Auto-News
Malaysia will weiteres Auto entwickeln

Kuala Lumpur – Südostasiens drittgrößte Volkswirtschaft hat die Entwicklung und den Bau eines weiteren eigenen Autos angekündigt.
Das neue Projekt, das von der malaysischen Firma DreamEDGE geleitet wird, soll mit technischer Unterstützung der japanischen Daihatsu Motor Corp. entwickelt und bis 2012 auf den Markt gebracht werden , sagte Darell Leiking, Malaysias Handels- und Industrieminister.
„Es ist privat finanziert, ohne jegliche staatliche Zuschüsse“, sagte Darell auf einer Pressekonferenz. „Wir werden alles unterstützen, was in Malaysia hergestellt wird… solange kein Geld der Regierung ausgegeben oder verwendet wird.“ Daihatsu, eine Tochtergesellschaft der Toyota Motor Corp., hält eine Beteiligung an Perodua, Malaysias zweitem heimischen Automobilhersteller und seiner meistverkauften Marke. Die neue Marke, die noch nicht benannt ist, werde erschwingliche Fahrzeuge mit fortschrittlicher Technologie anbieten, so Darell weiter. Das erste Modell wird wahrscheinlich eine Limousine im C-Segment sein und entweder von einem fortschrittlichen Verbrennungsmotor oder einem Hybridsystem angetrieben werden, sagte Khairil Adri Adnan, der Vorstandsvorsitzende von DreamEDGE. Das Fahrzeug soll laut DreamEDGE 2021 auf den Markt kommen.  

Tech-News
Verizon verkauft Blogging-Plattform Tumblr an WordPress

New York – Die Blog-Plattform Tumblr bekommt einen neuen Besitzer. Die Firma Automattic, die hinter der bekannten Blogging-Software WordPress steckt, kauft Tumblr dem amerikanischen Telekommunikations-Riesen Verizon ab. Er wolle Tumblr unverändert fortführen, sagte Automattic-Chef Matt Mullenweg dem „Wall Street Journal“ am Montag. Wie das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt weiter berichtet, war Tumblr 2013 vom Internet-Konzern Yahoo übernommen worden. Die damalige Yahoo-Chefin Marissa Mayer wollte dringend mehr junge Nutzer zu dem Web-Pionier lotsen und war deswegen bereit, gut eine Milliarde Dollar für Tumblr hinzublättern, berichtet Handelsblatt. Wie viel sich Automattic den Zukauf kosten lässt, wurde nicht mitgeteilt. Der Kaufpreis liegt deutlich unter 20 Millionen, so Handelsblatt unter Berufung auf die Webseite Axios. Tumblr ist ein kostenloser Dienst, der Millionen von Blogs hostet, in denen Benutzer Fotos, Musik und Kunst hochladen können

Rentenpolitik
Ost-CDU fordert Bundesregierung zu einer raschen Einigung über die Grundrente auf

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Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer und der Brandenburger CDU-Spitzenkandidat Ingo Senftleben haben die Bundesregierung zu einer raschen Einigung über die Grundrente aufgefordert. „Den Menschen mit einer kleinen Rente, die ein Leben lang gearbeitet haben, wurde versprochen, dass ihre Rente deutlich über das Grundsicherungsniveau angehoben wird. Die Grundrente ist im Koalitionsvertrag vereinbart. Und da kann es doch nicht sein, dass man monatelang diskutiert, zu keinem Ergebnis kommt und sich dann in die politische Sommerpause verabschiedet“, sagte Kretschmer der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Gerade in den neuen Ländern würden viele Rentnerinnen und Rentner von der Grundrente profitieren. Diese Menschen erwarten, dass Zusagen eingehalten werden. Und ich erwarte das auch“, sagte der sächsische Regierungschef. Brandenburgs CDU-Spitzenkandidat Senfleben sagte: „Ich erwarte von der Bundesregierung, die Grundrente zum 1.Januar 2020 einzuführen.“ Ihm gehe es nicht um Wahlkampfgeschenke, betonte Senftleben. „Ich möchte, dass wir die Lebensleistungen anerkennen und für einen auskömmlichen Lebensabend sorgen.“ Dafür müsse die SPD endlich aufhören, die Grundrente aus Wahlkampftaktik zu blockieren. „Und auch meine Partei ist aufgefordert, sich für eine schnelle Lösung einzusetzen.“ Die Grundrente soll auch im Koalitionsausschuss am Sonntag Thema sein. Noch offen ist, ob sich vor den Wahlen in Sachsen und Brandenburg eine Einigung über die Grundrente finden lässt.

Klimaschutz
Linker SPD-Flügel fordert die Einführung der Vermögensteuer

Vertreter des linken SPD-Flügels haben zur Finanzierung wichtiger staatlicher Maßnahmen die Einführung der Vermögensteuer und die Anhebung des Spitzensteuersatzes auf bis zu 52 Prozent gefordert. „Wir müssen den Klimaschutz, den Soli-Abbau und die Notwendigkeit von mehr Investitionen im Gesamtzusammenhang sehen: Diese Herausforderungen der Zukunft werden die Gesellschaft und den Staat deutlich mehr kosten, als wir zur Verfügung haben“, sagte Hilde Mattheis, Vorsitzende des Forums Demokratische Linke 21 in der SPD, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Wir werden die Vermögensteuer, eine höhere Erbschaftsteuer und einen höheren Spitzensteuersatz von 49 oder sogar 52 Prozent benötigen, um all das zu finanzieren“, sagte Mattheis. „Falls das Verfassungsgericht uns den kompletten Soli-Abbau vorschreibt, wovon ich persönlich ausgehe, wird die Erhöhung des Spitzensteuersatzes für Besserverdienende und Reiche umso dringlicher werden“, erklärte die SPD-Politikerin. Steuerzahlerbund fordert Ausgabenkürzungen für Soli-Abbau Steuerzahlerpräsident Reiner Holznagel hat zur Gegenfinanzierung des Soli-Abbaus Einsparungen an anderer Stelle im Haushalt gefordert. „Richtig ist, dass die Soli-Einnahmen im Haushalt fehlen – aber das Geld ist nicht weg, sondern bleibt bei denjenigen, die es erarbeiten“, sagte Holznagel der „Rheinischen Post“. „Wir legen Wert darauf, dass die schwarze Null bleibt, Schulden sogar abgebaut und dementsprechend Prioritäten im Bundeshaushalt erkennbar werden. Parallel dazu müssen Einsparungen, Kürzungen und Streichungen stattfinden“, betonte Holznagel. „Dazu haben wir als Bund der Steuerzahler zahlreiche Einsparbeispiele vorgelegt – darüber hinaus erwarte ich von Bundestag und Bundesregierung weitere Vorschläge“, sagte der Präsident des Bundes der Steuerzahler.

Gesundheit
Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter Depression

Bei Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren wird immer häufiger eine Depression diagnostiziert. Das geht aus Hochrechnungen der Barmer Krankenkasse hervor, die dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) exklusiv vorliegen. Demnach hat sich die Zahl der Betroffenen zwischen 2005 und 2017 mehr als verdoppelt. Wurde 2005 noch bei 1,14 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland eine Depressionsdiagnose gestellt, waren es im Jahr 2013 2,18 Prozent und 2017 bereits 2,79 Prozent. Insgesamt wurde der Hochrechnung zufolge 2017 bei mehr als 193.000 Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren eine Depressionsdiagnose gestellt. Dabei wurde bei Mädchen fast doppelt so häufig eine Depression diagnostiziert wie bei Jungen (Mädchen: 127.672 Diagnosen, Jungen: 65.615 Diagnosen). Die Gründe für den Anstieg seien vielfältig, sagt Kinder- und Jugendpsychologe Prof. Michael Schulte-Markwort vom Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg. Oft aber gebe es zu viel Druck in Schule und Familie: „Manchmal sagen mir auch schon Neunjährige in der vierten Klasse, wenn ich den Überstieg ins Gymnasium nicht schaffe, ist mein Leben gelaufen. Jugendliche heute wachsen mit dem Gefühl auf, dass sie ihren Lebensstandard der Eltern unter Umständen nicht halten werden können. Das war in früheren Zeiten anders.“ Für die Hochrechnung zu Depressionen hat die Barmer Krankenkasse die Diagnosen F32, F33 sowie F34.1 inklusive Unterdiagnosen nach ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) berücksichtigt. Grundlage für die Auswertungen zu einzelnen Jahren (2005 bis 2017) waren zwischen 615.880 und 762.589 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren, die bei der Barmer Krankenkasse versichert waren. Die Auswertungen erfolgten methodisch in Anlehnung an Auswertungen zum Arztreport 2018.

Türkei
Türkei: Nicht zum Opferfest gratuliert – 1 Toter und 2 Verletzte

Bursa – Nachdem sich verstrittene Freunde nicht zum Opferfest gratulierten, kam es in der westtürkischen Provinz Bursa zu einem Streit zwischen ihnen, der für einen tödlich endete und zwei verletzt wurden.
(Foto: Screenshot/CNN Türk)

Wie der türkische Nachrichtensender CNN Türk berichtet, ereignete sich der Vorfall am ersten Abend des Opferfestes in Kestel, einer Stadt in der Provinz Bursa. Nach ersten Erkenntnissen waren am besagten Abend Burak K. und sein Bruder Murathan K. zu Fuß in der Stadt unterwegs, wo sie zufällig ihren Bekannten Dogan S, mit dem sie verstritten sind, trafen. Dogan S. habe die beiden Brüder gefragt, warum sie ihm nicht zum Opferfest gratulieren. Unmittelbar danach habe er sie mit einem Messer angegriffen.

Daraufhin habe auch Murathan K. ein Messer gezogen und den Angreifer schwer verletzt. Die gerufenen Einsatzkräfte transportierten die drei blutüberströmten Männer ins Krankenhaus.

Dogan S. konnte trotz sofort eingeleiteter Maßnahmen nicht mehr gerettet werden und verstarb im Krankenhaus. Die verletzten Brüder wurden nach einer ersten Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen und gleich darauf festgenommen. 

Moscheeanschlag in Norwegen
Türkei dankt norwegischer Premierministerin Erna Solberg für Botschaft gegen Rassismus

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Ankara (nex) – Die türkische Regierung hat sich am Montag bei der norwegischen Premierministerin für ihre Haltung gegenüber Rassismus und Islamfeindlichkeit bedankt. „Ich danke Premierministerin Erna Solberg für ihre aufrichtige und mutige Botschaft gegen den zunehmenden Rassismus und die Islamfeindlichkeit in der Welt. Dieses Problem kann nur überwunden werden, wenn man gemeinsam kämpft“, so der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in einem Tweet. Cavusoglu sei zutiefst traurig und besorgt über den Moscheenangriff in Norwegen.   Acht Jahre nach den Anschlägen von Oslo und Utöya wurde Norwegen erneut von einer Terrorattacke erschüttert. Allerdings konnte der Angreifer in einer Moschee gestoppt werden, bevor er Menschen erschießen konnte. Wie die tagesschau weiter berichtet, war der Attentäter mit zwei Schrotflinten und einer Pistole bewaffnet in die Al-Noor-Moschee in Baerum bei Oslo eingedrungen. Zu dem Zeitpunkt hielten sich dort drei Gläubige zum Gebet auf. Zwei der Männer seien sofort in Deckung gesprungen, doch ein Mann habe den Angreifer überwältigt, sagte der Moschee-Vorstand dem Sender TV2, berichtet die tagesschau weiter.

Angriff im Netz angekündigt

Im Netz hatte der Angreifer etwa zwei Stunden vor der Attacke eine Nachricht veröffentlicht, berichtet die tagesschau weiter.

„Kumpels, meine Zeit ist gekommen“, schrieb er demnach in einem Forum auf der Seite „Endchain“.

Er sei von dem rechtsextremen Attentäter von Christchurch auserwählt, den „Rassenkrieg“ weiterzuführen. Zudem habe er andere Nutzer dazu aufgerufen, sich diesem Krieg anzuschließen.

Studie
Wissenschaft: Am häufigsten stechen Mücken diese Menschen

Auf der offiziellen Webseite der staatlichen medizinischen Universität in der russischen Stadt Tomsk haben Wissenschaftler mitgeteilt, wie Mücken ihre Opfer auswählen.
Die Meinung, dass einige Menschen für Mücken „attraktiver“ sind als andere, bestätigten die Mediziner. Wie die Nachrichtenagentur Sputnik weiter berichtet, teilten die Wissenschaftler unter Berufung auf Studien mit, dass Menschen mit der Blutgruppe 0 im Vergleich zu denjenigen mit der Blutgruppe A fast zweimal so oft Mückenstiche bekommen. Auch die Körpertemperatur, scharfe Gerüche, zum Beispiel Schweißgeruch sowie die Aktivität des Kreislaufes und des Stoffwechsels, seien weitere Gründe, eher Opfer eines Mückenstiches zu werden. Je höher der Metabolismus, desto höher die Wahrscheinlichkeit, von einer Mücke gestochen zu werden, so die Studie. Laut den Forschern produzieren Menschen mit einem hohen Stoffwechsel mehr Kohlendioxid, anhand dessen die Mücken nach ihren Opfern suchen, berichtet Sputnik weiter. Ein höheres Risiko bestehe auch für schwangere Frauen sowie für Menschen, die einen hohen Body-Mass-Index haben oder sich mit physischer Arbeit beschäftigen.

Auch interessant

– Wissenschaft – Mit Nanoskopie Moleküle sichtbar machen

Nanoskopie? Nie gehört. Liegt sicherlich darin, dass diese hochauflösenden Mikroskope eine noch relativ junge Entwicklung sind. Mikroskope gehören zu den bahnbrechendsten Erfindungen der Neuzeit. Ohne diese Geräte wären zahlreiche Entdeckungen innerhalb der Biologie nicht möglich gewesen.

Mit Nanoskopie Moleküle sichtbar machen

Neues VW-Werk
„Menschenrechte“: Entscheidet sich VW nun doch gegen Türkei und für Bulgarien?

Wolfsburg – Laut übereinstimmenden Medienberichten vom Juli, war es bereits beschlossene Sache, dass sich Volkswagen nach einem Treffen mit Vertretern der türkischen Regierung für die Türkei als Standort des neuen Werkes entschieden habe. Aufgrund des riesigen türkischen Marktes sei die Entscheidung, trotz der in Bulgarien niedrigeren Lohnkosten, für Manisa bei Izmir gefallen, berichtete etwa die tagesschau unter „Berufung aus Regierungskreisen“. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der gleichzeitig im VW-Aufsichtsrat sitzt, hatte in einem Gespräch mit der F.A.Z. schon im Juni die mögliche Entscheidung für die Türkei verteidigt. Der deutsche Autokonzern hat diese Meldungen jedoch dementiert: „Wir sind weiterhin in einem ergebnisoffenen Auswahlprozess. In den letzten Monaten haben wir verschiedene Standortoptionen für unser neues Werk geprüft. Es gibt jetzt eine Shortlist mit den Favoriten. Nach der Untersuchungsphase folgt nun die Verhandlungsphase mit den verbliebenen Kandidaten“, sagte eine VW-Sprecherin am vergangenen Dienstag in Wolfsburg. Auch Weil sagt nun, dass die Entscheidung noch nicht endgültig sei: „Der Stand der Dinge ist, dass es keine abschließende Entscheidung des Aufsichtsrats gibt“, sagte Weil der Nachrichtenagentur dpa Ende Juli. „Sicher ist, ganz egal wie auch immer diese Entscheidung ausfällt, es wird eine wirtschaftliche Entscheidung und keine politische Aussage sein“, betonte Weil. Die Entscheidung falle „vielleicht in der nächsten, vielleicht in der übernächsten Aufsichtsratssitzung“. Deutsche Kritiker der türkischen Regierung mahnten VW, sich für die Türkei zu entscheiden. Eine Vergabe des neuen Werks an die Türkei sei nicht „mit der Menschenrechtslage in dem Land vereinbar“. Weil warnt jedoch davor, „den Demokraten“ in der Türkei den Eindruck zu vermitteln, „wegen Präsident Erdogan das Land insgesamt in Acht und Bann zu legen“. „Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Die Demokraten in der Türkei dürfen nicht den Eindruck gewinnen, wir würden sie fallen lassen“, so Weil Bulgarien gibt nicht auf Bulgariens Premier Borissow sieht allerdings im Duell mit der Türkei sein Land im Vorteil. Er verspricht eine unternehmensfreundliche Politik und staatliche Subventionen. Das EU-Land rechnet sich gute Chancen aus, doch noch den Zuschlag aus Wolfsburg für das Milliardenprojekt in der Nähe der Hauptstadt Sofia zu erhalten, berichtet das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt. „Hinsichtlich der Investmentrisiken ist Bulgarien ein besserer Standort als irgendein Land der Region. Es wird zu Synergien für alle Länder der Region führen“, so Borissow gegenüber dem Handelsblatt. so Borissow gegenüber dem Handelsblatt. Wettbewerbsfähige Steuersysteme, unternehmensfreundliche Vorschriften sowie staatliche Beihilfen, verbunden mit einer guten Verkehrsanbindung und günstigen Arbeitskosten, seien laut Borissow die zentralen Vorteile des bulgarischen Standorts. Saudi Arabien weiterer möglicher Standort Nach einem Bericht der tagesschau buhlt auch das Königreich Saudi Arabien um den deutschen Autobauer. Saudi-Arabien bemühe sich seit 25 Jahren um ein Automobilwerk, und das Land könne jedes Angebot toppen, berichtet die tagesschau unter Berufung auf Lobbyisten-Kreise weiter. Das Königshaus habe angeboten jedes gebaute Auto mit mindestens 1000 US-Dollar über mehr als 10 Jahre zu fördern. Der Staat würde dem Werk pro Jahr PKWs in fünfstelliger Höhe abnehmen. Die Umsatzsteuer liege bei fünf Prozent. Land, Gebäude und die entsprechende Infrastruktur würden zur Verfügung gestellt werden. Aus- und Weiterbildung wolle man finanzieren, berichtet die tagesschau weiter. Allerdings ist die Qatar Holding mit fast 15 Prozent am Volkswagenwerk beteiligt, sodass man mit hoher Sicherheit davon ausgehen kann, dass diese sich gegen eine Investition in Saudi-Arabien aussprechen werden (hwd, pka)    

Tierschutz
Künast fordert gleichen Schutz von Schlacht- und Haustieren

Die Grünen-Politikerin Renate Künast hat für den Umgang mit Schlachttieren gleiche Maßstäbe wie bei Haustieren gefordert. „Es ist ein Unding, dass die betäubungslose Kastration von Ferkeln nicht wie vereinbart zum 1. Januar 2019 gestoppt, sondern die Frist dafür um zwei Jahre verlängert wurde“, sagte die frühere Agrarministerin der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Und nun läuft alles darauf hinaus, dass die Schweinehalter sich den Tierarzt ersparen und die Ferkel selbst mit Isofluran betäuben und dann kastrieren.“ Bei Haus- und Heimtieren seien die Deutschen achtsam, aber die Tiere in der Massenhaltung überließen sie ihrem Schicksal. „Stellen Sie sich vor, ein Hundehalter würde anfangen, ohne Tierarzt an seinem Dackel herum zu operieren, und darauf verweisen, dass er einen Isofluran-Kurs gemacht hat.“ Die Staatsanwaltschaft würde sehr schnell ermitteln. Künast sagte, das Ferkel sei wie ein Dackel ein Tier, für das der 2002 im Grundgesetz verankerte Tierschutz gelte. Das Problem sei, dass die Artikel 12 und 14 im Grundgesetz zu Berufsfreiheit und Eigentum gerade bei Schlachttieren immer höher gewichtet würden als der Tierschutz. „Das bedeutet nämlich die faktische Abschaffung des Tierschutzes“, sagte Künast. Das dürfe nicht sein. Sie forderte eine Verkürzung der Transportzeiten von Schlachttieren von acht auf vier Stunden und mehr Kontrollen der Versorgungspausen. Tierquälerei könne mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden. „Das muss dann auch angewendet werden. Ich hoffe, es kommt dann auch zu mehr Verurteilungen.“