Türkische-armenische Beziehungen
Armenien beendet „Normalisierungsprozess“ mit der Türkei

Wie internationale Medien unter Berufung auf eine Mitteilung des armenischen Außenministeriums berichten, werde Jerewan die im Jahre 2009 unterzeichneten Protokolle zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Armenien und der Türkei aufkündigen.

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Athen (nex) – Wie internationale Medien unter Berufung auf eine Mitteilung des armenischen Außenministeriums berichten, werde Jerewan die im Jahre 2009 unterzeichneten Protokolle zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Armenien und der Türkei aufkündigen.

In einer Rede im griechischen Außenministerium habe der armenische Außenminister Edward Nalbandian angekündigt, dass Armenien „das kommende Jahr ohne die türkisch-armenischen Protokolle“ beginnen werde.

Laut Nalbandian ist es die Initiative des armenischen Präsidenten Serzh Sargsyan gewesen, den Normalisierungsprozess mit der Türkei einzuleiten, der im Oktober 2009 zum Abschluss der Zürcher Protokolle geführt hatte. Diese Dokumente seien bis jetzt allerdings nicht ratifiziert worden, da die Türkei „grundlose Voraussetzungen geschaffen“ habe, die dem Geist der Protokolle zuwiderliefen, so Naibandian.

Aus diesem Grund habe Sarqsyan bei der UN-Generalversammlung im September angekündigt, dass Armenien die Protokolle für ungültig erklären werde.

Da es auch seitdem keine Fortschritte gegeben habe, werde man die Abmachungen zum Ende des Jahres aufkündigen.

Allerdings hatte Armenien die Ratifizierung bereits im April des Jahres 2010 zum ersten Mal auf Eis gelegt. Auch damals warf Jerewan der Türkei vor, neue Bedingungen für eine Versöhnung der beiden Nachbarländer zu stellen.

Der damalige türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hatte darauf hingewiesen, dass die Türkei weiterhin eine Annäherung an Armenien wolle, es aber gleichzeitig Fortschritte bei den Verhandlungen um die Region Berg-Karabach geben müsse. Armenien weigert sich, die beiden Dossiers miteinander zu vermischen.

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