Militäroperation Olivenzweig
Kommentar: Schutzmacht der Kurden war immer der türkische Staat

Jeder souveräner Staat hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht seine Außengrenzen zu schützen und die territoriale Integrität seines Landes zu verteidigen. Daher würde es an Landesverrat grenzen, wenn die legitime türkische Regierung die Existenz, einer von der USA und einigen europäischen Staaten militärisch hochgerüstete Terrororganisation, an der südlichen Außengrenze gegen die Interessen der Türkei dulden würde. Ein Kommentar.

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Ein Gastbeitrag von M. Teyfik Özcan

Afrin, die PYD und ihre sogenannte Schutzmacht USA

In den letzten Tagen hat die türkische Regierung mit dem Grenzübertritt in Nordwestsyrien ihre Ankündigung, die Region rund um Afrin von der Terrororganisation PYD zu säubern, wahr gemacht, was einige deutsche Leitmedien gerne zum Anlass nehmen, mit Halbwahrheiten ihre mediale Hetzjagd gegenüber dem türkischen Staatspräsidenten zu forcieren.

Jeder souveräner Staat hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht seine Außengrenzen zu schützen und die territoriale Integrität seines Landes zu verteidigen. Daher würde es an Landesverrat grenzen, wenn die legitime türkische Regierung die Existenz, einer von der USA und einigen europäischen Staaten militärisch hochgerüstete Terrororganisation, an der südlichen Außengrenze gegen die Interessen der Türkei dulden würde.

Was die deutschen Leitmedien bewusst ignorieren, ist die gelebte Wirklichkeit, die man in Deutschland nicht gerne hören möchte. Die Türkei führt seit Jahrzehnten einen Kampf gegen die Terrororganisation PKK bzw. neuerdings gegen ihren Ableger PYD in Syrien und nicht gegen die kurdische Bevölkerung. Selbst beim Kampf um Afrin hat die türkische Regierung der Zivilbevölkerung einen Fluchtkorridor eingeräumt, um Afrin unter dem Schutz des türkischen Militärs zeitweilig verlassen zu können bis der letzte Terrorist liquidiert wird und sie in Frieden in ihre Heimatstadt zurückkehren können. Diese humanitäre Vorgehensweise hat die türkische Regierung bereist in Al-Bab unter Beweis gestellt.

Die regionalen Herausforderungen, die die türkische Regierung zu bewältigen hat, steht für die Nato nicht unter einem guten Stern. Afrin und die PYD stehen nicht nur für die kurdische Terrororganisation, sondern sind auch ein Sinnbild für die geostrategischen Interessen der USA, die sich eigentlich als Natopartner ausschließlich für die Unterstützung der Türkei einsetzen müsste.

Wie in der Vergangenheit zeigt sich aber erneut, dass die USA ihre beiden Verbündeten der Türkei und der PYD in den Rücken gefallen ist. Die Kurden wurden in ihrer Geschichte permanent für die politischen Zwecke der USA missbraucht und bei militärischen oder politischen Auseinandersetzungen permanent im Stich gelassen.

So geschehen jetzt in Afrin oder vor einigen Monaten mit der Demission von Masud Barzani in Nordirak. Die Kurden dienten den Amerikanern immer als Mittel zum Zweck und wurden von der USA immer dann fallengelassen, wenn sie abkömmlich waren und nicht mehr gebraucht wurden, wie auch zuzeiten von Saddam Hussein oder Hafiz Al-Assad.

Die einzige Schutzmacht der kurdischen Bevölkerung war in der Historie immer der türkische Staat. Wann immer Kurden verfolgt, vergast oder vertrieben wurden, hat die türkische Regierung ihnen großzügig Schutz gewährt, wie man jetzt auch bei den 3,5 Millionen Flüchtlingen sehen konnte, oder bei der Aufnahme von 250.000 kurdischen Flüchtlingen im Jahre 1991, die vor den Massakern des irakischen Machthabers Saddam Hussain geflüchtet waren.

Die Jahrhunderte alte Freundschaft zwischen Türken und Kurden bildet das stabile Fundament der heutigen türkischen Gesellschaftsordnung und darf nicht zum Spielball der interessengetriebenen deutschen Leitmedien herhalten.

Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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(April 2016)

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