Islamfeindlichkeit
Ditib-Vorsitzender: Wir machen uns Sorgen um die Moscheen

Muslime in Niedersachsen zeigen sich nach dem rechtsextremistischen Anschlag von Halle verunsichert.

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Muslime nach Anschlag von Halle verunsichert

Osnabrück – Muslime in Niedersachsen zeigen sich nach dem rechtsextremistischen Anschlag von Halle verunsichert. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Vorsitzende des türkisch-islamischen Verbandes Ditib: „Da bekommt man schon Angst. Wir machen uns Sorgen um die Moscheen und haben vom Landesverband aus die Gemeinden gebeten, erhöhte Vorsicht walten zu lassen.“

Parallel werde an verschärften Sicherheitskonzepten gearbeitet. Dazu berate man sich auch mit den anderen Ditib-Landesverbänden. „In dieser Runde fühlt sich gerade niemand wirklich sicher“, sagte Ünlü.

Die Tat von Halle habe gezeigt, dass es ein grundsätzliches Problem mit Gewalt gegen Minderheiten gebe. „Heute ist es die jüdische Gemeinde, morgen kann es andere treffen.“ Wichtig sei Ditib aber auch: „Wir wollen die Moscheen nicht schließen. Die Gebetsräume sollen frei zugänglich sein.“

Dazu arbeite man eng mit den Sicherheitsbehörden zusammen – auch mit Blick auf Islamismus. „Wir schauen, wer in unsere Moscheen kommt, ob sich Einzelne radikalisieren. Und da tauschen wir uns auch mit Sicherheitsbehörden aus“, sagte Ünlü.

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