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Elektromobilität – wird die Revolution kommen?

Ein Gastbeitrag von Ali Yandim Seit Jahren wird darüber diskutiert, wann und ob die Revolution der Elektromobilität (doch noch) kommen wird. Allen voran wurden die Dieselmotoren verteufelt, dazu hat der Abgasskandal einen großen Beitrag geleistet. Allerdings sollte man bei dieser Diskussion die CO2 Bilanz im Gesamten betrachten. Zum einen im Hinblick auf die während der Fahrt verursachten CO2 Werte, aber auch auf die Herstellung der Fahrzeuge. Das Herstellen und das Recyceln der Motoren/Batterien, sollte hier gegenübergestellt werden. Während größtenteils alle modernen Verbrennungsmotoren aus Aluminium hergestellt werden, welche problemlos recycelt werden können, sieht es bei den Batterien wesentlich problematischer aus. Reichweitenproblem: Laut des neuen Messverfahrens zur Bestimmung der Abgasemissionen und des Kraftstoff-/Stromverbrauchs (WLTP) schafft die neueste Generation Elektroautos eine beachtliche Reichweite von 400 Kilometern, dies ist der neuen Technologie der Feststoffbatterien zu verdanken. Allerdings entstehen da einige Probleme mit der Heizung im Winter, bei der Kühlung der Akkus auf Betriebstemperatur (hierbei ist eine Luftkühlung nicht ausreichend) und bei schnellen Fahrten auf der Autobahn mit dieser Reichweite. Neuesten Berichten zufolge soll ein chinesisch-deutsches Joint Venture eine neue Batterietechnik konzipiert haben, bei der die Luftkühlung ausreichend ist, wodurch ca. 200 Kilogramm an Gewicht eingespart werden können – nähere Informationen werden vom Hersteller vorerst nicht verraten. Fahrzeuge mit Dieselmotoren schaffen mit einer Tankfüllung eine Reichweite von über 800 Kilometern. Während das Betanken mit konventionellen Kraftstoffen nur einige Minuten dauert, muss man sich beim Aufladen der Akkus von Elektroautos lange gedulden. Gibt es an der Tankstation keine Ladesäule mit Starkstromanschluss, so verlängert sich diese Zeit um ein vielfaches. Das macht Elektroautos für Langstrecken, im direkten Vergleich zu Verbrennungsmotoren, ungeeignet. Ein weiterer Nachteil der Elektromobilität ist, dass Arbeitsplätze massiv wegfallen werden: „Im Jahr 2035 werden knapp 114.000 Arbeitsplätze, aufgrund der Umstellung auf den Elektroantrieb beim Pkw, verloren gegangen sein“, so das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Zwischenlösung – Elektrifizierung der Fahrzeuge? Schaeffler, ein namhafter Zulieferer der Automobilindustrie, geht für das Jahr 2030 von folgendem Szenario aus: 30 % aller neu produzierten Autos wären mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet, 40 % mit einem Hybridantrieb und 30 % wären elektrisch angetrieben. Viele Hersteller steigen jetzt schon auf die 48V Technologie um, bei der das Fahrzeug eine zusätzliche, größere Batterie erhält und somit als ein Mild-Hybrid eingestuft wird. CO2 Einsparung ist hier das Ziel. Dem Video können weitere Informationen entnommen werden. Ein Elektroauto kaufen – Ja? Nein? Meiner Meinung nach sollte man den Sinn hinterfragen. Für kurze Strecken (überwiegend in den Innenstädten) ist ein Elektroauto sinnvoll, insbesondere, da die Lärm- und Abgasbelastung weitestgehend nicht vorhanden sind. Weitestgehend deshalb, weil neue Elektroautos einen „Sound“ von sich geben müssen, als Warnung für Menschen mit Sehbehinderung. In Innenstädten haben E-Autos, was das Parken angeht, einen Bonus. Für Vielfahrer, Außendienstler und Pendler, wird der Erwerb eines Elektroautos unvorteilhaft werden. Vielleicht wird die nahe Zukunft weitere Schlüsseltechnologien für die Speicherkapazität der Batterien mit sich bringen. Leider schaut es momentan eher nach einer Evolution als nach einer Revolution aus, was die Elektromobilität betrifft. In jedem Fall können wir uns in den nächsten Jahren auf viele technische Innovationen freuen.

Golan-Entscheidung
UN-Chef widerspricht Trump: Golan-Status hat sich nicht geändert

New York (nex) – Für den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, ist es „klar, dass sich der Status von Golan nicht geändert hat“, sagte der UN-Sprecher Stephane Dujarric am Montag, nachdem US-Präsident Donald Trump die Golanhöhen als israelisches Gebiet anerkannt hatte. „Die Politik der UNO zu den Golanhöhen spiegelt sich in den einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrates wider und diese Politik hat sich nicht geändert“, sagte Dujarric. Israel eroberte das strategische Land von Syrien im Nahostkrieg 1967. Trump hat die von Israel annektierten syrischen Golanhöhen am Montag formell als Staatsgebiet Israels anerkannt. Bei einem Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu in Washington, unterzeichnete Trump eine entsprechende Proklamation. Die Zeremonie fand im Weißen Haus statt. Israel hatte die Golanhöhen im Sechstagekrieg besetzt und 1981 annektiert. International ist dies nicht anerkannt. Trump hatte bereits am Donnerstag mitgeteilt, die seit 1967 besetzten Golanhöhen als Teil Israels anzuerkennen, er löste damit international Proteste aus.

Bundesaußenminister Heiko Maas lehnt eine völkerrechtliche Anerkennung der Annexion der Golanhöhen ab. Er erkenne die Sicherheitsinteressen Israels auf den annektierten Golanhöhen an, lehne jedoch eine völkerrechtliche Anerkennung dieser Annexion ab, so Maas in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“.

„Unsere völkerrechtliche Position und Haltung ändert sich nach dem Tweet von Trump nicht. Wir erkennen die Annexion, im Einklang mit den einschlägigen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats nicht an“, sagte Maas. Türkischer Außenminister: „Die USA haben das Völkerrecht wieder einmal ignoriert“ Auch der türkische Außenminister verurteilte am Montag Trumps Entscheidung. „Die USA haben das Völkerrecht wieder einmal ignoriert. Diese Entscheidung wird jedoch nie die israelische Besatzung legitimieren“, so Mevlüt Cavusoglu in einer Stellungnahme über den Kurznachrichtendienst Twitter. Im Gegenteil, diese Entscheidung werde die Spannungen in der Region weiter verschärfen, indem sie die Friedensbemühungen im Nahen Osten verhindere, sagte Cavusoglu.
 

Krise in Venezuela
Regierungssprecher: Mehr als 30 Milliarden Dollar von Venezuelas Konten im Ausland gestohlen

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Caracas (nex) – Mehr als 30 Milliarden Dollar verschwanden in den letzten zwei Monaten von den Auslandskonten Venezuelas, sagte der venezolanische Minister für Kommunikation, Kultur und Tourismus, Jorge Rodríguez am Samstag. „In den letzten zwei Monaten wurden über 30 Milliarden Dollar gestohlen“, so Rodriguez. Der Minister beschuldigte Washington, die Beschlagnahme der Vermögenswerte Venezuelas angeordnet zu haben. „Vermögenswerte, die Venezuela bei verschiedenen Banken hat, werden abgezogen. Dies geschieht auf direkten Befehl der Regierung von US-Präsident Donald Trump“, sagte er. Rodríguez: Paramilitärische Einheiten wurden in Kolumbien trainiert, um Venezuela zu destabilisieren“ „Ich wurde von Präsident Nicolás Maduro beauftragt, Ihnen einige der schwerwiegenden Informationen mitzuteilen, die sich aus der Untersuchung der Terroranschläge ergeben haben, die die Rechtsextremen Venezuelas ausführten“, wird Rodríguez auf dem offiziellen Regierungsportal zitiert. Laut Rodriguez seien in Ländern wie El Salvador, Guatemala und Honduras, paramilitärische Einheiten angeworben worden, um Venezuela zu destabilisieren. „Sie stellten acht bis zehn Teams von Paramilitärs in Gruppen von sechs bis acht Personen zusammen, die rekrutiert und nach Kolumbien gebracht wurden, um dort eine Ausbildung zu erhalten und dann auf illegalem Weg an der Grenze Kolumbiens nach Venezuela einzudringen“, fügte er hinzu. „Mindestens die Hälfte dieser in Kolumbien ausgebildeten Paramilitärs haben es geschafft, nach Venezuela vorzudringen. Wir suchen sie zu Land, zu Wasser und in der Luft, und wo immer sie sind, werden wir sie einfangen“, so Rodriguez. Zu den Plänen der Söldner gehörten Morde an Regierungspersonen oder False-Flag-Anschläge, die dann zu einem Angriff auf den Regierungspalast führen sollten“, sagte er.

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– Krise in Venezuela – Kommentar: Den USA geht es in Venezuela um den Petro-Dollar

In den vergangenen zwanzig Jahren haben mehrere Staatschefs versucht, dem Petro-Dollar den Kampf anzusagen – mit der Folge, dass sie umgebracht und ihre Länder auf Jahrzehnte hinaus destabilisiert wurden. Genau dieses Schicksal droht Venezuela jetzt.

Kommentar: Den USA geht es in Venezuela um den Petro-Dollar

Golan-Entscheidung
Türkischer Außenminister Cavusoglu: USA haben Völkerrecht wieder einmal ignoriert

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Antalya (nex) – Der türkische Außenminister verurteilte am Montag US-Präsident Donald Trumps Entscheidung die von Israel annektierten syrischen Golanhöhen formell als Staatsgebiet Israels anzuerkennen. „Die USA haben das Völkerrecht wieder einmal ignoriert. Diese Entscheidung wird jedoch nie die israelische Besatzung legitimieren“, so Mevlüt Cavusoglu in einer Stellungnahme über den Kurznachrichtendienst Twitter. Im Gegenteil, diese Entscheidung werde die Spannungen in der Region weiter verschärfen, indem sie die Friedensbemühungen im Nahen Osten verhindere, sagte Cavusoglu. US-Präsident Donald Trump hat die von Israel annektierten syrischen Golanhöhen am Montag formell als Staatsgebiet Israels anerkannt. Bei einem Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu in Washington, unterzeichnete Trump eine entsprechende Proklamation. Die Zeremonie fand im Weißen Haus statt. Israel hatte die Golanhöhen im Sechstagekrieg besetzt und 1981 annektiert. International ist dies nicht anerkannt. Trump hatte bereits am Donnerstag mitgeteilt, die seit 1967 besetzten Golanhöhen als Teil Israels anzuerkennen, er löste damit international Proteste aus. Bundesaußenminister Heiko Maas lehnt eine völkerrechtliche Anerkennung der Annexion der Golanhöhen ab. Er erkenne die Sicherheitsinteressen Israels auf den annektierten Golanhöhen an, lehne jedoch eine völkerrechtliche Anerkennung dieser Annexion ab, so Maas in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“. „Unsere völkerrechtliche Position und Haltung ändert sich nach dem Tweet von Trump nicht. Wir erkennen die Annexion, im Einklang mit den einschlägigen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats nicht an“, sagte Maas.      

USA
Trump erkennt syrische Golanhöhen als Teil Israels an

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Washington (nex) – US-Präsident Donald Trump hat die von Israel annektierten syrischen Golanhöhen am Montag formell als Staatsgebiet Israels anerkannt.

Wie Tagesschau weiter berichtet, unterzeichnete er bei einem Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu in Washington eine entsprechende Proklamation. Die Zeremonie fand im Weißen Haus statt.

Israel hatte die Golanhöhen im Sechstagekrieg besetzt und 1981 annektiert. International ist dies nicht anerkannt.

Trump hatte bereits am Donnerstag mitgeteilt, die seit 1967 besetzten Golanhöhen als Teil Israels anzuerkennen und löste damit international Proteste aus. Bundesaußenminister Heiko Maas lehnt eine völkerrechtliche Anerkennung der Annexion der Golanhöhen ab. Er erkenne die Sicherheitsinteressen Israels auf den annektierten Golanhöhen an, lehne jedoch eine völkerrechtliche Anerkennung dieser Annexion aber ab, so Maas in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“. „Unsere völkerrechtliche Position und Haltung ändert sich nach dem Tweet von Trump nicht. Wir erkennen die Annexion,  im Einklang mit den einschlägigen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats nicht an“, sagte Maas.

Kommunalwahlen in der Türkei
Erdogan: Nike eröffnet Fabrik in der Türkei

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Agri (nex) – Der internationale Sportartikelhersteller Nike wird eine Fabrik im Osten der Türkei errichten und 5.000 Arbeitsplätze schaffen, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Montag. Wie die englischsprachige „Daily Sabah“ (DS) bereits am vergangenen Dienstag berichtete, wird der amerikanische Sportbekleidungsriese Nike sein einziges Produktionszentrum im Nahen Osten und in Europa im Rahmen des Tekstilkent Projekts in die osttürkische Provinz Agri verlegen. In dem neuen Werk sollen 5.000 Menschen Arbeit finden. Das Unternehmen werde dank Subventionen, die vom Agrı Gouvernement als Zuschuss bereitgestellt werden sollen, von niedrigen Energiekosten profitieren. Wie DS weiter berichtet, werden die Waren zunächst nach Europa und in den Nahen Osten exportiert werden.  Die Produktion erfolgt in Zusammenarbeit mit Yeşim Tekstil, dem türkischen Produzenten von Nike.

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– Kommunalwahlen der Türkei – Wahlkampfauftritt in Istanbul: 1,6 Millionen Anhänger jubeln Erdogan zu

Istanbul (nex) – Bei einem Wahlkampfauftritt am Sonntag in Istanbul vor 1,6 Millionen Anhängern, kündigte der türkische Staatspräsident  mehrere Projekte zur Schaffung von Arbeitsplätzen und dem wirtschaftlichen Wachstum an.

Wahlkampfauftritt in Istanbul: 1,6 Millionen Anhänger jubeln Erdogan zu
 

Datenschutz
Bundespolizei gerät wegen Speicherung von Bodycam-Aufnahmen bei Amazon unter Druck

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Datenschutzbeauftragter hält Praxis für rechtswidrig – Grüne: „Deutscher Anbieter wäre möglich“ Osnabrück – Die Bundespolizei gerät wegen der Speicherung von Bodycam-Aufnahmen auf Servern des US-Anbieters Amazon zunehmend unter Druck. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber fordert, sofort zu einem deutschen Cloud-Anbieter zu wechseln und die sensiblen Aufnahmen der Körperkameras dort zu speichern. Kelber erklärte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wir haben bereits 2018 der Bundespolizei und dem Bundesinnenministerium mitgeteilt, dass wir die Speicherung der Bodycam-Daten in der Amazon Cloud für rechtswidrig halten.“ Die Regierung habe seine damalige Forderung, zu einem deutschen Anbieter zu wechseln, ignoriert: „Im Ergebnis muss die Bundespolizei daher zwingend das aktuell praktizierte Verfahren umstellen.“ Kelber hat massive Datenschutzbedenken, weil ein Zugriff von US-Behörden auf die Bodycam-Daten nicht ausgeschlossen werden könne. Seiner Kenntnis nach würden die Daten in der Amazon-Cloud bearbeitet und dafür zwingend entschlüsselt: „Auch der Umstand, dass die Daten – nach Aussage der Bundespolizei – verschlüsselt in der Cloud gespeichert werden, ändert nichts an meiner kritischen Haltung.“ Bemerkenswert sei auch, dass die Bundespolizei ihn zwar über das Projekt frühzeitig informiert, „die Information über die Speicherung von Daten in der Amazon-Cloud allerdings bis kurz vor Schluss verschwiegen“ habe. Zudem zeige sich, dass die Aussage der Bundespolizei, es habe keine anderen Anbieter mit einer entsprechenden Zertifizierung gegeben, nicht mehr zu halten ist. Das belegen Antworten der Bundesregierung auf parlamentarische Nachfragen des Grünen-Abgeordneten Konstantin von Notz, die der „NOZ“ vorliegen. Darin räumt die Regierung ein, dass es durchaus andere Anbieter gibt, die die notwendige Zertifizierung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) besitzen, „darunter auch deutsche Anbieter, zum Beispiel Deutsche Telekom, SAP sowie Cancom Pironet“. Letzterer ist ein deutscher Multi Cloud-Provider. Der Grünen-Fraktionsvize von Notz sagte: „Es wäre ein Leichtes gewesen, einen deutschen Anbieter zu wählen.“ Er bemängelte „fehlende Sensibilität bezüglich des bestmöglichen Schutzes hochsensibler Bilder“: „Hierdurch wird das Vorhaben insgesamt diskreditiert.“ Die Bundespolizei rüstet ihre Streifen schrittweise mit den Körperkameras aus. Die Bodycams filmen den Einsatz und sollen sowohl potenzielle Angreifer abschrecken als auch Beweismaterial sammeln. Die Bundespolizei hat sich für Geräte des Typs Motorola (Si500) entschieden, die gleichzeitig als Funkgerät und Kamera genutzt werden. Motorola nutzt für die Speicherung der Videodaten Server von Amazon Web Services (AWS). „Insofern ist AWS der einzig geeignete Cloud-Anbieter“, schreibt die Bundesregierung. Die Bundespolizei hatte die Speicherung auf Servern von Amazon als Übergangslösung verteidigt und darauf verwiesen, dass eine „Bundes-Cloud“ mit den notwendigen Dienstleistungen aufgebaut werde. Ob es aber wirklich dazu kommt, ist offen, wie die Regierung in ihrer Antwort schreibt: „Die Bundespolizei prüft derzeit (…), ob und wann die Bundes-Cloud zur Speicherung der aufgenommenen Videodaten genutzt werden kann.“ Von Notz sagte: „Die Antworten kommen insgesamt einer Bankrotterklärung gleich. Horst Seehofer muss die Konsequenzen ziehen und von dem Projekt zumindest so lange Abstand nehmen, bis diese Fragen geklärt sind.“ Nach jetzigen Plänen sollen alle 475 Dienststellen der Bundespolizei bis Ende 2020 mit insgesamt 2300 Bodycams ausgerüstet sein.

iBorderCtrl
„Video-Lügendetektor“ für Reisende: Patrick Breyer verklagt EU-Kommission

Das von der EU mit 4,5 Millionen geförderte Forschungsprojekt iBorderCtrl soll Europa unter Einsatz „künstlicher Intelligenz“ stärker abschotten: Reisewillige sollen künftig zu Hause vor der Webcam einen Lügendetektor-Test absolvieren. Anhand der Mimik und des Verhaltens beim Beantworten von Standardfragen soll eine Spezialsoftware bestimmen, ob die Wahrheit gesagt wird. Auch das Facebook-Profil des Reisenden und seine anderen Aktivitäten in sozialen Netzwerken sollen in die Bewertung mit einfließen. Ob ein solcher Lügendetektor-Test überhaupt funktioniert, ist höchst umstritten. Wohl aus diesem Grund hat ein ‚Ethik-Berater‘ das Projekt unter die Lupe genommen. Doch zu welchem Ergebnis er gekommen ist, hält die EU-Kommission ebenso unter Verschluss wie die aus Steuergeldern finanzierte ‚Strategie zur Öffentlichkeitsarbeit‘ für das Projekt. Breyers Anfrage nach diesen Unterlagen lehnt die EU-Forschungsagentur mit der Begründung ab, Ethik-Bericht und PR-Strategie seien „kommerzielle Informationen“ der beteiligten Unternehmen und von „kommerziellem Wert“. Dr. Patrick Breyer hat die EU-Kommission nun beim Europäischen Gericht verklagt und verlangt die Offenlegung der Projektunterlagen (Az. T-158/19). „Die Begründung der Geheimhaltung zeigt: Es geht selbst hier um Profite der Wirtschaft“, erklärt Breyer und ergänzt. „Bei dieser hochgefährlichen Entwicklung muss das Transparenzinteresse von Wissenschaft und Öffentlichkeit aber Vorrang vor privaten Gewinninteressen haben. Systeme zur Erkennung auffälligen Verhaltens erzeugen schrittweise eine gleichförmige Gesellschaft passiver Menschen, die bloß nicht auffallen wollen. Eine solche tote Überwachungsgesellschaft ist nicht lebenswert.“ Breyer weiter: „Ich bin davon überzeugt, dass man mit diesem pseudowissenschaftlichen Sicherheits-Hokuspokus keine Terroristen findet. Für gestresste, nervöse, auffällig angezogene oder müde Menschen kann eine solche Verdächtigungsmaschine schnell zum Alptraum werden. Lügendetektoren sind hierzulande vor Gericht gerade deshalb nicht als Beweismittel zugelassen, weil sie nicht funktionieren. Mit der Entwicklung von Technologien zur immer stärkeren Überwachung, Erfassung und Kontrolle von Menschen muss Schluss sein!“ Schon einmal ist Breyer erfolgreich gegen die EU-Kommission bis vor den Europäischen Gerichtshof gezogen. Damals verweigerte die Kommission die Herausgabe von Dokumenten zur verdachtslosen Vorratsdatenspeicherung.

Wahlprogramm Union
„Eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU wird es mit uns nicht geben“

CDU und CSU wollen vorerst keine neuen Länder in die Europäische Union aufnehmen. Das geht nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ aus dem Entwurf des Wahlprogramms zur Europawahl hervor, den die Vorstände beider Parteien an diesem Montag beschließen wollen. „Aufgrund unserer Erfahrungen mit den bisherigen Beitragsprozessen halten wir die Aufnahme weiterer Länder in den nächsten fünf Jahren nicht für möglich“, zitiert die „Saarbrücker Zeitung“ aus dem Papier. Der innere Zusammenhalt der EU dürfe nicht durch die Aufnahme neuer Mitglieder geschwächt werden. Insbesondere könne es keine Abstriche bei der Rechtsstaatlichkeit, der Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität geben. „Für uns gilt der Grundsatz: Vertiefung vor Erweiterung.“ Auch einem Beitritt der Türkei zur EU erteilen CDU und CSU eine klare Absage. Europa kenne seine Grenzen. „Eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU wird es mit uns nicht geben“, heißt es in dem Entwurf.

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– „Positiver Teufelskreis“ – Rüstungsindustrie: Türkische Panzerfahrzeuge weltweit gefragt

Wachsende politische Spannungen und terroristische Gefahren in der Türkei und der Welt offerieren der aufsteigenden türkischen Rüstungsindustrie eine einzigartige Wachstumsmöglichkeit.

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Flüchtlingskrise
Boris Palmer: „Sebastian Kurz hat Merkel die Kanzlerschaft gerettet“

Boris Palmer ist der Meinung, Sebastian Kurz habe Angela Merkel die Kanzlerschaft gerettet. Er äußerte sich am Sonntag, 24. März 2019, bei der ZEIT MATINEE zur sogenannten Flüchtlingskrise: „Hätte nicht Europa, hätte nicht die Bundesregierung, hätten nicht Sebastian Kurz und die Balkanländer den Zustrom im Frühjahr 2016 auf 5% des Niveaus vom Herbst 2015 gedrosselt, würden wir heute nicht im Plauderton über die Flüchtlingsfrage reden. Wir hätten pro Jahr 3,5 Millionen weitere Flüchtlinge aufgenommen.“ Im Gespräch mit ZEIT-Herausgeber Josef Joffe und ZEIT-Redakteur Roman Pletter sagte der Oberbürgermeister von Tübingen: „Ich bin fest davon überzeugt, dass der von uns so moralisch geächtete Kurz derjenige war, der Angela Merkel durch die Schließung der Grenzen die Kanzlerschaft gerettet hat.“ Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan habe einen Anteil daran, dass sich die Situation entspannte: „Letztlich hat Erdogan gesagt ’so, jetzt lassen wir die Flüchtlinge nicht mehr nach Europa‘.“ Boris Palmer konstatierte eine Politikmüdigkeit bei den Jüngeren: „Die Wahlbeteiligung bei der nachwachsenden Generation ist verheerend.“ Einen Grund dafür sieht er im Politikstil der Kanzlerin. Er habe „Merkel in der Hinsicht nie gemocht, zugespitzt formuliert: Konflikte zuschütten, nicht besprechen, Entscheidungen nicht transparent machen“. Weiter sagte Palmer: „Die Flüchtlingspolitik, die die Regierung macht, hat mit dem, was Merkel als Bild produziert hat, herzlich wenig zu tun.“ Martin Schulz habe „schon einen Punkt, wenn er sagt, diese asymmetrische Demobilisierung ist ein Anschlag auf die Demokratie.“ Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, Kanzler zu werden, sagte Palmer: „Da kann ich locker ja sagen, der Job wird bald frei.“

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„Wir kommen nach Konstantinopel und werden jede Moschee und jedes Minarett in der Stadt zerstören. Die Hagia Sophia wird frei von Minaretten sein und Konstantinopel wird zu Recht wieder im Besitz von Christen sein“, so das Manifest.

Terroranschlag: Täter wollte Erdogan und Merkel töten sowie Türken vertreiben