Türkisch-russisches Gipfeltreffen
Syrien: Erdoğan und Putin wollen Bemühungen um Waffenruhe intensivieren

Die Staatspräsidenten der Türkei und der Russischen Föderation erörterten neben der Syrienproblematik auch wichtige bilaterale Wirtschaftsfragen. Erdoğan erklärte, dass sich die ersten Flüchtlinge aus den befreiten Städten in Nordsyrien wieder zurück in ihre Heimat begeben.

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Ankara (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin haben sich am Donnerstag in einem Telefongespräch darauf verständigt, ihre Bemühungen zu verstärken, die Bürgerkriegsparteien im syrischen Aleppo zu einem Waffenstillstand zu bewegen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.

Die beiden Staatsoberhäupter erörterten die bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und der Russischen Föderation ebenso wie die jüngsten Entwicklungen in Syrien, so eine Quelle aus dem Umfeld des Präsidialamts, die sich aus Gründen bestehender Restriktionen hinsichtlich der Auskünfte an die Medien nur unter der Bedingung der Anonymität äußern wollte.

Erdoğan habe die Notwendigkeit eines umgehenden Waffenstillstands in der von Rebellen gehaltenen Stadt im Norden Syriens angesprochen, deren Zivilbevölkerung unter den Folgen der anhaltenden Blockade leidet. Außerdem sprachen Erdoğan und Putin über die von der Türkei Ende des Vormonats begonnene Operation „Schild des Euphrats“ und betonten ihren Konsens hinsichtlich der Wichtigkeit einer Eliminierung des IS (Daesh) und anderer Terrorgruppen entlang der türkischen Grenze. Dies ist auch das Ziel der türkischen Operation in Nordsyrien.

Erdoğan erklärte, dass die ursprünglichen Bewohner von Dscharablus und al-Rai, die in die Türkei geflüchtet waren, mittlerweile damit begonnen hätten, in ihre Heimat zurückzukehren. Auch die ökonomischen Beziehungen zwischen der Türkei und der Russischen Föderation wurden diskutiert, unter anderem mit Blick auf die Zusammenarbeit im Energiesektor. Gesprächsthemen waren dabei unter anderem das Atomkraftwerksprojekt Akkuyu und das Pipelineprojekt Turkish Stream, ebenso wie die Wiederaufnahme des Charterflugverkehrs zwischen beiden Ländern.

Der türkische Präsident und Putin machten übereinstimmend deutlich, dass sie über den Normalisierungsprozess zwischen der Türkei und der Russischen Föderation sehr zufrieden sind, nachdem diese infolge des Abschusses eines russischen Kampfflugzeuges an der syrisch-türkischen Grenze sieben Monate lang auf Eis gelegen hatten. Während der Treffen in St. Petersburg und in China konnten noch bestehende Differenzen jedoch schnell wieder ausgeräumt werden, so die Quelle.

 

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