Golfkrise
Vier arabische Staaten fordern Schließung des türkischen Militärstützpunktes in Katar

Vier arabische Staaten, die Katar wegen dessen angeblicher Unterstützung von Terror boykottieren, haben ihm ihm eine Liste mit 13 Forderungen zukommen lassen, in der unter anderem die Schließung des TV-Senders Al Jazeera gefordert werden.

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Doha (nex) – Vier arabische Staaten, die Katar wegen dessen angeblicher Unterstützung von Terror boykottieren, haben ihm ihm eine Liste mit 13 Forderungen zukommen lassen, in der unter anderem die Schließung des TV-Senders Al Jazeera sowie die Beendigung der diplomatischen Beziehungen zum regionalen Gegner Iran gefordert werden. Dies hat ein Regierungsvertreter eines der vier Staaten mitgeteilt.

Die Forderungen, die vorgeblich auf die Beendigung der schwersten Golfkrise der letzten Jahre zielten, scheinen eher entworfen worden zu sein, um den seit zwei Jahrzehnten währenden Aufstieg Katars auf der Bühne der Außenpolitik zu beenden. Der Kleinstaat trat immer häufiger erfolgreich als Friedensvermittler in oft von Konflikten heimgesuchten muslimischen Ländern in Erscheinung.

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und Bahrain, die am 5. Juni die wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen zu Doha gekappt und das Land mit einer See- und Luftblockade belegt haben, fordern nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters auch die Schließung des türkischen Militärstützpunktes in Katar.

Der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik wies dies zurück. Jegliche Forderung nach der Stilllegung des Stützpunktes käme einer Einmischung in die Beziehungen Ankaras zu Doha gleich, betonte er.

„Die Stärkung des türkischen Stützpunktes wäre ein positiver Schritt, was die Sicherheit in der Golfregion anbelangt“, sagte er und ergänzte: „Eine Neubewertung unseres Abkommens mit Katar über den Militärstützpunkt steht nicht auf unserer Agenda.“

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