Busse unter Strom
BVG baut ersten reinen Elektrobusbetriebshof in Berlin

Berlin – Die Elektrobusflotte der Berliner Verkehrsbetriebe, kurz BVG, wächst seit Jahren kontinuierlich. Um die dafür nötige Infrastruktur zu schaffen, errichtet das Nahverkehrsunternehmen an der Köpenicker Landstraße den ersten reinen Elektrobus-Betriebshof in Berlin. Auf rund 44.000 Quadratmetern entstehen Lade- und Abstellflächen für rund 200 Fahrzeuge, eine Servicehalle sowie ein modernes Verwaltungsgebäude. 2027 soll der Standort in Betrieb gehen. Das auf Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer begleitet das Projekt mit der Projektsteuerung und Bauüberwachung. Die ersten Baumaßnahmen für den neuen Betriebshof für Elektrobusse starteten im März 2025. Die Verkehrswende gewinnt an Tempo: Immer mehr Menschen steigen auf E-Mobilität um – und auch der öffentliche Nahverkehr dekarbonisiert seine Flotten. Bereits heute fahren 280 Elektrobusse für die BVG durch Berlin. Bis 2027 soll rund ein Drittel der insgesamt 1.500 Busse elektrisch unterwegs sein. Grundlage dafür ist das Projekt BIG2025, eine Initiative zur Großbeschaffung von Elektrobussen, die vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr mit rund 195 Millionen Euro gefördert wird.
(Foto: BVG)

Vom Industrieareal zum Zukunftsstandort

Auf dem Gelände des neuen Elektrobusbetriebshofs waren früher verschiedene Industriebetriebe angesiedelt. Die dadurch entstandenen Altlasten stellten für die Projektbeteiligten eine Herausforderung dar, weiß Drees & Sommer-Projektteamleiter Julian Hennig:
„Für den Bau einer Ladeinfrastruktur sind umfangreiche Tiefbauarbeiten erforderlich. Wenn wir dabei auf Altlasten treffen, kann das den Zeitplan negativ beeinflussen. Indem wir die Abläufe auf der Baustelle eng abstimmen und eine transparente Kommunikation zwischen allen Beteiligten sicherstellen, treiben wir die Arbeiten strukturiert voran und sorgen dafür, dass alle Termine eingehalten werden.“
Für die umfassende Vorbereitung des Untergrunds wurden rund 9.000 Betonsäulen eingebracht, die den Baugrund stabilisieren. Darüber hinaus wurde für den neuen Elektrobusbetriebshof, der Teil des neuen Betriebshofes Treptow in Schöneweide ist, ein spezielles Entwässerungssystem entwickelt. „Um einen effektiven Betrieb zu gewährleisten, musste ein Großteil der Betriebshof-Fläche versiegelt werden. Damit Regenwasser zuverlässig abfließen kann, leitet das neue Entwässerungssystem das Oberflächenwasser über ein Regenwasserrückhaltebecken, vorgereinigt in nahezu Trinkwasserqualität und unter Berücksichtigung aller genehmigungsrechtlichen Anforderungen von Wasser- und Umweltschutz in die Spree“, erklärt der Bauingenieur. Die notwendigen Tiefbauarbeiten brachten jedoch auch Vorteile mit sich: „Von der Umgestaltung profitiert nicht nur der öffentliche Nahverkehr, sondern das gesamte Areal“, ergänzt Hennig.

Weitere Maßnahmen folgen

Auch in anderen Teilen Berlins stellt sich die BVG auf einen stetigen Zuwachs an Elektrobussen ein: Während zwei weitere Betriebshöfe an der Säntisstraße und der Minna-Todenhagen-Straße entstehen, werden bestehende Standorte schrittweise für den E-Busbetrieb umgebaut. Für den Bau der beiden weiteren Elektrobusbetriebshöfe wurde ebenfalls Drees & Sommer mit der Projektsteuerung beauftragt. Die vollständige Inbetriebnahme des Elektrobusbetriebshofs an der Köpenicker Landstraße ist für 2027 geplant.
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Özgür Çelik
Yusuf Akçuras „Briefe aus Syrien und Palästina“

Ein Gastbeitrag von von Özgür Çelik Den großen Turkisten Yusuf Akçura, einen der klarsten Köpfe des türkischen Geisteslebens und Gründervater der „Türk Ocakları“ (Türkischer Club), an seinem 91. Todestag zu ehren, bedeutet nicht nur, eines Namens zu gedenken. Es bedeutet zu begreifen, wie seine erschütternden Warnungen von vor einem Jahrhundert heute in der blutenden Geografie des Nahen Ostens ihren Widerhall finden. Seine 1913 verfassten „Briefe aus Syrien und Palästina“ (Suriye ve Filistin Mektupları), die heute im Ötüken-Verlag vorliegen, sind weit mehr als ein gewöhnlicher Reisebericht – sie sind die Anatomie eines aufziehenden Sturms. Akçura untersuchte die Region am Vorabend des Zusammenbruchs des Imperiums mit dem Auge eines Strategen. Mit einer Weitsicht, die bis heute Licht ins Dunkel bringt, hielt er die administrative Schwäche der Osmanen, die systematische Einkreisung durch westliche Mächte und die disziplinierte Organisation des Zionismus fest, der sich damals „vom Traum zur Realität“ wandelte.

Der französische Schatten auf osmanischem Boden: Beiruts kulturelle Identitätskrise

Während Akçuras Reise von Istanbul nach Beirut führte, spürte er bereits vor dem Anlegen des Schiffes, dass die kulturellen und wirtschaftlichen Grenzen des Reiches längst erodiert waren. Das Bild, das sich ihm im Hafen von Beirut bot, glich der Ankündigung einer kulturellen Besatzung:
„Auf dem Weg von Istanbul nach Beirut und in Beirut selbst sah ich die Dominanz der französischen Zivilisation… Araber, Türken, alle sprachen Französisch und unterhielten sich über Frankreich, französische Literatur und französische Schulen.“
Akçura beschreibt hier nicht nur einen Sprachwechsel, sondern einen Wandel der Seele. Die Eliten der Region blickten nicht mehr nach Istanbul, sondern nach Paris. Dass in Beirut der französische Franc statt der osmanischen Akçe dominierte, verdeutlichte, wie diese kulturelle Bindung durch einen wirtschaftlichen Ausbeutungsmechanismus gefestigt wurde. In Akçuras Schilderung war Beirut eine Stadt unter osmanischer Flagge, deren Herz jedoch im Takt Europas schlug.

Die methodische Invasion des Westens: Schulen, Krankenhäuser und „zweckgebundene Wohltaten“

Auf seiner Reise durch Syrien und Palästina untersuchte Akçura nicht nur Gebäude, sondern den strategischen Verstand dahinter. Französische Schulen, amerikanische Missionskrankenhäuser, deutsche Institutionen und ein riesiges Konsularnetzwerk füllten mit großer Disziplin jede Lücke, die die träge osmanische Bürokratie hinterließ. Akçura betrachtete diese Institutionen nicht mit oberflächlicher „Fremdenfeindlichkeit“; im Gegenteil, er präsentierte deren Arbeitsdisziplin als ein Lehrstück:
„Manche klugen Leser mögen nun einwenden: Die Christen aus Europa und Amerika geben Geld aus, sie tun vordergründig Gutes, aber sie haben Hintergedanken… Natürlich! Wer etwas ohne Absicht tut, ist ein Narr.“
Laut Akçura waren die Westler keineswegs Narren; indem sie Schulen und Krankenhäuser eröffneten, gewannen sie die Sympathie des Volkes; durch die Verbreitung ihrer Sprache sicherten sie sich den Schlüssel zum Handel und durch ihre bloße Präsenz zeichneten sie die politische Landkarte der Zukunft. Akçuras eigentliche Empörung galt der Tatsache, dass das Osmanische Reich diesen „zweckgebundenen Wohltaten“ keinerlei „nationale Alternativen“ entgegensetzte.

Die Felddisziplin des Zionismus: Von Herzls Traum zu Orangenhainen

Die eindringlichsten Abschnitte des Buches, die für das Verständnis der heutigen Tragödie im Nahen Osten von entscheidender Bedeutung sind, betreffen Akçuras Beobachtungen der zionistischen Kolonien. Während die Paschas in Istanbul den Zionismus noch als „Märchen junger Leute“ abtaten, sah Akçura in der Umgebung von Jaffa und Tel Aviv, wie dieses Märchen Realität wurde. Er beschrieb die landwirtschaftlichen Kolonien, die genossenschaftliche Organisation und die Orangenhaine mit einer Mischung aus Bewunderung und Schauder. Diese Siedlungen, die von Ingenieuren, Architekten und Ärzten ohne fremde Hilfe und mit eigenem nationalem Kapital errichtet wurden, waren in Akçuras Augen eine „Generalprobe für die Staatsbildung“: „Warum sollte ein Volk, das eine solch zivilisierte Stadt gründet, nicht auch ein Land, einen Staat gründen können? Wenn die Juden es wollen, ist das kein Märchen!“ Als er die würdevolle Haltung der Kinder in den modernen, nach Herzl benannten Gymnasien sah, erkannte Akçura dort nicht nur eine Schule, sondern den Wiederaufbau einer Nation.

Administrative Schwäche und „gelbes Gold“: Die Tragödie des Dorfes Artof

Szenen, in denen die osmanische Verwaltung korrupt und tatenlos dem Landverlust zusah, schmerzten Akçuras nationalistisches Herz am meisten. Das bitterste Beispiel ereignete sich im Dorf Artof. Als arabische Bauern ihre Schulden von 200 Lira an die Regierung nicht zahlen konnten, sprangen Zionisten ein, beglichen die Summe, übernahmen 600 Hektar Land und setzten die Bauern vor die Tür. Diesen Schrei hörte Akçura persönlich von einem türkischen Offizier. Dass osmanische Beamte und Gouverneure gegen „gelbes Gold“ (Bestechungsgelder) bei diesen Verkäufen wegschauten, ließ Akçuras Feder förmlich Blut bluten. Während in Jaffa das Abwasser vor den muslimischen Schulen floss, waren die Sauberkeit und Disziplin der zionistischen Schulen das deutlichste Bild des administrativen Bankrotts eines Imperiums.

Nationale Verantwortung: Wer hat wem die Hände gebunden?

In jeder Zeile seines Buches ruft Akçura die türkischen und muslimischen Untertanen zum „Erwachen“ auf. Seiner Ansicht nach ist die Bewahrung der eigenen Existenz in der Heimat nicht nur ein Recht, sondern die „höchste Pflicht“, die den Einsatz aller materiellen und geistigen Kräfte erfordert. Akçura führte den Erfolg der Westler und Zionisten auf deren Fleiß zurück und stellte die entscheidende Frage:
„Warum tun die Muslime nicht das, was die Europäer und Amerikaner tun, um ihre Religion zu schützen? Warum tun die Türken es nicht, um ihre Herrschaft nicht zu verlieren? Wer bindet ihnen die Hände? Wer hindert sie daran?“
Für Akçura war nicht nur der Eindringling schuldig; der wahre Schuldige war das einheimische Element, das keine Schulen gründete, keine Krankenhäuser baute und sein Land nicht mit Wissenschaft und Disziplin verteidigte.

Akçura ein Jahrhundert später verstehen

Wenn wir Yusuf Akçura an seinem 91. Todestag ehren, sehen wir, dass seine „Briefe aus Syrien und Palästina“ ein Manifest geblieben sind, das bis heute seine Gültigkeit bewahrt hat. Akçura prophezeite vor 111 Jahren, dass die Liquidation eines Staates, der nicht arbeitet, sich von der Wissenschaft entfernt und sein Land der Bestechung und Unwissenheit opfert, unvermeidlich ist. Er war nicht nur ein Denker, sondern ein nationales Gewissen, das die Realität vor Ort in ihrer nacktesten Form sah. Seine Vision ist der größte Beweis dafür, dass Vaterlandsliebe nicht nur durch Pathos, sondern durch disziplinierte Arbeit und eine nationale Strategie am Leben erhalten werden kann. Möge seine Seele in Frieden ruhen.  
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

 Zum Autor

Özgür Çelik studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie an der Universität Duisburg-Essen. Seine Fachgebiete sind die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sowie zwischen der EU und der Türkei, türkische Politik, die türkische Migration und Diaspora in Deutschland.
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Glücksspiel
Glücksspiel-Highlight 2026: Die World Series of Poker setzt neue Maßstäbe in Las Vegas

Im Jahr 2026 richtet sich der Blick der internationalen Glücksspielbranche erneut nach Las Vegas. Die World Series of Poker gilt seit Jahrzehnten als das prestigeträchtigste Pokerturnier der Welt. Auch 2026 bringt das Event Rekorde, technische Neuerungen und emotionale Momente an den Tischen. Für Profis, ambitionierte Amateure und Fans bedeutet die WSOP weit mehr als nur Wettbewerb. Sie steht für ein globales Phänomen mit enormer Strahlkraft und prägt die Entwicklung des modernen Pokerspiels. Online-Plattformen expandieren stetig und erschließen neue Märkte. Gleichzeitig behält das Live-Erlebnis in der Wüstenmetropole Nevada seinen besonderen Reiz. Die Ausgabe 2026 steht im Zeichen technologischer Modernisierung, internationaler Vielfalt und wachsender Preisgelder. Das Zusammenspiel aus Tradition und Innovation stärkt die Position der WSOP als eines der wichtigsten Glücksspiel-Events des Jahres. Auch digitale Angebote setzen neue Akzente. Websiten mit Video-Wiederholungen von Gewinnen in legalen Online-Casinos veranschaulichen das Spielgeschehen transparent. Nutzer können die Fairness der Spiele überprüfen und die Mechanik der Gewinne besser nachvollziehen. Damit zeigt sich, wie Transparenz und Technologie das moderne Glücksspiel nachhaltig beeinflussen.

Die World Series of Poker 2026: Rekordbeteiligung und globale Reichweite

Die World Series of Poker 2026 baut auf den hohen Teilnehmerzahlen der Vorjahre auf. Eine weitere Steigerung gilt als realistisch. Experten erwarten mehr als 12.000 Entries allein im prestigeträchtigen Main Event. Hauptgrund ist die fortschreitende Internationalisierung des Pokersports. Spieler aus Europa, Asien und Südamerika reisen in wachsender Zahl nach Las Vegas. Austragungsort bleibt das moderne Veranstaltungszentrum am Las Vegas Strip. Es bietet erweiterte Spielbereiche, optimierte Sicherheitskonzepte und hochauflösende Live-Übertragungstechnik. Streaming-Plattformen und Kooperationen mit internationalen Medienhäusern erhöhen zusätzlich die globale Reichweite. Millionen Zuschauer verfolgen die Turniere in Echtzeit. 2026 steht außerdem Transparenz und Integrität im Mittelpunkt. Neue RFID-Technologien erlauben eine noch genauere Erfassung aller Spielzüge. Ergänzend kommen leistungsfähige Anti-Cheating-Algorithmen zum Einsatz. Die WSOP erfüllt damit die steigenden Ansprüche einer weltweit vernetzten Poker-Community.

Innovationen im Live- und Online-Poker

Die World Series of Poker 2026 steht für die konsequente Weiterentwicklung des modernen Pokers. Neben dem klassischen Live-Spiel gewinnen digitale Lösungen, hybride Formate und datenbasierte Tools zunehmend an Bedeutung. Die Verbindung von Online-Qualifikation und Live-Finaltischen schafft neue Möglichkeiten für Spieler weltweit und erhöht zugleich die Professionalität des Wettbewerbs. Dieser technologische Wandel zeigt sich besonders deutlich in mehreren zentralen Neuerungen:
  • Hybride Turnierformate. Spieler qualifizieren sich online und bestreiten frühe Turnierphasen digital, bevor die entscheidenden Runden live in Las Vegas stattfinden. Dieses Modell senkt Reisekosten und erhöht die internationale Teilnahme.
  • Erweiterte RFID- und Tracking-Technologie. Modernste Chip- und Kartenlesesysteme ermöglichen eine lückenlose Erfassung aller Spielzüge. Zuschauer profitieren von detaillierten Echtzeit-Statistiken und verbesserten Live-Übertragungen.
  • KI-gestützte Analyse-Tools. Trainingssoftware und Performance-Tracker unterstützen Profis wie ambitionierte Amateure bei der strategischen Vorbereitung. Datenbasierte Spielanalysen gehören inzwischen zum Standardrepertoire ernsthafter Turnierspieler.
  • Mobile Integration und Second-Screen-Erlebnisse. Spezielle Apps liefern Live-Handverläufe, Turnierstatistiken und personalisierte Benachrichtigungen direkt auf das Smartphone. Fans können Matches interaktiv verfolgen und tiefere Einblicke gewinnen.
  • Neue Turnierstrukturen. Schnellere Blind-Level, innovative Mixed-Game-Formate und exklusive High-Roller-Events sorgen für zusätzliche Dynamik und sprechen unterschiedliche Spielertypen an.
Insgesamt wird deutlich: Poker 2026 ist hybrider, datengetriebener und internationaler als je zuvor. Die Kombination aus Technologie und Live-Atmosphäre stärkt die Attraktivität des Events nachhaltig.

Wirtschaftliche Bedeutung für Las Vegas und die Branche

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der WSOP 2026 sind enorm. Hotels, Restaurants, Entertainment-Anbieter und natürlich online legal Casinos profitieren von der wochenlangen Turnierserie. Branchenanalysten schätzen, dass die Veranstaltung Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe mithilfe Bargeld sowie PaysafeCard & PayPal generiert. Las Vegas festigt damit seinen Status als globale Glücksspielhauptstadt. Neben klassischen Casinospielen gewinnen Poker-Events zunehmend an Bedeutung für den Tourismus. Internationale Gäste verbinden die Teilnahme oder den Besuch der WSOP häufig mit einem längeren Aufenthalt in Nevada. Der Glücksspielexperte Vladyslav Lazurchenko bestimmt jedoch die Bedeutung von verantwortungsbewusstes Spielen. Glücksspiel sei Unterhaltung – kein Mittel, um Geld zu verdienen. Seriöse Anbieter setzen daher auf klare Altersbeschränkungen (18+), Identitätsprüfungen und Selbstsperrprogramme, um Spielerschutz und verantwortungsbewusstes Verhalten zu fördern.

Preisgelder, Stars und neue Talente

(Foto: Screenshot/Pixabay)
Ein zentrales Highlight bleibt das Main Event mit einem Buy-in von 10.000 USD. Für 2026 liegt die Erwartung bei einem Preispool von deutlich über 100 Millionen USD. Diese Summe markiert einen historischen Meilenstein in der Geschichte des Turniers. Der Sieger erhält ein Preisgeld im zweistelligen Millionenbereich. Zusätzlich trägt er den prestigeträchtigen Weltmeistertitel. Neben etablierten Pokergrößen rücken zunehmend junge Talente in den Fokus. Eine neue Generation selbstbewusster und analytisch geschulter Spieler prägt das Teilnehmerfeld. Die neue Generation von Spielern ist analytisch geschult, datengetrieben und mit Online-Strategien aufgewachsen. Gleichzeitig sorgen erfahrene Profis weiterhin für spektakuläre Duelle und strategische Meisterleistungen.

Wie sieht die Zukunft der WSOP aus?

Die World Series of Poker 2026 ist mehr als nur ein Turnier. Sie steht als starkes Symbol für Wandel und Dynamik in der modernen Glücksspielwelt. Rekordverdächtige Teilnehmerzahlen prägen das Event. Technologische Innovationen treiben die Organisation und das Spielerlebnis voran. Die zunehmende Internationalisierung erweitert die globale Reichweite. Enorme Preisgelder betonen die wirtschaftliche und sportliche Bedeutung für Spieler, Veranstalter und die gesamte Branche. Online-Angebote expandieren kontinuierlich und gewinnen Marktanteile. Gleichzeitig besitzt das Live-Erlebnis in Las Vegas eine besondere Strahlkraft. Die WSOP vereint Tradition und Zukunft in einem einzigartigen Format. Das Event demonstriert die Entwicklung moderner Glücksspielveranstaltungen im digitalen Zeitalter. Für Pokerfans weltweit markiert 2026 ein prägendes Jahr. Spannung, Strategie und neue Legenden am grünen Filz bestimmen das Bild dieser Turnierserie.  
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– Partnerschaft mit Leica – Xiaomi 17 Ultra: Launch am 25. Dezember – Neues Kamera-Flagship mit Leica-Co-Creation

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Iran-Krieg
Iran kontert Donald Trumps Steinzeit-Äußerungen

Teheran – US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sorgt mit einem Post auf X für internationalen Aufruhr. Mit den knappen Worten „Zurück in die Steinzeit“ untermauerte der frühere Fox-News-Moderator die jüngsten Drohungen von Donald Trump. Dieser hatte zuvor angekündigt, den Iran durch massive Bombardierungen „in die Steinzeit zurückzuwerfen“. Die Reaktion der iranischen Botschaft folgte prompt und zerlegte die Drohung mit einer historischen Lektion: Während man in Amerika quasi noch „in Höhlen nach Feuer suchte“, habe der Iran bereits Menschenrechte auf dem Kyros-Zylinder verewigt. Der iranische Konter im Wortlaut: „Wir haben den Sturm Alexanders des Großen und die Invasionen der Mongolen überstanden und sind geblieben. Der Iran ist nicht nur ein Land, sondern eine Zivilisation.“ Ein diplomatischer K.-o.-Schlag gegen die „Stone Age“-Diplomatie des Pentagons. May be an image of ‎map and ‎text that says '‎Pete Hegseth @PeteHegseth X.com Back to the Stone Age. جرهرای_مسروش_بیان Iran Embassy SA @IraninSA X.com Stone Age? At a time when you were still in caves searching for fire, we were inscribing human rights on the Cyrus Cylinder. We endured the storm of Alexander and the Mongol invasions and remained; because Iran is not just a country, it is a civilization.‎'‎‎

Iran-Krieg
Trump-Ex-Berater Steve Bannon will Netanjahu-Sohn in den Krieg schicken

Washington D.C. – Der ehemalige Berater des Weißen Hauses und einflussreiche Stratege der MAGA-Bewegung, Steve Bannon, hat eine sofortige und drastische Maßnahme gegen Yair Netanjahu gefordert: Der Sohn des israelischen Premierministers soll umgehend aus den USA ausgewiesen und direkt an die Front des Iran-Konflikts geschickt werden. In der Sendung „Real America’s Voice“ attackierte Bannon den Aufenthalt des 34-Jährigen in Miami scharf, während die USA und Israel gemeinsame Militäroperationen durchführen. „Netanjahus Kind unten in Miami, werft ihn morgen raus“, forderte Bannon das US-Heimatschutzministerium (DHS) auf. Er verlangte explizit, Yair Netanjahu in eine Uniform zu stecken, damit er in der „ersten Welle“ an den Kämpfen teilnehmen könne. Hintergrund dieser massiven Kritik ist, dass weder Yair noch sein Bruder Avner den obligatorischen Militärdienst in Israel geleistet haben, obwohl beide das wehrfähige Alter erreicht haben. Während Avner ein sehr zurückhaltendes Leben führt, steht Yair wegen seines luxuriösen Lebensstils in Florida und seiner provokanten öffentlichen Äußerungen unter ständiger Beobachtung. Bannons Forderungen folgen auf Berichte des israelischen Senders Channel 12, wonach Israel keine Bodentruppen in den Iran entsenden will – selbst im Falle einer US-Bodeninvasion. Dies sorgt für Spannungen, da Israel die USA zuvor massiv zu Schlägen gegen Teheran gedrängt haben soll.

„DraftBarronTrump.com“

Die Debatte um den Militärdienst privilegierter Söhne weitete sich zeitgleich auf die USA aus, wo am 28. Februar die satirische Webseite „DraftBarronTrump.com“ erschien. Diese fordert mit gefälschten Familienzitaten den Einsatz des 19-jährigen Barron Trump. Bannon weitete seine Angriffe zudem auf arabische Verbündete aus: Er forderte, dass Prinzen aus Katar, Saudi-Arabien und den VAE ihre „Casinos und Bordelle in London“ verlassen und ebenfalls an die Front ziehen sollten. Insbesondere forderte er den Präsidenten der VAE, Mohamed bin Zayed, auf, strategische Ziele wie die Insel Kharg anzugreifen. „Ich will Araber an der Front, die erste Welle auf der Insel Kharg, schickt die VAE“, sagte Bannon. Seit dem 28. Februar haben US- und israelische Angriffe über 1.340 Menschen im Iran getötet, darunter Ali Khamenei, woraufhin der Iran mit massiven Schlägen gegen Israel und US-Stützpunkte in der Golfregion reagierte.

Iran-Krieg
Kommentar: Der Iran steht im Zentrum des Systems

Ein Gastkommentar von Özgür Çelik

Wer versucht, den Nahen Osten zu verstehen, stößt unweigerlich auf die tiefe Kluft zwischen Schein und Sein. In dieser Geografie lässt sich kein Konflikt allein durch Grenzen, Konfessionen oder Energieressourcen erklären; denn das Spiel auf der Bühne ist meist nur das Spiegelbild eines Drehbuchs, das hinter den Kulissen geschrieben wurde.

Staaten, Organisationen, Ideologien und Anführer agieren lediglich als Variablen einer größeren Gleichung. Im Zentrum dieser Gleichung steht nicht die Macht an sich, sondern die Frage, wie Macht erzeugt, gelenkt und wahrgenommen wird.

Die heutige Spannung zwischen dem Iran und Israel ist keine rein militärische Abrechnung zweier Akteure. Sie ist der Schnittpunkt jahrzehntelanger strategischer Planungen, Energierouten, ideologischer Konflikte und globaler Machtrivalitäten. Insbesondere die US-Außenpolitik der Post-Cold-War-Ära behandelt den Nahen Osten nicht als einen „Raum der Instabilität“, sondern als eine Zone des steuerbaren Chaos.

Dieser Ansatz begünstigt kontrollierte Spannungen statt eines dauerhaften Friedens, da manipulierbare Krisen den Weltmächten sowohl militärische als auch wirtschaftliche und politische Hebelwirkungen verschaffen.

In diesem Kontext ist die Position des Irans weit mehr als die eines gewöhnlichen regionalen Akteurs. Der Iran steht im Zentrum des Systems – nicht nur wegen seiner Ressourcen oder geografischen Lage, sondern aufgrund seines ideologischen und strategischen Widerstands.

Ältere Berichte aus US-Think-Tanks argumentierten, dass der Iran nicht durch direkte militärische Intervention, sondern durch Druck, Isolation und kontrolliertes Engagement transformiert werden sollte. Dies verdeutlicht, dass der Iran weniger als ein „umzustürzender Staat“, sondern vielmehr als ein „zu verwaltendes Problem“ betrachtet wird.

Die Realität vor Ort folgt jedoch selten den Plänen am Schreibtisch. Die Beispiele Irak, Afghanistan und Libyen haben die chaotischen Folgen direkter Interventionen aufgezeigt. Daher wurde im Falle des Irans eine komplexere Strategie gewählt: Eindämmung (Containment), Stellvertreterkriege, wirtschaftlicher Druck und Informationskriegführung. Diese Strategie hat sich zu einem Modell des hybriden Krieges entwickelt, in dem Medien, Finanzen und Wahrnehmungsmanagement ebenso entscheidend sind wie Panzer und Raketen.

Hierbei ist das Konzept des „konstruierten Feindes“ von zentraler Bedeutung. Um die eigene Öffentlichkeit zu mobilisieren und Interventionen zu legitimieren, bedarf es oft einer Bedrohung. Diese kann real, übertrieben oder gänzlich konstruiert sein. Viele bewaffnete Gruppierungen im Nahen Osten fungieren in diesem Rahmen als Bauern auf dem Schachbrett der Großmächte – sie werden nach strategischem Bedarf eingesetzt oder geopfert.

Dies stellt auch die Unabhängigkeit der regionalen Akteure infrage. Die Situation der kurdischen Gruppen ist hierfür beispielhaft: Ihre historischen Beziehungen zu Großmächten brachten oft kurzfristige Gewinne, aber langfristig hohe Kosten mit sich. Sie bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen nationalen Zielen und globalen Interessen, was sie in eine dauerhafte Abhängigkeit führt und sie als unzuverlässige Partner erscheinen lässt.

Die Rolle der Türkei in dieser Gleichung ist ebenfalls komplex. Während der offizielle Diskurs die Türkei als starken, bestimmenden Akteur darstellt, ist der Handlungsspielraum in der Praxis durch die Präsenz von Weltmächten und vielschichtige Konfliktdynamiken stark begrenzt. Es entsteht eine Spannung zwischen der innenpolitischen Machtrhetorik und der geopolitischen Realität.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Ökonomie. Moderne Kriege werden durch finanzielle Nachhaltigkeit definiert. Schwankungen im globalen Finanzsystem, Rentenmärkte und Energiepreise können den Verlauf von Konflikten direkt beeinflussen. Auch Europa ist in diese Gleichung eingebunden; aufgrund seiner Energieabhängigkeit und seiner demografischen Struktur wirken sich Erschütterungen im Nahen Osten unmittelbar auf die europäische Innenpolitik aus.

Ideologisch gesehen konkurrieren heute Liberalismus, religiöser Messianismus und nationalistische Visionen auf demselben Schlachtfeld. Es geht nicht mehr nur um die Frage „Wer gewinnt?“, sondern darum, welche Weltordnung dominieren wird. Der Iran nimmt hier eine hybride Stellung ein: ein System basierend auf religiösen Referenzen, das gleichzeitig eine pragmatische Außenpolitik betreibt und durch strategische Partnerschaften mit Russland und China Teil eines alternativen globalen Blocks wird.

Was wir im Nahen Osten sehen, ist weit mehr als das, was an der Oberfläche erscheint. Diese Geografie ist zum Schauplatz eines indirekten Kampfes der Weltmächte geworden. Die Werkzeuge ändern sich, doch die Logik bleibt gleich: Kontrolle und Einfluss.

Die entscheidende Frage lautet: Wohin führt dieses Spiel? Solange sich die Regeln des Systems nicht ändern, werden die Konflikte anhalten, da sie Teil eines globalen Neugestaltungsprozesses sind. Wahre Macht liegt nicht in der Anzahl der Panzer, sondern in der Fähigkeit, die Regeln des Spiels zu bestimmen. Um im Nahen Osten kein Opfer eines fremden Drehbuchs zu werden, bedarf es eines „tiefen Verstandes“, der in der Lage ist, die Fäden der Puppenspieler zu demaskieren.

 
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

 Zum Autor

Özgür Çelik studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie an der Universität Duisburg-Essen. Seine Fachgebiete sind die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sowie zwischen der EU und der Türkei, türkische Politik, die türkische Migration und Diaspora in Deutschland.
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Ratgeber
Von der Filterkraft zur Pflege: Wie man Aktivkohle clever im Alltag einsetzt

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Aktivkohle wirkt auf den ersten Blick unscheinbar. Sie ist schwarz, schlicht und oft in Produkten versteckt, die man im Alltag ganz selbstverständlich nutzt. Gerade das macht sie so interessant. Denn hinter dem dunklen Material steckt eine erstaunlich vielseitige Wirkung, die in vielen Bereichen nützlich sein kann. Man begegnet Aktivkohle in der Luftreinigung, in Wasserfiltern, in Pflegeprodukten und sogar in kleinen Lösungen für Zuhause, wenn es um Gerüche oder ein frischeres Raumgefühl geht. Was dabei überzeugt, ist nicht nur die Vielseitigkeit, sondern auch die einfache Integration in den Alltag. Man muss das eigene Leben nicht komplett umstellen, um Aktivkohle sinnvoll zu nutzen. Oft reichen schon ein paar bewusste Entscheidungen bei Produkten und Gewohnheiten. Wer Aktivkohle clever einsetzt, verfolgt meist ein klares Ziel: mehr Frische, mehr Sauberkeit, mehr Kontrolle über kleine Alltagsprobleme. Genau deshalb ist das Thema nicht nur für Menschen spannend, die sich für Technik oder Haushalt interessieren, sondern auch für alle, die praktische Lösungen mögen. Aktivkohle kann dabei helfen, unangenehme Gerüche zu reduzieren, Luft und Wasser angenehmer wirken zu lassen und Pflegeprodukte gezielter auszuwählen. Entscheidend ist, dass man versteht, wo Aktivkohle wirklich sinnvoll ist und wo sie eher als trendiges Extra auftaucht. Sobald man diesen Unterschied erkennt, wird aus einem scheinbar speziellen Material ein nützlicher Begleiter im täglichen Leben.

Im Haushalt und in der Luft: Wie man Aktivkohle dort nutzt, wo sie den größten Unterschied macht

Im Alltag zeigt Aktivkohle ihre Stärke besonders dort, wo man Frische spüren möchte. Das beginnt oft bei der Luft. In Küchen, in kleinen Wohnungen, in Badezimmern oder in Räumen ohne viel Durchzug sammeln sich schnell Gerüche, die man nicht dauerhaft im Zuhause haben möchte. Genau hier kommen Produkte mit Aktivkohle ins Spiel. Ein Aktivkohlefilter kann in Dunstabzugshauben, Luftreinigern oder kleineren Geruchslösungen eine praktische Rolle spielen, weil er dazu beiträgt, belastete Luft angenehmer wirken zu lassen. Für viele Menschen ist das ein unkomplizierter Weg, das Zuhause frischer zu halten, ohne ständig zu lüften oder starke Duftprodukte zu verwenden. Auch im Wasserbereich begegnet man Aktivkohle häufig. In Filtern für Trinkwasser wird sie genutzt, um das Wasser geschmacklich angenehmer erscheinen zu lassen. Das ist besonders praktisch, wenn man sensibel auf Gerüche oder einen ungewohnten Geschmack reagiert. Im Haushalt zeigt sich schnell: Aktivkohle ist vor allem dann sinnvoll, wenn sie eine konkrete Aufgabe erfüllt und regelmäßig gepflegt oder ausgetauscht wird. Denn selbst das beste Produkt bringt wenig, wenn es zu lange genutzt wird und seine Wirkung nachlässt. Hilfreich ist es, die Einsatzbereiche klar zu sortieren:
  • in Luftfiltern für Küche, Büro oder Wohnräume
  • in Wasserfiltern für einen angenehmeren Geschmack
  • in Schuhen, Schränken oder kleinen Räumen gegen Gerüche
  • in Kühlschränken zur Unterstützung eines frischeren Raumgefühls
  • in mobilen Lösungen für unterwegs, etwa in kleinen Geruchsentfernern
Wer so vorgeht, nutzt Aktivkohle nicht wahllos, sondern gezielt. Genau das macht den Unterschied zwischen einem Trendprodukt und einer wirklich praktischen Alltagshilfe.

In Pflege und Routine: Wie man Aktivkohle bewusst auswählt und sinnvoll einbindet

Neben Haushalt und Filtern ist Aktivkohle auch im Pflegebereich präsent. Man findet sie in Gesichtsmasken, Reinigungsprodukten, Seifen oder Zahnpflegeartikeln. Die Anziehungskraft ist leicht zu verstehen: Aktivkohle steht für Reinigung, Frische und ein klares Hautgefühl. Trotzdem lohnt es sich, hier etwas genauer hinzusehen. Nicht jedes Produkt mit Aktivkohle ist automatisch besser. Viel wichtiger ist, ob es zur eigenen Haut, zu den eigenen Gewohnheiten und zum tatsächlichen Bedarf passt. Gerade bei Pflegeprodukten gilt: Aktivkohle kann eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn man Produkte gezielt und nicht übertrieben nutzt. Wer zum Beispiel zu einem fettigen Hautgefühl neigt, empfindet eine Aktivkohlemaske vielleicht als angenehm. Wer eher empfindliche oder trockene Haut hat, sollte vorsichtiger testen und beobachten, wie die Haut reagiert. Das gilt auch für Zahnpflege. Ein schwarzes Produkt wirkt auffällig und modern, doch entscheidend ist nicht die Farbe, sondern wie gut es in die persönliche Routine passt. Eine praktische Orientierung bietet diese Übersicht:
Bereich Typischer Einsatz Woran man den Nutzen erkennt
Raumluft Luftreiniger, Dunstabzug, Geruchsfilter Räume wirken frischer und angenehmer
Wasser Filterkannen, Filtersysteme Geschmack und Geruch wirken neutraler
Haushalt Kühlschrank, Schuhe, Schränke weniger störende Gerüche
Pflege Masken, Seifen, Reinigungsprodukte sauberes, frisches Hautgefühl
Zahnpflege spezielle Produkte mit Aktivkohle passt nur dann, wenn die Routine gut vertragen wird
Wer Aktivkohle so betrachtet, entdeckt schnell ihren eigentlichen Wert: nicht als Wundermittel, sondern als kluge Unterstützung für einen Alltag, in dem Frische, Pflege und praktische Lösungen eine wichtige Rolle spielen.  
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Ein strahlendes, makelloses Hautbild ist der Traum vieler Menschen. Wir alle sehnen uns nach einer Haut, die so frisch und strahlend aussieht wie die der Stars auf dem roten Teppich.

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Haus & Garten
Update für den Garten: Wenn dein Außenbereich smarter ist als dein Wohnzimmer

Der Garten ist längst nicht mehr nur eine grüne Kulisse rund ums Haus, sondern entwickelt sich zum technologischen Highlight moderner Wohnkonzepte – und genau hier setzt Wellis mit innovativen Lösungen an, die Design, Komfort und digitale Steuerung miteinander verbinden. Während im Wohnzimmer oft noch klassische Beleuchtung und ein Fernseher dominieren, hält draußen längst das Smart Living Einzug: automatisierte Bewässerung, appgesteuerte Lichtsysteme und intelligente Wellnessbereiche machen den Außenraum zum neuen Lieblingsort.

Smart Garden: Mehr als nur schöne Pflanzen

Moderne Gärten sind heute vernetzte Erlebnisräume. Sensoren messen Bodenfeuchtigkeit, Wetterdaten werden in Echtzeit ausgewertet, und automatische Systeme sorgen dafür, dass Rasen, Beete und Hecken optimal versorgt sind. Per Smartphone lassen sich Beleuchtungsszenarien einstellen oder Heizstrahler aktivieren, noch bevor man nach Hause kommt. Der Außenbereich wird damit zu einer Erweiterung des digitalen Zuhauses – nur entspannter, natürlicher und vielseitiger. Besonders beliebt sind smarte LED-Lichtkonzepte, die Wege sichern, Bäume in Szene setzen oder Terrassen in stimmungsvolles Licht tauchen. Kombiniert mit intelligenten Lautsprechern entsteht eine Atmosphäre, die dem Wohnzimmer technisch in nichts nachsteht – es aber emotional oft übertrifft.
(Foto: 123.rf)

Wellness unter freiem Himmel

Ein echtes Upgrade für jeden Garten ist ein moderner Whirlpool, der nicht nur optisch beeindruckt, sondern auch technologisch überzeugt. Hochwertige Modelle verfügen über integrierte Steuerungssysteme, mit denen Temperatur, Massagedüsen und Beleuchtung per App reguliert werden können. Einige Systeme analysieren sogar Wasserqualität und Energieverbrauch automatisch. Wellness wird dadurch planbar, effizient und maximal komfortabel – ganz ohne komplizierte technische Vorkenntnisse. Nach einem langen Arbeitstag genügt es, das gewünschte Programm auf dem Smartphone zu starten, und nur wenige Minuten später kann man bereits im perfekt temperierten Wasser entspannen. Genau solche durchdachten Lösungen bietet Wellis, die sich harmonisch in moderne Gartenarchitektur-Konzepte einfügen.

Energieeffizienz trifft Design

Smart bedeutet nicht nur komfortabel, sondern auch nachhaltig. Intelligente Abdecksysteme, isolierte Wannen und energieoptimierte Pumpen reduzieren den Stromverbrauch deutlich. Photovoltaik-Module auf dem Dach oder im Gartenhaus können zusätzlich zur Versorgung beitragen. Ein durchdachtes Energiekonzept macht den Hightech-Garten nicht nur luxuriös, sondern auch zukunftssicher. Besonders bei Wellnesslösungen spielt die Wärmedämmung eine zentrale Rolle, um Betriebskosten niedrig zu halten. Moderne Materialien sorgen dafür, dass Wärme im System bleibt und die Umwelt geschont wird.

Outdoor Living 2.0: Arbeiten, Kochen, Entspannen

Der Trend geht klar zum multifunktionalen Außenraum. Outdoor-Küchen mit smarten Thermometern, überdachte Arbeitsplätze mit WLAN-Verstärkung und wetterfeste Displays verwandeln Terrasse oder Gartenhaus in flexible Lebensbereiche. Selbst Meetings im Grünen sind heute keine Seltenheit mehr. Wenn Technik diskret integriert wird, entsteht ein harmonisches Zusammenspiel aus Natur und Innovation. Der Garten wird zum Ort, an dem man morgens arbeitet, nachmittags entspannt und abends mit Freunden feiert – alles unterstützt durch digitale Lösungen, die im Hintergrund zuverlässig funktionieren.

Luxus neu definiert: Der Garten als Rückzugsort

Während das Wohnzimmer oft durch Möbel und Technik begrenzt ist, bietet der Garten Raum für Individualität. Großzügige Sitzlandschaften, Feuerstellen mit automatischer Zündung und ein stilvoll integrierter whirlpool schaffen eine private Spa-Atmosphäre. Hier verschmelzen Komfort und Natur zu einem ganzheitlichen Erlebnis. Der wahre Luxus liegt heute nicht im Besitz, sondern im Erlebnis – und genau das liefert ein smarter Außenbereich. Durch gezielte Planung und hochwertige Ausstattung entsteht ein Ort, der Erholung auf Knopfdruck ermöglicht und gleichzeitig architektonisch überzeugt.

Wenn draußen das neue Drinnen ist

Der moderne Garten hat sich vom Nebenschauplatz zum technologischen Herzstück des Hauses entwickelt. Smarte Steuerungen, nachhaltige Energiekonzepte und hochwertige Wellnesslösungen machen ihn zu einem Lebensraum, der Komfort und Innovation vereint. Wer seinen Außenbereich intelligent gestaltet, investiert nicht nur in Technik, sondern in Lebensqualität. Mit durchdachten Konzepten und Premiumlösungen von Wellis wird der Garten zu einem Ort, der dem Wohnzimmer nicht nur ebenbürtig ist – sondern es mühelos übertrifft.  
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Iran-Krieg
Tschetschenen-Kämpfer wollen Iran unterstützen

Teheran – Tschetschenische Sondereinheiten, die dem tschetschenischen Führer Ramsan Kadyrow unterstehen, haben ihre Bereitschaft erklärt, im Falle einer US-Bodeninvasion im Iran zu intervenieren. Diese Truppen, die heute als loyale Paramilitärs des Kremls gelten, waren über Jahre hinweg als der „Schrecken der russischen Armee“ bekannt. In zwei blutigen Kriegen im Nordkaukasus nach dem Zerfall der Sowjetunion leisteten tschetschenische Kämpfer der russischen Zentralmacht erbitterten Widerstand, bevor Moskau die Region unter Kontrolle brachte und die Familie Kadyrow als pro-russische Führung einsetzte Heute agieren diese Einheiten, oft als „Kadyrowzy“ bezeichnet, als hochspezialisierte Kräfte für asymmetrische Kriegsführung und Aufstandsbekämpfung. Laut dem staatlichen iranischen Sender Press TV haben diese Verbände nun offiziell ihre Bereitschaft erklärt, die iranischen Streitkräfte zu unterstützen, sollte Washington seine Militärkampagne über Luftschläge hinaus auf eine Bodenoperation ausweiten. Die tschetschenischen Einheiten ordnen diesen potenziellen Konflikt religiös ein und bezeichnen eine Beteiligung als „Dschihad“ in einem Kampf zwischen „Gut und Böse“. Die Spannungen in der Region sind nach wochenlangen Angriffen der USA und Israels auf iranische Ziele massiv eskaliert. Während US-Präsident Donald Trump Berichten zufolge aggressivere militärische Optionen prüft, warnen US-Senatoren wie Chris Murphy vor den Folgen einer Bodeninvasion. Murphy betonte, dass ein solcher Schritt in einer Katastrophe enden könnte, bei der Dutzende oder gar Hunderte amerikanische Soldaten getötet würden. Parallel dazu verschärft der Iran seine Rhetorik und wirft der Ukraine eine direkte Verwicklung vor. In einem Schreiben an die Vereinten Nationen behauptete der iranische Botschafter Amir Saeid Iravani, Kiew habe „Hunderte Experten“ entsandt, um die von den USA und Israel geführten Operationen zu unterstützen. Ebrahim Zolfaghari, Sprecher des Khatam al-Anbiya-Hauptquartiers der IRGC, erklärte zudem, dass die iranischen Streitkräfte bereit seien, jeder Macht, die iranisches Territorium betrete, „die Beine abzuschlagen“. Die militärische Kooperation zwischen Russland und dem Iran hat sich zuletzt intensiviert. Berichte deuten darauf hin, dass Russland den Iran mit Geheimdienstinformationen unterstützt, um US-Schiffe oder Flugzeuge in der Region zu verfolgen – Behauptungen, die von Moskau jedoch strikt zurückgewiesen werden. Die Kadyrow-Einheiten, die bereits in Konflikten wie in der Ukraine eingesetzt wurden, gelten als Symbol dieser engen militärischen Achse zwischen Moskau und Teheran.

Gastkommentar
Heß: China möchte die europäische Wirtschaft ruinieren

Ein Gastkommentar von Dr. Michael Reinhard Heß Seit ich für einen Freund Sendungen von Temu angenommen habe, schickt mir die Verkaufsplattform immer wieder alle möglichen Pakete. Unaufgefordert, gratis und ungefähr zweimal pro Woche. Gratis bedeutet dabei: ALLES an den Sendungen ist für mich gratis. Das Produkt, das ich bekomme (obwohl ich es nicht bestellt habe), ebenso wie der Versand. Aus dem ökonomischen Teil des Sozialkundeunterrichts ist mir in Erinnerung geblieben, dass es nur einen vernünftigen Grund gibt, für längere Zeit mit einer größeren Zahl kostenloser Produkte um sich zu werfen. Nämlich die Absicht, den ökonomischen Gegner durch Dumping in die Knie zu zwingen.

Strategisches Dumping und globale Auswirkungen

Wenn ich mir das sonstige Handlungsprofil der VR China ansehe, liegt für mich daher die Vermutung nahe, dass der stalinistische Einheitsstaat mit diesen Aktionen die europäische Wirtschaft ruinieren möchte. Ich kann nur hoffen, dass Deutschland, die EU und andere Institutionen rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, um dieses Projekt zu durchkreuzen. Eines der trojanischen Geschenke von Temu war der Parfumflakon, der auf den Photos zu sehen ist. Der VR China nahestehende Kritiker meiner Positionierung für die Uiguren haben sich wiederholt über den Umstand lustig gemacht, dass ich noch nie in Xinjiang war. Nun bin ich weder ein deutscher Sinologieprofessor, der sich von den Sklavenhaltern einladen lässt, um hinterher deren Herrschaft mit „akademischen“ Weihen schönzuschreiben, noch schlage ich die Warnungen anderer, darunter Professoren aus den USA und der VR China, in den Wind, die vor den unwägbaren Gefahren solcher Reisen warnen, wenn man NICHT die offizielle Sichtweise der Kommunistischen Partei Chinas teilt.

Einblicke frei Haus

Aber mit Verlaub: Ich muss ja gar nicht dorthin reisen, denn Temu liefert mir viele Informationen über die Lage dort frei Haus. Mit Sicherheit mehr, als Sinologiekoryphäen auf Potemkin-Reisen jemals sehen werden. Der Name des Parfums steht in großen Buchstaben auf Uigurisch vorne auf den Fläschchen, „Ätiri“. Das Wort kommt offensichtlich von dem uigurischen Wort für Parfum, ätir. Die Form ätiri selber habe ich in keinem Wörterbuch oder sonst wo belegt gefunden, theoretisch könnte sie „sein Duft“ oder „duftig“ bedeuten, aber sehr wahrscheinlich ist es ein einzigartiger Markenname. Das Wort „Ätiri“, abgesehen von vielleicht ein paar ornamentalen Schnörkeln, ist aber auch schon das Einzige, was an dem Parfumbehältnis uigurisch ist. Der gesamte erklärende Text auf der Rückseite ist chinesisch, ebenso wie ein Parallelname des Parfums auf der Vorderseite, der so viel wie „Goldenes Duftwasser“ bedeutet. Interessanterweise gibt es inmitten des Kleingedruckten auf der Rückseite aber auch einen Schriftzug in arabischer Sprache, in dem was ich für den arabischen Eigenname des Parfums halte, Yakin, zusammen mit dem arabischen Wort für „Parfum“ steht. Das Parfum ist also offensichtlich auch für den Vertrieb in der arabischen Welt bestimmt.

Kulturelle Folklore als Marketinginstrument

Ich fasse zusammen: Obwohl das Produkt mit einer Bezeichnung aus der uigurischen Sprache für sich wirbt, ist diese Sprache ansonsten vollkommen unsichtbar. Das Uigurische ist nur noch eine Art exotisches Label, eine Art folkloristischer Rest, ähnlich dem Namen einer Disneylandfigur, die irgendwie an irgendetwas erinnert, was es in der Wirklichkeit irgendwann einmal gegeben haben mag, was aber komplett egal geworden ist. Die überwiegend muslimische Prägung der Uiguren wird instrumentalisiert, um sie als exotischen Faktor bei den gleichfalls überwiegend mehrheitlichen Arabern zu vermarkten. Für einen Araber sieht die uigurische Schreibweise Ätiri tatsächlich lustig, vielleicht sogar lächerlich aus (mir ist in Erinnerung, wie sich ein Araber mir gegenüber einmal vor Lachen ausschüttete, als er das türkische, aber aus dem Arabischen stammende, Wort hürriyet hörte, allein die Existenz eines „ü“ in einem arabischen Wort klang für ihn amüsant). Denn die Schreibweise „Ätiri“ verwendet Elemente derselben Schrift, die auch die Araber verwenden, aber in einer für Araber ungewohnten Weise. Der Effekt läuft ungefähr auf das hinaus, was man als Deutscher empfindet, wenn man Russischsprechende die Wörter parikmacherskaja, absac oder šlagbaum sagen hört.

Die Anatomie des zynischen Imperialismus

Dieses winzige Fläschchen – das Parum ist übrigens exzellent für seinen Preis – lehrt also in nuce, wie man zynischen Imperialismus richtig macht. Nämlich durch die Beachtung folgender Regeln:
  1. Versklave diejenigen, die sich nicht freiwillig deiner gottgegebenen Herrschaft unterwerfen;
  2. Verwende ihre Arbeitskraft, um dein Reich wirtschaftlich wachsen zu lassen;
  3. Nutze die disneylandartigen, folkloristischen kümmerlichen Reste, die du von ihrer Kultur (aus welchen Gründen auch immer) übriggelassen hast, um einen Effekt des Exotismus zu kreieren, den du dann zum Vertrieb der Kolonialwaren verwendest, die dein Sklavenhaltersystem ja in rauen Mengen produzieren kann;
  4. Nutze die Produktflut, die du durch Eroberung, Besetzung, Unterdrückung und Versklavung der Bevölkerung in deinem Machtbereich erzeugst, um die Wirtschaften der Länder zu schwächen, die deine Konkurrenten sind;
  5. Setze darauf, dass die Öffentlichkeit in den westlichen Ländern wie immer dumm genug bleibt, um all dem tatenlos zuzusehen.
 
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
ZUM AUTOR
PD Dr. Michael Reinhard Heß, geboren in Offenbach am Main, ist ein renommierter Turkologe, der an der Universität Frankfurt am Main Geschichte, Turkologie, Islamkunde und Griechische Philologie studierte. Nach seiner Promotion und Habilitation wirkt er seit 2005 als Privatdozent für Turkologie an der Freien Universität Berlin und hat über 130 wissenschaftliche Arbeiten verfasst, darunter Beiträge zur türkischen Literatur und Kulturgeschichte. Als Übersetzer und Gründer des Verlags Gulandot widmet er sich der Förderung türkischer Literatur in deutscher Sprache, etwa durch Werke zu Imadeddin Nasimi oder der kulturellen Bedeutung von Schuscha.