Musik
Phil Collins: „Eine Genesis-Reunion? Reizvoll wäre das schon“

"Natürlich fände ich es reizvoll, wenn Peter mal einen meiner Songs singen würde. Wenn er dazu bereit wäre, würde ich sagen: `Klar, auf jeden Fall`", so Collins, "reizvoll wäre das schon.

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Berlin (dts) – Der britische Pop-Star Phil Collins („In the air tonight“, „Against all odds“) will eine Reunion mit seiner alten Band Genesis nicht länger ausschließen:

Die BBC hatte die fünf Band-Mitglieder der wichtigsten Genesis-Formation 2014 erstmals nach vielen Jahren wieder für eine TV-Dokumentation zusammengebracht, darunter auch Peter Gabriel, der in den 70ern Sänger war, während Collins damals noch Schlagzeug spielte. Es sei wie Gruppentherapie vor der Kamera gewesen, sagte Phil Collins der „Welt am Sonntag“, „da war viel Liebe im Raum. Wir mögen uns. Wir arbeiten nur nicht mehr bei derselben Firma.“

Collins war Mitte der 70er vom Schlagzeug zum Gesang gewechselt, sang mit „I can`t dance“ und „Invisible touch“ Welt-Hits, nachdem Gabriel die Band Mitte der 70er verlassen hatte, um unter eigenem Namen Musik zu machen. „Natürlich fände ich es reizvoll, wenn Peter mal einen meiner Songs singen würde. Wenn er dazu bereit wäre, würde ich sagen: `Klar, auf jeden Fall`“, sagte Collins der Zeitung, „reizvoll wäre das schon.

https://youtu.be/m_qgSs65-mY

Wenn sich das Band-Komitee das nächste Mal trifft, werde ich das Thema auf die Tagesordnung setzen.“ Collins, der im Herbst vergangenen Jahres am Rücken operiert wurde, wird am 30. Januar 65 Jahre alt. Zu dem Zeitpunkt erscheinen seine Solo-Alben „Face Value“ und „Both sides“ neu abgemischt und um unveröffentlichte Aufnahmen erweitert.

Der Musiker hat sich für die Cover noch mal neu fotografieren lassen – sie zeigen ihn jetzt als älteren Mann. „Es ist manchmal ein bisschen angsteinflößend, wenn man die früheren Fotos mit denen von heute vergleicht. Ich habe mehr Falten, mehr Tränensäcke. Das ist nun mal die ungeschönte Wahrheit, so sehe ich heute aus“, sagte er der „Welt am Sonntag“, „die Plattenfirma wollte mir diese Porträts des Künstlers als alter Mann schnell wieder ausreden.

Sie meinten: Einen alten Phil Collins auf dem Cover, den will doch niemand sehen. Da habe ich erst recht darauf bestanden.“ Collins hatte vor Jahren seinen Rückzug aus dem Musik-Geschäft verkündet – teils aus gesundheitlichen Gründen, teils, um sich um seine beiden jungen Söhne aus seiner dritten Ehe kümmern zu können. Als die Ehe geschieden wurde und seine Frau von der Schweiz in die USA zog, fing Collins mit dem Trinken an. „Ich trank erst ein bisschen, dann immer mehr, dann viel zu viel. Meine Bauchspeicheldrüse, meine Niere machten Probleme. Irgendwann lag ich im Krankenhaus, ich wäre beinahe gestorben“, sagte der Musiker der Zeitung, „als mir der Arzt sagte, dass ich fast gestorben wäre, war das ein Schock. Ich hörte sofort mit dem Trinken auf.“

Ob mit Genesis oder zunächst solo – er könne sich auf jeden Fall vorstellen, wieder auf Tournee zu gehen. „Meine beiden jüngsten Söhne kommen jetzt ins Teenager-Alter. Als ich das letzte Mal auf Tour war, trugen sie noch Windeln. Sie haben mir gesagt: Sie wollen, dass ich wieder auftrete. Mal schauen, was der Papa so drauf hat.“

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