Eurasia-Tunnel
Türkei: Online-Umfrage soll über endgültigen Namen des Eurasia-Tunnels entscheiden

Ob ein osmanischer Sultan, Atatürk, Erdoğan oder vielleicht Bud Spencer der Namensgeber des Eurasia-Tunnels sein wird, soll ab Freitag online bestimmt werden. Das türkische Transportministerium holt noch bis 10. Dezember aus der gesamten Bevölkerung Namensvorschläge ein.

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Ankara (nex) – Am heutigen Freitag wird auf der Webseite des türkischen Kommunikationsministeriums, udhb.gov.tr, eine Online-Umfrage beginnen, in der ein Name für den jüngst eröffneten Eurasia-Tunnel unter der Bosporusstraße gefunden werden soll.

Dies erklärte der türkische Minister für Transport, maritime Angelegenheiten und Kommunikation, Ahmet Arslan, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Bis zum 10. Dezember kann darüber abgestimmt werden, wie die 14,6 Kilometer lange Verbindung offiziell heißen soll.

Die größte Herausforderung im Zuge der Bauarbeiten war es, mehr als drei Kilometer an Fels im Flussbett des Bosporus zu durchbohren, um den submaritimen Tunnel schaffen zu können. Diese Phase wurde im August 2015 abgeschlossen. Die intensiv fortgeführten Arbeiten hätten es ermöglicht, den 1,25 Milliarden US-Dollar teuren Tunnel bereits acht Monate vor dem ursprünglich anvisierten Endtermin fertigzustellen, freute sich Arslan.

Die Folge des Tunnelbaus ist es, dass die Fahrtstrecke über den Bosporus, die verkehrsbedingt zuvor oft bis zu 100 Minuten in Anspruch genommen hatte, künftig auf etwa 15 Minuten reduziert wird. Das Megaprojekt wird die europäische und die asiatische Seite Istanbuls mittels eines Eisenbahntunnels und zweier Autotunnel verbinden.

Im Jahr 2009 war der Auftrag dazu an ein türkisch-koreanisches Joint Venture vergeben worden, da sich später „Eurasien-Tunnel Betriebs-, Bau- und Investmentgesellschaft (ATAS) nannte. Für die Benutzung des Tunnels wird eine Gebühr in Höhe von vier US-Dollar für Autos und sechs Euro für Minibusse fällig.

Der Tunnel, der den europäischen Stadtbezirk Kazlicesme und den asiatischen Bezirk Göztepe miteinander verbinden wird, soll die chronisch angespannte Verkehrslage in der bevölkerungsreichsten Stadt der Türkei entschärfen.


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