Parlamentswahlen am Sonntag
Kosovo-Wahlen: Wird Vjosa Osmani die erste Premierministerin?

Pristina – Am kommenden Sonntag finden im Kosovo Parlamentswahlen statt, die zu großen Veränderungen im politischen System des Landes führen könnten.

Im vergangenen August hatten mehrere Parteien Neuwahlen gefordert, nachdem Regierungschef Ramush Haradinaj seinen Rücktritt angekündigt hatte. Er hatte seine Entscheidung mit einer Vorladung vor ein Sondergericht zur Ahndung von Kriegsverbrechen begründet. Während des Kosovo-Krieges war Haradinaj Befehlshaber der Widerstands-Organisation UCK.

Ein Sondertribunal in Den Haag hat ihn wegen seiner Rolle bei dem Aufstand gegen die serbischen Streitkräfte 1998-99 als Verdächtigen für Kriegsverbrechen vorgeladen.
Unglücklich über die weit verbreitete Korruption der regierenden Koalition, die von Haradinajs Allianz für die Zukunft des Kosovo (AAK) und der Demokratischen Partei des Kosovo (PDK) dominiert wird, werden sich Medienberichten zufolge die Wähler in großer Zahl an die beiden wichtigsten Oppositionsparteien: die Mitte-Rechts-Demokratische Liga des Kosovo (LDK) und die nationalistische, linksgerichtete Vetevendosje zuwenden.
Vetevendosje gewann bei den Parlamentswahlen 2017 die meisten Sitze, konnte aber keine Koalition bilden. Diesmal ist eine Koalition zwischen Vetevendosje und der LDK, mit der Vorsitzenden Dr. Vjosa Osmani, am wahrscheinlichsten. Die 37-jährige hat in den USA Jura studiert und wurde von ihrer Partei bereits als Premierminister-Kandidatin nominiert. Osmani war bereits Beraterin des Präsidenten Fatmir Sejdiu (LDK) und arbeitete als Juristin für die Uno. Sie wäre die erste Frau, die das Amt innehat, und auch die jüngste Premierministerin seit der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo im Jahr 2008. Osmani hat gesagt, dass sie glaubt, dass die Kosovaren bereit sind, zum ersten Mal von einer Frau geführt zu werden. „In mehr als 90 Prozent der Fälle sind es Männer, die in Korruption verwickelt sind. Eine Frau sieht den Staat und wie man sich um unsere Bürger kümmert ganz anders“, sagte sie der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir werden diejenigen, die den Kosovo stranguliert haben, von der Macht nehmen“, sagte sie den Anhängern bei einer kürzlichen Wahlkampfveranstaltung. „Meine politischen Gegner haben Angst vor der großen Veränderung, die wir am 6. Oktober bringen werden.“ Wer auch immer der neue Premierminister des Landes wird, muss der Aufnahme festgefahrener Gespräche mit Serbien Priorität einräumen, das den Kosovo weiterhin als Teil seines Territoriums betrachtet. Im vergangenen Jahr hat die Regierung in Prishtina eine 100-prozentige Steuer auf serbische Importe erhoben, die erst dann abgeschafft werden, wenn Belgrad den Kosovo als souveränen Staat anerkennt.

Luftfahrt-News
Los Angeles: Turkish Airlines als globale 5-Sterne-Fluggesellschaft ausgezeichnet

Los Angeles – Bereits zum dritten Mal in Folge wurde die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines von APEX in Los Angeles als globale 5-Sterne-Fluggesellschaft ausgezeichnet Fast 600 Fluggesellschaften auf der ganzen Welt wurden von Passagieren in fünf Kategorien bewertet – Sitzkomfort, Kabinenservice, Essen und Trinken, Unterhaltung und Wi-Fi, sagte Turkish Airlines in einer Erklärung. „Als Turkish Airlines wollen wir unseren Gästen die Perfektion in jedem Aspekt ihrer Reise bieten“, so THY-Chef Ilker Ayci. Turkish Airlines, 1933 mit einer Flotte von fünf Flugzeugen gegründet, verfügt derzeit über 343 Flugzeuge, darunter Passagier- und Frachtflugzeuge, und fliegt 315 Ziele weltweit in 126 Ländern an. Turkish Airlines wurde von Skytrax zwischen 2011 und 2016 sechs Jahre in Folge zur besten Fluggesellschaft Europas gewählt und 2017 zum neunten Mal in Folge zur besten Fluggesellschaft Südeuropas.

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Das Online-Reisemagazin Travelbook hat seine Leser auf Facebook und Instagram abstimmen lassen welche Fluglinie das beste Essen anbietet.

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Brüssel
VW-Werk in der Türkei: Auch CSU will dagegen vorgehen

Berlin – Am Dienstag kündigten fraktionsübergreifend eine Gruppe EU-Politiker in einem Schreiben an, gegen die geplante neue Fabrik des Autokonzerns VW in der Türkei vorgehen zu wollen. Laut dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL halte auch EU-Fraktionschef Manfred Weber die Entscheidung für die Türkei für einen Fehler und habe die EU-Kommission zum Einschreiten aufgefordert. „VW trägt auch eine gesellschaftliche Verantwortung, und gerade angesichts der Einschränkungen der Pressefreiheit muss man sich fragen, ob ein Investment in der Türkei jetzt richtig ist“, sagte Weber dem SPIEGEL. Der CSU-Politiker habe EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager aufgefordert zu prüfen, ob die Türkei mit ihren Beihilfen für das geplante VW-Werk gegen europäisches Recht verstoße. Es könne nicht sein, „dass unsere Mitgliedstaaten an strenge Wettbewerbs- und Beihilferegeln gebunden sind, während die Türkei Beihilfen für eine Produktion gewährt, die in den europäischen Markt exportiert wird“, zitiert der SPIEGEL aus einem Schreiben Webers vom Donnerstag. Wie Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Dienstag berichteten, äußerten auch EU-Abgeordnete der christdemokratischen EVP, der Grünen und der Liberalen den Verdacht, die Türkei habe mit der Zusage hoher Staatsbeihilfen für VW gegen Verpflichtungen im Rahmen der Zollunion mit der EU verstoßen und sich so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber EU-Staaten verschafft. Die sieben Parlamentarier brachten demnach in einem Schreiben, das Funke vorliege, eine Untersuchung im gemeinsamen Assoziationsrat der EU und der Türkei ins Gespräch. Viola von Cramon-Taubadel, niedersächsische Grünen-Abgeordnete, appelliere zugleich an den VW-Aufsichtsrat, das Projekt zu stoppen. Cramon gehöre zu den Unterzeichnern des Schreibens.

Die EU-Abgeordneten Daniel Caspary, Chef der CDU/CSU-Gruppe, Daniel Caspary, der Vorsitzende der Europa-Grünen, Reinhard Bütikofer, und die FDP-Politikerin Svenja Hahn, kritisierten in dem Schreiben, dass die türkische Regierung eine staatliche Beihilfe von 400 Millionen Euro und eine Garantie über den Ankauf von 40.000 Autos jährlich gegeben hätten, um VW von der Investition in der Türkei zu überzeugen, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe weiter.

Volkswagen stärke mit der Standortauswahl „das autokratische Regime von Erdogan“ und sende zugleich ein „verheerendes Signal“ an den Mitbewerber Bulgarien, so Cramon-Taubadel gegenüber Funke. VW werde „angesichts der aktuellen instabilen und höchst kritischen politischen Situation in der Türkei“ für das finanzielle Risiko eines solchen Investments möglicherweise noch teuer bezahlen müssen“, warnte die EU-Politikerin. VW gründet Unternehmen in der Türkei Trotz aller Warnungen entschied sich VW für die Türkei als Ort für die neue Ost-Europa-Fabrik. Nach einer Ankündigung im Handelsregisterblatt vom Mittwoch soll der Automobilkonzern bereits das hierfür erforderliche inländische Tochterunternehmen gegründet haben. Der VW-Konzern hat dafür die mit einem Kapital von 943.5 Mio. Lira bestückte „Volkswagen Turkey Otomotiv Sanayi ve Ticaret AŞ“ Aktiengesellschaft in der westtürkischen Stadt Manisa gegründet. Bereits im August mahnten deutsche Kritiker der türkischen Regierung VW, sich für die Türkei zu entscheiden. Eine Vergabe des neuen Werks an die Türkei sei nicht „mit der Menschenrechtslage in dem Land vereinbar“.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der gleichzeitig im VW-Aufsichtsrat sitzt, warnte jedoch bereits im August davor, „den Demokraten“ in der Türkei den Eindruck zu vermitteln, „wegen Präsident Erdogan das Land insgesamt in Acht und Bann zu legen“. „Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Die Demokraten in der Türkei dürfen nicht den Eindruck gewinnen, wir würden sie fallen lassen“, so Weil.

 

Wahlen im Kosovo
Kosovo: Zwei Festnahmen nach Bedrohung serbischer Wähler

Pristina – In der kosovarischen Stadt Gjilan wurden zwei Personen verhaftet, weil sie andere bedroht hätten, sollten sie die Belgrad-nahe „Serbische Liste“ wählen, teilte die Staatsanwaltschaft Gjilan am Donnerstag mit. Wie die kosovarische Tageszeitung Koha Dittore berichtet, wurden die Verdächtigen 48 Stunden in Untersuchungshaft genommen. Ihnen werde vorgeworfen, die drei Wähler seit dem 26. September konsequent unter Druck gesetzt und bedroht zu haben, weil sie die Serbische Liste unterstützten. Andererseits gebe es jedoch auch Druck seitens Anhänger der Serbischen Liste auf Wähler anderer Parteien. Laut der Staatsanwaltschaft wurde einer Person im öffentlichen Dienst ihre Stelle gekündigt weil sie die Unabhängige Liberale Partei SLS und nicht Serbische Liste unterstütze. „Nach dem anhaltenden Druck der Serbischen Liste auf Mitglieder der SLS-Partei besteht der Verdacht, dass J.K. vom Gesundheitsamt im Dorf Pasjan aus politischen Gründen entlassen wurde“, sagte die Staatsanwaltschaft in einer Erklärung. Die Serbische Liste ist eine von vier serbischen Parteien oder Koalitionen, die für die Teilnahme an den Parlamentswahlen im Kosovo registriert sind, aber sie ist die einzige, die die Unterstützung der Behörden in Belgrad hat. Der serbische Präsident Aleksandar Vucic hat die Kosovo-Serben nachdrücklich aufgefordert, für die Serbische Liste zu stimmen. Im Vorfeld der Wahlen gab es weitere Vorwürfe, dass Serben im Kosovo Wähler unter Druck setzen würden, die Serbische Liste zu unterstützen. Die SLS behauptete Anfang September, dass der Vorstand ihrer lokalen Niederlassung in Strpce, Sasa Djordjevic, von seinem Job im Gesundheitszentrum der Stadt entlassen wurde, weil er nicht der Serbischen Liste beitreten wollte. Am 6. Oktober 2019 finden im Kosovo vorgezogene Parlamentswahlen statt

Im vergangenen Monat hatten mehrere Parteien Neuwahlen gefordert, nachdem Regierungschef Ramush Haradinaj seinen Rücktritt angekündigt hatte. Er hatte seine Entscheidung mit einer Vorladung vor ein Sondergericht zur Ahndung von Kriegsverbrechen begründet.  Während des Kosovo-Krieges war Haradinaj Befehlshaber der Widerstands-Organisation UCK.

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– Kosovo – Kosovo-Wahlen am 6. Oktober: 42.000 Auslands-Kosovaren lassen sich registrieren

Mehr als 42.000 Mitglieder der kosovarischen Diaspora haben Anträge auf Registrierung für die bevorstehenden Parlamentswahlen gestellt, die am 6. Oktober stattfinden sollen.

Kosovo-Wahlen am 6. Oktober: 42.000 Auslands-Kosovaren lassen sich registrieren
     

Kooperation-2019
Russland und China planen Anti-Terror-Übungen in Sibirien

Moskau – Über 40 Vertreter der chinesischen Spezialeinheit Jagdfalke und der Polizei werden vom 11. bis 18. Oktober gemeinsam mit ihren russischen Kollegen in der Region Nowosibirsk die Anti-Terror-Übung Kooperation-2019 durchführen, berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf eine Stellungnahme des Chefs der Hauptabteilung der Spezialeinheiten der russischen Nationalgarde Igor Semilyak. Die Russische Nationalgarde ist eine militärische Organisation, die 2016 gegründet wurde und unabhängig ist vom Verteidigungsministerium. Die Spezialeinheit ist direkt dem Präsidenten und Oberbefehlshaber unterstellt. „In diesem Jahr führen wir Übungen durch, die sich auf Anti-Terror-Aktivitäten konzentrieren. Diese Übungen werden jährlich durchgeführt und finden auf dem Territorium der Spezialeinheit Yermak in Nowosibirsk statt“, so Semilya. Es sollen je 40 Einsatzkräfte der beiden Spezialeinheiten in kombinierten Teams an den Übungen teilnehmen. „Dank dieser wichtigen Arbeit ist es möglich, ein hohes Maß an Interaktion zwischen Strafverfolgungsbehörden aufrechtzuerhalten, um schnell und reibungslos zu handeln. Ich bin sicher, dass die bevorstehende gemeinsame Übung der Spezialeinheiten der russischen Garde und der chinesischen Volkspolizei die Wirksamkeit der gemeinsamen Aufgaben zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus und Extremismus erhöhen wird “, sagte Semilyak. Die Soldaten der chinesischen Spezialeinheit Jagdfalke sollen in Russland im Freiraum und in bewaldetem Gelände trainieren, um den Terrorismus gegen die Verkehrsinfrastruktur zu bekämpfen, sagte Semilya. „Während der Übungen werden wir gemeinsame Maßnahmen ergreifen, um die Aktivität krimineller Gruppierungen beim Transport, in Gebäuden und im offenen Gelände, auch nachts, zu verringern. Die aktive Phase der Übungen wird zwei Tage dauern“, so Semilya.

Balkan
Kosovo-Serbien-Verhandlungen: US-Botschafter in Berlin wird auch Sondergesandter

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, wird Sondergesandter für Serbien und den Kosovo. Der 53-Jährige soll das Amt zusätzlich zu seinem Botschafterposten in Berlin ausüben.

Wie die tagesschau weiter berichtet, hat US-Präsident Donald Trump den Botschafter Grenell als Sondergesandten für die Friedensverhandlungen zwischen Serbien und dem Kosovo nominiert. Grenell soll das Amt zusätzlich zu seinem Botschafterposten in Berlin ausüben.

Grenell ist seit dem Frühjahr 2018 der höchste diplomatische US-Vertreter in Deutschland. In der Vergangenheit war er immer wieder für hohe Posten im Gespräch, so etwa für das Amt des Nationalen Sicherheitsberaters oder des US-Botschafters bei den Vereinten Nationen, berichtet tagesschau weiter.

 

Niederlande
Eine Fehlgeburt und drei Tote nach Wurstverzehr

Auch in den Niederlanden gibt es mehrere Tote aufgrund von mit Listerien befallener Wurst. Drei Menschen sollen nach dem Verzehr gestorben sein. Dazu kommt eine Fehlgeburt. Wie Focus unter Berufung auf den niederländischen Nachrichtensender „RTL Nieuws“ berichtet, haben heute mehrere Supermärkte und Großhändler Fleisch der niederländischen Firma Offerman vom Markt genommen haben – darunter Aldi, Jumbo oder Sligro. Ob es einen Zusammenhang mit den in Deutschland gestorbenen Menschen, die Wurstwaren der inzwischen geschlossenen hessischen Firma Wilke gegessen hatten, besteht, ist noch unklar, berichtet Focus weiter. Wie das Veterinäramt des Landkreises Waldeck-Frankenberg am Mittwoch bekannt gab, musste auch das Unternehmen Wilke Wurstwaren in Twistetal-Berndorf geschlossen werden, weil zwei Tote auf Produkte des Herstellers zurückzuführen seien. Listerin-Bakterien können bei gesunden Menschen grippeähnliche Symptome auslösen, bei Älteren, Schwangeren und Immungeschwächten könnten diese sogar zum Tode führen.  

WTO-Airbus-Fall
Altmaier rechnet mit Gegenreaktion der EU auf US-Strafzölle

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet nach der Ankündigung von US-Strafzöllen auf europäische Importprodukte mit einer Gegenreaktion der EU. „Ich bedauere die Ankündigung der USA im WTO-Airbus-Fall Zölle erheben zu wollen“, sagte Altmaier der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Die USA schaden sich damit am Ende selbst, denn höhere Zölle gehen auch zu Lasten der US-Wirtschaft und der Verbraucherinnen und Verbrauchern in den USA. Denn schon bald könnte die EU ebenfalls die Handhabe für Sanktionen haben“, sagte Altmaier. „Wir werden uns jetzt eng mit der Europäischen Kommission austauschen und gemeinsam das weitere Vorgehen abstimmen“, sagte der Minister. Die US-Regierung hat Strafzölle auf Flugzeuge und andere EU-Importe angekündigt. Die Entscheidung fiel einige Stunden nachdem die Welthandelsorganisation WTO im Streit um Airbus-Subventionen den USA Recht gab. Ab dem 18. Oktober soll auf Flugzeuge aus der EU eine zusätzliche Abgabe von zehn Prozent fällig werden. Dies trifft vor allem Airbus. Allerdings sind keine einzelnen Flugzeugteile betroffen – eine gute Nachricht für das Airbus-Werk in Alabama, das auf Flugzeugteile aus der EU angewiesen ist, berichtet die tagessschau.

Digital
Ein Leben ohne Internet – ist das überhaupt noch möglich?

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Ein Leben ohne Internet – ist das überhaupt noch möglich? Von Helene Milde Was 1958 mit der Erfindung des Arpanets in den USA begann, hat sich bis heute zu einem Netzwerk entwickelt, das das Leben vieler Menschen begleitet, verändert, bestimmt und beeinflusst. Entwickelt wurde Arpanet für militärische Zwecke. Die Idee war, Computer, die damals noch riesige Räume ausfüllten, über weitere Entfernungen miteinander zu verbinden. Schon 1969 konnte ein Netzwerk zwischen vier Computern an unterschiedlichen Universitäten der USA hergestellt werden. Weitere Vernetzungssysteme, durch deren Verbindung ein weltweites System entstand, entwickelten sich mit den Jahren. 1989 geht Arpanet vom Netz und öffnet den Weg für das Internet in heutiger Form. Das allen bekannte www, World Wide Web, entstand im Frühjahr 1993. Das Internet begleitet uns den ganzen Tag Heute ist das Internet schlicht und einfach selbstverständlich. Es hat im Alltag eines Jeden von uns eine feste Größe eingenommen. Es beginnt gleich morgens, nach dem Aufwachen. Noch vor dem ersten Kaffee holen wir uns die neuesten Nachrichten aus dem Netz. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Nachrichten über aktuelle Ereignisse handelt oder die Nachrichten von Freunden. Das Tablet oder das Smartphone präsentiert sie uns sofort als NEWS oder als WhatsApp-Nachricht. Das Guten Morgen mit dem Rest der Familie fällt eher schmal aus, denn jeder ist damit beschäftigt, seine ganz persönlichen Nachrichten abzurufen. Auf dem Weg zur Arbeit, an die Uni, und ja, auch schon auf dem Weg zur Schule, ist der Internetradiosender oder ein Podcast in Betrieb. Mittlerweile gibt es sogar Automatenspiele kostenlos.  Man schaue sich nur mal in der U-Bahn, im Bus oder Zug seine Nachbarn an, sie sehen unsere noch leicht verklebten Augen einer durchzockten Nacht garantiert nicht. Zu sehr sind sie mit ihren NEWS aus aller Welt beschäftigt. Endlich an einem festen Platz angekommen, egal ob Arbeitsplatz oder Hörsaal, werden E-Mails gelesen und verschickt, Videokonferenzen abgehalten, in der ganzen Welt recherchiert und zwischendurch sämtliche Social-Media-Plattformen kontrolliert. Dort wird kommentiert, blockiert und gepostet, bis die Köpfe rauchen. Am Abend gönnen wir uns endlich die verdiente Ruhe bei Netflix. Und bevor die Augen zufallen, gibt es noch einmal einen letzten Blick in die sozialen Medien. Was für ein Tag. Hand aufs Herz: Wer kann sich sein Leben ohne diese ständige Online-Präsenz noch vorstellen? Wie würde sich das Leben für jeden einzelnen von uns ohne Internet verändern? Und wie würde sich diese Veränderung auswirken – eher positiv oder doch eher negativ? Wie würde unser Alltag aussehen, zum Beispiel bei: Der privaten Kommunikation Da das Internet wesentlicher Bestandteil unserer Kommunikation geworden ist, würde sich auf diesem Sektor sicher sehr viel für uns verändern. Gut, Rauchsignale würden wir keine mehr senden, aber der gute alte Brief würde zum Höhenflug starten. Und dann natürlich das Telefon, wir würden uns wieder viel öfters am Hörer begegnen. Es würde zu revolutionären Schritten kommen. Man stelle sich vor, wir würden wieder miteinander reden, anstatt nur Texte und Bilder an wildfremde Menschen zu posten. Wir könnten unserem Gegenüber wieder Auge in Auge eine Gute Besserung wünschen oder ihm zur Prüfung gratulieren. Das Essen der Hausfrau würde wieder mit Blicken gewürdigt und genossen werden, anstatt nur fotografiert und mit Mausklick versendet. Kommunikation ohne Internet: Wir würden endlich wieder mit Menschen interagieren. Was für eine Errungenschaft. Bei Nachrichten Dank des Internets erreichen uns sämtliche Nachrichten aus der ganzen Welt beeindruckend schnell. Ohne sie würden wir uns wieder auf aktuelle gedruckte Zeitungen, auf Fernsehprogramme und auf Mundpropaganda verlassen müssen. Unsere gewohnte Anzahl an Informationsquellen würde sich drastisch reduzieren. Dazu kommt, dass wir deren Glaubwürdigkeit nicht einmal ansatzweise überprüfen könnten. Ohne Internet gäbe es demnach wesentlich weniger Information für uns alle. Der Freizeitgestaltung Freizeit ohne Internet, geht das? Natürlich kann man den Besuch im Schwimmbad oder die Tour in den Bergen nicht ins Wohnzimmer holen. Aber es gibt eben doch ein sehr großes Freizeitangebot, das sich bequem vom Sessel aus erleben lässt. Dazu gehört natürlich das unendliche Angebot an Online Spielen. Hier bleibt kein Wunsch unerfüllt. Eine besondere Auswahl für Erwachsene bieten hier die Online Casinos. Auf Seiten, wie dem Omni Slots Online Casino ist es einfach, auf der Couch relaxed die Slot Machines für sich arbeiten zu lassen. Casino Spiele um Echtgeld ist hier ein ganz besonderer Reiz. Unserer Gesundheit Auch wenn man mit der Eigendiagnose beim ersten Wehwehchen vorsichtig sein sollte, so ist ein Online-Verzeichnis von Symptomen doch ein großer Vorteil. Die damit verbundene erste Hilfe aus der Hausapotheke eine sicherlich große und schnelle Erleichterung für viele. Für Mediziner und Wissenschaftler ist das Internet ein Medium, ohne das sie ihre Arbeit nicht mehr in diesem Umfang wie heute erledigen könnten. Ohne Internet gäbe es weniger Fortschritt in der Medizin und der kleine Schmerz müsste jedes Mal zum Arzt. Bei der Arbeit und im Handel Arbeiten ohne Internet ist heute undenkbar geworden. Das Internet hat einen großen Einfluss auf die Produktivität. Ohne Werbung zum Beispiel müssten wir uns auf Mundpropaganda, Werbung in gedruckter Form oder auf die Werbung im TV verlassen. Der globale Handel wäre sehr langwierig, wenn nicht gar unmöglich. Einkaufserlebnisse würden sich auf die Geschäfte vor Ort reduzieren, was ja nicht unbedingt ein Nachteil wäre. Trends würden sich allerdings sehr verlangsamen, bis sie bei jedem angekommen wären. Kampagnen wie man sie von Crowfunding kennt, wären ohne Internet beispielsweise undenkbar. Die Innovation auf sämtlichen Arbeitsgebieten würde ohne Internet sehr leiden. Das soziale Leben Das soziale Leben würde ohne Internet wieder auf die Methoden früherer Zeit zurückgreifen. Das heißt, wir würden uns wieder auf das persönliche Miteinander konzentrieren. Pseudo-Freundschaften mit Hunderten von Freunden, wie es in den sozialen Netzwerken oft gepflegt wird, gäbe es nicht. Die echte Freundschaft hätte wieder das Sagen. Obwohl, auf der anderen Seite werden über diese Netzwerke alte Bekanntschaften, Schulfreunde, Kontakte, die man aus den Augen verloren hat, wieder aktiviert und gepflegt. Sozialforscher sind sogar davon überzeugt, dass der Trend zu verstärkter sozialer Kommunikation sehr eng mit dem Internet verbunden ist. So hat das Internet auch im sozialen Leben nicht nur ein stattdessen, sondern gleichzeitig eine Sowohl-als-auch Berechtigung. Last but not least – Informationen aller Art Ohne Internet wären die Tage jeglicher Suchmaschinen vorbei. Recherchieren wäre ein täglicher zeitaufwendiger Akt, der ernsthafte Anstrengungen erfordert. Die Gesellschaft würde einen wertvollen Teil an Wissen gar nie erreichen. Wie dieser Artikel hier, ohne Internet würde er in der Schublade des Autors verbleichen.

Luftfahrt-News
Keine Lizenz erhalten: Air Albania nutzt Turkish-Airlines-Flugzeuge

Tirana – Obwohl die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) ihr noch keine Lizenz erteilt hat, nahm die nationale Fluggesellschaft Albaniens am Montag ihre Flüge nach Europa auf. Hierfür seien Flugzeuge der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines per Wet-Lease gemietet worden. Als Wet-Lease bezeichnet man die Miete von Flugzeugen samt vollständiger Kabinen- und Cockpitbesatzung, Wartung und Versicherung. Somit kann Air Albania die EASA-Lizenz der Turkish Airlines und alle damit verbundenen Vorteile nutzen. Durch den Einsatz von Turkish Airlines-Flugzeugen mit dem Branding von Air Albania, können sie Ziele in der Europäischen Union anfliegen. Das bedeutet jedoch auch, dass Turkish Airlines finanziell, rechtlich und technisch für Air Albania verantwortlich ist. Medienberichten zufolge sei eine Nichterteilung der Lizenz darauf zurückzuführen, dass 90 Prozent der Airline-Anteile türkisch seien. Nach albanischem und europäischem Recht ist die Gültigkeit der Lizenz davon abhängig, dass das Unternehmen, das die Fluggesellschaft besitzt, entweder von EU-Bürgern oder Staatsangehörigen des Ausstellungsstaates, in diesem Fall Albanien, kontrolliert wird. Demnach seien viele Führungskräfte bei Air Albania türkische Staatsbürger. Zudem seien 49 Prozent der Aktien im Besitz von Turkish Airlines und angeblich weitere 41 Prozent der Aktien im Besitz türkisch-albanischer Staatsbürger, berichtet Exit. Der Verwalter von Air Albania sei offenbar auch türkischer Staatsbürger, der in Istanbul geboren wurde und als Bevollmächtigter der Turkish Airlines fungiere. Die albanische Regierung und das albanische Zivilluftfahrtamt hätten jedoch bestritten, dass die Lizenz von Air Albania von der EASA verweigert wurde, und die EASA habe eine Stellungnahme abgelehnt, berichtet Exit weiter.

Zum Thema

– Airline News – Albanisch-türkisches Joint-Venture: Air Albania

Albaniens erste nationale Fluggesellschaft – ein Joint Venture mit der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines – startete am Samstag ihren ersten Flug vom Internationalen Flughafen Tirana Mutter Teresa nach Istanbul.

Albanisch-türkisches Joint-Venture: Air Albania