Japan
Türkischer Außenminister Mevlüt Cavusoglu erhält japanischen Orden

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Ankara – Für seine Bemühungen um die Stärkung der türkisch-japanischen Beziehungen wurde der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu vom japanischen Kaiser mit dem „Orden der aufgehenden Sonne“ geehrt. Zu den Teilnehmern der Preisverleihung gehörten der türkische Vizepräsident Fuat Oktay, der japanische Gesandte in Ankara Akio Miyajima und eine große Anzahl ausländischer Botschafter. Anlässlich der Zeremonie sagte Çavuşoğlu: „Japan wie auch die Türkei grenzen an den äußersten Rand Asiens, dennoch sind die Bande zwischen der Türkei und Japan stark und sehr alt. Sich in schwierigen Zeiten gegenseitig zu unterstützen, ist Ausdruck der innigen Harmonie zwischen unseren Ländern“, fügte er hinzu. Miyajima betonte seinerseits, dass die beiden Länder bei dieser Auszeichnung näher kommen würden. Die Türkei und Japan seien zwei Staaten mit einem Herz, fügte Miyajima hinzu. Der japanische Botschafter wies darauf hin, dass Çavuşoğlu die erste Person war, die diese Auszeichnung seit Beginn der „Reiwa-Ära“ in Japan erhalten hat. „Reiwa“ bedeutet so viel wie „schöne Harmonie“. Die Ära „Heisei“ („Frieden schaffen“) ging mit der Abdankung von Kaiser Akihito am 30. April nach rund 30 Jahren zu Ende. Adnan Menderes und Fatin Rüştü Zorlu, ehemaliger Premierminister bzw. Außenminister der Türkei, erhielten 1958 den Orden der aufgehenden Sonne und waren damit die ersten Türken, die diesen Preis aus Japan erhielten, so Miyajima.

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Die filmische Umsetzung zweier schicksalhafter Ereignisse, die beide Nationen verbinden, hat in der Türkei wie auch in Japan für emotionale Reaktionen gesorgt.

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"Jahrhundertschlacht"
Kampfjet-Vergleich: Su-57 gegen F-22

Kampfjets Su-57 und F-22: Der eine ist rücksichtlos auf Wendigkeit, der andere auf Tarnkappenfähigkeit ausgelegt. Beide Maschinen haben ihre eigenen Stärken. Die beiden Kampfjets sind auf ihre jeweilige Art gefährlich. Die F-22 kann wegen guter Stealth-Eigenschaften quasi aus dem Nichts, wie aus dem Hinterhalt zuschlagen, berichtet Sputnik. „Für den Rivalen ist das vor allem im Luftnahkampf sehr gefährlich“, zitiert Sputnik den Militärexperten Kyle Mizokami vom Fachblatt „The National Interest“ Aber die Su-57 erkenne Gefahren von weitem – dank ihres starken AESA-Radars mit elektronischer Strahlschwenkung für X- und L-Band, so der russische Militäranalyst Viktor Litowkin, gegenüber Sputnik. Das Radar sei nicht nur im Bug verbaut, sondern auch am Rumpf und an den Tragflächen. Litowkin weiter:
„So eine Radartechnik haben weder die F-22 oder F-35 noch die chinesische J-20. Dabei gilt im Luftkampf eine einfache Regel: Wer zuerst sieht, schießt zuerst.“

Laut dem russischen Experten könne die Su-57 außerdem schnell vom Radarschirm des Gegners verschwinden: „Wegen der Schubvektorsteuerung ist die Su-57 extrem manövrierfähig. Auf der Stelle drehen, mit dem Leitwerk nach vorne fliegen, in der Luft fast stehen bleiben – die russische Maschine kann das“, zitiert Sputnik Litowkin weiter.

Ein anderer Punkt sei die Geschwindigkeit. 2,45 Mach fliegt die Su-57 mit Nachbrenner. Oder 2 Mach im Marschflug. Die F-22 ist da unterlegen: 2,25 bzw. 1,8 Mach.
„Wenn die beiden Kampfjets aufeinandertreffen, dann wird es eine Jahrhundertschlacht. Wollen wir hoffen, dass es dazu nicht kommt“, zitiert Sputnik Mizokami.

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Russland und die Türkei haben die ersten Testberatungen zum Kampfjet der fünften Generation aufgenommen.

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Türkei
Regierungs- und Oppositionsparteien fordern von USA Auslieferung Fethullah Gülens

Ankara – Die Regierungs- und Oppositionsparteien in der Türkei haben am Freitag eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der sie die Auslieferung des Führers der sogenannten FETO aus den USA fordern. „Er verbreitet weiterhin ketzerische Ansichten mit Hilfe der Taktiken von terroristischen Organisationen wie Daesh (IS) und Al Qaida“, so die Erklärung. Seine Aktivitäten schadeten den bilateralen Beziehungen der Türkei und der USA, die auf gegenseitigem Vertrauen beruhten. Die türkische Regierung beschuldigt den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, für den Putschversuch am 15. Juli 2016 verantwortlich zu sein, im Zuge dessen die am Staatsstreich beteiligten Soldaten Panzer und Kampfjets unter ihre Kontrolle gebracht, das Parlamentsgebäude bombardiert und versucht haben, den türkischen Staatspräsidenten zu entführen oder zu töten. 248 Menschen kamen in der Putschnacht gewaltsam ums Leben, fast 2.200 wurden verletzt. Des Weiteren wird dem Prediger vorgeworfen, seit Jahren durch die Gründung eines Parallelstaates mithilfe seiner Unterstützer, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten, für den Sturz der Regierung zu kämpfen.

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Am Montag endete in der Türkei für 235 Personen ein mehr als 12-jähriges Martyrium. Das Istanbuler 14. Schwere Strafgericht befand in einem Berufungsurteil, dass die Ergenekon-Verdächtigen freizusprechen sind.

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Landwirtschaft
Agrarsubventionen: Ein Prozent der Betriebe bekommt 20 Prozent der Gelder aus Brüssel

Osnabrück –  Ein Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland erhält mehr als 20 Prozent der milliardenschweren Agrarsubventionen, die die Europäische Union jedes Jahr überweist. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen. Demnach bekamen für das Antragsjahr 2016 insgesamt 3300 Betriebe zusammengenommen rund 991 Millionen Euro an sogenannten Direktzahlungen überwiesen. Insgesamt gingen 4,538 Milliarden Euro nach Deutschland. Die Zuschüsse richten sich vor allem nach der Fläche, die ein Landwirt bewirtschaftet: Je mehr Hektar er hat, desto mehr Direktzahlungen erhält er. Bundesregierung will Abschmelzen der Zahlungen prüfen  Das Bundesagrarministerium schreibt, dass die Bundesregierung „angesichts der Kostenvorteile größerer Betriebe“ über Änderungen nachdenkt. Demnach sollte im Rahmen der nationalen Umsetzung „eine Degression geprüft werden“, also das Abschmelzen der Direktzahlungen ab einer gewissen Summe. Voraussetzung dafür sei aber, dass die EU-Kommission derartige Instrumente für die kommende Förderperiode nach 2020 ermögliche. Allerdings glaubt man in Berlin, dass sich die endgültigen Vorgaben aus Brüssel wohl noch verzögern werden. Das Ministerium schreibt: „Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Europäische Kommission rechtzeitig einen Vorschlag für eine Übergangsverordnung vorlegen wird.“ Grüne: Jetzige Form „extrem ungerecht“ Grünen-Agrarexperte Friedrich Ostendorff nannte die bisherige Ausgestaltung „extrem ungerecht“, weil wenige Betriebe große Teile der Subventionen erhielten. Die Bundesregierung müsse hier einschreiten, so Ostendorff. „Anstatt hocheffiziente Großbetriebe zu subventionieren, sollte das Geld in den Kampf gegen den Verlust bäuerlicher Betriebe investiert werden.“

NRW
Kutschaty verzichtet auf Kandidatur für SPD-Bundesvorsitz

Essen – Der nordrhein-westfälische SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty wird nicht für den Bundesvorsitz seiner Partei kandidieren. Das erklärte der 51-Jährige am Freitag gegenüber der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Ich werde nicht für den Bundesvorsitz kandidieren. Ich werde aus Nordrhein-Westfalen heraus für den sozialen Fortschritt unserer Gesellschaft kämpfen. Und da ist verdammt viel zu tun“, sagte Kutschaty der WAZ. Er habe in den vergangenen Wochen viele Gespräche geführt und großen Zuspruch erfahren. „Von unseren Mitgliedern und der Landtagsfraktion wurde aber zugleich sehr deutlich der Wunsch formuliert: ‚Wir brauchen Dich voll und ganz, um hier in NRW anzugreifen'“, so Kutschaty. Der Essener bestätigte, dass er bereits eine Partnerin für eine Tandem-Kandidatur um den SPD-Bundesvorsitz gewinnen konnte. „Ich würde mich sehr freuen, wenn sie kandidieren würde“, sagte er, ohne Namen zu nennen. Kutschaty hatte Spekulationen über seine Pläne befeuert, als er Ende Juni zu möglichen Ambitionen sagte: „Großen Herausforderungen darf man nicht hinterherlaufen, man darf aber auch nicht davor weglaufen.“ Bis zum 1. September müssen interessierte Sozialdemokraten ihre Bewerbung abgeben und dabei Unterstützung aus den Parteigliederungen nachweisen. Erstmals können zwei Politiker gemeinsam für eine Doppelspitze antreten. Bislang haben erst drei Tandems aus weniger bekannten Sozialdemokraten ihre Kandidatur erklärt.

Berlin
Künstliche Intelligenz: Türkei und Deutschland planen Zusammenarbeit

Wirtschaftsexperten, Forscher und Wissenschaftler aus der Türkei und Deutschland treffen sich am 22. August in Berlin, um über Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und Industrie 4.0 zu diskutieren. „KI ist ein Bereich, in dem deutsche und türkische Unternehmen in Zukunft zusammenarbeiten können“, sagte Oliver Wittke, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Wittke erinnerte daran, dass das EU-Schwergewicht Deutschland nach wie vor der wichtigste Wirtschafts- und Handelspartner der Türkei ist. Wittke betonte, dass beide Länder über ein großes Potenzial für bilaterale Zusammenarbeit verfügen, und sagte, dass die Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Transformation fortgesetzt werden kann. „KI ist ein Bereich, in dem deutsche und türkische Unternehmen in Zukunft zusammenarbeiten können“, sagte er. Um das Potenzial zu nutzen und die Investitionen deutscher Unternehmen in der Türkei zu erhöhen, müsse die türkische Regierung konkrete Schritte unternehmen. Sahin Albayrak, ein Wissenschaftler der Universität Berlin, betonte, wie wichtig es für die Türkei sei, die KI in verschiedenen Bereichen anzuwenden. „Um schnell zu den fortgeschrittenen Ländern aufzuschließen, muss die Türkei enge Beziehungen zu ihnen aufbauen, um die KI in verschiedenen Bereichen anzuwenden“, sagte er. Er bekräftigte, dass beide Länder begonnen hätten, ihre Marktposition durch die Kopplung von KI an ihre Produkte und Dienstleistungen anzupassen, und sagte, die Konferenz sei ein Schritt weiter. Aufgrund bahnbrechender Technologien in der Automobilindustrie und KI aus China und den USA in den letzten Jahren will sich Deutschland auf die Investitionen in diesen Bereichen konzentrieren. Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr beschlossen, mehr als drei Milliarden Euro für die KI bereitzustellen und bis 2025 ein Team von 100 Professoren für die Systementwicklung zu bilden.

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– Volkswagen – Es ist entschieden: VW-Werk wird in der Türkei gebaut

Lange wurde spekuliert, jetzt verdichten sich die Hinweise, dass das neue VW-Werk in der Türkei gebaut wird – offenbar nach Zugeständnissen aus Ankara. Saudi-Arabien und Bulgarien gehen leer aus.

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Türkei
PKK-Chef Öcalan: Kurden brauchen keinen eigenen Staat

Istanbul – Der inhaftierte Chef der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, sagte, er sei bereit für eine Lösung „der kurdischen Frage“ und könne „die Gefahr eines Krieges innerhalb einer Woche beilegen“, so eine Erklärung seiner Anwälte vom Donnerstag. Die Anwaltskanzlei Asrin, die Rechtsvertretung von Öcalan, veröffentlichte dieses Statement am Mittwoch, nachdem Öcalan ein Anwaltsbesuch gewährt wurde. „Lasst uns das kurdische Problem lösen. Ich sage, ich werde die Gefahr eines Krieges innerhalb einer Woche ausschließen. Ich kann es lösen. Ich vertraue mir selbst. Ich bin bereit für eine Lösung. Jedoch sollten sowohl der Staat als auch der Staatsgeist das Notwendige tun“, sagte Öcalan nach der Erklärung vom Donnerstagabend. Öcalan betonte, dass das kurdische Volk keinen eigenen Staat benötigt. Er rief die großen Parteien der Türkei dazu auf, die „historischen Beziehungen“ zwischen Türken und Kurden zu respektieren, denn diese bestünden schon vor der ersten modernen türkischen Staatsverfassung von 1921. Bereits im Mai hatte Öcalan die Terrororganisation aufgefordert, sich mit der Türkei zu versöhnen. Die Türkei brauche eine „tiefe gesellschaftliche Versöhnung“, erklärte Öcalan aus seiner Haft heraus. Um die Probleme zu lösen, müsse man sich von „jedweder Polarisierung“ fernhalten und zur Methode der „demokratischen Verhandlung“ übergehen, berichtet NTV.

Öcalan gründete die PKK Ende der 1970er Jahre und führte bis zu seiner Verhaftung in Nairobi, Kenia 1999, einen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat, bei dem bisher über 40.000 Menschen zu Tode kamen. Die PKK wird in den USA, der EU und der Türkei als Terrororganisation eingestuft. Nach einem im Jahre 2013 begonnenen Versöhnungsprozess nahm die PKK ihre Angriffe im Juli 2015 wieder auf. Seitdem geht das türkische Militär wieder verstärkt gegen die Organisation vor. Die PKK und ihre Splitterorganisation TAK verübten zahlreiche Anschläge, unter anderem in Ankara und Istanbul.

Eine Kritik an der PKK ist im Vergleich zu den 1990er Jahren in europäischen Medien kaum noch zu finden. Obwohl es vor allem Kurden selbst sind, die unter dem Dominanzstreben der linksextrem ausgerichteten PKK und ihres syrischen Ablegers YPG leiden – und für viele Kurden, die der PKK/YPG-Doktrin nicht folgen, die Kritik an ihnen mit Gefahr für Leib und Leben verbunden ist – stellen westliche Medien die beiden Organisationen fast ausschließlich als legitimes Sprachrohr der Kurden dar.

Friedliche Lösung für Syrien gewünscht Wie NTV weiter berichtet, ging Öcalan auch auf Syrien ein, wo die YPG große Gebiete beherrscht. In dem Kriegsland müsse auf eine friedliche Lösung hingearbeitet werden, hieß es in der verlesenen Erklärung. Dabei müsse man auf die Empfindsamkeiten der Türkei Rücksicht nehmen.

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Kurdischer Politiker: „Die PYD vertritt nicht die Interessen der syrischen Kurden“

Laut dem Vorsitzenden der „Kurdische Zukunftsbewegung Syriens“ hat die PYD im Norden des Landes eine Baath-Regime-ähnliche Diktatur etabliert. Die PYD/YPG vertrete die Interessen der PKK und nicht die der Kurden, so der Aktivist.

Verteidigungspolitik
CDU zeigt Verständnis für Trumps Kritik an Deutschland

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jürgen Hardt (CDU), hat vor dem Hintergrund eines angedrohten US-Truppenabzugs aus Deutschland Verständnis für die Kritik von US-Präsident Donald Trump an der deutschen Außen- und Verteidigungspolitik gezeigt. „Die US-Truppen haben in Deutschland Schlüsselstandorte für Logistik, Führung und medizinische Versorgung errichtet und Milliarden investiert“, sagte Hardt der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „In den USA irritiert die deutsche Debatte um die Erfüllung unserer Nato-Verpflichtungen, denn die mittelfristige Finanzplanung des Verteidigungshaushaltes weist derzeit in die falsche Richtung“, sagte Hardt. „Es ist in Amerika schwer zu erklären, dass das wirtschaftlich starke Deutschland im Blick auf die Annäherung der Verteidigungsausgaben an das Zwei-Prozent-Nato-Ziel hinter den berechtigten Erwartungen zurück bleibt“, sagte der CDU-Politiker. „In der Haushaltsdebatte der nächsten Monate muss dies korrigiert werden“, forderte Hardt. Er sah auch einen Zusammenhang zur Militärmission in der Straße von Hormus, an der sich Deutschland bislang nicht beteiligen will. „Noch mehr mag in Washington irritieren, dass sich der deutsche Außenminister im Blick auf eine gemeinsame Mission zum Schutz des freien Seewegs in der Straße von Hormus so zurückhaltend positioniert“, sagte Hardt. „Es sollte selbstverständlich sein, dass Deutschland als wichtige Außenhandelsnation auch zum Schutz der Freiheit der Meere seinen Beitrag leistet“, erklärte der CDU-Politiker. „Ich wünsche mir ein sichtbares Zeichen der Solidarität und Unterstützung gegenüber den europäischen und amerikanischen Partnern, die für die Freiheit der Meere eintreten“, sagte Hardt. Die USA fordern schon lange, dass Deutschland mehr Geld für Verteidigung ausgibt. Kurz vor den geplanten Europa-Reisen von US-Präsident Donald Trump verschärft Washington seine Drohungen mit einem Abzug der US-Truppen aus Deutschland. „Es ist wirklich beleidigend zu erwarten, dass der US-Steuerzahler weiter mehr als 50.000 Amerikaner in Deutschland bezahlt, aber die Deutschen ihren Handelsüberschuss für heimische Zwecke verwenden“, so Richard Grenell, US-Botschafter in Deutschland.

Deutschland ist das Land, in dem die meisten US-Truppen in Europa stationiert sind: Insgesamt sind es 35.000 Soldaten. Hinzu kommen 17.000 amerikanische und 12.000 deutsche Zivilisten, die von den US-Truppen beschäftigt werden. Deutschland liegt bei den Verteidigungsausgaben mit angestrebten 1,36 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr weit unter dem NATO-Ziel von zwei Prozent und wird dafür von Trump regelmäßig scharf kritisiert, meldet die tagesschau.

In einem Tweet fordert die US-Botschafterin in Polen, Georgette Mosbacher, die Umstationierung amerikanischer Truppen nach Polen:
„Polen erfüllt seine Zahlungsverpflichtung von zwei Prozent des BIP gegenüber der NATO. Deutschland tut das nicht. Wir würden es begrüßen, wenn die amerikanischen Truppen in Deutschland nach Polen kämen.“
https://twitter.com/USAmbPoland/status/1159489744683896832 Bei einem Besuch Washingtons sagte der polnische Präsident Andrzej Duda im vergangen September, dass er eine permanente US-Militärbasis in seinem Land begrüßen würde – und erklärte, dass er sie „Fort Trump“ nennen würde. „Ich möchte den US-Präsidenten einladen, weitere amerikanische Truppen nach Polen zu entsenden. Und wir wollen weiter investieren, wir wollen die polnischen Streitkräfte modernisieren“, sagte Duda auf einer Pressekonferenz des Weißen Hauses mit Präsident Trump.

„Wir realisieren die bisher größten militärischen Investitionen der letzten 30 Jahre. Wir wollen mehr Projekte umsetzen. Wir wollen mehr Ausrüstung kaufen. Und ich bin überzeugt, dass diese Zusammenarbeit zwischen Polen und den Vereinigten Staaten reibungslos verlaufen wird“, so Duda weiter.

„Ich würde mir sehr wünschen, dass wir eine permanente amerikanische Basis in Polen gründen, die wir Fort Trump nennen würden.“ Der polnische Präsident warnte auch davor, dass Russland die größte Sicherheitsbedrohung für die zentraleuropäische Region darstellt. Auf die Frage, ob er zustimmt, sagte Trump: „Ich bin mit dem Präsidenten zusammen. Ich fühle, dass er Recht hat“. Polen habe für so einen Stützpunkt der USA zwei Milliarden Dollar geboten. Trump sagte, dass die USA mit zahlreichen Ländern über die Finanzierung der amerikanischen Militärbasen dort „in Gesprächen“ seien, ohne irgendwelche Länder explizit zu nennen.  Er hat sich in der Vergangenheit immer wieder öffentlich und privat über die Kosten der US-Militärpräsenz in Deutschland und Südkorea beschwert.

Washington
Geringe Militärausgaben: USA drohen Deutschland

Washington (nex) – Die USA fordern schon lange, dass Deutschland mehr Geld für Verteidigung ausgibt. Kurz vor den geplanten Europa-Reisen von US-Präsident Donald Trump verschärft Washington seine Drohungen mit einem Abzug der US-Truppen aus Deutschland. „Es ist wirklich beleidigend zu erwarten, dass der US-Steuerzahler weiter mehr als 50.000 Amerikaner in Deutschland bezahlt, aber die Deutschen ihren Handelsüberschuss für heimische Zwecke verwenden“, so Richard Grenell, US-Botschafter in Deutschland. Deutschland ist das Land, in dem die meisten US-Truppen in Europa stationiert sind: Insgesamt sind es 35.000 Soldaten. Hinzu kommen 17.000 amerikanische und 12.000 deutsche Zivilisten, die von den US-Truppen beschäftigt werden. Deutschland liegt bei den Verteidigungsausgaben mit angestrebten 1,36 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr weit unter dem NATO-Ziel von zwei Prozent und wird dafür von Trump regelmäßig scharf kritisiert, meldet die tagesschau. In einem Tweet fordert die US-Botschafterin in Polen, Georgette Mosbacher, die Umstationierung amerikanischer Truppen nach Polen:
„Polen erfüllt seine Zahlungsverpflichtung von zwei Prozent des BIP gegenüber der NATO. Deutschland tut das nicht. Wir würden es begrüßen, wenn die amerikanischen Truppen in Deutschland nach Polen kämen.“
https://twitter.com/USAmbPoland/status/1159489744683896832 Bei einem Besuch Washingtons sagte der polnische Präsident Andrzej Duda im vergangen September, dass er eine permanente US-Militärbasis in seinem Land begrüßen würde – und erklärte, dass er sie „Fort Trump“ nennen würde. „Ich möchte den US-Präsidenten einladen, weitere amerikanische Truppen nach Polen zu entsenden. Und wir wollen weiter investieren, wir wollen die polnischen Streitkräfte modernisieren“, sagte Duda auf einer Pressekonferenz des Weißen Hauses mit Präsident Trump.

„Wir realisieren die bisher größten militärischen Investitionen der letzten 30 Jahre. Wir wollen mehr Projekte umsetzen. Wir wollen mehr Ausrüstung kaufen. Und ich bin überzeugt, dass diese Zusammenarbeit zwischen Polen und den Vereinigten Staaten reibungslos verlaufen wird“, so Duda weiter.

„Ich würde mir sehr wünschen, dass wir eine permanente amerikanische Basis in Polen gründen, die wir Fort Trump nennen würden.“ Der polnische Präsident warnte auch davor, dass Russland die größte Sicherheitsbedrohung für die zentraleuropäische Region darstellt. Auf die Frage, ob er zustimmt, sagte Trump: „Ich bin mit dem Präsidenten zusammen. Ich fühle, dass er Recht hat“. Polen habe für so einen Stützpunkt der USA zwei Milliarden Dollar geboten. Trump sagte, dass die USA mit zahlreichen Ländern über die Finanzierung der amerikanischen Militärbasen dort „in Gesprächen“ seien, ohne irgendwelche Länder explizit zu nennen.  Er hat sich in der Vergangenheit immer wieder öffentlich und privat über die Kosten der US-Militärpräsenz in Deutschland und Südkorea beschwert.

Türkei
Türkische Lira erreicht gegenüber Dollar 4-Monats-Hoch

Istanbul – Nach zahlreichen Maßnahmen der türkischen Regierung zur Eindämmung der Inflation und dem Kursverfall der Lira, hat die türkische Währung ihre Erholung gegenüber dem US-Dollar fortgesetzt und erreichte am Donnerstag mit 5.4770 gegenüber 5.4800 am Mittwoch ein neues vier-Monats-Hoch. Auch gegenüber dem Euro hat die türkische Währung weiter Boden gut gemacht. Am 13. August vergangenen Jahres erreichte der Euro mit 8,02 gegenüber der Lira einen Rekordwert und fiel heute auf 6.1540. Um die starke Inflation der letzten Monate einzudämmen, ließ der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, Anfang Juli die Leitzinsen um 4,25 Prozent drastisch senken und wurde dafür heftig kritisiert. Wie die Wirtschaftszeitung Handelsblatt berichtet, hat sich Erdogans Entscheidung bisher jedoch als rational erwiesen. „Die Wirtschaft scheint das Schlimmste hinter sich zu haben“, schreibt Handelsblatt am Samstag. Dies zeige sich auch beim Wert der Landeswährung. Die türkische Lira hatte im vergangenen Jahr gegenüber dem US-Dollar und dem Euro enorm an Wert verloren, doch seit Mai gehört sie zu den stärksten Währungen weltweit, so Handelsblatt weiter. Auch die Inflation sei wie geplant zurückgegangen – von 25 Prozent im Oktober vergangenen Jahres auf eine Inflationsprognose von 13,9 Prozent für 2019. Die zusätzlichen Maßnahmen der Erdogan-Regierung, wie etwa Preissenkungen für Konsumenten, sieht Handelsblatt als weitere Gründe für den Fall der Inflationsrate. Im März ging Ankara gegen Wucherpreise bei Lebensmittelgroßhändlern vor und erließ einige Steuern auf Luxusprojekte, zu denen in der Türkei auch Neuwagen zählen, so Handelsblatt weiter. Wie von Erdogan gewünscht, sinken jetzt in der Türkei die Zinsen für Kredite auf Häuser, Autos und andere Konsumgegenstände.

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