Terror in Istanbul
Istanbul: IS-Terrorist als Attentäter von İstiklâl identifiziert

Die türkischen Sicherheitskräfte haben den Verantwortlichen für den Selbstmordanschlag von Istanbul als mutmaßlichen IS-Anhänger identifiziert.

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Istanbul (nex) – Die Identität des Selbstmordattentäters, der am Samstagmorgen in der berühmten Istiklal-Fußgängerzone in Istanbul vier Menschen mit sich in den Tod gerissen hat, darunter drei israelische Staatsangehörige sowie ein Iraner, ist geklärt. Es handelt sich um einen mutmaßlichen Angehörigen der Terrormiliz IS (Daesh) namens Mehmet Öztürk. Dies berichtet die Dogan-Nachrichtenagentur. Das Innenministerium hat die Meldung bereits bestätigt. Der Vater und der Bruder des Verdächtigen sind Berichten zufolge festgenommen worden und werden zurzeit verhört. Der 1992 in Gaziantep geborene Öztürk stand auf der Terrorfahndungsliste des Innenministers als mutmaßlicher IS-Angehöriger. Die Identität des Verdächtigen wurde auf der Basis von DNA-Tests an der Leiche und deren Vergleich mit der DNA der Angehörigen festgestellt.

Öztürks Vater soll erklärt haben, der Mann, der in der Videoaufnahme vom Tatort zu sehen war, sehe wie sein Sohn aus. Er habe angenommen, sein Sohn sei in Syrien vermisst gewesen, jüngst soll er sich Gerüchten zufolge bereits seit Längerem in Istanbul aufgehalten haben. Polizei und Geheimdienst hatten ihre Suche infolge der Anschläge von Istanbul auf zwei Verdächtige konzentriert, einen Verdächtigen namens Savas Yildiz, der eines von vier mutmaßlichen IS-Mitgliedern sein soll, die jüngst in der Türkei zur Fahndung ausgeschrieben wurden, der andere war Mehmet Öztürk, der im zeitlichen Umfeld des Anschlages auf den Überwachungskameras zu sehen war. Bei dem Anschlag am 19. März wurden fünf Menschen getötet und 36 weitere verwundet.

Anhänger der terroristischen PKK hatten unmittelbar nach Bekanntwerden des Anschlages in sozialen Medien die Tat bejubelt. Die Örtlichkeit des Anschlages, der eigentlich als Hochburg der linken Opposition in der Türkei geltende Bezirk Beyoglu, und deren Nähe zum Gezi-Park, der 2013 zum Schauplatz regierungsfeindlicher Krawalle wurde, ließ diesen jedoch nicht unbedingt als primäres Ziel für linksextreme Anschläge erscheinen, weshalb die Sicherheitskräfte in alle Richtungen ermittelten.

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