Griechenland
Westthrakien: Schulratswahlen der türkischen Minderheit am 22. Mai

Im April äußerten türkischstämmige Demonstranten ihren Unmut über die erneute Verschiebung der Schulratswahlen.

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Von Kemal Bölge

Die immer wieder verschobenen Schulratswahlen der türkischen Minderheit im griechischen Westthrakien, sollen am 22. Mai stattfinden. Aufgrund der Pandemie wurden die Wahlen von den Behörden insgesamt acht Mal verschoben.

Die Eltern der Schüler an 69 Schulen der türkischen Minderheit in Westthrakien sind am kommenden Samstag aufgerufen, neue Schulräte zu wählen. Wie der Präsident der Schulräte-Union Westthrakiens, Ercan Ahmet, mitteilte, habe er diesbezüglich ein Gespräch mit dem Bildungsdirektor für die Provinz, Konstantin Bandikos, geführt und darin sei der 22. Mai 2021 als Datum für die Schulratswahlen fixiert worden.

Präsident der Schulräte-Union Ercan Ahmet: Am Samstag wird es keine großen Menschenansammlungen geben

Ercan Ahmet erklärte: „Man hat sich für einen schulfreien Tag entschieden, an dem kein regulärer Unterricht stattfindet und die Wahlen durchgeführt werden können. Da die Schülerinnen und Schüler an diesem Tag nicht in der Schule sind, wird es keine großen Menschenansammlungen geben. Diese Entscheidung haben wir seit Langem erwartet. Herr Bandikos hatte erklärt, dass der offizielle Beschluss den Schulen am Montag übermittelt wird.“ Ahmet wünschte den Minderheitenschulen alles Gute und appellierte an die Eltern der Schüler, am 22. Mai an die Wahlurnen zu gehen, um die neuen Schulräte zu bestimmen. Für die bevorstehenden Wahlen wünschte der Vorsitzende der Schulräte-Union allen Kandidaten viel Erfolg.

Demonstration und Dialog führte zum Erfolg

Der Bildungsdirektor für Ostmakedonien und Thrakien, Bandikos, hatte im Dezember letzten Jahres die Schulratswahlen angekündigt, die jedoch wegen den Corona-Verordnungen acht Mal verschoben werden mussten. Nach der abermaligen Verschiebung der Schulratswahlen rief der Verband der Gewerkschaftsräte im April zu Demonstrationen auf. Daraufhin versammelten sich Menschen in der griechischen Stadt Komotini (Gümülcine) und Xanthi (İskece) in Westthrakien zu Kundgebungen, um gegen die wiederholte Verschiebung der Schulratswahlen zu protestieren. Nach einem Gespräch mit dem Bildungsdirektor übergaben die Organisatoren der Veranstaltung diesem eine Unterschriftenliste mit 967 Unterzeichnern.

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