Start Politik Ausland Militäroffensive Friedensquelle Trotz Waffenruhe in Nordsyrien: YPG führt Angriffe fort

Militäroffensive Friedensquelle
Trotz Waffenruhe in Nordsyrien: YPG führt Angriffe fort

Trotz des angekündigten Waffenstillstands in Nordsyrien habe der syrische Arm der Terrororganisation PKK, die YPG, ihre Angriffe fortgeführt, so das türkische Verteidigungsministerium.

(Beispielfoto: Screenshot)
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Ankara – Trotz des angekündigten Waffenstillstands in Nordsyrien, habe der syrische Arm der Terrororganisation PKK, die YPG, ihre Angriffe fortgeführt, so das türkische Verteidigungsministerium.
In den vergangenen 36 Stunden habe es 14 Angriffe der YPG gegeben, teilte das Ministerium am Samstag auf Twitter mit. Demnach fanden 12 der Angriffe in Ras al-Ayn und jeweils ein Angriff in Tal Abyad und einer in Tall Tamr statt.
Am Donnerstag einigten sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und der US-amerikanische Vizepräsident Mike Pence mit sofortiger Wirkung auf eine fünftägige Waffenruhe in Nordsyrien, um den kurdischen Separatisten (YPG) den Rückzug aus dem Grenzgebiet zu ermöglichen.
Die türkische Regierung plant auf syrischem Gebiet eine 30 km tiefe Sicherheitszone, um mindestens zwei Millionen Flüchtlingen eine Rückkehr zu ermöglichen.
Der ehemalige deutsche Außenminister  Sigmar Gabriel sagte in einem Gespräch mit der Tageszeitung Bild, dass die
Fehler in Syrien bereits unter dem ehemaligen US-Präsidenten Barak Obama begonnen hätten. Der damalige US-Präsident hätte die US-Truppen abziehen wollen und habe – um das Vakuum zu füllen – mit der YPG kooperiert.
Zudem unterstrich Gabriel, dass die Türkei es niemals zulassen werde, dass das jetzige Machtvakuum von der PKK/YPG gefüllt wird. Deshalb seien türkische Truppen bereits 2018 in Afrin einmarschiert.
Europa habe zu all dem nichts zu sagen, weil es von Anfang an mit diesem (Bürger-)Krieg nichts zu tun haben wollte. Selbst eine Flugverbotszone über Syrien, wie sie die Türkei vorschlug, um Assad an der Bombardierung des eigenen Volkes zu hindern, scheiterte damals am Veto vieler Europäer – darunter auch Deutschlands und der EU, so Gabriel.
(Screenshot/Twitter)