Soli-Abbau
Theurer: Altmaier ist ein Totalausfall als Wirtschaftsminister

Die FDP hat die Bundesregierung angesichts der Konjunkturschwäche aufgefordert, den für 2021 geplanten Abbau des Solidaritätszuschlags auf 2020 vorzuziehen. „Wir brauchen mit dem 1. Januar 2020 ein Auslaufen des Soli“, sagte FDP-Wirtschaftssprecher Michael Theurer der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Durch das Vorziehen der Maßnahme würden die Bürger rechtzeitig entlastet, um die Binnenkonjunktur weiter zu stützen. Der Soli müsse zudem komplett entfallen, nicht nur für 90 Prozent der Steuerzahler. Die Union habe bisher beim Soli „nicht wie versprochen geliefert“, sagte Theurer. Fraktionsvize Theurer übte heftige Kritik an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der am Mittwoch den kompletten Soli-Abbau erneut für die kommende Legislaturperiode versprach. Theurer sagte: „Herr Altmaier ist ein guter Bundes-Ankündigungsminister, aber ein Totalausfall als Wirtschaftsminister.“

Persischer Golf
Türkei errichtet weitere Militärbasis in Katar

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Doha – Die Türkei wird in diesem Herbst eine neue Militärbasis in der Nähe der bestehenden gemeinsamen Kommandozentrale in Katar eröffnen und ihre Truppenpräsenz im Golfemirat deutlich ausbauen.
Die Türkei errichtete 2017 ihre erste Militärbasis in Katar auf der Grundlage eines Ende 2015 unterzeichneten bilateralen Sicherheitsabkommens, wobei die Basis Teil einer breiteren Sicherheitsbemühung der beiden Länder zur Bekämpfung nicht spezifizierter „gemeinsamer Feinde“ sein soll.
Türkische Soldaten wurden erstmals im Oktober 2015 nach Katar entsandt, um die bilateralen Beziehungen zu stärken. Doch seit die Nachbarn Katars, angeführt von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, das kleine Land im Juni 2017 unter eine Blockade gestellt haben, hat die militärische Präsenz der Türkei an Bedeutung gewonnen.
„Die Anzahl der Soldaten wird steigen. Unter Berücksichtigung der Interessen und der Sicherheit der Türkei werde ich keine genauen Zahlen angeben, aber ich kann sagen, dass sie eine drastische Menge erreichen wird“, so Hande Firat, die für die Tageszeitung Hurriyet Daily News  Katar besuchte. Die Militärbasis werde voraussichtlich im Herbst von Katari Emir Tamin bin Hamad Al Thani und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan eingeweiht werden. Laut Hurriyet soll die Basis unweit der Militärbasis Tariq bin Ziyad im Süden Dohas liegen, wo bereits rund 3.000 türkische Soldaten stationiert sind. Der Bau der neuen Basis soll bereits abgeschlossen sein.
Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben Katar unter Druck gesetzt, seine militärische Zusammenarbeit mit der Türkei zu beenden, wobei die beiden Länder und ihre Verbündeten dem kleinen Golfkönigreich Mitte 2017 eine Handels- und Reiseblockade auferlegten. Die Türkei reagierte unbeeindruckt und entsandte noch mehr Truppen in das Land, was zu einer Abkühlung der Beziehungen zwischen Ankara und Riad führte.
Hurriyet  nannte die türkische Präsenz im Golf ein „Gegengewicht“ sowohl für den Iran als auch für Saudi-Arabien und verwies auf den riesigen Reichtum an Erdgas in Katar und betonte die Bedeutung der Basis, insbesondere wenn man die Energiekriege in der Region betrachte.

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– Golfkrise – Vier arabische Staaten fordern Schließung des türkischen Militärstützpunktes in Katar

Vier arabische Staaten, die Katar wegen dessen angeblicher Unterstützung von Terror boykottieren, haben ihm ihm eine Liste mit 13 Forderungen zukommen lassen, in der unter anderem die Schließung des TV-Senders Al Jazeera gefordert werden.

Vier arabische Staaten fordern Schließung des türkischen Militärstützpunktes in Katar

Russland
Russland verlegt Tu-160-Bomber näher zu US-Grenzen

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Zwei russische strategische Bomber Tu-160 sind am Mittwoch im Rahmen einer Übung erstmals auf dem Flugplatz „Anadyr“ auf der Tschuktschen-Halbinsel gelandet. Das berichtet die Nachrichtenagentur Sputnik unter Bezugnahme auf eine Meldung des russischen Verteidigungsministeriums. Anadyr liegt etwa 600 Kilometer zur Grenze des US-Bundesstaates Alaska.

„Zwei strategische Bomber vom Typ Tu-160 der russischen Fernfliegerkräfte haben erstmals einen Nonstopflug von ihrem Stationierungsort zum Flugplatz ‚Anadyr‘ absolviert“, zitiert Sputnik das russische Verteidigungsministerium.

Demnach hätten die Maschinen innerhalb von acht Stunden eine Strecke von mehr als 6.000 Kilometern zurückgelegt. Der Flug sei ohne Nachtanken und im Rahmen einer planmäßigen flugtaktischen Übung der russischen Fernfliegerkräfte erfolgt, berichtet Sputnik weiter. Die Übung werde bis Ende dieser Woche andauern. Dabei seien insgesamt zehn Kampfjets im Einsatz, darunter auch strategische Bomber Tu-160 und Tu-95MS sowie Tankflugzeuge Il-78.  Die Tupolew Tu-160 ist ein Überschall-Bomber mit interkontinentaler Reichweite und das größte Kampfflugzeug der Welt.

Wie Sputnik weiter berichtet, hatten die USA und Kanada im Zusammenhang mit dem Flug von russischen strategischen Bombern Tu-160 über der Arktis im Januar ihre Kampfjets aufsteigen lassen. Die US-Kampfjets starteten von einer Luftwaffenbasis in Alaska. Russische Kampfflieger vertreiben Nato-Jet nahe Minister-Flugzeug Laut einem Bericht des russischen Staatsfernsehens haben am gestrigen Dienstag russische Kampfjets ein F-18 Nato-Kampfflugzeug in der Nähe einer Maschine von Moskaus Verteidigungsminister Sergej Schoigu vertrieben. Der Nato-Kampfjet habe versucht, sich über neutralen Gewässern der Ostsee Schoigus Flugzeug zu nähern, berichteten der russische Medien. Das russische Militär habe den Nato-Kampfjet schließlich vertrieben.

Türkei
Türkischer Zoll: Caterham Rennwagen wartet auf zukünftigen Besitzer

Istanbul – Das türkische Handelsministerium verkauft über das Zollamt beschlagnahmte Waren und Fahrzeuge. Diese werden dort über Online-Ausschreibungen abgewickelt. Auch zwei voll ausgestattete Rennwagen sollen nun über eine Online-Ausschreibung bei der Regionaldirektion für Zoll und Außenhandel in Istanbul verkauft werden.
Seit 2014 ist die Adresse www.eihale.gov.tr über das staatliche Online-System e-devlet für Interessenten solcher Autos abrufbar. Es wurden seit der Einführung des e-ihale Systems in der Türkei bereits 26.486 Fahrzeuge und weitere 13.522 Artikel über Ausschreibungen verkauft. Aktuell haben sich 600.000 Nutzer angemeldet.
Gülten Kılınç von Erenköy Tasfiye İşletme (Erenköy Liquidations-Management) gegenüber CNN Türk: „Beim e-ihale System handelt es sich um ein neues, effektives System für unsere Bürger. Sie können uns unter der genannten Adresse erreichen und im Bereich FAQ Antworten auf ihre Fragen finden.“ Ein weiteres, sehr ausgefallenes Fahrzeug, das Modell eines Caterham SP/300. R 2, Baujahr 2011, erregt die allgemeine Aufmerksamkeit. Alle diese Autos befinden sich im Lager vom Zollamt Istanbul. Fahrzeuge, die vom türkischen Zoll beschlagnahmt wurden, werden in Kürze über das Online-Portal e-ihale, in einer Ausschreibung verkauft. Der Preis des Fahrzeugs wird von einer Kommission geschätzt und festgesetzt. Kılınç teilte zudem mit, dass in naher Zukunft detaillierte Informationen über die zum Verkauf angebotenen Rennwagen veröffentlicht werden sollen. Autoliebhaber können die Verkaufs- und Ausschreibungsprozesse unter der Adresse eihale.gov.tr ​​verfolgen. Kılınç: „Durch das e-ihale System haben wir seit 2014 Waren im Wert von rund 870 Millionen TL veräußert. Das System ist leicht zugänglich. Alle unsere Verkäufe sind transparent. Unsere Bürger können dort problemlos auf alle Arten von Fahrzeugen und Gütern zugreifen.“
(mbü)

Syrien
Türkisch-amerikanische Sicherheitszone: Syrische Flüchtlinge erhoffen Rückkehr

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Ankara – Mit der Einrichtung einer Sicherheitszone in Nordsyrien hofft die Türkei, syrischen Flüchtlingen eine sichere Rückkehr zu ermöglichen. Türkische Militärbeamte und ihre US-Pendants besprachen am vergangenen Mittwoch Einzelheiten der geplanten Sicherheitszone und sagten, dass beide Parteien sich darauf geeinigt haben, das Gebiet in einen „Friedenskorridor“ zu verwandeln, und dass Maßnahmen ergriffen werden, um die Rückkehr von Syrern zu gewährleisten, die durch Gewalt aus ihrem Land vertrieben wurden. Seit dem Ausbruch eines blutigen Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 mussten Millionen von Menschen aus ihrem vom Krieg zerrütteten Land fliehen. In der Türkei leben derzeit insgesamt 3,6 Millionen Syrer, von denen sich viele auf die Rückkehr in ihre Heimat freuen. „Es ist über vier Jahre her, dass wir mit meiner Familie hierher gezogen sind. Wir haben viele Möglichkeiten, aber wir sehnen uns nach unserer Heimat“, so etwa der in der türkischen Hauptstadt Ankara lebende Mohammad al-Saadi, 42, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu. Saadi habe früher in der nordwestsyrischen Stadt Idlib gelebt, musste jedoch aufgrund regelmäßiger Luftangriffe durch das Regime und russischer Kampfjets flüchten. „Du kannst dir nicht vorstellen, wie schwierig es ist zu schlafen, während du den Überschnallknall von Kampfflugzeugen, Explosionen und Schüssen hörst“, sagt er und fügt hinzu, dass fast alle syrischen Bürger, die in oppositionell kontrollierten Regionen leben, psychische Störungen durch den endlosen Kriegszug des Regimes und seiner Verbündeten erlitten haben. Auf die Frage, ob er eine Rückkehr nach Syrien in Betracht ziehen würde, sobald eine Sicherheitszone im Norden des Landes eingerichtet wurde, antwortete er: „Nicht nur ich, es gibt mindestens ein Dutzend [Leute], die ich kenne, die sofort zurückkehren würden, wenn das der Fall wäre. Es ist vielleicht nicht meine Heimatstadt, aber es ist Teil meines Landes.“ „Ich will kein Ausländer sein“ Ein weiterer Syrer in der Türkei, Omar al-Maher, sagt, er habe bis 2014 als Mechaniker in der Stadt Homs gearbeitet. Nach Zusammenstößen zwischen Oppositionskräften und des Regimes, war er jedoch gezwungen, seine Heimat für Idlib zu verlassen. „Man kann nicht beschreiben, wie es sich anfühlt, unter ständiger Todesangst zu leben. Wir hatten vor dem Bürgerkrieg ein bescheidenes Leben geführt, aber in den darauffolgenden Jahren hat sich alles verändert“, beklagte er. „Ich vermisse sogar die schwierigen Arbeitstage, über die ich mich den ganzen Tag beschwert habe.“ „Meine Familie und ich würden nach Hause zurückkehren, es spielt keine Rolle, ob es der Norden oder Süden ist, wenn wir eine Chance hätten. Die Türken waren gut zu uns, das ist eine Tatsache. Aber ich will nirgendwo ein Ausländer sein, weder in der Türkei noch in Europa. Wir wollen nur zurückkehren, es ist so schwierig, von seiner Heimat fern zu sein“, sagte er. Eine 29-jährige Syrerin, die unter der Bedingung der Anonymität mit Anadolu sprach, sagt, dass viele der Menschen, die in der Türkei Schutz suchen, in ihre Heimat zurückkehren würden, sobald das Gebiet von terroristischen Elementen befreit und die Sicherheit der Syrer gewährleistet sei. „Es gibt Menschen [Terrorgruppen] mit bösen Absichten, sie müssen zuerst gehen, damit wir ein normales Leben führen können. Niemand möchte an einem Ort leben, an dem Kugeln jeden Moment auf dich zielen können“, sagte sie. „Alles, was ich will, ist ein normales Leben in meinem Land zu führen und meine Kinder großzuziehen, ohne an ihre Sicherheit zu denken, während sie Fußball spielen“, sagte sie. „Es ist das Recht, ohne Angst zu leben, ich bin ein Mensch, ist es zu viel, um ein normales Leben zu verlangen?“ Vanessa Tinker, eine Wissenschaftlerin an der Universität für Sozialwissenschaften in Ankara, argumentierte, dass vertriebene Syrer bei der Anpassung an die Region anfängliche Schwierigkeiten haben könnten, und dass ihre Sicherheit gewährleistet sein müsse, um diesen Prozess zu erleichtern. „Abgesehen von den Lebensbedingungen, sind die anhaltenden Sicherheitsbedrohungen beunruhigender. Trotz der Vereinbarung vom Mittwoch, zwischen der Türkei und den USA, eine „sichere Zone“ zu schaffen, gab es keine Informationen darüber, woraus diese Vereinbarung bestehen würde“, sagte Tinker, eine Expertin für Konfliktlösung. Sie fügte hinzu, dass die Umsiedlung von Syrern in der Türkei nach einer bevorstehenden Operation in Nordsyrien akribisch arrangiert werden sollte, da eine Kollision – zwischen kurdischer und arabischer Bevölkerung – zu Unruhen in der Region führen könnte. Laut UNO sind seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahr 2011 über 5,6 Millionen Menschen aus Syrien geflohen. Unter den Ländern, in denen Syrer leben, hat die Türkei mit 3,6 von ihnen innerhalb ihrer Grenzen die meisten aufgenommen. Andere wichtige Gastgeberländer sind der Libanon, Jordanien, Irak und Ägypten, in der Reihenfolge der Anzahl der untergebrachten Syrer.  

China
Hui-Muslime: Peking löscht im Rahmen eines Fünf-Jahres-Plans Kultur und Religion aus

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Von Li Guang In der Stadt Luoyang in der Zentralprovinz Henan leben zahlreiche Hui-Muslime. Dort gibt es viele Moscheen sowie Geschäfte, Hotels und andere Unternehmen dieser Volksgruppe. Ihre Häuser sind mit islamischen Symbolen und Ornamenten verziert. Seit im Dezember 2017 ein neues Gesetz zum Islam verabschiedet wurde und danach der Fünf-Jahres-Plan zur „Sinisierung“ aller chinesischen Muslime außerhalb von Xinjiang in Kraft trat, verschwanden alle islamischen Symbole und sogar Architekturelemente in der Stadt. Arabische Schilder und Ausdrücke wie Allāhu akbar (“Gott ist der Größte”) wurden entfernt oder bedeckt. Alle islamischen Symbole und Architekturelemente müssen verschwinden Eine Quelle berichtete dem Onlinemagazin Bitter Winter, dass das Büro für Religiöse Angelegenheiten im Luoyanger Stadtbezirk Chanhe der Hui vor kurzem ein Dokument herausgegeben hat, welchem zufolge alle islamisch anmutenden Kuppeln von den Hui-Moscheen entfernt werden müssen.
Die Kuppeln wurden von mehreren Moscheen demontiert
Von mehreren Moscheen im Luoyanger Stadtbezirk Chanhe der Hui wurden die Kuppeln entfernt.
Die Quelle berichtete weiter, dass die zielgerichtete Zerstörungskampagne im Juni begann. Mittlerweile wurden bereits die islamisch anmutenden Kuppeln von mehreren Moscheen zerstört – unter anderem von den Moscheen im Stadtviertel Beiyao, am Busbahnhof Ost und an der Xinjie-Straße. Das Ethnische Hotel in dem Stadtbezirk erlitt das gleiche Schicksal und es werden auch weiterhin Kuppeln von anderen Moscheen entfernt.
Die Kuppeln des Ethnohotels wurden demontiert
Die Kuppeln des Ethnischen Hotels im Stadtbezirk Chanhe der Hui wurden entfernt.
Im Mai ließen die Regierungen der Stadt Shangqiu und des Kreises Puyang (im Zuständigkeitsbereich der gleichnamigen Regierungsbezirksstadt) gewaltsam Kuppeln und Stern- und Halbmond-Symbole von Moscheen entfernen. Die Beamten, die für diese Entfernungen zuständig waren, erklärten, dass es sich dabei um eine landesweite Kampagne handle: Sämtliche islamischen Symbole müssten geändert werden. Moscheen nach „Facelifting“ nicht mehr als solche zu erkennen Abgesehen von der Entfernung der Kuppeln werden die Moscheen im Namen der „Sinisierung“ noch weiteren Umwandlungen unterworfen und verlieren so ihr islamisches Aussehen.
Die Tawan-West-Moschee wurde einem Facelift unterzogen
Die Tawan West-Moschee wurde derart verändert, dass sie nicht wiederzuerkennen ist.
Wie Bitter Winter bereits berichtete, wurden im April die Stern- und Halbmond-Symbole sowie die Kuppel der Tawan West-Moschee im Stadtbezirk Chanhe der Hui entfernt. Als wir vier Monate später vor Ort kamen, wurde augenscheinlich, dass die Moschee weiter verändert worden war: Alle islamischen Stilelemente waren verschwunden und sie ähnelt nun auffallend einem daoistischen Tempel.
Die Kuppeln auf der Taxi-Frauenmoschee wurden „sinisiert“.
Die Kuppeln auf der Taxi-Frauenmoschee wurden „sinisiert“.
Die Taxi-Frauenmoschee in dem Stadtbezirk wurde ebenfalls einem „Facelifting“ unterzogen. Die islamischen Aufbauten auf der Moschee wurden so verändert, dass sie chinesischer wirken. Eine andere Moschee in der Gegend wurde in „Taxi-Garten“ umbenannt.
Eine weitere Moschee im Taxi wurde in Taxi-Garten umbenannt
Eine Moschee im Stadtbezirk Chanhe der Hui wurde in „Taxi-Garten“ umbenannt.
Die Hui-Bewohner im Stadtbezirk werden Tag für Tag Zeuge, wie die Regierung ihre Religion, ihre Kultur und ihre Traditionen zerstört – doch niemand wagt es aufzubegehren, weil alle Vergeltung seitens der Behörden befürchten. Als Bitter Winter ein paar ältere Bewohner des Stadtbezirks fragte, wie sie sich angesichts dieser staatlich angeordneten Umwandlungen fühlten, weigerten sich diese zu antworten. Sie waren sichtlich aufgewühlt und konnten ihre Tränen nicht zurückhalten. „Wir sind alt und verstehen nicht viel, aber wir mischen uns nicht in anderer Leute Angelegenheiten ein“, sagten sie und gingen weiter. Ein anderer Hui-Anwohner meinte: „Wir können nichts ändern. In Xinjiang sterben jedes Jahr viele Menschen.“ Über 300 arabische Schilder entfernt Arabische Schilder, die an Geschäften in den Hui-Stadtvierteln von Luoyang angebracht waren, sind ebenfalls umfassend entfernt worden. Im Stadtbezirk Chanhe der Hui und in den umliegenden Gegenden wurden bereits mindestens 300 Schilder von Unternehmen geändert oder übermalt, zahlreiche weitere werden gerade neu gestaltet. Ladenbesitzer erzählten Bitter Winter, dass das Büro für Stadtverwaltung des Stadtbezirks Chanhe der Hui im Mai die, von Hui geleiteten, Unternehmen angewiesen habe, alle arabischen Schilder durch neue, chinesische, zu ersetzen. Um sicherzustellen, dass diese Anweisung auch umgesetzt wird, verlangte der Leiter des Büros für Religiöse Angelegenheiten von den Besitzern, dass sie – nach dem sie die Schilder ausgetauscht haben – Fotos von den alten und den neuen Schildern an das Büro schicken sollen. Er erklärte, dies sei ein landesweites, politisches Vorgehen.
Arabische Schilder wurden übermalt
Arabische Schilder wurden übermalt oder von den, von Hui geleiteten, Geschäften entfernt.
Ein Hui-Anwohner sagte bezüglich der angeordneten Änderung der Schilder, dass die Menschen Angst hätten, sich den Regierungsanweisungen zu widersetzen. „Wer würde schon wagen, sie nicht zu ersetzen? Der Schwache kann den Starken nicht besiegen. Wir können nichts dagegen tun“, klagte er. „Sämtliche halal-Symbole wurden entfernt oder versteckt. Die Beamten des Büros für Religiöse Angelegenheiten verbieten uns, mit irgendjemandem darüber zu sprechen. Was bleibt noch an Symbolismus, nachdem alle diese Symbole entfernt wurden?“ meinte ein Ladenbesitzer verdrossen. Andere Geschäfte haben sich geweigert, neue Schilder anzufertigen und haben einfach nur die arabischen Teile überdeckt. Der häufigste Text lautete „Allah ist der Größte“. „Ich möchte das arabische Schild nicht entfernen. Wenn in Zukunft wieder arabische Texte erlaubt werden, dann werde ich die versteckten Teile wieder freilegen“, erklärte der Besitzer eines Nudel-Restaurants, während er zu seinem Schild mit dem versteckten arabischen Text hinaufblickt. „In meiner Heimatstadt sind arabische Schilder schon seit langem verboten. Nur chinesische sind erlaubt. In China kann nur die Kommunistische Partei die Größte sein.“ Beobachter gehen davon aus, dass die Entfernung der arabischen Schilder und Symbole nicht nur Teil der „Ent-Islamisierungs-“Politik der kommunistischen Regierung ist, sondern von der vollständigen Ablehnung der Regierung gegenüber allen Religionen zeugt. Jeglicher Hinweis auf eine Autorität, die möglicherweise über der KPCh stehen könnte, wie zum Beispiel „Allah ist der Größte“ oder „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“ – geben der kommunistischen Regierung Anlass zu Ärger. Jegliche Zurschaustellung einer solchen „Illoyalität“ muss berichtigt werden, koste es, was es wolle.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Erschienen bei Bitter Winter

Brasilien
Umweltschutz: Brasilianischer Präsident Bolsonaro empfiehlt „weniger Kaka zu machen“

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro rät Umweltschützern, die ihn wegen des starken Anstiegs der Entwaldung unter seiner Regierung angreifen, weniger zu essen und zu versuchen, „nur alle paar Tage Kaka zu machen“. „Es reicht, etwas weniger zu essen. Sie sprechen von Umweltverschmutzung. Es reicht, alle paar Tage Kaka zu machen“, antwortete Bolsonaro während einer Pressekonferenz einem Journalisten, der fragte, ob es möglich sei, die Umwelt zu schützen und gleichzeitig die Wirtschaft zu steigern und die Menschen der Welt zu ernähren. „Das wird für die ganze Welt besser sein“, fügte er hinzu. Laut Wissenschaftlern findet im Amazonas seit dem Amtsantritt von Herrn Bolsonaro eine enorme Entwaldung statt. Die Daten der brasilianischen Raumfahrtagentur zeigten im Juni einen Anstieg der Entwaldung um 88% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Als größter Regenwald der Welt ist der Amazonas ein wichtiger Kohlenstoffspeicher, der das Tempo der globalen Erwärmung verlangsamt.  

Boeing 737 Max-Konkurrenz
Russland und Türkei planen gemeinsames Passagierflugzeug

Antalya – Nachdem Washington die Türkei aufgrund des Erwerbs des russischen Raketenabwehrsystems S-400 aus dem F-35-Kampfjet-Programm ausgeschlossen hatte, drohte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Ende Juli, Bestellungen für mehr als 100 Boeing-Jets zu stornieren. Bei den geplanten Bestellungen gehe es um 63 Boeing 737 Max, 24 Boeing 787 und drei Boeing 777-Frachter für Turkish Airlines. Wie das Luftfahrtportal Aerotelegraph weiter berichtet, habe einige Tage zuvor der russische Energieminister Alexander Novak nach einem Treffen von Regierungsvertretern beider Länder in der südtürkischen Sonnenmetropole Antalya eine Alternative für die Boeing 737 Max ins Spiel gebracht. Man diskutiere nicht nur über die Möglichkeit einer gemeinsamen Helikopterproduktion. Man führe auch Gespräche über Lieferungen und einer gemeinsamen Produktion von Superjet 100 und Irkut MS-21, sagte Nova in einem russischen TV-Interview, so Aerotelegraph. Bereits im März 2017 habe Irkut erklärt, dass man mit mehreren türkischen Fluglinien über die MS-21 verhandle. Im November des selben Jahres unterzeichneten der staatliche Luft- und Raumfahrtkonzern Turkish Aerospace Industries und Irkut auf der Dubai Air Show dann eine Absichtserklärung für gemeinsame Entwicklung und Produktion in der Zivilluftfahrt, berichtet Aerotelegraph. Da das Flugzeug neu entwickelt ist, während es sich bei den westlichen Konkurrenten um neue .Varianten eines 51 Jahren alten und eines 21 Jahre alten Modells handelt, habe die MS-21 wirklich Potenzial, eine Alternative für türkische Fluggesellschaften zu werden und der Boeing 737 und dem Airbus A320 Neo Konkurrenz zu machen. berichtet Aerotelegraph weiter. https://youtu.be/v9tz-pQGB3Q

Türkei
Nach Absage aus den USA: Türkei prüft bereits Kauf des russischen SU-35 Kampfjets

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Ankara – Donald Trump hat es verboten, den Joint-Strike-Fighter F-35 an die Türkei auszuliefern. Die türkischen Kampfpiloten, die in den USA eine Ausbildung an dieser Maschine durchliefen, werden nach Hause geschickt – und müssen bald womöglich das Steuern der russischen Su-35 erlernen. Wie die Nachrichtenagentur Sputnik unter Bezugnahme auf eine Meldung der türkischen Tageszeitung Yeni Safak weiter berichtet, hat Ankara das türkische Militär und die Industrie aufgefordert, die russische Suchoi Su-35 als möglichen Kampfjet für die türkische Luftwaffe zu prüfen. „Wenn Ankara den russischen Kampfjet kauft, dann würde das die strategische Partnerschaft zwischen Russland und der Türkei nach der Umsetzung des S-400-Deals weiter festigen“, zitiert Sputnik den Sicherheitsforscher und Politologen, Mehmet Seyfettin Erol, vom Forschungszentrum Ankasam. https://youtu.be/-VT7KA2AqD8 Moskau bereit zu liefern Moskau hatte bereits im April die Bereitschaft signalisiert, russische Kampfjets an die Türkei zu verkaufen, falls die Vereinigten Staaten die Lieferung von F-35-Kampfflugzeugen einstellen. Alexander Mikheev, Leiter des russischen staatlichen Waffenexporteurs sagte, dass Russland bereit sei, diese Option zu besprechen, so die Nachrichtenagentur Interfax. „Wenn die türkische Seite bei uns Konsultationen beantragt, werden wir bereit sein, uns im Rahmen unserer Möglichkeiten mit der russischen United Aircraft Company zu beraten“, sagte er. Russland begrüß die „harte Haltung“ des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan gegenüber den USA. Moskau sagte, dass man die „harte Haltung“ Erdogans gegenüber den USA begrüße.

„Der Druck war in der Tat beispiellos. Wir begrüßen die ziemlich harte und kategorische Haltung von Präsident Erdogan. Wir glauben, dass nur diese Position es uns ermöglicht, tatsächlich einen freien und souveränen Dialog aufzubauen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in der Sendung „Moskau. Kreml. Putin“ des russischen TV-Kanals Rossiya-1TV im Mai. Russland und die Türkei gehörten laut Peskow zu den wenigen Länder auf der Welt, die souverän und selbstständig handeln könnten.

Nachdem die Bundesregierung im August 2015 den Abzug der deutschen Patriot-Abwehrraketen aus der Türkei angekündigt hatte, gab Ankara 2017 den Kauf des russischen System S-400 bekannt. Die USA haben dieses Vorhaben Ankaras scharf verurteilt und ihren NATO-Partner gewarnt, dass sie, wenn der Kauf voranschreitet, die Teilnahme Ankaras am Jagdflugzeugprogramm F-35 neu bewerten müssten. „Die Türkei muss sich entscheiden“, warnte der amerikanische Vizepräsident Mike Pence letzte Woche. „Will sie ein echter Partner im erfolgreichsten Militärbündnis der Geschichte bleiben oder will sie die Sicherheit dieser Partnerschaft gefährden, indem sie solche rücksichtslosen Entscheidungen trifft, die unser NATO-Bündnis untergraben“, fragte Pence. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu drohte daraufhin mit einem Kauf russischer Kampfjets. „Es gibt die F-35, aber es gibt auch Flugzeuge, die in Russland hergestellt werden. Wenn wir keine F-35 kaufen können, wird die Türkei ähnliche Flugzeuge aus anderen Ländern kaufen. Und das wird so lange so fortgeführt, bis wir mit der Produktion unserer eigenen Kampfjets der fünften Generation beginnen“, zitiert der türkische Nachrichtensender NTV Cavusoglu. Russisch-türkischer Kampfjet Im vergangenen Mai haben Ankara und Moskau auch Pläne für die gemeinsame Entwicklung eines Kampfjets der fünften Generation angekündigt. Dafür seien bereits erste Testberatungen aufgenommen worden. „Wir beraten über die Kampfjets der Generation 4 ++ und führen auch die ersten Testberatungen zur fünften Generation durch, obwohl die Entscheidung auf höchster Ebene getroffen wird“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Sputnik den Vize-Generaldirektor des russischen Rüstungskonzerns Rosoboronexport, Sergej Ladygin. Ladygin habe zudem betont, dass Russland der Türkei helfen werde, eine nationale Raketenabwehr mit höherer Fernwirkung aufzubauen, berichtet Sputnik unter Berufung auf ein Interview mit dem russischen TV-Sender „Swesda“ weiter.

– „Jahrhundertschlacht“ – Kampfjet-Vergleich: Su-57 gegen F-22

Kampfjets Su-57 und F-22: Der eine ist rücksichtlos auf Wendigkeit, der andere auf Tarnkappenfähigkeit ausgelegt. Beide Maschinen haben ihre eigenen Stärken.

Kampfjet-Vergleich: Su-57 gegen F-22

Türkei
Außenminister Dacic lobt „Ehrlichkeit und Offenheit“ zwischen Serbien und Türkei

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Antalya – Der erste stellvertretende Premierminister Serbiens und Außenminister Ivica Dacic traf am Sonntag in Antalya mit dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu zusammen, um unter anderem über die Stärkung der Stabilität und Wohlstands der Region zu diskutieren. Der serbische Außenminister gratulierte seinem türkischen Amtskollegen zum muslimischen Opferfest und zeigte sich zufrieden, dass ihre Treffen mittlerweile zur Tradition wurden. Wie die serbische Nachrichtenagentur Tanjug weiter berichtet, tauschten die beiden Minister während der Gespräche ihre Ansichten über alle relevanten bilateralen und regionalen Themen aus. Sie betonten, dass die zwischenstaatlichen Beziehungen beider Länder schon immer auf höchster Ebene stattfanden und Ehrlichkeit und Offenheit die wichtigsten Faktoren für eine weitere gute Entwicklung und Vertiefung der Zusammenarbeit sind. Beide Seiten betonten, dass es kein Problem gibt, das nicht zur beiderseitigen Zufriedenheit gelöst werden könnte, solange dieser Ansatz beibehalten würde. Neues Konsulat in der Türkei Serbien hat in der vergangenen Woche ein Honorarkonsulat im Nordwesten der Türkei eröffnet. Die Auslandsvertretung soll für die in der Türkei lebenden serbischen Staatsbürgern zuständig werden und ihnen bei Fragen zur Seite stehen. Zudem soll die wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert und Kontakte zwischen den Unternehmern der beiden Länder gewährleistet werden. Im Jahr 2018 hatte Serbien auch in der Stadt Antalya ein Konsulat eröffnet. Das Honorarkonsulat wurde in der Provinz Edirne mit einer offiziellen Zeremonie in Anwesenheit von Honorkonsul Salih Akgul und Dacic eingeweiht. Dacic betonte bei der Zeremonie erneut die Bedeutung guter Beziehungen zwischen Serbien und der Türkei. „Dies ist das zweite Konsulat, das wir in weniger als einem Jahr eröffnen, und unser Ziel ist es, das Netzwerk weiter auszubauen“, sagte er. Im Jahre 2017 unterzeichnete der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan während seines Besuchs in Serbien ein  Freihandelsabkommen. Das neue Abkommen soll die Aufnahme einer größeren Anzahl von Produkten ermöglichen. Dank des neuen Abkommens kann Serbien jährlich 5.000 Tonnen Rindfleisch, 25.000 Tonnen Sonnenblumenrohöl, 10.000 Tonnen raffiniertes Sonnenblumenöl, 15.000 Tonnen Sonnenblumenkerne, 5.000 Tonnen Soja, 1.000 Tonnen Zutaten für Tierfutter und 500 Tonnen spezifische Backwaren in die Türkei exportieren.

Zusätzlich zu den Kontingenten für die genannten neuen Produkte ermögliche das Abkommen Serbien auch, die bisherigen Kontingente für zollfreie Exporte von Erbsen, Bohnen, Zuckermais und Pflaumen zu verdoppeln. Die türkische und serbische Regierung haben sich für 2019 zum Ziel gesetzt, das Handelsvolumen auf 2 Milliarden Euro (2,25 US-Dollar) zu erhöhen. Nach den neuesten Zahlen, ist zudem die Zahl der serbischen Touristen, die die Türkei besuchen, die höchste aus den Balkanländern, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.

Dacic fügte hinzu, dass Serbien den Kampf der Türkei gegen die Organisation des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülens unterstütze. Ankara macht Gülen für den gescheiterten Putschversuch von 2016 verantwortlich. „Unsere Position ist klar, es gab eine Schule und sie wurde geschlossen. Unsere Beziehungen zu anderen Ländern waren immer offen, klar und ehrlich. Diese Beziehung hält an. Wir sind im Kampf gegen die FETO auf der Seite der Türkei“, sagte Dacic. (aa/nex)