Anschlag auf Generalkonsulat
Türkische Generalkonsulin: Schweizer Polizei sofort am Tatort erschienen

Eine große Gruppe maskierter Personen hat am gestrigen Montag, dem 1. Mai, einen Anschlag auf das Türkische Generalkonsulat in Zürich verübt. Die Generalkonsulin Asiye Nurcan Ipekci gab bekannt, dass die Angreifer „Kill Erdogan“ auf Wände in der Nähe des Konsulats gesprayt hätten.

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Zürich (nex) – Eine große Gruppe maskierter Personen hat am gestrigen Montag, dem 1. Mai, einen Anschlag auf das Türkische Generalkonsulat in Zürich verübt.

Die Generalkonsulin Asiye Nurcan Ipekci gab bekannt, dass die Angreifer „Kill Erdogan“ auf Wände in der Nähe des Konsulats gesprayt hätten.

Die Polizei sei sofort am Tatort erschienen, nachdem fast 60 Vermummte einen Farbanschlag auf das Konsulatsgebäude verübt hätten, erklärte die Generalkonsulin gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.

Die Polizei habe die erforderlichen Maßnahmen ergriffen und arbeite mit dem Konsulat zusammen.

https://twitter.com/tagi/status/859085836620623873

Es wurden keine Verletzten gemeldet. Im Gebäude habe sich zum Tatzeitpunkt nur Sicherheitspersonal befunden.

Wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtet, meldeten sich auf der Website „Indymedia“ Linksextreme mit einer Stellungnahme zu Wort. Man habe sich „mit dem Widerstand in der Türkei, Rojava und Bashur solidarisiert“, heißt es der NZZ zufolge dort. Damit die Demo „ihnen noch ein paar Tage in Erinnerung“ bleibe, habe man beim Gehen noch „einige bunte Spuren“ hinterlassen wollen.

Der gestrige Vorfall war nicht der einzig in Europa, bei dem zu Gewalt gegen den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan aufgerufen wurde.

Vor dem Verfassungsreferendum vom 16. April hatten Teilnehmer einer Demonstration in der Schweizer Hauptstadt Bern ein „Kill Erdogan“-Transparent hochgehalten, auf dem eine an Erdogans Schläfe gerichtete Pistole zu sehen war.

Der französische Ex-Diplomat Philippe Moreau Defarges hatte am 22. April in einer Fernsehsendung die Ermordung Erdogans angeregt. Nach dem Verfassungsreferendum, das die Befugnisse des türkischen Präsidenten erheblich ausweite, blieben der Türkei lediglich zwei Optionen, erklärte er – die Tötung Erdogans oder ein Bürgerkrieg.

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