Höxter
„Horror-Haus“ Höxter: Wilfried W. wird in ein gewöhnliches Gefängnis verlegt

Fast zwei Jahre nach dem Urteil im „Horror-Haus“-Prozess hat die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Münster entschieden, dass Wilfried W. (50) bei Begehung der Taten schuldfähig war und nicht in die Psychiatrie gehört. Das berichtet das WESTFALEN-BLATT (online). Wilfried W. wird jetzt in ein gewöhnliches Gefängnis verlegt. Der Mann und seine Ex-Frau Angelika W. (51) hatten in ihrem Haus in Höxter-Bosseborn über Jahre Frauen gequält, zwei waren gestorben . Im Oktober 2018 verurteilte das Landgericht Paderborn Angelika W. wegen Mordes und versuchten Mordes zu 13 Jahren Haft, ihren Ex-Mann zu elf Jahren. Er galt allerdings wegen einer Intelligenzminderung und einer Persönlichkeitsstörung als vermindert schuldfähig und kam deshalb in die Christopherus-Klinik für Forensische Psychiatrie in Münster. Bei der turnusmäßigen Überprüfung der Unterbringung kamen der Strafvollstreckungskammer in Münster Zweifel. Denn die behandelnden Ärzte meinten, Wilfried W. sei voll schuldfähig, er gehöre in ein gewöhnliches Gefängnis. Auch ein vom Gericht beauftragter Gutachter konnte das nicht ausschließen, so dass die Behandlung jetzt abgebrochen wurde. Die Anwälte von Wilfried W. prüfen jetzt, ob sie beschwerde beim Oberlandesgericht Hamm einlegen.Die Staatsanwaltschaft will in den kommenden Wochen prüfen, ob sie die Verhängung einer Sicherungsverwahrung nach Ablauf der Haftstrafe anstrebt.  

Finanzen
Das Aktien Demokonto: Ideal für interessierte Anleger

Auf dem Markt finden sich zahlreiche Anbieter von Aktiendepots. Aus dieser Vielzahl das passende Konto für das individuelle Trading zu finden, ist gar nicht leicht. Daher kann es sich lohnen, ein Aktien Demokonto zu eröffnen. Mit diesem haben interessierte Anleger die Möglichkeit, die Funktionen des jeweiligen Kontos zu testen und auch verschiedene Anlagestrategien zu probieren, bevor mit echtem Geld gehandelt wird. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass viele Banken kostenfreie Aktien Demokonten anbieten, die genutzt werden können, ohne dass eine Registrierung dafür erforderlich ist. Das bedeutet also, dass jeder die Möglichkeit hat, verschiedene Depots auf einmal zu testen, ohne dafür persönliche Daten angeben zu müssen. Das Aktien Demokonto als perfekter Einstieg ins Trading Gerade für Einsteiger ist ein Aktien Demokonto ein idealer Einstieg. Man hat so die Möglichkeit, die einzelnen Tradingplattformen und ihre Funktionen, sowie das Handelsangebot und die Börsenplätze kennen zulernen. Der Handel mit Aktien birgt immer ein gewisses Risiko. Daher ist es ratsam, erst mit Hilfe eines Demokontos gewisse Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln. Wer langfristig Geld an der Börse verdienen möchte, braucht Wissen, das man sich nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch aneignen sollte. Mit einem Aktien Demokonto können zukünftige Anleger also üben, wie man Aktien findet, diese analysiert und am Ende auch eine Order auf einem der verfügbaren Handelsplätze abgeben kann. Hier variieren die Möglichkeiten von Anbieter zu Anbieter. Einige bieten umfangreiche Analysetools für einzelne Aktien oder auch automatisierte Tradingsysteme. Um all diese Funktionen zu entdecken, ohne dabei reales Geld zu riskieren lohnt sich ein Aktien Demokonto. Die verschiedenen Handelsformen in Demokonten Aber nicht nur für Einsteiger ist ein Aktien Demokonto interessant, gerade erfahrene Trader können mit Hilfe eines solchen, neue Märkte für das Traden ohne finanzielles Risiko entdecken. So können auch ganz neue Anlagestrategien erprobt werden. Bei der Auswahl eines geeigneten Aktien Demokontos sollte immer darauf geachtet werden, dass die Funktionen im Vergleich zum realen Tradingkonto gleich und nicht eingeschränkt sind. Wie man das anhand einiger einfacher Punkte überprüfen kann, erklärt aktien-demokonto.de. Es gibt verschiedene Märkte. So können beispielsweise Aktien auf diversen Märkten weltweit gehandelt werden. Wer etwas Erfahrung mitbringt, hat die Möglichkeit auch in Wertpapieren an den amerikanischen oder englischen Börsenplätzen zu investieren und die Vorteile hier zu entdecken. Auch ein Einstieg in das Traden von Optionen gestaltet sich mit dem Aktien Demokonto einfach. Hier arbeitet man mit Calls und Puts und kann verschiedene Optionsstrategien anwenden, um Geld zu verdienen.
Binäre Option Broker: Was ist der Handel mit binären Optionen?
Der Handel mit Optionen ist sehr komplex und erfordert ein umfangreiches Wissen. Beim Handel mit Futures ergeben sich große Gewinn- aber auch Verlustmöglichkeiten. Besonders diesen Markt lernt man am besten über ein Demokonto kennen, denn Anfänger sollten in jedem Fall die Finger davon lassen. Der Forexhandel ist ebenfalls möglich. Dabei werden Währungen und deren individuelle Entwicklung gehandelt. ETFs sind sogenannte Exchange Traded Funds die sich vor allem bei einer langfristigen Wertanlage bezahlt machen. Um einen Überblick über die verschiedenen Funds zu bekommen, lohnt sich ebenfalls ein Demokonto. Außerdem kann man so auch in den Handel mit CFDs einsteigen. Dieser Werte können schnell zu hohen Gewinnen aber auch Verlusten führen, daher sollte man sich im Vorfeld über das geeignete Demokonto mit den CFDs und den verschiedenen Anlagemöglichkeiten auseinandersetzen.

Medikamentenmissbrauch
Schmerzmedikament Tilidin: Dramatischer Anstieg bei Jugendlichen

Bei 15- bis 20-Jährigen sind die Verschreibungen des Schmerzmedikaments Tilidin innerhalb von zwei Jahren in Deutschland um das 30-fache gestiegen. Das geht aus Daten der gesetzlichen Krankenkassen hervor, die dem Reportageformat STRG_F (NDR/funk) vorliegen. 2017 waren es noch 100.000 definierte Tagesdosen, 2019 dann mehr als drei Millionen. Experten warnen nun vor Missbrauch. Gesundheitsexperte Professor Gerd Glaeske von der Universität Bremen spricht von einer „Auffälligkeit“. Er empfiehlt zu prüfen, ob auch Tilidin-Tabletten unter das Betäubungsmittelgesetz fallen sollten. Tilidin in Tropfen-Form fällt bereits seit 2013 unter das Betäubungsmittelgesetz. Tilidin-Tropfen machen inzwischen nur noch vier Prozent der Verschreibungen des Medikaments aus – offenbar eine Folge der strengeren Kontrollen. Auf STRG_F-Anfrage erklärte das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), dass es die vorgelegten Zahlen sehr ernst nehme. Die zuständige Bundesopiumstelle des BfArM wolle nun „weitere Erkenntnisse mit Blick auf einen Anstieg der Verordnungen gewinnen“. Bei „entsprechender Datenlage“ solle sich der Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel mit Tilidin in Tablettenform befassen. Tilidin ist ein rezeptpflichtiges Medikament aus der Gruppe der Opioide und wird zur Behandlung von starken Schmerzen eingesetzt. Häufig werden akute Beschwerden wie z.B. nach einer Hüft- oder Knieoperation damit behandelt. Die Wirkung ist schmerzstillend, aber auch euphorisierend und enthemmend. Bisher gilt die allgemeine Auffassung, dass Tilidin kein hohes Missbrauchspotenzial aufweist, da es zu den Arzneimitteln mit retardierender Wirkung gehört – durch den Naloxon-Blocker wird der Wirkstoff nur langsam freigesetzt. Doch nach Information von STRG_F wissen viele Jugendliche, wie die Retardierung umgangen werden kann, so dass der Wirkstoff sofort freigesetzt wird. Seit 2017 thematisieren bekannte Deutsch-Rapper wie Capital Bra, Samra oder AK Ausserkontrolle vermehrt Tilidin als Droge in ihren Songtexten. Der Song „Tilidin“ von Capital Bra und Samra hat auf YouTube aktuell mehr als 65 Millionen Aufrufe. Capital Bra ist aktuell – gemessen an den Nummer-Eins-Hits – der erfolgreichste Künstler der deutschen Musik-Geschichte. Viele Jugendliche versuchen scheinbar, den Lebensstil zu imitieren, posieren in sozialen Medien mit dem Schmerzmedikament. Ein 18-jähriger Schüler, der nach eigenen Angaben regelmäßig Tilidin nimmt, erzählt im STRG_F-Interview: „Man will den Rappern näher sein, dadurch, dass man sich dieselben Sachen antut wie die.“ Weiter sagt er: „Wenn sie sich als real vermarkten, dann sollte man dem Glauben schenken.“ Dass junge Erwachsene die Songtexte der Rapper wörtlich nehmen, stützen auch Aussagen von Tilidin-Dealern. Sie erzählen, dass sich die Nachfrage merklich steigert, wenn ein neuer Rap-Hit veröffentlicht wird, der Tilidin thematisiert. Ein Darknet-Dealer erklärt, dass „ganz klar Minderjährige Interesse an diesen Substanzen zeigen“. Dies sei seiner Ansicht nach der Deutsch-Rap-Szene zuzuordnen. Konkrete Fragen an die Deutsch-Rapper Capital Bra, Samra oder AK Ausserkontrolle blieben unbeantwortet.

Mittelmeer-Krise
Griechenland begeht mit Remilitarisierung der ägäischen Inseln seit Jahrzehnten Rechtsbruch

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge Griechenland begeht mit der Remilitarisierung der ostägäischen Inseln seit Jahrzehnten Rechtsbruch, weil die Verträge von Lausanne und Paris eine Demilitarisierung dieser Inseln vorsehen. Eine Ausweitung der Territorialgewässer von derzeit 6 auf 12 Seemeilen durch Griechenland, würde die Ägäis zu einem rein griechischen Gewässer machen, was zum Nachteil der Türkei und der internationalen Schifffahrt wäre. Athen begeht mit der Remilitarisierung der ostägäischen Inseln Rechtsbruch In den Medien waren heute Meldungen zu lesen, wonach Griechenland auf der Insel Kastellorizo (Meis) Militäreinheiten und Gerätschaften stationiert hat. Griechenland hatte die 12 Inseln (Dodekannes), zu der auch die 10 km2 große Insel Kastellorizo gehört und 2 Kilometer vor der türkischen Küste liegt, im Vertrag von Paris unter Bedingungen erhalten. Nach Artikel 14 Absatz 2 des Pariser Vertrags muss die Insel Kastellorizo und weitere Inseln vollständig demilitarisiert werden („These islands shall be and shall remain demilitarised“). Die betreffenden Inseln sind namentlich im Artikel 14 Absatz 1 geregelt. Mit der Stationierung von Militäreinheiten und Gerätschaften begeht Griechenland ganz klar Rechtsbruch. Das Beispiel Kastellorizo ist kein Einzelfall, weil Athen seit Jahrzehnten sich weder an den Vertrag von Paris (1947) noch an den Lausanner Vertrag (1923) hält und die nördlichen ostägäischen Inseln und die 12 Inseln in der südlichen Ägäis remilitarisiert hat. Eine Ausweitung der Territorialgewässer wäre zum Nachteil der Türkei und der internationalen Schifffahrt Bei den Territorialgewässern wurde im Vertrag von Lausanne eine Seegrenze von 3 Seemeilen festgelegt. Am 17. September 1936 weitete Griechenland seine Gewässer einseitig auf 6 Seemeilen aus. Damit erhöhte Athen seinen Anteil der Territorialgewässer in der Ägäis von 21,8 auf 43,6 Prozent. Wer einmal die griechischen Inseln in der Ägäis besucht und auch die türkische Küste bereist hat, wird die geografische Nähe nicht bestreiten können. Würde Griechenland seine Hoheitsgewässer, gemäß dem Fall, auf 12 Seemeilen ausdehnen, würde sich der griechische Anteil seiner Gewässer von 43,6 auf 71,5 Prozent erhöhen und der Anteil der internationalen Gewässer in der Ägäis von 48,8 auf 19,7 Prozent sinken. Türkische Schiffe müssten in der Ägäis zur Durchfahrt in türkische Häfen bei den griechischen Behörden um Erlaubnis bitten. Die 12 Seemeilen würde das ägäische Meer zu einem griechischen Binnenmeer umwandeln und das akzeptiert die Türkei nicht und hat dies als casus belli, also Kriegsgrund deklariert. Griechenland begeht mit der Remilitarisierung der ostägäischen Inseln seit Jahrzehnten Rechtsbruch, weil die Verträge von Lausanne und Paris eine Demilitarisierung dieser Inseln vorsehen. Eine Ausweitung der Territorialgewässer von derzeit 6 auf 12 Seemeilen durch Griechenland, würde die Ägäis zu einem rein griechischen Gewässer machen, was zum Nachteil der Türkei und der internationalen Schifffahrt wäre.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

Zum Thema

– Mittelmeer-Krise – Spannungen mit Griechenland: „Die Türkei ist an keinem Krieg interessiert“

Rechtlich betrachtet sind die Argumente Griechenlands nicht nachvollziehbar, da das internationale Seerecht einem Küstenstaat eine Ausschließliche Wirtschaftszone einräumt. Die griechische Regierung riskiert durch provokative Aktionen seiner Marine oder seiner Luftwaffe einen bewaffneten Konflikt mit der Türkei.

Spannungen mit Griechenland: „Die Türkei ist an keinem Krieg interessiert“

Bosnien
Türkei gewinnt U19 Volleyball-EM

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Zenica (nex) – An diesem Sonntag ging die Volleyball-Europameisterschaft der U19-Frauen in der Gradska Arena in Zenica, Bosnien-Herzegowina, zu Ende. Die türkische U19-Nationalmannschaft der Damen hat im Finale der Volleyball-EM Serbien mit 3:2 nach Sätzen bezwungen und ist damit zum zweiten Mal nach 2012 Europaminister geworden. Auch 2012 hieß der Gegner schon Serbien. Damals gewannen die türkischen Volleyballerinnen das Endspiel mit 3:0.#
(Foto: Screenshot/Twitter)

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– Qualifikations-Endspiel – Sieg gegen Deutschland: Erdogan beglückwünscht türkische Volleyballerinnen

Die türkischen Volleyballerinnen gewannen am Abend das Qualifikations-Endspiel gegen Deutschland und sicherten sich damit das Olympiaticket. Deutschland unterlag deutlich in drei Sätzen und hatte während der gesamten Partie kaum eine Chance gegen die hoch überlegenen Türkinnen.

Sieg gegen Deutschland: Erdogan beglückwünscht türkische Volleyballerinnen

Terrorismus
„Kommentar: „Warum schweigt Deutschland zu den Jesiden-Entführungen der PKK?

Schweigen im Millerntor-Stadion des FC St. Pauli

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Das unsolidarische Verhalten der völkisch-kurdischen Aktivisten Düzen Tekkal, Ronya Othmann, Dersim Dağdeviren, Ali Ertan Toprak und vielen mehr, das Schweigen des Fußball-Erstligisten FC. St. Pauli, die Untätigkeit der Presseorgane und der deutschen Politlandschaft gegenüber den Eziden (Jesiden), zeigt auf, welche bemerkenswerte Gleichgültigkeit herrscht und wie der Verlust ihrer eigenen Glaubwürdigkeit in Kauf genommen wird. „Warum schweigt Deutschland zu den Jesiden-Entführungen der PKK? Woher rührt diese Gleichgültigkeit gegenüber Minderheiten in Nordsyrien, die sich in den Fängen einer Terrororganisation befinden? Es geht schlichtweg um Ultranationalismus, die sich in „Rojava“ in der letzten Phase befindet! Die „Errungenschaften“ dürfen daher nicht in Gefahr gebracht werden. Aber, warum spielt Deutschland da mit? Vor nicht all zu langer Zeit hatte sich eine Solidargemeinschaft gegen den ehemaligen türkischen Profifußballer des FC St. Pauli Cenk Sahin und gegen die Offensive des türkischen Militärs in Nordsyrien gebildet, um unter dem Hashtag #riseup4rojeva für die völkisch-kurdischen Verteidigungseinheiten YPG bzw. YPJ Solidarität zu bekunden; einem syrischen Ableger der PKK. Die Solidarität ging sogar mehrere Spieltage weiter, so auch am 19. Oktober 2019, als Anhänger des FC St. Pauli im Spiel gegen den SV Darmstadt 98 ein großes Spruchband zeigten: „Biji Rojava“ („Es lebe Rojava“). Sie schwenkten außerdem Fahnen der kurdischen Frauenverteidigungseinheiten YPJ und grölten die Türkei aus. Die Südtribüne des Hamburger Klubs, stets besetzt von Ultras, zeigte oftmals auch die Farben Gelb, Rot und Grün – die Farben von „Rojava“, der sogenannten autonomen Region in Nordsyrien, in der die Türkei ja eine Militäroffensive gestartet hatte. In sozialen Netzwerken tippten sich völkisch-kurdische Aktivisten die Finger wund, um der von der Türkei als Terrororganisation bezeichneten Gruppen in Nordsyrien einen Persilschein nach dem anderen auszustellen. Ja, die syrischen Ableger der Terrororganisation PKK, die YPG, PYD, YPJ und wie viele Dreibuchstaben es noch gibt, standen demnach für Demokratie, Meinungsfreiheit, Frauenrechte und etliche zivilisatorische Meisterleistungen in dieser Region. Dieses Bild wurde von Politikern wie auch der Presse mutwillig nachgezeichnet und besonders oft unterstrichen, während man die Türkei und Türken als Aggressor und Nationalisten betitelte. Dabei wich man schon damals geflissentlich Meldungen aus, die dieses Bild stören würden. Waren es oft arabische oder turkmenische Minderheiten, die sich in dieser sogenannten autonomen Region in Nordsyrien namens „Rojava“ nicht wohlfühlten, ja sogar von Unterdrückung und politischen Morden berichteten, so gesellten sich denen später noch die christlichen Assyrer und Aramäer hinzu, die nicht über das Potential verfügen, ihre Ansicht bis in das Millerntor-Stadion zu tragen. Nicht einmal die jesidisch-kurdische deutsche Fernsehjournalistin, Autorin, Redakteurin, Filmemacherin und Kriegsberichterstatterin Düzen Tekkal, die Ikone, wenn es um Eziden geht, scheint diese durchdringenden Schreie aus Nordsyrien erhören zu wollen. Stattdessen poliert die Showmasterin nur ihr eigenes Image auf. Wohl deshalb sah sich der Zentralrat der Eziden in Deutschland gezwungen, sich über Twitter austzuauschen. Vor genau zwei Wochen teilte der ZED über Twitter in einer Pressemitteilung mit, dass die „Rekrutierung und Entführung von Ezidinnen und Eziden durch die PKK in Shingal“ aufzuhören hat. Man forderte in der Pressemitteilung die Führung der PKK auf, die von ihr entführten Ezidinnen und Eziden unverzüglich freizulassen. Dieselbe Forderung stellen seit über einem Jahr Mütter und Väter vor der völkisch-kurdischen Parteizentrale in Diyarbakir und eine Mutter in Berlin. Spätestens jetzt hätte Tekkal das Ohr zuspitzen müssen, aber weder Sie noch irgend ein völkisch-kurdische/r Aktivist oder Aktivistin hatten dazu etwas zu sagen bzw. wollten diesen Tweet teilen. Und die Südkurve des Millerntor-Stadions des FC St. Pauli, die Ultras dieses Fußballvereins, die vor Monaten in Ekstase gerieten? Auch nach zwei Wochen, seit dem dieser Tweet veröffentlicht wurde, hat sich keine einzige moralische Instanz dazu geäußert, geschweige denn, diesen Tweet geteilt. Der Zentralrat der Eziden traf auf ein Schweigen im Blätterwald. Nur das Hintergrundrauschen des Universums ist seither zu hören. Weder diese Aktivisten, noch die Südkurve des FC St. Pauli, weder die Politik noch die Presse, wollte dieses heiße Eisen anfassen. Das Thema ist so heiß, dass sogar die Ultras sich in die Hosen machen, wenn es um kurdischen Nationalismus geht, der in Nordsyrien ungestört seine Umtriebe verbreitet.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Terrorismus – Düsseldorf: Jesiden fordern von PKK Freilassung verschleppter Kinder

Während die auch in Deutschland als Terrororganisation eingestufte PKK in großen Teilen der hiesigen Medien und bei Politikern eine gewisse Sympathie genießt, bleiben die Hilferufe verschiedener Minderheiten aus den Regionen im Norden Syriens und des Irak in Deutschland weitgehend ungehört.

Düsseldorf: Jesiden fordern von PKK Freilassung verschleppter Kinder

Mittelmeer-Krise
Spannungen mit Griechenland: „Die Türkei ist an keinem Krieg interessiert“

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge – kboelge@web.de Rechtlich betrachtet sind die Argumente Griechenlands nicht nachvollziehbar, da das internationale Seerecht einem Küstenstaat eine Ausschließliche Wirtschaftszone einräumt. Die griechische Regierung riskiert durch provokative Aktionen seiner Marine oder seiner Luftwaffe einen bewaffneten Konflikt mit der Türkei. Griechenland riskiert einen Konflikt mit der Türkei In den letzten Tagen haben sich die Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei im östlichen Mittelmeer noch einmal verschärft, da sechs griechische Kampfflugzeuge vom Typ F-16 versucht haben sollen in den Luftraum des von der türkischen Marine deklarierten Seewarngebiets im Mittelmeer einzudringen. Der Versuch wurde laut türkischem Verteidigungsministerium von der türkischen Luftwaffe vereitelt und die griechischen Maschinen abgedrängt.  Im Juli war ein Schlichtungsversuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel gescheitert, weil Athen am 6. August mit Ägypten einen Vertrag über eine Wirtschaftszone unterzeichnet hatte, die die Außenwirtschaftszone der Türkei überschneidet. Die internationale Seerechtskonvention erlaubt einem Küstenstaat eine Außenwirtschaftszone von 200 Seemeilen, in dem der betreffende Staat in dieser Zone Forschungen betreiben und Ressourcen unter dem Meer ausbeuten darf. Griechenland vertritt den Standpunkt, dass seine vor der türkischen Küste vorgelagerten Inseln einen eigenen Festlandssockel hätten und beansprucht über diese Eilande eine Außenwirtschaftszone. Nach türkischer Position haben die erwähnten Inseln keinen eigenen Festlandssockel, sondern seien eine natürliche Verlängerung des anatolischen Festlandes. Die Türkei argumentiert, bei der Berechnung des Festlandssockels spiele auch die Länge des Küstenstreifens eine Rolle. Länge der Küstenlinie ist von Bedeutung Diese These wird von der deutschen Völkerrechtlerin Prof. Nele Matz-Lück unterstützt, die in einem Interview mit tagesschau.de erklärte „In der internationalen Streitbeilegung zu Grenzstreitigkeiten ist anerkannt, dass die Länge der Küstenlinie eine Rolle spielt und berücksichtigt wird – und dass kleinere Inseln, die eine Grenzziehung verzerren würden, gegebenenfalls bei der Abgrenzungen außen vorbleiben.“ Genau auf diesen Aspekt hatte auch der emeritierte griechische Völkerrechtler Prof. Christos Rozakis hingewiesen, der auf Entscheidungen des internationalen Gerichtshofs verwies, wonach die geografische Lage von Inseln und die Länge des Küstenstreifens von Bedeutung sei. Eine Lösung des Konflikts ist schwierig, weil Griechenland auf Positionen beharrt, die mit dem internationalen Recht und dem Seerecht nicht vereinbar ist. Auf der einen Seite beharrt es auf seinem Argument, wonach Inseln einen eigenen Festlandssockel hätten, verschließt sich auf der anderen Seite jeglichen Verhandlungen und akzeptiert auch keine Lösung vor dem internationalen Gerichtshof. Rechtlich betrachtet sind die Argumente Griechenlands nicht nachvollziehbar, da das internationale Seerecht, wie dargelegt, einem Küstenstaat eine Ausschließliche Wirtschaftszone einräumt. Juristisch betrachtet ist die Haltung Deutschlands und der EU und damit die offene Parteinahme zugunsten Athens nicht in Ordnung, weil die türkische Position sich aus dem internationalen Seerecht ableitet. Androhung von Sanktionen das falsche Signal Die beim Treffen der EU-Außenminister in Berlin angedrohten Sanktionen gegen die Türkei sind problematisch, weil nicht Ankara für die Eskalation des Konflikts verantwortlich ist, sondern die griechische Regierung. Die Türkei soll nach dem Willen der EU auf ihre Rechte aus der Seerechtskonvention verzichten, damit westliche Energiekonzerne die Ressourcen unter dem Meer ausbeuten können. Nichts anderes bedeutet die Androhung von Sanktionen der EU-Außenminister in Berlin. Die neokoloniale Vorgehensweise der EU gegenüber der Türkei verstößt gegen internationales Recht. Die griechische Regierung riskiert durch provokative Aktionen seiner Marine oder seiner Luftwaffe einen bewaffneten Konflikt mit der Türkei. Historisch betrachtet hat Griechenland seit seiner Gründung 1829 immer wieder versucht die türkische Seite zu provozieren, um durch die anschließende Intervention der Großmächte Kapital daraus zu schlagen. Diese Strategie hat in der Vergangenheit funktioniert, aber die jetzige Situation ist mit der Vergangenheit – der Kalte Krieg, die 90er Jahre etc. – nicht vergleichbar. Die Welt steuert nach der Corona-Pandemie, obwohl die Pandemie noch nicht überstanden ist, auf eine neue Weltordnung, eine multipolare Ordnung zu. Die Machtverschiebung hatte sich bereits seit geraumer Zeit angedeutet. Die Transformation ist in vollem Gange, nur Griechenland scheint, das noch nicht ganz begriffen, zu haben. Es glaubt, im Falle des Falles, sich auf Staaten wie Deutschland oder Frankreich verlassen zu können. Die Türkei ist an keinem Krieg interessiert und es wäre für alle Seiten die schlechteste Wahl, ganz abgesehen von den ökonomischen und sicherheitspolitischen Folgen. Vordergründig geht es bei diesem Konflikt und Öl und Gas unter dem Meer, aber eigentlich geht es um geostrategische Interessen im östlichen Mittelmeer.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Libyen-Krise – US-Botschafter lobt Türkei für Militärintervention in Libyen

Der US-Botschafter in Libyen Richard Norland, nahm in einem Interview zur türkischen Militärintervention Stellung und hieß die Operation der Türkei gut.

US-Botschafter lobt Türkei für Militärintervention in Libyen

Medien
Politikwissenschaftler Yasin Bas verfasst Studie über Medienlandschaft in Deutschland

Der Osnabrücker Politikwissenschaftler und Historiker Yasin Bas hat in türkischer Sprache eine wissenschaftliche Studie über die Medien in Deutschland herausgebracht. Bas hat die Printmedien, die visuellen Medien und Onlinemedien sowie Hörfunk in Deutschland untersucht. Die 72-seitige Studie, die in türkischer Sprache erschien, wirft zudem einen kritischen Blick auf die Verbindungen von Journalisten in den deutschen Leitmedien zu transatlantischen Vereinen und Organisationen. Die Studie beschäftigt sich mit dem Thema der Medienlandschaft in Deutschland. Dabei werden neben den Printmedien wie Zeitungen und Zeitschriften auch die Audio-Visuellen-Medien wie Rundfunk, Musik und Film sowie deren Marktdaten, Finanzierung, Nutzung und Wirkung untersucht.   „In diesem Zusammenhang haben wir vergangene Daten mit aktuellen Zahlen verglichen und auf die hervortretenden Divergenzen hingewiesen“, so Bas. Nachdem die Sonderstellung des deutschen Rundfunksystems beleuchtet wird, widmet sich die Untersuchung in einem weiteren Kapitel dem Thema der Online- und Internetmedien. Bas:
Wie auf globaler Ebene verlieren die Printmedien und die dazugehörigen Verlage aufgrund der Digitalisierung auch in Deutschland an Umsatz, Leserschaft und Auflagen.
Besonders betroffen davon seien Tageszeitungen, Publikumszeitschriften aber auch Fachperiodika. „Vor diesem Hintergrund investieren die Verlage in neue Mediensegmente, das also in Crossmedia. Im Gegensatz zu früher werden audio-visuelle Ton- und Bildträger immer mehr digital beziehungsweise online genutzt. Gleicherweise verlagert sich der digitaler werdende Rundfunk immer weiter ins Web“, betont Bas gegenüber NEX24. Bas:
Die Digitalisierung, die als sogenannte vierte industrielle Revolution angesehen wird, führt dazu, dass es in den Medien und der Massenkommunikation, die neben der Legislative, Exekutive und Judikative als vierte Gewalt in demokratisch verfassten Staaten gelten, zu gravierenden Veränderungen kommt.
Eine digitale Ausgabe werde sehr bald zur Verfügung stehen. Auch eine Printversion sei geplant.

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– Kommentar – Willkommenskultur: „Der 1.FC Köln verdient eine Auszeichnung“

Köln ist wie fast keine andere Stadt bekannt für ihre Vielfältigkeit, Toleranz und Weltoffenheit. Die Rheinmetropole, die mehr als eine Million Einwohner zählt, steht mit diesen Tugenden ganz weit vorne in Deutschland. Auch der bekannteste Fußballverein der Stadt, der 1.FC Köln, steht für die Werte des Miteinanders, der Verschiedenheit und der Offenheit.

Willkommenskultur: „Der 1.FC Köln verdient eine Auszeichnung“
 

Terrorismus
Düsseldorf: Jesiden fordern von PKK Freilassung verschleppter Kinder

Düsseldorf – Während die auch in Deutschland als Terrororganisation eingestufte PKK in großen Teilen der hiesigen Medien und bei Politikern eine gewisse Sympathie genießt, bleiben die Hilferufe verschiedener Minderheiten aus den Regionen im Norden Syriens und des Irak in Deutschland weitgehend ungehört. Neben den von der Terrororganisation PKK unterdrückten Arabern aus Nordsyrien senden auch in Deutschland lebende Jesiden aus dem Irak wieder einen Appell an die Weltgemeinschaft, der allerdings, wie so oft, ungehört bleibt. In einer Pressemitteilung hat der Zentralrat der Jesiden in Deutschland die Terrororganisation PKK aufgefordert, die von ihr entführten Jesidinnen und Jesiden „unverzüglich freizulassen“. Hier die Pressemitteilung im Wortlaut: Nachdem die Terrororganisation Islamischer Staat militärisch besiegt wurde, hat sich die PKK in Shingal, der Heimat der Eziden, und vor allem in den Bergen von Shingal, etabliert. Sie wird über die „YBS“ (Ableger der PKK in Shingal) von der Zentralregierung finanziell unterstützt, indem sie für jeden Kämpfer einen Pauschalbetrag erhält. Mit diesem Geld werden Ezidinnen und Eziden zunächst für den Kampf in Shingal rekrutiert – mit dem Versprechen, sie gegen einen erneuten Angriff auf Shingal militärisch vorzubereiten. Diese jungen Kämpferinnen und Kämpfer werden jedoch gegen ihren Willen ins Kandil-Gebirge, dem Hauptquartier der PKK, gebracht und dort militärisch und vor allem ideologisch indoktriniert. Seit Wochen gehen Eziden in Shingal auf die Straßen und fordern von der PKK, ihre Kinder zurückzubringen. Dazu sagt stellv. Bundesvorsitzender des Zentralrates der Eziden in Deutschland (ZÊD), Dr. Said Saydo, selbst aus Shingal stammend:
,,Die PKK lockt zunächst Ezidinnen und Eziden damit, sie nur militärisch ausbilden zu wollen, um sich gegen einen möglichen Angriff des IS wehren zu können. Ferner würden sie ein monatliches Gehalt bekommen, mit dem sie ihre Familie ernähren könnten. Nachdem sie der Anwerbung zugestimmt haben, werden sie für die ideologische Indoktrination in das abgelegen und unwegsame Kandil-Gebirge gebracht. Ab dem Tag der Zustimmung können sie nicht mehr zurück. Wer es trotzdem wagt zu fliehen, wird bestraft. Entweder mit dem Tode oder mit dem Gefängnis. Nach der ideologischen Indoktrination werden sie dann überall, wie zum Beispiel in der Türkei, im Irak oder in Syrien eingesetzt. Erschwerend kommt hinzu, dass viele der Rekrutierten noch minderjährig sind.“
Weiter sagt Dr. Saydo:
,,Ich erwarte von der PKK-Führung, Ezidinnen und Eziden für ihren Kampf nicht zu missbrauchen. Der Verbleib von Ezidinnen und Eziden muss unverzüglich ihren Familien mitgeteilt werden. Wer sich ihnen nicht anschließen möchte, muss sofort freigelassen werden. Minderjährige Kinder müssen ohne Wenn und Aber an ihre Familien übergeben werden. Nach unseren Informationen haben manche Familien seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihren von der PKK rekrutierten Kindern. Sie wissen nicht, ob ihre Kinder noch am Leben sind oder in geheimen Gefängnissen festgehalten werden.“
Gian Aldonani, Vorstandsmitglied des ZÊD ergänzt:
„Der Irak ist dringend dazu aufgefordert, seine staatliche Schutzfunktion für seine Staatsbürger zu übernehmen, andernfalls müssen wir uns an die internationale Gemeinschaft wenden, um uns zu schützen.“
Abschließend fügt Dr. Saydo hinzu:
,,Für uns ist darüber hinaus sehr besorgniserregend, dass arabischstämmige Kämpfer der PKK sich in den Bergen von Shingal aufhalten und dies nach unseren Informationen zu erheblichen Spannungen in der lokalen Bevölkerung führt. Die Rekrutierung von Kindern unter 15 Jahren gilt zudem als Kriegsverbrechen. Wir werden dies nicht hinnehmen und unserem Volk in noch so schwierigen und dunklen Zeiten bedingungslos beistehen.“
  PKK hat Dutzende unserer jungen Menschen entführt Auch die Jesiden im Irak forderten die Zentralregierung in Bagdad auf, ihre Kinder zu retten, die von der Terrororganisation PKK entführt worden seien. „Die PKK hat Dutzende unserer jungen Menschen entführt. Deshalb muss die PKK aus der Region entfernt werden“, sagte Veyis Naif, Vorsitzender des Gemeinderats von Sinjar, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Naif forderte die UN und Bagdad auf, so bald wie möglich einzugreifen. Er beklagte sich auch darüber, dass die PKK die Felder der Einheimischen beschlagnahmt und ihnen nicht erlaubt habe, ihre Ernte einzubringen. „Wäre die PKK nicht hier, wären 80% der Bevölkerung von Shengali [Sindschar] inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt“, sagte er und fügte hinzu, dass die Einheimischen eine gemeinsame Truppe, einschließlich irakischer Militärs und Peschmerga-Soldaten, in der Region stationiert sehen wollten, um die PKK zu vertreiben. Pater Haydar Reso, dessen Sohn von der PKK entführt wurde, sagte, er werde weiter protestieren, bis die Regierung ihrer Forderung nachkommt. „Mein Sohn wurde vor etwa einem Jahr entführt […] Ich möchte, dass die irakische Regierung meinen Sohn vor der PKK rettet“, so eine Mutter. Nach der Demonstration wurde eine gemeinsame Erklärung im Namen der Jesiden des Sindschar veröffentlicht, in der bekräftigt wurde, dass die Anwesenheit von PKK-Terroristen in der Region niemals akzeptiert werden würde.

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Assyrisch-christlicher Journalist: Westliche Medien lassen keine kritischen Fragen über PKK oder YPG zu

Assyrische Christen und Aramäer sind frustriert über die Berichterstattung westlicher Medien zur Terrororganisation PKK und ihrem syrischen Ableger YPG. Die Berichte entsprächen nicht der Realität und wer Fragen stelle oder Einwände habe, werde in Europa nicht erhört.

Assyrisch-christlicher Journalist: Westliche Medien lassen keine kritischen Fragen über PKK oder YPG zu
 

Geschichte
US-Professor widerspricht „Völkermord an Armeniern“

Der türkisch-amerikanische Verband (TASFO) setzt seine Reihe von Interviews mit ausländischen Wissenschaftlern und Intellektuellen zur Armenierfrage fort. Mit dem Titel „12 Interviews in 12 Monaten, die Wahrheit über den sogenannten Völkermord“, plant TASFO diese Interviewreihe in naher Zukunft in einem Buchformat in verschiedenen Sprachen zu veröffentlichen.

Im August interviewte TASFO Herrn Prof. Dr. Michael Gunter, Professor für Politikwissenschaft an der Tennessee Tech University.

Gunter ist für seine akademische Arbeit zur Armenierfrage sowie seines umfassenden Kenntnisstands zum Thema hoch angesehen. Gunter erhielt 1964 seinen Bachelor-Abschluss an der Columbia University und 1972 seinen Doktortitel an der Kent University. Gunter hat seine Lehrkarriere im Jahr 1972 begonnen und ist seit fast 50 Jahren auf seinem Gebiet tätig. Derzeit unterrichtet er an der Tennessee Tech University.

TASFO: Sehr geehrter Prof. Dr. Michael Gunter, bitte erlauben Sie mir zunächst, Ihnen im Namen der TASFO für die Gewährung eines Interviews zu danken. Da Sie ein führender Experte für armenischen Terrorismus sind, möchten wir Ihnen einige spezifische Fragen zu diesem Thema stellen, bevor wir zum Thema des sogenannten Völkermords an den Armeniern kommen.

Weder die Unruhen der von Russland unterstützten armenischen Milizen, die Ende des 19. Jahrhunderts in Ländern des osmanischen Reiches begannen, noch die Anschläge armenischer Terrororganisationen wie ASALA, JCAG und anderer kleiner Organisationen, die zwischen 1973 bis 1991 in 21 Ländern durchgeführt wurden, erhalten in der westlichen Welt die Aufmerksamkeit des sogenannten “Armenischen Völkermordes”. Warum ist das Ihrer Meinung nach der Fall?

Prof. Dr. Michael Gunter: Armenische Behauptungen werden mehr diskutiert, weil Armenier als Christen mehr Sympathie vom christlichen Westen erhalten. Darüber hinaus waren die muslimischen Türken die historischen Feinde des Westens. Die Armenier sprechen auch westliche Sprachen besser als die Türken. Somit können sie ihre Botschaft im Westen auch besser vermitteln.

TASFO: Drei libanesische Armenier – namentlich Karnig Sarkissian, Viken Hovsepian und Viken Vasken Yacoubian – wurden 1982 nach dem gescheiterten Attentat auf den türkischen Generalkonsul von Philadelphia, Kanat Arbay, festgenommen. Diese Männer erhielten, nachdem sie ihre Gefängnisstrafen verbüßt und aus dem Gefängnis entlassen worden waren, die amerikanische Staatsbürgerschaft. Was denken Sie darüber?

Prof. Dr. Michael Gunter: Sobald Sie ihre Gefängnisstrafe verbüßt haben, erlaubt Ihnen das Gesetz, gleichberechtigt mit anderen in die Gesellschaft zurückzukehren, solange Sie keine weiteren Verbrechen begehen. Hoffentlich werden diese Armenier jetzt gesetzestreu sein. Wenn nicht, werden sie ins Gefängnis zurückkehren.

TASFO: Wie Sie wissen organisierte die Armenian Revolutionary Federation (ARF) zwischen 1920-1922 die berüchtigte „Operation Nemesis“ und ermordete acht aserbaidschanische und osmanische Diplomaten. Die armenische Geheimarmee für die Befreiung der Armenier (ASALA) tötete zwischen 1973-1991 insgesamt 31 türkische Diplomaten und verletzte zwei Amerikaner sowie Hunderte anderer Zivilisten französischer, deutscher, schwedischer, spanischer und türkischer Herkunft.

ARF war ein Partner dieser Verbrechen und unterstützte offen die Terrorakte der Terrororganisationen JCAG und ASALA unter dem Namen „ARA“. Halten Sie es für normal, dass eine Organisation wie ARF mit Verbindungen zum Terrorismus in einem solchen Ausmaß in den USA als legale „Nichtregierungsorganisation“ (NGO) bezeichnet wird?

Prof. Dr. Michael Gunter: Ich habe mich immer dagegen ausgesprochen, die ARF als legale NGO zu akzeptieren, solange sie geheime Terrororganisationen unterstützt. Wie Sie wissen, ermordet die ARF jedoch in den letzten Jahren keine türkischen Diplomaten mehr.

TASFO: Vier türkische Diplomaten wurden zwischen 1973-1982 auf US-amerikanischem Boden ermordet. Kennen Sie Diplomaten anderer Länder, die hier in den USA Opfer des Terrorismus geworden sind?

Prof. Dr. Michael Gunter: Nein, aber ich bin kein Experte auf diesem Gebiet. Ehrlich gesagt wäre ich nicht überrascht, wenn es in einem so großen, wichtigen Land wie den USA einige andere historische Beispiele für Opfer gäbe, die vielleicht sogar nicht veröffentlicht wurden. Trotzdem bleiben die Armenier ein ungeheuerliches, historisches Beispiel, aber das war in der Vergangenheit.

Hoffentlich werden US-Armenier, die sich der Türkei widersetzen, weiterhin nur auf legale, gewaltfreie Weise handeln. Ich habe immer gehofft, dass ein wissenschaftlicher Dialog zwischen türkischen und armenischen Gelehrten in den USA beginnen kann. Ich habe festgestellt, dass die türkisch-amerikanischen Bürger dazu bereit wären. Die armenisch-amerikanischen waren jedoch nie dazu bereit. In den 1970er Jahren führten der verstorbene Professor Stanford Shaw, aus türkischer Sicht und Professor Richard Hovannisian, aus armenischer Sicht, einen hitzigen Wortwechsel.

TASFO: Viele Wissenschaftler wie Prof. Justin McCarthy haben sehr wertvolle Arbeiten, die beweisen, dass es nie einen sogenannten „Völkermord an den Armeniern“ gegeben hat. Wie stehen Sie zu diesem sogenannten “Völkermord an den Armeniern”?

Prof. Dr. Michael Günter: Es ist eine Frage der Definition. Es besteht kein Zweifel daran, dass Hunderttausende unschuldiger Armenier im Ersten Weltkrieg, im Osmanischen Reich, aufgrund des Zusammenbruchs von Recht und Ordnung und des primitiven Transportsystems, aufgrund der schrecklichen Kriegsbedingungen massakriert wurden.

Es gibt jedoch keine authentischen Dokumente, die belegen, dass es die offizielle Politik der osmanischen Regierung war, alle Armenier zu ermorden. Zum Beispiel sind die berüchtigten Andonian Dokumente, die vorgeben sollen, vorsätzlichen Mord zu beweisen, Fälschungen. Außerdem wurden viele Armenier im westlichen Teil des Osmanischen Reiches nicht einmal deportiert.

Darüber hinaus töteten einige gewalttätige Armenier unschuldige Muslime und zwar seit mehreren Jahrzehnten. Damit der Völkermord nach internationalem Recht legal ist, muss Vorsatz nachgewiesen werden. In diesem Fall gibt es einen solchen Vorsatz jedoch nicht.

Bitte lesen Sie meine zwei wissenschaftlichen Bücher zu diesem Thema: 1. “Pursuing the Just Cause of Their People”: A Study of Contemporary Armenian Terrorism, 1986; 2. Armenische Geschichte und die Frage des Genozids, 2011.

Beide wurden in führenden Fachzeitschriften positiv bewertet. Darüber hinaus wurde meine kritische Rezension von Benny Morris und Dror Ze’evi “Der dreißigjährige Völkermord: Die Zerstörung der christlichen Minderheiten, durch die Türkei, 1894-1924” kürzlich im Middle East Journal, Frühjahr 2020, S. 157-159, veröffentlicht. Diese wissenschaftliche Zeitschrift ist allgemein als die führende wissenschaftliche Zeitschrift auf dem Gebiet der Nahoststudien anerkannt. In Anbetracht all dieser Überlegungen ist Völkermord in diesem Fall nicht das geeignete Wort.

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