Anrecht auf entspanntes Einkaufserlebnis
Zu laut geweint: Mutter mit zweijährigem Kind aus Supermarkt geworfen

Für eine Welle der Empörung hat die Meldung gesorgt, dass die Mutter eines zweijährigen Kindes in Fürth aus einer Edeka-Filiale geworfen worden sein soll. Das Kind habe lediglich geweint, weil es müde war.

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München (nex) – Nach einem skandalösen Vorfall in einem Supermarkt in Fürth sah sich der Handelsverband Bayern e.V. zu einer Stellungnahme veranlasst.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, soll eine Mutter in einer Edeka-Filiale in Fürth aufgefordert worden sein, das Einkaufszentrum zu verlassen. Der Grund: Ihre zweijährige Tochter habe lautstark geweint. Das Kind habe weder randaliert noch Regale ausgeräumt, beteuerte die 27-Jährige, es sei einfach müde gewesen.

Der Vorfall hat zu einem Sturm der Empörung in den sozialen Netzwerken geführt. Die Geschäftsleitung ihrerseits erklärte, sie habe die Mutter lediglich gebeten, „dafür zu sorgen, dass die übrigen Kunden ihr Recht auf Einkaufen in entspannter Atmosphäre wahrnehmen können“.

Der Handelsverband Bayern selbst spricht von einem „Missverständnis“. Uwe Werner, der Bezirksgeschäftsführer für Mittelfranken, plädierte gegenüber FOCUS Online für gegenseitige Toleranz beim Shopping, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden.

Er erklärte, dass unabhängig von diesem Einzelfall „Kinder in unserer Gesellschaft natürlich einen hohen Stellenwert“ genießen würden, und man deshalb „eine gewisse Nachsicht in Hinblick auf eine etwaige Lärmbelästigung“ erwarten könne.

Auf der anderen Seite hätten die Kunden eines Supermarktes „natürlich ein Anrecht auf ein entspanntes Einkaufserlebnis und Eltern auch eine gewisse Verantwortung“. Kinder seien aber selbstverständlich in allen Fürther Geschäften willkommen.

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