Türkei-Erdbeben
Türkei: Frankreich richtet Notkrankenhaus ein

Das Krankenhaus verfügt über zwei Operationssäle und einen Kreißsaal mit 15 Ärzten und 25 Krankenschwestern, so die Chirurgin Isabella Arnaud.

Teilen

Adiyaman – Während die türkischen Krankenhäuser mit den Folgen des Erdbebens vom 6. Februar zu kämpfen haben, hat ein Team französischer Ärzte und Rettungshelfer in der Stadt Gölbasi der Provinz Adiyamani ein Hilfskrankenhaus eingerichtet, um die Folgen der Katastrophe zu bewältigen und Patienten zu versorgen.

Die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD hat die Zahl der Todesopfer in der Türkei nach den Beben der Stärke 7,8 und 7,5, die im Abstand von neun Stunden stattfanden, am Donnerstag auf 36.187 erhöht. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in der Türkei und in Syrien zusammen auf über 41.000.

Nach Angaben des französischen Botschafters in der Türkei, Herve Magro, wird das Krankenhaus mindestens 15 Tage lang in Betrieb bleiben.

„Wir werden so lange bleiben, wie die türkischen Behörden es wünschen“, zitiert die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Magro.

Das Krankenhaus verfügt über zwei Operationssäle und einen Kreißsaal mit 15 Ärzten und 25 Krankenschwestern, so die Chirurgin Isabella Arnaud.

Ein türkischstämmiger französischer Soldat und Feuerwehrmann, der aus Marseille angereist war, sagte gegenüber Euronews: „Als Franzose bin ich stolz, dass Frankreich meinem Heimatland helfen kann. Was hier passiert, ist sehr traurig. Wir tun unser Bestes, um das tägliche Leben der lokalen Bevölkerung zu erleichtern und so viel Hilfe wie möglich zu leisten und so effizient wie möglich zu sein“.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 erschütterte am 6. Februar die Türkei und Syrien, zerstörte ganze Wohnblocks und Krankenhäuser und hinterließ Tausende von Toten und Verletzten. Es folgten zwei weitere Beben der Stärke 7,6 und 6,0. Etliche Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Türkische Experten gehen nach groben Schätzungen von 180.000 Verschütteten aus.

Bei dem Erdbeben handelt es sich um die schwerste Erschütterungen in der Türkei, mindestens seit dem Erzincan-Beben des Jahres 1939. Das damalige Erdbeben erreichte  eine Stärke von 7,7. Mehr als 30.000 Menschen starben damals bei der Katastrophe in Ostanatolien.

Zum Thema

– Türkei-Beben –
Erdbeben: Emotionaler Empfang für deutsche Rettungshelfer

Nach knapp einer Woche haben deutsche Rettungskräfte ihren Einsatz im Erdbebengebiet an der türkisch-syrischen Grenze beendet.

Erdbeben: Emotionaler Empfang für deutsche Rettungshelfer

Auch interessant

Todesstrafe in Israel: Wer ist Ben-Gvir?

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner Das israelische Parlament hat den Weg für ein Gesetz geebnet, das die Todesstrafe für Terrorakte vorsieht, die sich gegen den...

Israel-Boykott: Auch Irland strahlt Eurovision nicht aus

Dublin - Sender in Irland und Spanien haben angekündigt, den diesjährigen Eurovision Song Contest wegen der Teilnahme Israels zu boykottieren. Der spanische Sender RTVE bestätigte,...

Psychische Anforderungen bei der Arbeit gut gestalten

Berlin - Störungen im Arbeitsablauf, hohe Arbeitsintensität oder ein schlechtes zwischenmenschliches Klima wirken sich negativ auf das Wohlbefinden von Beschäftigten aus und können auch...

China stellt 1.000-PS-Supersportler Denza Z vor

Peking – Der chinesische Elektroautohersteller BYD hat auf der Automesse in Peking sein neues Hypercar Denza Z vorgestellt. Das viersitzige Elektrofahrzeug soll zunächst in...

US-Kongress diskutiert Schutzrechte für Amerikaner in der israelischen Armee

Washington D.C. - Laut Berichten von Military.com zielt eine Initiative im US-Kongress darauf ab, wichtige militärrechtliche Schutzmaßnahmen auf US-Bürger auszuweiten, die im israelischen Militär...

Headlines

Gaza-Hilsflotte: Türkei fordert sofortige Freilassung der Aktivisten

Ankara - Nach dem gewaltsamen Stopp der „Global Sumud Flotilla“ in internationalen Gewässern nahe Kreta verschärft die Türkei ihren...

Europarat: Deutschland missbraucht Antisemitismus-Begriff

Brüssel - In einer ungewöhnlich deutlichen Rüge hat der Menschenrechtskommissar des Europarates, Michael O’Flaherty, die deutsche Bundesregierung vor einer...

Orthodoxer Jude an Trump: „Zerstöre Israel vollständig!“

Austin/Texas - In der hitzigen Debatte um den Nahostkonflikt sorgt ein Video für Aufsehen, in dem ein Vertreter der...

Todesstrafe in Israel: Wer ist Ben-Gvir?

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner Das israelische Parlament hat den Weg für ein Gesetz geebnet, das die Todesstrafe für Terrorakte...

Meinung

Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance

Bielefeld - Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der...

Antisemitismus: „Alles wird in einen Topf geworfen“

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner Antisemitismus habe eine Normalisierung erfahren, kritisiert der Zentralrat der Juden. Laut einer aktuellen Umfrage ist fast jede zweite jüdische Gemeinde...

Araştırma: Dini İnanç, Gençleri Kaygı Bozukluklarından Koruyan Temel Bir Faktör

Almanya - Bochum Ruhr Üniversitesi (RUB) tarafından yürütülen güncel bir araştırma, dini inancın çocukların ve gençlerin ruh sağlığı için kritik bir koruyucu faktör olduğunu...

The Economist: Erdoğan, Müslüman dünyasının en popüler politikacısı

Londra - Neredeyse iki milyar insandan oluşan devasa ve çeşitlilik arz eden bir topluluk olan küresel Müslüman topluluğu Umma/Ümmet içinde, birleştirici bir temsilci arayışı...

Odadaki Son Yetişkin Olarak Türkiye

Konuk Yazar Nabi Yücel Mevcut durumda Türkiye, Orta Doğu'nun – ve çok daha ötesinin – jeopolitik manzarasında neredeyse nesli tükenmekte olan diplomatik bir tür; yani...