Wikileaks-Gründer
Bericht: Assange-Besucher wurden ausgespäht

Die mutmaßlich illegale Überwachung von Wikileaks-Gründer Julian Assange während seiner Zeit in der ecuadorianischen Botschaft in London war umfassender als bislang bekannt. Das geht aus internen Unterlagen der Sicherheitsfirma UC Global hervor, die dem NDR und WDR vorliegen. Fotos zeigen Assanges private Wohnräume in der Botschaft, in die Mitarbeiter der Sicherheitsfirma auch eingebrochen sein sollen. Auch offenbar vertrauliche Treffen zwischen Assange mit einem Psychologen und einem Arzt wurden dokumentiert. Die internen Unterlagen von UC Global legen außerdem nahe, dass der Chef der Firma, David Morales, konkrete Anweisungen an seine Mitarbeiter gab, Besucher von Assange gezielt auszuspähen. Außerdem forderte er von Mitarbeitern mehrfach Überwachungsprofile und -videos von Botschaftsbesuchern an. Während der Überwachung gerieten auch die Verlobte von Assange, Stella Moris, und einer ihrer gemeinsamen Söhne ins Visier der Firma. Die Juristin war als Mitglied im Beratungsteam von Assange seit 2012 häufig in der ecuadorianischen Botschaft zu Besuch. Seit 2015 ist sie mit Assange liiert, das Paar hielt die Beziehung jedoch lange Zeit geheim. In der ARD-Dokumentation „Wikileaks – Die USA gegen Julian Assange“ äußert sich Stella Moris zum ersten Mal ausführlich im deutschen Fernsehen: „Wir haben versucht, unsere Beziehung geheim zu halten. Wenn bekannt geworden wäre, dass ich seine Partnerin bin – dann wäre ich ein Hauptziel geworden.“ Allerdings ahnten Mitarbeiter von UC Global offenbar, dass Assange und Morris ein Paar waren. Man könne Moris „beschatten […] und sogar auf der Straße überfallen“, heißt es in einer Email. Später soll ein Mitarbeiter der Firma Moris sogar persönlich gewarnt haben. Er sei damit beauftragt worden, die Windel oder einen Schnuller ihres Sohnes zu stehlen. So habe man DNA sicherstellen wollen, um herauszufinden, ob Julian Assange der leibliche Vater des Kindes sei. Offiziell war die spanische Sicherheitsfirma UC Global von 2012 bis 2018 im Auftrag der ecuadorianischen Regierung für den Wachschutz des Botschaftsgebäudes in London zuständig. Wer die Firma mit der mutmaßlich illegalen Überwachung von Julian Assange und seinem Umfeld beauftragte, ist bislang unklar. Die Chat- und Emailprotokolle legen aber nahe, dass der Chef von UC Global, David Morales, über die Überwachungsmaßnahmen auch mit US-Geheimdiensten verhandelte. In einer Textnachricht von Morales heißt es: „Die Kontrolle haben unsere Freunde aus den USA.“ In einer anderen Nachricht spricht er von einem „Dienst der Stars und Stripes.“ Kreditkartenabrechnungen, Telefonverbindungen und Flugtickets zeigen, dass der UC Global-Chef regelmäßig in die Vereinigten Staaten reiste. In Chats mit seinen Mitarbeitern spricht er unter anderem von Treffen, um über neue Kameras für die Botschaft zu verhandeln. Außerdem ermahnt er seine Mitarbeiter, nicht über seine Reisen in die USA zu sprechen und sie auch vor der ecuadorianischen Regierung geheim zu halten. Den Verdacht, UC Global habe Assange und seine Besucher im Auftrag von US-amerikanischen Geheimdiensten ausgespäht und Überwachungsmaterial an Dienste weitergegeben, weist Firmenchef David Morales im Interview mit dem NDR zurück. Sein Unternehmen habe nur im Auftrag der ecuadorianischen Regierung gearbeitet. Das Büro des Direktors der Nationalen Geheimdienste in den USA und die ecuadorianische Regierung äußerten sich auf Anfrage nicht. Dass Julian Assange während seiner Zeit in der ecuadorianischen Botschaft überwacht wurde, war bereits 2018 bekannt geworden. Nach Recherchen von NDR und WDR hatte UC Global in den Räumen der Botschaft bereits installierte Überwachungstechnik durch Kameras mit versteckten Mikrofonen ausgetauscht und Wanzen installiert. Außerdem führten Mitarbeiter von UC Global offenbar systematisch Protokoll über Besuche von Anwälten und Politikern bei Assange. Ein ehemaliger Mitarbeiter berichtete dem NDR zudem davon, dass eine Überwachungskamera im Schlafzimmer von Assange installiert werden sollte. Der Wikileaks-Gründer hat inzwischen Klage gegen UC Global und Firmenchef David Morales eingereicht. Sein spanischer Anwalt Aitor Martinez befürchtet, dass während der Überwachung auch vertrauliche Gespräche zu Assanges Verteidigungsstrategie im Auslieferungsverfahren gegen die USA abgehört worden sein könnten. Um einer Auslieferung zu entgehen, war Julian Assange 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet und hatte politisches Asyl beantragt, das ihm später auch gewährt wurde. 2019 wurde es ihm allerdings wieder entzogen, anschließend wurde er von der britischen Polizei verhaftet. Derzeit sitzt Julian Assange im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London. Am kommenden Montag beginnt die Hauptverhandlung über seine Auslieferung an die USA, wo er wegen des Erhalts und der Weiterverbreitung geheimer Informationen angeklagt ist. Bei Verurteilung drohen ihm 175 Haft. Assanges Familie und Anwälte fürchten derweil, dass sich der Wikileaks-Gründer das Leben nehmen könnte, wenn er in die USA abgeschoben wird: „Sein Leben ist in Gefahr.“ Am Montag, 7. September, berichtet der NDR in Kooperation mit dem WDR um 22.50 Uhr in einer 45-minütigen „Story im Ersten“ über das Thema „Wikileaks – Die USA gegen Julian Assange“. Darin äußern sich auch Edward Snowden, Ex-CIA-Direktor Leon Panetta und Assanges Vater John Shipton. Eine 60-minütige Version der Dokumentation ist bereits ab Freitag, 4.9., in der ARD Mediathek abrufbar.

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– Fakenews – WikiLeaks-Gründer Assange verurteilt Falschmeldungen über Putschversuch in der Türkei

WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat am gestrigen Donnerstag darauf hingewiesen, dass die Falschmeldung über den vereitelten Putschversuch in der Türkei in den selbsternannten „Fake News Awards“ von US-Präsident Donald Trump hätten erwähnt werden sollen.

WikiLeaks-Gründer Assange verurteilt Falschmeldungen über Putschversuch in der Türkei

Corona-Krise
Corona: Weltärztechef für Verkürzung der Isolationszeit auf sieben Tage

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Osnabrück – Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery unterstützt Forderungen nach einer Verkürzung der Isolationszeit bei Corona-Verdacht, hält aber eine Sieben-Tage-Frist für notwendig. „Die Verkürzung der Isolationszeit macht Sinn. Potenziell Infizierte könnten nach sieben statt wie bisher nach 14 Tagen wieder in die Freiheit entlassen werden“, sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Fünf Tage nach Beginn der Isolation müsse ein PCR-Test gemacht werden. In der Regel komme spätestens zwei Tage später das Ergebnis, sodass bei einem Negativ-Bescheid die Isolation dann wieder beendet werden könne. „Zwar gibt es nach sieben Tagen ein Restrisiko von ein bis zwei Prozent. Das ist aber vertretbar, und das kann man hinnehmen, denn wir wollen die Akzeptanz der Bevölkerung nicht verlieren“, sagte Montgomery. Der Weltärztechef unterstützt damit wie bereits mehrere Gesundheitspolitiker den Vorschlag von Charité-Chefvirologe Christian Drosten zu einer kürzeren Isolationszeit. Drosten hält sogar eine Verkürzung auf fünf Tage für möglich. Damit gehe er „bis an die Schmerzgrenze der Epidemiologie“, hatte er am NDR-Podcast gesagt. Montgomery bekräftigte seine Forderung, auf Massentests bei Menschen ohne Symptome zu verzichten, dafür aber alle Personen, die aus Corona-Risikogebieten zurückgekehrt sind oder Kontakt zu Infizierten hatten, in häusliche Isolation zu schicken. „Das wäre viel klüger“, sagte der Arzt auch mit Blick auf die begrenzten Ressourcen der Testlabore.

Mittelmeer-Krise
„Der Frieden wird siegen“: Türkische Stadt sendet Botschaft an Griechenland

Datça – Inmitten der Spannungen zwischen Ankara und Athen hat eine türkische Stadt eine herzliche Botschaft des Friedens an Griechenland gesendet.
In einem in sozialen Medien geteilten Video halten Bürger der südtürkischen Urlaubsstadt Datca, unweit von Marmaris, ein Banner in drei Sprachen hoch. „Frieden wird siegen“ ist dort auf Türkisch, Griechisch und Englisch zu lesen.
Jedes Jahr nehmen Athleten aus Datça, einer malerischen Stadt im Südwesten der Türkei, an einem Schwimmwettbewerb mit ihren griechischen Nachbarn von der Insel Symi teil.
Die Schwimmer aus beiden Ländern starten in ihren jeweiligen Häfen und treffen sich in der Mitte. Die Tradition begann vor fast 20 Jahren, aber aufgrund der Corona-Pandemie und der angespannten Beziehungen zwischen den Ländern beschlossen die lokalen Verantwortlichen in Symi, in diesem Jahr nicht an dem Wettkampf teilzunehmen. Der Bürgermeister von Datça betrachtet den Wettkampf als eine wichtige Tradition für die Stadt und entschied sich, ihn trotz des Mangels an griechischen Schwimmerinnen und Schwimmern trotzdem durchzuführen. Am Tag der Veranstaltung sandten die türkischen Schwimmer, die sich trotz dieser ungewöhnlichen Bedingungen zur Teilnahme entschlossen hatten, eine Friedensbotschaft an ihre griechischen Freunde und hielten ein Transparent mit der Aufschrift „Peace will win“ auf Türkisch, Griechisch und Englisch. Die Schwimmer aus beiden Ländern hoffen, dass sie diese langjährige Freundschaftsbekundung. im nächsten Jahr in jeder Hinsicht unter besseren Bedingungen fortsetzen können.
(Screenshot/Twitter)

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– Mittelmeer-Krise – Deeskalation: Griechenland und Türkei bereit zu Gesprächen

Wie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag mitteilte, sind die Türkei und Griechenland bereit, Gespräche über die Lösung des Streits um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer zu führen.

Deeskalation: Griechenland und Türkei bereit zu Gesprächen
 

Mittelmeer-Krise
Deeskalation: Griechenland und Türkei bereit zu Gesprächen

Brüssel – Wie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag mitteilte, sind die Türkei und Griechenland bereit, Gespräche über die Lösung des Streits um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer zu führen. Demnach wollen die beiden NATO-Mitglieder „Mechanismen für eine militärische Konfliktvermeidung schaffen“. Damit solle das „Risiko von Zwischenfällen und Unfällen im östlichen Mittelmeer“ verringert werden. Stoltenberg sagte, er stehe „in engem Kontakt mit allen betroffenen Bündnispartnern, um im Geiste der NATO-Solidarität eine Lösung für die Spannungen zu finden“. „Griechenland und die Türkei sind geschätzte Bündnispartner, und die NATO ist eine wichtige Plattform für Konsultationen zu allen Fragen, die unsere gemeinsame Sicherheit betreffen“, sagte Stoltenberg in einer schriftlichen Erklärung.
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu.(Archivfoto)
Griechenland hat die derzeitige Erdgassuche der Türkei im östlichen Mittelmeer angefochten. Die Türkei – das Land mit der längsten Küstenlinie im Mittelmeer – hat Bohrschiffe ausgesandt, um auf ihrem Festlandsockel nach Erdgas zu suchen, und erklärt, die Türkei und die Türkische Republik Nordzypern (TRNC) hätten Rechte in der Region. Ein Dialog zur fairen Verteilung dieser Ressourcen wird für alle Seiten ein Gewinn sein, sagen türkische Regierungsvertreter.

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– Erdgasentdeckung – EU-Vertreter gratuliert Türkei zum Erdgasfund

Die am Freitag angekündigte Erdgasfentdeckung der Türkei im Schwarzen Meer werde erheblich zur Entwicklung und Wirtschaft des Landes beitragen, sagte der Leiter der EU-Delegation in der Türkei.

EU-Vertreter gratuliert Türkei zum Erdgasfund
 

Musikgeschichte
Die „Opas“ des türkischen Rock: MFÖ

Von Kemal Bölge Es ist eine Musik voller Hoffnung, der Ruhe und Entspannung, die zum Träumen anregt. Eigenschaften, die in unserer heutigen schnelllebigen und konsumorientierten Zeit immer wertvoller wird. 1965 veröffentlichten die Beatles ihr fünftes Studioalbum mit dem Titel Help. Es heißt Fuat Güner hätte diese Schallplatte in der Hand gehalten, als Mazhar Alanson diese sieht und beide beschließen sich das Album anzuhören. Die Musiker lernen sich kennen und spielen gemeinsam in der neu gegründeten Band Kaygısızlar, in dem auch der legändere Barış Manço mitmischt. Die Zusammenarbeit mit Manço sollte nur ein kurzes Intermezzo sein. Zu Mazhar Alanson und Fuat Güner gesellt sich 1971 als dritter im Bunde Özkan Uğur und das Trio gründet die Musikband MFÖ. Übrigens: Der Name der Gruppe steht für die Abkürzung der Vornamen der drei Musiker. https://www.youtube.com/watch?v=-pnKDFoLn5Y Im selben Jahr veröffentlichen sie das Album Türküz Türkü Çağırırız. Der Musikstil orientiert sich am anatolischen Pop/Rock. Mit der Veröffentlichung des Lieds Heyecanlı Çok Heyecanlıyım (Ich bin aufgeregt, sehr aufgeregt) gelingt MFÖ damals das erste Klipvideo der Türkei überhaupt und feiern große Erfolge. Einer der schönsten Songs der Band ist Ele Güne Karşı aus dem Jahre 1984.
Anfang der 80er Jahre machen die Musiker Urlaub in Bodrum. Während Fuat Güner und Özkan Uğur sich ins Nachleben des damals beschaulichen Badeorts stürzen, zieht sich Mazhar Alanson zurück, um an neuen Songtexten zu arbeiten. Wie der Zufall es will, lernt er eine Amerikanerin kennen und aus dieser Beziehung entsteht das bekannte Lied Bodrum Bodrum. Obwohl der Titel des Songs Bodrum Bodrum heißt, geht es dabei nicht um das frühere Fischerdorf, sondern, wie könnte es anders sein, um die Liebe zur Amerikanerin. Hier ein Textauszug aus dem Lied. Unter jedem Absatz habe ich die deutsche Übersetzung hinzugefügt. Duygu, biraz duygu Bütün isteğim buydu Biraz deniz, biraz uyku Bütün isteğim buydu Bodrum Bodrum, Bodrum Bodrum Ein Gefühl, ein wenig Gefühl Das war alles was ich wollte Ein wenig Meer, ein wenig Schlaf Das war alles was ich wollte Bodrum Bodrum, Bodrum Bodrum Nasıl anlatsam,nerden başlasam Kaç kişiydik o zaman bak, Kaç kişi kaldı şimdi Bodrum Bodrum Wie soll ich es erklären, wo soll ich anfangen Schau, wie viele waren wir damals Wie viele sind wir jetzt Bodrum Bodrum Bir zamanlar aşık olmuştum Ama şimdi ismi neydi unuttum Bodrum Bodrum, Ich hatte mich einmal verliebt Aber jetzt habe ich ihren Namen vergessen Bodrum Bodrum.
Obwohl der Musikstil von MFÖ nicht dem „Mainstream-Geschmack“ der Massen entsprach, vertrat die Band die Türkei 1985 und 1988 bei der Eurovision und erreichen einmal den 14. und beim zweiten Auftritt den 15. Platz. Richtig rockig und nostalgisch wurde es 1995 mit dem Song Mazeretim Var Asabiyim Ben (Ich habe eine Ausrede/Entschuldigung, ich bin nervös). Alle drei haben musikalisch danach auch an Soloprojekten gearbeitet. Alanson hat zum Beispiel für den Film Herşey Çok Güzel Olacak (Alles wird gut) die Musik dazu komponiert. 2013 besiegte Gitarrist Özkan Uğur seine Erkrankung an Krebs. 2017 kam nach einer 6-monatiger harter Studioarbeit das Album Kendi kendine (Ganz allein) auf den Markt. In fast 40 Jahren musikalischen Wirkens haben die rastlosen Künstler 11 Studio-Alben veröffentlicht und unzählige Konzerte gegeben. Was zeichnet die Musik von MFÖ aus? Es ist eine Musik voller Hoffnung, der Ruhe und Entspannung, die zum Träumen anregt. Eigenschaften, die in unserer heutigen schnelllebigen und konsumorientierten Zeit immer wertvoller wird.

Zum Thema

– Musikgeschichte – Erkin Koray: Wegbereiter des Anatolischen Rock

Im zarten Alter von fünf Jahren brachte ihm seine Mutter das Klavierspielen bei, die als Klavierlehrerin unterrichtete. Erkin Koray, einer der einflussreichsten Musiker der türkischen Rockmusik, gilt als Wegbereiter des Anadolu Rock (Anatolischer Rock) und als einer der Künstler, der den psychedelic Rock in der Türkei etablierte.

Erkin Koray: Wegbereiter des Anatolischen Rock
 

Digital-News
Gaming: Ist Quantum Gaming die Zukunft der Spielebranche?

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WERBUNG Quantum Gaming kann die Spielebranche auf ein komplett neues Level heben. Was im Moment noch wie Zukunftsmusik klingt, ist vielleicht bereits näher, als man denkt. Wir haben uns die Anfänge des Zukunftstrends angeschaut, erklären, was daran so besonders ist und welche Veränderungen es mit sich bringen wird. Eines können wir aber bereits jetzt verraten: Quantum Gaming ist an Faszination kaum zu überbieten. Was ist Quantum Gaming? Quantencomputer werden ein Vielfaches der Rechenleistung haben, die man im Moment von einem herkömmlichen Computer kennt. Diese werden in der Lage sein, kompliziertere Aufgaben in einer kürzeren Zeit zu lösen. Daraus ergeben sich für viele Branchen eine Menge an Möglichkeiten. Eine der Branchen, die von Quantencomputern am meisten profitieren könnte, ist die Gamingbranche. Denn das Gaming könnte durch die schnellere Rechenleistung noch realistischer werden. Die Möglichkeiten für noch bessere Grafiken kann man sich heute kaum vorstellen. Ein gutes Beispiel hierfür sind Casino-Spiele. Wenn man momentan Online Casinos nutzt, bekommt man zwar eine gute Atmosphäre und jede Menge Spiele geboten, aber genauso wie in einem herkömmlichen Casino ist es trotzdem nicht. Quantum Gaming könnte daran vieles ändern. Natürlich suchen Sie immer nach dem besten Online-Casino-Erlebnis und dieses wird mit einem Quantencomputer irgendwann noch einfacher werden. Wenn man dann noch Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) ins Spiel bringt, verschmelzen die beiden Welten miteinander. Dies ist aber nicht nur für Casino-Spiele der Fall. Im Grunde kann man dies auch auf viele andere Spiele übertragen. Da Quantencomputer ihre Kalkulationen nicht auf der Basis von 0 und 1 erledigen, sondern Wahrscheinlichkeiten nutzen, ist die Rechenleistung um ein Vielfaches schneller. Für Spiele wie “World of Warcraft”, “DOTA2” und “League of Legends” ergeben sich dadurch ganz neue Möglichkeiten. Diese drei Spiele, die zu den beliebtesten Games des Jahres gehören und die teilweise in riesigen Turnieren ausgetragen werden, könnten sehr stark vom Quantum Gaming profitieren. Vor allem, weil auf diese Weise schnell eine Vielzahl von Gamern darauf aufmerksam gemacht wird. Kann sich jeder Gamer Quantum Gaming leisten? Nun kommt natürlich die Frage auf, ob sich diese Technologie auch jeder Gamer leisten kann. Und die Antwort darauf ist nicht ganz einfach. Denn zumindest zu Beginn wird es relativ unrealistisch sein, dass jeder Nutzer über diese Technologie verfügen kann. Zum einen aus finanzieller Sicht und zum anderen, weil die Produktion der Computer und der Games kaum mit den Nachfragen hinterherkommen wird. Auf lange Sicht gesehen, gehen wir aber davon aus, dass Quantum Gaming die neue Norm darstellen wird. Neue Technologien sind zu Beginn immer teuer. Mit der Zeit geht der Preis runter und alle Marktteilnehmer sind in der Lage, sich diese leisten zu können.
Außerdem werden die Hersteller der Spiele sehr stark daran interessiert sein, dass so viele Gamer wie möglich Quantum Gaming nutzen können. Es würde uns daher nicht überraschen, wenn die Zukunft der Spielebranche schneller im Mainstream ankommt, als man dies im Moment erwarten würde. Aber wann genau können wir eigentlich mit Quantum Gaming rechnen oder ist diese Form der Unterhaltung bereits hier? In der Theorie ist Quantum Gaming bereits jetzt bei vielen Spieleherstellern angekommen. Die flächendeckende Umsetzung könnte allerdings noch etwas dauern. Auch, weil die Entwicklung von weltweit nutzbaren Quantencomputern noch einige Jahre in der Zukunft liegen dürfte. Zwar scheint Google auf diesem Gebiet schon relativ weit zu sein und die ersten Berichte und Erfahrungen stimmen mehr als positiv. Aber eine flächendeckende Nutzung von Quantum Gaming ist sicherlich noch ein paar Jahre entfernt. Genauso wie zum Beispiel autonomes Fahren noch Zeit braucht – wobei auch hier langfristig auf Quantencomputer gesetzt werden wird. Allerdings sollte man nicht denken, dass wir von einer weit entfernten Zukunft sprechen. Die Fortschritte der letzten Jahre haben gezeigt, dass diese Technologie schneller kommen wird, als erwartet. Wenn man jetzt die Entwicklungen von AR und VR betrachtet und diese mit den Möglichkeiten von Quantum Gaming verbindet, dann kann man verstehen, warum Spielehersteller und Technologiefirmen so eine große Faszination in diesem Sektor sehen. Auch wir sind bei der Recherche auf viele hochinteressante Theorien und Ideen gestoßen, die die Gaming-Landschaft in den kommenden Jahren auf den Kopf stellen werden. Taucht man einmal in diese noch fern wirkende Welt ein, kann man sich der Faszination nur schwer entziehen. Wer vor zwanzig Jahren mit aus der heutigen Sicht extrem simplen Spielen aufgewachsen ist, wird sich über die Spielewelt in zehn Jahren mehr als nur wundern. Quantum Gaming ist der neue Zukunftstrend. Wir sind uns sicher, dass dieser früher oder später in den meisten Haushalten Einzug halten wird. Gamer weltweit dürfen sich auf jeden Fall auf einige grandiose Neuerungen freuen.

Digital-News
Kryptowährungen einfach erklärt

Im Jahr 2020 sind Kryptowährungen ein weltweites Phänomen und durch die Medien kennen die meisten Menschen das Wort Kryptowährung. Der Eindruck besteht jedoch weiterhin, dass Kryptowährungen ausschließlich für Nerds sind, dabei kann jeder einfach daran teilhaben. Kryptowährungen aller Art erfahren in den letzten Jahren einen sehr großen Hype, der jedoch teilweise auch wieder abgeflacht ist. Vor allem eine digitale Währung findet sich eigentlich ständig in den Medien und im öffentlichen Diskurs wieder, und zwar der Bitcoin. Um genau zu verstehen, um was es sich dabei handelt, muss das Wort Bitcoin aufgeschlüsselt werden. Der erste Teil des Wortes “Bit” weist auf die Speichereinheit von Computern hin. Der zweite Teil des Wortes “Coin” ist englisch und bedeutet nicht mehr oder weniger als Münze und stellt dabei den Bezug zum Geld her. Übersetzt bedeutet das Wort Bitcoin demnach so viel wie digitales oder virtuelles Geld. Dadurch wird auch gleich klar, dass es keine physische Entsprechung für das Geld Bitcoin gibt, sondern ausschließlich eine digitale. Kryptowährungen werden jedoch wie echtes Geld gehandelt und es gibt mittlerweile auch sogenannte Bots wie den Bitcoin Code, die Nutzern das Handeln erleichtern sollen. Was ist der Unterschied zu richtigem Geld? Wer genau der Erfinder der ersten Kryptowährung war, ist kaum noch nachzuvollziehen. Bereits im Jahr 2008 tauchte im Internet ein Dokument eines unbekannten Verfassers auf, das eine virtuelle Währung, ähnlich der des Bitcoins, bereits beschrieben hatte. Ein Jahr später kam dann die erste Software der Bitcoins heraus und seit dem geht es mit den Kryptowährungen stetig steil bergauf. Der entscheidende Unterschied zwischen Kryptowährungen wie zum Beispiel dem Bitcoin und gewöhnlichem Geld ist der, dass die digitalen Währungen total unabhängig und frei von den klassischen Banken und Regierungen von Staaten sind. Große wichtige Banken, wie die Europäische Zentralbank oder die Deutsche Bundesbank bestimmen normalerweise über die Währung eines Landes oder Zusammenschlüssen wie der EU. Dies ist bei digitalen Währungen gänzlich anders, denn der Bitcoin zum Beispiel wird dezentral gesteuert und unterliegt nicht der Aufsicht eines Staates oder einer Organisation. Banken und Staaten bestimmen auch nicht, wie viele Bitcoins im Umlauf sind, sondern die Nutzer und Teilnehmer des Systems Bitcoin bestimmen. Ein großes Netzwerk von Servern und Computern ist die Grundlage für digitale Währungen, so können diese ganz genauso wie reguläre Währungen gehandelt werden und Investitionen können getätigt werden. Die sogenannten Wallets speichern das virtuelle Geld. Im Unterschied zu den gewöhnlichen Währungen sind Kryptowährungen eine gemeinsame digitale Aufnahme von Eigentum, das in der sogenannten Blockchain gespeichert und somit für immer festgehalten wird. Sollte dann ein User seine Einheiten einer Kryptowährung an einen anderen User weitergeben wollen, dann sendet er diese in seine digitale Brieftasche. Die Transaktion ist erst dann komplettiert, wenn sie bestätigt und zu der Blockchain hinzugefügt wird. Warum sind Kryptowährungen so sicher? Der Bitcoin wird durch eine Blockchain protokolliert und alle Transaktionen werden in dieser festgehalten. Die Blockchain ist eine virtuelle, gemeinsame Aufnahme von Daten oder besser gesagt, von Vermögenswerten. Bei Kryptowährungen bedeutet dies, dass alle getätigten Transaktionen in einem Verlauf festgehalten werden und immer nachverfolgt werden können. So wird angezeigt, wie sich die Besitzer im Laufe der Zeit geändert haben. Außerdem merkt sich die Blockchain Transaktionen in Blocks, wobei neue Blöcke immer ganz an den Anfang der Kette angehängt werden. Es handelt sich somit, wie das englische Wort übersetzt sagt, um eine Kette von Blöcken, die Informationen über Geldüberweisungen und Besitzer in sich speichern. Bei Bitcoins und den anderen virtuellen Währungen geht es vor allem um hohe Sicherheit der gespeicherten Informationen, denn keiner soll die digitale Währung manipulieren können. Aus diesem Grund, ist die Blockchain immer sehr komplex durch eine Verschlüsselung gesichert. Es handelt sich somit bei Kryptowährungen um virtuelles Geld, das mit höchsten Sicherheitsstandards geschützt ist und alle Besitzer in seinen Verlauf geschrieben hat. Dadurch lassen sich vor allem im Internet anonyme Zahlungen durchführen, die keiner zentralen Organisation oder einem Staat unterliegen. Trotz allem gilt Vorsicht Kryptowährungen haben nicht nur Vorteile, sondern bergen auch Gefahren, auf die vor allem Einsteiger im Markt vorbereitet sein müssen. Viele der digitalen Währungen haben einen schlechten Ruf, weil im Internet illegale Waren damit gekauft werden können und die Käufer wie die Verkäufer dabei komplett anonym bleiben können. Dabei handelt es sich bei den illegalen Waren meist um Drogen und Waffen, die im Darknet mittels Kryptowährungen bezahlt werden. Um schnell viel Geld zu verdienen eignen sich Kryptowährungen ebenfalls weniger, denn der Markt ist so unvorhersehbar wie kein anderer und es kann immer zu sehr unerwarteten Schwankungen kommen. Ein weiterer Nachteil sind sehr viele falsche Angebote im Netz, die lediglich versuchen, Anfängern in der Kryptoszene das Geld aus den Taschen zu ziehen, deshalb sollten Einsteiger immer sehr vorsichtig sein und bewusst handeln. Mittlerweile gibt es ganze Beratungsfirmen für virtuelles Investment, die dem Nutzer dabei helfen, sein Portfolio an digitalem Geld zu erstellen, wobei auch unter diesen Anbietern schwarze Schafe sind, bei denen es gilt Vorsicht walten zu lassen.

Der Fall Alexej Nawalny
Nowitschok-Entwickler nennt Deutschlands Vergiftungs-Vorwürfe „politischer Quatsch”

Moskau – Der russische Chemiewaffen-Spezialist Leonid Rink nannte die Vorwürfe Berlins, dass Kremlkritiker Alexej Nawalny vergiftet wurde, „reiner politischer Quatsch”.
Laut der Nachrichtenagentur RIA Novosti arbeitete Rink an der Entwicklung des Nervengiftes „А-234 Nowitschok“.
Nach Ansicht Rinks wird Deutschland keine Beweise für die angebliche Vergiftung des Kremlkritiker Alexej Nawalny an Russland übergeben, berichtet Sputnik.  „Sie verstehen, dass niemand die Proben übergeben wird. Das Gleiche geschah mit Litwinenko und den Skripals”, sagte Rink gegenüber RIA Novosti am Mittwoch, berichtet Sputnik weiter. Demnach nahmen Rink zufolge russische Ärzte alle notwendigen Proben und überprüften sie auf mögliche Vergiftungen. „Alles, was in ihm war, wurde nicht nur von den Omsker Ärzten, sondern auch von führenden Moskauer Instituten und Forschungszentren untersucht”, zitiert Sputnik den Wissenschaftler. Nawalny ist nach neuen Erkenntnissen „zweifelsfrei“ mit dem chemischen Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet worden. Das habe die toxikologische Untersuchung eines Bundeswehr-Labors ergeben. Das erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert. Das Gift war auch benutzt worden, um den früheren britischen Spion Sergej Skripal und dessen Tochter in Großbritannien zu vergiften. Die beiden überlebten nur knapp, berichtet die tagesschau.  Das Auswärtige Amt bestellte am Mittwoch den russischen Botschafter Sergej Netschajew ein, um Russland dazu aufzufordern, „vollumfänglich und mit voller Transparenz aufzuklären“, berichtet dpa.    

Magdeburg
Dubiose Datenabfragen bei der Polizei: Schwere Verstöße in Sachsen-Anhalt

Magdeburg – Auch in Sachsen-Anhalt haben Polizisten illegal fremde Personaldaten mit Dienstcomputern abgefragt. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung. Seit 2016 wurden demnach mindestens 24 Ermittlungsverfahren gegen 21 Beamte eingeleitet. Die Zahlen hatte der Grünen-Abgeordnete Sebastian Striegel beim Innenministerium erfragt. Einige der aufgeflogenen Fälle waren demnach schwerwiegend: In einem Fall sprach ein Gericht eine einjährige Haftstrafe aus, ausgesetzt zur Bewährungsstrafe auf zwei Jahre. Laut Ministerium wurden zwei weitere beschuldigte Beamte vor einem Strafrichter angeklagt, ein anderer Fall endete mit einem Strafbefehl und einer Geldstrafe. Anlass der Grünen-Anfrage war die bundesweite Debatte über illegale Datenabfragen bei der Polizei. Dabei geht es auch um die Frage, ob es rechtsradikale Netzwerke unter Beamten gibt. Hintergrund sind rechtsradikale Drohschreiben gegen Anwälte, Politiker und Prominente, einige signiert mit dem rechtsextremen Kürzel „NSU 2.0“. In einzelnen Fällen wurde bekannt, dass die Adressaten der Drohschreiben kurz zuvor in Datenbanken der hessischen Polizei recherchiert wurden waren. Die Hälfte der 24 Verdachtsfälle wurde mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Andere Fälle hatten laut Innenministerium Konsequenzen: Sieben Disziplinarverfahren laufen aktuell. Drei weitere Verfahren wurden wegen zwischenzeitlicher Entlassungen der Beamten eingestellt. Grünen-Innenpolitiker Striegel kritisierte gegenüber dem Blatt: „Wenn Polizisten aufgrund solcher Vergehen aus dem Dienst entfernt werden, erwarte ich, dass das Parlament aktiv informiert wird.“

"Protection Beyond Reach"
5 Jahre nach Alan Kurdi: Fluchtrouten wurden schwieriger gemacht

Anlässlich des fünften Jahrestages des Todes von Alan Kurdi veröffentlicht Save the Children eine Analyse der Kinderrechte in der Asyl- und Migrationspolitik der EU. Der Report „Protection Beyond Reach“ untersucht, wie sich der Umgang der Europäischen Union mit geflüchteten Kindern seit dem einschneidenden Jahr 2015 verändert hat. Das Fazit: Kinder sind bei einer Flucht nach Europa größeren Risiken ausgesetzt als zuvor. Rund 210.000 unbegleitete Minderjährige beantragten in den vergangenen fünf Jahren Asyl in der EU. Die tatsächliche Zahl unbegleiteter Minderjähriger, die sich in der EU aufhalten, dürfte deutlich höher sein. Gleichzeitig ist die Chance auf ein Bleiberecht in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Die unbegleiteten Kinder und Jugendlichen leben in ständiger Angst, inhaftiert oder abgeschoben zu werden. Viele von ihnen führen ein Schattendasein und sind von Polizeigewalt, Ausbeutung und Missbrauch bedroht. Am 2. September 2015 ertrank der dreijährige Alan Kurdi bei der Überfahrt über das Mittelmeer vor der türkischen Küste, sein Tod wurde zum Symbol für die „Flüchtlingskrise“. „Die europäischen Staats- und Regierungschefs waren damals die ersten, die ‚Nie wieder‘ postulierten. Danach haben sie die Routen für Migranten und Flüchtlinge nach Europa noch beschwerlicher und gefährlicher gemacht“, beklagt Anita Bay Bundegaard, Direktorin von Save the Children Europe. „Es ist inakzeptabel, wie Europa Kinder in ihrer größten Not behandelt. Seit August 2019 gab es im Schnitt jeden Tag 10.000 gestrandete Kinder auf den griechischen Inseln, davon 60% jünger als 12 Jahre alt. Zwar gab es Bemühungen, Kinder umzusiedeln, aber noch immer sind Tausende ihrem Schicksal überlassen, weil Europa nicht willens ist, sich um die verletzlichsten Kinder der Welt zu kümmern. Noch immer sterben Kinder vor Europas Haustür und die Staats- und Regierungschefs sehen weg.“ Für den Bericht „Protection Beyond Reach“ wertete Save the Children u.a. Daten der Europäischen Statistikbehörde Eurostat, des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) aus. Daraus ergibt sich, dass

– die meisten der 200.000 unbegleiteten Minderjährigen in Europa aus Afghanistan, Syrien und Eritrea stammen und hauptsächlich in Deutschland, Griechenland, Italien und Schweden leben

– von 35.000 Asylbewerbern, die in den vergangenen fünf Jahren aus Griechenland und Italien umgesiedelt wurden, nur 823 unbegleitete Kinder waren

– die Ankünfte in Griechenland über das Meer sich zwischen 2018 und 2019 fast verdoppelt haben (von 32.000 auf 60.000 Menschen)

Viele EU-Staaten reagierten auf die verstärkten Fluchtbewegungen mit Grenzschließungen und verschärften Maßnahmen, darunter das Einsperren von Kindern und eine erschwerte Familienzusammenführung. Allein in Griechenland befanden sich im März dieses Jahres 331 Kinder in Haft. Es gab jedoch ebenso Verbesserungen, darunter das Zampa-Gesetz in Italien, das den Schutz unbegleiteter Minderjähriger regelt, und die Erklärung der EU-Kommission zum Schutz von Kindermigranten von 2017. In Deutschland wurde das Alter, in dem unbegleitete Geflüchtete selbstständig das Asylverfahren durchlaufen, von 16 auf 18 angehoben. „Die Verbesserungen werden überschattet von einer allgemeinen Abschottungspolitik und Maßnahmen, die Kinder von Europa fernhalten sollen“, sagt Anita Bay Bundegaard. „Europa muss Lehren aus der Vergangenheit ziehen. Eine neue Migrationspolitik darf nicht auf Kosten von Kinderleben gehen.“ Save the Children fordert die Europäische Union auf, bei ihren Reformen der Asyl- und Migrationspolitik die Kinderrechte ins Zentrum zu rücken. Save the Children:

– Es muss dafür gesorgt werden, dass Kinder bei ihrer Ankunft in Europa sicher sind und dass sie unverzüglich Zugang zu Asyl und Schutz erhalten, anstatt zurückgedrängt zu werden.

– Die Inhaftierung von Minderjährigen muss beendet werden. – Unbegleitete Minderjährige müssen binnen 24 Stunden Zugang zu einer Betreuungsperson bekommen.

– Damit weniger Menschen auf der Flucht ums Leben kommen, sollte es mehr und bessere legale Wege der Einwanderung nach Europa geben.

– Dazu zählt auch eine vereinfachte Familienzusammenführung.

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– Türkei – BILD-Reporterin: Flüchtlingslager der Türkei wie „5-Sterne-Hotels“

Im Vergleich zu der Situation in Griechenland, gleichen laut der griechischen Journalistin Liana Spyropoulou, die Flüchtlingslager in der Türkei 5-Sterne-Hotels.

BILD-Reporterin: Flüchtlingslager der Türkei wie „5-Sterne-Hotels“