Meinung
Kommentar: Moderne Kriegsführung beschränkt sich lange nicht mehr auf Einsatz regulärer Truppen

Hybride Kriegsführung: Warum konventionelle Kriege nicht mehr im ausreichendem Maße die Interessen der Weltmächte decken.

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Ein Gastkommentar von Hatake Murat Ankara – Die moderne Kriegsführung beschränkt sich lange nicht mehr auf den Einsatz von regulären Truppen. Denn strategische, respektive politische Ziele, sind nicht mehr durch bloße militärische Gewalt zu erreichen. Viel mehr kommt eine große Bandbreite von nicht militärischen Mitteln zum Einsatz. Sei es politisch, ökonomisch, informationell, humanitär oder auch gesellschaftlich. Der politische und wirtschaftliche Druck ist jedem wahrscheinlich bekannt. Man droht dem Feind mit der „totalen wirtschaftlichen Zerstörung“, wie es US-Präsident Donald Trump neulich gegen die Türkei twitterte. Sie kann in Form eines Handelsembargos in Erscheinung treten. Auch Hacker-Angriffe auf Computersysteme wichtiger Institutionen, um an sensible Daten heran zu kommen sowie Desinformationen über Social Media und in den eigenen Medien, um die Bevölkerung hinter sich zu solidarisieren, decken den informationellen Aspekt der hybriden Kriegsführung. Die humanitäre Hilfe wird auch gerne unter dem Deckmantel der „Demokratie und Menschenrechte“ getarnt. Man schickt etwa Hilfsgüter nach Syrien, wie es die USA tat, aber statt Lebensmittel und Medikamente, kamen Waffen aus den Lastern. Und so kommen wir zu dem gesellschaftlichen Aspekt. Ein unzufriedener Teil der Bevölkerung im Zielstaat wird für die Interessen des Aggressor Staates instrumentalisiert und gegen den Feind, der demokratisch legitimiert ist, eingesetzt. Dabei können auch „irreguläre“ Truppen ohne Hoheitszeichen zum Einsatz kommen. Sprich US Soldaten, die ohne US Abzeichen, sondern mit dem Abzeichen anderer Organisationen im Gebiet militärisch operieren, Terroranschläge verüben etc. Diese Art der Kriegsführung ist hoch komplex und effektiv. Daher wird sie noch öfter in Erscheinung treten als uns lieb ist.


Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.


 

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