"Timber Sycamore"
Kommentar: „Syrische Opposition fordert Abtretung der Kontrolle an die Türkei“

Von Nabi Yücel Kaum eine Oppositionskraft in Syrien ist auf die USA gut zu sprechen, außer vielleicht noch der syrisch-kurdischen YPG, die unter dem Banner der Terrororganisation PKK bestrebt ist, in Nordsyrien eine sogenannte „Kurdenautonomie“ zu errichten. In diesem Lichte betrachtet ist es auch nicht verwunderlich, wenn die YPG, je nach geopolitischer Großwetterlage, mal die US-Flagge und die Israel-Flagge schwenkt, aber auch kein Problem damit hat, mit einem syrischen Diktator oder Russland zu verhandeln, wenn die Unterstützung aus dem Westen ausbleibt. Die Unterstützung der YPG schwindet jedoch, seitdem US-Präsident Trump mit dem Gedanken experimentiert, als Oberbefehlshaber seine US-Bodentruppen aus Nordsyrien abzuziehen. Vor Jahren hatte sein Amtsvorgänger Obama ein Programm der CIA namens „Timber Sycamore“ initiiert, mit der syrische Oppositionsmilizen ausgebildet und bewaffnet werden sollten, um im syrischen Bürgerkrieg gegen syrische Regimetruppen zu kämpfen und Assad zu stürzen. Mit Beginn des Bürgerkrieges begann die CIA 2013 oppositionelle Milizen an Waffen zu trainieren und mit Waffen auszustatten, die allen voran aus Saudi-Arabien und Katar, aber auch aus den USA über Ramstein nach Syrien verfrachtet wurden. Ausgebildet an Waffen, aufmunitioniert mit russischen oder osteuropäischen Waffen und gut besoldet, kämpften diese Milizen gegen den syrischen Diktator, während sich die YPG als Handlanger der Terrororganisation PKK überwiegend im Norden des Landes niederließ, das Machtvakuum ausnutzte und es dabei konsequent vermied, sich direkt mit dem Diktator anzulegen. Die YPG spielte dabei ein doppeltes Spiel. Einerseits ließ sich die YPG im Laufe des syrischen Bürgerkrieges als einzige noch demokratisch gesinnte Miliz verklären, in der sie sich den USA als Koalitionskraft anbot und deren Idee aufschnappte, sich ab diesem Zeitpunkt als „Syrische Demokratische Kräfte“ (SDF) zu bezeichnen und somit dem Westen die Möglichkeit zu bieten, eine zweite Front aufzubauen. Andererseits sicherte sich die YPG aber auch das Wohlwollen des syrischen Diktators, in dem sie dabei mitwirkte, Städte miteinzunehmen, die von Oppositionskräften gehalten wurden. Die nordsyrische Metropole Aleppo ist so ein Fall, das gemeinsam mit diktatorischen Kräften in die Zange genommen wurde, schließlich nach langen Bombardements und blutigen Kämpfen eingenommen werden konnte. Den Preis wiederum zahlt die Türkei, Jordanien, Libanon und Europa bis heute, in dem sie Millionen von syrischen Flüchtlingen aus dem Gouvernement Aleppo aufnahmen. Was mit „Timber Sycamore“ begann, endete also im Chaos. Das doppelte Spiel der YPG wie auch der Anti-IS-Koalition konnte nicht mehr aufrechterhalten werden, immer mehr Milizen der syrischen Opposition entwickelten eine eigene Dynamik, die gegenwärtig kaum mehr einer beherrscht – schon gar nicht die Flüchtlingswellen. Die ehemaligen Oppositionskräfte wurden deshalb im Laufe der Zeit zu „islamischen“ wie „islamistischen“ Milizen verklärt, die zuvor noch von den USA, mehreren europäischen Staaten, Saudi-Arabien und Katar gefördert wurden. Letzterer scheint ebenfalls auf der Abschussliste zu stehen, denn seit 2017 wird Katar von den Golfstaaten massiv bedrängt. Nun steht die YPG vor der Qual der Wahl, oder sollten wir sagen, vor der endgültigen Entscheidung, sich auf eine „Seite“ zu schlagen. Mittlerweile verhandelt man ganz offen mit Assad wie auch Russland, während man noch großer Hoffnung ist, dass die Ankündigung von Trump erst gar nicht umgesetzt wird. Die USA und der Westen hatten in ihren geostrategischen Planspielen mit Syrien nicht mitberücksichtigt, dass die „Verbündeten“ die mit „Timber Sycamore“ aufgezogen wurden, sich langsam verselbstständigen, wie einst in Afghanistan oder im Irak. Auch als Berichte durchkamen, dass einige oppositionelle syrische Milizen sich der Terrormiliz IS anschlossen, hielt Obama am Plan fest. Erst mit Trump endete die Operation „Timber Sycamore“ und begann der eigentliche Kampf gegen die IS – oder sollten wir sagen, fehlte es der IS an Geldmitteln und Waffen, weshalb diese langsam in sich zerfiel. Im Juli 2017, noch vor dem G-20 Gipfel, beschloss Trump in Absprache mit dem nationalen Sicherheitsberater H. R. McMaster und CIA-Direktor Mike Pompeo, das Programm auslaufen zu lassen und die Ressourcen unter dem selben Programmnamen nun für den Kampf gegen die Terrormiliz IS einzusetzen. Schon damals hielten ranghohe Beamte im Pentagon wie auch Washington von diesem Auslauf-Plan nichts, da man offenbar davon ausging, dass Trump damit Wladimir Putin entgegengekommen sei. Die Entscheidung von Trump wurde als „großes Zugeständnis“ an Russland bezeichnet, es hieß gar in den Schaltzentralen der US-Schaltzentralen, Putin habe in Syrien gewonnen. Der zweite Gewinner scheint die Türkei zu sein, die nach 2015 immer wieder heftig in der Kritik des Westens stand, sogenannte „islamistische“ Milizen zu unterstützen. Vor allem die Berichterstattung über mutmaßliche Waffenlieferungen der türkischen Regierung an den IS durch den türkischen Journalisten Can Dündar, markiert hier einen Wendepunkt – letztendlich verleugnete Dündar zwar im Nachhinein im Exil, es habe sich um die IS gehandelt, aber offenbar hatte er damit seinen Auftrag erfüllt, denn so recht will das in Europa nicht durchklingen. Bis zu diesem Zeitpunkt lief der Plan „Timber Sycamore“ mehr oder weniger perfekt, konnten die Waffenlieferungen bis weit ins Jahr 2016 hinein geheim gehalten werden, aber dann änderte sich die Situation, florierte der Waffenschmuggel über Jordanien oder über den Libanon und es gelangten so derart Unmengen von Waffen in die Hände der IS, dass das kaum zu verhehlen war. Es muss also bereits zuvor zu einem Interessenskonflikt zwischen der Türkei und den USA bzw. dem Westen gekommen sein, weshalb dann die Türkei als alleiniger „Waffenlieferant“ der IS medial an die Wand gestellt wurde, während laut Angaben der australischen Tageszeitung „The Canberra Times“ sogar noch im April 2016 rund zweitausend Tonnen russische oder osteuropäische Waffen im jordanischen Hafen Akaba angelandet wurden – eingefädelt und finanziert von der CIA. Gegenwärtig hält die Türkei weite Teile des westlichen Nordsyriens bis zum Euphrat, der Nordsyrien zerteilt. Um die Sicherheitspolitik fortzusetzen, die mit den Operationen “Schutzschild Euphrat“ (2016/2017) und “Olivenzweig“ (2018) begann, droht die Türkei damit, auch östlich des Euphrats einzumarschieren und die Sicherheit der Region in die eigene Hand zu nehmen. Das hat mehrere Gründe. Einerseits will man vor allem das Durchsickern von Terroristen der PKK verhindern, die hier seit rund 5 Jahren in der Region wirken, zum anderen will man die syrischen Flüchtlinge in der Türkei wieder in ihre angestammten Gebiete entlassen, aus der sie zuvor geflohen sind. So lange die US-Bodentruppen östlich des Euphrats stationiert bleiben, so lange wird auch die YPG versuchen ihre Macht in der Region stetig ausbauen, in der sie bereits die syrisch-kurdische wie syrisch-arabische Opposition ausgemerzt hat. Das scheint auch Washington nicht zu schmecken, die darum bemüht ist, dass die YPG bzw. PKK irgendwie noch die dahingeraffte Opposition davon überzeugt, sich wieder im kontrollierten Gebiet niederzulassen. Die syrische Opposition, ob in Istanbul oder Berlin, verweigert aber die Rückkehr und fordert eine Abtretung der Kontrolle an die Türkei. Diese Forderung wird immer lauter und nachdrücklicher, was man u.a. in ar-Raqqa beobachten kann. Hier rebelliert die Bevölkerung gegen die YPG-Bevormundung und es kommt immer wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen, die mit Waffengewalt von der YPG niedergeschlagen werden. Im Ergebnis bleibt den USA nur die Option, eine Pufferzone zuzulassen, die nach dem Willen der Türkei von ihr selbst kontrolliert wird. Russland wird diese Forderung unterstützen und im Gegenzug den Rückzug türkischer Bodentruppen aus der Region Idlib fordern. Für die Türkei eine Win-win-Situation, mit der keiner gerechnet hat und deshalb im Westen medial wie politisch vorgegangen wird. Das ist aber vergebliche Liebesmüh.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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Kurdischer Politiker: „Die PYD vertritt nicht die Interessen der syrischen Kurden“

Laut dem Vorsitzenden der „Kurdische Zukunftsbewegung Syriens“ hat die PYD im Norden des Landes eine Baath-Regime-ähnliche Diktatur etabliert. Die PYD/YPG vertrete die Interessen der PKK und nicht die der Kurden, so der Aktivist.

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Weltwirtschaftsforum Davos
Altmaier betont gewachsene deutsche Verantwortung

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht Deutschland angesichts zahlreicher internationaler Krisenherde in einer besonderen Verantwortung für eine bessere internationale Zusammenarbeit. „Deutschland hat ein besonderes Interesse daran, dass wir weltweit mehr Stabilität und Verlässlichkeit bekommen“, sagte Altmaier am Rande des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos. Im Fernsehsender phoenix betonte der CDU-Politiker, dass die internationale Kooperation im ureigensten deutschen Interesse liege, da mehr als die Hälfte der in Deutschland hergestellten Waren in den Export gingen. „Unsere Arbeitsplätze sind dann sicher, wenn die weltweiten Beziehungen sicher sind“, so der Bundeswirtschaftsminister. Altmaier stellte die neuerliche Besiegelung der deutsch-französischen Freundschaft durch den Vertrag von Aachen als wegweisend auch für die Europäische Union heraus. „Die deutsch-französischen Beziehungen war immer einzigartig. Diese Zusammenarbeit schadet niemandem, aber trägt in der EU dazu bei, dass wir Kompromisse finden können.“ Dies sei insbesondere auch bei allen, den Brexit betreffenden Fragen wichtig. Altmaier zeigte sich in diesem Zusammenhang offen für eine mögliche Verschiebung des Brexit-Datums, wenn dadurch ein ungeordneter Austritt Großbritanniens aus der EU vermieden werden könne. „Sollte eine Verlängerung vom britischen Parlament geäußert werden, müssen wir uns damit konstruktiv auseinandersetzen“, meinte der Bundeswirtschaftsminister.

"Stigmatisierende Wirkung"
„Prüffall“: Ex-Präsident des NRW-Verfassungsgerichts kritisiert Umgang mit der AfD

Der frühere Präsident des NRW-Verfassungsgerichtshofs, Michael Bertrams, hat dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und seinem Präsidenten Thomas Haldenwang Rechtsverstöße bei der Einstufung der AfD als „Prüffall“ vorgeworfen. Michael Bertrams: Öffentliche Einstufung als „Prüffall“ hat stigmatisierende Wirkung „Schon die bloße Mitteilung einer solchen amtsinternen Entscheidung hat stigmatisierende Wirkung“, moniert der Bertrams im „Kölner Stadt-Anzeiger“. Der Partei werde „der Ruch des Extremismusverdachts“ angehängt. „Angesichts dessen sind negative Folgen für die AfD – etwa in Form einer abschreckenden Wirkung auf potenzielle AfD-Wähler – nicht auszuschließen. Schon von daher erweist sich Haldenwangs Mitteilung als schwerwiegender Eingriff in die Rechte der Partei.“ Bertrams betonte, das Bundesverfassungsschutzgesetz kenne die Kategorie „Prüffall“ im Unterschied zum „Verdachtsfall“ gar nicht. Die entsprechende Erklärung habe Haldenwang als staatlichem Amtsträger nicht zugestanden, weshalb die von der AfD-Führung angekündigten rechtlichen Schritte nachvollziehbar seien – bis hin zu einem Gang vor das Bundesverfassungsgericht. Bertrams ließ persönlich keinen Zweifel, dass er die AfD „für eine demokratiefeindliche, rassistische Partei“ hält. Er unterliege aber – anders als der BfV-Präsident – mit einer solchen Meinungsäußerung keiner Beschränkung. Sollte der Verfassungsschutz am Ende seiner Prüfung zum selben Ergebnis kommen wie er, wäre er „nicht nur nicht überrascht, sondern sogar zufrieden“, so Bertrams. Bis dahin erwarte er aber vom BfV, „dass das Amt einfach nur seine Arbeit macht – und keine Politik“.

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Kalte Tage in Deutschland – Apps für Eingeschneite

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WERBUNG Die Weihnachtstage sind vorbei und die Temperaturen sinken weiter ab. Der diesjährige Winter kommt mit jeder Menge Schnee und an manchen Tagen wollen wir einfach nicht das warme Haus oder die gemütliche Wohnung verlassen. Kein Problem, denn mit unseren App-Empfehlungen wird es auch zuhause niemals langweilig. Spiele, Kochrezepte, Work-Outs und Co. helfen dabei, die Tage im Schneechaos unterhaltsam zu gestalten und dem Winter-Blues die kalte Schulter zu zeigen. Hier sind unsere Empfehlungen.
(Foto: pixa)
Winterrezepte Im Winter stehen wohlig warme Speisen mit jeder Menge Vitamin C auf der Prioritätenliste ganz oben. Das ist nicht nur wichtig, um den lästigen Folgen von Erkältungen entgegenzuwirken und sie frühzeitig abzuwenden, sondern hilft auch unserem Körper, die Kälte problemlos auszuhalten. Der Bauch ist das Zentrum unseres Körpers und sollte daher bei sinkenden Temperaturen von innen und außen warmgehalten werden. Dazu gibt es nichts Besseres als saisonales, regionales Essen, das mit simplen Anleitungen selbst zubereitet werden kann. Mit der neuen Koch-App Winterrezepte ist das ganz einfach. Suppen, Eintöpfe, Pastagerichte und Co. werden mit schönen Fotos angepriesen und mit einfachen Kochrezepten beschrieben. Als Hauptzutaten stehen Rüben, Kohl und anderes Wintergemüse im Vordergrund, denn sie versorgen den Körper mit allen wichtigen Vitaminen für eine gestärktes Immunsystem. Ein guter Tipp: Vergesst nicht die Gewürze in den Rezepten einzusetzen, denn bei der schweren Winterkost können sie vor Sodbrennen und anderen Magenbeschwerden schützen. Ketchapp Winter Sports Der Winter ist großartig auf der Piste, aber in der Stadt kann er manchmal ganz schön ungemütlich werden. Wer gerade im Stadtgebiet feststeckt und dem Schnee dabei zusehen muss, wie er grau und matschig wird, sehnt sich oft nach dem perfekten Skiurlaub. Mit der App Ketchapp Winter Sports kann man zumindest die virtuelle Reise antreten und die Tage bis zum nächsten Skisportabenteuer verkürzen. Darin kann man in verschiedenen Disziplinen antreten. Bei dem Snowboard Flip müssen Spieler in die Lüfte springen und sich mit besonders aufregenden Tricks in der Luft Punkte verdienen. Im Ski Jump treten Spieler auf der legendären Skispringerrampe an und müssen einen möglichst langen Sprung hinlegen. Mit genügend Geschwindigkeit bricht man sogar den Weltrekord. In der Disziplin Ice Skating befindet sich der Spieler auf dem Eis und muss den schnellsten Lauf hinlegen. Für richtige Trickser ist Snowboard Slide genau das richtige Game – hier müssen Spieler auf der Rail gleiten und ihre Balance unter Beweis stellen. Casino App Langeweile vorbeugen war noch nie so einfach wie mit der neuen mobilen App der Betway Slots für iOS und Android. Dazu müssen Casinoliebhaber nur einen Account erstellen und die App auf dem Smartphone oder Tablett herunterladen und schon geht der Spaß los! Die Auswahl an mobilen Spielautomaten ist hier riesig groß. Spiele mit Themen wie den Filmen Jurassic Park und Bridesmaids bringen besonders viel Spaß und lassen die eigenen vier Wände zu einem lebensechten Casino im Stil von Las Vegas werden. Neben unterhaltsamen Spielrunden können Spieler auch hohe Willkommensboni genießen und jede Menge Freispiele gewinnen. Da geht es heiß her – selbst im Winter!
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5 Minuten Ski Training  Steht der Skiurlaub kurz bevor, doch draußen ist es viel zu kalt, um sich in Form zu bringen? Kein Problem, denn mit der App 5 Minuten Ski Training geht das jetzt ganz einfach von zuhause aus. Die App beinhaltet einen eigenen Video-Coach, der alle wichtigen Teile des Trainings erklärt. Jeden Tag werden in fünf Minuten andere Muskelgruppen trainiert und die Balance verbessert. Bonus-Videos helfen außerdem bei der Koordination und geben Tipps dazu wie man sich auf der Piste richtig aufwärmt. Dies ist bei den kalten Temperaturen besonders wichtig, um die Gelenke zu schützen und Verletzungen vorzubeugen. In der App findet man außerdem alle wichtigen Informationen zu Themen wie Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Praktische Dehnübungen helfen, den anspruchsvollen Skitag abzurunden und starkem Muskelkater entgegenzuwirken. Jetzt muss man sich nur noch darauf konzentrieren, die Abfahrt zu genießen und jede Menge Sonnenstrahlen zu tanken. Mit ein paar großartigen App-Empfehlungen wird der Winter in der Stadt richtig gemütlich und die Vorfreude auf den Winterurlaub noch größer. Winterliche Rezepte, coole Spiele und ein perfektes Work-Out vertreiben schlechte Laune an kalten Tagen und sorgen für den absoluten Wohlfühlfaktor.

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Kundentreue: Wie halten Gaming-Sites ihre Spieler am Ball?

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WERBUNG Der Spielemarkt hat seine Fan-Base in den letzten Jahrzehnten enorm gesteigert. Verantwortlich dafür ist der einfach Zugang zu Spielen durch mobile Geräte und das Aufkommen von Gelegenheitsspielen, die immer und überall gespielt werden können, ohne viel Zeit in Anspruch zu nehmen. Heute müssen sich Spieler nicht mehr vor die Konsole oder den PC setzen, um zu spielen, denn Games warten bereits in jeder Hosentasche. Die Gruppe der Gelegenheitsspieler ist damit mittlerweile deutlich größer als die sogenannten „Hardcore-Gamer“, welche  wöchentlich mehrere Stunden in komplexe Spiele investieren. Durch den Anstieg der Spielerzahlen ist natürlich auch die Auswahl an Spielen enorm gestiegen und die Konkurrenz ist groß. In der schnelllebigen Branche ist Kundentreue daher das A und O, um als Unternehmen langfristig grüne Zahlen schreiben zu können. Doch wie kreieren Gaming-Sites Spielererfahrungen, die Spieler am Ball halten?
Spieler in den Prozess einbinden
In den Zeiten von  Pong  und  Space Invaders  waren Spieler noch unerfahren mit Computerspielen und ließen sich leicht durch neue Technologien begeistern. Heute sieht dies ganz anders aus. Spieler wissen genau, was sie wollen. Dies können Anbieter zu ihrem Vorteil nutzen, denn viele User sind mehr als bereit, tiefgreifendes  Feedback  zu geben. Auf diese  Feedbacks von Betatestern und anderen Spielern auf Plattformen wie Steam  oder Foren der eigenen Website sollte besonders viel Wert gelegt werden. Wer seine Spieler schätzt, sollte möglichst viele Vorschläge versuchen umzusetzen, anstatt sich starr an Konzepte zu halten, die innerhalb des Entwicklerstudios entstanden sind. Auch eine offene Kommunikation zwischen Spielern und Entwicklern kommt gut an, weshalb es sich lohnt, einen eigenen Posten für die Spielerbetreuung zu haben. So wissen Kunden Bescheid, dass ihre Wünsche gehört werden und ihre Meinung geschätzt wird. Auch Programmfehler sollten besonders schnell behoben werden, um Spieler nicht zu frustrieren und deren Kundentreue nicht zu verlieren.
Authentische Werbung schaffen
Wenn Unternehmen Werbungen schalten, wird ihr Produkt als das beste Spiel am Markt dargestellt.  Kritik ist hier natürlich fehl am Platz. Diese Werbung bleibt den Spielern zwar im Gedächtnis, wird aber nicht als authentische und subjektive Darstellung wahrgenommen. Viel mehr vertrauen Spieler dem Feedback von Vloggern und eSportlern wie PewDiePie, welche Games vor laufender Kamera austesten. Mittlerweile haben dies auch viele Studios erkannt und fördern die Entstehung von sogenannten „Let’s Play“-Videos auf Twitch und YouTube. Das Studio Bethesda forderte verschiedene Influencer über Social Media aktiv dazu auf, solche Video-Reviews zu erstellen und das Spiel kritisch zu beleuchten. Damit zeigt das Studio, dass es transparent ist und sowohl die Stärken als auch die Schwächen ihrer Spiele gesehen werden dürfen.
(Foto: pexels)
Zuerst spielen – dann bezahlen?
Ein relativ junges Konzept, welches vor allem im Bereich der mobilen Spiele boomt, ist das „Freemium-Game“. Hierbei handelt es sich um Spiele, die kostenlos heruntergeladen werden können und bei welchen  nur für zusätzliche Inhalte bezahlt werden muss. So können Spieler beispielsweise  neue Leben kaufen, wenn sie diese  verspielt haben. Der Vorteil von Freemium ist, dass Spieler dadurch das Game ausprobieren können und ihr Geld erst dann investieren, wenn sie von dem Produkt überzeugt sind. Ähnlich funktioniert es mit Willkommensboni, welche vor allem von Online Casinos wie dem Casino Euro vergeben werden. Für die kostenpflichtigen Spiele muss normalerweise von Anfang an ein Guthaben aufgeladen werden. Dabei haben Spieler keine Möglichkeit, die Spiele auszuprobieren, bevor sie erste Zahlungen machen. Durch Willkommensboni sind die ersten Runden aber entweder kostenlos  oder können  durch kleine Einzahlungen und Freispiele gewonnen werden. Auch dieses Prinzip bietet Kunden die Möglichkeit, ein Spiel vorerst gratis auszuprobieren. Um Kunden am Ball zu halten, muss deren Meinung zählen. Nur so wird Kundentreue aufgebaut und langfristig gepflegt. Auch authentische und transparente Werbung, sowie die Möglichkeit, Spiele kostenlos auszuprobieren, sind effektive Methoden, um Spieler zu überzeugen und das eigene Brandimage zu verbessern.

Israel
Tel Aviv beschuldigt EU der Unterstützung israelfeindlicher Organisationen

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Tel Aviv (nex) – Das Ministerium für strategische Angelegenheiten beschuldigte die Europäische Union am Mittwoch, Organisationen zu finanzieren, die die BDS-Bewegung in Millionenhöhe unterstützen, und forderte Brüssel auf, jede finanzielle Unterstützung für NGOs von einer ausdrücklichen Verpflichtung zur Ablehnung von Boykotten Israels abhängig zu machen. Die EU reagierte umgehend und wies daraufhin, dass sie gegen Sanktionen sei, aber die Meinungsfreiheit verteidigen werde. Laut einem neuen Bericht des israelischen Ministeriums, habe die EU mindestens zehn NGOs, die sich für Sanktionen gegen Israel einsetzten, mit mehr als fünf Millionen Euro unterstützt. „Es ist an der Zeit, dass die EU mit einer eingehenden Überprüfung ihrer Politik beginnt“, sagte der Minister für strategische Angelegenheiten Gilad Erdan in einer Erklärung. „Anstatt sich hinter leeren Statements zu verstecken, muss die Europäische Union ihre eigene erklärte Politik umsetzen und unverzüglich die Finanzierung von Organisationen einstellen, die Boykotte gegen den Staat Israel fördern.“ Die internationale Bewegung BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) ruft zu Boykott, Sanktionen und Kapitalabzug gegen Israel auf und bezeichnet dies als einen gewaltlosen Kampf gegen die Besatzung. Israel vertritt die Auffassung, dass das Ziel des BDS die Zerstörung des Landes sei, und sieht in der Bewegung eine ernst zu nehmende Bedrohung.

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– Schreiben an Bundesregierung – Israel fordert: Deutschland soll die Unterstützung für israelkritische Organisationen beenden

Die Bundesregierung soll die Finanzierung von antiisraelischen Aktivitäten einstellen. Das fordere ein Schreiben aus Israel. Genannt würden unter anderem auch die Heinrich-Böll-Stiftung.

Israel fordert: Deutschland soll die Unterstützung für israelkritische Organisationen beenden
 

Türkei
Schauspielerin Aysen Gruda verstorben

Istanbul (nex) – Die legendäre türkische Bühnen- und Kinodarstellerin Aysen Gruda starb im Alter von 75 Jahren, teilte ihr Arzt am Mittwoch mit. Ergun Kasapoglu, der Chefarzt des Derindere Krankenhauses in Istanbul, sagte, dass Gruda seit anderthalb Jahren eine medizinische Behandlung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs erhalten habe: „Wir haben Frau Aysen um 13.45 Uhr verloren. Sie wurde fast 20 Tage lang auf der Intensivstation wegen Atemnot behandelt.“ Gruda wurde 1944 in Istanbul als mittleres Kind der Familie Erman geboren. Ihre erste schauspielerische Leistung war 1962 als Dienstmädchen in einem Musical. Sie war zwischen 1965 und 1976 mit Yilmaz Gruda verheiratet. Gruda wurde als „Miss Tomato“ bekannt, nachdem sie die Figur Miss Tomato Nahide Serbet in einer Sketch-Comedy-Fernsehshow spielte. Gruda nahm an mehr als 50 Filmen teil, darunter Bizim Aile (1975), Aile Serefi (1976), Tosun Pasa (1976), Copculer Krali (1977), Gulen Gozler (1977), Cicek Abbas (1982) und Hacivat Karagoz Neden Olduruldu? (2006). Sie gewann 2006 die Sadri Alisik Awards für Theater und Kino und 2010 den Golden Orange Award in Antalya als beste Schauspielerin und 2012 den Honorary Award des Istanbul Film Festivals. Grudas Beerdigungs- und Bestattungsgottesdienste finden am Freitag auf dem Friedhof von Zincirlikuyu statt. Der türkische Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy bekundete sein Beileid und sagte: „Der Verlust von Frau Aysen Gruda, eine der prominentesten Künstlerinnen der Film- und Theaterwelt, bedaure ich zutiefst.“ Auch der türkische Parlamentspräsident Binali Yildirim und Kemal Kilicdaroglu, der Führer der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP) der Türkei, sprachen ihr Beileid aus. (aa)

Türkei
Über 30.000 Ahiska-Türken erhalten Staatsbürgerschaft

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Bilecik (nex) – Mehr als 30.000 Ahiska-Türken (Mescheten) haben die türkische Staatsbürgerschaft erhalten, sagte der Leiter der Weltunion der Ahiska-Türken am Mittwoch. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan habe der Notlage der Gemeinschaft besondere Priorität eingeräumt, so Ucar zur Nachrichtenagentur Anadolu nach einer Veranstaltung in der westlichen Provinz Bilecik. Seine Bemühungen seit 2015 hätten die Ansiedlung der Ahiska-Türken in der Türkei erleichtert. Abgesehen von etwa 100.000 Ahiska, die nach der Auflösung der Sowjetunion in die Türkei ausgewandert waren, lebte bereits eine große Ahiska-Bevölkerung in verschiedenen Städten im Osten der Türkei, so Ucar. Er betonte auch, dass die seit 74 Jahren außerhalb der Türkei lebenden Ahiska nie „die Beziehungen zur Türkei abgebrochen haben“. „Wo immer sie leben – im Moment in neun Ländern – ist die Türkei der Platz in ihren Herzen“, fügte er hinzu. Etwa 92.307 Ahiska-Türken, auch als meschetische Türken bekannt, wurden 1944 durch den Sowjetführer Josef Stalin aus ihrer Heimat, der Meschetenregion in Georgien, vertrieben, als dieser eine Zwangsumsiedlung der Türken von den Küsten des Schwarzen Meeres anstrebte. Während einer fast 40-tägigen Abschiebephase aus ihrer Heimat nach Usbekistan, Kasachstan und Kirgisistan verloren rund 13.000 Ahiska-Türken durch Hunger, Kälte und Krankheiten ihr Leben, sagte der Verband. Sowohl vor als auch nach ihrer Deportation erfuhr die Volksgruppe Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen. Diejenigen, die nach der Auflösung der Sowjetunion 1990 in die Ukraine emigrieren konnten, lebten in Elendsquartieren, die von Saisonarbeitern genutzt wurden. Heute leben rund eine halbe Million Ahiska-Türken in der Türkei, Kasachstan, Russland, Aserbaidschan, Kirgisistan, Usbekistan, den USA und der Ukraine. „Die Türkei hat für uns Ahiska-Türken so viel getan, wir sind sehr dankbar und glücklich“, sagte Ziyatdin Kassanov gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu am Rande eines Treffens der Weltunion der Ahiska Türken (DATUB) in der kasachischen Hauptstadt Almaty.

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– NEX24-Interview – Anastasia Cetinkaya: „Die Türkei hat mir so viel gegeben“

Für die bevorstehenden türkischen Kommunalwahlen im März, wurde in der Urlaubsmetropole Alanya erstmals eine in Russland geborene türkische Staatsangehörige als Bürgermeisterkandidatin nominiert. In ihrem ersten Interview mit einem ausländischen Medium sprach Cetinkaya in ihrem Büro in Alanya mit dem NEX24 Türkei-Korrespondenten.

Anastasia Cetinkaya: „Die Türkei hat mir so viel gegeben“
 

EBWE
EU-Bank plant Investition von 1 Milliarde Euro für die Türkei

Ankara (nex) – Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) plant, 2019 1 Milliarde Euro in die Türkei zu investieren, sagte ein hoher Beamter. „2018 war ein herausforderndes Jahr, ein Jahr geopolitischer Spannungen, einer wirtschaftlichen Verlangsamung, dramatischer Währungsabwertung und nachlassender Investorenstimmung. Die EBWE blieb hielt jedoch an ihrem starken Engagement für die türkische Wirtschaft fest“, sagte der Geschäftsführer der EBWE in der Türkei, Arvid Tuerkner, während eines Exklusivinterview mit der Nachrichtenagentur Anadolu.
(Foto: EBRD)
Die Bank werde, wie auch im vergangenen Jahr, erneut etwa eine Milliarde Euro investieren. Er fügte hinzu, dass die Bank zudem auch ihre Unterstützung zur Stabilisierung der türkischen Lira erhöht habe. Die EBWE werde sich in diesem Jahr besonders auf die exportorientierte Industrie und Landwirtschaft in der Türkei konzentrieren. Er lobte auch die starken wirtschaftlichen Fundamentaldaten und die jungen Bevölkerungszahlen der Türkei. „Trotz der Turbulenzen sind die starken Fundamentaldaten der Türkei noch vorhanden. Die strategische geografische Lage ist nicht nur ein Segen für den Handel – das großartige Klima und die Kultur des Landes machen die Türkei auch zu einem wunderbaren Reiseziel. Ich denke, das Land hat hohe Erwartungen an die Wiederbelebung des Tourismus in diesem Jahr.“

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– Businessnews – Wirtschaftsvereinigung fordert türkisch-amerikanisches Freihandelsabkommen

Ein Freihandelsabkommen zwischen der Türkei und den USA ist der Weg, um den bilateralen Handel zwischen den beiden Ländern zu fördern, so der Leiter einer wichtigen türkischen Wirtschaftsvereinigung.

Wirtschaftsvereinigung fordert türkisch-amerikanisches Freihandelsabkommen

Türkisch-russische Beziehungen
Treffen zwischen Erdogan und Putin für Mittwoch angekündigt

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Ankara (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und sein russischer Amtskollege Vladimir Putin werden am Mittwoch ihr erstes persönliches Treffen des Jahres abhalten.
Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, werden die beiden Staats- und Regierungschefs während Erdogans eintägigem Besuch in der russischen Hauptstadt Moskau, regionale und internationale Fragen, insbesondere über Syrien, sowie die bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und Russland besprechen.
In der russischen Tageszeitung Kommersant erschien in der vergangenen Woche ein von Erdogan verfasster Artikel mit dem Titel „Kooperation Türkei-Russland, kritisch für die Lösung der Krise in Syrien“. Darin betonte der türkische Staatschef erneut, dass die Türkei kein Problem mit syrischen Kurden oder anderen Gruppen habe, die innerhalb der Grenzen des Nachbarlandes leben. Die Türkei behalte sich jedoch das Recht vor, „bei Vorliegen der entsprechenden Bedingungen, Terroristen zu verfolgen, die unser Land aus syrischem Gebiet bedrohen“, sagte Erdogan in dem Artikel. Der US-Abzug aus Syrien sei „ein Schritt in die richtige Richtung“, so Erdogan.
Ende Dezember kündigte US-Präsident Donald Trump an, dass es der US-geführten Koalition gelungen sei, die Terrorgruppe IS (Daesh) in Syrien militärisch zu besiegen. Die Ankündigung des überraschenden Truppenabzugs von Trump im vergangenen Monat, folgte auf einen Telefonanruf mit Erdogan, in dem sich die beiden auf die Notwendigkeit einer effektiveren Koordinierung des vom Bürgerkrieg verwüsteten Landes einigten.
Erdogan und Putin hatten 2018 sieben persönliche Treffen und 18 Telefonate, um über bilaterale Beziehungen und regionale Entwicklungen, insbesondere in Syrien, zu sprechen.
Die Staats- und Regierungschefs trafen sich zum ersten Mal in der türkischen Hauptstadt Ankara, wo sie am 3. April, einen Tag vor einem trilateralen Gipfel über Syrien zwischen den Staats- und Regierungschefs der Türkei, Russlands und des Iran, den Vorsitz im Hochrangigen Kooperationsrat Türkei-Russland führten. Während des trilateralen Gipfels am 4. April betonten Erdogan, Putin und der iranische Präsident Hassan Rouhani ihre gemeinsame Entschlossenheit, sich dem Separatismus sowie der Nutzung des Terrorismus als Vorwand für eine Veränderung Syriens zu widersetzen. Erdogan, Putin und Rouhani werden sich voraussichtlich in den kommenden Monaten treffen, um die Situation in Syrien zu besprechen. (aa)

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– Türkisch-amerikanische Beziehungen – Telefonat: Türkei und USA möchten wirtschaftliche Beziehungen stärken

In einem Telefonat am Montag beschlossen der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump, die wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken.

Telefonat: Türkei und USA möchten wirtschaftliche Beziehungen stärken