Ukraine-Krieg
CDU-Verteidigungspolitikerin Serap Güler: Lieferung schwerer Waffen absolut notwendig und richtig

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Berlin – Aus Sicht der CDU-Verteidigungspolitikerin Serap Güler ist eine Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine „absolut notwendig und richtig“. Güler sagte der „Heilbronner Stimme„:
„Zu Beginn des Krieges bestand nahezu Einigkeit, nur defensive Waffen zu liefern. Aber die Ukraine wird brutal von einem Aggressor angegriffen, agiert pausenlos aus der Defensive heraus – deshalb ist auch alles, was wir gerade an Waffen liefern, defensiver Natur.“
Güler betonte: „Niemand sollte heute müde werden, deutlich zu machen, dass wir auf der Seite der Ukraine stehen. Deshalb sollten wir auch bereit sein, die Ukraine mit schweren Waffen zu unterstützen.“ Mit Blick auf die Bundeswehr sagte Güler: „Wir haben uns viel zu lange eingeredet, dass die Bedrohungslagen überschaubar und gut kalkulierbar sind, und das hat sicher mit dazu geführt, dass wir die Bundeswehr nicht in dem Maße ausgestattet haben, wie es eigentlich notwendig gewesen wäre.“ Sie mahnt: „Es muss nun allerdings nicht nur ein Umdenken geben was die Ausrüstung der Bundeswehr betrifft, sondern auch ein gesellschaftliches Umdenken, was den Stellenwert der Bundeswehr und unsere Wertschätzung betrifft. Die Ausstattung der Bundeswehr muss künftig widerspiegeln, was ihr Kernauftrag ist: Die Landes- und Bündnisverteidigung. Es reicht nicht mehr, nur einzelne Einsatzkontingente auszustatten.“

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Gastbeitrag
Terrorismusbekämpfung: Türkei sollte Zusammenarbeit mit Deutschland überdenken

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Die türkische Regierung hat gute Gründe, bei der gemeinsamen nationalen und internationalen Terrorismusprävention sowie Terrorismusbekämpfung mit Deutschland, Berlin kein Bewegungsspielraum mehr im eigenen Land zu bieten. Ein türkischer Staatsbürger soll in Deutschland Anhänger der Gülen-Bewegung (FETÖ) und der völkisch-kurdischen Terrororganisation PKK ausgespäht haben, berichtet die DPA unter Berufung auf die Bundesanwaltschaft. Die Anklage wirft dem Mann vor, für türkische Nachrichtendienste gearbeitet zu haben. Der Prozess gegen den Türken soll am Oberlandesgericht Düsseldorf stattfinden. Die Ermittlungen hätten bislang ergeben, dass der Mann für türkische Nachrichtendienste Informationen zu drei deutschen Staatsangehörigen übermittelt habe. Über weitere drei Personen habe der Mann demzufolge Informationen gesammelt. Die PKK wird von der Bundesregierung und damit von der Bundesanwaltschaft als Terrorvereinigung eingestuft. Die FETÖ hingegen nicht. Bis auf diese Tatsache, dass die Bundesregierung wie auch europäische Staaten die PKK als Terrororganisation eingestuft haben, gibt es keine weitere Gemeinsamkeit bei der Prävention und Bekämpfung der Terrororganisation PKK. Dafür dürfen sich deutsche Nachrichtendienste über den Informationsfluss türkischer Nachrichtendienste und Sicherheitskreise zu „islamistischen“ Terrororganisationen freuen. Schließlich ist die Türkei nahe am Schmelztiegel zahlreicher Konfliktherde, gewährt höchstwahrscheinlich auch deutschen Nachrichtendiensten, den Dienst fürs Vaterland innerhalb türkischer Grenzen zu verrichten. Diese Informationen aus der Türkei dienen dann deutschen Sicherheitskreisen als Basis, die Ermittlungen gegen Personen in Deutschland zu vertiefen und bei erhärtetem Verdacht in Gewahrsam zu nehmen oder in Rechenschaft zu ziehen. In Deutschland hat sich aber in der Politik wie Gesellschaft die Unsitte etabliert, zwischen Terroristen und Separatisten Unterschiede auszumachen. Es gibt demnach Terroristen und Separatisten, die gut sind, weil sie ihre Rechte verteidigen und schlechte, die ihr Recht ergreifen. Sprich, es gibt Separatisten in der Ukraine, die entgegen dem Völkerrecht zwei Volksrepubliken ausgerufen haben, die dann auch von Russland anerkannt wurde; das sind schlechte Separatisten, ganz schlimme Burschen, die bekämpft gehören, ja sogar mit schweren deutschen Waffen. Und es gibt Separatisten in Nordsyrien, die entgegen dem Völkerrecht Autonomie ausgerufen haben, die von keinem Land der Welt anerkannt sind, aber Stellvertreter in europäische Hauptstädte entsenden oder Vertreter von „Verbündeten“ selbst empfangen können, um nach Waffen zu betteln, was sie auch teils erhalten. Ja sogar Politbüros dürfen diese „guten“ Separatisten in diesen „Verbündeten“ Staaten betreiben. Ganz offiziell, versteht sich. Hingegen werden seit Jahren Personen, die ihre Pflicht als türkischer Staatsbürger wahrnehmen oder gar für türkische Nachrichtendienste arbeiten, im flagranti erwischt und in medialer Begleitung vor Gericht gezerrt. Nicht einmal mehr Wahlempfehlungen will man aus der Türkei dulden, droht imaginären symbolhaften Fabeltieren – sogenannte Graue Wölfe – mit Verbot und will die Vielfalt innerhalb der Türken in eine mausgraue Einfalt zurechtstutzen. Terrorismusbekämpfung: Türkei sollte Zusammenarbeit mit Deutschland überdenken Aber zurück zur nationalen und internationalen Terrorismusprävention und Terrorismusbekämpfung. Wenn man diese deutsche Eigenart vor Augen hält, wäre es in etwa so, wie wenn die türkischen Sicherheitskreise einen deutschen Staatsbürger festnehmen, der Informationen zu Personen und Kreisen innerhalb des Spektrums des IS (Islamischer Staat) sammelt und diese an deutsche Nachrichtendienste weitergibt. Schon allein die Tatsache, dass ein mutmaßlicher türkischer „Spion“ in Deutschland festgenommen und öffentlichkeitswirksam vor Gericht gezerrt wird, spricht Bände. Es geht ja schließlich nicht darum, dass der Mann Personen observiert hat, die in Zusammenhang mit Terrororganisationen stehen. Es geht nur darum, dass er über „deutsche Staatsbürger“ Informationen gesammelt und weitergereicht hat. Das wirft die Frage auf, ob Deutschland generell keinerlei Aktivitäten ausländischer Nachrichtendienste zulässt, was ja abwegig erscheint. Schließlich haben „befreundete“ Staaten nicht nur ihre Lauscherchen nach Berlin ausgerichtet, sondern sind auch personell überaus aktiv im Bundesgebiet tätig. Dann aber kommen wir unweigerlich zur nächsten logischen Schlussfolgerung: dass der Mann weder offiziell noch inoffiziell für türkische Nachrichtendienste tätig war. Vielmehr aus eigenem Antrieb heraus seinen Pflichten als Staatsbürger nachkam, und sogar weit darüber hinaus ging – solche Fälle soll es ja auch geben! Was die Ermittlungsergebnisse letztendlich ergeben, werden wir spätestens mit dem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf erfahren. Schon einmal endete so eine mediale vorgelebte Jurisprudenz in einem mageren Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz. Der Prozess gegen drei türkische Angeklagte wurde gegen Geldauflagen und Weisungen vorläufig eingestellt. Offensichtlich reichte es doch nicht, die Männer wegen Spionage medial vorzuführen. Ging es da eigentlich nur darum, die türkische Regierung in Misskredit zu bringen? Deren Interessen zu beschneiden? Die türkische Regierung lebt derzeit eine selbstbewusste Außenpolitik, zu der auch ein klarer Ton gehört. Dazu gehört, dass man die Zusammenarbeit mit solchen „Verbündeten“ überdenkt, die nicht dieselben Ziele verfolgen oder von gemeinsamer Arbeit nicht viel halten und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Dann muss Ankara aber klar und deutlich sagen, dass man in der Prävention oder Bekämpfung von Terrorismus die Informationen für sich selbst behält. Und, Spionage deutscher Nachrichtendienste in der Türkei nicht dulden wird, die selbst Spionage türkischer Nachrichtendienste verhindern. Schließlich ist das, was mit diesem Prozess in Düsseldorf angestoßen wird, nicht nur ein Akt der Unfreundlichkeit gegen die Türkei, sondern ein deutliches Signal an Ankara, sich von Deutschland fernzuhalten. Die Türkei muss entsprechend konsequent klarstellen, was sie ihrerseits nicht dulden wird: Spionage auf türkischen Boden. Es ist ein Schritt, der zumindest nachvollziehbar ist. Rücksicht auf Einwände aus Ankara wurden ja in Berlin bislang auch kaum genommen, weshalb dieser Schritt längst fällig ist.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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Türkei
Türkische Marine startet Militärübung Mavi Vatan 2022

Izmir – Mit 12.000 Soldaten begann am vergangenen Montag die türkische Marine das alljährlich durchgeführte Seemanöver „Mavi Vatan 2022“, dass parallel im Schwarzen Meer, Ägäischen Meer (Adalar Denizi) und Mittelmeer stattfindet und noch bis zum 21. April fortgesetzt wird. Wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilte, nehmen an dem Manöver insgesamt 122 Schiffe, 41 Luftelemente, amphibische Marineeinheiten, Angriffsteams, SAT- und SAS-Spezialkräfte (Kampftaucher-Einheiten der türkischen Marine), Küsten-Einheiten, Teams aus anderen Waffengattungen, das Oberkommando der Gendarmerie, die Küstenwache sowie öffentliche Institutionen und Organisationen teil. Hightech-Drohne Aksungur trifft bei Manöver Objekt zielgenau Bei dem Militärmanöver wurde zum ersten Mal die Kampfdrohne Aksungur des türkischen Luft- und Raumfahrtkonzerns TUSAŞ eingesetzt, die sich im Bestand der türkischen Marine befindet. Ihre Feuerkraft konnte die Aksungur-Drohne unter Beweis stellen, als sie bei einer Übung mit der präzisionsgelenkten Fliegerbombe MAM-L mit Laserleitsystem das anvisierte Objekt über Wasser im östlichen Mittelmeer mit großer Zielgenauigkeit traf. Die TUSAŞ-Drohne kann zu Patrouilleneinsätzen, als Angriffsdrohne, aber auch für nachrichtendienstliche Zwecke eingesetzt werden. Sie besitzt eine Spannweite von 24 Metern und wiegt mit Nutzlast 3,3 Tonnen, wobei die Drohne 750 kg Gewicht transportieren kann. Vor zwei Jahren flog die Allzweck-Drohne bewaffnet mit 12 präzisionsgelenkten Fliegerbomben des Typs MAM-L von Roketsan 28 Stunden in der Luft. 60 Flugstunden bei Einsatz zur Brandbekämpfung Angetrieben wird die zweimotorige Drohne mit einem PD 170 Diesel-Motor. Die maximale Flughöhe beträgt 40.000 Feet, also 12.192 Meter. Was diese Hightech-Drohne noch auszeichnet: Der Operationsradius beträgt 6.500 km, bei dem Aufklärungs- und Überwachungsaufgaben sowie Angriffe gegen feindliche Ziele geflogen werden können. Als am 13. Juli 2021 ein Waldbrand in der Region Adana ausbrach, wurde die Aksungur für Aufklärungszwecke eingesetzt und lieferte den Einsatzkräften wichtige Informationen zur Brandbekämpfung. Bei diesem Spezialeinsatz stellte die Aksungur mit 60 Flugstunden einen neuen Rekord auf. Kemal Bölge

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Die ersten Kampfhubschrauber aus türkischer Produktion wurden am Mittwoch offiziell an die philippinische Luftwaffe (PAF) ausgeliefert.

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Nordirak
Türkischer Geheimdienst nimmt PKK-Terroristen fest

Ankara – Den türkischen Sicherheitsbehörden ist ein weiterer Schlag gegen die Terrororganisation PKK gelungen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, hat der türkische Geheimdienst MIT das mutmaßliche PKK-Mitglied Abdulkerim Yilmaz im Nordirak festgenommen und in die Türkei gebracht. Haftbefehl wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung Gegen Yılmaz lag ein Haftbefehl vor, weil der Extremist 2015 als Kollaborateur der PKK/KCK vier Mitglieder der Terrororganisation mit seinem Fahrzeug von der Ortschaft Derecik nach Şemdinli gefahren haben soll. Daraufhin hatten die türkischen Strafverfolgungsbehörden einen Haftbefehl erlassen, da Yılmaz „wissentlich und vorsätzlich“ die Extremistenorganisation unterstützt habe. Flüchtete 2015 in den Nordirak, um seiner Festnahme zu entgehen Um seiner Festnahme zu entgehen, floh er 2015 in den Nordirak und lebte dort im Untergrund. Medienberichten zufolge soll der türkische Nachrichtendienst den Terroristen überzeugt haben, sich zu ergeben. Die PKK wird von der Türkei und den USA sowie der EU als terroristische Organisation eingestuft. Sie wird für den Tod von mehr als 40.000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, verantwortlich gemacht. Kemal Bölge

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Wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung nahm die zuständige Behörde in Niedersachsen 2019 eine im Jahr 2014 vollzogene Einbürgerung eines Mannes zurück. Gegen die Rücknahme der Einbürgerung erhob der Mann Klage.

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Investment
Aktienkauf – Immer auf den Wettbewerb achten

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Es gibt viele beliebte Faktoren, die Anleger vor dem Kauf von Aktien analysieren, um zu entscheiden ob sich das Investment lohnt. Dazu gehören zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), die Dividendenrendite oder das Ergebnis per Aktie. Aber man sollte beim Aktienkauf auch immer einen Blick auf den Wettbewerb werfen. Denn oft lässt sich daran erkennen, wie gut oder schlecht es einer Branche geht. Zudem kann man innerhalb des Marktes sehen, wie sich der Gewinn in Zukunft entwickeln wird. Deswegen ist es wichtig, vor jedem Kauf sich die Konkurrenz ebenfalls gut anzuschauen, damit man auch die richtige Entscheidung trifft. Beim Aktienkauf gibt der Wettbewerb Auskunft vom Markt Die direkte Konkurrenz in einer Branche zeigt einem, wo der Markt gerade steht. Erzielen die Firmen gute Gewinne oder verlieren sie noch immer Geld während der Phase des Wachstums? Das sind wichtige Fragen, die einem bei der Entscheidung helfen können. So ist es nicht unüblich, dass auf vielen Zukunftsmärkten so ziemlich alle Unternehmen eine lange Zeit Geld verbrennen. Gibt es jedoch Konkurrenz, die bereits Gewinn erzielt, während andere Mitbewerber noch immer Kapital verlieren, dann gilt es sich diesen Faktor ganz besonders gut anzuschauen, denn es könnte sich um ein strukturelles Problem bei der Firma handeln, in die man investieren möchte. Sollte es keinen guten Grund geben, weshalb der ausgewählte Wert Geld verliert, obwohl Wettbewerber Geld verdienen, dann könnte auch dies ein Warnsignal sein. Auf etablierten Märkten hingegen sollte man die Gewinne mit der Konkurrenz vergleichen. Oft gibt es Unternehmen, die über Jahrzehnte Gewinne erzielen und Dividenden ausschütten. Diese sind als Dividenden-Aristokraten bekannt und bestehen in der Regel aus ganz besonders stabilen Werten. Eine Benchmark-Analyse kann dann Auskunft darüber geben, welche Aktie das beste langfristige Investment bietet. Oft kann nur ein Unternehmen erfolgreich sein Viele Branchen zeichnen sich dadurch aus, dass nur ein oder wenige Unternehmen am Ende erfolgreich sein werden. Die Herausforderung besteht nämlich daraus, die richtige Aktie zu finden, die den Kampf am besten übersteht. Der First-Mover hat hierbei natürlich immer einen großen Vorteil, aber es kommt auch oft vor, dass dieser am Ende nicht die Oberhand hat. Ist der ausgewählte Wert dann also der sogenannte First-Mover, kann er als Erster die größten Gewinne erzielen, während die Mitbewerber fast leer ausgehen. Das konnte man besonders gut beim Rennen um die ersten Corona-Impfungen beobachten. Pfizer/Biontech und Moderna waren die Ersten mit einer Impfung und konnten beide fast 20 Mrd. USD Dollar Umsatz in 2021 erzielen, während die Konkurrenz nur Bruchteile davon erreichte. Man sollte also auf das Unternehmen setzen, dass die besten Chancen hat, die Konkurrenz zu schlagen. Besonders bei neuen Märkten, bei denen sich der Marktanteil schneller aufteilt, dann aber nur schwer zu ändern ist, gilt extra Vorsicht. So konnte nicht mal Google mit seinem Google+ Dienst den bereits etablierten Konkurrenten Facebook jemals in Bedrängnis bringen. Auf mehrere Wettbewerber gleichzeitig setzen Deswegen kann es auch eine gute Strategie sein, auf die erfolgreichsten Wettbewerber zu setzen, um so das Risiko zu streuen. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Pferderennen, denn eins davon wird natürlich als Erster das Ziel erreichen. Anders als beim Rennen kann man jedoch trotz der Verluste auf die Verlierer allein mit dem Gewinner immer noch die gewünschte Rendite erzielen. Ganz ähnlich erzielen sogenannte Business-Angel und Venture-Capitalists ihre Gewinne, obwohl die meisten Investments es nicht zum Erfolg schaffen. Dabei gehen Schätzungen davon aus, dass bis zu 75% der Start-Ups Bankrott gehen, trotz der Kapitalspritze durch den Risikokapitalgeber. Die restlichen 25% fangen die Verluste jedoch wieder auf und haben schon so manchen Investor reich gemacht. So konnte sich Peter Thiel als erster Risiko-Investor für 500.000 USD insgesamt 10,2% von Facebook sichern und später für rund 400 Mio. USD verkaufen. Hätte er die Aktien noch länger gehalten, wären es mehrere Milliarden geworden. Ähnlich erfolgreich konnte Spotify sich damals mit dem Geldgeber Northzone als größtem Investor finanzieren. Aufgrund der damals prächtigen Entwicklung von Spotify konnte man sich damit viel Geld sichern. Auf BrokerDeal kann man sich dazu auch die aktuelle Analyse der Spotify Aktie ansehen. Fazit: Aktienkauf & Wettbewerbsanalyse sind eng verknüpft Ob fest etablierte Unternehmen in alten Branchen oder neue Aufsteiger in Zukunftsmärkten, in jedem Fall sollte man sich den Wettbewerb gut anschauen. Oft kann man daran erkennen, wie gut es einer Branche geht und wie die Erwartungen in Zukunft sind. Das hilft dabei, die richtige Entscheidung beim Investieren zu treffen. Oft ist es auch so, dass auf dem Markt nur eine gewisse Anzahl von Mitbewerbern erfolgreich sein kann. Dann sollte man besonders vorsichtig sein und mithilfe von Benchmark- und Wettbewerbs-Analysen die Konkurrenz untersuchen. Anschließend kann man auf eins oder mehrere Unternehmen in einer Branche setzen, um das Risiko zu streuen. Deswegen gilt beim Aktienkauf auch immer, auf den Wettbewerb zu achten.
Die hier zur Verfügung gestellten Informationen sind keine Anlage- oder Finanzberatung. NEX24 gibt keine Kauf- und Verkaufsempfehlung für bestimmte Aktien. Bitte betreiben Sie eigene Nachforschungen und suche professionellen finanziellen Rat bevor Sie eine Investmententscheidung treffen.

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Bundeskanzler Olaf Scholz ist am Montag zu seinem ersten offiziellen Besuch seit seinem Amtsantritt in der Türkei eingetroffen.

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Immobilienkauf
Türkei: Änderungen beim Erwerb der Staatsbürgerschaft

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Ankara – In der Türkei sind Änderungen in den Ausnahmebestimmungen bezüglich des Erwerbs der türkischen Staatsbürgerschaft vorgesehen. Bereits seit dem 19. September 2018 hatten Ausländer die Möglichkeit, über den Kauf einer türkischen Immobilie die türkische Staatsbürgerschaft zu erhalten, wenn der Wert der Immobilie bei 250 000 US-Dollar lag. Um Investitionen zu fördern, hatte die türkische Regierung damals die erforderlichen Mindestvorgaben für den Erwerb der türkischen Staatsbürgerschaft durch Ausländer von einer Million Dollar auf 250.000 Dollar gesenkt. Nach einem Beschluss des Kabinetts soll dieser Wert aktuell auf 400 000 US-Dollar erhöht werden. Die Änderung des Wertbetrages tritt jedoch erst nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft. Der Kauf einer Immobilie zu diesem Zweck kann – wie bisher – auch in einer anderen Fremdwährung erfolgen, die umgerechnet diesen Dollarwert ergibt. Es dürfen auch mehrere Immobilien sein, die insgesamt einen eingetragenen Verkehrswert von über 400 000 US-Dollar erreichen. Hier müssen jedoch alle Anträge zeitgleich gestellt werden. Eine weitere Voraussetzung besteht darin, dass diese Immobilien drei Jahre nicht veräußert werden dürfen. Die Anträge werden über den Kauf beim Grundbuchamt gestellt, welches die weitere Bearbeitung und Versendung zur Prüfung beim zuständigen Ministerium mit allen notwendigen Unterlagen übernimmt. Bei einer positiven Prüfung erhält der Antragsteller in der letzten Antragsphase eine Einladung von Generaldirektion für Bevölkerungs- und Staatsbürgerschaftsangelegenheiten, um die Prozedur abzuschließen. Gesetzliche Beschränkungen für ausländische Immobilienkäufer Ein Ausländer darf maximal 30 Hektar Grundbesitz erwerben. Er muss sich außerhalb der militärischen Verbots- und Sicherheitszonen befinden. Diese Auskunft gibt das Grundbuchamt. Der Immobilienerwerb von Ausländern darf in den Landkreisen die Fläche von insgesamt 10 Prozent nicht überschreiten. Marina Bütün/Ankara

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– Türkei – Ukraine-Krieg: Mieten steigen in Antalya um bis zu 300 Prozent

Die Miet- und Immobilienpreise in der türkischen Provinz Antalya sind seit Beginn des russisch-ukrainischen Krieges in die Höhe geschnellt, da Russen und Ukrainer, die aus ihren Ländern fliehen mussten, dort Immobilien erwerben.

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Griechenland
Griechischer Forscher: Türkei ist ein „internationaler Player“

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Athen – Nach Ansicht des griechischen Turkologen Dr. Dimitrios Stathakopoulos ist die Türkei eine „Regionalmacht“ und Griechenland sei gezwungen, auf die Forderungen der Türkei einzugehen. Der Wissenschaftler von der Universität Piräus äußerte sich in einer Livesendung im griechischen Fernsehen zum „Russland-Ukraine-Krieg“ und die Rolle und den Einfluss der Türkei. Dr. Stathakopoulos: Ankara ist große Macht im östlichen Mittelmeer Er habe einen Bericht über Libyen gelesen und die dortige libysche Regierung betrachte die Präsenz der türkischen Armee in dem Land als legal an. Die Türkei ist nach Meinung des Forschers nicht nur zu einem „internationalen Player“ aufgestiegen, sondern sei auch als große Macht des östlichen Mittelmeers existent und spreche mit den Großen der Welt, führe Verhandlungen und komme sogar als Garantiemacht infrage. Wenn das Durcheinander in der Ukraine vorbei sei, werde die Türkei daraus mehr Vorteile haben als Griechenland. Allgemein betrachtet sehe man die Präsenz der Türkei im östlichen Mittelmeer. Von Aserbaidschan bis Syrien, mit dem Segen Russlands und der Erlaubnis der Amerikaner, Franzosen und Russen in Libyen. Wegen Griechenland sehe er, was geschehen wird und noch passieren werde. Sein Aussagen zu diesem Thema seien letzte Woche auf der Titelseite einer Zeitung veröffentlicht worden. Im Ägäischen Meer werde es zu einem „Prespes“ kommen [Anm. d. Red. Prespes: Der Vertrag mit Nordmazedonien]. „Athen ist der Verlierer“ Die Moderatorin betont während des Interviews, dass dieser Punkt von Bedeutung sei und fragt Dr. Stathakopoulos, ob Griechenland wieder „der Verlierer“ sein werde. Der Wissenschaftler erklärt: „Natürlich werden wir der Verlierer sein, weil wenn man genauer hinsieht, hat die Türkei, was die Souveränität Griechenlands angeht, gar nichts in der Hand. Wenn die Türkei vom Verhandlungstisch aufsteht, wird alles, was es bekommt, als Gewinn angesehen werden. Selbst wenn es nicht danach aussieht, dass wir verlieren, werden wir der Verlierer sein, weil wir keinen vermeintlichen Krieg führen, der Frieden einkehrt etc. Aber wir werden die wahren Verlierer sein, weil wir allgemein betrachtet auf dem geopolitischen Schachbrett die zweite Marionette sind. Wie ich immer wieder darauf hingewiesen und dargelegt habe, wird das in der NATO auch so akzeptiert. Die einzige Hoffnung besteht, was die Türken als „kazan kazan“ bezeichnen, sich verwirklicht. Wir haben die Hoffnung, mit „kazan kazan“ zu gewinnen. Aber die Türken denken nicht mehr in diesen Kategorien. Sie wollen einen Löwenvertrag im Verhältnis 80 – 20 Prozent. Wie die alten Juristen zu sagen pflegten, liegt hier ein Eheverhältnis vor. Der Ehemann ist die Türkei und die Frau, die ihrem Mann gehorcht, ist Griechenland. Die Türkei sieht die Beziehungen zu Griechenland mit einem Vertrag und Frieden in dieser Form. Was bedeutet Souveränität? Die Kontrolle über unsere souveränen Ressourcen. Wenn wir damit anfangen, Ressourcen, die 100 Prozent uns gehören, mit anderen zu teilen, wäre das gleichbedeutend mit dem Verlust der nationalen Souveränität. Dann werden Sie mich fragen, was es mit Nordmazedonien auf sich hat. Aus unserer Sicht ist gar nichts passiert, weil sie für uns nie eine Bedrohung dargestellt haben und immer noch nicht darstellen. Aber wenn wir mit den Türken einen „Prespes-Vertrag“ unterzeichnen, käme das einer Auflösung Griechenlands gleich. Da Griechenland in dieser Frage Konzessionen gemacht hat und keinen Krieg oder Unheil möchte, liegt es vor der Türkei, die achtmal größer ist als Griechenland. Sie behaupten nicht noch einmal Konzessionen zu machen. Ihre Forderungen werden sie unblutig durchsetzen, daran glaubt die Türkei. Auch wenn mir das nicht gefällt, was ich hier verlautbart habe, glaubt die Türkei daran. Es geht nicht darum an was ich glaube, sondern was die Türkei über uns denkt.“ Kemal Bölge

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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bedankte sich beim griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis für die ausgesprochenen Genesungswünsche.

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"Logistik-Masterplan"
Erdogan: Türkei wird logistische Supermacht

Ankara – Die Türkei wird sich laut Präsident Recep Tayyip Erdogan zu einem Logistikzentrum entwickeln. Der türkische Staatschef stellte am Dienstag einen „Verkehrs- und Logistik-Masterplan“ für das Jahr 2053 vor. Dieser umfasst auch den umstrittenen Kanal Istanbul. „Die Türkei ist auf dem Weg, die logistische Supermacht eines riesigen Gebietes zu werden, das von London bis Peking und von Sibirien bis Südafrika reicht“, sagte Erdogan auf einer Pressekonferenz nach einer Kabinettssitzung. Das Handelsdreieck Europa-Asien-Afrika, in dem die Türkei liegt, biete große Chancen für das Land, insbesondere im Bereich des Verkehrs, so Erdogan. Die Investitionen in den Schienenverkehr stünden im Mittelpunkt der Regierungspläne, und es sei geplant, das Schienennetz bis 2053 auf 28.590 Kilometer zu erweitern, so Erdogan. Die Regierung wolle den Anteil der Schiene am Personenverkehr von 1 Prozent auf 6,2 Prozent erhöhen, was über dem europäischen Durchschnitt liege, erklärte der türkische Staatschef weiter. Seine Regierung wolle auch die Qualität des Straßennetzes durch neue Investitionen verbessern, um einen ununterbrochenen und komfortableren Transport zu ermöglichen. Er fügte hinzu, dass die Türkei bis 2053 das Straßennetz von 28.650 Kilometern auf 38.000 Kilometer und das Autobahnnetz von 3.633 Kilometern auf 8.325 Kilometer erweitern werde. Das Projekt des Istanbul-Kanals sei auch von entscheidender Bedeutung, um den Schiffsverkehr im Bosporus zu verringern und die Macht der Türkei aufgrund ihrer geopolitischen Lage zu stärken. Erdogan versprach außerdem, die Zahl der Flughäfen in den kommenden Jahren von derzeit 56 auf 61 zu erhöhen.

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– Türkei – Mega-Kanal in Istanbul soll schon in sechs Jahren fertiggebaut sein

Der Bau des umstrittenen Multimilliarden-Dollar-Kanals in Istanbul wird in sechs Jahren abgeschlossen sein, so der türkische Transportminister Adil Karaismailoğlu in einem Interview auf CNN Türk.

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NEX24-Interview
Historiker Murat Derin: Einreiseverbot nach Griechenland verstößt gegen europäische Normen

Im Interview mit NEX24 kritisiert der Forscher Murat Derin das Einreiseverbot Griechenlands gegen ihn, da es gegen die Meinungs- und Reisefreiheit verstoße und an den Universitäten in der Türkei viele griechische Wissenschaftler lehrten und forschten. Murat Derin wurde 1982 in Ipsala geboren und machte sein Abitur am beruflichen Gymnasium in Keşan. Er arbeitet als Computeranwender an der Trakya-Universität und schloss seinen Master 2018 an der Çanakkale-Universität mit dem Thema „Eine politische Partei in Westthrakien: Die Partei für Freundschaft, Gleichheit und Frieden“ ab. Derin promoviert derzeit im Fachbereich Internationale Beziehungen an der Trakya-Universität in Edirne. Von ihm sind zahlreiche Artikel über die Geschichte und Völker des Balkans erschienen. Der Wissenschaftler ist Vorstandsmitglied des Strategischen Forschungszentrums Rumelien Balkan (RUBASAM). NEX24: Herr Derin, am vergangenen Samstag wurde Ihnen von Beamten am Grenzübergang Kipi die Einreise nach Griechenland verwehrt. Können Sie noch einmal erläutern, was genau passiert ist? Murat Derin: Wegen eines Forschungsaufenthalts kam ich am 9. April 2022 etwa gegen 11 Uhr am Grenzübergang Kipi an, um nach Griechenland einzureisen. Nachdem ich eine Weile warten musste, wurde mir von den diensthabenden Polizeibeamten mitgeteilt, dass gegen mich ein Einreiseverbot vorliegt und ich deshalb nicht in ihr Land einreisen dürfe. Als ich fragte, welches Problem vorliege und was der Grund des Einreiseverbots sei, wurde zuerst ‘Wir wissen es nicht’ und später ‘Du wirst den Grund kennen’ geantwortet. Ich habe eine amtliche Bescheinigung verlangt. Sie haben ein ‘Formular für zurückgewiesene Reisende’ ausgefüllt. Als ich mir das Formular durchgelesen habe, sah ich ein Häkchen beim Kästchen ‘Nationalen Informationssystem’. Von den diensthabenden Polizeibeamten wurde ich zurückgeschickt. Obwohl keine Straftat oder Ermittlungen vorliegen und bei dieser Sache nichts dergleichen verlautbart wurde, bin ich doch sehr überrascht. NEX24: Sie sind als Wissenschaftler an der Universität von Edirne tätig und beschäftigen sich mit der Geschichte der Westthrakien-Türken, der Geschichte und Kultur der Balkan-Länder. Was haben Sie gedacht, als Ihnen die Einreise verwehrt wurde? Ich habe meinen Master über die Balkanforschung und Internationale Beziehungen absolviert. Ich mag es, über die Geschichte des Balkans, die Geografie und seine Kultur zu forschen. Fast sämtliche Balkanländer habe ich Dutzende Male besucht und bin begeistert, wenn ich Feldforschung betreiben kann. Griechenland ist ein nationaler und unabhängiger Staat und es kann im eigenen Ermessen Entscheidungen treffen. Allerdings ist es keine Lösung, einem Akademiker ein Verbot aufzuerlegen. In der Türkei gibt es viele griechische Akademiker. Sie lehren und forschen an unseren Universitäten. In einem Land, das EU-Mitglied ist und als die Wiege der Demokratie betrachtet wird, sollten derartige Verbote nicht erteilt werden. Dieser Gesichtspunkt verstößt gegen die europäischen Normen. Die Meinungs- und Reisefreiheit einschränken zu wollen gehört sich nicht und sollte der Vergangenheit angehören. Mit Ausnahme von irrtümlichen Fehlern versuchen Akademiker durch objektive Arbeiten wichtige Publikationen hervorzubringen. Auch mein Ziel besteht nicht darin, Unbehagen zwischen Ländern oder Gesellschaften hervorzurufen. Eine solche Absicht hat es nie gegeben. Jedes Land sollte seine Türen für diejenigen öffnen, die wissenschaftliche Forschung betreiben und wenn dieses Land auch noch ein EU-Mitgliedsland ist, sollte es dem eine größere Bedeutung beimessen. NEX24: Am 15. März 2022 hatten Baufahrzeuge der Stadtverwaltung von Avdira im Dorf Horozlu einen türkisch-muslimischen Friedhof aus osmanischer Zeit zerstört, um auf dem Gelände eine Sportanlage zu errichten. Nach Protesten hat die Stadt Avdira erklärt, dass die Sportanlage an einem anderen Platz gebaut werden soll. Was können Sie als Historiker über die türkischen Friedhöfe in Westthrakien sagen? Wie auf dem gesamten Balkan gibt es auch in Griechenland sehr viele türkisch-muslimische Friedhöfe. Einer davon ist der Friedhof aus osmanischer Zeit im Dorf Horozlu. Nachdem in diesem Fall die notwendigen Schritte unternommen wurden, hat man den Fehler wieder korrigiert. Wie der Bürgermeister gegenüber den Medien erklärt hat, soll die Begräbnisstätte in seiner ursprünglichen Form wieder errichtet werden. Friedhöfe sind heilige Stätten. Ich denke, es macht keinen Unterschied, welcher Religion es angehört oder wo es sich auf der Welt befindet, es sollte respektiert werden. NEX24: Sie haben letztes Jahr ein Buch mit dem Titel „Batı Trakya Türklerinin Gür Sesi Dostluk Eşitlik ve Barış Partisi“ („Die lautstarke Stimme der Westthrakien-Türken – Die Partei für Freundschaft, Gleichheit und Frieden“) veröffentlicht. Können Sie zu dieser Publikation etwas sagen? Die Partei für Freundschaft, Gleichheit und Frieden (DEB) wurde 1991 vom verstorbenen Dr. Sadık Ahmet gegründet. Es ist eine zugelassene Partei in Griechenland. Wir haben mit unserer Arbeit in der Region recherchiert, die Gründungsphase, die Parteitage und politische Geschichte näher beleuchtet. Mit Erlaubnis der Nationalbibliothek Griechenlands wurde es mit der Erteilung einer Internationalen Standartbuchnummer (ISBN) gegen Ende 2021 publiziert. Vielen Dank für das Gespräch Das Interview führte Kemal Bölge

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Ukraine-Krieg
„Putins Großoffensive mit leichten Waffen nicht aufzuhalten“

Osnabrück – Der frühere Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels, hat die Bundesregierung zu zügigen Panzerlieferungen an Kiew aufgefordert. „Wenn die Ukraine um Schützenpanzer vom Typ Marder bittet, sollten wir dem so schnell wie möglich nachkommen“, sagte Bartels im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Wenn wir Marder abgeben, müssten wir auch ukrainische Soldaten daran ausbilden, hier bei uns oder auch in Polen“, ergänzte der SPD-Sicherheitspolitiker. „Ich gehe davon aus, dass wir in wenigen Wochen Marder oder auch Panzerhaubitzen an das ukrainische Heer übergeben könnten, vielleicht sogar moderne Luftabwehrsysteme, die man kurzfristig aus Exportaufträgen unserer Industrie abzweigt.“ Der Wehrbeauftragte von 2015 bis 2020 sieht in einer militärischen Stärkung der Ukraine eine Chance, das Blutvergießen zu beenden. Zwar könne Russlands Präsident Wladimir Putin „hinter dem atomaren Schutzwall sein Zerstörungswerk fortsetzen, auch wenn die konventionellen Streitkräfte vor Charkow und Odessa scheitern“, sagte er der „NOZ“. „Aber es könnte dann, bevor die Nuklearoption Realität wird, was nicht einmal die Chinesen gutheißen würden, auch zu einem Waffenstillstand kommen“, so sein Argument. „Deshalb bleibt die Stärkung der ukrainischen Verteidigungskraft das Gebot der Stunde.“ Mit den bisher von Berlin gelieferten leichten Waffen „hält man Putins geplante Großoffensive in der Ostukraine nicht auf“, sagte Bartels weiter. Die Nato werde nicht mit eigenen Truppen auf ukrainischem Boden oder an anderer Stelle gegen Russland eingreifen. „Unterhalb dieser Schwelle aber braucht es jede Unterstützung für Kiew, die möglich ist.“ Das Argument, Deutschland dürfe keine Waffen abgeben, um die eigene Wehrfähigkeit nicht zu schwächen, „zieht nicht“, sagte der SPD-Politiker weiter. „Deutschland muss sich nicht gegen Russland verteidigen, sondern die Ukraine.“ Das Land kämpfe um seine Existenz, „aber auch um die Freiheit als Lebensprinzip für alle Menschen in Europa“. Deutschland sei durch die Nato-Mitgliedschaft vor einer möglichen Aggression Russlands geschützt. „Die richtet sich aber jetzt gegen die Ukraine. Das heißt: Wo russische Kampfkraft sich verbraucht, kann sie nicht mehr die Nato und unser eigenes Land bedrohen.“ Zumal es bei den Marder-Panzern „zunächst um eine überschaubare Stückzahl aus Bundeswehrbeständen gehen dürfte, die unsere Industrie zügig ersetzen könnte“.

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