Reisen
Russen benennen Türkei zum besten Land für erste Auslandsreise

Die Ticketbuchungsplattform „Aviasales“ hat in einer Umfrage unter russischen Reise-Enthusiasten herausgefunden, welche Länder in deren Augen für die erste Auslandserfahrung am besten sind. Deutschland schaffte es nicht unter die ersten fünf. Wie die Nachrichtenagentur Sputnik weiter berichtet, stimmten die insgesamt 53.000 Teilnehmer mehrheitlich für die Türkei und Tschechien als die beste Option für Touristen mit minimaler Reiseerfahrung. Im Falle der Türkei wurde die Wahl  mit einem großen Angebot von All-Inclusive-Hotels begründet. Eine Reise in die Türkei lohne sich unter anderem, weil „es dort viele Russen gibt“ – also große Möglichkeiten zum Kontakteknüpfen, berichtet Sputnik weiter. Tschechien wurde von ebenfalls 18 Prozent der befragten „Aviasales”-Nutzer als beste Variante für die erste Reise empfohlen. „Die Flugstrecke ist kurz, und die Tickets sind nicht so teuer”, zitiert Sputnik die Teilnehmer der Umfrage. 15 Prozent der Befragten stimmten für Italien, 14 Prozent für Frankreich. Ägypten, die USA und Finnland erhielten jeweils neun Prozent der Stimmen, gefolgt von Deutschland.

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– Tourismus – Türkei: Besucherzahlen um fast 23 Prozent gestiegen – Russen weiterhin Platz 1

Die Türkei hat von Januar bis August dieses Jahres rund 27 Millionen ausländische Besucher empfangen.

Türkei: Besucherzahlen um fast 23 Prozent gestiegen – Russen weiterhin Platz 1
 

Piraterie
Vor Nigerias Küste entführte türkische Seeleute wieder in der Türkei

Zehn türkische Seeleute, die Mitte Juli vor der Küste Nigerias von Piraten entführt wurden, sind am Sonntagmorgen sicher in der Türkei gelandet. Die Seeleute seien nach ihrer Entführung durch bewaffnete Piraten in einen Wald verschleppt worden, so Seemann Hakan Cakir gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. „Wir wussten nicht, was sie vor hatten. Sie haben nichts gesagt“, sagte er und fügte hinzu, dass sie unter „sehr schwierigen Bedingungen“ in einer Hütte festgehalten wurden. Alle seine Gedanken seien bei seiner Familie und seiner Heimat gewesen. „Heute ist mein zweiter Geburtstag“, so Cakir voller Freude. Selcuk Esenyel, ein Anwalt, der von der Reederei geschickt wurde, um mit den Piraten zu verhandeln, sagte, dass der Gesundheitszustand aller zehn Crewmitglieder gut sei. Mitte Juli wurden zehn türkische Seeleute, die an Bord des türkischen Schiffes Paksoy-1 auf dem Weg von Kamerun zur Elfenbeinküste waren, vor Nigeria entführt. (aa)  

Wirtschaft
Nach Erdogan: Immer mehr Länder senken Zinsen

New York – Im vergangenen Monat ließ der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan die Leitzinsen um 4,25 senken und erntete dafür von der Opposition und auch von hiesigen Politikern und Medien viel Kritik und Spott. Auch wenn die Europäische Zentralbank bereits vor der Türkei bei ihrer letzten Sitzung die Leitzinsen auf einem historischen Tiefstand von 0,0 Prozent ließ und die US-Notenbank erstmals seit der Finanzkrise ihre Zinsen senkte, waren „Erdogan hat sich verzockt!“ oder „Erdogan fährt die Wirtschaft gegen die Wand“ gängige, dem Anschein nach schadenfreudige Schlagzeilen. Erdogans Entscheidung habe sich bisher jedoch als rational erwiesen, berichtet die Wirtschaftszeitung Handelsblatt. Nicht nur die Inflation ist wie geplant zurückgegangen – von 25 Prozent im Oktober vergangenen Jahres auf eine Inflationsprognose von 13,9 Prozent für 2019, sondern auch der Wert der türkischen Lira hat sich verbessert. Die türkische Währung hatte im vergangenen Jahr gegenüber dem US-Dollar und dem Euro enorm an Wert verloren, doch seit Mai gehört sie zu den stärksten Währungen weltweit, so Handelsblatt weiter. Zahlreiche Zentralbanken schließen sich den tieferen Leitzinsen an Die Zentralbanken von Indien, Thailand, Neuseeland und Australien ziehen nach: Die Reserve Bank of India setzte den Leitzins zum vierten Mal in Folge – zuletzt um 35 Basispunkte – herab. Parallel drehte die thailändische Zentralbank zum ersten Mal seit vier Jahren um 25 Basispunkte an der Zinsschraube. Die Reserve Bank of New Zealand überraschte mit einer Leitzinssenkung um 50 Basispunkte – der Leitzins dort landet so auf einem Allzeittief von 1 Prozent. In Australien wurde der Leitzins ebenfalls auf seinem Rekordtief belassen“, berichtet das Finanzportal finanzen.net. Nicht nur die großen Wirtschaftsblöcke wie die USA und die Eurozone bräuchten einfachere Währungsbedingungen, sondern auch andere Volkswirtschaften, die Teil der globalen Maschine sind“, zitiert finanzen.net den Senior Fixed Income Portfoliomanager bei London & Capital Rabbani Wahhab, der mit  dem US-Nachrichtensender CNBC sprach. Die mehrheitliche Lockerung der Geldpolitik signalisiere laut finanzen.net, dass die Zentralbanken erhebliche Sorgen hinsichtlich der wirtschaftlichen Aussichten, sowohl im In- als auch im Ausland, hegen. Die geldpolitischen Maßnahmen würden ergriffen, um einem Abschwung entgegenzuwirken und die Wirtschaft anzukurbeln. „Die allgemeine Sorge der globalen Zentralbanker ist die Disinflation, die an sich oft ein Vorbote für die Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit ist“, so Wahhab gegenüber CNBC. Er geht außerdem davon aus, dass weitere Zentralbanken den historisch niedrigen Zinsniveaus anschließen werden.

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– Türkei – Handelsblatt: „Die türkische Lira gehört seit Mai zu den stärksten Währungen weltweit“

Um die starke Inflation der letzten Monate einzudämmen, ließ der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, Anfang Juli die Leitzinsen um 4,25 Prozent drastisch senken und wurde dafür heftig kritisiert.

Handelsblatt: „Die türkische Lira gehört seit Mai zu den stärksten Währungen weltweit“

Reisen
Airline-Essen: Turkish Airlines auf Platz 1

Während es bei vielen Billigairlines Snacks und Getränke nur noch gegen Aufpreis gibt, servieren die meisten Fluggesellschaften auf Langstreckenflügen nach wie vor mindestens ein Bordmenü. Allerdings haben die angebotenen Speisen oft deutliche Unterschiede bei Auswahl, Qualität und Geschmack. Das Online-Reisemagazin Travelbook hat seine Leser auf Facebook und Instagram abstimmen lassen, welche Fluglinie das beste Essen anbietet. Aus allen Einsendungen hat die Redaktion dann die 20 am häufigsten genannten Airlines ausgewählt, die im Voting gegeneinander antraten, berichtet Travelbook weiter. Mit mehr als 2100 Votes landete Turkish Airlines auf Platz 1. „Für unser vorzügliches Speisenangebot wurden wir bereits mehrfach ausgezeichnet, u. a. als Europas bester Kabinen-Catering-Service. Einer der Hauptgründe, weshalb unsere Passagiere immer wieder mit Turkish Airlines fliegen, ist die hervorragende Qualität unserer Gerichte. Wenn Sie zum ersten Mal mit uns reisen, werden auch Sie mehr als beeindruckt sein“, heißt es auf der Webseite des Unternehmens. Emirates, die Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, landete mit 1.900 Stimmen dicht hinter der Türkei auf Platz 2. Mit mehr als 1800 Stimmen belegt die deutsche Lufthansa den dritten Platz. Platz vier geht an Singapore Airlines und Platz 5 an Qatar Airways. Die thailändische Thai Airways schaffte den sechsten Platz. Swissair landete auf Platz sieben und die niederländische KLM auf Platz acht. Platz neun ging an Etihad der Vereinigten Arabischen Emirate und Condor schaffte Platz 10.

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– Flug Jobs – Turkish Airlines sucht weiterhin Personal

Mit der wachsenden Flotte rüstet Turkish Airlines auch bei seiner Crew auf.

Turkish Airlines sucht weiterhin Personal
   

Rechtspopulismus
Verdi-Chef nennt AfD-Wirtschaftsprogramm „strunzdumm und gemeingefährlich“

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Verdi-Chef Frank Bsirske warnt vor einem Rechtsruck bei den Landtagswahlen in Ostdeutschland – auch, weil mit der AfD eine Rückkehr neoliberaler Politik drohe. „Ihre Radikalisierung ins Völkische lenkt davon ab, dass sie in der Sozialpolitik eher einer radikalisierten FDP gleicht“, sagte Bsirske der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Die AfD-Spitze erwärme sich dafür, die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung abzuschaffen. Sie wolle auch die Erbschaftssteuer abschaffen. „Und sie will zurück zur D-Mark – was einen Aufwertungsschock zur Folge hätte und unsere Exporte verteuern würde“, sagte Bsirske. „Den Marsch in die nächste Wirtschaftskrise zum Programm zu erheben, das ist nicht nur strunzdumm, sondern gemeingefährlich. Den Interessen der Arbeitnehmer läuft das diametral entgegen.“ „Rechtspopulisten schüren Verunsicherung und Ängste“, warnt auch IG-Metall-Chef Jörg Hofmann, ohne die AfD zu nennen. Sie hätten „keine Antwort auf die Herausforderungen des strukturellen Wandels“, sagte er der WAZ. Und betonte: „Die Gewerkschaften haben eine lange antifaschistische und antirassistische Tradition und sehen sich in gesellschaftspolitischer Verantwortung, klare Kante zu zeigen.“ Die etablierten Parteien müssten sich mit der AfD auseinandersetzen und gleichzeitig die Sorgen der Menschen ernst nehmen, mahnte der Verdi-Chef. „Es treibt eben viele um, ob sie künftig ihre Wohnung noch bezahlen können oder die Altersrente reichen wird um anständig über die Runden zu kommen“, sagte Bsirske, „da muss man ran.“ Die AfD tue genau das aber eben nicht, betonte er. Umfragen sehen die AfD vor den Landtagswahlen in Brandenburg vorn, in Sachsen kämpft sie mit der CDU darum, stärkste Partei zu werden, in Thüringen mit der Linkspartei. Brandenburg und Sachsen wählen am 1. September, Thüringen am 27. Oktober.

Flug Jobs
Turkish Airlines sucht weiterhin Personal

Istanbul – Mit der wachsenden Flotte rüstet Turkish Airlines auch bei seiner Crew auf. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurde die Cabin Crew deshalb um 1653 neue Mitarbeiter auf insgesamt 12.246 aufgestockt. Auch nach neuen Piloten sucht man bei Turkish Airlines mit großem Eifer. Wie Hürriyet weiter berichtet, kamen in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 270 neue Piloten- und Co-Piloten zum Kader dazu. Turkish Airlines ist noch weiter auf der Suche nach Mitarbeitern. Es besteht die Möglichkeit, sich bis zum 29. August zu bewerben, berichtet Hürriyet.  Mit dem Umzug zum neuen Flughafen hat Turkish Airlines vor einigen Tagen auch ihre neuen Crew-Uniformen vorgestellt, die vom Mailänder Modedesigner Ettore Bilotta entworfen wurde. Das Design feiert die 85-jährige Geschichte der Fluggesellschaft. Die Farbgebung ist ein tiefes Rot und Anthrazitgrau und umfasst Hüte, Handschuhe, Kleider, Taschen und Accessoires. Die neuen Designs wurden auf Langstrecken-Testflügen in verschiedenen Klimazonen getestet. „Als ich anfing, für Turkish Airlines zu entwerfen, war das erste, was mich inspirierte, Istanbul“, so Bilotta. „Diese Stadt ist seit Jahrhunderten ein Schmelztiegel für Kunst und Zivilisation und hat einen seltenen Reichtum als gemeinsames Erbe vieler Kulturen.“ „Ich wollte Elemente aus der traditionellen Kalligraphie und Mosaiken mit den neuen Interpretationen türkischer Motive, die moderne Linien betonen, zu Tüchern und Bindungen zusammenbringen, um Kontrast und Dualität zu reflektieren.“ https://youtu.be/DDh6gOP5SVs

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– Turkish Airlines – Erfolg der Turkish Airlines wird zum Thema in Harvard

Der Erfolgsweg der Turkish Airlines in den letzten zehn Jahren wird zum Gegenstand einer Fallstudie an der renommierten Harvard-Universität. Zum Beginn der Lehrveranstaltung ist CEO Dr. Temel Kotil persönlich nach Boston angereist.

Erfolg der Turkish Airlines wird zum Thema in Harvard

Kiew
Türkei und Ukraine gründen gemeinsames Unternehmen für High-Tech-Waffen

Kiew – Die Ukraine und die Türkei haben ein Joint Venture im Bereich Präzisionswaffen und Luft- und Raumfahrttechnologien gegründet. Dies wurde vom Pressedienst des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates (NSDC) der Ukraine gemeldet. „Das staatliche Unternehmen Ukrspetsexport, das Teil von Ukroboronprom ist, einem Verband von Multiproduktunternehmen (Konglomerat oder Konzern) in verschiedenen Sektoren der Verteidigungsindustrie, und das türkische Unternehmen Baykar Defense, das einer der führenden Hersteller von Drohnen ist, haben ein Joint Venture im Bereich Präzisionswaffen und Luft- und Raumfahrttechnologien gegründet“, heißt es in der Erklärung. Das geplante Unternehmen soll die Kapazitäten der Verteidigungsindustrien beider Länder für die Massenproduktion neuer moderner Waffen für die eigenen Armeen bündeln. Eines der ersten Projekte des Joint Ventures werde die Entwicklung einer neuen Generation von unbemannten Luftfahrzeugen (unmanned aerial vehicle, UAV) sein. Diese Drohne werde in der Lage sein, detaillierte Erkundungen aus großer Höhe durchzuführen, Stunden in der Luft zu verbringen, eine signifikante Reisegeschwindigkeit zu besitzen und mit einer Vielzahl von hochpräzisen Waffen bestückt sein. Des Weiteren sei ein Protokoll über die gemeinsame Erforschung des Weltraums unterzeichnet worden. Türkische Verteidigungsunternehmen kooperieren mit der Ukraine bereits unter anderem auf dem Gebiet der digitalen Kommunikationssysteme, Angriffsdrohnen und hochpräzisen Luftwaffen. Twitter

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– Treffen in Kiew – 10 Milliarden Dollar: Türkei und Ukraine unterzeichnen Freihandelsabkommen

Der türkische Vizepräsident Fuat Oktay traf sich am gestrigen Montag in einer geschlossenen Sitzung mit dem neu gewählten ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski in Kiew.

10 Milliarden Dollar: Türkei und Ukraine unterzeichnen Freihandelsabkommen

Nach Missbrauchsvorwürfen
US-Milliardär Jeffrey Epstein begeht in Zelle Selbstmord

New York (nex) – Der wegen Missbrauchsvorwürfen inhaftierte US-Multimillionär Jeffrey Epstein, begann am Freitagabend in seiner Zelle Selbstmord. Das berichten US-Medien. Die genauen Umstände seien noch unklar. Im Fall zu dem mutmaßlichen Menschenhandelsring um Epstein, waren gestern Details bekannt geworden. Weitere mächtige Personen werden mit ihm in Verbindung gebracht. Ein Gericht in New York hat zusätzliche Dokumente zu den Vorwürfen an Epstein öffentlich zugänglich gemacht. Sie geben neue erschreckende Details zu den Anschuldigungen preis. Epstein wird beschuldigt, zwischen 2002 und 2005 Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht zu haben. Einige dieser Mädchen sollen damals erst 14 Jahre alt gewesen sein. In dieser Zeit habe er in New York und Florida einen illegalen Sexhandelsring aufgebaut. Wie eine betroffene Frau berichtet, sei sie angewiesen worden, Sex mit ehemaligen Politikern zu haben. Von mindestens „einem halben Dutzend prominenter Männer“ aus Epsteins Umfeld ist die Rede.  

Gleichbehandlungsgesetz
Antisemitismusbeauftragter will Mitnahme von Israelis durch Kuwait Airways per Gesetz erzwingen

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, will Kuwait Airways dazu verpflichten, künftig auch israelische Staatsbürger von deutschen Flughäfen aus zu transportieren. Dafür fordert er eine Erweiterung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und damit die Schließung einer „Gesetzeslücke“. Klein sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz muss ergänzt werden, dass niemand wegen seiner Nationaliät diskriminiert werden darf. Dann wäre Kuwait Airways in Deutschland verpflichtet, auch Israelis aufzunehmen. Das wäre dann ein einklagbares Recht.“ Im vergangenen Jahr hatte der Fall eines Israeli für Schlagzeilen gesorgt, dem die kuwaitische Fluglinie eine Mitnahme von Frankfurt nach Bangkok mit Zwischenstopp in Kuwait verweigert hatte. Der Israeli klagte dagegen, wurde aber in zwei Instanzen zurückgewiesen. Zuletzt vom Oberlandesgericht Frankfurt. „Es ist nicht hinnehmbar, dass ein antisemitisch motiviertes Gesetz Kuwaits, wonach deren Airline keine israelischen Fluggäste aufnimmt, auch in Deutschland umgesetzt wird“, sagte Klein.

Truppenabzug
SPD und Grüne verurteilen Drohungen der USA

Die Grünen haben die Androhung des US-Truppenabzugs aus Deutschland durch US-Botschafter Richard Grenell scharf kritisiert. „Unter Freunden und Partnern geht man nicht so miteinander um“, sagte die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag, Agnieszka Brugger, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Bei Donald Trump weiß man nie, ob es die nächste wilde leere Drohung ist oder wirklich etwas dahinter steckt“, sagte Brugger. „So eine Kurzschlussreaktion wäre eine weitere Belastung für das gerade belastete deutsch-amerikanische Verhältnis“, sagte Brugger. „Ich hoffe, dass kluge Beraterinnen und Berater auf den US-Präsidenten Einfluss nehmen und bestehende Differenzen auf bewährten diplomatischen Wegen behandelt werden.“ Auch SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider hat die Drohungen der USA scharf kritisiert. Diese Aussagen seien unter Verbündeten „völlig unangemessen“. Dem „Spiegel“ gegenüber betonte Schneider, Deutschland lasse sich nicht erpressen. Mit Blick auf die US-Botschafter in Deutschland und Polen sagte er: „Die Feldherrenpose nutzt sich ab.“ Union zeigt Verständnis Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jürgen Hardt (CDU), hat vor dem Hintergrund eines angedrohten US-Truppenabzugs aus Deutschland Verständnis für die Kritik von US-Präsident Donald Trump an der deutschen Außen- und Verteidigungspolitik gezeigt. „Die US-Truppen haben in Deutschland Schlüsselstandorte für Logistik, Führung und medizinische Versorgung errichtet und Milliarden investiert“, sagte Hardt der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „In den USA irritiert die deutsche Debatte um die Erfüllung unserer Nato-Verpflichtungen, denn die mittelfristige Finanzplanung des Verteidigungshaushaltes weist derzeit in die falsche Richtung“, sagte Hardt. „Es ist in Amerika schwer zu erklären, dass das wirtschaftlich starke Deutschland im Blick auf die Annäherung der Verteidigungsausgaben an das Zwei-Prozent-Nato-Ziel hinter den berechtigten Erwartungen zurück bleibt“, sagte der CDU-Politiker. „In der Haushaltsdebatte der nächsten Monate muss dies korrigiert werden“, forderte Hardt. Er sah auch einen Zusammenhang zur Militärmission in der Straße von Hormus, an der sich Deutschland bislang nicht beteiligen will. „Noch mehr mag in Washington irritieren, dass sich der deutsche Außenminister im Blick auf eine gemeinsame Mission zum Schutz des freien Seewegs in der Straße von Hormus so zurückhaltend positioniert“, sagte Hardt. „Es sollte selbstverständlich sein, dass Deutschland als wichtige Außenhandelsnation auch zum Schutz der Freiheit der Meere seinen Beitrag leistet“, erklärte der CDU-Politiker. „Ich wünsche mir ein sichtbares Zeichen der Solidarität und Unterstützung gegenüber den europäischen und amerikanischen Partnern, die für die Freiheit der Meere eintreten“, sagte Hardt. Die USA fordern schon lange, dass Deutschland mehr Geld für Verteidigung ausgibt. Kurz vor den geplanten Europa-Reisen von US-Präsident Donald Trump verschärfte Washington seine Drohungen mit einem Abzug der US-Truppen aus Deutschland. „Es ist wirklich beleidigend zu erwarten, dass der US-Steuerzahler weiter mehr als 50.000 Amerikaner in Deutschland bezahlt, aber die Deutschen ihren Handelsüberschuss für heimische Zwecke verwenden“, so Richard Grenell, US-Botschafter in Deutschland.

Deutschland ist das Land, in dem die meisten US-Truppen in Europa stationiert sind: Insgesamt sind es 35.000 Soldaten. Hinzu kommen 17.000 amerikanische und 12.000 deutsche Zivilisten, die von den US-Truppen beschäftigt werden. Deutschland liegt bei den Verteidigungsausgaben mit angestrebten 1,36 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr weit unter dem NATO-Ziel von zwei Prozent und wird dafür von Trump regelmäßig scharf kritisiert, meldet die tagesschau.

In einem Tweet fordert die US-Botschafterin in Polen, Georgette Mosbacher, die Umstationierung amerikanischer Truppen nach Polen:
„Polen erfüllt seine Zahlungsverpflichtung von zwei Prozent des BIP gegenüber der NATO. Deutschland tut das nicht. Wir würden es begrüßen, wenn die amerikanischen Truppen in Deutschland nach Polen kämen.“
https://twitter.com/USAmbPoland/status/1159489744683896832 Bei einem Besuch Washingtons sagte der polnische Präsident Andrzej Duda im vergangen September, dass er eine permanente US-Militärbasis in seinem Land begrüßen würde – und erklärte, dass er sie „Fort Trump“ nennen würde. „Ich möchte den US-Präsidenten einladen, weitere amerikanische Truppen nach Polen zu entsenden. Und wir wollen weiter investieren, wir wollen die polnischen Streitkräfte modernisieren“, sagte Duda auf einer Pressekonferenz des Weißen Hauses mit Präsident Trump.

„Wir realisieren die bisher größten militärischen Investitionen der letzten 30 Jahre. Wir wollen mehr Projekte umsetzen. Wir wollen mehr Ausrüstung kaufen. Und ich bin überzeugt, dass diese Zusammenarbeit zwischen Polen und den Vereinigten Staaten reibungslos verlaufen wird“, so Duda weiter.

„Ich würde mir sehr wünschen, dass wir eine permanente amerikanische Basis in Polen gründen, die wir Fort Trump nennen würden.“ Der polnische Präsident warnte auch davor, dass Russland die größte Sicherheitsbedrohung für die zentraleuropäische Region darstellt. Auf die Frage, ob er zustimmt, sagte Trump: „Ich bin mit dem Präsidenten zusammen. Ich fühle, dass er Recht hat“. Polen habe für so einen Stützpunkt der USA zwei Milliarden Dollar geboten. Trump sagte, dass die USA mit zahlreichen Ländern über die Finanzierung der amerikanischen Militärbasen dort „in Gesprächen“ seien, ohne irgendwelche Länder explizit zu nennen. Er hat sich in der Vergangenheit immer wieder öffentlich und privat über die Kosten der US-Militärpräsenz in Deutschland und Südkorea beschwert.