Corona-Pandemie
Grüne fordern weltweites Verbot von Wildtiermärkten

Der Co-Vorsitzende der Grünen, Robert Habeck, hat als Konsequenz aus der weltweiten Corona-Krise von der Gruppe der 19 größten Industrie- und Schwellenländer und der EU (G20) ein generelles Verbot von Wildtiermärkten gefordert. Habeck sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ und dem Bonner „General-Anzeiger“, auch wenn der Ursprung des Coronavirus nicht sicher sei und die Welt hier Aufklärung brauche, sei Corona tierischen Ursprungs. Schon bei Ebola, Sars und Mers seien es Viren aus dem Tierreich gewesen, die die Artengrenze übersprungen hätten. „Biologen warnen, dass die Gefahr vor solchen Virusinfektionen größer wird, je mehr Menschen in Bereiche vordringen, die bisher nicht von Menschen berührt waren.“ Der Schutz des tropischen Regenwaldes oder des Amazonas-Gebietes habe mit Gesundheitsschutz zu tun. „Wir sollten die wilde Natur in ihrer Wildheit unberührt lassen. Der Mensch kann nicht alles jagen, was Eiweißträger ist. Insofern bin ich sehr dafür, wenn etwa die G20 eine Initiative für ein generelles Verbot von Wildtiermärkten starten würden“, sagte Habeck den Zeitungen vor dem Grünen-Länderrat an diesem Samstag, dem ersten digitalen Parteitag in der deutschen Parteiengeschichte.

Philanthropie
Ramadan: Mesut Özil spendet 101.000 Dollar an Türkischen Roten Halbmond

Istanbul – Wieder einmal hat der deutsch-türkische Ex-Nationalspieler Mesut Özil die Herzen der Menschen erobert. Der für seine Wohltätigkeitsaktionen bekannte Arsenal-Star spendete in dem für Muslime heiligen Monat Ramadan dem Türkischen Roten Halbmond 101.000 Dollar. Wie die Hilfsorganisation gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu mitteilte, sollen mit dem Geld Nahrungsmittelpakete für das abendliche Fastenbrechen angeschafft werden. Insgesamt sollen in der Türkei, in Syrien und in Somalia 114.000 Hilfsbedürftige mit Mahlzeiten versorgt werden. Der Chef des Türkischen Roten Halbmondes, Kerem Kinik, dankte dem Fußballprofi. „Dank unseres Bruders Mesut werden wir in der Lage sein, Pakete an bedürftige Menschen zu liefern – und zwar so schnell wie möglich“, so Kinik. Operationen für Kinder Özil und seine Frau Amine Gülşe spendeten im vergangenen März zudem erneut an die „Big Shoe“-Stiftung, diesmal um lebenswichtige Operationen für 40 Kinder in Myanmar zu ermöglichen Die Familien der Kinder sagten, dass sie dem vorbildlichen Paar dankbar seien. Auch das Big Shoe-Team dankte Özil auf seiner offiziellen Twitter-Seite und teilte mehrere Fotos von ihrer Arbeit in Myanmar. Dr. Herbert Bauer und sein Team von der Interplast-Sektion Stuttgart-Münster waren für die Durchführung der Operationen verantwortlich. Özil unterstützt „Big Shoe“ bereits seit 2014. Die während der WM 2006 in Wangen im Allgäu gegründete Organisation sammelt Spenden für deutsche und schweizer Ärzte, damit sie weltweit Kinder aus sozial benachteiligten Familien operieren können. Özil bezahlt 1.000 Operationen für Kinder Zu seiner Hochzeit mit der ehemaligen türkischen Schönheitskönigin Amine Gülşe im vergangenen Sommer, kündigte der Mittelfeldstar an, die Kosten für 1.000 Operationen für hilfsbedürftigen Kinder weltweit zu übernehmen.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir hier in Istanbul heiraten werden. Dieses Glück möchten wir mit Kindern teilen, denen es nicht so gut geht. Wir werden 1.000 Kindern eine bessere Zukunft schenken, indem wir Ihnen notwendige Operationen ermöglichen, die sich Ihre Familien sonst nicht leisten könnten“, schrieb Özil auf seinem Twitter-Account.

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„Als alle dachten, dass sie dich klein gekriegt haben und du jetzt vernünftig geworden bist, stehst du da mit deiner schönen Model-Braut und machst Erdogan zum Trauzeugen.“ Ein Kommentar.

Kommentar: Mesut Özil, meinen Respekt hast du!

Irak
Beobachter gehen von einem türkisch-kurdischen Angriff auf die PKK aus

Erbil (nex) – Nêçîrvan Barzanî, Präsident der kurdischen Autonomieregion (KRG), verurteilte in einer Rede die Präsenz der Terrororganisation PKK in der Region. „Wir halten die Präsenz der PKK in der gesamten Autonomieregion nicht für rechtmäßig“, sagte Barzanî laut der kurdischen Nachrichtenagentur Rudaw während einer Rede. Die Präsenz der Terrororganisation schaffe Probleme für die gesamte Autonomieregion. Die Region Kurdistan sei nicht das Tätigkeitsgebiet der PKK und würde es auch nie werden, so Barzanî weiter. Die KRG sei Teil des Irak und die Region Kurdistan werde in diesem Rahmen niemals eine andere Macht akzeptieren, „die Probleme für ihre Nachbarn schafft“,  sagte Barzani. Barzanîs Äußerungen folgten auf einen Bombenangriff türkischer Kampfflugzeuge auf einen Stützpunkt der PKK in der Zini Warte Region im Nordirak. Beobachter gehen von einer baldigen gemeinsamen Militäroperation der Türkei und den Streitkräften der kurdischen Autonomieregion gegen die Terrororganisation PKK aus, berichtet das Nachrichtenmagazin Middle East Eye. Kurden-Präsident Barzanî, ein enger Verbündeter der Türkei, hat die PKK wiederholt aufgefordert, Angriffe gegen die Türkei einzustellen und die Region zu verlassen. „Einige Gruppen berücksichtigen nicht den Frieden und die Sicherheit unseres Volkes und nutzen unsere Gebiete für Angriffe gegen andere. Wo um alles in der Welt würde jemand diese Art von Handlung akzeptieren? Sie kommen hierher, trainieren und greifen andere an, und die KRG und ihre Mitarbeiter zahlen dafür“, zitiert das kurdische Nachrichtenportal Rudaw den Premierminister im vergangenen Jahr. „Sie müssen diese Tat stoppen und wir meinen es ernst“, sagte Barzani.

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Der Premierminister der kurdischen Autonomieregion des Irak, Nechirvan Barzani, forderte am Mittwoch in einer Pressekonferenz die Terrororganisation PKK dazu auf, ihre Angriffe gegen die Türkei einzustellen.

Kurdischer Premierminister Barzani: PKK muss Angriffe auf Türkei einstellen
     

Musikgeschichte
Ahmet Ertegün: Der Türke hinter Atlantic Records

Der letzte Sultan der Musikindustrie von Kemal Bölge Im Alter von 9 Jahren sah er sich ein Jazzkonzert im Londoner Palladium Theatre an und mit 14 bekam er von seiner Mutter ein Album von Cootie Williams sowie einen Plattenspieler mit Aufnahmefunktion geschenkt. Schon recht früh interessierte sich Ahmet Ertegün für Musik, schrieb seine eigenen Texte und nahm diese anschließend auf. Mit seinem Bruder hörte er im gemeinsamen Zimmer stundenlang Lieblingssongs. Sein Großvater war einst Scheich des usbekischen Derwisch Klosters in Üsküdar/Istanbul. In der Metropole am Bosporus wurde Ertegün am 31. Juli 1923 geboren. Sein Vater war Rechtsberater von Präsident Mustafa Kemal Atatürk, bevor er als Botschafter in den verschiedenen Hauptstädten Europas arbeitete. Ertegün besuchte fortan ausländische Schulen, was seiner späteren Entwicklung nicht schaden sollte. Als Jugendlicher hatte er schon eine gewaltige Schallplattensammlung angelegt und mit seinem Bruder freundeten sie sich in den USA mit Musikern wie Lena Horne, Duke Ellington und Jelly Roll Morton an.
Seine Begeisterung für Musik kannte im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen. Er wollte den Jazz und Blues in den Vereinigten Staaten etablieren, was damals schwierig war, weil die schwarze Musik bis dahin, ein Schattendasein fristete. Sein Studium der Philosophie brach er ab, um mit Herb Abramson 1947 das Jazz- und Soullabel Atlantic Records zu gründen. Ein befreundeter Zahnarzt der Familie lieh Ertegün dafür 10.000 US-Dollar. Der Sitz der Plattenfirma Atlantic Records bestand aus einem spärlich eingerichteten kleinen Raum, das der Gründer einmal folgendermaßen umschrieb: „Für eine Plattenfirma ist es das kleinste Büro der Welt.“ Durch die guten Beziehungen zu afroamerikanischen Jazzmusikern unterzeichneten viele dieser Künstler einen Vertrag bei Atlantic Records. Ertegün setzte sich zeit seines Lebens gegen die Diskriminierung von schwarzen Menschen in den USA ein. Die türkische Botschaft in Washington D.C. lud schwarze Jazzmusiker zu einem Event in die diplomatische Vertretung ein. Es kam zu diplomatischen Verwicklungen und das US-Außenministerium erklärte den türkischen Diplomaten afroamerikanische Gäste nur durch den Hintereingang Zutritt zu gewähren. Die türkische Botschaft verwies auf die Gleichberechtigung aller Gäste und lehnte das Ansinnen des State Departments ab. Die Jazzmusiker und Begleiter gelangten über den Haupteingang in die Botschaft. Das erste Album, das Atlantic Records 1947 veröffentlichte, war „Rose of the Rio Grande“ und das bis dahin erfolgreichstes Album von Stick Mcghee „Drinkin’ Wine Spo-Dee-O-Dee“ mit über einer Million verkaufter Schallplatten. Ertegün war nicht nur ein begeisterter Musikinteressierter, sondern hatte auch ein Gespür für Musiktalente. Er gilt als der Entdecker der britischen Rockband Led Zeppelin. Nachdem er eine Demoversion auf Kassette sich anhört, ist er voll auf begeistert. Es gibt eine lustige Anekdote zu einer zum damaligen Zeitpunkt unbekannten Musikerin: Ertegün weilt im türkischen Badeort Bodrum im Urlaub, als ein Anruf seines Stellvertreters ihn erreicht. Ein unansehnliches Mädchen sei gerade ins Büro gekommen. Sie könne nicht gut singen, aber schön tanzen. Der Musikmanager hat keine Zeit sich um die Angelegenheit zu kümmern. Das erwähnte Mädchen nimmt zu einer anderen Plattenfirma Kontakt auf und unterschreibt dort einen Vertrag. Das Mädchen sollte später zu einem großen Star der Popmusik werden und ist keine geringere als Madonna. Es war in den sechziger Jahren, als Ahmet Ertegün in einer Bar sitzt und dort Eric Clapton sieht, der dort gerade ein Konzert gibt. Clapton unterschreibt bei Atlantic Records. Wer kennt sie nicht, The Rolling Stones. Auch bei Mick Jagger und Band erkennt der fleißige Musikmanager großes Talent und engagiert sie. Es waren große Künstler wie Ray Charles, Ruth Brown, The Drifters, John Contrane, Ben E. King, Aretha Franklin, Wilson Pickett, Bette Midler, Stevie Wonder oder Phil Collins. Über das Leben des großen Soul-Sängers Ray Charles drehte Taylor Hackford 2004 einen Film. Charles wird ziemlich eindrucksvoll von Jamie Foxx verkörpert. Ertegün wird in dem US-Drama von Curtis Armstrong dargestellt. 2005 wurde dieser Film für den besten Hauptdarsteller und den besten Ton mit einem Oscar ausgezeichnet.
Es gibt noch viele andere Künstler, deren Namen ich hier nicht aufführen konnte. Ahmet Ertegün war ein begnadeter Musikmanager seiner Zeit und die Musik gehörte zu seinem Leben. Am 29. Oktober 2006 gaben die Rolling Stones ein Konzert in New York. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich hinter der Bühne. Er rutschte aus und stürzte unglücklich auf den Kopf. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und anschließend auf die Intensivstation verlegt. Am 14. Dezember erliegt Ertegün seinen schweren Verletzungen, die er sich beim Sturz zugezogen hatte. Mit seinem tragischen Tod verlor die Musikwelt einen großen Entdecker, Förderer, Macher und Organisator hinter den Kulissen.

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– Jazz-Krise – Als Afroamerikaner die türkische Botschaft durch den Hintereingang betreten sollten

Als die türkische Botschaft in Washington in den 1950er Jahren Afroamerikaner zu einem gesellschaftlichen Ereignis einlud, löste dies eine diplomatische Krise zwischen Ankara und Washington aus.

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Islam in Deutschland
Zentralrat: Beendigung der Kooperation mit DITIB ist falsch

Am 28. April 2020 hat der hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz mitgeteilt, dass die Vollziehung des Bescheids von 2012 zur Einrichtung eines bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts in Kooperation mit DITIB Hessen zum Ende des laufenden Schuljahres ausgesetzt werde Hessen – Zugleich wurde mitgeteilt, dass der im Schuljahr 2019/2020 an sieben Schulen begonnene Schulversuch „Islamunterricht“ auf alle bisherigen 56 Standorte in der Grundschule sowie zwölf weiterführende Schulen, in denen der DITIB-Religionsunterricht erteilt wurde, ausgeweitet würde. Der staatliche „Islamunterricht“ soll nach wiederholten Bekundungen des Ministeriums ein „religiöses“, aber dennoch ein bekenntnisfreies Bildungsangebot für muslimische Schüler_innen sein. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hatte diesen „Islamunterricht“ bereits bei seiner Einführung u.a. auf Grund der Verletzung der weltanschaulichen Neutralität des Staates und des Eingriffs in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften als verfassungswidrig abgelehnt und den betroffenen muslimischen Eltern diesbezüglich empfohlen, ihre Kinder nicht anzumelden bzw. wieder abzumelden. Zur vorgestrigen Entscheidung des hessischen Kultusministers sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Hessen des ZMD, Said Barkan: „Die vorgestern verkündete Entscheidung stand nach meiner Auffassung politisch schon längst fest, so dass sie nicht überraschte. Das aber ändert nichts daran, dass die einstweilige Beendigung der Kooperation mit DITIB Hessen falsch ist und muslimische Kinder und Jugendliche in Hessen ab dem kommendem Schuljahr um ihr Grundrecht auf einen durch eine islamische Religionsgemeinschaft erteilten Religionsunterricht nach Art. 7 Abs. 3 GG beraubt werden. Die Entscheidung ist sowohl politisch falsch als auch verfassungsrechtlich nicht haltbar. Der islamische Religionsunterricht ist selbst nach der Mitteilung des Ministeriums ohne jede Beanstandung von deutschen Lehrkräften erteilt worden. Die einseitige Stützung auf das Isensee-Gutachten ohne die Einbeziehung etwa auch der differenzierten Bewertung des Gutachters Rohe, zeigt, dass die Beendigung des islamischen Religionsunterrichts bereits beschlossene Sache der schwarzgrünen Landesregierung war.“ Neben der Beendigung des islamischen Religionsunterrichts ab dem nächsten Schuljahr ist auch der Ausbau des Schulversuchs „Islamunterricht“ ohne Beteiligung der islamischen Religionsgemeinschaften das denkbar schlechteste Modell. Hierzu sagte der Landesvorsitzende Barkan: „Wir haben schon beim Start des Schulversuchs gesagt, dass wir ein solches Modell eines durch den Staat erteilten ‚Islamunterrichts‘ für verfassungswidrig halten und nicht unterstützen werden. Mal abgesehen davon, dass der ganze Prozess der Einführung des Islamunterrichts völlig intransparent sowie ohne Informierung und Beteiligung der islamischen Religionsgemeinschaften erfolgte, ist es auch inhaltlich eine Mogelpackung: Wie soll der Staat ein religiöses Angebot bekenntnisfrei unterrichten dürfen? Nach Art. 7 Abs. 3 GG wird der Religionsunterricht nur in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt, nicht vom Staat selbst. Unser Staat ist weltanschaulich neutral und darf keine Religion oder Weltanschauung unterrichten. Wir empfehlen allen muslimischen Eltern daher, ihre Kinder nicht für das Fach ‚Islamunterricht‘, sondern für das Fach Ethik anzumelden; entsprechend gilt diese Empfehlung auch an alle religionsmündigen muslimischen Jugendlichen.“ Barkan kritisierte auch den Zeitpunkt der Verkündung der Entscheidung: „Es ist für uns nicht überzeugend nachvollziehbar, wenn mit der Entscheidung solange zugewartet wurde, bis diese dann zum Beginn des für Muslime wichtigen Fastenmonat Ramadan verkündet wird. Bei allem Respekt vor schulverwaltungsorganisatorischen Aspekten: Das hätte der Minister auch einfach ein paar Tage vorher verkünden müssen!“ Der islamische Religionsunterricht ist seit nunmehr über 26 Jahren Gegenstand der öffentlichen und politischen Debatte. Bereits 1992 hat der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) den ersten Antrag auf den Weg gebracht und hierfür sodann ein Curriculum erstellt. Der ZMD wird sich daher weiterhin für einen von muslimischen Religionsgemeinschaften aus Deutschland verantworteten islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache an deutschen Schulen einsetzen.

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– Kommentar – DITIB bietet Beistand, Beratung und unbürokratische Unterstützung im Trauerfall

Für den Transport der Verstorbenen in das Herkunftsland arbeitet der Verein mit muslimischen Bestattungsunternehmen, zu denen unter anderem auch das interne Bestattungsunternehmen, die DITIB-ZSU GmbH zählt, zusammen.

DITIB bietet Beistand, Beratung und unbürokratische Unterstützung im Trauerfall

Corona-Krise
Basketball-Star Adrien Moerman: Fühle mich in der Türkei sicherer als in Frankreich

Istanbul – Der französische Basketballprofi Adrien Moerman fühlt sich angesichts der andauernden weltweiten Corona-Pandemie in der Türkei sicherer als in seiner Heimat. In einem Gespräch mit der Anadolu betonte Moerman, dass die Situation in Frankreich wesentlich schlechter sei als in der Türkei und erwähnte dabei die viel höheren Infektions- und Todeszahlen. „Ich will die Türkei nicht verlassen, weil die Lage in Frankreich viel schlimmer ist als hier“, sagte er und fügte hinzu, dass er in der Türkei bleiben werde, da er seine Familie nicht in Gefahr bringen wolle. Er fühle sich in der Türkei wohl und betrachte mit seiner Familie das Land als seine zweite Heimat. Moerman fügte hinzu, dass er nach Abschluss der Ligen in sein Land zurückkehren werde. „‚Ich fühle mich in Istanbul sicherer. Ich warte auf die endgültige Entscheidung der türkischen Liga und der EuroLeague“, sagte er.
(Screenshot/AA)
In der Corona-Pause setze der 31-jährige Spieler sein Training in den Einrichtungen des Vereins fort. Er gehe jeden Morgen zum Training, um seinen Körper in Form zu halten. Die Spieler seien während der täglichen Trainingseinheiten in zwei Gruppen aufgeteilt, so Moerman.

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– Corona-Pandemie – Türkei-Deutsche bezeichnen Medienberichte als unwahr

Der ehemalige Axel-Springer-Mitarbeiter Holger Vorbeck (73) aus Hamburg schildert in einem Kommentar seine Eindrücke zur deutschen Berichterstattung über die Türkei. Es werde massiv gegen die Türkei Stimmung gemacht. Das meiste davon sei „schlicht die Unwahrheit und frei erfunden“.

Türkei-Deutsche bezeichnen Medienberichte als unwahr
 

Corona-Krise
Gewerkschaft NGG: Mehrwertsteuer für Hotels übergangsweise abschaffen

Vorsitzender fordert mehr Unterstützung  Osnabrück – Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert eine stärkere Unterstützung des Hotel- und Gaststättengewerbes sowie der Beschäftigten. NGG-Vorsitzender Guido Zeitler sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, über einen Rettungsschirm für die Branche „muss man ganz dringend nachdenken“. „Konsumgutscheine auch für Urlaubseinrichtungen“ Als mögliche Unterstützung für Not leidende Unternehmen schlug Zeitler vor, „die Mehrwertsteuer im Sektor Hotellerie für ein halbes Jahr ganz zu streichen“. Auch staatliche Mietzuschüsse seien eine Möglichkeit, Not leidenden Unternehmen zu helfen. Die von den Grünen vorgeschlagenen Konsumgutscheine für jeden Bürger in Höhe von 250 Euro seien eine gute Idee, so Zeitler. „Auch Hotels und alle Urlaubseinrichtungen sollten davon umfasst sein.“ Der Gewerkschaftsvorsitzende geht nicht davon aus, dass sich die Lage in der Branche zeitnah normalisieren wird. Zeitler sagte: „Weder für Gäste noch für Beschäftigte darf im Fall einer Wiedereröffnung von Kneipen, Restaurants oder Hotels eine Gesundheitsgefährdung bestehen.“ Arbeits- und Gesundheitsschutz seien Pflicht. „Dem muss im Zweifelsfall die Wiedereröffnung untergeordnet werden.“ Zeitler rief zu einem Branchendialog mit Politik, Arbeitgebern, Gewerkschaft und Berufsgenossenschaft auf, um über den Weg zu Wiedereröffnungen zu sprechen. „Den müssen wir jetzt starten und die Zeit des Stillstandes nutzen.“

Corona-Krise
Verbraucherschützer Müller fordert Planungssicherheit für Sommerurlaube

Der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, hat die Bundesregierung aufgefordert, den Bürgern in der Corona-Krise schnell eine langfristige Planungssicherheit für die Sommerurlaubszeit zu geben und eine mögliche Reisewarnung über Mitte Juni hinaus frühzeitig anzukündigen. Kunden hätten auch jetzt schon gute Chancen, Auslandsreisen, die bis Ende August gebucht seien, kostenlos zu stornieren, sagte Müller der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es durch die Corona-Pandemie weiterhin erhebliche Beeinträchtigungen gibt. Eine frühzeitige Reisewarnung wäre hilfreich.“ Verbraucher und Unternehmen bräuchten jetzt schnell Klarheit und Rechtssicherheit. „Natürlich wüssten wir alle gern, wie wir unsere Sommerferien 2020 verbringen werden.“ Die Bundesregierung fahre auf Sicht. „Für Verbraucher wäre eine längerfristige Planungssicherheit allerdings besser.“ Müller plädierte für einen Reisesicherungsfonds, aus dem die Erstattung der Kundengelder finanziert werden könnte. Dies würde auch die Liquidität der Unternehmen gewährleisten, sagte er. Dass bereits an Nord- und Ostsee für Urlaub massive Preissteigerungen zu beobachten seien, nannte er „unfair“. Damit würden die weltweiten Beschränkungen ausgenutzt. Der Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes, Norbert Kunz, sagte der Zeitung, Bund und Länder müssten endlich einen Fahrplan für den „Neustart des Deutschlandtourismus“ vorlegen und den Akteuren vom Bootsverleiher über Gästeführer bis zum Vermieter einer Ferienwohnung eine Perspektive geben. Die Kapazitäten in deutschen Hotels, Pensionen, Ferienhäusern und Campingplätzen seien in der Fläche ausreichend. „Allerdings brauchen viele existenzbedrohte Anbieter dringend Unterstützung durch Zuschüsse des Bundes, damit sie ihren Betrieb bis in den Sommer retten können. Sonst befürchten wir eine Pleitewelle.“

Ukraine
Kiew: Gericht lässt mutmaßlichen Hablemitoglu-Mörder frei

Kiew/Ankara – Ein ukrainisches Gericht in Kiew hat den verhängten Hausarrest gegen den mutmaßlichen Mörder von Dr. Necip Hablemitoğlu aufgehoben. Nach ukrainischem Recht darf ein gerichtlich angeordneter Hausarrest 6 Monate nicht überschreiten. Nach einem Bericht der Zeitung Cumhuriyet, darf N.G.B. die ukrainische Hauptstadt nicht verlassen und ist verpflichtet eine elektronische Fußfessel zu tragen. Der mutmaßliche Attentäter N.G.B., wurde am 10. Juli 2019 von ukrainischen Spezialeinheiten in Kiew überwältigt und festgenommen. Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte mutmaßliche Schütze konnte sich in die Ukraine absetzen. Die Türkei verlangt seine Auslieferung. Während eines Staatsbesuchs im Februar dieses Jahres in Kiew hatte auch der türkische Präsident Erdoğan die Überstellung des mutmaßlichen Attentäters an die Türkei gefordert. N.G.B. hat nach seiner Festnahme in Kiew einen Asylantrag gestellt. Die Generalstaatsanwaltschaft in Ankara wirft dem mutmaßlichen Schützen vor, am 18. Dezember 2002 den Akademiker Dr. Necip Hablemitoğlu unweit seines Hauses ermordet zu haben.

Zum Thema

– Türkei – Das Attentat – Der Mord an Dr. Necip Hablemitoğlu

Ein Gericht ließ 2002 die Anklage gegen die deutschen Stiftungen in der Türkei zu und der Prozess sollte am 26. Dezember 2002 stattfinden. Genau 8 Tage vor Prozessbeginn, am 18. Dezember 2002, wurde Dr. Hablemitoğlu, der einen Bericht zu den Aktivitäten der deutschen Stiftungen verfasst hatte, ermordet.

Das Attentat – Der Mord an Dr. Necip Hablemitoğlu
 

Corona-Krise
Corona-Krise: USA danken Türkei für Hilfen

Washington – Die NATO-Botschafterin der Vereinigten Staaten und das amerikanische Außenministerium haben der Türkei für ihre Hilfslieferungen an die USA gedankt. „Wir danken der Türkei für ihre großzügige Spende von medizinischen Hilfsgütern und Schutzausrüstung, die uns im Kampf gegen #COVID19 in unseren am härtesten betroffenen Gebieten hilft“, sagte US-Außenminister Mike Pompeo auf Twitter. „Die Amerikaner sind dankbar für Ihre Freundschaft, Partnerschaft und Unterstützung“, fügte Pompeo hinzu. Auch die Botschafterin der USA bei der NATO, Kathryn Ann „Kay“ Bailey Hutchison, dankte der Türkei für die Hilfen. Die Solidarität der NATO während der Pandemie unterstreiche die Stärke der transatlantischen Verbindung. „Ein ganz herzliches Dankeschön an die Menschen in der Türkei!“, sagte Hutchison am Mittwoch. In einer Mitteilung sagte der US-Botschafter in Ankara, dass die Lieferungen ein Zeichen für die starken Beziehungen zwischen der Türkei und den USA seien. “Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der Türkei in Bezug auf diese und vielen anderen gemeinsamen Prioritäten“, so David Satterfield. “Im Namen der US-Regierung möchte ich unserem NATO-Verbündeten Türkei für die heutige großzügige Spende von medizinischem Versorgungsmaterial und anderen wichtigen Geräten danken“, fügte Satterfield hinzu. https://twitter.com/USAmbNATO/status/1255094691009384450 Das militärische Frachtflugzeug A400M landete am Dienstagnachmittag auf der Joint Base Andrews außerhalb Washingtons, D.C. Die Lieferung umfasst nach Angaben des türkischen Präsidialamtes 500.000 chirurgische Masken, 4.000 Schutzanzüge, 2.000 Liter Desinfektionsmittel, 1.500 Schutzbrillen, 400 N95-Masken und 500 Gesichtsschutzschilde. Die Kisten mit den medizinischen Hilfsgütern enthielten eine Botschaft für die Bevölkerung der USA: „Nach der Hoffnungslosigkeit gibt es soviel Hoffnung und nach der Dunkelheit so viel Sonne“, wurden die Worte des türkischen Gelehrten aus dem 13. Jahrhundert, Mevlana Jalaladdin Rumi, zitiert.

Zum Thema

– Corona-Pandemie – Corona-Krise: Italien, Spanien und NATO danken Türkei für Hilfe

Zur Bekämpfung des Coronavirus hat die Türkei in die von der Pandemie hart getroffenen Länder Italien und Spanien Hilfscontainer geschickt. Die Außenminister Italiens und Spaniens haben der Türkei am Mittwoch dafür gedankt.

Corona-Krise: Italien, Spanien und NATO danken Türkei für Hilfe