Iran-Machtwechsel
Putin gratuliert Mojtaba Chamenei zur Ernennung als Oberster Führer des Iran

Ernennung als Oberster Führer des Iran und bekräftigt Russlands Solidarität im Konflikt mit den USA und Israel.

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Moskau – Der russische Präsident Wladimir Putin hat Mojtaba Chamenei am Montag in einem offiziellen Telegramm zu seiner Ernennung als neuer Oberster Führer der Islamischen Republik Iran gratuliert. Wie der Kreml mitteilte, sicherte Putin dem neuen Staatsoberhaupt angesichts des anhaltenden Konflikts die volle Unterstützung Russlands zu.

Zusicherung der Partnerschaft in Krisenzeiten

In seiner Botschaft betonte Putin die Schwere der aktuellen Lage: „In einer Zeit, in der der Iran mit bewaffneter Aggression konfrontiert ist, wird Ihre Arbeit in diesem hohen Amt zweifellos großen Mut und Hingabe erfordern.“ Der russische Präsident zeigte sich zuversichtlich, dass Mojtaba Chamenei das Erbe seines Vaters ehrenvoll fortführen und das iranische Volk angesichts der schweren Prüfungen vereinen werde.

Putin bekräftigte zudem die strategische Allianz zwischen Moskau und Teheran. „Ich möchte meinerseits unsere unerschütterliche Unterstützung für Teheran und die Solidarität mit unseren iranischen Freunden bestätigen. Russland war und bleibt ein verlässlicher Partner der Islamischen Republik“, hieß es in dem vom Kreml veröffentlichten Schreiben. Er wünschte dem 56-Jährigen Erfolg bei der Bewältigung der schwierigen Aufgaben sowie Gesundheit und geistige Stärke.

Hintergrund des Machtwechsels

Mojtaba Chamenei tritt die Nachfolge seines Vaters, Ayatollah Ali Chamenei, an, der die Position des Obersten Führers 37 Jahre lang innehatte. Der ältere Chamenei war am 28. Februar im Alter von 86 Jahren bei einem gemeinsamen Luftangriff der USA und Israels auf sein Anwesen in Teheran getötet worden.

Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian bezeichnete die Ernennung von Mojtaba Chamenei als einen entscheidenden Schritt zur Stärkung der nationalen Einheit. Mit 56 Jahren ist Mojtaba Chamenei erst der dritte Oberste Führer in der Geschichte der Islamischen Republik seit der Revolution von 1979.

Eine strategische Schicksalsgemeinschaft

Die Beziehungen zwischen Moskau und Teheran haben sich in den vergangenen Jahren von einer pragmatischen Kooperation zu einer tiefgreifenden strategischen Partnerschaft entwickelt. Getrieben durch den gemeinsamen Druck westlicher Sanktionen und die Konfrontation mit der NATO und den USA, fungieren beide Staaten zunehmend als sicherheitspolitischer Block.

Besonders deutlich wurde diese Allianz während des Bürgerkriegs in Syrien, wo russische Luftunterstützung und iranische Bodentruppen den Fortbestand des Assad-Regimes sicherten. Diese „Waffenbrüderschaft“ hat sich seit Beginn des Ukraine-Konflikts weiter gefestigt: Iran liefert entscheidende Drohnentechnologie und ballistische Ausrüstung nach Russland, während Moskau im Gegenzug moderne Kampfflugzeuge und Raketenabwehrsysteme in Aussicht stellt.

Für Putin ist die Stabilität in Teheran unter Mojtaba Chamenei von existenzieller Bedeutung für Russlands Einfluss im Nahen Osten und am Kaspischen Meer. Die enge Verzahnung betrifft nicht nur das Militär, sondern auch die Wirtschaft, etwa durch den Ausbau des Nord-Süd-Transportkorridors, der den russischen Handel von westlichen Sanktionen unabhängig machen soll.

In Moskau sieht man den Iran als unverzichtbaren Pfeiler einer „multipolaren Weltordnung“. Die rasche Gratulation an den neuen Obersten Führer unterstreicht den russischen Anspruch, als Schutzmacht und stabiler Anker an der Seite Teherans zu stehen, während das Land durch die Offensive vom 28. Februar massiv unter Druck geraten ist.

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