Türkei
Starlink-Konkurrenz: Türkei kündigt Satellitennetzwerk an

Istanbul – Der Gründer des renommierten türkischen Rüstungskonzerns Baykar, Selçuk Bayraktar, hat die Errichtung eines Satellitennetzwerkes angekündigt. „Alles ist bereit. Wir werden ein Team von Satelliten in eine niedrige Umlaufbahn schicken. Zwei von ihnen sind bereit. Das Ziel sind 100 Satelliten“, sagte Bayraktar gegenüber dem TV-Sender TRT haber. Es soll ein globales Positionierungssystem geschaffen werden.
„Ein globales Positionierungssystem ist sehr wichtig und strategisch für unsere Souveränität.“
In einer Live-Sendung von TRT Haber erläuterte Bayraktar die Einzelheiten des von der zu Baykar gehörenden Fergani Space Company durchgeführten Projekts. Bayraktar betonte, dass das Projekt im Rahmen des Nationalen Raumfahrtprogramms durchgeführt wird.
Das Gefühl, dass wir es nicht schaffen, ist verschwunden. Jetzt wird darüber diskutiert, wie wir es schaffen können, wie wir eine führende Rolle in der Welt einnehmen können.
Musks gigantisches Projekt Starlink Starlink ist bekannt als das Satellitenkonstellationssystem, das eine weltweite Internetabdeckung ermöglichen soll. Starlink, eine Initiative des Unternehmens SpaceX von Elon Musk, besteht aus Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn, die Hochgeschwindigkeits-Internetdienste bereitstellen sollen. Mit 6697 Starlink-Satelliten im Erdorbit (Stand Juli 2024) ist SpaceX weltweit der mit Abstand größte Satellitenbetreiber. Insgesamt bestehen Genehmigungen für den Start von maximal 19.427 Satelliten sowie Anträge von SpaceX für nochmals bis zu 22.488 Satelliten.

Videospiele
Die neuesten Entwicklungen im Online-Gaming-Bereich: Wachstum und Sicherheit internationaler Plattformen

Die Online-Gaming-Industrie erlebt in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum. Immer mehr Spieler weltweit entdecken die Vorteile des digitalen Spielens, sei es auf Konsolen, PCs oder mobilen Geräten. Ein besonderer Trend zeigt sich in der steigenden Beliebtheit internationaler Gaming-Plattformen, die es Spielern ermöglichen, unabhängig von ihrem Standort auf eine Vielzahl von Spielen zuzugreifen. Doch mit dem globalen Wachstum kommen auch Herausforderungen, insbesondere in den Bereichen Sicherheit und Fairness.

Wachstum internationaler Plattformen

Die globale Gaming-Branche hat sich zu einem Milliardenmarkt entwickelt, und internationale Plattformen spielen dabei eine zentrale Rolle. Anbieter wie Steam, Epic Games und andere bieten Spielern Zugang zu einem breiten Spektrum an Spielen, oft zu wettbewerbsfähigen Preisen und mit einer großen Community. Diese Plattformen profitieren von einer globalen Reichweite und einer immer breiter werdenden Spielerbasis. Ein weiterer Schlüsselfaktor ist die kontinuierliche Erweiterung der Spielbibliotheken sowie die Implementierung von Cross-Play-Funktionen, die es Spielern ermöglichen, plattformübergreifend zu spielen.

Herausforderungen durch unterschiedliche Lizenzierungsbedingungen

Eines der größten Hindernisse für internationale Gaming-Plattformen sind die unterschiedlichen Lizenzierungsbedingungen in den jeweiligen Ländern. Während einige Länder liberale Gesetze haben, die den Betrieb von Gaming-Plattformen begünstigen, gibt es in anderen Regionen strikte Regulierungen. Dies führt dazu, dass Plattformen oft verschiedene Versionen ihrer Dienste anbieten müssen, um den rechtlichen Vorgaben gerecht zu werden. Ein prominentes Beispiel ist der Unterschied zwischen europäischen und US-amerikanischen Lizenzierungsstandards, die sich in Bezug auf Datenschutz, Jugendschutz und Monetarisierung stark unterscheiden können.

Sicherheit und Fairness als Priorität

Trotz der regulatorischen Herausforderungen legen internationale Gaming-Plattformen großen Wert auf die Sicherheit und Fairness ihrer Dienste. Maßnahmen wie Verschlüsselungstechnologien, Zwei-Faktor-Authentifizierung und regelmäßige Sicherheitsupdates sind inzwischen Standard, um die Daten der Spieler zu schützen. Darüber hinaus setzen viele Plattformen auf unabhängige Prüfer und Zertifizierungen, um die Fairness ihrer Spiele zu gewährleisten. Dies ist besonders wichtig in Bereichen wie Online-Casinos, wo das Vertrauen der Spieler in die Plattform entscheidend ist.

Der Boom der Online-Casinos

Ein besonderes Segment innerhalb der Online-Gaming-Branche ist der Bereich der Online-Casinos. Diese Plattformen erleben seit einigen Jahren einen regelrechten Boom, da sie Spielern eine breite Palette an Casino-Spielen wie Poker, Blackjack und Spielautomaten bieten, die bequem von zu Hause aus gespielt werden können. Trotz der unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen in den einzelnen Ländern haben sich viele Online-Casinos erfolgreich etabliert. Online Casinos bieten dabei oft Boni und Promotions an, die neue Spieler anziehen und bestehende Nutzer binden. Dabei ist es wichtig, dass die Casinos über gültige Lizenzen verfügen und faire Spielbedingungen bieten, um das Vertrauen der Spieler zu gewinnen und langfristig zu halten. Die Lizenzen müssen nicht deutsch sein, denn es gibt auch genügend Casinos, die keine deutsche Lizenz aber sicher sind.

Die Rolle von Kryptowährungen und Blockchain

Eine weitere interessante Entwicklung im Online-Gaming ist die wachsende Akzeptanz von Kryptowährungen. Viele Plattformen erlauben mittlerweile Zahlungen mit Bitcoin, Ethereum und anderen digitalen Währungen, was den Spielern zusätzliche Flexibilität und Anonymität bietet. Die Blockchain-Technologie wird zudem genutzt, um transparente und fälschungssichere Transaktionen zu gewährleisten, was besonders im Bereich der In-Game-Käufe und Mikrotransaktionen von Vorteil ist.

Ausblick: Die Zukunft des Online-Gamings

Die Zukunft des Online-Gamings sieht vielversprechend aus, da Technologien wie Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) immer weiter entwickelt werden und bald einen noch immersiveren Spielerlebnis bieten könnten. Zudem könnte die Integration von künstlicher Intelligenz (KI) dazu beitragen, Spiele realistischer und dynamischer zu gestalten. Plattformen, die sich frühzeitig an diese Trends anpassen und gleichzeitig die Sicherheit und Fairness ihrer Dienste im Auge behalten, werden langfristig zu den Gewinnern zählen.

Fazit

Die Online-Gaming-Industrie steht am Beginn einer neuen Ära, in der internationale Plattformen eine immer größere Rolle spielen. Trotz der Herausforderungen durch unterschiedliche Lizenzierungsbedingungen gelingt es vielen Anbietern, durch innovative Sicherheitsmaßnahmen und faire Spielbedingungen das Vertrauen der Spieler zu gewinnen. Besonders im Bereich der Online-Casinos wird deutlich, wie wichtig transparente und regulierte Angebote für den Erfolg sind. Die Zukunft des Online-Gamings bleibt spannend, und es ist zu erwarten, dass neue Technologien und Geschäftsmodelle den Markt weiter revolutionieren werden.

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– Videospiele – Türkei: Gaming-Industrie soll auf 10 Mrd. Dollar wachsen

Die Gaming-Industrie der Türkei wird zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Das Land will ihren Anteil an der weltweit 150 Milliarden Dollar schweren Industrie von derzeit einer Milliarde Dollar auf 10 Milliarden erhöhen.

Türkei: Gaming-Industrie soll auf 10 Mrd. Dollar wachsen

Aktienmarkt
Gesundheitssektor gehört dieses Jahr zu den Top-Branchen

Von Rune Sand-Holm

Healthcare-Aktien wie Novo Nordisk und Eli Lilly haben den breiten Aktienmarkt im bisherigen Jahresverlauf deutlich hinter sich gelassen. Gesundheit dürfte auch zukünftig ein vielversprechendes Thema bleiben

Bei Aktien des Gesundheitssektors liegen Höhen und Tiefen dicht beieinander. Während 2023 in Bezug auf die relative Performance das schlechteste Jahr seit 1999 war, gehört der Sektor in diesem Jahr mit einem Plus von rund 18 % gemessen am MSCI World Health Care Index (in USD) zu den Spitzenreitern. Bemerkenswert ist auch, dass die europäischen Unternehmen des Gesundheitswesens im Durchschnitt besser abgeschnitten haben als ihre amerikanischen Pendants.

Viele europäische Unternehmen verfügen über interessante Pipelines. Zu den Titeln, die sich seit Jahresbeginn am besten entwickelt haben, zählen das biopharmazeutische Unternehmen UCB und der Schweizer Medikamenten-Auftragsfertiger Lonza Group, der unter anderem über große Kapazitäten für biologische Arzneimittel verfügt.

Das schwedisch-britische Pharmaunternehmen AstraZeneca hatte in diesem Jahr ebenfalls einen sehr guten Lauf und erscheint nach wie vor sehr vielversprechend, insbesondere im Hinblick auf sein Onkologieportfolio.

Alzheimer – ein Markt der Zukunft

Einer der nächsten großen Märkte ist wahrscheinlich die Behandlung von neurologischen Erkrankungen. In den USA sind bereits zwei Medikamente für die Behandlung der Alzheimer-Krankheit auf dem Markt.

Auch wenn die Wirksamkeit nicht bahnbrechend ist, bieten diese Medikamente den Patienten eine Behandlungsmöglichkeit, für die es früher nur eine symptomatische Behandlung gab. Es besteht also ein enormer ungedeckter Bedarf bei dieser verheerenden Krankheit. Und wir glauben, dass hier noch mehr kommen wird, denn die Industrie konzentriert sich sehr stark auf diesen Bereich und investiert kräftig in ihn.

In den kommenden Jahren bzw. in der nächsten Dekade könnte es Behandlungsmöglichkeiten für viele andere neurologische Erkrankungen geben, die das gesamte Spektrum des ungedeckten medizinischen Bedarfs bei neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer, Psychosen, Parkinson und Depression abdecken.

Der Schweizer Pharmariese Roche erlebt derzeit mit seinem Mix aus niedriger Bewertung und einem vielversprechenden Produktportfolio eine Renaissance. Ein Beispiel ist die Entwicklung eines Medikaments gegen die Alzheimer-Krankheit auf der Grundlage der Brain-Shuttle-Technologie, mit der einige der Probleme im Zusammenhang mit der Übertragung des Medikaments über die Blut-Hirn-Schranke überwunden werden könnten, die bei ähnlichen, in den USA bereits zugelassenen Medikamenten auftreten.

Diese Barriere zwischen dem Blutkreislauf und dem zentralen Nervensystem schützt das Gehirn vor schädlichen Substanzen – aber auch vor großmolekularen Arzneimitteln wie Antikörpern. Zudem will Roche die Entwicklung seiner Arzneimittelkandidaten gegen Diabetes und Fettleibigkeit beschleunigen und hat damit das Potenzial, einen der attraktivsten Pharmamärkte der Gegenwart zu bedienen.

Diabetes – der derzeit attraktivste Biopharmamarkt

Novo Nordisk und Eliy Lilly beherrschen mit ihren beliebten Medikamenten Ozempic, Wegovy, Mounjaro und Zepbound den Markt für Diabetes und Medikamente gegen Fettleibigkeit. Eli Lilly hat die Erwartungen für das zweite Quartal deutlich übertroffen, während Novo Nordisk ein eher durchwachsenes Quartal hatte, aber dennoch sehr beeindruckende Wachstumszahlen lieferte.

Die Börse ließ den Aktienkurs von Eli Lilly um etwa 20 % steigen, während Novo Nordisk zurückblieb. Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass sich für den dänischen Branchenführer viel zum Schlechten ändern wird, denn es steht außer Frage, dass die Nachfrage nach diesen Medikamenten zur Gewichtsreduktion das Angebot in den kommenden Quartalen und möglicherweise sogar Jahren übersteigen wird.

Schmerzen behandeln ohne Opioide

Vertex Pharmaceuticals aus den USA bedient als Weltmarktführer für Mukoviszidose-Arzneimittel einen lukrativen Markt. In ihrer vielversprechenden Pipeline besticht derzeit zudem ein Medikament für die Schmerzbehandlung, das nicht opioidhaltig ist und somit nicht süchtig macht.

Es durchläuft gerade die letzte Phase vor der Zulassung. Wir glauben, dass dies eine große Chance für das Unternehmen sein könnte, da Opioid-Abhängigkeit heute ein großes Problem in den USA und die durchschnittliche Lebenserwartung aufgrund des übermäßigen Konsums von Opioiden um etwa fünf Jahre gesunken ist.


Rune Sand-Holm, Portfoliomanager DNB Fund Health Care bei DNB Asset Management

Reisen
Wie eine Fernreise nach Südkorea der Seele guttut

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Die Planung einer Fernreise nach Südkorea kann anspruchsvoll sein, doch die Reise bietet weit mehr als nur eine neue Umgebung. Neben der Erkundung des Landes und dem Kennenlernen der koreanischen Kosmetik ermöglicht der Aufenthalt im Fernen Osten eine umfassende Erholung von Körper und Geist. Verschiedene Wellness-Angebote und kulturelle Aktivitäten schaffen Gelegenheiten zur tiefen Ruhe und inneren Balance. Diese Erfahrungen fördern nicht nur die physische Erholung, sondern helfen auch, neue Perspektiven zu gewinnen und dem Alltagsstress zu entkommen. Seoul – Die Hauptstadt der koreanischen Kosmetik Sobald man in Seoul, der pulsierenden Hauptstadt Südkoreas, angekommen ist, beginnt das Abenteuer. Seoul ist nicht nur für seine beeindruckende Architektur und seine lebhaften Straßenmärkte bekannt, sondern auch für seine führende Rolle in der Welt der koreanischen Kosmetik. Hier findet man eine Vielzahl von Kosmetikläden, die innovative Produkte anbieten, die weltweit geschätzt werden. Als ein beliebtes Beispiel gilt die Marke Beauty of Joseon. Sie ist bekannt für ihre Verwendung traditioneller koreanischer Inhaltsstoffe wie Reismilch, grüne Pflaumen und Hanbang-Seren – pflanzliche Extrakte aus der traditionellen koreanischen Medizin. Diese Inhaltsstoffe bieten nicht nur eine intensive Feuchtigkeitsversorgung, sondern auch eine beruhigende Wirkung auf die Haut, wodurch sie zart und strahlend wird. Die koreanische Kosmetik unterscheidet sich wesentlich von herkömmlicher Kosmetik. Während traditionelle Produkte oft auf schnelle Ergebnisse abzielen, setzt K-Beauty auf einen mehrstufigen Ansatz. Dieser umfasst mehrere Reinigungs- und Pflegephasen, um die Haut gründlich zu reinigen, zu nähren und zu schützen. Zudem legt K-Beauty großen Wert auf präventive Hautpflege, um Hautprobleme zu vermeiden, anstatt nur bestehende zu behandeln. Diese ganzheitliche Methode fördert nicht nur kurzfristige Schönheit, sondern langfristige Hautgesundheit. Entspannung und Erholung durch traditionelle koreanische Wellness Eine Reise nach Südkorea bietet nicht nur die Möglichkeit, in die Welt der Hautpflege einzutauchen, sondern auch tiefgreifende Entspannung und Erholung für die Seele zu erfahren. Traditionelle koreanische Wellness-Rituale, wie das entspannende „Jjimjilbang“, ein öffentlicher Bade- und Saunakomplex, sind ein Highlight. Diese Einrichtungen bieten eine Vielzahl von Bädern, Saunen und Erholungsbereichen, die dazu beitragen, Stress abzubauen und Körper und Geist zu regenerieren. Die Kombination aus warmem Wasser, beruhigender Atmosphäre und oft auch speziellen Behandlungen wie Salz- oder Kräuterbädern kann eine tiefgreifende Entspannung fördern und das allgemeine Wohlbefinden steigern. Solche Erlebnisse ermöglichen es Reisenden, sich vom hektischen Alltag zu lösen und neue Energie zu tanken. Kulturelle Erlebnisse zur Förderung des inneren Gleichgewichts Neben den körperlichen Entspannungsmöglichkeiten bietet Südkorea auch eine Fülle von kulturellen Erlebnissen, die das innere Gleichgewicht stärken können. Das Land ist reich an traditioneller Kultur, von Zen-Meditationen in alten Tempeln bis hin zu beruhigenden Spaziergängen in den historischen Palästen und Gärten. Diese kulturellen Aktivitäten bieten nicht nur einen Einblick in die koreanische Geschichte und Tradition, sondern auch die Gelegenheit zur inneren Reflexion und Achtsamkeit.Der Kontakt mit der koreanischen Kultur und Geschichte kann inspirierend und beruhigend wirken, indem er die Seele nährt und eine tiefere Verbindung zu sich selbst und der Welt um einen herum fördert. Solche Erfahrungen tragen dazu bei, den Geist zu entspannen und die eigene Perspektive zu erweitern.

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Die türkische Millionenmetropole verzeichnete auch in den ersten fünf Monaten dieses Jahres einen weiteren Besucherrekord.

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Auto-Krise
Jens Spahn will Verbrennerverbot zurücknehmen

Osnmabrück – CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn hat früheren VW-Chefs die Schuld an der Krise der deutschen Autoindustrie gegeben und den Ruf nach einer Rücknahme des EU-Verbrennerverbotes bekräftigt. „Leider haben einige ehemalige VW-Lenker – womöglich als Ablenkung von ihrem Diesel-Skandal – plötzlich alles auf die Elektroauto-Karte gesetzt. Ich wage die These: Ohne den ein oder anderen früheren VW-Chef wäre Deutschlands Autoindustrie nicht in der Misere, in der sie gerade steckt“, sagte Spahn im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). BMW sei „deutlich klüger“ gewesen, habe auf neue Verbrenner, Wasserstoff und E-Autos gesetzt, und stehe davor, mehr E-Autos in Europa zu verkaufen als Tesla, so Spahn weiter. „Ich setze weiterhin darauf, dass wir in der EU die Kurve noch nehmen und uns vom desaströsen E-Auto-Zwang verabschieden. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen an der Verbrenner-Industrie. Das Verbrennerverbot war eine falsche Entscheidung der EU und wir wollen sie zurücknehmen.“ Das Ziel laute Klimaneutralität und nicht Elektromobilität als Selbstzweck, sagte Spahn der „NOZ“. Die Deutschen Autobauer hätten einen 100-jährigen Vorsprung beim Verbrenner. „Statt uns über den E-Auto-Vorsprung der Chinesen zu grämen, könnten wir ja erstmal unseren Vorsprung bei Diesel und Benzinern nutzen. Wir können Verbrenner-Autos ohne eine Schraube aus China bauen, aber Elektroautos können wir ohne Vorprodukte aus China nicht herstellen.“

Gaza-War
Germany: Journalists for freedom of the press in the Gaza war

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Berlin – The situation for journalists in Gaza is more dangerous than anywhere else in the world. As “Reporters Without Borders” announced, 140 media professionals have already been killed by the Israeli military offensive during the war. At least 31 of them were killed in the course of their work, some of them deliberately. Attacks on members of the press are war crimes. “Nevertheless, the Israeli military repeatedly kills colleagues who were clearly recognizable as press representatives due to the inscriptions on their vests and helmets. At the beginning of August, for example, the army shot 27-year-old Al-Jazeera reporter Ismail al-Ghoul and his cameraman Rami al-Refee. Both were killed,” the statement reads. Journalists in Germany have now signed a petition condemning what they see as one-sided reporting on the Gaza war. The signatories include employees of the Süddeutsche Zeitung, Der Spiegel, public broadcaster RTL and Die Zeit. On the new Website Protect Gaza Journalists, they demand, among other things, a lifting of the Israeli ban on independent international reporters entering the war zone and protection for journalists in Gaza. German media are called upon not to simply take over Israel’s representations and reproduce them unchecked. Instead, they demand a “diversity of sources, embedding in the historical and political context, cooperation on an equal footing with Palestinian journalists”. Large sections of the German journalism industry are not taking a stance on these dangerous developments. No German media was involved in an open letter from over 70 international media organizations calling for international journalists to be given access to Gaza. At the end of August, several European organizations called on the Vice President of the European Commission, Josep Borrell, in an open letter to protect journalists in Gaza.
Overall, however, the German media have reacted cautiously to the killing of journalists and the restriction of press freedom in Gaza. Instead, some German editorial offices seem to simply accept the blatant restrictions on press freedom as a given.

Gaza-Krieg
Deutschland: Journalisten für Pressefreiheit im Gaza-Krieg

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Berlin – Für die Journalisten ist es in Gaza so gefährlich wie nirgendwo sonst auf der Welt. Wie „Reporter ohne Grenzen“ bekannt gab, wurden während des Krieges bereits 140 Medienschaffende durch die israelische Militäroffensive getötet. Mindestens 31 von ihnen wurden bei der Ausübung ihrer Arbeit getötet, einige von ihnen gezielt. Angriffe auf Pressevertreter sind Kriegsverbrechen. „Dennoch tötet das israelische Militär immer wieder Kolleg:innen, die durch Aufschriften an Westen und Helmen unmissverständlich als Pressevertreter:innen erkennbar waren. Anfang August etwa schoss die Armee auf den 27-jährigen Al-Jazeera-Reporter Ismail al-Ghoul und seinen Kameramann Rami al-Refee. Beide wurden dabei getötet“, heißt es in der Mitteilung. Mit einer Unterschriftenaktion haben nun Journalisten in Deutschland eine ihrer Meinung nach vorherrschende einseitige Berichterstattung zum Gaza-Krieg verurteilt. Zu den Unterzeichnern gehören Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung, des Spiegels, des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, von RTL und der Zeit. Auf der neuen Seite Gaza Journalisten schützen, fordern sie unter anderem eine Aufhebung des israelischen Einreiseverbots für unabhängige internationale Berichterstatter ins Kriegsgebiet und einen Schutz für Journalisten in Gaza. Deutsche Medien werden dazu aufgerufen nicht nur die Darstellungen Israels zu übernehmen und diese ungeprüft wiederzugeben. Stattdessen fodern sie eine „Quellenvielfalt, Einbettung in den historischen und politischen Kontext, Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit palästinensischen Journalist:innen“. Große Teile der deutschen Journalismus-Branche beziehen zu diesen gefährlichen Entwicklungen keine Stellung. An einem offenen Brief von über 70 internationalen Medienorganisationen, der fordert, internationalen Journalisten Zugang zu Gaza zu geben, war kein deutsches Medium beteiligt. Ende August riefen mehrere europäische Organisationen den Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Josep Borrell, in einem offenen Brief dazu auf, die Journalist:innen in Gaza zu schützen.
Insgesamt reagieren deutsche Medien jedoch zurückhaltend auf die Tötung von Journalist:innen und die Einschränkung der Pressefreiheit in Gaza. Stattdessen scheinen einige deutsche Redaktionen die eklatanten Einschränkungen der Pressefreiheit schlicht als gegeben hinzunehmen.

Buchvorstellung
Marina Bütün: KI ersetzt keinen Texter oder Autor

Das neueste Buch von Marina Bütün wurde am 10. September 2024 veröffentlicht. Es trägt den etwas wissenschaftlich anmutenden Titel Human Design – übersetzt „die menschliche Struktur“ oder der „menschlicher (Bau)Plan“. Das Buch Cover wirkt auf den ersten Blick sehr „futuristisch“ und erinnert vielleicht manchen Betrachter an künstliche Intelligenz (KI). In diesem Zusammenhang wird die Autorin diesmal auf zwei Themen eingehen: Was ist der Inhalt ihres neuen Buches und – kann Künstliche Intelligenz einen Buchautor völlig ersetzen? Mit dem Buch „Human Design“ haben Sie eine völlig andere Sparte gewählt wie in der Vergangenheit. Das Thema „Human Design“ spricht vermutlich einen völlig anderen Leserkreis als Ihre bisher veröffentlichten Bücher mit dem Thema Türkei und Auswandern an (Ratgeber Auswandern Türkei und die Auswandern-Tagebücher Teil 1 bis 3 „Weißwurst mit türkischem Tee). Was hat Sie dazu bewegt? Bütün: Mich interessieren unzählige Themen, über die ich in der Zukunft gerne noch schreiben möchte. Deswegen habe ich mich diesmal einem Inhalt zugewandt, den ich bis vor einigen Jahren selbst noch nicht kannte, der jedoch sehr interessant, aber auch wissenschaftlich umstritten ist. Die Sicht der Wissenschaft habe ich selbstverständlich in meinem Buch ausführlich erwähnt. Harte Realisten würden das Buch sofort der Esoterik zuordnen, allerdings bin ich damit nur sehr bedingt einverstanden, auch wenn mein Buch unter diesem Genre gelistet ist – es gibt leider diesbezüglich kein „Grau“ in den Büchersparten, leider nur Schwarz oder Weiß. Als immer erst skeptischer Mensch bin ich jedoch immer neugierig geblieben und versuche dann, viele Informationen zu sammeln und diese eingehend zu recherchieren und fand einiges im System von Human Design, was überhaupt nichts mit Esoterik zu tun hat.

Ihr Empfinden, Human Design eher in eine Grauzone und nicht direkt in die esoterische Ecke zu „verbannen“, liegt sicherlich daran, dass dieses System Energie, die – im Zusammenhang mit Menschen und Gegenständen – aus der Quantenphysik und sehr viel aus der Genetik verwendet?

Bütün: Ja, das ist richtig, das ist der Grund! Die Quantenphysik und ihre Zusammenhänge mit menschlicher Energie haben mich schon immer brennend interessiert. Als ich auf den Begriff „Human Design“ vor ungefähr drei Jahren aufmerksam wurde, wusste ich damit gar nichts anzufangen.

Bestimmt geht es vielen so. Viele kennen den Begriff überhaupt nicht und haben keine Ahnung, was sich dahinter verbirgt. Deshalb habe ich für mich privat erst lange recherchiert, viele Informationen zusammengetragen und mich danach entschlossen, ein Buch daraus zu machen.

Wie bereits am Anfang erwähnt, handelt es sich bei „Human Design“ um den menschlichen Bauplan, seine Struktur. Dieser menschliche Bauplan inklusive seiner Energien spielt eine wichtige Rolle in einem System. Wie könnte der Leser das System von Human Design für sich selbst nutzen?

Bütün: Human Design wurde von einem Mann aus Kanada in den 1980er Jahren entwickelt. Der Zweck von Human Design ist es, die eigene Persönlichkeit in die richtigen Bahnen zu lenken, zu verstehen, warum man ausgerechnet so ist, wie man ist und wie man diese Stärken auf dem Weg zur Selbsterkenntnis nutzen kann, um ein befriedigenderes Leben zu führen. Es geht dabei zum Teil auch um begleitende Ernährung.

Human Design nutzt dabei neben der Quantenphysik sehr viel aus der menschlichen Genetik und verbindet alles mit uralten Weisheitsleeren, die im Gegensatz zu den beiden ersten Elementen, wissenschaftlich nicht wirklich belegt werden können. Ist das richtig?

Bütün: Das ist richtig. Aber das macht die Sache noch spannender. Es existieren auch viele Gerüchte über eine dieser Weisheitslehren, die tatsächlich in verschiedenen esoterischen Kreisen als satanisch angesehen wird. Die Gründe werde ich in wenigen Sätzen im Buch verständlich erklären.

Auch die Kritik der Wissenschaft kommt bei allen verwendeten, traditionellen Weisheitslehren nicht zu kurz, sowie die Debatten unter den Human Design-Anhängern und vieles mehr. Alles wird ausführlich von mir beleuchtet – Pro und Contra, auch die psychologische Sicht.

Haben Sie Bedenken, aufgrund des doch auch enthaltenen esoterischen Inhaltes, als Autorin ebenfalls in eine bestimmte „Ecke“ geschoben zu werden?

Bütün: Nein, diese Angst habe ich nicht! Mein Buch soll letztendlich nur über das System „Human Design“ aufklären – sowohl positiv als negativ. Es stellt eine umfassende Informationsquelle für einen möglichen Weg zur Selbsterkenntnis dar, den jeder Mensch für sich selbst wählen kann und auch muss. Es gibt Menschen, die das Thema lieben werden, die anderen werden es strikt ablehnen. Wir sind nicht alle gleich „gestrickt“. Das wissen wir alle, das ist auch die Aussage von Human Design.

Es ist jedem selbst überlassen, was er sich aus meinem Buch mitnimmt, denn es ist keine Werbung für das System Human Design, auch keine Anleitung dazu, sondern eine umfassende Entscheidungshilfe dafür oder dagegen. Kann künstliche Intelligenz einen menschlichen Buchautor komplett ersetzen? Bütün: Die allgemeine Vorstellung von Menschen, die noch nie geschrieben haben, aber auch die von manchen jungen, unerfahrenen Textern, ist die, dass die Arbeit von Autoren neuerdings durch KI Schreibprogramme „einfach so“ übernommen werden kann. Natürlich wäre es einerseits der absolute Traum von Arbeitserleichterung, wenn ein Buchautor mit einem einzigen Befehl an die KI auf so einen fleißigen Helfer zurückgreifen und dieser seine komplette Arbeit in Minuten erledigen könnte, die normalerweise – je nach Seitenzahl und Recherche – bei einem Buch drei bis vier Monate dauern würde. Leider – oder für mich persönlich auch zum Glück – funktioniert das aber doch nicht. Die KI mag vielleicht für Recherche, Studium, wissenschaftliche Texte oder sachbezogene Artikel als „Hilfe“ für einzelne Passagen gut sein, aber mit Sicherheit nicht, wenn jemand einen romantischen Roman, persönliche Tagebücher wie etwa meine „Weißwurst mit türkischem Tee“ Bände oder ähnliche ganz spezifische Texte wie in meinen Immobilienratgebern schreiben möchte. Solche Inhalte sind viel zu spezifisch, personenbezogen, emotional oder müssen in einer bestimmten Form dem Leser aus eigenen Erfahrungen erklärt werden, die man per Befehl einer künstlichen Intelligenz nicht erklären kann. Daher ist es für eine KI zu schwierig, es so wiedergeben zu können, wie der Autor es letztendlich haben will.

Haben Sie schon einmal mit KI Schreibprogrammen gearbeitet?

Bütün: Ich war, weil ich seit 1998 beruflich PC Arbeit mache, natürlich auch neugierig auf diese Schreibprogramme. Doch ich war mir nach einem Test, was die KI wirklich kann, sofort im Klaren, dass eine künstliche Intelligenz niemals das, was ein Mensch erlebt und dabei gefühlt hat, wiedergeben kann.

Denn KI ist nun einmal eine Maschine und erledigt nur das, was es an klaren Befehlen vom Menschen erhält, doch fühlen kann sie nicht. Dafür müsste die KI (meine Meinung) das Gehirn des Autors mit seinen Gedanken direkt anzapfen können. Aber vielleicht kommt das dann noch irgendwann in der Zukunft, wer weiß das schon“

Ihre Erfahrung macht uns deutlich: Das Schreiben von Büchern mit Künstlicher Intelligenz (KI) bringt aktuell noch verschiedene Nachteile mit sich, die sowohl für Autoren als auch für die Literatur an sich problematisch sein können. Wie empfinden Sie das?

Bütün: Erstens kann KI zu einer Verflachung der Kreativität führen. Während Maschinen auf riesige Datenmengen zugreifen und diese kombinieren können, fehlt ihnen die Fähigkeit zu echter Innovation und emotionaler Tiefe. Bücher, die von KI geschrieben werden, basieren auf Mustern und Algorithmen, die durch vorherige Daten und menschliche Werke geprägt sind. Diese Modelle neigen dazu, nur bestehende Trends zu reproduzieren, ohne dabei echte Kreativität oder neue Ideen zu entwickeln. Dadurch könnte die literarische Landschaft monoton werden.

Existieren dabei auch ethische Bedenken bezüglich von Buchrechten?

Bütün: Wenn KI den Schreibprozess übernimmt, stellt sich die Frage nach Urheberrecht und Autorenschaft. Wer ist der eigentliche Autor eines Buches, das von einer Maschine verfasst wurde? Dies könnte zu rechtlichen Herausforderungen führen, insbesondere in Bezug auf Verlage und Tantiemen. Zudem könnte das Schreiben mit KI dazu führen, dass menschliche Autoren, insbesondere junge oder aufstrebende Talente, verdrängt werden.

Was sehen sie beim Schreiben mit künstlicher Existenz noch für Nachteile?

Bütün: Wie bereits erwähnt – ein weiterer Nachteil ist der Verlust des menschlichen Ausdrucks und der emotionalen Tiefe. Bücher, die von Menschen geschrieben werden, sind oft geprägt von persönlichen Erfahrungen, Gefühlen und einzigartigen Perspektiven.

Einer KI fehlt die Fähigkeit, emotionale Intelligenz und Empathie in Texte einfließen zu lassen. Dies kann dazu führen, dass KI-generierte Bücher eine gewisse Kälte und Distanz aufweisen, die es für Leser schwieriger macht, sich mit den Charakteren oder der Handlung zu identifizieren.

Zudem besteht die Gefahr, dass durch den Einsatz von KI im Literaturbereich ein Überangebot an generischen Büchern entsteht. Dies könnte den Wert von Büchern insgesamt mindern und die Literaturszene übersättigen, was es für hochwertige Werke schwerer macht, sich durchzusetzen.

Die Künstliche Intelligenz (KI) ist mit Sicherheit eine der einflussreichsten technologischen Entwicklungen unserer Zeit und revolutioniert zahlreiche Bereiche unseres Lebens. Von der Automatisierung von Arbeitsprozessen über die Verbesserung von Entscheidungsfindungen bis hin zur Bereitstellung von personalisierten Dienstleistungen bietet KI eine Vielzahl von Vorteilen.

Aber ganze Bücher schreiben kann KI wirklich nicht – es ist und bleibt eine Maschine ohne Emotionen.“

Astana
Turkstaaten einigen sich auf gemeinsames Alphabet

Astana – Die von der Organisation der Turkstaaten (TDT) eingesetzte Kommission für das Gemeinsame Türkische Weltalphabet einigte sich auf einen Vorschlag für ein aus 34 Buchstaben bestehendes Gemeinsames Alphabet. In einer Erklärung der Türkischen Akademie mit Sitz in Astana, der Hauptstadt Kasachstans, heißt es, dass die dritte Sitzung der Kommission für das Gemeinsame Türkische Weltalphabet vom 9. bis 11. September in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, in Zusammenarbeit mit der Türkischen Akademie und dem Türkischen Sprachverband abgehalten wurde. „Der Hauptzweck der Sitzung bestand darin, die Arbeit am Projekt für ein gemeinsames Alphabet für die Turksprachen abzuschließen, indem die in diesem Bereich gewonnenen Erkenntnisse und die zweijährige Erfahrung der Kommission genutzt wurden.“ „Fördert das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen den Turkvölkern“ „Die Entwicklung des Gemeinsamen Türkischen Alphabets fördert das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen den Turkvölkern und bewahrt gleichzeitig ihr sprachliches Erbe“, heißt es in der Erklärung, in der darauf hingewiesen wird, dass der erfolgreiche Abschluss des Treffens von historischer Bedeutung ist. Die Türkische Akademie und der Türkische Sprachverband dankten den Regierungen der Turkstaaten und den Mitgliedern der Kommission für ihre wertvollen Beiträge zu diesem Prozess und fügten hinzu: „Alle relevanten Institutionen sind aufgefordert, die Umsetzung des vorgeschlagenen Gemeinsamen Türkischen Alphabets aktiv zu unterstützen.“ Dem Türkei-türkischen Alphabet würden fünf neue Buchstaben hinzugefügt. So nahmen auch die Buchstaben „Ä, Ň, Ŭ, Q, X“ ihren Platz im neuen Alphabet“ ein. Professor Dr. Develi sagte:
„Es ist jedoch nicht richtig, dies als eine Änderung des Alphabets zu betrachten. Wir werden in der Türkei weiterhin das 29-Buchstaben-Alphabet verwenden. Nur die Entsprechungen einiger verschiedener Laute werden bekannt sein. Dadurch wird es für uns einfacher, die Texte des anderen zu lesen. Unsere gemeinsamen kulturellen Werte werden sich leichter erklären lassen; die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen werden sich verbessern. Langfristig kann diese Situation dazu führen, dass wir durch den Austausch von Wörtern zu einer gemeinsamen Sprache finden.“
Geschichte Im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der UdSSR wurden in den neu gegründeten Republiken, in denen die Turksprachen die wichtigsten Sprachen waren, die Ideen des Panturkismus wieder populär, und infolgedessen auch die Bewegung für die Wiedereinführung des lateinischen Alphabets. Zur Vereinheitlichung wurde auf Initiative der Türkei im November 1991 in Istanbul ein internationales wissenschaftliches Symposium über die Entwicklung eines einheitlichen Alphabets für die Turksprachen abgehalten. Es basierte vollständig auf dem türkischen Alphabet, wobei jedoch einige fehlende Buchstaben hinzugefügt wurden: ä, ñ, q, w, x. Somit bestand das Alphabet aus 34 Buchstaben, von denen 29 aus dem Türkischen übernommen wurden. Aserbaidschan war das erste Land, das dieses Alphabet im Dezember 1991 einführte, und Usbekistan schlug seine Einführung im September 1993 vor, während es weiterhin das kyrillische Alphabet verwendete. Im September 1993 gaben die Vertreter Aserbaidschans, Turkmenistans und Usbekistans auf einer regulären Konferenz in Ankara offiziell den Übergang zum neuen Alphabet bekannt. Aserbaidschan hatte jedoch bereits 1992 sein Alphabet reformiert und den Buchstaben ä durch ə ersetzt, der aus dem alten Kyrillischen und dem Yañalif übernommen wurde. Ab dem Jahr 2000 ordnete die Regierung an, dass aserbaidschanische Publikationen und Medien nur noch die lateinische Schrift verwenden dürfen, womit das kyrillische Alphabet in Aserbaidschan offiziell abgeschafft wurde.

Gastkommentar
Westdeutscher Transatlantizismus nach dem Zweiten Weltkrieg

Ein Gastkommentar von Klaus Jürgens

Um die Schlüsselpositionen der heutigen deutschen Regierung gegenüber den Vereinigten Staaten von Amerika besser zu verstehen – sie unterstützt Washington in den meisten Fällen in jeder Hinsicht – und da wieder einmal ein sozialdemokratischer Politiker die Geschicke des Landes lenkt, ist eine Reise in die Geschichte bzw. in die politische Erinnerung sinnvoll.

Beginnen wir in den 1970er Jahren: Die Bundesrepublik war fest in der Hand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Nach Bundeskanzler Willy Brandt war es Helmut Schmidt, der die Führung des Landes übernahm. Zugegeben, es gab einen beträchtlichen Einfluss von und durch die Freien Demokraten (FDP, Freie Demokratische Partei), der ironischerweise aber letztlich zum Niedergang von Schmidts Amtszeit führte – manche sagen, zum Verrat an Schmidt; außerdem, und das ist von hoher Relevanz für diese Meinungsseitenanalyse, hat die SPD, obwohl sie an der Wahlurne leicht gewonnen hat, nie über 50 Prozent erreicht.

Daher war ein Koalitionspartner das Gebot der Stunde. In den 70er Jahren begünstigte die FDP die SPD, und da die Grünen noch nicht auf der politischen Bühne standen, war eine stabile Regierung garantiert. Wie macht man seinen zukünftigen Koalitionspartner politisch glücklich? Indem man ihnen das Amt des Außenministers zuweist, zunächst Walter Scheel, dann Hans-Dietrich Genscher. Genscher wurde zum Synonym für ein aufstrebendes, modernes Westdeutschland.

Man könnte argumentieren, dass wir in dieser Periode der deutschen Geschichte eine klare Aufgabenteilung erkennen – die Außenpolitik sollte dem Außenamt bzw. dem Außenminister überlassen werden und alle anderen oder die meisten anderen innenpolitischen Bereiche dem Bundeskanzler und seinen anderen ‚nicht-außenpolitischen‘ Kabinettsmitgliedern.

Dies wiederum kann zu vielen Konflikten und Missverständnissen führen – und hat es auch getan -, vor allem, wenn einer der Koalitionspartner, in diesem Fall die SPD, in der Frage, wie die internationalen Angelegenheiten und Beziehungen zu regeln sind, tief gespalten ist. Lassen Sie uns also kurz darauf zurückblicken, warum Westdeutschland sich den Vereinigten Staaten überhaupt so stark angenähert hat.

Hier müssen wir die ‚Atlantik-Brücke‘ untersuchen. Die Atlantik-Brücke wurde 1952 gegründet. In den Worten der Organisation, die Bundesrepublik Deutschland war jung und es fehlte an zivilgesellschaftlichen Kräften, um die Beziehungen zum Westen nachhaltig und langfristig zu stärken. Sie wollten den Grundstein für ein gutes transatlantisches Verhältnis legen. Zur gleichen Zeit wie die Atlantik-Brücke wurde in den USA der American Council on Germany (ACG) als amerikanische Schwesterorganisation gegründet, die sich für die Verständigung und den Austausch mit Deutschland einsetzte.

Seit ihrer Gründung hat sich die Atlantik-Brücke auf die Förderung persönlicher Begegnungen zwischen deutschen und amerikanischen Führungskräften konzentriert. Zunächst bemühte sich die Atlantik-Brücke besonders darum, die amerikanische Öffentlichkeit über Deutschland zu informieren und so das Interesse an Land und Leuten zu wecken.

Die Zusammenarbeit mit den amerikanischen Streitkräften in Deutschland war der Atlantik-Brücke stets ein wichtiges Anliegen. Von 1957 bis 1970 gab die Organisation ein englischsprachiges Informationsblatt für die in Deutschland stationierten amerikanischen Soldaten heraus. Darüber hinaus wurden politische Bildungsseminare für amerikanische Offiziere angeboten.

Neugierig? Wie würde sich eine so starke transatlantische Verbindung auf die sozialistischen und sozialdemokratischen Stimmen im Nachkriegsdeutschland auswirken? Alles perfekt oder gab es Bedenken, sich zu sehr auf den Westen zu stützen?

Wir werden versuchen, besser zu verstehen, warum die SPD als führender Koalitionspartner in den 1970er Jahren über diese engen Beziehungen eher gespalten war.

Die SPD wollte sich als eine Volkspartei darstellen. Meik Woyke schrieb am 24. Oktober 2020 einen fantastischen Aufsatz über die transatlantische Partnerschaft, ‚Helmut Schmidt und die Vereinigten Staaten von Amerika‘ Zitat: ‚schon als junger Bundestagsabgeordneter in den 1950er Jahren besuchte Helmut Schmidt mehrfach die Vereinigten Staaten, auch um seine Expertise und sein Profil in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik zu schärfen. 1957 traf Schmidt zum ersten Mal Henry Kissinger, der an der Ostküste der USA in Harvard lehrte (…) Schmidt war von seinem Gesprächspartner sehr angetan.

Die beiden wurden Freunde und blieben bis zum Schluss politische Verbündete. Kissingers Amtszeiten als Nationaler Sicherheitsberater (1969-1973) und als Außenminister (1973-1977) unter den US-Präsidenten Richard Nixon und Gerald Ford fielen teilweise mit Schmidts Tätigkeit als Bundesminister und den folgenden Jahren als Bundeskanzler zusammen. Ihr Dialog war in dieser Zeit besonders intensiv.‘

Seit Oktober 1969 an der Spitze des Verteidigungsministeriums, verknüpfte Schmidt sein erstes Bundesministeramt eng mit seinem sicherheitspolitischen Konzept einer Strategie des Gleichgewichts zwischen den USA und der Sowjetunion, das er mehr als ein Jahrzehnt zuvor formuliert hatte. Damals wies er der Europäischen Gemeinschaft noch keine verteidigungspolitische Rolle zu, betonte aber die wachsende Verantwortung der europäischen NATO-Staaten.

Schmidt stand der NATO-Strategie der nuklearen Vergeltung gegen die UdSSR äußerst kritisch gegenüber, da sie im Ernstfall beide Teile Deutschlands in ein nukleares Schlachtfeld verwandelt hätte. Gemeinsam mit seinem Freund, dem französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d’Estaing, karikierte Schmidt den US-Präsidenten deshalb als unzuverlässigen ‚Erdnussfarmer‘, dem es an sicherheitspolitischer Erfahrung für sein mächtiges Amt fehle.

Vor diesem Hintergrund ist es auch bemerkenswert, dass es Helmut Schmidt als Vertreter des im Zweiten Weltkrieg besiegten Deutschlands gelang, den NATO-Doppelbeschluss vom 12. Dezember 1979 herbeizuführen.

Angesichts der Blockkonfrontation im Kalten Krieg war Schmidt besorgt über die fehlende Parität bei den nuklearen Mittelstreckenwaffen. Wenn die Sowjetunion nicht bereit sei, über die Reduzierung ihrer SS-20-Raketen zu verhandeln, müssten die USA nach dem NATO-Doppelbeschluss ausreichend Pershing-II-Raketen in Westeuropa, nicht zuletzt in der Bundesrepublik Deutschland, stationieren. Diese Haltung brachte Schmidt viel Kritik aus der eigenen Partei ein. Neben der SPD sprach sich auch die wachsende Friedensbewegung dagegen aus.

Und nun zurück ins Jahr 2024

Viele internationale Beobachter stellen mit Erstaunen fest, dass der heutige sozialdemokratische Bundeskanzler Olaf Scholz unbeirrbar auf der Seite Washingtons steht, und die unvorstellbare menschliche Katastrophe, die sich in Palästina abspielt, ist das schockierende und traurige Beispiel dafür. Es gibt noch viele andere Themen, die auf dem Spiel stehen, allen voran der Krieg in der Ukraine. Die Beteiligung an der NATO-Osterweiterung steht ebenso ganz klar an dritter Stelle.

Also: Hat die SPD ihre innere Zerrissenheit überwunden und den Transatlantizismus 2.0 entwickelt? Ist Moskau für Berlin nicht mehr existent? Oder werden kritische Stimmen zum eingeschlagenen Kurs der SPD einfach nicht mehr geduldet? Was ist mit dem ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder, der vor einiger Zeit seine Bedenken äußerte, indem er sagte, dass die Angst, die Russen kämen absurd sei wenn andere von einem bevorstehendem Angriff Russlands auf die NATO sprachen?

In diesem Artikel wird erklärt, wie der Transatlantizismus in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg begann. Dazwischen gab es vielversprechende Jahre, in denen Bonn und später Berlin proaktive paneuropäische Gespräche mit Moskau führten und Investitionen in beide Richtungen florierten, die Menschen beider Länder sich kennenlernten. In jüngster Zeit und aufgrund der politischen Umstände scheint es aber als ob Deutschland es vorzieht, wieder nur nach Westen zu schauen, anstatt nach Westen und Osten.

In einer Zeit, in der der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu Recht argumentiert, dass die Welt größer ist als fünf und damit impliziert, dass keine einzelne Supermacht, oder besser gesagt fünf, der Welt diktieren sollten, was sie zu tun und zu lassen hat, wäre Deutschland vielleicht gut beraten, Ankara sozusagen über die politische Schulter zu schauen und eine neue 360-Grad-Außenpolitik zu entwickeln, genau wie die Republik Türkiye. Nicht antiamerikanisch sein, sondern dafür sorgen, dass Amerika seine Verbündeten auch auf Augenhöhe behandelt.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


Klaus Jurgens MSc. (LSE)
Media Relations Expert and Communications Strategist
Economyfirst Limited London
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