Düsseldorf
Bundespolizei hindert Linken-Politiker an Reise in Kurdengebiete

Von der Schweiz bis Schweden: Die völkisch-kurdische Terrororganisation PKK setzt auf die Solidarität der europäischen Handlanger in der Politik und Gesellschaft, auch in Deutschland. Politiker, Journalisten und Führer von Zivilorganisationen sollen nun die geschwächte PKK im Nordirak retten und werden von deutschen wie auch kurdischen Behörden daran gehindert.

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Die mörderischen Handlanger der Terrororganisation PKK

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Von der Schweiz bis Schweden: Die völkisch-kurdische Terrororganisation PKK setzt auf die Solidarität der europäischen Handlanger in der Politik und Gesellschaft, auch in Deutschland. Politiker, Journalisten und Führer von Zivilorganisationen sollen nun die geschwächte PKK im Nordirak retten und werden von deutschen wie auch kurdischen Behörden daran gehindert.

Alles begann am vergangenem Freitag mit einem eindringlichen Appell des Terrorfürsten Murat Karayilan: „Lasst uns in Ruhe; greift endlich ein; wir waren nie gegen die örtliche Autonomiebehörde; hört auf euer Gewissen; ich rufe alle auf, die ein Gewissen haben; ich rufe alle Parteien, alle Gruppen auf; bleibt nicht still, schreitet ein.“

Wenige Stunden später, am Samstag, wollen die Hamburger Linken-Politikerin Cansu Özdemir, der ehem. Hamburger Linken-Abgeordnete Martin Dolzer sowie eine 20-köpfige Delegation in die nordirakische Hauptstadt des autonomen Kurdengebietes fliegen. Am Düsseldorfer Flughafen werden die Handlanger der PKK von der Bundespolizei festgehalten, dürfen nicht ausreisen.

Die Ausreiseuntersagung der Bundespolizei in Düsseldorf wird u.a. damit begründet, dass PKK-nahe Vereine dazu aufgerufen hätten, sich als „menschliche Schutzschilde“ im Nordirak aufzustellen, um die Angriffe der Peschmergas und der türkischen Armee gegen die Terrororganisation PKK zu stoppen. Man befürchte ferner, dass der Aufruf der PKK dazu diene, junge gewaltbereite Menschen zu rekrutieren, die in der Region gewaltsam gegen dortige Sicherheitskräfte vorgehen.

(Screenshot/Twitter)

Dasselbe Prozedere im nordirakischen Erbil: Der Berliner Linken-Abgeordnete Hakan Taş wird nach eigenen Angaben 15 Stunden lang von der kurdischen nordirakischen Autonomiebehörde im Sicherheitsbereich des Flughafens Erbil festgehalten. Man legt ihm nahe, sich aus „gewissen Sachen“ herauszuhalten. Danach lässt man ihn zwar einreisen, aber in das umkämpfte Gebiet darf Hakan Taş dennoch nicht.

Seit Tagen liefert sich die Terrororganisation PKK in der autonomen Kurdenregion von Nordirak in der Nähe des berüchtigten Camps Machmur Kämpfe mit den kurdischen Peschmergas der Autonomiebehörde. Dabei wurden nach Angaben aus Erbil in den vergangenen letzten Tagen ein Dutzend Peschmergas getötet, mehrere angrenzende Dorfbewohner vertrieben oder deren Hab und Gut zerstört. Die kurdische Autonomiebehörde will den Versuch der Terrororganisation PKK untergraben, sich in diesem Gebiet weiter festzusetzen und fordert die PKK eindringlich auf, das souveräne Gebiet zu räumen.

Offensichtlich befürchtet die Terrororganisation PKK um Kontrollverlust über das nordirakische Gebiet Dohuk entlang des Metina-Gebirgszuges, in der sie bislang mit Waffengewalt die Kontrolle ausübte. Die kurdische Autonomiebehörde will dem Treiben wohl nicht mehr länger zuschauen und hat die PKK eindringlich aufgefordert, das Gebiet zu räumen. Die PKK widerum warnte die Peschmergas, weiter nach Dohuk oder Metina vorzudringen.

Seit Anfang Juni meldet die kurdische Autonomiebehörde Angriffe auf ihre Sicherheitskräfte seites der PKK. Der Premierminister der autonomen kurdischen Behörde Kurdistan, Masrour Barzani, twitterte, er verurteile die Angriffe der PKK. Barzani forderte das kurdische Parlament und die Parteien auf, „mit einer Stimme gegen diese Aggression zu sprechen“.

Der britische Generalkonsul in Erbil, James Thornton, twitterte daraufhin: „Ich verurteile heute den Angriff der PKK auf die Peshmerga“ und sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.


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