İstanbul/Ankara – Der Investigativjournalist und Korrespondent der Deutsche Welle, Alican Uludağ, ist am Donnerstagabend in Ankara festgenommen worden.
Nach Angaben der Deutschen Welle wurde Uludağ in Anwesenheit seiner Familie von rund 30 Polizisten abgeführt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem „Präsidentenbeleidigung“ in sozialen Medien sowie die „öffentliche Verbreitung irreführender Informationen“ vor.
Uludağ wurde anschließend nach İstanbul gebracht, wo ein Gericht Haftbefehl gegen ihn erließ. Anlass der Ermittlungen ist ein Beitrag des Journalisten auf der Plattform X vom Dezember 2024.
Darin berichtete er über die Freilassung mutmaßlicher Mitglieder der Terrororganisation Islamischer Staat (IS), die für den Anschlag auf den Atatürk-Flughafen verantwortlich gemacht werden.
Bei dem Anschlag wurden 45 Menschen getötet und 163 verletzt. Ein Strafgericht in İstanbul hatte 2018 sechs Angeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt, ein weiterer Angeklagter erhielt zwölf Jahre Haft. Ein Revisionsgericht hob die Urteile später auf und sprach die Beschuldigten frei. Uludağ kritisierte die Entscheidung öffentlich.
Die Bundesregierung fordert die sofortige Freilassung von Uludağ und fordert die Türkei nachdrücklich auf, seine unverzügliche Entlassung aus der Haft sicherzustellen. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer erklärte gegenüber der Deutsche Presse-Agentur (dpa), dass journalistische Tätigkeit kein strafbares Verhalten darstellt und die Inhaftierung daher nicht gerechtfertigt ist.
Kemal Bölge
🔴Ankara muhabiri Alican Uludağ, „Cumhurbaşkanı’na alenen hakaret“ iddiasından tutuklandı.
🗨️Gazeteci Timur Soykan, Alican Uludağ’ın ifadesinden bir bölüm okudu:
‚2 çocuğum vardır, bu ülkede halka gazetecilik yapmak için çocuklarımın gözyaşları aksın ama ben çizgimden… pic.twitter.com/bpcsLV7M3f— Cumhuriyet (@cumhuriyetgzt) February 20, 2026



































































