Berlin
Münzenraub: Giffey fordert hartes Durchgreifen gegen „Araber-Clans“

Die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln, Franziska Giffey (SPD), hat ein hartes Durchgreifen gegen kriminelle Clans gefordert.

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Berlin (ots) – Die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln, Franziska Giffey (SPD), hat ein hartes Durchgreifen gegen kriminelle Clans gefordert.

Giffey sagte am Donnerstag im RBB-Inforadio, dass dazu vor allem mehr Personal bei der Polizei und ein konsequenteres Vorgehen der Justiz nötig sei. „Wir sind (…) an einem Punkt, wo es organisierte Kriminalität gibt und dieser muss durch Polizei und Justiz die Stirn geboten werden. Und dafür braucht es mehr Personal und ein härteres Durchgreifen.“

„Durch die Machenschaften dieser kriminellen Großfamilien wird (…) die Entwicklung einer Stadt, die Entwicklung eines Bezirks erheblich gestört und dem muss Einhalt geboten werden. (…) Da würde ich mir mehr Personal wünschen. Ordnung, Sicherheit, Gerechtigkeit, das muss Hand in Hand gehen. Und dafür braucht es Menschen, die es umsetzen“

Auch die Behörden untereinander müssten Erkenntnisse über kriminelle Familienmitglieder besser austauschen, sagt Giffey.

Hintergrund für Giffeys Forderung ist die Festnahme der mutmaßlichen Goldmünzendiebe. Einige von ihnen gehören einer arabischen Großfamilie an, die in Neukölln wohnt.

Zwei Zentner schwer ist die Goldmünze, die Unbekannte vor dreieinhalb Monaten aus dem Berliner Bode-Museum stahlen. Bei einer Razzia in Neukölln und anderen Stadtteilen nahm die Polizei nun vier Verdächtige fest. Auch ein Juwelierladen soll durchsucht worden sein.

 

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz mitteilten, handelt es sich um vier Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren. Die Verdächtigen sollen medienberichten zufolge einem weitverzweigten arabischen Clan angehören und seien bereits in der Vergangenheit im Zusammenhang mit schweren Bandendiebstahl und Gewalt auffällig geworden. Einer von ihnen soll im März diesen Jahres im Museum eine Stelle als Aufsichtspersonal angetreten haben. Auch werde gegen neun weitere Personen im Umfeld der Verdächtigen ermittelt.

 

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