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Kurden demonstrieren gegen PKK-Terror
Ankara (nex) – Die Türkei werde tun, was notwendig sei, um die PKK und ihre Ableger zu bekämpfen, erklärte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am gestrigen Samstag.
„Der Kampf gegen den Terror ist für uns keine Option, sondern eine Pflicht“, stellte er klar. „Wir werden keine Terrororganisationen dulden.“

Die Türkei wisse, was zu welchem Zeitpunkt zu tun sei. „Wir können plötzlich über Nacht einmarschieren“, fügte er in Anspielung auf grenzüberschreitende Anti-Terror-Einsätze an der südtürkischen Grenze hinzu.
Die Türkei hat zu Beginn der Woche Luftschläge gegen die PKK und ihre syrischen Ableger PYD und YPG in der irakischen Bergregion Sindschar sowie dem syrischen Berggebiet Karachok durchgeführt. Beide Gebiete sind etwa 90 Kilometer von der türkischen Südgrenze entfernt.
Erdogan verurteilte auch den Einsatz von Terrorgruppen wie die YPG-dominierten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) im Kampf gegen den IS (Daesh).
„Die Terroristen, die heute uns angreifen, werden eines Tages sich umdrehen und auch sie angreifen“, warnte er.
Der türkische Präsident wies darauf hin, dass die USA und die Türkei bei einer Zusammenarbeit Rakka in einen „Friedhof für den IS (Daesh)“ verwandeln könnten.
Er werde die Partnerschaft zwischen der Türkei und den USA im Kampf gegen den IS (Daesh) bei seinem für den 16. Mai geplanten Treffen mit US-Präsident Donald Trump erörtern.
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Dortmund (nex) – Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat davor gewarnt, dass eine Nato ohne die Türkei schwächer wäre.
„Die Nato wäre ohne die Türkei zweifellos schwächer“, erklärte Stoltenberg gegenüber der „Welt am Sonntag“ und fügte hinzu: „Die Türkei ist ein Schlüsselland für die Sicherheit in Europa und für die Nato.“
Die Türkei leiste bei den Nato-Missionen in Kosovo, Afghanistan und sowie bei der Umsetzung des Flüchtlingsabkommens im Mittelmeer große Beiträge, so der Nato-Chef weiter.
Wegen ihrer geografischen Lage spiele sie des Weiteren eine bedeutende Rolle im Kampf gegen den IS (Daesh) in den Krisengebieten Syrien und Irak, betonte er gegenüber der Sonntagszeitung.
Die Äußerungen Stoltenbergs stehen wohl im Zusammenhang mit den Luftschlägen der Türkei gegen die PKK und ihre syrischen Ableger PYD/YPG in der nordirakischen Bergregion Sindschar sowie in Nordsyrien, bei denen etwa 90 Terroristen getötet worden waren.
In Richtung der westlichen Länder, die die Türkei kritisieren, sagte er, man solle sich irgendein anderes Nato-Land vorstellen, das solchen massiven Terrorattacken ausgesetzt wäre wie die Türkei und wies darauf hin, dass die Türkei das Recht habe, sich zu verteidigen und die Menschen zu bestrafen, die im Juli vergangenen Jahres den vereitelten Putschversuch durchgeführt hätten.
Stoltenberg unterstrich, dass diese Strafen jedoch im Einklang mit rechtsstaatlichen Prinzipien stehen müssten.