Glücksspiel
Entdecken Sie die Vielfalt: Neue Pokerformate bei Cadoola 2025

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Erleben Sie die aufregende Welt des Pokers bei Cadoola. schauen sie sich die neuesten Pokerformate an und genießen Sie ein einzigartiges Spielerlebnis.

Cadoola steht 2025 im Rampenlicht, da es eine Vielzahl neuer Pokerformate einführt, die das Spielerlebnis revolutionieren. Diese Innovationen zielen darauf ab, sowohl erfahrene Spieler als auch Neulinge zu begeistern, indem sie eine breite Palette an Spielmöglichkeiten bieten. Die kontinuierliche Erweiterung des Pokerangebots zeigt das Engagement des Unternehmens, den Spielern stets das Beste zu bieten.

Vielfalt der Pokerformate bei Casino

Die Einführung neuer Pokerformate bei Cadoola sorgt für frischen Wind in der Online-Casino-Welt. Diese Formate bieten nicht nur klassische Varianten, sondern auch innovative Ansätze, die den strategischen Aspekt des Spiels hervorheben. Spieler können sich auf spannende Neuerungen freuen, die das traditionelle Pokererlebnis erweitern und bereichern.

Ein bemerkenswerter Aspekt dieser neuen Formate ist die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten und Spielstile. Ob Sie ein Fan von schnellen Runden oder strategischen Langzeitspielen sind, Cadoola bietet für jeden Geschmack das passende Pokerformat. Diese Vielfalt ermöglicht es den Spielern, ihre Fähigkeiten zu testen und neue Strategien zu entwickeln.

Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein inklusives Spielerlebnis zu schaffen, das sowohl Anfänger als auch erfahrene Spieler anspricht. Die neuen Pokerformate sind darauf ausgelegt, jedem Spieler die Möglichkeit zu geben, sein Können unter Beweis zu stellen und gleichzeitig den Spaß am Spiel zu maximieren.

Technologische Innovationen und Spielerlebnis

Mit der Einführung der neuen Pokerformate setzt das Unternehmen auch auf technologische Innovationen, um das Spielerlebnis zu verbessern. Die Plattform nutzt modernste Technologien, um eine nahtlose und benutzerfreundliche Umgebung zu schaffen. Dies ermöglicht es den Spielern, sich voll und ganz auf das Spiel zu konzentrieren, ohne sich um technische Hindernisse sorgen zu müssen.

Die Integration von fortschrittlichen Grafiken und Animationen trägt ebenfalls dazu bei, das Pokererlebnis zu bereichern. Diese visuellen Verbesserungen sorgen für ein immersives Spielerlebnis, das die Spannung und den Nervenkitzel des Pokerspiels verstärkt. Spieler können sich auf ein visuell ansprechendes und interaktives Spielumfeld freuen.

Das Unternehmen bleibt seiner Mission treu, den Spielern stets die neuesten und aufregendsten Spielerlebnisse zu bieten. Die kontinuierliche Investition in technologische Innovationen zeigt das Engagement des Casinos, an der Spitze der Branche zu bleiben und seinen Spielern das Beste zu bieten.

Zukunftsaussichten für Poker bei Casino

Die Einführung neuer Pokerformate markiert einen bedeutenden Schritt in der Weiterentwicklung des Online-Pokers. Diese Innovationen sind ein Beweis für das Engagement des Casinos, seinen Spielern stets ein spannendes und abwechslungsreiches Spielerlebnis zu bieten. Die Zukunft des Pokers sieht vielversprechend aus, da das Unternehmen weiterhin daran arbeitet, seine Angebote zu erweitern und zu verbessern.

Mit einem klaren Fokus auf Innovation und Spielerzufriedenheit wird das Unternehmen auch in den kommenden Jahren eine führende Rolle im Bereich des Online-Pokers spielen. Die kontinuierliche Anpassung an die Bedürfnisse und Wünsche der Spieler ist ein Schlüssel zum Erfolg und wird sicherstellen, dass das Casino auch in Zukunft zu den bevorzugten Anlaufstellen für Pokerfans gehört.

Insgesamt bietet das Casino eine aufregende Plattform für alle Pokerliebhaber, die auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Spielerlebnissen sind. Die Einführung neuer Pokerformate ist nur der Anfang einer aufregenden Reise, die das Casino in den kommenden Jahren fortsetzen wird.

Glücksspiel
So finden Sie Spiele nach Stimmung: Filter und Kategorien

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Die Vielfalt der Spielautomaten auf Unterhaltungswebseiten ermöglicht es Ihnen, die passende Unterhaltung nach Ihrem Geschmack und Ihrer Stimmung auszuwählen.

Moderne Online-Casinos bieten eine Auswahl an Slots mit verschiedenen Themen. Mit Hilfe von Filtern können Sie die passenden Spiele auswählen. In den entsprechenden Kategorien finden Sie schnell, was Sie suchen.

So können Sie Ihre Unterhaltung so angenehm wie möglich gestalten und Ihren Erwartungen anpassen. Sie können Filter nach Genres, Neuheiten und thematischen Zusammenstellungen verwenden. So finden Sie ganz einfach Spiele, die Ihrer Stimmung und Ihrem Geschmack entsprechen.

Genres: Abenteuer, Mythologie, Fantasy, Minimalismus

Spielautomaten sind unter den verschiedenen Unterhaltungskategorien besonders beliebt. In modernen Online-Casinos wie my empire können Sie Spiele zu verschiedenen Themen auswählen. Das können sein:

  • Abenteuer. Spielautomaten dieses Genres entführen Sie in eine dynamische Handlung mit Schatzsuche. Sie reisen durch wilde Dschungel. Es gibt Bonusrunden und spannende Rätsel.
  • Mythologie. Die Handlungen basieren auf alten Legenden und Mythen verschiedener Kulturen. Einzigartige Boni.
  • Fantasy. Sie können in eine Welt voller Magie, Drachen und Zauberer eintauchen. In solchen Slots werden oft leuchtende Farben verwendet. Lebhafte Animationen, visuelle Effekte;
  • Minimalismus. Diese Spielautomaten zeichnen sich durch ein schlichtes Design und eine übersichtliche Benutzeroberfläche aus. Klassische Mechanik, komfortables Gameplay.

Wenn Sie das richtige Slot-Genre auswählen, werden Sie Spaß am Spiel haben und in eine emotionale Stimmung versetzt. Der Filter hilft Ihnen, schnell interessante Unterhaltungsangebote zu finden. Bei der Auswahl sollten Sie Ihre Stimmung berücksichtigen.

Wenn die Optik die Wahrnehmung des Gewinns beeinflusst

Die Freude über einen Gewinn lässt sich nicht in Worte fassen. Die visuelle Gestaltung des Spiels hat einen erheblichen Einfluss auf die emotionale Reaktion. Hochwertige Plattformen bieten Unterhaltung mit brillanten Animationen und beeindruckenden Soundeffekten. Dies beeinflusst die Wahrnehmung des Gewinns.

Die Farbgebung und das Design sind wichtig. Warme, satte Töne werden mit Reichtum und Glück assoziiert. Dank der visuellen Harmonie wird das Gefühl von Freude und Komfort verstärkt.

Einige Spieler wählen Slots nicht nach ihrem RTP, sondern nach der Farbe der Benutzeroberfläche

Bei der Auswahl geeigneter Spielautomaten achten viele auf den RTP, die Volatilität und das Vorhandensein von Boni. Für andere ist die Farbe der Benutzeroberfläche der entscheidende Faktor.

Die Atmosphäre und Stimmung sowie der Komfort während des Spiels hängen von den dominierenden Farben auf dem Bildschirm ab. Farben beeinflussen die Stimmung. Eine schöne, harmonische Benutzeroberfläche schafft eine Atmosphäre, in der man vollständig in das Spiel eintauchen kann.

So speichern Sie Ihre Lieblingsthemen in den Favoriten für den schnellen Zugriff

Um Ihre Lieblingsspielautomaten oder -themen zu speichern, können Sie die praktische Funktion „Favoriten” oder „Meine Spiele” verwenden. Dies ist eine effektive Möglichkeit, eine eigene Sammlung von Spielen zu erstellen, die Ihnen am häufigsten Glück bringen und Ihnen aufgrund ihrer Handlung gefallen.

Sie müssen sich registrieren. Neben dem Slot befindet sich die Schaltfläche „Zu Favoriten hinzufügen”. Wenn Sie darauf klicken, können Sie das Spiel in Ihrer persönlichen Sammlung speichern. Die hinzugefügten Spiele werden in einer separaten Kategorie Ihres persönlichen Kontos angezeigt.

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Der weltweit erste Feldtest einer Vollduplex-Funkverbindung mit einer Geschwindigkeit von 50 Gbit/s wurde in Istanbul durchgeführt

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Kullinarisches
Türkisches Frühstück: Als bestes der Welt gewählt

Von Henriette Wild Die Urlaubssaison steht vor der Tür und für viele geht’s bald ab in die Türkei. Sonne, Meer, Gastfreundschaft… und: Frühstück! Denn was viele nicht wissen, aber dringend wissen sollten: In der Türkei ist das Frühstück ein echtes Erlebnis. Und ganz ehrlich, es ist das beste der Welt. Wirklich! Und das sage nicht nur ich. Nein, denn TasteAtlas hat das traditionelle türkische Frühstück im Juni 2025 auf Platz 1 der „Top 100 Breakfasts in the World“ mit beeindruckenden 4,8 von 5 Punkten gewählt! Damit ist deine tägliche Morgenparty nicht nur lecker, sie ist offiziell die beste Frühstückserfahrung weltweit! Aber es geht noch weiter. TasteAtlas hat sechs weitere türkische Frühstücks-Highlights unter die „Top 50 Breakfasts in the World“ gewählt. Neben dem klassischen Kahvaltı sind auch Katmer (Platz 9), Mercimek Çorbası (12), Börek (24), Honig mit Kaymak (28) und Gözleme (46) vertreten. Ein Hoch auf das beste Frühstück der Welt.
Du wirst Toastbrot nie wieder so ansehen wie vorher
Wenn du demnächst am Flughafen mit Ziel Antalya, Izmir oder Istanbul sitzt, dann freu dich nicht nur auf den Strand, die bunten und duftenden Bazare und die romantischen Sonnenuntergänge. Freu dich auf den Morgen! Denn der beginnt in der Türkei nicht einfach so, er wird genüsslich gefeiert. Das türkische Frühstück, Kahvaltı, ist ein kulinarisches Highlight, das schon am ersten Urlaubstag süchtig macht. Es ist bunt, es ist frisch, es ist vielfältig. Und es hat mit dem klassischen „kontinentalen Frühstück“ aus dem Hotelbuffet ungefähr so viel zu tun wie ein Sonnenaufgang am Mittelmeer mit dem Licht im Großraumbüro. Es ist mehr als nur Essen. Es ist Wärme, Gastfreundschaft, Kultur, liebevoll serviert auf kleinen Tellern mit ganz viel Herz. Was kommt auf den Tisch? Alles. Und noch mehr. Beim türkischen Frühstück geht es um Vielfalt – viele kleine Teller, viel Geschmack, viel Liebe.
(Foto: Helene Fritsche)
Die Klassiker:
  • Verschiedene Käsesorten, von cremig bis kräftig
  • Oliven, in grün, schwarz, mit Kräutern oder Zitrone
  • Simit und frisches Brot, knusprig, warm, unwiderstehlich
  • Tomaten und Gurken, frisch geschnitten, oft mit etwas Olivenöl
  • Hausgemachte Marmeladen, aus Feige, Aprikose oder Kirsche
  • Honig mit Kaymak, cremig-süß und ein echter Gamechanger
  • Menemen, ein warmes Gericht aus Ei, Tomate, Paprika, Rührei
  • Türkisch Sucuk, die würzige Knoblauchwurst, meist angebraten
  • Pişi darf natürlich nicht fehlen, ein frittierter Frühstücksklassiker
Und natürlich: Çay, starker Schwarztee im typischen Tulpen-Glas. Du siehst: Hier frühstückt man nicht, man zelebriert. Je nach Region locken dann die dortigen traditionellen Frühstücksleckereien noch mehr den Gaumen. In der Schwarzmeer-Region zum Beispiel ist Mıhlama ein Muss, du wirst von diesem Maismehl-Butter-Käse-Gemisch nie genug bekommen, ebenso wie vom Maisbrot oder dem Laz Böreği. Urlaub heißt auch Entschleunigung In der Türkei ist das Frühstück kein Mittel zum Zweck. Es ist ein soziales Ritual. Man sitzt zusammen, redet, lacht, greift zu, trinkt Tee, lässt sich Zeit. Und plötzlich ist es Mittag, doch keiner hat’s gemerkt. Gerade im Urlaub tut es gut, runterzuschalten. Und was wäre ein besserer Start in den Tag als ein Frühstück, bei dem man nichts muss, aber alles darf?
(Foto: Helene Fritsche)
Frühstück auf Türkisch geht auch nach dem Urlaub Wer einmal in den Genuss kam, wird das vermissen, versprochen. Aber das Schöne: Auch in Deutschland bieten immer mehr Cafés inzwischen ein türkisches Frühstück an. Es gibt aber auch unzählige Rezepte, um sich das Urlaubsfeeling nach Hause zu holen. Menemen ist zum Beispiel superleicht selbst zu machen. Vorsicht, es besteht Wiederholungsgefahr! Afiyet olsun!
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– Gesundheit – Studie: Vegetarische Ernährung senkt Herzinfarkt-Gefahr um 40 Prozent

Wie immer mehr Studien beweisen, ist der Verzehr von weniger tierischen Produkten nicht nur gut für den Planeten, sondern auch gut für die Gesundheit. Insbesondere zeigen immer mehr Beweise, dass eine pflanzliche Ernährung die kardiovaskuläre Gesundheit fördern könnte.

Studie: Vegetarische Ernährung senkt Herzinfarkt-Gefahr um 40 Prozent

Gastkommentar
Çelik: Wer entscheidet, ob ein Staat Atomwaffen besitzen darf?

Ein Gastkommentar von Özgür Çelik In einer Zeit wachsender globaler Spannungen wird immer deutlicher: Die Welt hat ihren moralischen Kompass verloren. Die jüngsten israelischen Angriffe auf iranische Atomanlagen sind nicht bloß eine Eskalation im Nahostkonflikt, sondern Ausdruck einer Weltordnung, in der moralische Urteile zunehmend durch Machtinteressen ersetzt werden. Wer entscheidet, ob ein Staat Atomwaffen besitzen darf? Wer definiert, was Terrorismus ist? Und warum gelten dieselben Maßstäbe nicht für alle? Die Antworten auf diese Fragen offenbaren eine bittere Wahrheit: Es gibt keinen objektiven Schiedsrichter mehr, nur noch geopolitische Zweckmäßigkeit, strategische Narrative und selektive Moral. Israel rechtfertigt seine Angriffe mit der Bedrohung durch das iranische Atomprogramm, während der Iran auf sein Recht zur Selbstverteidigung pocht – unter Verweis auf das Schicksal anderer Staaten, die ohne nukleare Abschreckung dem westlichen Interventionismus zum Opfer fielen. Beide Seiten agieren nicht im luftleeren Raum, sondern in einem System, das von historischen Machtverhältnissen geprägt ist. Es ist der Westen – insbesondere die USA und ihre Verbündeten –, der entscheidet, wer Waffen haben darf, wer als Demokratie gilt, und wer sanktioniert oder bombardiert wird. Das Völkerrecht dient dabei weniger als normatives Fundament denn als flexibel interpretierbares Instrument, das dem geopolitischen Kalkül untergeordnet ist. Diese Dynamik ist kein Einzelfall, sondern Teil eines globalen Machtpuzzles, in dem Begriffe wie „Legitimität“, „Terrorismus“ oder „Freiheit“ stets relational verstanden werden – abhängig davon, wer spricht, wer betroffen ist und welche Interessen auf dem Spiel stehen. Bewegungen wie die Hisbollah gelten im westlichen Diskurs als terroristisch, während andere Akteure, die ebenfalls Gewalt gegen Zivilisten anwenden, in Schutz genommen oder gar unterstützt werden. Der Terrorismusbegriff ist zu einem politischen Stempel geworden, der nicht mehr Sicherheit garantiert, sondern Misstrauen sät – und letztlich die Glaubwürdigkeit internationaler Institutionen untergräbt. Der Nahe Osten wird in diesem Spiel zur Projektionsfläche globaler Machtkämpfe. Der Konflikt zwischen Israel und dem Iran ist nicht nur ein Kampf zweier Nationalstaaten, sondern ein Stellvertreterkrieg, in dem regionale und internationale Interessen verschmelzen. Der Iran, vielfach isoliert, sanktioniert und durch verdeckte Operationen geschwächt, sieht sich in einem permanenten Belagerungszustand – und instrumentalisiert zugleich selbst Milizen und Konflikte in Syrien, Irak oder Jemen, um seinen regionalen Einfluss zu wahren. Israel wiederum agiert mit dem Rückenwind westlicher Rückendeckung und nutzt das Sicherheitsnarrativ als Legitimation für präventive Gewalt. Beide Staaten sind gleichzeitig Täter und Produkt eines Systems, das instabil bleiben muss, um für globale Akteure lenkbar zu bleiben. Doch nicht nur der Nahe Osten steht im Brennpunkt dieser zersplitterten Ordnung. Auch die Türkei verkörpert exemplarisch die Widersprüche einer Welt, in der Außen- und Innenpolitik untrennbar miteinander verwoben sind. Jahrzehntelang war die Türkei strategischer Partner des Westens – NATO-Mitglied, Grenzwächter, Brücke zwischen Orient und Okzident. Doch dieser geopolitische Nutzen ging einher mit einer tiefgreifenden inneren Zerreißprobe: Der kurdische Konflikt, die Armenierfrage, die Flüchtlingspolitik – all das sind Felder, auf denen externe Akteure gezielt Einfluss genommen haben. Westliche Staaten haben gleichzeitig auf Menschenrechte gepocht und autoritäre Strukturen gestützt, wenn es ihren Interessen diente. Während Politiker sich öffentlich distanzieren, laufen im Hintergrund diplomatische und sicherheitspolitische Kooperationen weiter – pragmatisch, strategisch, scheinheilig. Besonders perfide zeigt sich die globale Strategie der Einflussnahme in der modernen Flüchtlingspolitik. Was früher durch Förderung ethnischer oder religiöser Minderheiten betrieben wurde, wird heute durch die Steuerung von Migrationsbewegungen ersetzt. Flüchtlinge werden zu geopolitischen Spielfiguren: in ihren Herkunftsländern als Druckmittel, in Aufnahmeländern als gesellschaftlicher Sprengstoff. Das humanitäre Engagement des Westens dient dabei oft als Fassade für machtpolitische Kalküle. Instabile Regionen erzeugen Flucht, Flucht erzeugt Verunsicherung, und diese Verunsicherung wird wiederum genutzt, um innenpolitische Agenden zu rechtfertigen – vom Ausbau staatlicher Kontrollmechanismen bis zur ideologischen Mobilisierung gegen „die Anderen“. Auch Europa ist Teil dieses Spiels – aber nicht als souveräner Akteur, sondern als zögerlicher Spieler, der zwischen den Fronten steht. Trotz wirtschaftlicher Stärke und politischer Integration bleibt der Kontinent abhängig von amerikanischer Sicherheit, russischer Energie und chinesischen Märkten. Die Angst vor einer eigenständigen geopolitischen Rolle sitzt tief – getrieben von der Sorge vor ökonomischen Verwerfungen, politischer Instabilität oder militärischer Ohnmacht. Europas Identitätskrise ist dabei mehr als ein inneres Problem: Sie schwächt seine Handlungsfähigkeit in einer Welt, die zunehmend von klaren Interessen, nicht von universellen Werten bestimmt wird. Diese multipolare Welt – so oft beschworen – ist keine Ordnung im klassischen Sinn. Sie ist ein offenes Spielfeld, in dem jede Macht ihre Regeln selbst definiert. Russland stellt sich als Gegengewicht zum Westen dar, während es selbst imperiale Politik betreibt. China baut mit seinen „Belt and Road“-Projekten ein globales Netz ökonomischer Abhängigkeiten auf. Die USA wiederum versuchen, über alte Allianzen neue Ordnungen zu stabilisieren, und greifen dabei auf bewährte Instrumente wie Sanktionen, Regimewechsel und „Demokratieexport“ zurück. Doch alle diese Akteure verbindet eines: Sie nutzen moralische Narrative, um strategische Interessen zu verschleiern – und erzeugen so eine Welt, in der Vertrauen rar geworden ist. Denn Vertrauen ist längst kein politisches Kapital mehr. An seine Stelle ist Misstrauen getreten – zwischen Staaten, zwischen Gesellschaften, zwischen Regierungen und ihren Bevölkerungen. Die politische Psychologie unserer Zeit ist geprägt von Prävention statt Dialog, von Kontrolle statt Kooperation, von Eskalation statt Verständigung. Staaten rüsten auf, nicht um Kriege zu führen, sondern um in Ruhe gelassen zu werden. Diplomatie wird ersetzt durch Sanktionen, Narrative durch Schlagworte, Völker durch Zynismus. Am Ende bleibt eine Weltordnung ohne verlässliche Prinzipien – eine Ordnung, in der Macht über Recht steht, Interessen über Ideale, und in der der Großteil der Menschheit zum Spielball wird. Die Flüchtlinge, die Minderheiten, die oppositionellen Bewegungen, die zwischengeschalteten Staaten – sie alle werden Teil eines Spiels, dessen Ausgang längst nicht mehr in ihren Händen liegt. Was fehlt, ist nicht die nächste Konferenz, der nächste Vertrag oder das nächste Versprechen. Was fehlt, ist ein neues Verständnis von politischer Verantwortung – jenseits hegemonialer Selbstinszenierung, jenseits strategischer Doppelmoral, jenseits des zynischen Spiels mit Hoffnung.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor

Özgür Çelik studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie an der Universität Duisburg-Essen. Seine Fachgebiete sind die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sowie zwischen der EU und der Türkei, türkische Politik, die türkische Migration und Diaspora in Deutschland

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Zwischen Bündnistreue und strategischer Autonomie: Die Türkei, die NATO und die islamisch-nationalistische Positionierung

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Merz-Zitat
Friedrich Merz und das fatale Spiel mit der Sprache „Drecksarbeit für uns alle“

Ein Gastkommentar von Helene Milde Als CDU-Chef Friedrich Merz am Rande des G7-Gipfels in Kanada in ein ZDF-Mikrofon sprach, dürfte ihm die Wirkung seiner Worte bewusst gewesen sein. Und doch sagte er jenen Satz, der seither für massive Irritation sorgt:
Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht, für uns alle.“
Diese Aussage bezieht sich auf die israelischen Luftangriffe auf iranische Militär- und Atomanlagen, aber sie bedroht gleichzeitig die Zivilbevölkerung im Iran. Israel verteidigt diese als notwendig, um den Ausbau des iranischen Atomprogramms zu stoppen. Ein Programm, das von vielen als Bedrohung für die Region und darüber hinaus eingestuft wird. Merz’ Bezeichnung dieser Angriffe als „Drecksarbeit“ mag aus der Perspektive geostrategischer Interessen gemeint gewesen sein. Doch gerade in diesem scheinbaren Realismus offenbart sich ein gefährlicher moralischer Kurzschluss.
Die Problematik in einem Satz
Was Merz ausspricht, ist das, was viele sich vielleicht denken, aber niemand in dieser sprachlichen Brutalität öffentlich formulieren sollte: Dass westliche Demokratien ihre eigenen sicherheitspolitischen Interessen indirekt durch andere Nationen mit Waffengewalt verteidigen lassen. Und dass dabei eine politische und moralische Verantwortung bewusst ausgelagert wird. Denn wer von „Drecksarbeit“ spricht, akzeptiert nicht nur die Gewalt, sondern stellt sie als schmutzige, aber notwendige Pflicht dar. Zum Beispiel als Dienstleistung im Namen einer Gemeinschaft, die selbst lieber nicht direkt eingreift. Es ist ein Satz, der jede Debatte über Völkerrecht, zivile Opfer und diplomatische Alternativen in den Schatten stellt.
Applaus und Empörung
Unterstützung erhält Merz unter anderem vom israelischen Botschafter Ron Prosor, der erklärte, Israel bezahle „den Preis“, um „die Welt vor den Ayatollahs zu schützen“. Auch konservative Stimmen in Deutschland lobten die „Klarheit“ der Aussage. Doch Klartext ist nicht gleich Klugheit. Kritik kam unter anderem von Grünen und Linken, die den Satz als „zynisch“ und „völkerrechtlich brandgefährlich“ einstuften. Der Linken-Politiker Sören Pellmann sprach von einem „Schulterschluss mit einem militärischen Angriffskrieg“. Und selbst innerhalb der SPD rumorte es: So betonte Lars Klingbeil, man müsse militärische Gewalt stets mit Maß und Verantwortung diskutieren und nicht mit zynischen Floskeln.
Verantwortung beginnt bei der Sprache
Der Satz von Merz ist mehr als ein Ausrutscher. Er steht symptomatisch für eine gefährliche Entwicklung in der politischen Kommunikation. Für die Bereitschaft, komplexe moralische Dilemmata mit schlichten Bildern zu übertünchen. Für die Tendenz, schwierige Entscheidungen als alternativlos und vor allem als „notwendige Härte“ zu rechtfertigen. Doch gerade wenn es um Krieg und Frieden, um Leben und Tod geht, dürfen Worte nicht gedankenlos sein. Sie formen Narrative, beeinflussen öffentliche Debatten und legitimieren Handlungen. Wenn Deutschland in außenpolitischen Krisen als Vermittler, als Hüter des Völkerrechts und der Diplomatie auftreten will, dann darf es nicht dulden, dass seine Spitzenpolitiker Gewalt als „Dienstleistung für uns alle“ preisen.
Internationale Reaktionen
Israels Botschafter Ron Prosor stärkte Merz den Rücken und betonte, dass Israel „den Preis bezahle, um die Welt vor den Ayatollahs zu schützen“. Er lobte die deutsche Haltung als Zeichen europäischer Führungsverantwortung und verwies auf das gemeinsame Interesse, den Iran am Bau einer Atombombe zu hindern. Unterdessen telefonierte Merz mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Laut Regierungskreisen habe er in dem Gespräch nicht nur Unterstützung für Israels Sicherheitsinteressen bekundet, sondern auch zur Mäßigung aufgerufen. Deutschland strebe diplomatische Gespräche mit dem Iran in Genf an, um eine zivile Nutzung der Atomenergie im Rahmen internationaler Kontrolle zu sichern.
Innenpolitische Spannungen
Die Grünen forderten Sondersitzungen des Bundestages zu den Ereignissen – insbesondere zu Deutschlands Rolle in der internationalen Abstimmung. Die Forderung blieb bislang ohne Mehrheit, wird jedoch von Teilen der SPD unterstützt. Kritiker werfen Merz weiterhin vor, durch seine Wortwahl außenpolitisches Porzellan zu zerschlagen und sich von völkerrechtlichen Grundsätzen zu entfernen. Zusätzliche Brisanz erhält die Debatte durch eine Strafanzeige, die unter anderem von Diether Dehm und Dieter Hallervorden eingereicht wurde. Sie werfen Merz vor, mit seiner Aussage gegen das Friedensgebot des Grundgesetzes zu verstoßen. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob ein Anfangsverdacht besteht.
Polarisierung in der Öffentlichkeit
Während konservative Leitmedien Merz für seine „ehrliche Sprache“ feiern, werfen ihm Kommentatoren aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft eine gefährliche Verrohung politischer Kommunikation vor. Die Diskussion hat sich damit längst von der konkreten Militäraktion hin zur Grundsatzfrage verschoben: Wie viel Pragmatismus verträgt eine wertegeleitete Außenpolitik?
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
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Die eskalierende Gewalt des Bürgerkriegs 1947-1948 im Mandatsgebiet Palästina war geprägt von brutalen Angriffen, die den jüdischen paramilitärischen Organisationen Irgun und Haganah zugeschrieben werden

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Israel-Iran-Konflikt
Thomas: „Langsam gehen Israel die Abwehrraketen aus“

Ein Gastkommentar von Michael Thomas

Schon bizarr irgendwie. Dem Iran hört niemand zu. Teheran hatte bei dem Schlagabtausch vor einigen Monaten angekündigt und damit gedroht, dass Israel bei einem ernstgemeinten Angriff ein Armageddon erleben würde. Es hatte niemanden so wirklich interessiert.

Sie haben sich im Gegenteil sogar lustig über die paar überzähligen und veralteten Raketen gemacht, deren Start der Iran zu allem Überfluss auch noch vorher angekündigt hatte, damit durch sie bloß nicht zuviel in Israel passiert. Und jetzt regnen modernste Raketensalven auf Israel nieder und verursachen Verwüstungen.

Ob man jetzt vielleicht doch mal zuhört? Der Iran hat nach eigener Aussage noch weitere, stärkere Überraschungen auf Lager – und schon jetzt brennen Tel Aviv, Haifa und weitere Orte. Wenn die USA tatsächlich aktiv mit Luftschlägen und Bombardierungen Teherans eintreten, dann nicht etwa, um ein „Atomprogramm“ zu stoppen, sondern nur, um Israel vor der Vernichtung zu bewahren. Diverse, iranische Atomanlagen werden sowieso gar nicht angegriffen. Denn Wladimir Putin hat mehrere hundert russische Arbeiter und Wissenschaftler in den Iran gebracht, die die mit russischer Hilfe errichteten Anlagen „betreuen“, also in Wirklichkeit als lebende Schutzschilde beschützen. Putin hat die Garantie Israels und der USA, dass in diesen Anlagen kein Schräubchen durch sie verbogen wird. Trump sitzt in der Klemme. Er hat das iranische Versprechen einer Kriegführung bis zum bitteren Ende auf dem Tisch. Daneben stapeln sich die Klagen aus seinen eigenen Reihen (!) gegen eine aktive Kriegsbeteiligung und vor ihm steht ein flennender Netanyahu, der sich völlig verrechnet hat und seine Städte brennen sieht. Wie auch immer das Großmaul entscheidet, wird er Fehler machen – denn wenn er auch nur einem Russen ein Härchen krümmt, dürfte Israel oder der Iran sein geringstes Problem sein. Schießt er aber „nur“ auf Teheran, werden Hunderte oder Tausende seiner Soldaten in Leichensäcken heimkehren. Schießt er gar nicht, hat es mal ein Israel gegeben. Tragisch. Hätte man Iran einmal nur zugehört, gäbe es diese Lage nicht. Israel hat seine Grenzen geschlossen, keiner kommt mehr raus. Sie würden alle gehen und an jeder Tür hinge ein Schild „Niemand mehr da!“. Vielleicht wäre es doch mal an der Zeit, Iran durch ernsthafte Gespräche und Verhandlungen dazu zu bringen, seine derzeit noch zirückgehaltenen „Überraschungen“ ungenutzt im Arsenal zu behalten … denn langsam gehen Israel die Abwehrraketen aus. Auch die schadhaften darunter übrigens, die selbst in israelische Städte einschlugen. Ohne die USA, die noch immer nicht wissen, was sie nun tun oder lassen sollten, wird Israel fallen. Soviel zeichnet sich ab.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor 

Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

Gastkommentar
Ein Krieg ohne Kompass – Israel, Iran und die Welt, die schweigt

Ein Gastkommentar von Özgür Çelik

Wieder ist es Israel, wieder ist es Netanjahu. In der Nacht zum Freitag hat die israelische Armee dutzende Ziele im Iran bombardiert – darunter die zentrale Urananreicherungsanlage in Natanz. Hochrangige Militärs und führende Wissenschaftler wurden gezielt getötet, darunter der Kommandeur der Revolutionsgarden sowie zentrale Köpfe des iranischen Atomprogramms.

Der Angriff gilt als die schwerste Militäraktion gegen Iran seit dem Krieg der 1980er-Jahre. Er kommt nicht überraschend. Die Welt wusste, was kommen würde – durch Eskalationsstufen, durch Resolutionen der IAEA, durch wortreiche Drohungen. Und dennoch: Sie sieht zu. Und schweigt.

Generalstabschef Ejal Zamir erklärte den Zeitpunkt für gekommen, weil Israel sich an einem „Punkt ohne Wiederkehr“ befinde. Das iranische Atomprogramm stelle eine existenzielle Bedrohung dar, Iran verfüge laut israelischen Geheimdienstquellen über genug angereichertes Uran für mehrere Atombomben.

Premierminister Benjamin Netanjahu sprach von einer „gezielten Militäroperation“, um das „Herz des iranischen Nuklearprogramms“ zu zerstören. Auch die Atomanlage Natans sowie Raketeninfrastruktur wurden getroffen. Israel ruft den Ausnahmezustand aus, erwartet Vergeltung. Die Revolutionsgarden drohen mit einem „hohen Preis“ für Israel. Die Region steht vor einem Flächenbrand.

Doch dieser Angriff steht nicht isoliert. Er ist eingebettet in eine Dynamik, die sich seit Monaten zuspitzt. Es ist dieselbe Welt, die schweigend zusieht, wie Gaza zerbombt wird, wie zivile Infrastruktur systematisch zerstört wird, wie ein Krieg geführt wird, der längst jede moralische Navigation verloren hat. Und nun trägt Israel dieses Feuer weiter – in ein Land, das zweifellos selbst von Diktatur und Repression geprägt ist, aber längst auch Teil eines globalen machtpolitischen Spiels geworden ist, in dem nicht Raketenanlagen, sondern zivile Stabilität der Preis ist.

Während Israel erklärt, es habe das „Herz der iranischen Kernwaffenanreicherung“ getroffen, drängt sich der Eindruck auf, dass es längst um mehr geht als um Verteidigung. Es geht um Vorherrschaft. Um strategische Dominanz. Um innenpolitischen Machterhalt in Jerusalem. Netanjahu, seit Monaten unter innenpolitischem Druck, scheint erneut den außenpolitischen Befreiungsschlag zu suchen – wie so oft in seiner Karriere.

Nur: Dieser Schlag hat keine klaren Grenzen mehr. Er geht durch Gaza, rollt über Teheran hinweg – und könnte morgen Beirut, Damaskus oder Ankara treffen. Wer wird als Nächstes zur „präventiven Bedrohung“ erklärt?

Die USA betonen, nicht in die Angriffe involviert gewesen zu sein. Doch Netanjahu ist nicht der Premierminister eines unbedeutenden Kleinstaats. Wäre er Regierungschef eines anderen Landes – sagen wir Paraguay oder Pakistan – und würde unter dem Vorwand nationaler Sicherheit gezielte Tötungen, Bombardierungen, Destabilisierung ganzer Regionen verantworten: Wie sähe die Reaktion des Westens aus? Sanktionen? UN-Resolutionen? Militärische Konsequenzen? Oder wenigstens diplomatischer Druck?

Stattdessen herrscht Schweigen. Und mit diesem Schweigen wächst die Doppelmoral. Netanjahu profitiert von einem Schutzschild, das nicht aus moralischer Legitimation besteht, sondern aus strategischen Allianzen und historischen Bündnissen. Internationale Institutionen wie die IAEA wirken wie Statisten, ihre Warnungen wie stumme Mahnungen, übertönt vom Dröhnen israelischer Drohnen und dem Donner von Raketen.

Die Wahrheit ist unbequem. Der Angriff Israels, legitimiert mit der Bedrohung durch ein potenziell nuklear bewaffnetes Regime in Teheran, könnte am Ende genau das zerstören, was er zu schützen vorgibt: internationale Stabilität, multilaterale Ordnung, Glaubwürdigkeit des Völkerrechts. Was, wenn ein anderes Land beginnt, unter Berufung auf „Selbstverteidigung“ präventive Angriffe durchzuführen? Würde man das ebenfalls dulden?

Netanjahu führt einen Krieg, der nicht mehr im Namen des Friedens geführt wird. Und die Welt? Sie sieht zu. Noch.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor

Özgür Çelik studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie an der Universität Duisburg-Essen. Seine Fachgebiete sind die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sowie zwischen der EU und der Türkei, türkische Politik, die türkische Migration und Diaspora in Deutschland
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– Israel – Israelischer Ex-Nationalstürmer Berkovic: Im Finale gegen die Türkei

In einer Livesendung auf dem israelischen Fernsehsender Channel 13 sorgte der ehemalige Nationalspieler und TV-Moderator Eyal Berkovic für Aufregung.

Israelischer Ex-Nationalstürmer Berkovic: Im Finale gegen die Türkei

Digitaler Ausweis
EU Digital Identity Wallet: Was sich ab 2026 für Bürger ändert

Ab 2026 soll eine neue App das digitale Identitätsmanagement in Europa grundlegend verändern. Die sogenannte EU Digital Identity Wallet (EUDI) bringt neue Chancen, aber auch wichtige Fragen rund um Datenschutz und digitale Selbstbestimmung.

Ein digitaler Ausweis für ganz Europa

Die Europäische Kommission treibt mit der Einführung der EU Digital Identity Wallet eine ihrer ambitioniertesten Digitalstrategien voran. Ziel ist es, einen einheitlichen Standard für digitale Identitäten in allen Mitgliedstaaten zu schaffen – sicher, benutzerfreundlich und grenzüberschreitend einsetzbar. Mit der Wallet sollen sich Bürgerinnen und Bürger künftig europaweit in digitalen Räumen ausweisen können. Die App soll persönliche Nachweise wie Namen, Geburtsdaten, Steuer-IDs, Führerscheine oder Bildungsabschlüsse digital und sicher speichern und den Nutzerinnen und Nutzern volle Kontrolle darüber geben, welche Daten sie wann und mit wem teilen. Sei es beim Online-Shopping, bei Behördengängen oder auch bei Unterhaltungsangeboten wie dem Spielen in Online Casinos, die Wallet soll die Prozesse erleichtern. Aber gerade für Glücksspieler bringt die neue digitale Identitätslösung nicht nur Vorteile, es entstehen auch neue Fragen zum Thema Datenschutz und Selbstbestimmung. Viele von ihnen wollen nämlich eh schon mehr Anonymität und Freiheit, weshalb sie oft auf Seiten ausweichen, bei denen kein Verifizieren von persönlichen Daten nötig ist.

Mehr Komfort – aber auch mehr Verantwortung

Was zunächst wie eine Erleichterung klingt, wirft auch grundlegende Fragen auf. Denn mit der wachsenden Bedeutung einer einzigen App für eine Vielzahl sensibler Daten steigt auch das Risiko potenziellen Missbrauchs. Wer garantiert, dass alle Beteiligten, ob Behörden, Dienstleister oder private Unternehmen, tatsächlich nur auf die jeweils erforderlichen Informationen zugreifen? Genau hier setzt das Konzept der Self-Sovereign Identity (SSI) an: Die Kontrolle über die eigenen Daten soll vollständig bei den Nutzerinnen und Nutzern liegen. Die Wallet basiert auf der eIDAS 2.0-Verordnung, deren technischer Rahmen Anfang 2024 festgelegt wurde. Die Architektur ist dezentral gedacht, biometrische Verfahren sollen die Sicherheit erhöhen. Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) soll die Lösung ein hohes Maß an Datensicherheit bei gleichzeitig größtmöglicher Nutzerkontrolle ermöglichen. Dennoch bleibt Skepsis. Die europäische Datenschutzorganisation NOYB warnte im Frühjahr 2025 vor der Gefahr einer schleichenden Zentralisierung sensibler Informationen, auch wenn technisch dezentrale Lösungen genutzt werden.

Vertrauen in digitale Identität noch nicht selbstverständlich

Ein Blick auf aktuelle Umfragen zeigt: Viele Menschen stehen dem Konzept der digitalen Identität mit gemischten Gefühlen gegenüber. Laut Digital Economy and Society Index (DESI) geben 2024 rund 32 Prozent der Deutschen an, besonders sensibel im Umgang mit personenbezogenen Daten im Internet zu sein, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Besonders technikaffine Nutzergruppen suchen bereits jetzt gezielt nach Alternativen, um ihre Privatsphäre zu schützen. Das betrifft nicht nur Bereiche wie Online-Banking oder Gesundheitsanwendungen, sondern auch alltägliche Services, bei denen bisher keine Verifizierungspflicht besteht. Prepaid-Zahlungsmethoden, datensparsame Apps oder Open-Source-Lösungen spielen hier eine zunehmend wichtige Rolle.

Alternative Wege zur digitalen Selbstbestimmung

Der Wunsch nach digitaler Identität geht oft Hand in Hand mit einem hohen Bedürfnis nach Selbstbestimmung. Während die Wallet eine standardisierte Lösung für ganz Europa schaffen soll, gibt es auch Stimmen, die individuelle oder technisch unabhängige Wege bevorzugen. Technologien wie dezentrale Identitätslösungen auf Blockchain-Basis, sogenannte Zero-Knowledge-Proofs oder auch klassische Offline-Verfahren gewinnen in bestimmten Kontexten an Bedeutung. Diese ermöglichen den Nachweis bestimmter Merkmale – etwa der Volljährigkeit – ohne dass dabei vollständige persönliche Daten offengelegt werden müssen. Gerade in Bereichen, in denen keine gesetzliche Pflicht zur Verifikation besteht, kann dies ein gangbarer Weg sein. Wichtig bleibt jedoch: Auch alternative Systeme müssen hohen Sicherheitsstandards genügen und transparent über ihre Funktionsweise informieren.

Ein Ausblick auf die Umsetzung in Deutschland

Die Einführung der EU Digital Identity Wallet ist für 2026 geplant, doch schon heute stellt sich die Frage, wie nationale Behörden und Dienstleister die Umsetzung gestalten. In Deutschland ist das Bundesinnenministerium gemeinsam mit dem BSI für die Integration verantwortlich. Erste Pilotprojekte laufen bereits, unter anderem in Kooperation mit der Bundesdruckerei und verschiedenen Krankenkassen. Die Wallet wird langfristig nicht nur den digitalen Alltag verändern, sondern auch neue Standards für Vertrauen und Transparenz im Netz setzen. Damit das gelingt, braucht es klare Leitplanken, verständliche Kommunikation, und die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv mit ihrer digitalen Identität auseinanderzusetzen. Die Vision der EU Digital Identity Wallet ist ehrgeizig: ein digitaler Ausweis für alle Lebenslagen, europaweit einsetzbar und dabei sicher, schnell und datensparsam. Sie kann Verwaltungsvorgänge vereinfachen, Bürokratie abbauen und den Zugang zu digitalen Services vereinheitlichen. Doch sie bringt auch Verantwortung mit sich, und zwar sowohl für Regierungen und Anbieter als auch für jede und jeden Einzelnen in der Europäischen Union. Die Frage, wie viel Kontrolle wir über unsere eigenen Daten behalten wollen, wird dabei zur gesellschaftlichen Kernfrage und ist einer der Punkte, an denen sich die Gemüter trennen. Ob man künftig mit einem Fingerabdruck Verträge unterzeichnet, Gesundheitsdaten digital weiterleitet oder sich bewusst für datensparsame Alternativen entscheidet, die Entscheidung für oder gegen bestimmte Systeme sollte immer informiert, freiwillig und nachvollziehbar sein, und zwar für jede Bürgerin und jeden Bürger. Denn digitale Identität ist mehr als nur Technik, sie betrifft unser Vertrauen in die digitale Welt.
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NEX24-Interview
Buchvorstellung: „Die Braut aus dem Osmanischen Reich – Teil 2

Mit dem zweiten Teil ihres historischen Romans „Die Braut aus dem Osmanischen Reich“ mit dem Untertitel „Ein Frauenleben in der jungen Republik Türkei“ (1923 – 1954) legt Autorin Marina Bütün die Fortsetzung einer bewegenden historischen Familiengeschichte vor, die teilweise auf wahren Begebenheiten beruht.

Exakt einen Monat nach Erscheinen des ersten Bandes ist nun die Fortsetzung am 12. Juni 2025 erschienen – und vervollständigt das eindrucksvolle Porträt einer osmanisch-muslimischen Familie im Wandel der Zeit.

Im Mittelpunkt stehen erneut die Erinnerungen und wahren Erzählungen der türkischen Großmutter von Bütüns Ehemann. Diese persönliche Perspektive bildet den roten Faden der Geschichte und ermöglicht einen authentischen Rückblick auf eine Zeit, in der sich persönliche Schicksale und große historische Umbrüche untrennbar miteinander verbanden.

NEX24: Frau Bütün, im Mai erschien der erste Teil Ihres Familienromans „Die Braut aus dem Osmanischen Reich“, Untertitel: Unter der Obhut des Sultans, über die bewegte Zeit des Osmanischen Reiches zwischen 1908 und 1922. Was erwartet die Leser nun im zweiten Band?

BÜTÜN: Der zweite Teil beginnt im Mai 1923, mit dem ersten Monat des Bevölkerungsaustauschs zwischen Anatolien und Griechenland und führt die Leser erst nach Izmir, danach nach Ankara und im Anschluss nach Mimarsinan Köyü bei Kayseri. Es ist eine Zeit voller Unruhe, in der das Osmanische Reich zerfiel und die moderne Republik Türkei unter Mustafa Kemal Atatürk gegründet wurde.

Die Menschen erlebten tiefgreifende Reformen und gesellschaftliche Umbrüche – für die einen war es ein Aufbruch, für andere ein schmerzhafter Abschied, den ihre Familien heute noch nicht vergessen haben.

Die Geschichte führt über den Tod Atatürks hinaus bis zur Amtsübernahme durch seinen Nachfolger İsmet İnönü. Die Leser begleiten eine junge Frau und ihre Familie, die im Jahr 1922 selbst aus dem osmanischen Saloniki, noch vor dem offiziellen Bevölkerungsaustausch, geflüchtet ist, bis ins Jahr 1954 und erhalten einen kurzen, aber realitätsnahen Ausblick auf das weitere Schicksal ihrer Nachkommen bis in unsere Zeit.

NEX24: Schon bei der Vorstellung von Teil 1 Ihres Romans wurde deutlich, wie lange Sie mit dem Gedanken gespielt haben, ein Buch über die Großmutter Ihres Mannes zu schreiben, die Sie selbst noch in den 1990er Jahren in Ankara kennengelernt haben. Dann entschieden Sie sich erst nach über 30 Jahren, diese fragmentarischen Erzählungen in historische Ereignisse von damals einzubinden. Können sich die Leser auch im zweiten Teil des Romans auf viele interessante private Details ab 1923 freuen?

BÜTÜN: Ja, auf jeden Fall. Auch im zweiten Teil steht das persönliche Erleben im Vordergrund – eingebettet in die große Umbruchszeit nach dem Ende des Osmanischen Reichs. Mein Ziel war es, diese Atmosphäre greifbar zu machen, ohne ein trockenes Geschichtsbuch zu schreiben. Es ging um tiefgreifende Veränderungen: neue Gesetze, neue Kleidung, neue Namen. Vieles empfanden die Menschen als Bruch mit ihrer bisherigen Welt.

Wichtige historische Ereignisse wie der Vertrag von Lausanne werden erklärt, aber immer aus der Perspektive der betroffenen Menschen. Eine Zeitleiste im Buch hilft bei der Einordnung – gerade weil es bis heute viele widersprüchliche Behauptungen gibt.

Mir war wichtig, beide Seiten der damaligen Konflikte zu zeigen, ohne zu werten – denn auch heute sind die Debatten über Atatürk und die Republik oft sehr emotional. Es geht mir nicht um historische Figuren, sondern um das Leben einfacher Menschen.

Im Mittelpunkt steht erneut die Geschichte einer jungen Frau, deren Familie eine schicksalhafte Begegnung mit Mustafa Kemal Pascha hatte – der später Atatürk wurde. Ihre Lebensrealität bildet das Herzstück der Erzählung.

NEX24: Der erste Band endete kurz vor der Gründung der Republik Türkei im Jahr 1923 – ein historischer Wendepunkt. Im zweiten Band verlagern sich die familiären Gesprächsszenen nach dem Bevölkerungsaustausch im Mai 1923 von Saloniki nach Anatolien, insbesondere nach Ankara, das zur neuen Hauptstadt wurde.

Die alte Heimat ist plötzlich ein anderer Staat. Die Menschen mussten sich im griechisch gewordenen Teil des Reiches zwingend entscheiden – bleiben und sich einer völlig neuen, christlichen Lebensweise anpassen oder gehen und in einem fremden Teil des früheren Reiches neu anfangen. Das wird im ersten Teil deutlich. Hörten die Probleme dieser Menschen mit der Übersiedelung nach Anatolien auf?

BÜTÜN: Nein! Für viele der Untertanen aus dem Osmanischen Reich waren die vielen Umstellungen sehr dramatisch – von der neuen Staatsform über den Kalender bis hin zur Einführung einer neuen Schrift, vor allem für die älteren Menschen, die nichts anderes als ihr altes Leben kannten und es aufgeben mussten.

Auch konservative Menschen, die auf den Dörfern in Anatolien aufwuchsen, betraf das genauso wie diejenigen, die vom Bevölkerungsaustausch betroffen waren. Während die einen alles bejubelten, empfanden andere dies als Verlust ihrer Identität. Auch die Großmutter meines Mannes, obwohl noch jung, konnte nach der Gründung der Republik bis zu ihrem Ende nur Arabisch schreiben und lesen.

NEX24: Sie sagen also, dass man sich heute kaum vorstellen kann, was die Menschen damals seelisch durchgemacht haben?

BÜTÜN: Ganz genau. Wir, die in Europa oder der Türkei seit Jahrzehnten in Frieden leben, können das Erlebte früherer Generationen nicht wirklich nachvollziehen – weder psychisch noch physisch. Auch Nachkommen dieser Familien kennen nur Erzählungen, nicht aber die tiefen, persönlichen Empfindungen der Betroffenen.

Unsere Generation ist an Sicherheit, Fortschritt und ständigen Informationsfluss gewöhnt. Selbst die heute tragischen Flüchtlingsschicksale berühren uns oft nur aus der Distanz – durch Nachrichten oder Bilder. Doch Zusehen ist nicht dasselbe wie Erleben.

Damals gab es keine Smartphones, keine sozialen Netzwerke, keine Möglichkeit, Verwandte einfach zu erreichen. Wer unterwegs war, konnte oft über Wochen nichts von seinen Liebsten hören. Auch Menschen mit Festnetztelefon und Briefverkehr vor der digitalen Ära fühlten sich im Alltag sicher – ganz im Gegensatz zu denen, die sich einst auf der Flucht befanden.

Die Realität jener Zeit war geprägt von Entwurzelung, Verlust und totaler Orientierungslosigkeit – seelisch wie körperlich. Das können wir heute kaum mehr wirklich nachempfinden.

NEX24: Was ist Ihr ganz persönliches Anliegen bei der Veröffentlichung der beiden Bücher?

BÜTÜN: Wie bereits im ersten Band möchte ich auch im Teil 2 auf keinen Fall dadurch eine politische Position beziehen, sondern die Geschichte einer Familie erzählen, die zufällig zu einer schweren Zeit von großen weltweiten Umwälzungen lebte.

Das möchte ich hier noch einmal ausdrücklich betonen. Es gibt im Internetzeitalter natürlich viele Informationen, allerdings immer nur Fragmente, die so gekürzt sind, dass sie jeder in fünf Minuten lesen kann – doch das reicht nicht aus, um alle Zusammenhänge zu verstehen – wenn man es wirklich will. Ich behaupte, es gibt nur noch ganz wenige Generationen, die gerne Bücher lesen.

Im Band 1, zwischen 1908 und 1922, also von der zweiten osmanischen Verfassungsperiode bis zur Gründung der Republik Türkei, war das Osmanische Reich fast durchgehend in militärische Konflikte verwickelt. In diesen 14 Jahren fanden mehrere große Kriege und zahlreiche kleinere militärische Auseinandersetzungen statt.

Wer von uns kann sich das heute noch vorstellen, wie es wirklich war und was die Menschen durchmachten? Ich behaupte, niemand und vor allem nicht, wenn man nur kleine Zehnzeiler in Social Media liest.

Im Band 2 geht es mit inneren Aufständen Anatoliens weiter, mit großen Veränderungen bezüglich der Gründung neuer Staaten nach dem Ersten Weltkrieg, der Rolle der Briten in diesem Schachspiel der Mächte – Ereignisse, die so umfangreich sind, dass ich sie nur streifen konnte und die jeder gehört hat, aber immer aus der Sicht des eigenen Staates.

Mein größter Wunsch ist es, dass sich die Leser auf Grundlage der belegten historischen Fakten und familiären Dialoge selbst eine Meinung bilden und vielleicht konnte ich das Interesse an dieser historischen Zeit des weltweiten Umbruchs bei einigen wecken.

Ich habe bewusst auf neutrale Darstellung geachtet – beide Seiten sollen zu Wort kommen. Es geht nicht darum, jemanden zu überzeugen, sondern darum, ein differenziertes Bild zu vermitteln. Deshalb habe ich mich an gut belegte Quellen gehalten, die im Anhang des Buches auch dokumentiert sind, natürlich auch unsere familiären Quellen über die privaten Erlebnisse.

Im Zentrum steht das bewegte Leben einer Muslima: der Großmutter meines Mannes. Nach ihrer Hochzeit in Ankara erlebte sie zahlreiche Schicksalsschläge – darunter ein besonders tragisches Ereignis mit unerwartetem Ausgang, welches die Familie heute noch auf ganz besondere Weise prägt.

Abschließend möchte ich zur gestellten Frage noch ergänzend erwähnen:

Ich schreibe ausschließlich über Themen, die mich persönlich berühren oder interessieren – ganz spontan und nur dann, wenn die Zeit dafür reif ist. So war es auch bei den beiden Bänden von Die Braut aus dem Osmanischen Reich“: Es war ein innerer Impuls, der mich dazu gebracht hat, diese Geschichte festzuhalten. Und es machte mir so große Freude, es aufzuschreiben, dass ich fast enttäuscht war, als ich den zweiten Teil beendet hatte. Ich bin täglich beim Schreiben so tief in die Geschichte „eingetaucht“ – es lässt mich auch jetzt noch nicht los.

Mein Antrieb ist immer das Bedürfnis, Wissen, Erfahrungen und Geschichten mit anderen zu teilen – sei es, weil jemand daraus etwas mitnehmen kann oder weil es einfach Freude macht, ein unterhaltsames Buch zu lesen.

Das gilt auch für meine Auswanderer-Tagebücher Weißwurst mit türkischem Tee in drei Bänden, die ebenfalls einen sehr persönlichen Bezug haben. Vielleicht kann der eine oder andere Leser von meinen Erfahrungen profitieren.

Den Ratgeber Auswandern Türkei habe ich erst 18 Jahre nach meiner eigenen Auswanderung geschrieben – als Reaktion auf die zahlreichen Anfragen, die mich über meinen Blog und über Facebook erreichten. Immer wieder wurden mir dieselben Fragen gestellt.

Gleichzeitig war ich beruflich stark eingespannt, da ich 17 Jahre lang gemeinsam mit meinem Mann unsere Firma geführt habe. Aus dieser praktischen Erfahrung heraus entstand später auch der Ratgeber Türkei-Immobilien, in dem ich Tipps zum Bauen, Sanieren, Kaufen oder Mieten gebe. Jedes meiner Bücher hatte einen konkreten persönlichen Anlass, veröffentlicht zu werden – selbst das Orientalische Traumbuch oder das über Human Design.

Jedes Buch hat eine Vorgeschichte und einen triftigen Grund, es zu schreiben – andere Gründe gibt es nicht.

Gaza-Krieg
Hollywoodstar Javier Bardem wirft Israel Völkermord vor

New York – Der Oscar-prämierte Schauspieler Javier Bardem löste während eines Auftritts in der ABC-Sendung The View eine Kontroverse aus, als er Israel beschuldigte, im Gazastreifen einen „Völkermord“ zu begehen, woraufhin das Interview plötzlich unterbrochen und in eine Werbepause umgeschaltet wurde, was im Internet eine breite Debatte auslöste. Bardem, der für seine Rollen in No Country for Old Men und Dune bekannt ist, war in der Sendung, um seinen kommenden Film F1 zu bewerben. Das Gespräch nahm eine ernste Wendung, als die Moderatorin Ana Navarro den spanischen Schauspieler nach seinem Aktivismus fragte. Bardem sprach den anhaltenden Konflikt in Gaza an und äußerte seine tiefe Sorge über das, was er als humanitäre Krise bezeichnete. „Die Situation im Gaza-Streifen hat einen Punkt erreicht, an dem ich den Schmerz nicht mehr in Worte fassen kann, den ich zusammen mit vielen Millionen Menschen dort täglich erleide, wenn ich diese schrecklichen Bilder von ermordeten und verhungerten Kindern sehe“, sagte er unter Hinweis auf die blockierte humanitäre Hilfe und behauptete, dass Israels Vorgehen einen „Völkermord“ darstellt. Der Schauspieler berief sich auf Völkerrechtsexperten, Amnesty International und einige Holocaust-Überlebende, um seine Behauptung zu untermauern:
„Wenn Sie mich fragen, glaube ich, dass es sich um einen Völkermord handelt.“
Er kritisierte die „Straflosigkeit“ der israelischen Handlungen und verwies auf die militärische und wirtschaftliche Unterstützung der USA und das Schweigen Europas als Faktoren, die dazu beitragen. Als Bardem fortfuhr und die Notwendigkeit betonte, „die Menschlichkeit nicht zu verlieren“ und „die anzuprangern, die wir anprangern müssen“, begann die Playoff-Musik der Sendung zu spielen, und die Moderatorin Whoopi Goldberg versuchte, einen Zwischenruf zu machen. Die Sendung ging abrupt in eine Werbepause über und ließ die Zuschauer fassungslos zurück. Eine Quelle von „The View“ erklärte gegenüber Decider, dass die Unterbrechung aus Zeitgründen erfolgte, da der nächste Beitrag bereits aufgezeichnet war, und kein absichtlicher Versuch war, Bardem zu zensieren. Der plötzliche Wechsel löste jedoch Empörung in den sozialen Medien aus, da einige Zuschauer die Sendung beschuldigten, den Schauspieler zum Schweigen zu bringen. Bardems Äußerungen waren nicht auf die Talkshow beschränkt. Später am Abend bei der New Yorker Premiere von F1 bekräftigte er seine Haltung und trug eine Keffiyeh-Anstecknadel als Symbol der Solidarität mit Palästina. Im Gespräch mit Variety sagte er: „In der realen Welt in Gaza sterben Tausende von Kindern an Hunger, und es ist ein Völkermord, der vor unseren Augen in 4K stattfindet. Die amerikanische Unterstützung muss aufhören, Bomben zu finanzieren.“ Die Äußerungen des Schauspielers stehen im Einklang mit seiner Vergangenheit, in der er die Handlungen Israels lautstark kritisierte. Im Jahr 2014 unterzeichneten Bardem und seine Frau, die Schauspielerin Penélope Cruz, einen offenen Brief, in dem sie Israels Bombardierung des Gazastreifens während der Operation „Protective Edge“ verurteilten, was von einigen Seiten den Vorwurf des Antisemitismus nach sich zog. Bardem stellte damals klar, dass sich seine Kritik auf die Handlungen der Regierung und nicht auf das jüdische Volk bezog, und erklärte: „Jude zu sein ist nicht gleichbedeutend mit der Unterstützung dieses Massakers.“
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