Corona-Krise
Verbraucherschützer Müller fordert Planungssicherheit für Sommerurlaube

Der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, hat die Bundesregierung aufgefordert, den Bürgern in der Corona-Krise schnell eine langfristige Planungssicherheit für die Sommerurlaubszeit zu geben und eine mögliche Reisewarnung über Mitte Juni hinaus frühzeitig anzukündigen.

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Der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, hat die Bundesregierung aufgefordert, den Bürgern in der Corona-Krise schnell eine langfristige Planungssicherheit für die Sommerurlaubszeit zu geben und eine mögliche Reisewarnung über Mitte Juni hinaus frühzeitig anzukündigen.

Kunden hätten auch jetzt schon gute Chancen, Auslandsreisen, die bis Ende August gebucht seien, kostenlos zu stornieren, sagte Müller der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es durch die Corona-Pandemie weiterhin erhebliche Beeinträchtigungen gibt. Eine frühzeitige Reisewarnung wäre hilfreich.“ Verbraucher und Unternehmen bräuchten jetzt schnell Klarheit und Rechtssicherheit. „Natürlich wüssten wir alle gern, wie wir unsere Sommerferien 2020 verbringen werden.“

Die Bundesregierung fahre auf Sicht. „Für Verbraucher wäre eine längerfristige Planungssicherheit allerdings besser.“ Müller plädierte für einen Reisesicherungsfonds, aus dem die Erstattung der Kundengelder finanziert werden könnte. Dies würde auch die Liquidität der Unternehmen gewährleisten, sagte er. Dass bereits an Nord- und Ostsee für Urlaub massive Preissteigerungen zu beobachten seien, nannte er „unfair“. Damit würden die weltweiten Beschränkungen ausgenutzt.

Der Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes, Norbert Kunz, sagte der Zeitung, Bund und Länder müssten endlich einen Fahrplan für den „Neustart des Deutschlandtourismus“ vorlegen und den Akteuren vom Bootsverleiher über Gästeführer bis zum Vermieter einer Ferienwohnung eine Perspektive geben.

Die Kapazitäten in deutschen Hotels, Pensionen, Ferienhäusern und Campingplätzen seien in der Fläche ausreichend. „Allerdings brauchen viele existenzbedrohte Anbieter dringend Unterstützung durch Zuschüsse des Bundes, damit sie ihren Betrieb bis in den Sommer retten können. Sonst befürchten wir eine Pleitewelle.“

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