VfL Wolfsburg
Bundesliga: Dieter Hecking verlängert in Wolfsburg bis 2018
Wolfsburg (dts) – Dieter Hecking hat seinen Vertrag beim Bundesligisten VfL Wolfsburg bis 2018 verlängert. „Ich freue mich, dass wir unseren eingeschlagenen Weg auch in den kommenden Jahren gemeinsam weitergehen werden“, sagte Manager Klaus Allofs. Hecking hatte zuvor noch einen Vertrag bis 2016 bei den Wölfen gehabt.
„Dieter Hecking passt mit seiner Fußballphilosophie und seiner Arbeitsweise einfach hervorragend zum VfL Wolfsburg und mit ihm zusammen haben wir beim VfL noch viel vor“, so Allofs weiter. Die sehr guten Leistungen der Mannschaft gelte es fortzuführen. Ziel sei es, so Allofs, „uns zukünftig endgültig und mit Nachdruck unter den Spitzenmannschaften zu etablieren“. Hecking selbst zeigte sich hochzufrieden mit dem neuen Vertrag: „Ich habe immer betont, dass ich sehr gerne auch über 2016 hinaus beim VfL Wolfsburg bleiben möchte und dass ich hier in Wolfsburg das absolute Vertrauen der Verantwortlichen spüre, wofür mich auch noch einmal ausdrücklich bedanken möchte.“
Terroranschlag in der Türkei
Bewaffneter Angriff auf AK Partei-Zentrale in Istanbul
ISTANBUL (nex) – Unbekannte haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen bewaffneten Angriff auf die Zentrale der AK Partei im Istanbuler Bezirk Beyoglu verübt. Dabei wurde eine Person leicht verletzt, wie ein Sprecher der Partei mitteilte.
Die Angreifer konnten fliehen, nachdem spezielle Schutztruppen sofort reagierten. Zuständige Sicherheitskräfte haben direkt nach dem Angriff eine Untersuchung gestartet. Ein Verdächtiger ist festgenommen worden.
Der Parteivorsitzende und Premierminister Ahmet Davutoglu verurteilt den Angriff aufs Schärfste und gibt in einer Pressekonferenz deutlich zu verstehen, dass diejenigen, die für den Anschlag verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen werden. Der Premierminister unterbrach seinen Besuch in der südöstlichen Provinz Sanliurfa sofort und reiste nach Istanbul, um sich dort selbst einen Überblick zu verschaffen und alle notwendigen Untersuchungen bezüglich des Anschlags einzuleiten.
Selami Altinok, Istanbuls Hauptkommissar, ist ebenfalls vor Ort gewesen, um Informationen über das Attentat zu erhalten und die Ermittlungen voranzutreiben.
Spionageverdacht
Kanzleramt verdächtigt Journalisten als CIA-Zuträger
Berlin (dts) – Das Bundeskanzleramt vermutet, dass Journalisten vertrauliche Informationen aus der Redaktion des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ an den US-Geheimdienst CIA weitergegeben haben. Das geht aus einem internen Vermerk des Leiters der Geheimdienstabteilung im Kanzleramt, Günter Heiß, hervor, berichtet „Bild am Sonntag“. Laut dem Vermerk könne Heiß sich vorstellen, dass Kollegen der „Spiegel“-Redakteure möglicherweise Quellen des US-Geheimdienstes waren.
Der Vermerk diente Heiß als Sprechzettel für dessen Aussage im Mai vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags, das die Geheimdienste beaufsichtigt. Dem Zeitungsbericht zufolge hatte der US-Geheimdienst CIA Heiß im Juni 2011 in Washington darüber informiert, dass ein Gruppenleiter seiner Abteilung Dienstgeheimnisse an den „Spiegel“ verrate. Dabei wurden Heiß mehrere Berichte der „Spiegel“-Ausgabe 19/2011 vorgelegt, die sich auf geheime Informationen aus dem Kanzleramt gestützt haben sollen. Im August 2011 hatte der damalige Kanzleramtschef Ronald Pofalla den verdächtigten Beamten aus der Geheimdienstabteilung ins Archiv versetzt, ohne ihn mit den Vorwürfen konfrontiert zu haben. Spätestens seit den Veröffentlichungen der Enthüllungsplattform Wikileaks war vermutet worden, dass deutsche Regierungsbeamte von den US-Geheimdiensten abgehört werden. Nachdem „Bild am Sonntag“ über den Vorgang um den Kanzleramtsmitarbeiter berichtete, hatte der „Spiegel“ Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft erstattet, da er von ausländischen Geheimdiensten ausgeforscht worden sei.
Zeitgeist
Wim Wenders sieht sich als Erfinder von „Softie“ und „Selfie“
Berlin (dts) – Wim Wenders, Deutschlands international bekanntester Regisseur, hat auch das Talent, Dinge und gesellschaftliche Phänomene zu antizipieren. Der Filmemacher, der am 14. August 70 Jahre alt wird, skizzierte etwa mit seinem Roadmovie „Alice in den Städten“ bereits 1973 ein neues Männerbild. „An die alten Kinohelden hat eigentlich keiner mehr geglaubt“, sagte Wenders in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus.
„Ich fand jedenfalls, dass es an Filmen mangelte, in denen Männer sich in Frage stellten. Irgendwo stand neulich, dass ich mit dieser Figur Philipp Winter (Rüdiger Vogler) den Softie erfunden hätte.“ Auch mit seinem Werk „Bis ans Ende der Welt“ war Wenders seiner Zeit weit voraus. „Ich hab den Film gerade wiedergesehen, mit einem recht jungen Publikum bei der MoMA-Retro in New York“, erzählte der Kino-Autor, „und war von den Socken, wie sehr unsere heutige Wirklichkeit in diesem Science-Fiction-Film von 1991 schon vorkommt.“ Und Wenders weiter: „Wir hatten damals noch kein Wort für das Selfie, aber letztlich ist das ja schon die Krankheit, von der `Bis ans Ende der Welt` handelt: die betörende Lust am eigenen Bild.“
Trotzdem reklamiert der vielseitige Künstler, der auch als Fotograf erfolgreich ist, für sich kein besonderes Gespür für den Zeitgeist. „Das entzieht sich, Gott sei Dank, jeder Kontrolle“, meint Wenders. „Dass `Buena Vista Social Club` etwas losgetreten, die Kultur und Musik Kubas in die Welt rausgetragen hat, das hab ich gehofft, aber das stand nicht in meiner Macht.“ Und er fügt hinzu: „Es ist auch gut, dass manchmal Sachen, an denen man wirklich hängt, völlig scheitern. Das ist mir schließlich auch oft genug passiert, sodass ich mir denke: Dann hab ich mir die paar Mal, bei denen ich den Nerv getroffen hab, auch verdient.“
Germanwings-Absturz
Angehörige der Germanwings-Opfer ziehen in USA vor Gericht
Berlin (dts) – Der Germanwings-Absturz in den Alpen mit 150 Toten, darunter drei US-Bürger, wird die Justiz in den USA beschäftigen. Rechtsanwalt Elmar Giemulla, der 39 Opferfamilien vertritt, sagte „Bild am Sonntag“: „Wir bereiten eine Klage in den USA vor und sehen gute Chancen für einen Gerichtsstand in den Vereinigten Staaten. Es geht insbesondere darum, mit Hilfe des dortigen außergerichtlichen Systems der Beweisaufnahme feststellen zu lassen, warum es möglich war, dass der Copilot mit erwiesenen psychischen Problemen und einer entsprechenden Vorgeschichte überhaupt fliegen durfte.“
Giemulla arbeitet mit der Kanzlei Kreindler und Kreindler aus New York zusammen: „Sie haben weltweit die beste Reputation auf diesem Gebiet und waren an der Abwicklung praktisch aller Großunglücke federführend beteiligt. Eine Klagesumme gibt es noch nicht, aber das Ganze geht nach amerikanischem Recht.“ In den USA erhalten Hinterbliebene in der Regel das Zehnfache der in Deutschland üblichen Summen. Die Angehörigen hatten das Entschädigungsangebot der Lufthansa in Höhe von 25.000 Euro pro Opfer als zu niedrig abgelehnt. Copilot Andreas L. hatte die Maschine am 24. März absichtlich zum Absturz gebracht.
DFB-Pokal
Kickers Würzburg zwingen Werder Bremen in Verlängerung
Würzburg (dts) – In der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals hat Drittligist Kickers Würzburg Werder Bremen in Verlängerung gezwungen, am Ende aber doch mit 0:2 verloren. Für eine echte Pokal-Überraschung sorgte der Viertligist SC Viktoria Köln, der den Zweitligisten 1. FC Union Berlin mit einem 2:1 aus dem Pokal warf – und das spielerisch absolut verdient. Der mittlerweile in der dritten Liga spielende FC Erzgebirge Aue gewann gegen Greuther Fürth mit 1:0.
Ansonsten setzten sich die höherklassigen Vereine durch. Die weiteren Ergebnisse: Hallescher FC – Eintracht Braunschweig 0:1, Stuttgarter Kickers – VfL Wolfsburg 1:4, MSV Duisburg – FC Schalke 04 0:5, SF Lotte – Bayer Leverkusen 0:3, SV Meppen – 1. FC Köln 0:4, Bremer SV – Eintracht Frankfurt 0:3.
Keine positiven Nachrichten für Eltern
Kita-Streik: Verdi-Basis lehnt Schlichterspruch ab
Berlin (dts) – Im Tarifstreit bei den Erziehern hat die Basis der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Schlichterspruch abgelehnt. Dieser Schlichterspruch hatte nach wochenlangen Streiks im Konflikt mit dem kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst 4,5 Prozent mehr Lohn für Erzieher und Sozialarbeiter vorgesehen. Damit sind neue Streiks möglich, der Entscheid ist für die Gewerkschaft jedoch nicht bindend.
Eine Delegierten-Konferenz werde in Fulda über neue Arbeitskampfmaßnahmen beraten, so ein Sprecher. Der Schlichterspruch war in den Reihen der Gewerkschaft kritisch beurteilt worden, daher war eine Mitgliederbefragung eingeleitet worden.
Brand im Flüchtlingsheim
Mit welcher Leichtigkeit die Polizei Fremdenfeindlichkeit ausschließt
Ein Beitrag von Ekrem Şenol, erschienen im Migazin
Overath (mig) – Auch ein fremdenfeindlicher Hintergrund ist auszuschließen.“ Dieser Satz in einer Presseerklärung der Polizeiinspektion Osnabrück von Mittwoch machte mich neugierig. Warum wurde ein fremdenfeindlicher Hintergrund ausgeschlossen. Was war überhaupt passiert? Die Presseerklärung selbst gab so gut wie keine Auskunft:„In der Nacht zu Mittwoch gerieten aus noch ungeklärter Ursache drei Sanitärcontainer auf dem Gelände der LAB in Bramsche in Brand. Das Feuer konnte durch die Feuerwehren Sögeln, Ueffeln, Bramsche und Hesepe gelöscht werden. Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 30000 Euro geschätzt. Personen kamen nicht zu Schaden.“
Soweit der Wortlaut der polizeilichen Erklärung. Was aber ist auf dem Gelände der LAB? Und was überhaupt ist LAB? Weiter heißt es: „Brandermittler suchten am heutigen Vormittag das Gelände der LAB auf und untersuchten den Brandort, der sich mitten auf dem Gelände befindet. Die Polizei schließt als Brandursache einen technischen Defekt aus, weiterhin ist nicht davon auszugehen, dass der Brand von Personen außerhalb der LAB verursacht worden ist. Auch ein fremdenfeindlicher Hintergrund ist auszuschließen.“ Es half nichts. Aus der Erklärung wurde ich nicht schlau. Ich rief die Polizei an. Das Gespräch mit der Pressestelle als Gedächtnisprotokoll: Ich: Was ist eine LAB? Polizei: Das ist die Landesaufnahmebehörde. Ich: Und was wird dort aufgenommen? Polizei: Flüchtlinge. Ich: Auf dem Gelände sind also Flüchtlinge untergebracht? Polizei: Ja, so ca. 3.000. Eigentlich ist das Gelände für 600 Personen ausgelegt. Ich: Warum steht in der Presseerklärung nicht, dass dort Flüchtlinge untergebracht sind? Polizei: Weil klar ist, was die Landesaufnahmebehörde macht. Sie nimmt Flüchtlinge auf. Dieser Name ist bei uns gängig. Ich: In Ihrer Erklärung steht nur die Abkürzung LAB. Ist diese Abkürzung auch gängig? Polizei: Oh! Aber ja. Bei uns zumindest ist LAB so gängig, dass wir sie nicht ausgeschrieben haben. Da steckt aber keine böse Absicht dahinter. Ich: Davon gehe ich auch nicht aus. Polizei: *lacht* Ich: Warum geht die Polizei davon aus, dass der Brand von Personen außerhalb der LAB verursacht worden ist? Polizei: Weil die Container mitten auf dem Gelände stehen. Und das Gelände ist sehr groß. Da kommen normalerweise keine Personen von außerhalb hin. Ich: Normalerweise!? Polizei: Ja. Das Gelände ist wirklich riesig. Ich: Dritte haben also keinen Zutritt auf das Gelände? Polizei: Ich weiß nicht, wie es derzeit ist. Aber normalerweise nicht. Ich: Und aufgrund welcher Befunde wird ein fremdenfeindlicher Hintergrund ausgeschlossen? Polizei: Die Brandermittler haben Spuren gefunden, die vermuten lassen, dass Flüchtlinge den Brand gelegt haben könnten. Ich: Die Polizei verdächtigt also die Flüchtlinge. Was sind das für Spuren? Polizei: Es wurde festgestellt, dass die Brände im inneren der Container gelegt wurden und nicht von außen. Ich: Was sind das eigentlich für Container? Sind das Toiletten? Polizei: Ja, Damen- und Herreintoiletten und -duschen. Ich: Sind diese Container verschlossen? Polizei: Nein, natürlich nicht. Da muss man ja rein- und rausgehen können. Ich: Ok!? Polizei: Außerdem wurden am Tatort keinerlei Anzeichen für einen fremdenfeindlichen Hintergrund gefunden. Ich: Vielen Dank für die Auskunft.
Schlagabtausch
Till Schweiger trifft Sigmar Gabriel
Berlin (dts) – Nach einem längeren Schlagabtausch über Facebook und Telefon haben sich Vizekanzler Sigmar Gabriel und Schauspieler Til Schweiger am Freitag in Berlin persönlich getroffen, um „gemeinsame Aktionen für Flüchtlingsfamilien und gegen rechtsradikale Hetzer“ zu planen. Das berichtet „Bild“ (Samstag). Zuvor hatte Schweiger auf Facebook die Politik dazu aufgerufen, mehr für Flüchtlinge und deren Sicherheit zu tun.
Gabriel hatte sich daraufhin per Telefon gemeldet und sich Schweigers „Frust angehört“, wie der Schauspieler auf Facebook schrieb. Das jetzige Treffen fand im Berliner Club „Soho-House“ statt, berichtet „Bild“. Schweiger dreht in der Hauptstadt derzeit einen neuen „Tatort“.
Einwanderungspolitik
Asselborn: „Wir brauchen ein europäisches Einwanderungsgesetz“
Berlin (dts) – Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat ein europäisches Einwanderungsgesetz gefordert. „Ganz klar“ brauche Europa gemeinsame EInwanderungsregeln, so Asselborn in einem Interview mit dem „Deutschlandfunk“. Die Anerkennungsraten in den EU-Staaten seien genauso unterschiedlich wie Bearbeitungsdauer von Anträgen.
„In den Köpfen der Menschen sind Deutschland und Großbritannien. Sie möchten nicht in Griechenland, Italien und in den südlichen Ländern der EU bleiben“, sagte Asselborn weiter. „Wir brauchen ein europäisches Einwanderungsgesetz“, sagte er weiter, die Regelungen innerhalb der Union müssten harmonisiert werden.

