Am 11. August 2020 hatte die Bundestagsfraktion der Partei die LINKE eine Anfrage an die Bundesregierung über „Angriffe bzw. Anschläge auf Armenier“ in Deutschland gestellt. Darin wird nach dem Kenntnisstand der deutschen Bundesregierung über mögliche Anschläge und Gewalt gegen Armenier gefragt. Der aserbaidschanische Dachverband IRKAZ e.V. hat sich mit einem offenen Brief an die LINKE gewandt.
Hier der Brief im Wortlaut:
„Sehr geehrte Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE,
Als Dachverband der in Deutschland tätigen aserbaidschanischen Gemeindeorganisationen sieht sich in Köln ansässiges Internationales Religions- und Kulturakademisches Zentrum (IRKAZ e.V.) veranlasst, Stellung zur Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag vom 11.08.2020 zu nehmen, in der die Initiatoren bezogen auf die Angaben des Zentralrats der Armenier (ZAD) in Deutschland die Bundesregierung bitten, die sogenannten „Anschläge auf Armenierinnen und Armenier“ und deren Geschäfte zu untersuchen.
Wir bedauern, dass sich eine Gruppe von LINKEN-Abgeordneten auf Grundlage der konstruierten Anschuldigungen des ZAD dazu entschlossen hat, ohne jegliche Beweisgrundlage, die Bundesregierung zur Aufklärung in vorgeworfenen Fällen aufzufordern, obgleich noch keine polizeilichen Ermittlungsergebnisse vorliegen. Unsere Gemeinde bezeichnet die haltlosen Schuldzuweisungen des ZAD als eine infame Verleumdungskampagne, die zum Ziel hat, Aserbaidschanerinnen und Aserbaidschaner in den Augen der deutschen Politik und Öffentlichkeit gezielt zu diskreditieren.
Für Unzufriedenheit sorgt in unserer Community die Tatsache, dass die Fraktion DIE LINKE unter Berufung auf die frei erfundenen Aussagen des ZAD- Vorsitzenden die Geheimdienstorgane Aserbaidschans hinter genannten Gewaltakten vermutet und von „organisierten Terrorangriffen“ spricht. Dabei waren es nachweislich nicht Armenier, sondern unsere Landsleute, die im Juli 2020 in London, Los Angeles, Brüssel, Paris und anderen Städten brutalen Attacken der aggressiven armenischen Demonstranten ausgesetzt waren.
Die Beweisfotos und Videomaterialien, die uns vorliegen und zum Teil von angreifenden Armeniern selbst aufgenommen wurden, sprechen eine deutliche Sprache. Allein die Geschehnisse in Los Angeles am 22. Juli 2020 haben Aserbaidschaner in aller Welt regelrecht aufgewühlt. Dort überfielen bis zu 1000 hasserfüllte Armenier (einige von ihnen trugen sogar die T-Shirt der berüchtigten armenischen Terrororganisation ASALA) auf ca. 50 aserbaidschanische Protestler und schlugen diese brutal nieder.
Die US-Sicherheitsbehörden haben Ermittlungen wegen Hasskriminalität aufgenommen. Selbst die führenden jüdischen Organisationen haben diese Angriffe gegen Aserbaidschaner scharf verurteilt. Auch in Brüssel verletzten die armenischen Krawallmacher bei einer Kundgebung vor der Botschaft Aserbaidschans 4 aserbaidschanische Staatsbürger, darunter eine TV- Reporterin am Kopf schwer. Darüber hinaus wurden die diplomatischen Vertretungen Aserbaidschans in Frankreich und den Niederlanden vandaliert.
Wir möchten hiermit klarstellen, dass wir uns unmissverständlich gegen jede Art von Gewaltanwendung stellen und uns uneingeschränkt zu demokratischen Grundwerten der Bundesrepublik bekennen. In unseren bisherigen Erklärungen haben wir die Mitglieder aller aserbaidschanischen Gemeindeorganisationen dazu aufgerufen, Besonnenheit zu demonstrieren und sich von sämtlichen radikalen Handlungen zu distanzieren.
Aserbaidschanerinnen und Aserbaidschaner haben sich vollumfänglich in die deutsche Gesellschaft integriert und sind erfolgreiche Ärzte, Ingenieure, Wissenschaftler, Geschäftsleute, Studenten etc. In der polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes ist der Begriff „Aserbaidschan“ nicht einmal zu finden. Auf der anderen Seite treibt die berüchtigte armenische Mafia seit Jahren deutschlandweit ihr Unwesen.
Im November 2019 strahlte die MDR eine brisante Dokumentation über die kriminellen Machenschaften der armenischen Mafia in Deutschland und europaweit aus. In diesem 30-minütigen Beitrag mit dem Titel „Paten in Deutschland“ gewinnt man einen umfassenden Einblick in die fast zwei Jahrzehnte von der deutschen Politik und Sicherheitsbehörden kaum beachtete gefährliche Struktur der Armenier, die neben Deutschland (hier schwerpunktmäßig in Thüringen) auch in Frankreich, Belgien, Spanien und Italien agiert.
Wie es aus den Ermittlungen der BKA und LKA hervorgeht, reicht der Einfluss der organisierten armenischen Banden bis in die Politik, wobei Herr Albert Weiler und Herr Manfred Grund, die beiden CDU-Bundestagsabgeordneten aus Thüringen im Vordergrund stehen. Zu erwähnen ist außerdem den Namen von Herrn Aschot Smbatyan, dem skandalösen Botschafter Armeniens in Deutschland, der noch im Oktober 2018 kurz vor der Ausstrahlung der MDR-Reportage über die Aktivitäten der armenischen Mafia aus Angst vor dem Auffliegen eine einstweilige Verfügung beim Berliner Landgericht erwirkt hatte.
Wir würden uns sehr freuen, falls die Fraktion DIE LINKE auch die Aktivitäten der armenischen Mafiastrukturen und deren Verstrickung in die deutsche Politik genauestens unter die Lupe nehmen und sich mit einer entsprechenden Anfrage an die Bundesregierung wenden würde. Gleichzeitig appellieren wir an alle Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE, im Lichte der offensichtlichen Desinformations- und Manipulationsversuche des ZAD keine voreiligen Beschlüsse zu fassen und die Ermittlungsergebnisse der Sicherheitsorgane abzuwarten.
Mit freundlichen Grüßen
Vorstand des IRKAZ e.V.
Gründungsteam von „Alumniportal Aserbaidschan“
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Moschee auf dem Trikot: Eine starke Geste des 1.FC Köln
Von Yasin Baş
Köln ist wie fast keine andere Stadt bekannt für ihre Vielfältigkeit, Toleranz und Weltoffenheit. Die Rheinmetropole, die mehr als eine Million Einwohner zählt, steht mit diesen Tugenden ganz weit vorne in Deutschland. Auch der bekannteste Fußballverein der Stadt, der 1.FC Köln, steht für die Werte des Miteinanders, der Verschiedenheit und der Offenheit.
Die Willkommenskultur ist sogar Teil der Charta des 1.FC Köln: „Herzlich Willkommen in der schönsten Stadt Deutschlands – egal, woher du kommst, was du glaubst, was du hast oder bist, wie du lebst und wen du liebst“. Genau diese Willkommenskultur hat der traditionsreiche Verein mit dem Geißbock als Logo erst kürzlich wieder unter Beweis gestellt.
Dom, Rhein und Moschee Seit‘ an Seit‘
Auf dem aktuellen hellroten Auswärtstrikot des Bundesligaklubs für die Saison 2020/2021 ist in dunkelroter Farbe die Kölner Skyline eingearbeitet. Darauf zu sehen ist nicht nur der Kölner Dom und der Rhein, sondern auch die große Zentralmoschee der Stadt.
Der 1.FC Köln mit über 111.000 Mitgliedern der sechstgrößte Sportverein Deutschlands, zeigt damit: Diese Moschee ist ein selbstverständlicher Teil unserer Stadt. Und damit nicht genug: Auch die Muslime, Türken, Deutschtürken und alle Menschen, die sich mit der Moschee identifizieren können, sind ein Teil des 1.FC Köln und dieser Stadt.
Der „FC“ verdient mit diesem Zeichen der Toleranz eigentlich eine offizielle Auszeichnung. Auch wenn es für manche Politiker derzeit äußerst unpopulär sein mag: Diese mustergültige Handlung des 1.FC Köln verdient eine ebenbürtige Würdigung vonseiten der Landesregierung, ja sogar der Bundesregierung.
Wehrle: „Unverwechselbarer Teil der Kölner Skyline“
Alexander Wehrle, Geschäftsführer des Vereins erläuterte die Idee, die Moschee auf der Skyline abzubilden: „Die Moschee steht symbolisch für die große türkische Community in Köln, in der es sehr viele eingefleischte FC-Fans gibt. Und sie ist ein unverwechselbarer Teil der Kölner Skyline geworden. Daher war für uns eindeutig, dass die Moschee auf einer aktuellen Abbildung der Skyline auf dem Trikot des 1. FC Köln dazugehört.“
(Foto: Bas)Meilenstein für ein selbstbewusstes Miteinander
Nach dem scheinbar revolutionären, zugleich aber selbstverständlichen Bekenntnis des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff, dass auch der Islam zu Deutschland gehöre, ist diese Geste des 1.FC Köln ein weiterer Meilenstein für ein selbstbewusstes Miteinander aller Bürgerinnen und Bürger in Deutschland.
Dass Deutschland nicht für Einfalt, sondern für Vielfalt steht, ist Realität. Das darf gerne lauter als bisher kommuniziert werden. Und zwar auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Genau das hat der 1.FC Köln mit seinen neuen Auswärtstrikots geschafft. Die internationalen Pressestimmen bestätigen dies.
Integrationspolitik verliert an Kraft
Die Bundesregierung aber auch einige Landesregierungen, deren Integrations- und Beteiligungspolitik in den letzten Jahren leider teilweise stagnieren, dürfen sich gerne einen Teil dieser symbolischen Gesten abschauen und zu eigen machen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Yasin Baş
Yasin Baş ist Politologe, Historiker, Autor und freier Journalist. Zuletzt erschienen seine Bücher: „Islam in Deutschland – Deutscher Islam?” sowie „nach-richten: Muslime in den Medien”.
London – Laut einem Artikel von Roger Boyes in der britischen Tageszeitung The Times, sagte der Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, dass die „iranische Macht zerbrechlich sei und die wahre Bedrohung von der Türkei“ ausgehe.
In einem kürzlich erschienenen Artikel in der Times hieß es, dass Mossad-Chef Yossi Cohen „seit Jahren heimlich mit Spionagekollegen in den Golfstaaten spricht“.
Israel habe sich demnach mit Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien abgestimmt, um die „Türkei zu dämonisieren“, die Israels Mossad-Chef Yossi Cohen für eine „größere Bedrohung“ halte. Cohen habe die türkische Bedrohung vor etwa zwei Jahren mit Geheimdienstbeamten aus Ägypten, den VAE und Saudi-Arabien diskutiert.
„Die iranische Macht ist zerbrechlich“, sagte Cohen demnach gegenüber Geheimdienstlern aus den drei arabischen Ländern, „aber die wirkliche Bedrohung geht von der Türkei aus“.
Laut Boyes sagte Cohen nicht, „dass der Iran aufgehört habe, eine existenzielle Bedrohung zu sein, sondern dass sie eingedämmt werden könne: durch Sanktionen, Embargos, Austausch von Geheimdienstinformationen und geheimen Razzien“.
Doch „die effektive Diplomatie der Türkei, ihre schluderig kalkulierte Risikobereitschaft im Nahen Osten“, stelle eine andere Art von Herausforderung für die strategische Stabilität im östlichen Mittelmeerraum dar, zitiert Boyes den israelischen Top-Agenten.
Boyes hebt in seiner Analyse hervor, dass die Türkei unter dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan „mit dem Krieg flirtet“ und dass „die ständige Suche nach Feinden und Sündenböcken selbst seine Anhänger erschöpft und ihn in der Region fast freundlos zurückgelassen“ habe, schreibt Boyes.
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Ankara – Die am Freitag angekündigte Erdgasfentdeckung der Türkei im Schwarzen Meer werde erheblich zur Entwicklung und Wirtschaft des Landes beitragen, sagte der Leiter der EU-Delegation in der Türkei.
Bei einem Besuch in Karabük in der türkischen Schwarzmeerregion sagte Christian Berger, er hoffe, dass diese Gasvorkommen so bald wie möglich gefördert und zur Nutzung bereitgestellt werden können, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.
„Die EU möchte die Türkei immer als ein Land sehen, das stabil, demokratisch und wohlhabend ist“, sagte Berger, dessen Amtszeit in der Türkei demnächst zu Ende geht.
In einem Telefongespräch gratulierte auch der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan und drückte die Hoffnung aus, dass die Reserven der Türkei zugute kommen, so die Kommunikationsdirektion Ankaras in einer Erklärung.
Erdoğan und Zelensky erörterten auch regionale Entwicklungen und Schritte zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen, so die Mitteilung.
Am gestrigen Freitag gab Erdoğan „den größten Erdgasfund in der Geschichte des Landes“ bekannt. Im Schwarzen Meer seien 320 Milliarden Kubikmeter Gas entdeckt worden, und es gebe Anhaltspunkte für weitere Funde in der Region.
Nun müsse die Erschließung und Ausbeutung geplant werden. Ziel sei eine Produktion ab 2023. „Es wird kein Halten geben, bis wir bei Energie zu einem Nettoexporteur werden“, zitiert die Tagesschau Erdoğan.
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Tripoli – Der US-Botschafter in Libyen Richard Norland, nahm in einem Interview zur türkischen Militärintervention Stellung und hieß die Operation der Türkei gut.
Die Türkei habe Rebellenkommandeur Chalifa Haftar und die russische Wagner-Gruppe daran gehindert Tripolis einzunehmen und dazu beigetragen, die massive russische Präsenz in Libyen einzudämmen, berichtet RT Deutsch unter Berufung auf ein Interview in Hürriyet Daily News. Die militärische Intervention der Türkei habe den Weg für eine politische Lösung im Land geebnet. In dem Maße, wie die türkische Präsenz in Libyen dazu beitragen könne, dass es keinen weiteren Angriff auf Tripolis geben werde, sei diese „Militärintervention eine positive Entwicklung.“
Norland führte in der vergangenen Woche in Ankara Gespräche mit hohen türkischen Beamten und beurteilte in einem Exklusivinterview mit der Hürriyet Daily News die jüngste Lage und die Rolle der Türkei in dem vom Krieg zerrissenen Land.
„Aus historischer, analytischer und chronologischer Sicht war der Wendepunkt im November letzten Jahres, als klar wurde, dass die russische Präsenz durch die Wagner-Söldnergruppe dramatisch eskalierte. Und unterstützt von Wagner, stand Haftar wirklich kurz davor, Tripolis zu erobern, und die türkische Militärintervention verhinderte dies und hat nun die Haftar-Truppen und -Anhänger in den zentralen Teil des Landes, Sirte und Jufra, zurückgedrängt“, so Norland.
Das Kriegsgeschehen in Libyen hat sich mit dem militärischen Einsatz der Türkei, der im Dezember vergangenen Jahres begann, verändert. Regierungschef as-Sarradsch kann sich nach einem Abkommen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan auf Korkut-Flugabwehrysteme und vor allem Bayraktar-TB2-Drohnen aus türkischer Produktion verlassen. Tripolis konnte somit die von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland unterstützten Truppen des abtrünnigen Militärkommandanten Haftar zurückdrängen.
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London – Wie die Nachrichtenagentur Reutersam Donnerstagabend berichtete, hat ein türkisches Bohrschiff im Schwarzen Meer riesige Erdgasfelder mit einer geschätzten Reserve von 800 Milliarden Kubikmetern entdeckt.
„Es gibt einen Erdgasfund in der Bohrung Tuna 1“, so eine namentlich nicht genannte Quelle gegenüber Reuters. „Die erwarteten Reserven belaufen sich auf 800 Milliarden Kubikmeter und decken den Bedarf der Türkei für etwa 20 Jahre“, sagte die Quelle weiter.
Es könne jedoch sieben bis zehn Jahre dauern, um mit der Produktion zu beginnen. Die Investitionskosten schätzt die Quelle auf zwei bis drei Milliarden Dollar.
Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete bereits am Mittwoch, dass die Türkei im Schwarzen Meer eine „Energieentdeckung“ gemacht habe.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte am Mittwoch während einer TV-Rede „gute Nachrichten“ für Freitag an. Diese würden eine neue Ära für die Nation einleiten.
Fahrettin Altun, Kommunikationsdirektor von Erdogan, sagte am Donnerstag, den geäußerten Spekulationen keinen Glauben zu schenken und geduldig zu sein.
„Wir warten alle gespannt auf die Ankündigung des Herrn Präsidenten“, so Altun auf Twitter.
Im Netz kursieren jedoch bereits Aufnahmen eines TV-Fahrzeugs auf einem Schiff, das Kurs auf das Bohrschiff „Fatih“ im Schwarzen Meer genommen haben soll. Die Produktionsfirma FPA (File Prodüksiyon) habe dies bestätigt.
FPA ist demnach ein privates Unternehmen, das Live-Übertragungen für viele offizielle Institutionen, insbesondere für das Präsidialamt, durchführt. Die Produktionsfirma habe zuletzt bei der Eröffnungzeremonie der Hagia Sophia mit dem Präsidialamt zusammengearbeitet.(Screenshot/Twitter)
Hierzu das Handelsblatt:
Auch wenn die Berichte noch nicht bestätigt sind: An den Märkten sorgen die Gerüchte bereits für Ausschläge. Die Lira gewann unmittelbar nach Erdogans Ankündigung zwei Prozent. Auch die Istanbuler Börse ISE100 stieg um zwei Prozent an. Aktien der türkischen Raffinerie Tüpras stiegen um 8,1 Prozent, die Anteilsscheine des Petrochemie-Herstellers Petkim sogar um 9,9 Prozent.
Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte am Mittwoch während einer TV-Rede „gute Nachrichten“ für Freitag an. Diese würden eine neue Ära für die Nation einleiten.
Laut Spekulationen in Medien und Internet, könne es sich hierbei um einen Erdgasfund im Schwarzen Meer handeln. Die Nachrichtenagentur Bloombergberichtete am Mittwoch unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte Quellen mit Verbindungen zur Regierung, dass die Türkei im Schwarzen Meer eine „Energieentdeckung“ gemacht habe.
Die Quellen gaben jedoch keinen Hinweis auf die Größe und Tiefe des Fundes, noch darauf, ob das Erdgas überhaupt an die Oberfläche gebracht werden könne.
Hierzu das Handelsblatt:
Auch wenn die Berichte noch nicht bestätigt sind: An den Märkten sorgen die Gerüchte bereits für Ausschläge. Die Lira gewann unmittelbar nach Erdogans Ankündigung zwei Prozent. Auch die Istanbuler Börse ISE100 stieg um zwei Prozent an. Aktien der türkischen Raffinerie Tüpras stiegen um 8,1 Prozent, die Anteilsscheine des Petrochemie-Herstellers Petkim sogar um 9,9 Prozent.
Fahrettin Altun, Kommunikationsdirektor von Erdogan, sagte am Donnerstag, den geäußerten Spekulationen keinen Glauben zu schenken und geduldig zu sein.
„Wir warten alle gespannt auf die Ankündigung des Herrn Präsidenten“, so Altun auf Twitter.
Im Netz kursieren jedoch bereits Aufnahmen eines TV-Fahrzeugs auf einem Schiff, das Kurs auf das Bohrschiff „Fatih“ im Schwarzen Meer genommen haben soll. Die Produktionsfirma FPA (File Prodüksiyon) habe dies bestätigt.
FPA ist demnach ein privates Unternehmen, das Live-Übertragungen für viele offizielle Institutionen, insbesondere für das Präsidialamt, durchführt. Die Produktionsfirma habe zuletzt bei der Eröffnungzeremonie der Hagia Sophia mit dem Präsidialamt zusammengearbeitet.(Screenshot/Twitter)
Die SPD im Berliner Abgeordnetenhaus hat die Vorwürfe von Union und AfD nach dem Anschlag auf der Stadtautobahn A 100 zurückgewiesen, die rot-rot-grüne Koalition schwäche systematisch Verfassungsschutz, Polizei und Justiz.
Ihr innenpolitische Sprecher, Frank Zimmermann, sagte am Donnerstag im Inforadio vom rbb: „Es ist tatsächlich so, dass wir Gefährder abschieben. Und richtig ist auch, dass wir die Terrorabwehr in den letzten zwei Jahren deutlich verstärkt haben in Berlin.“
Man habe beim Landeskriminalamt neu strukturiert, man habe die Antiterroreinheiten zusammengeführt und die Personalstärke nahezu verdoppelt: „Und wir werden jetzt auch demnächst gesetzliche Grundlagen ändern, um etwa Abhörmaßnahmen zur Gefahrenabwehr zu verbessern (…) Heute machen wir einen ersten Schritt mit dem neuen Polizeigesetz.“ Man werde auch weiter darauf achten müssen, dass die gesetzlichen Grundlagen zu Eingriffen ausreichend seien, so Zimmermann.
Auch der konkrete Fall werde genau aufgearbeitet: „Der Täter war nach dem PsychKG untergebracht, ist dann freigekommen, hat offenbar eine Vergangenheit und wir werden uns genau berichten lassen, was da der Grund war, ihn laufenzulassen.“ Wenn da ein Fehler passiert sei, müsse der korrigiert werden, betonte Zimmermann.
Am Dienstagabend hatte in Berlin ein 30-jähriger Iraker mit seinem Auto zwei Motorräder und ein Auto gerammt sowie ein weiteres gestreift. Auch ein Rollerfahrer war betroffen. Nach dem ersten Crash mit einem Motorrad, bei dem der Fahrer schwerst verletzt wurde, habe der Täter seine Fahrt fortgesetzt und weitere Zusammenstöße verursacht. Insgesamt wurden sechs Menschen verletzt, drei davon schwer, berichtet die tagesschau. Der Tatverdächtige wurde daraufhin in eine Psychiatrie eingewiesen.
Die FDP kritisiert die geplante großflächige Verlängerung des Kurzarbeitergelds in der Corona-Krise.
„Wenn man, wie die Regierung es tut, totgerittene Branchen künstlich am Leben erhält, wird nur Steuergeld verbrannt – und die Unternehmen sterben trotzdem, nur vielleicht ein Jahr später“, sagte die stellvertretende Bundesvorsitzende der Liberalen, Katja Suding, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
„Das Kurzarbeitergeld müsste sehr viel zielgenauer als das eingesetzt werden, was es immer war: eine Überbrückungshilfe für Unternehmen in einer schwierigen Phase, aber mit einer Erfolgsperspektive“, sagte Suding. Als Beispiel für fehlgesteuerte Hilfen nannte sie die Tourismusbranche. Ein Jahr vor der Bundestagswahl „verkleistert die Regierung die Symptome der Krisen, damit die Folgen jetzt noch nicht spürbar werden und die schlechten Nachrichten erst später ankommen“.
Suding forderte die sofortige Zulassung von Großveranstaltungen wie Konzerten und Fußballspielen mit Publikum. „Alles in diesem Land muss möglich sein, wenn es die passenden Vorkehrungen und ein Mindestmaß an Verantwortung der Beteiligten gibt“, sagte Suding.
Die 44-Jährige, die seit 2015 Stellvertreterin von FDP-Chef Christian Lindner ist, verteidigte die Ablösung von Generalsekretärin Linda Teuteberg als legitime Kurskorrektur ein Jahr vor der Bundestagswahl. Zwar sei die Austragung des Konflikts auch über die Medien „unschön“ gewesen. Wenn Lindner sich aber „mehr oder eine andere Art Unterstützung wünscht, dann brauche ich das nicht mehr zu kommentieren“, sagte Suding.
Washington – Der amerikanische Präsident Donald Trump warnte seine Bürger in einem Interview auf Fox News davor, bei den kommenden Präsidentschaftswahlen für seinen demokratischen Konkurrenten Joe Biden zu stimmen.
Er habe keine Erfahrungen im Ausland und wäre nicht in der Lage, sich gegen die „Weltklasse-Schachspieler“ zu behaupten, die andere Länder regierten.
„Sie haben es hier mit Menschen zu tun, die sehr scharfsinnig sind. Sie haben es mit Weltklasse-Schachspielern in den Führungspositionen dieser Länder zu tun. Ich kenne sie alle. Wir arbeiten sehr gut mit ihnen. Mit allen. Erdogan etwa“, so Trump. Die Wähler dürften nicht für einen Präsidenten stimmen, der sich aus Angst nicht mehr aus dem Keller traue, da er nicht mehr länger sprechen kann.
Trump spielte mit seinen Äußerungen auf die kürzlich in der Türkei bekannt gewordene Rede Bidens im US-Fernsehen an. In dem Interview sicherte der Präsidentschaftsbewerber im Falle seiner Wahl der türkischen Opposition vollste Unterstützung und Solidarität bei der Ablösung Erdogans zu. Er bezeichnete den türkischen Präsidenten als Autokraten.
Man müsse in Bezug auf Erdogan einen ganz anderen Ansatz verfolgen, so Biden im Gespräch mit der New York Times. Die USA sollten die Opposition fördern, damit sie in der Lage sei, „zu übernehmen und Erdoan zu besiegen. Nicht durch einen Putsch, nicht durch einen Putsch, aber durch einen Wahlprozess“, sagte Biden demnach.
Die türkische Regierung verurteilten die Äußerungen Bidens daraufhin aufs Schärfste. Die Äußerungen spiegelten eine „interventionistische Haltung“ wider, so Erdogans Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun. „Die Zeiten, in denen die Türkei herumkommandiert werden konnte, sind vorbei“. Wer das versuche, „werde den Preis dafür bezahlen“. Auch für die türkische Opposition kommt das Auftauchen des Videos ungelegen. Mehrere Vertreter der wichtigsten Oppositionspartei CHP distanzierten sich am Wochenende von Bidens Äußerungen und forderten „Respekt für die Souveränität der Türkei“. Erdogan beschuldigt seine Gegner regelmäßig, vom Ausland finanziert zu werden.
Erdogan hört auf mich
Die Staats- und Regierungschefs der Welt suchten beim Thema Erdogan immer wieder die Hilfe Trumps, so der US-Präsident im Fox-Interview. Der türkische Staatschef höre nur auf ihn. Um welche Politiker es sich handelt verriet er jedoch nicht.
„‚Sie sind der einzige, auf den er hören wird. Er hört nicht auf uns. Sie sind der Einzige“, zitiert Trump die Staatschefs.
Trump: „Ich fragte: ‚Ist das wegen der Vereinigten Staaten?‘ Sie sagten: ‚Nein, das ist ihretwegen. Das ist wegen Ihrer Persönlichkeit. Sie sind der Einzige, auf den er hören wird“.
„Ich sage das nicht gerne öffentlich, aber es ist zufällig wahr. Ich verstehe mich mit ihm und er hört zu“, so Trump weiter.