Islamfeindlichkeit
2019 jeden zweiten Tag islamfeindliche Angriffe

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland jeden zweiten Tag eine Moschee, eine muslimische Einrichtung oder ein religiöser Repräsentant islamfeindlich angegriffen. Das berichtet die Tageszeitung taz unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung.

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Berlin – Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland jeden zweiten Tag eine Moschee, eine muslimische Einrichtung oder ein religiöser Repräsentant islamfeindlich angegriffen. Das berichtet die Tageszeitung taz unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung. Die Linksfraktion habe demnach zum Thema antimuslimischer Rassismus eine Große Anfrage gestellt.

„Das ist rechter Terror, dem entschieden entgegengetreten werden muss. Die Gefährdung von Personen, Moscheen und anderen muslimischen Einrichtungen ist nicht hinzunehmen“, so die Linken-Bundestagsabgeordnete Christine Buchholz gegenüber der taz.

Die Zahl ergebe sich aus einem vom Bundesinnenministerium entwickelten neuen „Angriffszielkatalog“. Dieser weise seit Januar 2019 eine bestimmte Teilgruppe islamfeindlicher Angriffe aus, nämlich jene auf Begegnungsstätten, Kulturvereine, Friedhöfe, Moscheen, Religionsgemeinschaften, religiöse Einrichtungen, Repräsentanten, Symbole oder sonstige Religionsstätten. Der Katalog umfasse somit nur eine Teilmenge der islamfeindlichen Straftaten insgesamt, aber mehr als bloß die Zahl der Angriffe auf Moscheen, berichtet die taz weiter.

„Musliminnen, Muslime sowie religiöse Einrichtungen in Deutschland sind von politisch motivierten Straftaten betroffen“, zitiert die taz aus der Antwort der Bundesregierung. Das Thema Islamfeindlichkeit bilde neben dem Thema Zuwanderung „ein konstantes Aktionsfeld der rechten Szene“.

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