Ukraine-Krise
Ostukraine: Separatisten fordern Hilfe von Russland

Die Separatisten-Gebiete bitten Russland formell um Hilfe gegen "Aggressionen" der Ukraine.

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Moskau – Separatistenführer haben den russischen Präsidenten in der „gegenwärtigen Situation und zur Vermeidung von Opfern unter der Zivilbevölkerung und einer humanitären Katastrophe“ sowie bei der „Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte“ um Hilfe gebeten. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur TASS.

„Leonid Pasechnik, das Oberhaupt der Lugansker Volksrepublik, und Denis Puschilin, das Oberhaupt der Donezker Volksrepublik, haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin schriftlich darum gebeten“, so Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gegenüber Reportern am Mittwoch.

Peskow: „Die Oberhäupter dieser Republiken bedanken sich im Namen ihrer Völker beim russischen Präsidenten für die Anerkennung ihrer Staaten.“

„In ihren Appellen wird betont, dass die Bürger der Republiken angesichts der sich verschlechternden Lage und der Drohungen aus Kiew gezwungen sind, aus ihren Häusern zu fliehen, und dass ihre Evakuierung nach Russland im Gange ist. Inmitten der anhaltenden militärischen Aggression der ukrainischen Streitkräfte erleben die Republiken die Zerstörung der zivilen und industriellen Infrastruktur, der Schulen, Krankenhäuser und Kindergärten und, was am schlimmsten ist, den Tod der Zivilbevölkerung, einschließlich der Kinder“, zitierte Peskow die Briefe weiter.

Putin kündigte am Montag an, dass Moskau die beiden abtrünnigen Regionen in der Ostukraine als „unabhängige“ Staaten anerkennt, und erteilte kurz darauf den Befehl, russische Streitkräfte zur „Erhaltung des Friedens“ in das völkerrechtlich nach wie vor zur Ukraine gehörenden Territorium zu entsenden.

Die Ukraine dementiert nach wie vor, die besetzten Gebiete mit Gewalt zurückerobern zu wollen. In einer Videoansprache erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass man weiter an einer diplomatischen Lösung festhalte.

In einem Tweet warnte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba am heutigen Mittwoch vor „einem weiteren konstruierten Vorwand für Russland, in die Ukraine einzumarschieren“. Ein Chemiewerk auf der Krim sei von Russland evakuiert worden.

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