Islam in Deutschland
IGMG-Chef Mete: Bald keine Imame aus der Türkei mehr

Der Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüs (IGMG), Ali Mete, übt Kritik am Umgang mit Muslimen im Zusammenhang mit Terroranschlägen

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Osnabrück – Der Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüs (IGMG), Ali Mete, übt im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) Kritik am Umgang mit Muslimen im Zusammenhang mit Terroranschlägen.

„Von uns wird nicht nur erwartet, dass wir uns nach jedem Terrorakt distanzieren, sondern auch von Regierungen, von Personen, von Standpunkten, die als muslimisch motiviert gelesen werden“, sagte Mete.

„Muslimen wird unterstellt, sie hätten eine Nähe zu solchen Taten oder würden sie insgeheim begrüßen. Das nährt Vorurteile.“

Mete spricht im Interview mit der NOZ von „Sippenhaft“. Für die religiöse Gemeinschaft IGMG erklärte Mete: „Wir verurteilen jede Form von Hass und Gewalt, egal von wem sie ausgeht und wen sie trifft.“

Mete fügte hinzu: „Als islamische Religionsgemeinschaft sehen wir in unserer Religion Werte wie Frieden und Gerechtigkeit verankert. Das wird auch gepredigt.“

Millî Görüs Bald keine Imame mehr aus der Türkei

Der Großteil der Imame in den Moscheen der IGMG komme nicht mehr aus der Türkei, betonte Mete weiter im Interview mit der NOZ.

Mete sagte, in rund 400 Moscheen arbeiteten nur noch rund 40 Imame aus der Türkei. „Der Großteil unserer Imame ist aus Deutschland, wo wir unser religiöses Personal seit vielen Jahren selbst ausbilden“, so Mete.

„Ich gehe davon aus, dass in einigen Jahren keine Imame mehr aus der Türkei kommen müssen, was ja auch nur eine Übergangslösung war, weil wir in Deutschland einen Imam-Engpass haben.“

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