kritik an Kevorkian, Dadrian und Akcam: Gauin, Maxime: Why be bothered about the facts?, Daily Sabah, 25 März 2015 https://www.dailysabah.com/op-ed/2015/03/25/why-be-bothered-about-the-facts 3 Sahin, Erman: „The Armenian Question: Scholarly Ethics and Methodology“, Review of Armenian Studies, 19/20, (2009), S. 141 -152. https://avim.org.tr/images/uploads/Yayin/Review-of-Armenian-Studies-19-20-final.pdf 4 Zur Kritik an Dadrian. Siehe: Lewy, Guenter: Der armenische Fall: Die Politisierung von Geschichte Was geschah, wie es geschah und warum es geschah, Klagenfurt/Celovec, Wieser Verlag, 2009.; Yapp, Malcolm E, „Review of The History of the Armenian Genocide, by V. N. Dadrian“, Middle Eastern Studies, 32 (1996). Zur Kritik an Akcam: Siehe: Sahin, Erman: „Review Essay: A Scrutiny of Akçam’s Version of History and the Armenian Genocide“, Journal of Muslim Minority Affairs, Vol. 28, No. 2, August 2008; https://drive.google.com/file/d/0B-RU08P6-fyIZmZkNDE2NGUtNDJjMC00NWI0LTg4MzItODJmY2ViOTE0YWI5/view Sahin, Erman:“Review Essay: The Armenian Question,” Middle East Policy, XVII-1, Spring 2010. https://www.mepc.org/review-essay-armenian-question ; Gauin, Maxime: Review Essay“Proving”a“Crime against Humanity https://drive.google.com/file/d/0BzdlbFzESnuuYlV1U3RpazhadXc/view Alpdogan, Yigit; Lütem, Ömer Engin: „Review Essay: Killing Orders: Talat Pashaʼs Telegrams and the Armenian Genocide“ Review of Armenian Studies, 37 (2018), S. 45 -83. https://avim.org.tr/images/uploads/Yayin/Review-of-Armenian-Studies-37.pdf 5 Sarafian, Ara: Study the Armenian Genocide with Confidence https://www.gomidas.org/press/show/14 [zuletzt am 23.04.2020 aufgerufen]; Hilmar Kaiser, „Germany and the Armenian Genocide, Part II: Reply to Vahakn N. Dadrian’s Response,“ Journal of the Society for Armenian Studies, 9 (1996), 6 Arango, Tim: „‚Sherlock Holmes of the Armenian Genocide‘ Uncovers Lost Evidence,“ New York Times, 22 April 2017 https://www.nytimes.com/2017/04/22/world/europe/armenian-genocide-turkey.html 7 Gesamtdarstellung zu den „Istanbuler Prozessen“: Ata, Ferudun: The Relocation Trials in Occupied Istanbul, Manzara Verlag 2018; Einzelfalldarstellung: Akça, Bayram: Der Schauprozess – Der Fall Nusret Beys vor dem Hintergrund der Umsiedlung der Armenier 1915, Manzara Verlag 2018. 8 Smyth, Sean Patrick: FROM SMOKING GUN TO MUDDIED WATERS: THE ALLEGED TELEGRAPH OF BAHAEDDIN ŞAKIR  9 Für einen Kommentar zur Bundestagsresolution (18/8613) der Bundesrepublik Deutschland zur Anerkennung des angeblichen Völkermords an den Armeniern: Cannon, Brendon J.: Konstruiert, Instrumentalisiert, Politisiert – Geschichte im Fadenkreuz der armenischen Lobby, Manzara Verlag 2018, S. 363 -376. 10 Für eine Darstellung aller Positionen in der Debatte: Erickson, Edward J.: Ottomans and Armenians, Appendix A: The Relocation Antithesis, S.223 – 229. https://link.springer.com/content/pdf/bbm%3A978-1-137-36221-6%2F1.pdf 11 Für eine Kritik an der Forschungsliteratur: Gauin, Maxime: The Armenian Forced Relocation: Putting an End to Misleading Simplifications, Review of Armenian Studies, 31 (2015), S. 93 – 132. https://drive.google.com/file/d/0BzdlbFzESnuuYnhrc2N0cEV2Tzg/view
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– NEX24 Interview – Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“

Zu Yves Bénard: “Um der Gerechtigkeit willen” lautet das Credo des franzöischen Historikers, der sich durch seinen kritischen Geist und mit einer gehörigen Portion Neugier ausgestattet in die historischen Archive verschiedener Staaten begab. Herausgekommen ist ein hoch interessantes Buch, das exemplarisch ist für eine sachliche Darstellung der Ereignisse.

Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“

Corona-Pandemie
„Betet zu Hause“: Zentralrat der Muslime schlägt vorübergehend veränderten Muezzin-Ruf vor

Berlin – Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat vorgeschlagen, den Muezzin Ruf vorübergehend der Corona-Lage anzupassen. „Ich halte es für denkbar, dass in den öffentlichen Muezzin-Rufen die Zeile ,Kommt her zum Gebet‘ in ,Betet zu Hause‘ umgewandelt wird“, sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Freitag). So werde es auch in vielen Teilen der islamischen Welt derzeit praktiziert. Es handele sich um einen in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Ramadan. Das Coronavirus sorgt dieses Jahr für einen außergewöhnlichen Ramadan für Muslime. Wegen der Beschränkungen aufgrund der Pandemie wird es keine großen Zusammenkünfte zum Fastenbrechen oder nächtliche Gebete in der Moschee geben. Auch Reisen zu den heiligen Stätten des Islam sind nicht möglich. Moscheen weltweit sind geschlossen. Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime und neunter Monat des islamischen Mondkalenders. In ihm wurde nach islamischer Auffassung der Koran herabgesandt. In diesem Monat essen und trinken Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts.

Gesundheit
Schul- und Kita-Öffnung: Seit dem 1. März gilt die Masern-Impfpflicht

Berlin – Ab der kommenden Woche werden wieder mehr Kinder in Schulen und Kitas betreut – denn die meisten Bundesländer haben die Corona-Notbetreuung ausgeweitet. Dass seit März in diesen Einrichtungen eine Masern-Impfpflicht gilt, ist in der aktuellen Situation bei vielen in Vergessenheit geraten. Was Eltern und Erziehungsberechtigte beachten müssen und für wen die Impfpflicht noch gilt, hat die Stiftung Gesundheitswissen anlässlich der Europäischen Impfwoche noch einmal zusammengestellt. Am 1. März 2020 trat das Masernschutzgesetz in Kraft. Es sieht u.a. vor, dass Eltern nachweisen müssen, dass ihr Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Masern-Impfungen erhalten hat, bevor es in eine Kita oder Schule aufgenommen wird. Kurz nach dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes dominierte jedoch das neuartige Coronavirus die Schlagzeilen und Kitas und Schulen wurden geschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Eltern sollten aber trotz allem nicht vergessen, dass die Fristen für den Nachweis des Masernschutzes weiter gelten. Vor diesem Hintergrund informiert die Stiftung Gesundheitswissen über das Thema Masernimpflicht und klärt auf, was Eltern und Erziehungsberechtigte beachten müssen. Masernimpfpflicht – was zu beachten ist: – Was müssen Eltern / Erziehungsberechtigte, deren Kinder noch nicht betreut werden, beachten? – Was gilt für Eltern / Erziehungsberechtigte, deren Kinder bereits eine Kita oder Schule besuchen? – Gilt das Masernschutzgesetz auch für Erwachsene? – Wer sollte eine Impfung nachholen?
- Direkt zum Info-Überblick Masernimpfpflicht
Deutschland hinkt beim Masernschutz im europäischen Vergleich hinterher: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) betrug die Impfquote bei Schulanfängern 2017 92,1 Prozent – bezogen auf die zweite Impfung, die für einen ausreichenden Masernschutz notwendig ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) strebt eine Ausrottung der Masern an. Dafür müssen 95% der Bevölkerung vollständig geimpft sein. Impflücken in einzelnen Ländern könnten auch andere Länder gefährden. Und in der Tat kam es in der Vergangenheit immer wieder zu regionalen Masern-Ausbrüchen in Deutschland. Deswegen wurde in Deutschland erstmals eine Impfpflicht für Masern eingeführt. Wer sich nicht an die Masernimpfpflicht hält, dem kann ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro drohen. Was müssen Eltern und Erziehungsberechtigte beachten? Ab der kommenden Woche werden wieder mehr Kinder in Kitas und Schulen betreut. Dabei gilt theoretisch auch das Masernschutzgesetz. Es sieht vor, dass alle Kinder, die zum Inkrafttreten des neuen Impfschutzgesetzes am 1. März 2020 bereits in einer Kita oder Schule betreut wurden, den Nachweis über die Masernimpfung spätestens bis zum 31. Juli 2021 vorlegen müssen. Es bleibt also noch etwas Zeit. Eltern und Erziehungsberechtigte, die noch einen Betreuungsplatz suchen, deren Kinder also noch nicht betreut werden oder zur Schule gehen, brauchen einen Impfnachweis, um aufgenommen werden zu können. Konkret heißt das: Alle Kinder, die mindestens ein Jahr alt sind, müssen eine Masernimpfung oder ein ärztliches Zeugnis über eine Masernimmunität nachweisen. Von der Regel ausgenommen sind Kinder, bei denen eine Impfung aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht möglich ist. Betrifft das neue Gesetz auch Erwachsene? Das Masernschutzgesetz betrifft neben Kindern insbesondere Menschen, die in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen arbeiten. Dazu gehören u.a. Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Arztpraxen oder Unterkünfte für Asylbewerber. Das neue Gesetz besagt: Wer keinen Nachweis vorlegt, darf in diesen Einrichtungen auch nicht tätig werden. Wer zum Inkrafttreten des Masernschutzgesetzes bereits in einer solchen Einrichtung tätig war, muss den Nachweis wie bei den Kindern bis spätestens 31. Juli 2021 erbringen. Unabhängig vom Masernschutzgesetz empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) allen Jugendlichen und Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, eine Impfung gegen Masern, sofern sie bisher nicht geimpft sind, sie als Kind nur einmal geimpft wurden oder unklar ist, ob sie schon geimpft wurden. Über die Europäische Impfwoche Die Europäische Impfwoche ist eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie findet vom 20. bis 26. April 2020 statt. Mit dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen.“ will die Weltgesundheitsorganisation für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für die Prävention von Krankheiten sensibilisieren. Sie findet jährlich statt und wird von der Stiftung Gesundheitswissen unterstützt.