Corona-Krise
EU-Geberkonferenz: Von der Leyen dankt Erdogan

Brüssel – EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen dankte am Dienstag dem türkischen Päsidenten Recep Tayyip Erdogan für seine Teilnahme und seinen Beitrag zur internationalen Geberkonferenz für die globale Suche nach einem Corona-Impfstoff. In einem Twitter-Beitrag dankte von der Leyen den Staats- und Regierungschefs aller Länder für die Teilnahme an der Konferenz, die von der Europäischen Kommission veranstaltet wurde. Bei der Geberkonferenz sind durch Dutzende Länder und Organisationen 7,4 Milliarden Euro zusammengekommen. Erdogan hatte in seiner Videobotschaft an die Konferenz die Bedeutung des Zugangs zu Impfstoffen für alle zum Ausdruck gebracht. „Es ist äußerst wichtig, den weltweiten Zugang zu dem herzustellenden Impfstoff zu garantieren und das Prinzip ’niemand sollte zurückgelassen werden‘ anzuwenden. Wir werden all diese Fragen bei der Festlegung unseres finanziellen Beitrags zur Impfstoffentwicklung berücksichtigen. Wir werden den Betrag nach den Evaluierungen bis zum 23. Mai bekannt geben“, sagte er. Die beiden größten europäischen Geldgeber waren Frankreich und Deutschland, die 500 Millionen Euro (546 Millionen Dollar) bzw. 525 Millionen Euro (547 Millionen Dollar) zusagten. China bot ebenfalls 50 Millionen Dollar, Japan 830 Millionen Dollar und Kanada 600 Millionen Dollar.

Türkei kündigt gemeinsame Impfstoffentwicklung mit der EU an

An den Bemühungen der EU, einen Fonds zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus und der Entwicklung eines Impfstoffes aufzulegen, werde sich auch die Türkei anschließen, sagte Ibrahim Kalin, Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bereits am Sonntag.

Seit dem Ausbruch der ansteckenden Krankheit in Wuhan, China, im Oktober vergangenen Jahres, sind weltweit bisher mehr als 246 000 Personen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, knapp 3,5 Millionen Menschen sind seitdem positiv getestet worden. Betroffen sind fast alle Länder der Welt.

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– Corona-Krise – USA danken Türkei für Hilfen

Die NATO-Botschafterin der Vereinigten Staaten und das amerikanische Außenministerium haben der Türkei für ihre Hilfslieferungen an die USA gedankt.

Corona-Krise: USA danken Türkei für Hilfen
 

Corona-Krise
Zwei positive Corona-Tests bei Borussia Mönchengladbach

Zu den zehn Personen aus der 1. und 2. Bundesliga, die während der ersten Testwelle positiv getestet worden waren, gehören auch zwei Fälle bei Borussia Mönchengladbach. Das erfuhr die Düsseldorfer „Rheinische Post“ aus Vereinskreisen. Ein Spieler und ein Physiotherapeut haben sich demnach angesteckt. Beide befänden sich in häuslicher Quarantäne, der Trainingsbetrieb gehe jedoch mit den übrigen Spielern weiter. Am Montag hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) bekannt gegeben, dass im Rahmen der ersten von zwei Testungen zehn von 1724 Tests bei den 36 Profivereinen positiv ausgefallen sind. Bekannt wurde bislang, dass drei positive Fälle beim 1. FC Köln und jeweils einer bei den Zweitligisten Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue vorliegen.

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– Corona-Krise – Laschet sieht eine breite Zustimmung in der Regierung für einen Bundesliga-Neustart Mitte Mai

In der Diskussion um den möglichen Neustart der Fussball-Bundesliga hat der nordrheinwestfälische Ministerpräsident Armin Laschet, CDU, die Zustimmung der Regierung für Mitte Mai signalisiert.

Laschet sieht eine breite Zustimmung in der Regierung für einen Bundesliga-Neustart Mitte Mai

Bayern
Corona-Krise: Bayerischer Staatsminister Herrmann dankt Türkischer Gemeinde

Ramadan-Grußwort des Staatsministers Dr. Florian Herrmann – auch im Namen des Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder In einer Videobotschaft an die Türkische Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg bedankt sich Dr. Florian Herrmann, MdL, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien, für die Solidarität der Gemeinde in Corona-Zeiten, geht auf die Wiedereröffnung der Gotteshäuser ein und wünscht allen Musliminnen und Muslimen – auch im Namen des Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder – weiterhin ein gesegneten Fastenmonat Ramadan. Staatsminister Herrmann:
„Das gute Miteinander der Religionen ist ein wertvolles Zeichen der Gemeinsamkeit und der Verständigung für alle Menschen in unserem Land. Denn wir wollen ein Land der Vielfalt und ein Land des Miteinanders sein und kein Land der Ausgrenzung und Spaltung.“
Bülent Bayraktar, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg, bedankte sich im Namen der Gemeinde.
„Gemeinsam sind wir stärker im Kampf gegen die Corona-Pandemie! Botschaften von unserer Bundeskanzlerin, von unseren Oberbürgermeistern, aber auch vom Freistaat Bayern verstärken das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Es ist ein Zeichen der hohen Wertschätzung. Vor allem in solchen Tagen müssen wir solidarisch sein.“
Die Videobotschaft in Wortlaut: „Liebe muslimische Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Türkische Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg, ich wünsche Ihnen, auch im Namen unseres Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, einen gesegneten Fastenmonat, dem ganz besonderen Monat im Islam. Ganz besonders ist in diesem Jahr leider auch die Art, wie Sie den Ramadan begehen können. Er steht ganz im Vorzeichen von Corona. Corona hat aktuell leider unser Leben, unsere Gottesdienste, unsere Traditionen fest im Griff. Als Christ, der in diesem Jahr die Ostertage nicht wie gewohnt begehen konnte, kann ich das sehr gut nachvollziehen. Die Gemeinschaft des Gebets, die Gemeinschaft beim Fastenbrechen mit Familie und Freunden und die gemeinsame Lektüre der heiligen Schrift fehlen. In diesem Jahr wird uns ganz besonders bewusst, wie sehr unsere religiösen Feste immer auch Feste der Gemeinschaft sind, und wie wertvoll das für uns ist. Um so mehr danke ich Ihnen allen für Ihr großes Verständnis und für Ihre Solidarität. Barmherzigkeit zu leben zeigt sich jetzt besonders darin, unsere Mitmenschen vor Krankheit zu schützen. Verantwortung, Nähe und Nächstenliebe zeigen sich durch Verzicht auf Gemeinsamkeit und durch Distanz. Wir haben in Bayern durch unser gemeinsames Handeln bereits viel erreicht. Die schrecklichen Bilder aus anderen Ländern sind uns hierzulande erspart geblieben. Wir konnten viel Unglück verhindern. Gerade in unsicheren Zeiten finden Gläubige in der Nähe zu Gott und im gemeinsamen Gottesdienst Mut und Trost. Deshalb bin ich auch sehr froh, dass es die Situation zulässt, seit dem 4. Mai im kleinen Kreis und unter besonderen Auflagen auch wieder Gottesdienste zu feiern. Es ist nicht das Gleiche wie in normalen Zeiten, aber zumindest ein Anfang und es macht zur Hoffnung. Bitte bleiben Sie weiter so verantwortungsbewusst und verzichten Sie auf zu große Nähe. Ich bin zuversichtlich, dass wir dann alle zusammen die Pandemie bei uns weiter eindämmen können. Verzicht ist nicht das einzige Gebot in Fastenzeiten. Versöhnung und Mitgefühl gehören auch fest dazu. Es sind bedeutende Tugenden der Weltreligionen und sie verbinden uns. Das gute Miteinander der Religionen ist ein wertvolles Zeichen der Gemeinsamkeit und der Verständigung für alle Menschen in unserem Land. Denn wir wollen ein Land der Vielfalt und ein Land des Miteinanders sein und kein Land der Ausgrenzung und Spaltung. Besonders im Fastenmonat setzen sich Musliminnen und Muslime bei uns solidarisch für eine starke Gemeinschaft ein. Ich danke Ihnen für alle Ihre guten Taten und die gelebte Barmherzigkeit. Für die kommenden Tage bis zum Fest des Fastenbrechens wünsche ich Ihnen Einkehr, Gesundheit und eine von Gott gesegnete Zeit.“

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– Ramadan 2020 – Bundeskanzlerin Angela Merkel wünscht Muslimen einen friedvollen Ramadan

Am heutigen Donnerstagabend beginnt für Muslime wieder der Fastenmonat Ramadan. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dazu auf der offiziellen Seite der Bundesregierung eine Grußbotschaft an die muslimische Gemeinschaft in Deutschland gerichtet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wünscht Muslimen einen friedvollen Ramadan
 

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Sorgt der neue Glücksspielstaatsvertrag für Kritik?

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WERBUNG Ansprüche von Suchtexperten in Hinsicht auf die Legalisierung von Online Casinos Derzeit ist der Glücksspielvertrag mit seinen Neuerungen in aller Munde. Die Staatskanzleien haben sich nach jahrelangen Verhandlungen auf den Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag – GlüNeuRStV – geeinigt. Jetzt gilt es nur noch, dass dieser abgesegnet und der EU-Kommission vorgelegt wird. Doch die geplante Reform des deutschen Glücksspielmarktes, die am 01. Juli 2021 in Kraft trete soll, erhält von Seiten der Suchtexperten scharfe Kritik. Die neuesten Änderungen – Bundesländer einigten sich auf eine Legalisierung Seit Jahren sind das online Glücksspiel wie Poker und Casino Spiele ein heißes Eisen in Deutschland. Die Regulierung: Ländersache. In der letzten Dekade war es den Bundesländern nicht möglich, sich auf eine Lösung zu einigen, die praxistauglich ist. Mit dem Glücksspielvertrag sollte eine Option geschaffen werden, die allen Anforderungen entspricht, doch diese enthielt einige Schwachstellen. Immer wieder gab es im Zuge der Neuverhandlungen „Mitspieler“, die lieber ihre eigene Lösung favorisierten. Vor allem Schleswig-Holstein wehrte sich gegen radikale Verbote und ging 2012 seinen ganz eigenen Weg. Endlich hat es den Anschein, dass die Bundesländer im Anlauf mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag auf eine gemeinsame Lösung gekommen sind. Eben diese hat es in sich. f Es hat den Anschein, dass sich die Befürworter zu einer liberalen Haltung in Bezug zu Sportwetten, Online-Casinos und -Poker durch gerungen zu haben. Es hat den Presseberichten zufolge den Anschein, dass die bislang kategorisch verbotenen Onlineangebote nun eine Chance auf eine Legalisierung haben. Alles über legale online Casinos bis hin zu online Sportwetten und Poker hängt aktuell an dem viel beachteten Urteil des EuGH 2016. Denn dieses besagt, dass ohne gültiges und funktionierendes Lizenzverfahren die online Glücksspiele nicht einfach sanktioniert werden dürfen. Bringt die Legalisierung eine höhere Suchtgefahr mit sich? Die geplante Reform des deutschen Glücksspielmarktes der Bundesländer trifft bei den Suchtexperten weiterhin auf scharfe Kritik. So heißt es von der Seite der Thüringer Fachstelle Glücksspielsucht in Erfurt, dass die beabsichtigte Legalisierung des Online-Glücksspiels ein Tiefschlag für die Suchthilfe ist. Weiter heißt es, dass die online Glücksspiele ein extrem hohes Suchtpotenzial aufweisen. So sei es offensichtlich laut den Suchtexperten zu einer Änderung des Blickwinkels gekommen, bei dem die wirtschaftlichen Interessen nun vor dem Schutz vor den Gefahren des Glücksspiels stehen. Ende Januar hatten sich die Bundesländer bereits auf eine Neuregelung des deutschen Glücksspielmarktes geeignet. Durch diese sollen die bisher illegalen Glücksspiele wie Online-Poker oder Online-Casinos in Zukunft legal sein. Zugleich ist ein Schutz der Spieler vorgesehen, wie bspw. ein monatliches Einzahlungslimit von 1000 Euro und die Einführung einer Sperrdatei. Zudem soll es eine neue zentrale Glücksspielbehörde der Länder geben. Die Experten halten das Einzahlungslimit allerdings für viel zu hoch und es dürfte keine Summe im dreistelligen Bereich erlaubt werden. Darüber hinaus wird auch der Kinder- und Jugendschutz für unzureichend gehalten. Durch die Legalisierung würde es zu einem massiven Anstieg der Werbung kommen, die genau die Zielgruppen anspricht, die eigentlich davor geschützt werden sollen. Die Experten sind sich einig: Es hat den Anschein, dass sich die Politik nicht darüber bewusst ist, welche Dimension das Problem annehmen wird, denn Glücksspiel wird mit der Freigabe normalisiert. Die gefährlichen Spielanreize des online Glücksspiels Kritisiert wird, das geplante Einsatzlimit von 1.000 Euro monatlich. Damit wird laut den Suchtexperten den Spielern „suggeriert“, dass es „sozial akzeptabel“ sei, wenn eine solch hohe Summe in einem Monat verspielt wird. Zudem ist das Limit von einem Euro pro Spiel viel zu hoch, denn an echten Spielautomaten ist ein Einsatz von 20 Cent maximal möglich. Eben daran sollten sich auch die online Spielautomaten orientieren. Im Zusammenhang mit diesen Limits ist es ebenfalls laut den Experten notwendig, dass Gewinnlimit zu drosseln. So würde mit der Aussicht, dass es mit einem Einsatz von einem Euro beispielsweise möglich ist, einen Gewinn von 50.000 Euro zu erzielen, ein Anreiz für das Spiel in den online Casinos geschaffen – anstelle in der Spielhalle vor Ort sein Glück zu versuchen. Aus diesem Grund ist es laut den Suchtexperten wichtig, dass ein Höchstgewinn festgesetzt wird, der keinen Vermögenswert darstellt. Doch nicht nur in Hinsicht auf die Legalisierung der online Casino Spiele gibt es kritische Einstellungen, sondern auch in Bezug auf die Neuregelung der online Sportwetten. So wird bspw. empfohlen, Live Wetten komplett zu verbieten. Als Alternative ein Glücksspielmonopol? Der derzeitige Vertragsentwurf wird insgesamt als unzureichend hinsichtlich des Spielerschutzes von den Experten bewertet. Deutschland soll sich in einigen Punkten an anderen europäischen Ländern orientieren. Aber auch die bisherige Regelung des legalen Glücksspiels – die staatlich geführten Lotterien und Sportwetten – hält ein sinnvolles Konzept für das legale online Glücksspiel bereit. Nach diesem könnte ein staatliches Monopol über sämtliche online Glücksspiele für einen deutlich effektiveren Spielerschutz sorgen. Der Grund: Bei den privaten oder börsennotierten Unternehmen stehe eindeutig die Gewinnoptimierung im Vordergrund. Nun bleibt abzuwarten, ob sich die Minister der Länder das Dokument der Experten zu Herzen nehmen.

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– Auto-News – 1600 PS: Bugatti stellt 9-Millionen-Dollar Supersportwagen Centodieci vor

Bugatti präsentierte am Freitag auf einer Oldtimer-Show in Kalifornien sein neuestes limitiertes Modell. Der Bugatti Centodieci wird 9 Millionen Dollar kosten und nur 10 davon werden hergestellt.

1600 PS: Bugatti stellt 9-Millionen-Dollar Supersportwagen Centodieci vor

Cybercrime
Corona-Krise: Zahl der Cyberattacken steigt um 30 Prozent

Cyberkriminelle nutzen die allgemeine Verunsicherung in der Corona-Krise aus und versuchen, daraus Profit zu schlagen. So ist die Zahl der verhinderten Angriffe im März 2020 deutlich gestiegen, wie eine aktuelle Bedrohungsanalyse von G DATA CyberDefense zeigt. „Cyberkriminelle wittern gerade ihre Chance, aus der Verunsicherung der Menschen Kapital zu schlagen“, sagt Tim Berghoff, Security Evangelist bei G DATA CyberDefense. „Dabei nutzen sie altbekannte und sehr wirksame Angriffsvektoren. Anwender sollten höchste Vorsicht walten lassen, wenn sie eine E-Mail in ihrem Postfach finden, die etwa neue Corona-Tracker oder günstige Atemschutzmasken versprechen.“ Die Bedrohungsanalyse von G DATA CyberDefense zeigt, dass die Anzahl der verhinderten Infektionen im März 2020 im Vergleich zum Vormonat um rund 30 Prozent angestiegen ist. Dieses starke Wachstum hängt auch damit zusammen, dass die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen und dabei häufiger online sind. Privatrechner sind oft weniger gut abgesichert, als Computer in Unternehmensnetzwerken. Unternehmen bleiben auch in der aktuellen Corona-Pandemie ein attraktives Angriffsziel für Kriminelle. Da viele Firmen gerade mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfen, steigt das Risiko deutlich, bei einer Ransomware-Attacke enormen finanziellen Schaden zu erleiden. Hinzu kommt: Durch den Umzug ins Homeoffice hat die Komplexität der Netzwerke in vielen Unternehmen zugenommen. Die Sicherheit ist aber nicht in dem gleichen Maße gewachsen, insbesondere wenn etwa der Terminalserver oder Sharepoint frei im Internet verfügbar sind um die Business Continuity zu sichern. „Wer von zu Hause arbeitet, sollte immer daran denken, dass der Dienstcomputer mit dem Firmennetz verbunden ist“, warnt Berghoff. „Im Homeoffice gelten die gleichen Regeln, wie für die Arbeit im Büro: Keine unbekannten Wechselmedien anschließen, keine verdächtigen Links anklicken, Rechner beim Verlassen sperren und Vorsicht beim Öffnen von Mailanhängen. Denn Phishing-Mails kommen auch im Postfach zu Hause an. Natürlich sollte auf allen Rechnern eine aktuelle Sicherheitslösung installiert sein“.

Corona-Krise
Laschet sieht eine breite Zustimmung in der Regierung für einen Bundesliga-Neustart Mitte Mai

In der Diskussion um den möglichen Neustart der Fussball-Bundesliga hat der nordrheinwestfälische Ministerpräsident Armin Laschet, CDU, die Zustimmung der Regierung für Mitte Mai signalisiert. Das Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) für einen Spielbetrieb ohne Zuschauer habe „Markus Söder und mich überzeugt, inzwischen auch andere Ministerpräsidenten und die Bundesregierung“, so Laschet im Interview mit Moderatorin Susann Reichenbach im ARD-Mittagsmagazin. Zudem gäbe es „auch viele Fussballfans, die froh sind, wenn wir auch dort ein bisschen Normalität unter strengen Sicherheitsvorkehrungen erleben.“ Die positiv getesteten Sportler des 1. FC Köln sieht Laschet als „Beleg, dass das Sicherheitskonzept funktioniert, parteiübergreifend“ und folgt damit der Stellungnahme des DFL. Das RKI hatte sich zuletzt kritisch gegenüber einem Bundesliga-Spielbetrieb gezeigt. Die finale Entscheidung falle aber am Mittwoch, den 6. Mai „gemeinsam, und nicht vorher“.

Sportminister für Bundesliga-Fortsetzung Mitte Mai

Auch die Sportministerkonferenz hatte sich Ende vergangenen Monats für eine Fortsetzung der Fußball-Bundesliga ab Mitte bis Ende Mai ausgesprochen. „Die Fußball-Bundesliga hat ein erkennbares Interesse an der Fortsetzung ihres Spielbetriebes auch unter Ausschluss anwesender Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion (sogenannte Geisterspiele). Die SMK hält die Fortsetzung des Spielbetriebes und mithin die Begrenzung des ansonsten entstehenden wirtschaftlichen Schadens in der 1. und 2. Fußballbundesliga für die dort startberechtigten 36 Vereine auf deren Kosten ab Mitte/Ende Mai für vertretbar. Soweit sich die Konzepte bewährt haben und eine entsprechende Wirtschaftlichkeit für die betroffenen Vereine gegeben ist, kann dies mit einer zeitlichen Verzögerung auf die Frauen-Bundesliga und den DFB Pokal ausgeweitet werden“, so die SMK. Auch der Sport- und Trainingsbetrieb im Breitensport soll schrittweise wieder erlaubt werden. Es geht nur um Angebote, die an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen stattfinden. Es muss unter anderem gewährleistet sein, dass das Sportangebot kontaktfrei durchgeführt wird, die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten, konsequent eingehalten werden. Eine Differenzierung nach bestimmten Sportarten oder Altersgruppen wird von der Sportministerkonferenz nicht gemacht.

Corona-Krise
Massenandrang in NRW: Ikea will Sicherheitskonzept prüfen

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Düsseldorf – Nachdem es am Wochenende bei mehreren Ikea-Märkten in NRW zu einem großen Menschenandrang gekommen ist, will der Möbelriese Ikea das eigene Konzept überprüfen. „Obwohl gestern weniger Kunden als an einem normalen Samstag in unsere Einrichtungshäuser gekommen waren, hatten wir tatsächlich zeitweise Warteschlangen vor einigen unseren Häusern in NRW. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass wir strenge Zugangsbeschränkungen haben und umsetzen“, sagte eine Ikea-Sprecherin der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „Wir werden selbstverständlich analysieren, wie sich die Situation vor den einzelnen Einrichtungshäusern dargestellt hat und prüfen, ob wir Anpassungen am Sicherheitskonzept für die Situation außerhalb der Häuser vornehmen können.“ Vor dem Ikea-Markt in Köln-Godorf hatten sich am Samstag lange Schlangen gebildet, Kunden mussten bis zu einer Stunde warten. Der Rückstau beim Ikea in Düsseldorf-Reisholz war so groß, dass er zeitweise bis auf die Autobahn A46 reichte. Nordrhein-Westfalen hatte vor knapp zwei Wochen als einziges Bundesland in Deutschland eine vollständige Öffnung von Möbelhäusern erlaubt. Der Verband der deutschen Möbelindustrie drängt auf weitere Lockerungen in weiteren Bundesländern nach dem Vorbild von NRW.

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– Corona-Krise – Türkei kündigt gemeinsame Impfstoffentwicklung mit der EU an

An den Bemühungen der EU, einen Fonds zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus und der Entwicklung eines Impfstoffes aufzulegen, werde sich auch die Türkei anschließen, sagte Ibrahim Kalin, Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Türkei kündigt gemeinsame Impfstoffentwicklung mit der EU an

Essen
Maskierter Raubüberall: Netto-Mitarbeiter gingen von Kunden aus

Essen – Am Samstagabend gegen 20:55 Uhr raubten zwei bewaffnete Männer einen Netto-Supermarkt in Essen aus. Die  Unbekannten konnten mitsamt der Beute fliehen. Wie die Essener Polizei am Sonntag mitteilte, wollte das Supermarkt-Personal den Laden schließen und glaubte, die beiden Männer mit Mundschutz seien die letzten Kunden – also baten die Mitarbeiter sie zur Kasse zu kommen und zu zahlen. Doch stattdessen zog einer der Männer eine Waffe und forderte Geld. Anschließend flohen die Unbekannten mit der Beute. Die zu Hilfe gerufene Polizei habe daraufhin sofort eine Fahndung nach den beiden Männern eingeleitet, sowohl ein Hubschrauber als auch ein Diensthund unterstützten die Suche, allerdings erfolgslos. Ein Autofahrer gab kurze Zeit später gegenüber der Polizei an, er habe um kurz nach 21:00 Uhr zwei schwarz gekleidete Männer in Richtung Kanal rennen sehen. Der erste Täter ist etwa 1,85 Meter groß und schlank. Er trug eine dunkle Jeans und eine schwarze Jacke (vermutlich Wellensteyn). Der zweite Unbekannte war sehr schlank und etwa 10 Zentimeter kleiner, er trug eine dunkle Jeans und einen schwarzen Kapuzenpullover. Er hatte einen südländischen Akzent und klang recht jung. Beide Männer hatten ihre Kapuzen über den Kopf gezogen und trugen einen Einmal-Mundschutz. Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zur Tat machen können oder möglicherweise die beiden Männer bei der Flucht beobachtet haben, sich unter der zentralen Rufnummer 0201/829-0 zu melden.

Tierschutz
Vorerst keine Videoüberwachung in deutschen Schlachthöfen

Osnabrück – In Deutschland wird es vorerst keine verpflichtende Kameraüberwachung in Schlachthöfen geben. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Demnach kommt die Bundesregierung der Aufforderung der Bundesländer vorerst nicht nach, die rechtlichen Voraussetzungen für eine obligatorische Videoaufzeichnung in den Betrieben zu schaffen. Zudem scheint eine entsprechende freiwillige Vereinbarung in Niedersachsen zwischen Landesregierung und Vertretern der Schlachtbranche gescheitert. Der Verband der Fleischwirtschaft (VdF), dem die 16 größten Schlachtunternehmen in dem Bundesland angehören, teilte auf Anfrage der „NOZ“ mit: „Leider mussten die Kameras in fast allen Betrieben wegen datenschutzrechtlicher Unstimmigkeiten inzwischen wieder abgeschaltet werden. Die Beschwerden wurden sowohl von in den Betrieben eingesetztem, amtlichem Überwachungspersonal als auch betriebseigenen Mitarbeitern eingelegt.“ Man habe sich von der Vereinbarung mit der Ministerin erhofft, dass datenschutzrechtliche Bedenken ausgeräumt werden könnten, so der VdF. „Das ist der Ministerin leider nicht gelungen.“ Die Forderung des Bundesrates und die Vereinbarung in Niedersachsen waren eine Reaktion auf heimlich gedrehte Aufnahmen in Schlachthäusern. Tierrechtsaktivisten hatten in mehreren Betrieben mutmaßliche Tierquälereien dokumentiert und öffentlich gemacht. In Niedersachsen ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg derzeit deswegen im Umfeld von fünf Betrieben. Die Bundesregierung wies die Bundesländer in der Replik zum Antrag darauf hin, dass Tierschutz Ländersache sei. Es müsse geklärt werden, inwieweit Missstände in Schlachthäusern durch intensivere Vor-Ort-Kontrollen verhindert werden können. Schlachthof-Kontrollen in Niedersachsen: Viele Mängel bei Tierschutz und Hygiene entdeckt Bei unangekündigten Kontrollen in niedersächsischen Schlachtbetrieben haben Behörden in fast jedem Unternehmen Probleme im Bereich Tierschutz und Hygiene festgestellt. Auf Anfrage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover mit, das seit dem 12. November 2018 insgesamt 62 Schwerpunktkontrollen bis Ende März 2020 stattgefunden haben. Bei den unangekündigten Überprüfungen „wiesen 58 Betriebe in Bezug auf tierschutzrechtliche Vorgaben Auffälligkeiten auf“, so das Ministerium. In 49 Fällen bemängelten die Kontrolleure auch die Hygiene in den Produktionsstätten. Zehn Betriebe wiesen demnach „schwerwiegende Mängel in der Betriebshygiene auf“. Wie die „NOZ“ berichtet, entdeckten die Kontrolleure besonders im Bereich der Betäubung und Schlachtung Mängel. Sie reichten von fehlender Dokumentation über mangelnde Sachkunde beim Personal bis hin zu ernsthaften technischen Schwierigkeiten. So war in einigen Fällen laut „NOZ“ nicht sichergestellt, dass Schweine vor der Schlachtung ausreichend betäubt waren. Zwei Betriebe mussten kurzfristig nach den amtlichen Kontrollen die Schlachtungen einstellen, sind nach Behebung der Mängel aber wieder am Produzieren. Landesweit zugelassen sind 320 Schlachtbetriebe. Vor allem kleine und mittlere Betriebe fielen negativ auf, so das Ministerium. Agrarministerin Barbara Otte-Kinast teilte der „NOZ“ mit: „Die Ergebnisse zeigen, dass kontrollierte Betriebe die tierschutzrechtlichen Vorgaben nicht eingehalten haben. Das ist nicht akzeptabel.“ Sie kündigte an, dass die Kontrollen – derzeit wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt – künftig fortgesetzt werden sollen. Auslöser für die Überprüfungen waren heimlich von Tierrechtsaktivisten gedrehte Videos aus vier Schlachthöfen in Niedersachsen. In allen Fällen dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg an.

Boxsport
Boxer Ünsal Arik unterstellt Promoter Özen-Otto Nähe zur PKK

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Hamburg – Profi-Boxer Ünsal Arik hat dem Chef des Universum Boxstalls, Ismail Özen-Otto, eine Nähe zur Terrororganisation PKK unterstellt. „Er hat mich angerufen und sich beschwert, dass ich schlecht über ihn spreche. Aber wenn mich die Leute auf ihn angesprochen haben, habe ich gesagt, dass ich mit Terroristen nichts zu tun haben will“, sagte Arik gegenüber der BILD. Damit spiele er auf Özen-Ottos angebliche Sympathien für die PKK an. In Deutschland wird sie als Terror-Organisation eingestuft. Nach einem Box-Kampf hatte sich Özen-Otto mit Kurdenpolitiker Selahattin Demirtas ablichten lassen. Die türkische Regierung wirft dem heute inhaftierten Politiker eine Nähe zur PKK vor.
(Screenshot)
Wie die BILD weiter berichtet, schreibt Arik auf türkisch auf Twitter:
„Es besteht nun die Möglichkeit, gegen Ismail Özen, der für seiner Nähe zur PKK bekannt ist, zu boxen. Wenn die Formalitäten geklärt sind, wird das ganze sportlich im Ring geklärt!“
Özen-Ottos Antwort lässt nicht lange auf sich warten:
„Er stellt mich politisch in eine Ecke, in die ich nicht gehöre. Leider haben seine Worte im Netz dazu geführt, dass es anschließend auch Beleidigungen gegen meine Familie gab. Das will ich nicht auf mir sitzen lassen. Wenn er sportlich kommt, boxe ich ihn. Egal wo, auch in einer Telefonzelle.“
Ünsal daraufhin gegenüber BILD:
„Es reicht ihm offenbar nicht, dass er in eine Milliardärs-Familie eingeheiratet hat. Er braucht Aufmerksamkeit und die versucht er, über mich zu bekommen. Weil er sie mit Geld nicht kaufen kann. Wenn er unbedingt will – wir sind bereit für ein gutes Angebot und freuen uns über einen geschenkten Gegner. Bis dahin soll er lieber weiter brav Sitz bei seiner Frau machen und um mehr Taschengeld betteln.“
  Bemerkenswert an der BILD-Meldung ist, dass für Arik Begriffe wie „pöbelt“ benutzt werden, wo er doch in der Vergangenheit als Held gefeiert wurde, als er Erdogan-Wähler kritisierte. Arik hatte 2017 in Jan Böhmermanns „Neo Magazin Royal“ den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan kritisiert. Arik, der Erdogan ein kleines Ego unterstellte und als einen Feigling bezeichnete, behauptete, dieser traue sich nur mit seinen „500 Bodyguards“ aus dem Haus. Auch Hitler durfte in der Sendung nicht fehlen. Adolf sei cool gewesen, erklärte Arik, „weil er hat Adolf umgebracht.“ 2015 hatte der bekennende Kemalist nach einem Kampf ein T-Shirt mit der Aufschrift: „Bu ülke Atatürk’ün, Tayyip’in değil“ – zu Deutsch: „Dieses Land gehört Atatürk, nicht Tayyip“ – angezogen. 2016 war er kurz nach dem vereitelten Putschversuch in der Türkei im Sat1 Frühstücksfernsehen aufgetreten, wo er Erdogan als Hitler 2.0 bezeichnet und auf die Frage der Moderatorin, warum Erdogan noch so beliebt bei den AKP-Anhängern sei, erwidert hatte, dass „99 Prozent des türkischen Volkes dumm ist“. In der ZDF-Sendung „Neo Magazin Royal“ sagte er: „Ich bin sehr enttäuscht von allen Türken, die hier leben und Deutschland gegenüber keinen Respekt zeigen“, bedauerte er „Wir leben hier und haben Deutschland sehr viel zu verdanken.“ Gegenüber der Bild erklärte er später: „Jeder Türke, dem es hier nicht passt, weiß doch, wo der Flughafen ist. Wenn es so toll in der Türkei unter Erdogan ist, sollen die Türken hier doch Deutschland verlassen und uns in Ruhe lassen.“ In seiner Anmoderation hatte Böhmermann seine Bewunderung für den Boxer ausgesprochen. Sein Auftritt sei mutig, denn nur noch wenige Erdogan-Gegner trauten sich öffentlich, sich gegen den türkischen Staatschef zu äußern.