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Gökçeada: Die malerische Insel aus Olivenhainen und Pinienwäldern

Als mein Freund zu mir sagte: „Wir fahren im August mit dem Fahrrad nach Gökçeada, kommst du mit?“, sagte ich: „Natürlich komme ich mit“.

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Ein Reisebericht von Merih Mucan

Als mein Freund zu mir sagte: „Wir fahren im August mit dem Fahrrad nach Gökçeada, kommst du mit?“, sagte ich: „Natürlich komme ich mit“, nicht ahnend, wie ernst und schwierig die Aufgabe war. Während ich in Aydın meine Campingausrüstung und das Fahrrad ins Auto packte und losfuhr, luden meine beiden Freunde im 700 Kilometer entfernten Bolu ebenfalls ihre Ausrüstung in ihr Fahrzeug und fuhren gen Çanakkale.

Zunächst überquerten wir mit einer Autofähre die Meerenge am Stadtzentrum von Çanakkale und kamen eingangs in Eceabat und schließlich an der Anlegestelle in Kabatepe an. Eineinhalb Stunden dauerte es, bis die Fähre Gökçeada erreichte.

Kaliméra heißt Guten Morgen!

Am ersten Tag unserer Tour besuchten wir die Stadt Kaleköy im Norden der Insel, die uns mit ihren engen Gassen, restaurierten Steinhäusern, Kopfsteinpflastern und verlassenen Häusern empfing.

Ein Steinhaus in Kaleköy

Die Burg auf der Spitze des Hügels war ziemlich beschädigt und schaute bis zum Horizont in den Himmel der Ägäis. Ohne zu lange in Kaleköy zu verweilen, fuhren wir nach Eski Bademli, einem griechischen Dorf. Die Häuser im Dorf schienen leer zu sein, abgesehen von einer kleinen Gruppe älterer Menschen und einigen Familien, die wahrscheinlich aus Griechenland stammten, und wir wussten nicht, was sie dachten, als wir versuchten, den Einheimischen „Guten Morgen“ auf Griechisch zu sagen, aber unsere Bemühungen, Griechisch zu sprechen, waren bewundernswert.

Die Kirche auf dem Dorfplatz von Eski Bademli war sauber und gut gepflegt, die Gärten der Häuser im Dorf waren mit bunten Blumen und Feigenbäumen geschmückt, und nachdem wir ein paar Feigen gegessen und Energie getankt hatten, verabschiedeten wir uns von Eski Bademli.

Eine Kirche im Stadtzentrum von Gökçeada

Eine Erkundungstour mit dem Fahrrad

Diesmal wenden wir uns in Richtung Kuzulimanı, Güzelceköy und Kefaloz und fahren durch das Zentrum von Gökçeada. Die Straße ist bis Kuzulimanı sehr schön asphaltiert, während der Übergang nach Güzelceköy recht anspruchsvoll ist. Der Asphalt endet und ein steiniger Feldweg empfängt uns.

Wir nehmen unsere Fahrräder in die Hand und setzen unseren Weg mit Auf und Ab fort. Der Osten der Insel ist recht ruhig, unbewohnt und hat nur wenige Wasserquellen. Während wir auf der Suche nach Wasser auf der Straße sind, kommen wir unter einem Baum zu unserer Rettung, wo Ziegen dicht bevölkert sind.
Wir sind froh, dass Ziegen nicht an einem leeren Ort bleiben, und eine Wasserquelle taucht vor uns auf und wir verwandeln uns in einen Freudenball.

Ein Steinhaus in Eski Bademli

Wir machen hier eine Pause für etwa eine Stunde und setzen unseren Weg fort. Gegen Nachmittag erreichen wir den Strand von Kefalos im Südosten der Insel. Hier sehen wir den Salzsee und machen uns sofort auf den Weg nach Yıldızkoyu, wo wir übernachten. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir unsere Zelte und suchen uns erschöpft einen Platz zum Schlafen.

Ein teilrestauriertes Steinhaus im Zentrum von Gökçeada

Zeytinli ist für den Autoverkehr gesperrt

Am dritten Tage unserer Reise beschließen wir, einen Ausflug zu zwei griechischen Dörfern in der Nähe des Stadtzentrums zu machen; eines davon ist Zeytinli und das andere Tepeköy. Wir beginnen unseren Streifzug in Yıldızkoyu und setzen sie mit Zeytinli fort, indem wir durch das Zentrum von Gökçeada fahren. Zeytinli ist ein Dorf, das für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist und rund um die Uhr von einem Kamerasystem überwacht wird, genau wie das alte Bademli.

Die private griechische Grundschule in Zeytinli. Gökçeada Rum İlkokulu.

Nachdem wir eine Weile bergauf gelaufen sind, findet sich am Eingang des Dorfes eine private griechische Grundschule und dieser gegenüber einer Kirche, von der wir nicht wissen, ob sie Schüler hat oder nicht. Dieses Dorf ist im Vergleich zum alten Bademli-Dorf ziemlich lebendig und groß; es gibt viele Restaurants, Souvenirläden und griechische Tavernen im Dorf. Diesmal machen wir uns auf den Weg in Richtung Tepeköy; die Sonne verliert langsam ihre Wirkung, unsere Energie steigt und wir treten in die Pedale.

Am Hang von Tepeköy hat ein Freund von uns einen Platten und wir reparieren den Reifen sofort mit den Materialien, die wir haben und setzen unseren Weg fort. Nach einer sehr steilen Piste kommen wir in Tepeköy an.

Wir überwinden die Schranken am Eingang und beginnen, das Dorf zu besichtigen. Das Dorf ist recht lebendig und die griechische Bevölkerung ist sehr zahlreich. In den Restaurants auf dem Dorfplatz treffen sich die Menschen mit ihren Verwandten und essen bei Unterhaltung zu Abend, während sich die Onkel im Dorf-Café amüsieren. Wir schließen uns diesem Vergnügen an und genießen die berühmte griechische Nachspeise „Galatoboureko“ im Agridia-Taş-Cafe.

Nachdem wir uns hier ausgeruht haben, sagen wir: „Wir sollten wieder nach Tepeköy kommen“ und verlassen den Ort mit positiven Erinnerungen. Wir verabschiedeten uns mit der Hoffnung, am nächsten Tag mit guten Erinnerungen auf die Insel zurückkehren zu können.

Allgemeiner Eindruck

Es gibt fast überall auf der Insel Ziegen- und Schafherden, der Baumbestand ist relativ gering und bietet ein karges Bild. Über das Meer der Insel gibt es nichts zu sagen, es ist sehr sauber und das Wasser ist warm, man kann an vielen Stellen der Insel schwimmen und mit Hilfe von Schnorchelbrillen die Fische beobachten, im westlichen Teil der Insel gibt es auch viele Windsurfer. Vor allem Wohnwagen mit rumänischen, griechischen und bulgarischen Nummernschildern halten sich in dieser Region auf und genießen das Meer und die Brandung; Campingplätze gibt es an vielen Stellen der Insel, und auch die Zahl der Boutique-Hotels ist gut.

Der Autor, Jahrgang 1989, unterrichtet Mathematik an einer Realschule.

Aus dem Türkischen von Kemal Bölge

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