Paris – Marine El Himer, französisches Model und Reality-TV-Star, ist zum Islam konvertiert und erklärt, dies seien die glücklichsten Tage ihres Lebens.
„Diese Momente markieren den glücklichsten Tag in meinem Leben“, sagte sie in den sozialen Medien und verkündete, dass sie vor einigen Monaten Muslimin geworden ist.
Himer ist auch in den sozialen Medien ein großer Star mit Millionen von Followern. Sie teilte ein Video von sich, in dem sie die Schahada, das Bekenntnis zum islamischen Glauben, spricht. Sie nahm das Video während eines Besuchs in Mekka auf, wo sie die Umrah-Pilgerfahrt absolvierte. Sie teilte weiter mit, dass sie vor einigen Monaten den Islam angenommen habe und sagte, dass ihre Konversion eine Entscheidung ihrer Seele, ihres Herzens und ihrer Vernunft war.
„Es gibt keine Worte, die stark genug sind, um die Intensität des Glücks und der Gefühle auszudrücken, die ich in diesem Moment erlebe“, schrieb El Himer.
Die Konversion von Himer wurde von ihren Anhängern, die sie zu diesem Schritt beglückwünschten, sehr begrüßt, und ein großer Teil von ihnen brachte seine Freude über diese Nachricht zum Ausdruck.
Himer war in der Reality-TV-Show Les Princes et les Princess de l’Amour (Die Prinzen und Prinzessinnen der Liebe) in Frankreich zu sehen.
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Der umstrittene Influencer Andrew Tate, der weithin als „Frauenfeind“ verurteilt wurde, ist laut Berichten in den sozialen Medien zum Islam konvertiert.
Ein Reisebericht von Merih Mucan
Als mein Freund zu mir sagte: „Wir fahren im August mit dem Fahrrad nach Gökçeada, kommst du mit?“, sagte ich: „Natürlich komme ich mit“, nicht ahnend, wie ernst und schwierig die Aufgabe war. Während ich in Aydın meine Campingausrüstung und das Fahrrad ins Auto packte und losfuhr, luden meine beiden Freunde im 700 Kilometer entfernten Bolu ebenfalls ihre Ausrüstung in ihr Fahrzeug und fuhren gen Çanakkale.
Zunächst überquerten wir mit einer Autofähre die Meerenge am Stadtzentrum von Çanakkale und kamen eingangs in Eceabat und schließlich an der Anlegestelle in Kabatepe an. Eineinhalb Stunden dauerte es, bis die Fähre Gökçeada erreichte.
Kaliméra heißt Guten Morgen!
Am ersten Tag unserer Tour besuchten wir die Stadt Kaleköy im Norden der Insel, die uns mit ihren engen Gassen, restaurierten Steinhäusern, Kopfsteinpflastern und verlassenen Häusern empfing.
Ein Steinhaus in Kaleköy
Die Burg auf der Spitze des Hügels war ziemlich beschädigt und schaute bis zum Horizont in den Himmel der Ägäis. Ohne zu lange in Kaleköy zu verweilen, fuhren wir nach Eski Bademli, einem griechischen Dorf. Die Häuser im Dorf schienen leer zu sein, abgesehen von einer kleinen Gruppe älterer Menschen und einigen Familien, die wahrscheinlich aus Griechenland stammten, und wir wussten nicht, was sie dachten, als wir versuchten, den Einheimischen „Guten Morgen“ auf Griechisch zu sagen, aber unsere Bemühungen, Griechisch zu sprechen, waren bewundernswert.
Die Kirche auf dem Dorfplatz von Eski Bademli war sauber und gut gepflegt, die Gärten der Häuser im Dorf waren mit bunten Blumen und Feigenbäumen geschmückt, und nachdem wir ein paar Feigen gegessen und Energie getankt hatten, verabschiedeten wir uns von Eski Bademli.
Eine Kirche im Stadtzentrum von GökçeadaEine Erkundungstour mit dem Fahrrad
Diesmal wenden wir uns in Richtung Kuzulimanı, Güzelceköy und Kefaloz und fahren durch das Zentrum von Gökçeada. Die Straße ist bis Kuzulimanı sehr schön asphaltiert, während der Übergang nach Güzelceköy recht anspruchsvoll ist. Der Asphalt endet und ein steiniger Feldweg empfängt uns.
Wir nehmen unsere Fahrräder in die Hand und setzen unseren Weg mit Auf und Ab fort. Der Osten der Insel ist recht ruhig, unbewohnt und hat nur wenige Wasserquellen. Während wir auf der Suche nach Wasser auf der Straße sind, kommen wir unter einem Baum zu unserer Rettung, wo Ziegen dicht bevölkert sind.
Wir sind froh, dass Ziegen nicht an einem leeren Ort bleiben, und eine Wasserquelle taucht vor uns auf und wir verwandeln uns in einen Freudenball.
Ein Steinhaus in Eski Bademli
Wir machen hier eine Pause für etwa eine Stunde und setzen unseren Weg fort. Gegen Nachmittag erreichen wir den Strand von Kefalos im Südosten der Insel. Hier sehen wir den Salzsee und machen uns sofort auf den Weg nach Yıldızkoyu, wo wir übernachten. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir unsere Zelte und suchen uns erschöpft einen Platz zum Schlafen.
Ein teilrestauriertes Steinhaus im Zentrum von GökçeadaZeytinli ist für den Autoverkehr gesperrt
Am dritten Tage unserer Reise beschließen wir, einen Ausflug zu zwei griechischen Dörfern in der Nähe des Stadtzentrums zu machen; eines davon ist Zeytinli und das andere Tepeköy. Wir beginnen unseren Streifzug in Yıldızkoyu und setzen sie mit Zeytinli fort, indem wir durch das Zentrum von Gökçeada fahren. Zeytinli ist ein Dorf, das für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist und rund um die Uhr von einem Kamerasystem überwacht wird, genau wie das alte Bademli.
Die private griechische Grundschule in Zeytinli. Gökçeada Rum İlkokulu.
Nachdem wir eine Weile bergauf gelaufen sind, findet sich am Eingang des Dorfes eine private griechische Grundschule und dieser gegenüber einer Kirche, von der wir nicht wissen, ob sie Schüler hat oder nicht. Dieses Dorf ist im Vergleich zum alten Bademli-Dorf ziemlich lebendig und groß; es gibt viele Restaurants, Souvenirläden und griechische Tavernen im Dorf. Diesmal machen wir uns auf den Weg in Richtung Tepeköy; die Sonne verliert langsam ihre Wirkung, unsere Energie steigt und wir treten in die Pedale.
Am Hang von Tepeköy hat ein Freund von uns einen Platten und wir reparieren den Reifen sofort mit den Materialien, die wir haben und setzen unseren Weg fort. Nach einer sehr steilen Piste kommen wir in Tepeköy an.
Wir überwinden die Schranken am Eingang und beginnen, das Dorf zu besichtigen. Das Dorf ist recht lebendig und die griechische Bevölkerung ist sehr zahlreich. In den Restaurants auf dem Dorfplatz treffen sich die Menschen mit ihren Verwandten und essen bei Unterhaltung zu Abend, während sich die Onkel im Dorf-Café amüsieren. Wir schließen uns diesem Vergnügen an und genießen die berühmte griechische Nachspeise „Galatoboureko“ im Agridia-Taş-Cafe.
Nachdem wir uns hier ausgeruht haben, sagen wir: „Wir sollten wieder nach Tepeköy kommen“ und verlassen den Ort mit positiven Erinnerungen. Wir verabschiedeten uns mit der Hoffnung, am nächsten Tag mit guten Erinnerungen auf die Insel zurückkehren zu können.
Allgemeiner Eindruck
Es gibt fast überall auf der Insel Ziegen- und Schafherden, der Baumbestand ist relativ gering und bietet ein karges Bild. Über das Meer der Insel gibt es nichts zu sagen, es ist sehr sauber und das Wasser ist warm, man kann an vielen Stellen der Insel schwimmen und mit Hilfe von Schnorchelbrillen die Fische beobachten, im westlichen Teil der Insel gibt es auch viele Windsurfer. Vor allem Wohnwagen mit rumänischen, griechischen und bulgarischen Nummernschildern halten sich in dieser Region auf und genießen das Meer und die Brandung; Campingplätze gibt es an vielen Stellen der Insel, und auch die Zahl der Boutique-Hotels ist gut.
Der Autor, Jahrgang 1989, unterrichtet Mathematik an einer Realschule.Aus dem Türkischen von Kemal Bölge
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Türkei: Sanierung einer weiteren Kirche abgeschlossen
Die für ihr „heiliges Wasser“ bekannte Panagia Phaneromeni Kirche wurde 1890 im Stadtteil Kemal Paşa der westtürkischen Stadt Ayvalık in der Provinz Balıkesir erbaut. Die Kirche hat eine neoklassizistische Architektur und ist vielleicht das bekannteste und wichtigste Bauwerk im Zentrum von Ayvalık.
von Nabi Yücel
Die Stimmung innerhalb der türkischen Gesellschaft gegenüber Flüchtlingen erreicht einen kritischen Punkt. Immer mehr regierungskritische Stimmen in der Türkei fordern lautstark Syrer auf, das Land zu verlassen.
Über 3,8 Millionen Flüchtlinge leben in der Türkei. Die Mehrzahl wird von Nichtregierungsorganisationen unterstützt, die mit Programmen der Vereinten Nationen zielgerichtet versorgt werden. Die türkische Regierung stellt die Flüchtlingsunterkünfte bereit, in der die Flüchtlinge mit Programmen der UN-Flüchtlingshilfe sowie Mitteln der EU versorgt werden.
Seit 2016 zahlt die Europäische Union Milliarden, um die Flüchtlinge in der Türkei zu versorgen. Im Gegenzug, so steht es in dem EU-Türkei-Flüchtlingspakt, hält die türkische Regierung die Flüchtlinge vor der Einreise in die EU auf, nimmt Flüchtlinge aus der EU zurück, die keinen Asylstatus erhalten haben.
Ein geringer Teil von Flüchtlingen lebt außerhalb dieser Programme. Sie arbeiten als Geringverdiener, zahlen Miete oder haben etwas Vermögen, von der sie zehren können oder in der Türkei investieren, um so über die Runden zu kommen. Manche haben sich inzwischen eingelebt, betreiben Lokale oder Geschäfte, die die syrische Kultur wiedergeben.
Das wird in der Türkei nicht von allen gern gesehen. Vor allem die türkische Opposition, hat daraus ein Politikum gemacht, mit der sie die türkische Regierung unter der AKP gezielt angreifen und ihre Flüchtlingspolitik kritisieren.
Dabei greift die regierungskritische Opposition auf Meinungsmacher in sozialen Kanälen und Medien zurück, die in der EU als regierungskritische Journalisten, Politiker oder Persönlichkeiten für ihre Lobbyarbeit gelobt werden. Ihre immer wiederkehrenden fremdenfeindlichen Kampagnen zielen auf Flüchtlinge, mit der ein Klima der Angst geschaffen wird.
Das wirft automatisch die Frage auf, was nach der Ära der AKP die oppositionelle türkische Flüchtlingspolitik mit sich bringen wird, sollte sie ihre fremden- und flüchtlingsfeindlichen Kampagnen auch politisch umsetzen. Kann dann der EU-Türkei-Flüchtlingspakt von 2016 noch aufrechterhalten werden; werden die Flüchtlinge dann noch davon abgehalten, in die EU weiter zu flüchten; und vor allem, werden dann noch Flüchtlinge aus der EU zurückgenommen?
In der Türkei halten sich Sozialdemokraten und Linke bei solchen fremdenfeindlichen Kampagnen gegen Flüchtlinge auffallend zurück oder werden derartige politische Statements gar stillschweigend geteilt. Mit ein Grund dafür sind die oppositionsnahen Medien, die diese Kampagnen geradezu beschönigend wiedergeben und damit wie ein Brandbeschleuniger wirken. Diese Meldungen wiederum, werden in den sozialen Medien von Regierungskritikern wiedergegeben, die selbst als Globetrotter im Ausland leben. Eine gefährliche und zugleich toxische Mischung, die sich da in der Türkei unter dem Deckmantel der Regierungskritik gebildet hat.
Zum Thema
– Tanju Özcan –
Türkei: Oberbürgermeister lässt rassistische Plakate gegen Syrer anbringen
Der Oberbürgermeister der türkischen Stadt Bolu, hat mit rassistischen Plakaten syrische Flüchtlinge aufgefordert, das Land zu verlassen.
Der Streit zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem Vorsitzenden der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kılcdaroglu, spitzt sich zu, nachdem letzterer die Regierung beschuldigt hatte, den Drogenkartellen den Weg in die Türkei zu ebnen.
Kılıcdaroglu ist der erste Politiker, gegen den auf der Grundlage des umstrittenen „Desinformationsgesetzes„, das im Oktober im Parlament verabschiedet wurde, ermittelt wird. Am 2. November reichten die Regierungsbeamten gegen den CHP-Vorsitzenden Strafanzeige wegen Irreführung der Öffentlichkeit und Verleumdung ein.
Der CHP-Vorsitzende wies die Vorwürfe am 4. November zurück, indem er behauptete, die Türkei sei zu einem Zufluchtsort für Drogenkartelle geworden, und er „würde es vorziehen, wenn es eine Anhörung gäbe, damit er die Namen dieser Kartelle nennen könnte“, und zwar während seines Besuchs in London, wohin er gereist war, um „legitime Geldquellen für die Türkei zu finden.“
Erdogan warf Kılıcdaroglu am 5. November vor, AKP-Funktionäre zu „verleumden“, und argumentierte, dass ein Besuch in London kein „legitimes Geld“ sichern würde, da das Land „eine Tür für diejenigen ist, die die Welt rücksichtslos ausbeuten.“
CHP-Chef: „Ich hoffe, es wird eine Anhörung geben“
Die Generaldirektion für Sicherheit erstattete am 2. November Anzeige gegen den wichtigsten Oppositionsführer wegen „absichtlicher Irreführung der Öffentlichkeit“, nachdem Kılıcdaroglu die AKP-Regierungsvertreter dafür kritisiert hatte, illegale Geldquellen in der Türkei zu dulden und damit den Drogenkartellen den Weg zu ebnen, ihre Geschäfte, insbesondere in Istanbul, auszuweiten, nur um „das Leistungsbilanzdefizit zu finanzieren.“ Er fügte hinzu, dass seine CHP „legale Geldquellen in die Türkei bringen“ werde, im Gegensatz zu den „illegalen Geldquellen“ der AKP.
Erdogan warf dem CHP-Vorsitzenden daraufhin vor, zu lügen und Verleumdungen als Wahlpropaganda zu verwenden.
Bei der Beantwortung von Journalistenfragen in London am 4. November wies Kılıçdaroğlu die gegen ihn eingereichten Strafanzeigen zurück und erklärte, er würde es „vorziehen, dass es eine Anhörung gibt“, damit er „die in Istanbul operierenden Drogenkartelle namentlich auflisten“ und „diese Namen in einem offiziellen Protokoll festhalten“ könne.
Kara paradan evlatlarımızın payına uyuşturucu düştü. Peki ya onların çocuklarına? pic.twitter.com/UWaYWWUbpH
„Die absichtliche Irreführung der Öffentlichkeit“ wurde mit der neuen Änderung des Strafgesetzbuches und des Pressegesetzes als Straftatbestand definiert, was zu heftiger Kritik seitens der Opposition führte, die argumentiert, dass dies dem herrschenden Block nur dazu dient, seinen Einfluss auf die Presse und die sozialen Medien zu verstärken.
Legale Drogengelder und der Streit in London
Der CHP-Vorsitzende hielt sich zwischen dem 2. und 5. November zusammen mit der für Wirtschaft und Jugend zuständigen CHP-Delegation in London auf, um „legale Finanzquellen für die Türkei zu finden“. Er besuchte eine Reihe von Unternehmen, Neugründungen und Investoren, die alle mit Finanzierungsprinzipien der neuen Generation arbeiten, wie z. B. Risikokapitalunternehmen.
Auf die Frage nach dem Grund für seine Besuche erklärten CHP-Vertreter, die Türkei brauche „neue Finanzquellen“, da das Land zu einem „Schauplatz für Geldwäsche und illegale Finanzgeschäfte“ geworden sei. „Die CHP trifft sich mit Finanzquellen der neuen Generation, um die Infrastruktur aufzubauen, die die Türkei für ausländische Investoren attraktiv machen wird.“
Erdogan kritisierte Kılıçdaroğlus Besuche im Ausland scharf und heizte damit den Streit um „illegales Geld“ weiter an.
„Er sollte legitimes Geld suchen, aber der Ort, den er besucht hat, ist die Tür zu denen, die die Welt, einschließlich unseres Landes, rücksichtslos ausbeuten“, sagte Erdogan.
„Wissen Sie eigentlich, wo Sie waren? Wir machen keine Geschäfte mit ihnen, denn wir sind autark. Wir haben Macht, wir brauchen diese Türen nicht“, fügte er hinzu.
Istanbul – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Freitag NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Istanbul empfangen.
Nach dem Treffen lobte Stoltenberg die Rolle der Türkei bei der Wiederaufnahme des Schwarzmeergetreidehandels.
Die NATO und die Türkei sind sich einig, dass es „wichtig ist, die Ukraine zu unterstützen, um diesen Angriffskrieg Russlands zu beenden“, so NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.
Gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolusagte er am Samstag: „Ich habe Erdogan und die Türkei für das gelobt, was sie getan haben, sowohl für die Unterstützung der Ukraine als auch für die Erleichterung des Abkommens, das den Export von Getreide aus der Ukraine ermöglicht.“
„Dies ist wichtig für die ganze Welt, insbesondere für die arme Welt, und hilft, die Lebensmittelpreise zu senken. Die Türkei hat eine Schlüsselrolle dabei gespielt, dies zu ermöglichen“, so Stoltenberg weiter.
Stoltenberg wies erneut darauf hin, dass der Ukraine-Konflikt ein „Krieg der Wahl“ sei.
„Das ist Russland, Präsident Wladimir Putin, der in ein anderes Land einmarschiert … Wir müssen verstehen, dass Präsident Putin diesen Krieg begonnen hat. Dies ist ein Krieg der Wahl, und er kann diesen Krieg morgen beenden“, zitiert Anadolu den NATO-Chef.
Stoltenberg betonte das „Recht der Ukraine, sich zu verteidigen“ und ihr Territorium zurückzuerobern: „Wenn Präsident Putin und Russland aufhören zu kämpfen, dann werden wir Frieden haben. Wenn Präsident (Wolodymyr) Selenski und die Ukraine aufhören zu kämpfen, dann wird die Ukraine aufhören, als unabhängige und souveräne Nation zu existieren“.
Er sagte, die internationale Gemeinschaft habe die „Verantwortung, die Ukraine zu unterstützen, damit sie sich selbst verteidigen kann“.
„Natürlich glaube ich, dass ich hoffe, dass dieser Krieg auch irgendwann am Verhandlungstisch beendet wird. Aber wir wissen auch, dass das, was die Ukraine am Verhandlungstisch erreichen kann, absolut von der Stärke auf dem Schlachtfeld abhängt“, fügte er hinzu.
„Wenn wir also wollen, dass sich die Ukraine als souveräne, unabhängige Nation durchsetzt, dann müssen wir die Ukraine militärisch unterstützen, um ihre Position zu stärken und die Wahrscheinlichkeit eines für die Ukraine akzeptablen Verhandlungsergebnisses zu maximieren.“
Stoltenberg kritisierte auch die „rücksichtslose“ und „gefährliche nukleare Rhetorik“ Russlands.
„Russland muss verstehen, dass ein Atomkrieg nicht gewonnen werden kann und … schwerwiegende Folgen für Russland haben wird“, betonte er.
„Wir haben auch über den Abschluss der #NATO-Mitgliedschaft von #Finnland und #Schweden gesprochen, die unser Bündnis stärken wird“, schrieb er auf Twitter.
Am Donnerstag traf der NATO-Generalsekretär zu einem dreitägigen Besuch in der Türkei ein, bei dem es vor allem um die Verlängerung des Istanbuler Getreideabkommens und die NATO-Beitrittsgesuche Schwedens und Finnlands gehen soll.
Stoltenberg traf am Donnerstag in Istanbul auch mit dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu zusammen.
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– Getreidelieferungen –
Erdogan überredet Putin zu Fortführung des Getreide-Deals
Moskau hatte nach einem Drohnenangriff auf seine Schwarzmeerflotte am Samstag seine Teilnahme am Abkommen zum Export von ukrainischen Getreide ausgesetzt.
Ankara – Nach zahlreichen Verhandlungserfolgen von Recep Tayyip Erdogan, wie etwa die Wiederaufnahme der Getreidelieferungen nach Gesprächen mit Putin, werde sich der türkische Staatschef auch mit dem neuen Twitter-Chef Elon Musk in Verbindung setzen, um die angekündigte monatliche Gebühr von acht Dollar für das blaue Verifikationsabzeichen zu erörtern.
„Es könnte für uns anders sein“, sagte Erdogan in einem live übertragenen Interview, als er nach der neuen Gebühr für den blauen Haken gefragt wurde.
„Wir könnten auch mit ihm Verhandlungen führen“, sagte Erdogan scherzhaft in Anlehnung an Ankaras erfolgreiche Vermittlungsbemühungen der letzten Monate.
Multimilliardär Musk und Erdogan haben bereits vor Jahren die Stärkung der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, unter anderem auch die Raumfahrttechnologie, angekündigt. Musk besuchte Erdogan bereits im November 2018, nachdem der türkische Staatschef damals das erste türkische E-Auto TOGG angekündigt hatte. Bei dem Treffen im Präsidialpalast in Ankara wurden neben dem geplanten Fahrzeug auch mögliche Kooperationen in der neuesten Generation von Akkus, Wind- und Sonnenenergie, aber auch Verkehrsprobleme in Ballungsräumen und das Graben von Verkehrstunneln besprochen.
Nachdem im Januar 2021 die SpaceX-Trägerrakete den türkischen Satelliten TÜRKSAT 5-A ins All brachte, hat der US-Raumfahrtkonzern im Dezember 2021 auch den Satellit TÜRKSAT 5-B in die Erdumlaufbahn transportiert.
Die Falcon-9-Raketen von SpaceX befördern regelmäßig türkische Satelliten sowohl für die militärische als auch für die zivile Nutzung in die Umlaufbahn. Armenische Lobbyorganisationen in Nordamerika hatten im im Januar Druck auf SpaceX ausgeübt, damit das Unternehmen aus dem Projekt mit dem türkischen Verteidigungsministerium aussteigt.
Acht Dollar für Blauen Haken
Nach dem Abschluss der 44 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Social-Media-Riesen in der vergangenen Woche sagte Musk, das Unternehmen werde acht Dollar pro Monat für seinen blauen Dienst verlangen, der das begehrte „verifizierte“ Abzeichen beinhaltet. Bisher vergibt Twitter die Symbole mit dem Häkchen, die die Echtheit des Twitter-Profils garantieren, kostenlos.
Nach weltweiter Kritik der Nutzer hat der Tesla-Chef seine Entscheidung am Donnerstag verteidigt.
Er teilte ein witziges Meme, in dem Leute glücklich sind, 8 Dollar für einen Starbucks-Kaffee zu zahlen, aber jammern, wenn sie für einen Verifizierungscode auf Twitter bezahlen müssen. Dann teilte er ein weiteres Foto eines Sweatshirts zum Preis von 58 Dollar.
Er sagte weiter: „Von rechts und links gleichzeitig angegriffen zu werden, ist ein gutes Zeichen“.
„Twitter ist einfach der interessanteste Ort im Internet. Das ist der Grund, warum Sie diesen Tweet gerade lesen“, fügte der Tesla-Chef hinzu.
Kurz nachdem Musk seinen Plan für eine neue Twitter-Version angekündigt hatte, äußerten sich viele Menschen enttäuscht über seine Entscheidung. Musks Plan, von Twitter-Nutzern Gebühren für ein verifiziertes Konto zu verlangen, löste bei einigen langjährigen Nutzern der Microblogging-Website schnell Empörung und Unverständnis aus. Musk ließ sich von den Reaktionen jedoch nicht beeindrucken. Am Mittwochmorgen meldete er sich auf Twitter zu Wort und bekräftigte seine Haltung in dieser Angelegenheit.
„An alle, die sich beschweren: Bitte beschwert euch weiter, aber es wird 8 USD kosten“, twitterte er.
„Die Idee, für Beleidigungen und Argumente Geld zu verlangen, habe ich von Monty Python geklaut“, fügte Musk später hinzu.
Vor einem Tag kündigte Musk einen kostenpflichtigen Twitter-plus-Dienst an, der es den Nutzern ermöglichen soll, lange Videos und Audios zu posten und auch „Spam und Betrug“ zu bekämpfen.
„Das derzeitige System von Twitter, das festlegt, wer ein blaues Häkchen hat und wer nicht, ist Schwachsinn. Power to the people! Blau für 8 USD/Monat“, tweetete er.
In der Zwischenzeit hat Musk, der den 44-Milliarden-Dollar-Deal zur Übernahme von Twitter abgeschlossen und die Kontrolle über die Mikroblogging-Plattform übernommen hat, seinen Lebenslauf in „Twitter-Beschwerde-Hotline-Betreiber“ geändert.
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Tesla-Gründer Elon Musk isst in Deutschland am liebsten Döner
Ein weiterer Tweet des Tesla-Gründers Elon Musk wird in der Türkei gefeiert und geht viral. Auf die Frage, was er in Deutschland am liebsten esse, antwortet der Multimilliardär mit „Döner Kebab“.
Den Haag – Die niederländische Polizei beendete am Dienstag nach Ausschreitungen eine Demonstration auf dem Malieveld in Den Haag. Der Protest richtete sich gegen den angeblichen Einsatz von Chemiewaffen durch die Türkei gegen die Terrororganisation PKK.
Laut der Polizei von Den Haag wurden bei den Ausschreitungen mehrere Personen mit Kopf-, Arm- oder Beinverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zwei Demonstranten wurden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht, nach dem die Polizei die berittene Polizei einsetzen musste, um die Demonstration aufzulösen. 12 Demonstranten wurden festgenommen.
Die Protestaktion, die von PKK-nahen Vereinen und Verbänden in den Niederlanden organisiert und auf dem Malieveld, einer Grünfläche im Stadtzentrum von Den Haag, stattfinden sollte, geriet außer Kontrolle, nach dem die Demonstranten in Richtung der türkischen Botschaft marschierten.
Polizeikräfte stoppten den Vormarsch, dabei kam es zu den Ausschreitungen, bei der Demonstranten mit Fahnenstangen auf Polizeipferde schlugen und die Bereitschaftspolizei angriffen.
Immer wieder wirft die Terrororganisation PKK der Türkei vor, in Nordsyrien chemische Waffen einzusetzen. Der jüngste Vorwurf wurde über das PKK-nahe Online-Portal Firat News am 18. Oktober erhoben. Die türkische Armee bestreitet jedoch, Chemiewaffen zu besitzen oder einzusetzen. Die Türkei ratifizierte das Chemiewaffenübereinkommen (CWÜ) im Jahre 1997.
Mit der Überwachung zur Einhaltung der Konvention ist seit ihrem Inkrafttreten 1997 die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) mit Sitz in Den Haag verantwortlich.
Nabi Yücel
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Die deutsche Polizei geht weiterhin mit voller Härte gegen mutmaßliche Mitglieder der verbotenen Terrororganisation PKK vor.
Berlin – Der außenpolitische Sprecher der Grünen, Reinhardt Bütikofer, hat die Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach China als sinnlos kritisiert.
Er nannte den Besuch am Donnerstag im rbb24 Inforadio„zu diesem Zeitpunkt, in diesem Format und mit dieser Unklarheit in der Strategie des Kanzlers […] nicht richtig“.
Mit Blick auf die Forderung von Scholz an China, deutschen Unternehmen zu erlauben, in chinesische einzusteigen, sprach Bütikofer von „kaltem Kaffee“.
„Das haben wir jetzt ungefähr 25 Jahre lang von China gefordert. Als China in die WTO aufgenommen wurde, hat China versprochen, dass es ein Beschaffungsrecht schaffen würde, das für ausländische Unternehmen dieselben Rechte schafft wir für chinesische. Das haben sie, glaube ich, 17 Mal wiederholt das Versprechen, aber nie realisiert. Also wer heute noch mit dem Versprechen hantiert, vielleicht könne man China gut zureden, der will den Leuten ein X für ein U vormachen. … China verfolgt keine Wirtschaftspolitik der Partnerschaft, sondern eine Wirtschaftspolitik der Abhängigkeiten, und China ist bereit, Abhängigkeiten, wenn sie dann existieren, auch zur politischen Waffe zu machen.“
Bütkofer kritisierte in diesem Zusammenhang ausdrücklich den Kurs eines Teils der Wirtschaft sowie der Bundesregierung.
„Von den ganzen europäischen Investitionen, die im letzten Jahr nach China flossen, waren über 80 Prozent von nur zehn Unternehmen, von zehn Großkonzernen. Das heißt, die anderen, die sind schon zum Management der Diversifizierung übergegangen. Da gibt es zwei Realitäten in unserer Wirtschaft: Die einen, die sich so abhängig gemacht haben, dass sie nur die Chance sehen, noch abhängiger zu werden – und die anderen, die versuchen, nicht in die Falle zu gehen. Die Frage ist jetzt: Wen unterstützt die Politik, und da ist der Bundeskanzler eindeutig. Von den zwölf Unternehmen, die er mitnimmt, sind neun die Chefs von Großkonzernen.“
Der Grünen-Europapolitiker zeigte sich außerdem empört darüber, dass Scholz den Bundesverband der Deutschen Industrie, BDI, bei der China-Reise ausgeladen hat.
„Das hat es noch nie gegeben, dass der BDI als Repräsentant der deutschen Wirtschaft nicht mitgenommen wurde, aber offensichtlich hat sich der BDI zu kritisch geäußert. Der Herr Russwurm wurde von der chinesischen Botschaft angefratzt, weil er was von Menschenrechten gesagt hatte – und dann nimmt ihn der Bundeskanzler daraufhin nicht mit, aber er verspricht dann, er sagt irgendetwas über Menschenrechte.“
Ohne die Softwareentwickler, deren Spiele man in Online Casinos findet, gäbe es kein Glücksspiel im Internet. Sie sind es, die immer neue spannende Games entwickeln und damit zu einer tollen Spielerfahrung beitragen. Es gibt viele Softwareentwickler, deren Spiele alle eine einmalige Handschrift haben. Wir haben die bekanntesten einmal ausgewählt und stellen sie unseren Lesern vor.
Merkur
Merkur gehört zur deutschen Gauselmann-Gruppe, die bereits seit 1957 im stationären Glücksspiel unterwegs ist. In Delmenhorst wurde 1974 die erste Merkur-Spielothek eröffnet. Der Hersteller ist für seine Früchteslots bekannt, die es sowohl in den Spielhallen als auch online gibt.
Spiele wie Blazing Star, Fruitinator oder Multi Wild sind den meisten Kennern bekannt. Der Hersteller mit dem Logo einer lachenden Sonne veröffentlicht aber auch weiterhin spannende Titel. Dazu gehören Snow Wolf Supreme oder Gold Cup.
Pragmatic Play
Bei Pragmatic Play handelt es sich um einen Spielehersteller, den es erst seit 2015 gibt. Trotzdem ist er eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen der Casino-Branche. Diesen Erfolg des maltesischen Unternehmens verdankt es seinen Spielautomaten. Die Softwarelösungen der Firma erhielten bereits Auszeichnungen der Glücksspielbranche. Bisher wurden über 400 Pragmatic Play Slots veröffentlicht und diese sind bei den Spielern sehr populär. Zu den beliebtesten davon gehören Wolf Gold, Gates of Olympus und Sweet Bonanza.
NetEnt
NetEnt hat skandinavische Wurzeln und ist einer der populärsten Hersteller von Online Slots. Gegründet im Jahr 1996, erfolgte die Börsennotierung in Stockholm im Jahr 2007. Die Idee von NetEnt-Spielen ist, dass jedes einzelne Game über unverwechselbare Merkmale verfügen soll.
Dieser Umstand ist es auch, der NetEnt so erfolgreich macht. Um die Marktpräsenz weiter auszubauen, schloss sich das Unternehmen im Jahr 2021 Evolution an, die die Marktführer bei Live Casino Spielen sind. So kann man die bekanntesten NetEnt-Slots wie Starburst, Gonzo’s Quest oder Dead or Alive II in noch mehr Online Casinos finden.
Gamomat
Die Berliner Softwareschmiede Gamomat gibt es bereits seit 2008. Bis 2013 versorgten sie aber landbasierte Spielotheken mit ihren Games und entwickelten Video-Spiele. Seit 2013 sind sie auch im Bereich Online Slots unterwegs und vor allem in deutschen Online Casinos sehr erfolgreich. Die Themen sind sehr vielfältig und reichen von Früchte-Slots über Fantasy-Themen bis zum Altertum. Am bekanntesten sind Ramses Book, Fancy Fruits und Roman Legion.
Play’n GO
Den Softwarehersteller Play’n GO verbinden wir natürlich mit dem Kult-Slot Book of Dead. Er war es, der die Bücherslots zu einem eigenen Genre in Online Casinos machte und viele Nachahmer fand. Aber es wäre falsch, den in 1997 gegründeten Softwareentwickler auf dieses eine Spiel zu reduzieren. Das Portfolio umfasst mittlerweile 340 Games und deckt alle Themen ab. Die einzigartige Grafik und die spannenden Funktionen sind es, die Spiele wie Fire Joker, Rise of Merlin und viele andere so erfolgreich machen.
Fazit
Nicht nur die genannten Softwareentwickler sorgen für Spannung in den Online Casinos. Es gibt viele weitere innovative Studios, die Spieler immer wieder mit tollen Games überraschen. Das betrifft nicht nur die Themen, die grafische Umsetzung oder die Features, sondern auch die Technologie und die Spielweise. Man darf wirklich gespannt sein, welche spannenden Online-Slots mit VR-Brille oder sogar im Metaverse in Zukunft an den Start gehen werden.
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Türkei: Gaming-Industrie soll auf 10 Mrd. Dollar wachsen
Die Gaming-Industrie der Türkei wird zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Das Land will ihren Anteil an der weltweit 150 Milliarden Dollar schweren Industrie von derzeit einer Milliarde Dollar auf 10 Milliarden erhöhen.
Ankara – Moskau hatte nach einem Drohnenangriff auf seine Schwarzmeerflotte am Samstag seine Teilnahme am Abkommen zum Export von ukrainischen Getreide ausgesetzt.
Nach Angaben des russischen Militärs wurde der Angriff, den Moskau der Ukraine unter Beteiligung britischer Spezialisten anlastet, teilweise von dem für den Getreidetransport genutzten Schiffskorridor aus durchgeführt. Ziel der Drohnenangriffe waren nach Angaben Moskaus auch Schiffe, die beim Schutz der Getreide-Konvois im Einsatz gewesen seien, berichtet die Welt.
Kiew hatte keine Verantwortung übernommen und bestreitet, den Sicherheitskorridor des Getreideprogramms für militärische Zwecke zu nutzen.
Das Exportabkommen wurde von Russland und der Ukraine vereinbart und von der Türkei und den Vereinten Nationen im Juli vermittelt, um die weltweite Hungerkrise zu lindern, die zum Teil durch Moskaus Einmarsch in der Ukraine, einem wichtigen Getreideproduzenten, und eine frühere Blockade der dortigen Häfen verursacht wurde. Es soll am 19. November auslaufen.
Dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist nach einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen am Dienstag nun eine Fortführung der Getreidelieferungen gelungen.
Erdogan sagte, der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe seinen türkischen Amtskollegen Hulusi Akar angerufen und ihm mitgeteilt, dass das Getreidekorridor-Abkommen ab Mittwoch fortgesetzt werde.
„Nach dem Gespräch, das wir gestern mit Herrn Putin geführt haben, werden die Getreidelieferungen ab heute um 12 Uhr wie geplant fortgesetzt“, so Erdogan vor der Fraktionssitzung der regierenden AKP.
Auf die Frage, wie es ihm gelungen ist den russischen Präsidenten zu überreden, sagte Erdogan: „Überlassen Sie das mir. Zuerst werde ich es Ihnen erklären, dann Biden“.
Kurz nach Erdoğans Äußerungen erklärte auch das russische Verteidigungsministerium, das Land werde seine Beteiligung an dem Schwarzmeer-Kornabkommen wieder aufnehmen.
„Die Russische Föderation ist der Ansicht, dass die derzeit erhaltenen Garantien ausreichend sind, und nimmt die Umsetzung des Abkommens wieder auf“, so das Verteidigungsministerium in einer Erklärung.
Das Ministerium erklärte, dass es dank der Beteiligung der Vereinten Nationen und der Türkei möglich gewesen sei, von der Ukraine schriftliche Garantien zu erhalten, dass sie den humanitären Korridor und die ukrainischen Häfen nicht für militärische Operationen gegen Russland nutzen werde.
Die Erklärung stellte eine Kehrtwende Moskaus dar, das zuvor erklärt hatte, es sei riskant und inakzeptabel, dass Schiffe weiterhin durch den humanitären Korridor fahren, der im Rahmen einer von der Türkei und den Vereinten Nationen im Juli vermittelten Vereinbarung eingerichtet wurde.
Erdogan sagte am Mittwoch, dass die Vereinbarung den Lieferungen an afrikanische Staaten, darunter Somalia, Dschibuti und Sudan, Vorrang einräumen würde. Dies entspreche den Bedenken Russlands, dass der Großteil des Getreides in reicheren Ländern lande.