Die Zahl der Kinder, die in Indien wegen Covid-19 ihre Eltern verloren haben, steigt besorgniserregend an. Save the Children befürchtet, dass durch fingierte Aufrufe in Social-Media-Kanälen Kinderhandel, illegaler Adoption und Missbrauch Tor und Tür geöffnet werden.
„Ein zweijähriges Mädchen und ein zwei Monate alter Junge suchen dringend ein neues Zuhause. Ihre Eltern sind an Covid-19 verstorben. Adoptionsinteressierte wenden sich bitte an…“ Derartige Posts haben Save the Children alarmiert und zum sofortigen Handeln veranlasst.
Die Kinderrechtsorganisation empfiehlt, keine Details über verwaiste Kinder im Internet zu teilen und die staatliche Hotline „Childline 1098“ zu kontaktieren. In einigen indischen Bundesstaaten betreibt Save the Children eigene Hotlines, um Kindern psychologische Unterstützung anzubieten oder um einfach nur zuzuhören. Viele der Anrufe kommen inzwischen von Kindern, die auf sich allein gestellt sind. Erkrankte Eltern sind zudem aufgerufen, schriftlich festzulegen, wer im Todesfall für die Kinder sorgen soll.
„Der Verlust der Eltern ist das Schlimmste für Kinder! Wir erhalten täglich Dutzende Anrufe bei unseren Hotlines und die Not der Kinder wird noch schlimmer werden“, befürchtet Sanjay Sharma, stellvertretender Programmdirektor von Save the Children in Indien. „Kinder, die plötzlich mutterseelenallein sind, werden leicht Opfer von Ausbeutung, Missbrauch oder geraten in die Fänge von Menschenhändlern.
Viele haben auch hautnah erlebt, wie ihre Eltern unter der Krankheit litten oder starben. Diese Kinder sind verzweifelt. Und je ärmer sie sind, desto leichter geraten sie in einen Teufelskreis aus Ausbeutung, Kinderarbeit und Bildungsverlust – ohne Aussicht, diesen je zu verlassen. Aber das dürfen wir nicht hinnehmen.“
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Während zahlreiche Corona-Leugner in den sozialen Netzwerken die Echtheit der schrecklichen Bilder aus Indien bezweifeln, haben Krematorien in Indien das staatliche Forstamt mit der Bitte kontaktiert, mehr Holz zu liefern. Den städtischen Krematorien in Delhi geht das Holz für die Scheiterhaufen aus, weil die Zahl der durch das Coronavirus verursachten Todesfälle in der Stadt ins Unermessliche steigt, berichtet die indische Zeitung India Today.
Osnabrück – In Deutschland werden Milliarden der vom Plastiktüten-Verbot ausgenommenen sehr dünnen Obst- und Gemüsebeutel verbraucht. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP. Demnach griffen Supermarktkunden im Jahr 2019 – aktuellere Zahlen liegen bislang nicht vor – zu fast 3,65 Milliarden der sogenannten Hemdchenbeutel.
„Dies entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von circa 44 sehr leichten Kunststofftragetaschen bzw. -beuteln pro Jahr“, schreibt das Ministerium unter Berufung auf eine Erhebung der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung.
Die kleinen Tragetaschen mit einer Wandstärke von unter 15 Mikrometern werden auch künftig in den Obst- und Gemüseabteilungen sowie den Fleischtheken vieler Supermärkte zu finden sein. Sie werden kostenlos oder gegen Cent-Beträge abgegeben. Klassische Plastik-Einkaufstüten sind indes ab 2022 verboten. Judith Skudelny, umweltpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, warf Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) Symbolpolitik vor.
Der massive Verbrauch der Hemdchenbeutel „ist ein Teil der Plastik-Wahrheit, den die Ministerin gerne verschweigt“, so die FDP-Politikerin, die intelligentere Lösungen anstelle von Verboten forderte. Skudelny verwies auf biologisch abbaubare Hemdchenbeutel, die nach dem Einkauf als Müllbeutel für den Bio-Abfall weiterverwendet werden könnten.
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Ankara – Die Türkei wird möglicherweise sehr bald dem exklusiven Kreis der wenigen Länder, die Kampfflugzeuge der fünften Generation herstellen, beitreten. Der Erstflug des TF-X-Jets ist für das Jahr 2025 geplant, die Auslieferung der serienmäßig produzierten Einheiten soll 2029 beginnen.
Prof. Ismail Demir, Präsident der türkischen Rüstungsindustrie (SSD), sagte in einem Fernsehinterview, dass die Regierung nach dem Ausschluss des Landes aus dem F-35 Joint Strike Fighter-Programm unter amerikanischer Führung der Produktion ihres einheimischen TF-X-Kampfjets Priorität einräume. Die USA hatten die Türkei im Juli 2019 aus dem F-35-Kampfjet-Programm gestrichen, nachdem Ankara das russische Luftabwehrsystem S-400 gekauft hatte. Die Türkei ist Mitentwickler und Lieferant von etwa 900 Bauteilen.
Die Entscheidung der Türkei, einen eigenen Kampfjet zu entwickeln, fiel jedoch bereits im Dezember 2010. Im August des darauffolgende Jahres erteilte das türkische Verteidigungsministerium dem staatseigenen Luft- und Raumfahrtkonzern mit Hauptsitz in Ankara TAI (TUSAŞ Aerospace Industries), den Auftrag zur Entwicklung eines heimischen Trainings- und Kampfjets.
TAI-CEO Temel Kotil sagte in einem Fernsehinterview am 27. April, dass „die Regierung zusätzliche 1,3 Milliarden Dollar für Phase 1 des TF-X-Programms bereitgestellt habe. Insgesamt arbeiteten 6.000 Ingenieure an diesem Programm.“ Er fügte hinzu, dass sein Unternehmen bald den ersten Hangar für die TF-X sowie den, wie er es nannte, zweitbesten Windkanal Europas zum Testen des Flugzeugs bauen wird.
Es gibt nur wenige konkrete Informationen über den TF-X-Jet, und das bisher Bekannte kann sich noch ändern, wenn das Projekt in die Serienproduktion geht. Dennoch wurde bestätigt, dass der TF-X-Jet ein zweimotoriges Kampfflugzeug sein wird. Das Flugzeug wird auf jeden Fall einige Variationen der üblichen Merkmale der fünften Generation bieten, einschließlich Sensorfusion und fortschrittliche Avioniksysteme.
Das Kampfflugzeug wird einen internen Waffenschacht sowie andere Konstruktionsmerkmale zur Maximierung der Stealth-Leistung unterstützen. Da das TF-X-Kampfflugzeug in erster Linie für Luft-Luft-Einsätze konzipiert ist, wird die Manövrierfähigkeit im Vordergrund stehen. Es gab frühere Spekulationen, dass die Konstrukteure des TF-X-Jets das Schubvektorverfahren als Möglichkeit in Betracht ziehen, wobei der russische Verteidigungsgigant Rostec der Türkei ein Joint-Venture-Produktionsunternehmen angeboten hat, aber Ankaras endgültige Wahl des Triebwerks wurde noch nicht bestätigt.
Der TF-X-Jet wird Luft-Luft-Raketen aus dem laufenden GÖKTUĞ-Programm tragen – das Programm entwickelt zwei Produkte, eine Rakete mit größerer Sichtweite (BVRAAM) und eine Kurzstreckenrakete mit der Fähigkeit, außerhalb der Reichweite zu zielen. Der TF-X-Jet wird wahrscheinlich auch die hochleistungsfähige europäische Langstrecken-Luft-Luft-Rakete Meteor sowie eine Vielzahl von Bomben der türkischen HGK-82-Familie tragen.
Aufbau der Rüstungsindustrie nach Zypern-Sanktionen 1974
Nachdem die Türkei 1974 in Zypern militärisch intervenierte, beschlossen die USA ein Waffenembargo gegen Ankara. Als Reaktion wurden in der Türkei Stiftungen und Rüstungsunternehmen gegründet, die die Entwicklung von eigenen Waffensystemen unterstützen sollten.
„Das größte Verteidigungsunternehmen der Türkei gehört heute zu den einhundert größten der Welt. Im Zuge des Zypernkonflikts ab 1974 erlebte das türkische Militär zahlreiche Nachschub- und Ausrüstungsprobleme, die Ankara dazu veranlassten, die heimische Rüstung zu entwickeln. ASELSAN ist das Ergebnis dieser Politik. Heute exportiert das Unternehmen Systeme in die ganze Welt, darunter Kommunikations- und Radarsysteme, aber auch Raketensuchköpfe“, Yusuf Akbaba von SSD gegenüber Eurasianews.
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Ein Gastbeitrag von Sahin Karanlik
Heute war mein Termin für die erste Covid-Impfung. Ich bin natürlich bestens vorbereitet, habe die Bestätigung und die Bescheinigung vom Arbeitgeber ausgedruckt und mir ein kurzärmliges Hemd angezogen.
“Ist nicht´n bisschen frisch?“, fragt die Freundin.
„Ja, aber dann brauch ich mich da nicht nackig machen“, antworte ich. Will schließlich nicht für unnötige Aufregung sorgen. Bin nicht nur schlau, sondern auch verdammt sexy. Ein Musterimpfling.
Am Impfzentrum parke ich meinen Wagen, setze eine FFP2-Maske auf und gehe zum Eingang. An der Tür werde ich von einem jungen Mann begrüßt, der so aussieht, als würde er sonst vor Discotheken den Einlass kontrollieren. Nur dass er sehr freundlich ist.
„Keine Angst, tut nicht weh“, sagt er und misst mit einem Gerät die Temperatur an meiner Stirn.
Ich darf hinein und am ersten Schalter lege ich meine Terminbestätigung und meinen Ausweis vor. Einen Impfpass habe ich nicht. Nicht, dass ich etwas gegens Impfen hätte, ich werde selten krank und bin somit nicht oft beim Arzt und angeboten wurde es mir nie bei meinen Besuchen. Ich bekomme Unterlagen, die ich ausfüllen muss. Das Übliche, ob man schon an Corona erkrankt war, allergisch ist oder Medikamente nimmt. Kaum bin ich fertig und stehe auf, kommt jemand und desinfiziert Stuhl und Tisch.
Weiter geht´s den roten Pfeilen nach zum nächsten Schalter. Dort werden die Unterlagen überprüft und ich darf auf das Gespräch mit einem Arzt warten. Vor mir sind vielleicht zehn Personen, aber schon nach wenigen Augenblicken bin ich dran. Der Arzt klärt mich über eventuelle Nebenwirkungen auf und gibt Ratschläge. Bei Kopfschmerzen Ibuprofen, bei Fieber Thomapyrin. Die Beratung dauert keine Minute und ich darf weiter zur Ärztin, die mir den Schuss setzen soll. Ich zieh die Jacke aus und hänge sie an den Haken.
„Ich habe mir extra etwas kurzärmliges angezogen“, sage ich und erwarte, dafür gelobt zu werden, dabei setze ich mich auf ihren Platz. Nachdem sie mich darauf hinweist und wir lachen und ich ihr anbiete, sie zu impfen, darf ich mir einem Arm aussuchen.
Das letzte Mal, als ich eine Spritze in den Arm bekommen habe, wurde mir Blut für eine Untersuchung abgezapft. Meist ist die Angst vor der Nadel schlimmer als der eigentliche Schmerz, aber ich habe das immer noch als sehr unangenehm in Erinnerung.
Hier spüre ich nichts, nicht mal den „kleinen Pieks“ von dem alle reden.
„Ich wäre dann soweit“, sage ich, obwohl sie längst fertig ist. Sie bringt mir ein Pflaster auf und ich nutze den kurzen Augenblick, um mich dafür zu bedanken, wie gut und supernett das alles organisiert ist. Tatsächlich habe ich keinen einzigen Mitarbeiter gesehen, der mies drauf oder unfreundlich gewesen wäre. Alle zuvorkommend und nett, eine sehr gute Atmosphäre, um den Impfbereiten die unnötige Angst zu nehmen. So etwas kann man sich als Organisator wünschen, aber erzwingen kann man es nicht. Scheint mir so, dass das Personal ihre wichtige Arbeit sehr gerne macht.
Ich checke aus und verzichte darauf, mich für einige Minuten hinzusetzen. Insgesamt hat alles weniger als eine halbe Stunde gedauert. Zuhause lege ich mich wieder ins Bett, weil ich kaum geschlafen habe. Nach dem Aufstehen spüre ich einen leichten Druck und merke, dass der Arm etwas steif wird. Aber das kennt man ja von Pfizer. Womöglich deren Firmenphilosophie, die auf ihren Gründer Hartmut Hartmann aus Stendal zurückgeht (Nein!). Doch ich will nicht meckern, unser Kind wurde auch mit Hilfe von Viagra gezeugt. Na und? Dafür konnte es nach der Geburt gleich stehen (Brüller!).
Allerdings heißt es, dass die Nebenwirkungen nach der zweiten Impfung stärker sind. Die habe ich dann in ungefähr sechs Wochen und ich hoffe, dass möglichst viele mitmachen und sich impfen lassen und in absehbarer Zeit Corona kein Thema mehr in unserem Leben spielt. Ich werde berichten.
Gastbeiträge geben die Meinung des Autors wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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– Corona-Pandemie –
Eine Momentaufnahme aus einem Impfzentrum in Frankfurt am Main
Seit einem Jahr befindet sich Deutschland im Corona-Lockdown und die Einschränkungen haben nicht nur enorme wirtschaftliche Auswirkungen, sondern auch gravierende soziale- und gesellschaftliche Folgen. Seit Ende 2020 wird in Deutschland gegen den Corona-Virus geimpft.
Köln – Das Ex-Bundestagsmitglied Wolfgang Bosbach kritisiert die hitzige Debatte anlässlich der Bundestags-Kandidatur von CDU-Politiker Hans-Georg Maaßen als unangemessen.
„Die Dämonisierung von Hans-Georg Maaßen halte ich doch für reichlich übertrieben. Er ist nicht Staatsfeind Nummer 1“, sagt er im Podcast „Die Wochentester“ von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)“. „Dass wir uns tagelang mit der Nominierung von Hans-Georg Maaßen beschäftigen, dass einige Schnappatmung bekommen, das halte für etwas übertrieben.“
Bosbach betont aber auch, er wolle „Missverständnisse“ unbedingt vermeiden in diesem Zusammenhang: „Ich teile die Auffassung von Armin Laschet zu 100 Prozent. Mit der AfD wird nicht koaliert, nicht kooperiert, auch nicht einmal verhandelt. Richtig so.“
Er habe über 20 Jahre mit Maaßen zusammengearbeitet in sehr unterschiedlichen Funktionen. „Kennengelernt habe ich ihn, als er für den Bundesinnenminister Otto Schily (SPD und früher bei den Grünen) im Innenministerium gearbeitet hat. Ich wusste da gar nicht, dass er Mitglied der CDU ist, und zwar schon seit langer Zeit und mittlerweile seit einigen Jahrzehnten. Ich habe ihn als Fachmann in puncto Innere Sicherheit kennengelernt.“
Der CDU-Politiker Friedrich Merz hat die frisch gekürte grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock scharf attackiert. „Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass Baerbock Kanzlerin kann. Die Grünen sind ganz überwiegend eine Ein-Themen-Partei.
Ein Gastbeitrag von M. Teyfik Oezcan
Eine wehrhafte Demokratie mit einer funktionierenden Zivilgesellschaft ist in unserem Land ein wichtiges Fundament für die persönliche Freiheit der Bürger sowie für eine nachhaltige Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.
Ein weiterer Indikator, wie es um unsere Demokratie bestellt ist, zeigt u.a. der Umgang des Staates mit ihren Minderheiten. Wenn man sich die letzten 60 Jahre Revue passieren lässt, kann man konstatieren, dass unsere Demokratie auf gesunden Beinen steht und auch für die Zukunft die Aussichten sich optimistisch, trotz der gewaltigen Herausforderungen, anhören.
Das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen gestaltete sich bisher in einem friedvollen Rahmen und wurde getragen von einem hohen gesellschaftlichen Konsens. Diese gesunde Einstellung sollte auch weiterhin als Basis dienen für einen respektvollen Umgang miteinander. Bei der aktuellen Diskussion über die Corona Infektionen bei Bürgern mit Kulturvielfalt wird auf populistische Art und Weise aber eine Minderheit pauschal diffamiert und stigmatisiert, ohne den Versuch zu unternehmen zu differenzieren und auf eine tiefgründige Spurensuche der offenen Beschuldigungen zu gehen.
Diffamierungen sorgen für ein Déjà-vu Erlebnis
Die in Deutschland lebenden Menschen mit Kulturvielfalt sind in der Vergangenheit mit den Verleumdungen der Medien und Politiker aufgewachsen, wenn es nach der Veröffentlichung der Kriminalstatistik um die Frage ging, ob die „Ausländer“ krimineller seien als die Mehrheitsgesellschaft. Pauschale Vorverurteilung, ohne eine ernsthafte Analyse zu fahren, führte zu einer bewussten Diskreditierung einer gesellschaftlichen Gruppe. Diese unreflektierte Berichterstattung brannte sich aber in das Bewusstsein der Mehrheitsgesellschaft nachhaltig ein. Bei eingehender Untersuchung und Differenzierung der Kriminalstatistik konnten schon damals Grundschulkinder diese haltlosen Beschuldigungen widerlegen.
Medien: Besonders viele Migranten auf Intensivstationen
Natürlich gibt es in allen Gesellschaftsgruppen Ignoranten und Leugner der Corona Pandemie, die die Regeln leichtsinnig missachten. Es gibt aber bis dato keine evidenzbasierte Datenlage, die auf eine erhöhte Infektionsrate bei Bürgern mit Kulturvielfalt schließen lässt. Unabhängig davon zeigen erste Studien, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der sozialen Lage und dem Grad des Infektionsrisikos. Bürger mit Kulturvielfalt arbeiten überproportional in systemrelevanten Berufen, wo ein persönlicher Kontakt mit den Kunden unausweichlich ist im Gegensatz zu den Berufsgruppen, die sicher im abgeschirmt Büro ihrer Arbeit nachgehen können.
Ferner wohnen sie in kleineren Wohnungen und nutzen vermehrt die öffentlichen Verkehrsmittel, wo das Risiko angesteckt zu werden viel höher liegt, als bei Bürgern, die in ihrem eigenen Haus wohnen und mit dem eigenen Fahrzeug täglich alleine zur Arbeit fahren, vorausgesetzt natürlich sie sind nicht im Homeoffice tätig. Des Weiteren muss man berücksichtigen, dass Bürger mit Kulturvielfalt überproportional in Körper intensiven Berufen wie beispielsweise im Bergwerk, im Hoch- oder Tiefbau vertreten sind.
Daher ist es unmoralisch sowie verwerflich eine Minderheit zu stigmatisieren und sie für die Verbreitung der Pandemie verantwortlich zu machen. Wenn man sich zudem die Sieben-Tage-Inzidenz-Rate der letzten Monate zur Gemüte führt, wird man unweigerlich feststellen, das Infektionsgeschehen ist im Osten von Deutschland am höchsten, wo sehr wenige Bürger mit Kulturvielfalt dauerhaft ihren Lebensmittelpunkt haben.
Also bevor auf die Bundestagswahl schielende Politiker und Teile der deutschen Medien sich blindlings in populistischer Manier echauffieren, wäre eine nüchterne Bestandsaufnahme im Interesse der Wahrheitsfindung und des sozialen Friedens in Deutschland wünschenswert.
Eine wehrhafte Demokratie sollte sich dieser Demagogie entgegenstellen!
Dieser Gastbeitrag gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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– Kommentar –
SofaGate: „Irgendwas findet man immer, um gegen die Türkei zu hetzen“
Ein Foto erregt seit gestern viele Gemüter. Warum? Weil EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen auf der gemütlichen Couch sitzt, statt auf einem Stuhl daneben. Abstand in Corona-Zeiten.
Von Kemal Bölge
Das Stadtparlament von Nea Propondida (Νέα Προποντίδα) hat in einer Sitzung einstimmig die erneute Umbettung der aus osmanischer Zeit stammenden muslimischen Gräber beschlossen. Zuvor waren bei Bauarbeiten zu einer Turnhalle die Arbeiter auf die muslimischen Grabstätten gestoßen, in dem die Gebeine von 201 Toten lagen. Die Gebeine der Toten wurden von den griechischen Behörden fotografiert, dokumentiert und vom Baugelände abtransportiert.
Journalist Ilhan Tahsin: Vorgehensweise ohne Rücksicht auf islamische Religion
Diese Vorgehensweise wurde am 18. Februar 2021 unter anderem vom Journalisten Ilhan Tahsin in einem Artikel scharf kritisiert, weil dabei ohne das nötige Feingefühl vorgegangen und auf die religiösen Riten der islamischen Religion keine Rücksicht genommen worden sei. Nach Bekanntwerden des Vorfalls bestellte das türkische Außenministerium den Botschafter Griechenlands in Ankara ein, um das Missfallen der türkischen Regierung zum Ausdruck zu bringen.
Historikerin Dr. Konuk Halaçoğlu: Unser Dank gilt dem Stadtparlament von Nea Propontida
Zum Thema der muslimischen Grabstätten erklärte die Historikerin Dr. Neval Konuk Halaçoğlu von der Marmara Universität in Istanbul, dass sie von 2009-2010 bei Forschungsarbeiten in dieser Region auf osmanische Grabstätten gestoßen sei und dazu eine Gedenkstätte mit einer religiösen Zeremonie vorgeschlagen habe.
Sie hob hervor:
„Die Stadtverwaltung von Nea Propondida, zu der das Dorf Simandra des zur Stadt Thessaloniki gehörenden Landkreises, hat im Stadtparlament die Entscheidung (Nummer 65/2021) zur erneuten Beerdigung der vor dem Bevölkerungsaustausch bestatteten Toten getroffen. Es wurde beschlossen, die während der Bauarbeiten zur Sporthalle entdeckten Leichname in einem beschilderten Bereich des Stadtfriedhofs zu bestatten. Dass die Beerdigungszeremonie wie geplant stattfindet, wurde von Vertretern der Stadt bestätigt. Wir möchten uns im Namen der Familien des Bevölkerungsaustauschs bei der Stadtverwaltung von Nea Propontida und allen bedanken, die aus Respekt vor unseren Verstorbenen diese einstimmig getroffene Entscheidung ermöglicht haben.“
Dr. Konuk Halaçoğlu betonte, die durch griechische Behörden genehmigte Beerdigungszeremonie sei die erste offizielle türkische Bestattungszeremonie ihrer Art in Griechenland. In dem ehemaligen osmanischen 500-Seelen-Dorf lebten nach Angaben der Universitätsdozentin einst 167 türkische Familien, die aus Fethiye, Gemlik (Bursa), Içel und Istanbul auswanderten, um sich in der landschaftlich reizvollen und fruchtbaren Region der Chalkidike Halbinsel anzusiedeln.
Historikerin Dr. Konuk Halaçoğlu (Foto: Millet Gazetesi)Stellvertretender türkische Außenminister Kıran zur Stippvisite in Westthrakien
Der stellvertretende türkische Außenminister Yavuz Selim Kıran kam bei einer offiziellen Visite im griechischen Westthrakien mit Vertretern der türkischen Minderheit und NGOs zusammen. Kıran verwies auf die Rechte der Minderheit und erklärte bei einer Pressekonferenz:
„Niemand sollte von uns erwarten, dass wir bei Rechtsverstößen gegen die türkische Minderheit tatenlos zusehen. Um die Rechte der Minderheit zu schützen, werden wir weiterhin auf bilateraler und internationaler Ebene unsere Stimme erheben und dafür Schritte unternehmen. Ohne Zweifel sind die Sorgen der Auslandstürken auch unsere Sorgen.“
Darüber hinaus besuchte der Minister in Thessaloniki auch das Geburtshaus des türkischen Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk, das seit 1953 als Museum fungiert.
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„Der Frieden wird siegen“: Türkische Stadt sendet Botschaft an Griechenland
Inmitten der Spannungen zwischen Ankara und Athen hat eine türkische Stadt eine schöne Botschaft des Friedens an Griechenland gesendet.
Täglich vor dem Bildschirm: Für eine Mehrheit der Deutschen vergeht kein Tag ohne Surfen, kein Tag ohne Fernsehen oder Videos, kein Tag ohne WhatsApp oder andere Nachrichten. Fast jeder besitzt heute ein Smartphone, die Nutzung hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Die Corona-Krise hat diesen Trend noch einmal beschleunigt: Mehr als jeder Dritte nutzt es häufiger als vorher. Dies sind Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Studie „Die Süchte der Deutschen“ der pronova BKK.
Alltag in der Pandemie: Der Kontakt zu anderen läuft in vielen Fällen nur noch über Videoschalten. Das hat die Nutzung digitaler Medien und Kommunikationswege noch verstärkt. 67 Prozent der Deutschen surfen täglich im Internet. 63 Prozent tauschen sich mit anderen über Messenger-Dienste wie WhatsApp aus. 59 Prozent schauen täglich Fernsehen oder Videos. Ob Streaming oder TV, der Video-Konsum hat in der Corona-Krise deutlich zugenommen. Das sagen 35 Prozent der Deutschen. Fast ebenso viele berichten, dass sie auch mehr im Internet surfen als vor der Pandemie. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen sagen dies sogar knapp zwei Drittel der Befragten über ihren Pandemie-Alltag.
Nicht ohne mein Smartphone
Nur noch sieben Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger haben kein Smartphone. Der Vergleich mit der Vorgänger-Studie der pronova BKK aus dem Jahr 2017 belegt auch einen steilen Anstieg der Nutzung: Damals waren 74 Prozent der Deutschen mit ihrem Handy im Internet unterwegs und schrieben Nachrichten über Messenger. Heute tun dies bereits 84 Prozent der Bevölkerung. Die Corona-Krise hat den Trend noch einmal beschleunigt: Mehr als jeder Dritte hängt seit Beginn der Pandemie häufiger am Mobiltelefon als vorher. Vor allem die unter 30-Jährigen legen ihr Handy kaum noch aus der Hand: 72 Prozent nutzen es mehr als vor der Krise.
Ein Leben ohne Smartphone? Das kann sich die Hälfte der Deutschen schlicht nicht mehr vorstellen. Bei der Befragung vor vier Jahren ging es erst einem Drittel der Befragten so. Bei den unter 30-Jährigen sind es heute sogar drei Viertel der Befragten, die nicht mehr ohne ihr Handy auskommen.
Fast jeden Dritten befällt Panik, wenn das Smartphone gerade nicht zur Hand ist. 43 Prozent erwischen sich dabei, wie sie nach einer gewissen Zeit automatisch auf das Smartphone schauen. Morgens gilt der erste Blick dem Handy und abends der letzte, das berichten 41 Prozent. 37 Prozent checken regelmäßig auch auf der Arbeit ihre privaten Nachrichten.
Generation Smartphone
Die unter 30-Jährigen sind in einer Welt mit Handys aufgewachsen – und sie sind heute ihren Geräten noch viel enger verbunden: 31 Prozent der Befragten insgesamt und 74 Prozent der 18- bis 29-Jährigen gestehen, dass sie ihr Smartphone sogar häufig mit aufs Klo nehmen. Vor vier Jahren haben das erst 25 Prozent der Deutschen getan. „Die Nutzung ist Gewohnheit geworden. Wer sich dabei ertappt, das Smartphone immer in Reichweite haben zu müssen, ist zumindest gefährdet, die Kontrolle zu verlieren“, sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der pronova BKK. „Gezieltes Training kann helfen, das Steuer wieder zu übernehmen und zur dosierten Nutzung zurückzukehren: Täglich werden handyfreie Zeiten definiert, in denen das Gerät bewusst zur Seite gelegt wird.“
Das Smartphone benötigt Regeln
Digitale Medien durchdringen zunehmend auch das Familienleben. In der Corona-Krise erlauben knapp zwei Drittel der Eltern ihren Kindern zum Zeitvertreib eine großzügigere Nutzung, um Videos zu schauen, zu chatten oder zu spielen. Zugleich sind 63 Prozent davon überzeugt, dass die intensive Nutzung digitaler Medien durch die Eltern Säuglingen und Kleinkindern schadet. Viele Eltern bemühen sich deshalb um einen verantwortungsvollen Umgang: In 65 Prozent der Familien gilt ein striktes Smartphone-Verbot zu den Mahlzeiten am Tisch, 55 Prozent versuchen, ein gutes Vorbild zu sein, auch wenn es ihnen mitunter schwerfällt, sich selbst zu beschränken. „Es ist wichtig, dass für das Handy und andere digitale Medien Regeln gelten, die den Kindern Orientierung geben. So kann der Nachwuchs den bewussten und dosierten Umgang mit Medien lernen“, sagt Herold von der pronova BKK.
Zur Studie
Die Bevölkerungsbefragung „Die Süchte der Deutschen“ wurde im Januar 2021 im Auftrag der pronova BKK durchgeführt. Bundesweit wurden 1.000 Personen ab 18 Jahren bevölkerungsrepräsentativ nach Geschlecht, Alter und Bundesland online befragt.
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„Viele Selfies können Anzeichen einer psychischen Störung sein“
Der Begriff „Selfitis“ wurde erstmals im Jahr 2014 von der britischen Tageszeitung Daily Telegraph verwendet, um Menschen zu verspotten, die ständig Selfies machten. Nach drei Jahren glauben Psychologen, dass „Selfitis“ zu einer echten psychischen Krankheit geworden ist und sagen, dass Menschen, die an „Selfitis“ leiden, professionelle Hilfe suchen sollten.
Das menschliche Auge ist ein faszinierendes Organ. Es nimmt fein abgestufte Signale wahr, Farben, Kontraste und Formen. Die Direktleitung zum Gehirn sorgt nicht nur dafür, dass wir verstehen, was wir sehen, sondern setzt auch Emotionen und Assoziationen frei. Das gilt natürlich auch, wenn Menschen sich eine Webseite anschauen, die bestimmte Farbmuster enthält, ob harmonisch oder krass, grell oder dezent. Firmeninhaber und Webmaster können allein schon mit Farbtönen vieles steuern.
Eine Homepage einfach intuitiv zu gestalten, ohne genaue Planung, mag in manchen Fällen zwar gut gehen, ist insgesamt aber nicht zu empfehlen. Schließlich handelt es sich um eine öffentlich sichtbare Visitenkarte, die nicht nur einen gewissen Informationsgehalt bieten, sondern auch Vertrauen einflößen, Neugier wecken und Sympathien erzeugen soll. Vorher ein genaues Farbmuster festzulegen gehört zur Routinearbeit professioneller Webmaster – und das ganz zu Recht.
Farbtöne senden immer Signale aus, einzeln und in Kombination zueinander, und diese Botschaften gilt es gezielt zu nutzen. Farbzusammenstellungen dienen auch dazu, den Inhalt besser zu strukturieren und eine optische Hierarchie von Wichtigem und weniger Wichtigem zu schaffen. Der Gestaltungsprozess zieht sich durch das intensive Brainstorming zwar zunächst in die Länge, doch die Zeitinvestition lohnt sich!
Welche Farben – und wie viele?
Auf von Profihand gestalteten Webseiten dominiert häufig ein besonders ins Auge fallender Ton, andere Farben ordnen sich unter. Manchmal sind es auch zwei farbliche Hauptakteure, die sich gegenseitig unterstützen. Extrem selten kommt eine Homepage mit nur einer einzigen Farbe aus, das empfindet selbst der unerfahrene Laie als zu langweilig. Zu bunt sollte es allerdings auch nicht werden, das sorgt für zu viel Unruhe und führt oft dazu, dass sich Besucher genervt abwenden, weil sie sich im Farbenmeer schlecht orientieren können. Es gilt also, mit Feingefühl die Waage zu halten und eine begrenzte Farbpalette auszuwählen, die mit der gewünschten Aussage übereinstimmt.
An dieser Stelle kommt automatisch die Frage auf: Wie viele Farben dürfen es insgesamt sein? Wer sich aufmerksam umsieht, der merkt schnell, dass auf Profi-Homepages ein Potpourri von etwa 4 bis 6 Farben dominiert, die teilweise aus Abstufungen ein und desselben Tons bestehen. Viel mehr braucht es normalerweise nicht, um alle gewünschten visuellen Effekte zu erzielen. Der Hauptton kommt oft sogar seltener zum Einsatz als alle anderen, weil er ganz von selbst kräftig heraussticht. Wer sich die emotionale Wirkung einzelner Farben genau ansieht, erhält erste Hinweise auf die Richtung, die das eigene Web-Design einschlagen sollte.
Rot – die Königin der Farben
Rot ist eindeutig die Farbe mit der stärksten Signalwirkung, es zieht alle Blicke auf sich. Das frische Primärrot sticht besonders stark heraus, dagegen kommt kein anderer Ton an. Aber Achtung: Schnell fühlt sich der Betrachter überstimuliert, dann zieht er sich nach anfänglicher Neugier eher zurück. Rot lässt sich natürlich auch abstufen, dimmen und anpassen, sodass daraus Töne entstehen, die nicht mehr so alarmierend wirken.
Ein dunkles Rot mit Blaustich wirkt beispielsweise angenehm edel, solange es sich nicht über allzu große Flächen erstreckt. Die Gefahr der Überfrachtung ist immer gegeben, darum bleibt Fingerspitzengefühl das A und O beim Einsatz von roten Tönen. Wer mit Rottönen umzugehen weiß, der erregt Aufmerksamkeit, ohne jemanden zu verschrecken: Meistens findet sich nach einigem Herumprobieren genau die passende Dosis! Wichtig ist, das passende Rot zum eigenen Anliegen zu herauszufiltern: Geht es tatsächlich darum, Alarm zu schlagen oder sollen eher warme, romantische Gefühle entstehen? Daran bemisst sich die Entscheidung.
(Beispielfoto: Pixabay)
Violett – ein Hauch von Luxus
Lila beziehungsweise Violett kommt im Webdesign häufig dann zu Wort, wenn sich alles um luxuriöse Produkte dreht. Der Hintergrund: Purpur gehörte viele Jahrhunderte zu den teuersten Farben der Welt, die sich nur die reichsten Menschen leisten konnten. Viele Edelsteine einschließlich Amethyste, Saphire und Diamanten, bestechen durch violette Farbnuancen. Heutzutage wird diese Farbe häufig verwendet, um Akzente im VIP-Bereich zu setzen, denn sie bringt stets einen Hauch von Glamour mit.
Aus diesem Grund bedienen sich auch Spielbanken auf der ganzen Welt dieses Tons, und sogar bei Online Anbietern wie das PokerStars Vegas ist dieser Trend angekommen. Extravaganz heißt die Devise, und die lässt sich am besten mit Violett ausdrücken! Doch auch hier gilt der wichtige Grundsatz, im Zweifelsfall eher zurückhaltend zu sein, um Übertreibungen zu vermeiden. Einem kräftigen Lila einen zarten Pastellton hinzuzufügen, sorgt beispielsweise für Entspannung. Auch Grautöne helfen dabei, die Webseite nicht zu überfrachten.
Blau – die Farbe des Erfolgs
Blau gehört ebenfalls zu den Farben, die sehr häufig auf Webseiten anzutreffen sind. Dieser Ton präsentiert sich deutlich unauffälliger und zurückhaltender als Lila und Rot, selbst in seiner kräftigsten Variante. Er steht für Erfolg und Seriosität, bringt aber auch eine gewisse Luftigkeit mit. Eine Farbe, die man ernst nehmen muss, ohne sie allzu ernst zu nehmen.
Ein tiefes Azurblau kann sogar richtig edel wirken, es lässt nebenbei aber auch den Gedanken an Urlaub und Meer aufkommen. Himmelblau wirkt deutlich verspielter und frischer, verlangt jedoch meistens nach einem dunkleren Kontrast. Viele Reise-Webseiten setzen auf Blautöne, das hält aber auch andere Unternehmen nicht davon ab, sich der blauen Farbpalette zu bedienen. Im Grunde kann jeder Blau verwenden, der sich zu dieser Farbe hingezogen fühlt.
Banken schmücken ihre Webseiten ebenso damit wie Fahrradshops oder Fanpages. Wie immer gilt es, die richtige Nuance zu finden und diese passend zu positionieren, damit der Gesamteindruck zur Botschaft passt.
Gelb und Orange – die junge Frische
Gelb und Orange sind wahre Sonnenfarben, sie bringen eine spezielle Fröhlichkeit und Frische mit. Zitronengelb wirkt besonders spritzig, während das warme Sonnengelb an schöne Sommertage erinnert. Orange bringt durch die Beimischung von Rot eine etwas schwere Note ins Spiel, viele denken dabei an einen Sonnenuntergang oder an die süße gleichnamige Frucht. Auch hier haben wir wieder eine enorme Spannweite verschiedener Töne vor uns, die sich miteinander kombinieren oder einzeln in Szene setzen lassen.
Helles Gelb findet oftmals dort Anwendung, wo es um Spaß und Jugend geht, aber auch Originalität und Kreativität lassen sich damit assoziieren. Künstler-Webseiten profitieren von gelben Akzenten ebenso wie Anbieter von Jugendreisen oder Obsthändler. Natürlich sind wir hier noch nicht am Ende aller Möglichkeiten, viele andere Webseiteninhaber können Gelb und Orange ebenfalls für sich nutzen. Ein Mix aus verschiedenen Gelbtönen unter Zugabe von blauen Akzenten ist nicht ohne Grund besonders beliebt, denn Sonne und Himmel gehören schließlich auch in der Natur fest zusammen.
(Beispielfoto: Pixabay)
Schwarz – die düstere Option
Dunkler als Schwarz geht es nicht – und gerade deshalb scheuen zahlreiche Webseitengestalter davor zurück. Immerhin bleibt normalerweise die Schrift pechschwarz, ansonsten taucht dieser Ton meistens nur in Form dünner Linien oder Striche auf. Schwarze Flächen im Design sind in der Tat gewöhnungsbedürftig, heben aber Inhalte sehr effektiv hervor.
Große weiße Schrift vor schwarzem Hintergrund knallt förmlich ins Auge; bunte Bilder tun es vor dunklem Grund ebenso. Wer sich an das Schwarz herantraut, muss natürlich achtgeben, dass seine Homepage nicht das Flair einer Traueranzeige ausströmt – es sei denn, es handelt sich um einen Leichenbestatter. Vorsicht ist wie immer die Mutter der Porzellankiste, nicht, dass die Besucher zu Schwarzsehern werden!
Grün – der Natureffekt
Keine Farbe steht in einem so engen Zusammenhang mit der Natur wie Grün. Blätter sind grün, Gras ist grün, auch Blumen sind in erster Linie grün. Grüntöne bringen also Natürlichkeit ins Spiel, so erscheint ihre Beliebtheit kaum verwunderlich. Jetzt kommt es nur noch darauf an, in welchem farblichen Umfeld das jeweilige Grün auftaucht: Allgemein steht eine Kombination aus Weiß, Blau und Grün für Sicherheit, wenn dabei Grün dominiert.
Ist Blau der herausragende Ton im Terzett, dann geht die Assoziation eher in Richtung Sympathie. Grün zusammen mit Braun wirkt geerdet und weckt das Gefühl von Zuverlässigkeit. So lassen sich die Parameter je nach gewünschtem Effekt immer ein wenig verschieben, bis genau das passende Ergebnis herauskommt. Auch das Grün selbst ist natürlich variabel: Während helle, gelbliche Nuancen an den jungen Frühling erinnern, wirken tiefdunkle Grüntöne wie Moos oder satte Wiesen.
(Beispielfoto: Pixabay)
Das augenfälligste Fazit lautet: Die Farbgebung sollte sich immer am jeweiligen Unternehmen und dessen Zielsetzung orientieren. Dabei lohnt es sich, das Thema Farbpsychologie ins Auge zu fassen und mit verschiedenen Tönen herum zu probieren. Es geht nicht nur einfach ums farbliche „Gefallen“, sondern auch darum, einen vorher festgelegten Effekt zu erzielen. Der Weg dorthin nimmt Geduld und Zeit in Anspruch, doch ist das Ergebnis – die neu gestaltete Homepage! – endlich da, hat sich der Kampf gewiss gelohnt.
Bagdad – Das irakische Außenministerium hat am Montag den türkischen Botschafter in Bagdad einbestellt und gegen den Besuch von Verteidigungsminister Hulusi Akar auf einem türkischen Armeestützpunkt im Nordirak protestiert.
Das Ministerium sagte in einer Erklärung, es habe dem türkischen Spitzendiplomaten im Irak eine „Protestnote“ über die anhaltenden Verletzungen der irakischen Souveränität durch die türkischen Streitkräfte übergeben.
(Foto: Republik of Iraq)
In dieser Protestnote habe die irakische Regierung „ihren starken Unmut und ihre Verurteilung der Anwesenheit des türkischen Verteidigungsministers Hulusi Akar auf irakischem Territorium und des Treffens mit türkischen Streitkräften, die sich dort illegal und ohne Koordination oder vorherige Genehmigung durch die zuständigen Behörden im Irak aufhalten“, zum Ausdruck gebracht.
In der Note wurden zudem die Äußerungen des türkischen Innenministers über die Absicht der Türkei, eine ständige Militärbasis im Nordirak zu errichten, verurteilt.
„Die irakische Regierung hat die Äußerungen des türkischen Innenministers über die Absicht seines Landes, eine permanente Militärbasis im Nordirak zu errichten, verurteilt“, hieß es in der Erklärung des Außenministeriums.
Der leitende Unterstaatssekretär des Außenministeriums, Nizar Al-Khairallah, erklärte: „Die irakische Regierung lehnt die ständigen Verletzungen der irakischen Souveränität sowie des Land- und Luftraums durch die türkischen Streitkräfte, die den freundschaftlichen Beziehungen, der guten Nachbarschaft und den einschlägigen internationalen Gesetzen und Normen widersprechen, kategorisch ab.“
(Foto: MSB)
Am Samstag besuchte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar in Begleitung des Generalstabschefs, General Yasar Güler, und des Kommandeurs der türkischen Landstreitkräfte, Umit Dündar, den türkischen Stützpunkt im Nordirak, um die Militäroperationen gegen die PKK)zu überwachen.
„Die Türkei respektiert die territoriale Integrität und Souveränität aller ihrer Nachbarn, einschließlich des Irak“, sagte Akar als Reaktion auf Bagdads Äußerungen am Mittwoch.
„Unser einziges Ziel ist es, Terrorismus und Terroristen zu bekämpfen. Jeder sollte wissen, dass wir im Nordirak wegen der Terroristen sind, die aufgrund der geografischen Bedingungen der Region dort Unterschlupf gefunden haben“, sagte Akar bei einem Besuch der Gölcük-Marineflotte im nordwesttürkischen Kocaeli am Mittwoch.
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