Weltklimakonferenz
„Ruf der Nation“: Erdogan sagt Teilnahme an Weltklimakonferenz ab

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Montag aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Sicherheit bei dem Gipfeltreffen im schottischen Glasgow seine Teilnahme an der Weltklimakonferenz (COP26) kurzfristig abgesagt.

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Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Montag aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Sicherheit bei dem Gipfeltreffen im schottischen Glasgow seine Teilnahme an der Weltklimakonferenz (COP26) kurzfristig abgesagt.

Die Forderungen der Türkei seien nicht erfüllt worden, erklärte der türkische Präsident vor Reportern an Bord des Präsidentenflugzeugs bei seiner Rückkehr vom G20-Gipfel in Rom. Es gehe dabei nicht nur um die Sicherheit, sondern auch um den „Ruf des Landes“.

Es gelte für alle Staatsoberhäupter bei internationalen Besuchen ein Sicherheitsprotokoll: „Uns wurde jedoch im letzten Moment gesagt, dass diese nicht eingehalten werden könnten“.

Später habe die türksiche Delegation jedoch erfahren, dass dasselbe Sicherheitsprotokoll einem anderen Land erlaubt wurde.

„Dies entsprach nicht den diplomatischen Gepflogenheiten. Das konnten wir nicht akzeptieren“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu den türkischen Staatschef.

Erdogan weiter: „Wir sind dafür verantwortlich, den Ruf unserer Nation zu schützen. Wir werden nicht zulassen, dass die Würde und Ehre unseres Landes irgendwo beschädigt wird. Damit haben wir einmal mehr gezeigt, dass wir eine gerechtere Welt nur mit einem egalitären Ansatz aufbauen können.“

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ging es um die Größe der Delegation und um die Anzahl der von den türkischen Vertretern verwendeten Fahrzeuge.

Erdogan sagte am Sonntag auf einer Pressekonferenz des G20-Gipfels in Rom, er teile die Erklärung seiner Regierung, die Kohlenstoffemissionen in der Türkei bis 2053 zu beenden.
„Die Länder sind im Prozess des Klimawandels, der ein globaler Kampf ist, nicht in einer gleichberechtigten Position“, so Erdogan. „Wie wir schon früher zum Ausdruck gebracht haben, sollte die Lastenteilung zwischen den Entwicklungsländern und den Industrieländern fair sein.“

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