Steuerpolitik
IW-Studie: Steuerbelastung in NRW stärker gestiegen als im Bund

Düsseldorf (nex) – Die Steuerbelastung von Bürgern und Unternehmen in Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen Jahren stärker gestiegen als im Bund. Dies geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die der „Rheinischen Post“ vorliegt. Demnach reklamiert das Land NRW einen immer größeren Anteil der Wirtschaftskraft für sich: Die Steuerquote nahm demnach zwischen 2010 und 2016 um 1,4 Prozentpunkte (von 6,7 auf 8,1 Prozent) zu. Dadurch hätten der Landesregierung 2016 fast zehn Milliarden Euro mehr zur Verfügung gestanden als 2010, so das IW. Der Bund habe seine Steuerquote dagegen zwischen 2010 und 2016 nur um 0,4 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent erhöht. Die Steuerbelastung steigt jedes Jahr allein aufgrund der sogenannten kalten Progression. Nordrein-Westfalen hat seine Einnahmenbasis jedoch noch zusätzlich verbessert. Es erhöhte etwa die Grunderwerbsteuer deutlich von 3,5 auf 6,5 Prozent.

"Flugzeugträger im Nahen Osten"
Lambsdorff kritisert radikale Abkehr der Grünen von der Türkei

Düsseldorf (nex) – Der Vize-Präsident des Europäischen Parlaments Alexander Graf Lambsdorff (FDP) hat die Grünen für deren Haltung zur Türkei kritisiert. „Die radikale Abkehr der Grünen von der Türkei halte ich für falsch“, sagte Lambsdorff der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Ihr Parteichef Özdemir verhält sich wie ein enttäuschter Liebhaber – erst naive Umarmung, dann frustrierte Ablehnung. So kann man keine Außenpolitik machen.“ Lambsdorff betonte, die Türkei bleibe „für Deutschland ein schwieriger Partner, für Europa ein wichtiger Nachbar und für die Nato unser Flugzeugträger im Nahen Osten“. Auch immer mehr türkeistämmige Grünen-Wähler kritisieren die radikale Haltung der Partei gegenüber der Türkei in den letzten Jahren. Vermehrt werden in den sozialen Medien von angeblichen Mitgliedern Parteiaustritte angekündigt. Bei Umfragen im März hatten die Grünen im Vergleich zu den Wahlen im Jahre 2012 fast 50 Prozent ihrer Wähler verloren.

Zum Thema

Referendum: Grünen-Politikerin Öztürk bringt türkische Politik nach Deutschland

Autonome Kurdengebiete
Kurdischer Kommandeur: Hunderte Jesiden verlassen PKK

0

Sindschar (nex) – Fünfzig hochrangige jesidische PKK-Mitglieder sowohl des militärischen als auch des politischen Armes haben den Angaben eines Peschmerga-Kommandeurs zufolge die Terrorgruppe vor Kurzem im nordirakischen Distrikt Sindschar verlassen.

„Die Präsenz der PKK in Sindschar wird mit jedem Tag schwächer“, teilte Qassim Dirbo, ein Peschmerga-Kommandeur in Sindschar, in einer von der Demokratischen Partei Kurdistans veröffentlichten Erklärung mit.

Die hochrangigen jesidischen Mitglieder der Gruppe hätten plötzlich ihre Waffen niedergelegt und seien nach Hause zurückgekehrt, erklärte Dirbo.

Er sei in Kontakt mit einigen jesidischen PKK-Mitgliedern, die hofften, die Gruppe ebenfalls verlassen zu können, so der Peschmerga-Kommandeur weiter.

Anfang des Monats hatten etwa 500 jesidische PKK-Mitglieder die Terrorgruppe verlassen und sich den Peschmerga-Kräften angeschlossen, die loyal gegenüber der Regierung der Autonomen Kurdischen Gebiete (KRG) sind.

2015 hatten die Peschmerga-Kräfte Sindschar von der Terrorgruppe IS (Daesh) befreit, der im Jahr zuvor den Distrikt unter seine Kontrolle gebracht hatte. Seit 2014 hält sich jedoch auch die PKK unter dem Vorwand, den IS (Daesh) zu bekämpfen, in Sindschar auf.

Die Jesiden sind eine religiöse Gruppe, die hauptsächlich in der Nähe von Mossul und der Sindschar-Bergregion leben. Weitere jedidische Gemeinden gibt es auch in der Türkei, Syrien, Iran, Georgien und Armenien.

Auch interessant

Kurden demonstrieren gegen PKK-Terror

Türkei
Alanyas Ausländer: Wir sind hier glücklich und fühlen uns sicher

Von Martina Yaman Die Stadtverwaltung und die Tourismusvereine riefen – und alle kamen! Trotz des nicht gerade schönen Wetters – noch am Morgen sah es eher nach Gewitter aus – waren heute ca 500 Menschen dem Aufruf gefolgt, um in einem Konvoi durch die Stadt zu zeigen, dass man sich hier sicher und wohl fühlt.
(Foto: Türkis Magazin)
Es sollte ein Zeichen sein in einer Zeit, wo mehr über Spaltung und Trennung geredet wird als über Gemeinsamkeiten. Neben hier lebenden Ausländern wie etwa Deutsche, Holländer, Briten, Russen. Polen, Ukrainer, Skandinavier und gesellten sich auch Touristen und einheimische Türken dem Konvoi, um zum Ausdruck zu bringen, dass die Menschen aller Nationen auch friedlich zusammen leben können.
(Foto: Türkis Magazin/Alanya)
Nach dem Konvoi und den Feierlichkeiten zur Eröffnung der alljährlichen Tourismuswoche waren die Teilnehmer des Konvois noch zu einem Imbiss und anschließend zu einer Bootsfahrt eingeladen.
(Foto: Türkis Magazin/Alanya)
In Alanya ist das Verhältnis zwischen den dort lebenden Ausländern, Stammgästen und den Einheimischen traditionell von großer Herzlichkeit geprägt, man kennt sich, man respektiert sich und feiert auch zusammen.
(Foto: Türkis Magazin/Alanya)
Die Idee zu dem Konvoi kam von der Tourismusvereinigung und fand grossen Anklang bei der ausländischen Community.
(Foto: Türkis Magazin/Alanya)
Die Slogans, die auf den Schildern aufgedruckt sind, wurden zuvor nach einem Aufruf schriftlich eingereicht.
(Foto: Türkis Magazin/Alanya)
Am Rande der Veranstaltung drückten viele ihr Unverständnis darüber aus, dass die Berichterstattung im Ausland über die Türkei – insbesondere was den Tourismus angeht – mit der Realität dessen, was sie tagtäglich vor Ort erleben, nur noch wenig zu tun habe.
(Foto: Türkis Magazin/Alanya)
Diesem Bild wollen die in Alanya lebenden Ausländern, die teilweise auch mit dem Bus aus weiter entfernten Vororten kamen, entgegen treten.

Auch interessant

In der Türkei fühle ich mich freier als in der Schweiz
   
Auch erschienen bei Türkis Magazin

Rüstungsmesse Istanbul
Made in Turkey: Waffenschmiede Aselsan wird neues Torpedo-Modell vorstellen

Istanbul (nex) – Auf der 13. Internationalen Ausstellung für die Verteidigungsindustrie (IDEF ’17) in Istanbul soll Medienberichten zufolge ein neuer Torpedo aus türkischer Produktion vorgestellt werden.

Der von der angesehenen Waffenschmiede Aselsan hergestellte Leichtgewichtstorpedo soll, wie eine anonyme Quelle aus Unternehmenskreisen am heutigen Dienstag der Nachrichtenagentur Anadolu mitgeteilt habe, erstmals auf der IDEF ’17 (9.-12. Mai 2017) gezeigt werden.

Die Waffe könne auch bei der Verteidigung gegen U-Boote eingesetzt werden, so die Quelle weiter.

Der Leichtgewichtstorpedo kann von Torpedorohren, Hubschraubern und Seefernaufklärern aus gestartet werden und ähnelt TORK, dem Abwehrtorpedo aus dem selben Hause, der laut Unternehmen Schiffe sicherer mache.

(Foto: Aselsan)

TORK kann von Überwasserschiffen aus abgefeuerte gesteuerte und ungesteuerte Torpedos außer Gefecht setzen, indem er Distanz und Weg des sich nähernden Torpedos misst und ihn in einer bestimmten Distanz anschließend zerstört.

Aselsan wurde 1975 in Ankara gegründet und ist der größte Rüstungskonzern der Türkei.

Auch interessant

Rekord-Deal: Katar bestellt 1.500 türkische Panzerfahrzeuge

Verfassungsreform in der Türkei
BDI-Präsident Dieter Kempf über Referendums-Ergebnis der Türkei besorgt

0
Berlin (ots) – Am vergangenen Sonntag haben sich die Menschen in der Türkei in einer Volksabstimmung für die Änderung der Verfassung entschieden, die unter anderem den Übergang vom parlamentarischen in ein Präsidialsystem zur Folge haben wird. 51,41 Prozent der Referendumsteilnehmer haben (25 157 025 Menschen) mit Ja und 48,59 Prozent (23 777 091) mit Nein gestimmt.
BDI-Präsident Dieter Kempf hat in einer Mitteilung seine Besorgnis über das Referendums-Ergebnis geäußert.
„Das Ergebnis des Referendums besorgt mich. Die Türkei entfernt sich damit weiter von europäischen Grundwerten. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner der Türkei. Die Türkei ist auf ausländische Direktinvestitionen angewiesen, die im vergangenen Jahr bereits um knapp ein Drittel eingebrochen sind“, so Kempf.
Das Land brauche starke Wirtschaftspartner aus Europa, welche die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes unterstützen. Deswegen müss der türkische Präsident im wirtschaftlichen Interesse seines Landes dafür sorgen, dass die Vertrauensbasis der europäischen Partner nicht weiter erodiert werde. Rund 6.800 deutsche Unternehmen seien in der Türkei aktiv. Das bilaterale Handelsvolumen liege bei 37 Milliarden Euro. „Für unsere Ausfuhren rangiert die Türkei unter den Zielländern auf Platz 15. Die Wirtschaft braucht Verlässlichkeit und Berechenbarkeit“, betonte Kempf.

Auch interessant

Eilmeldung: US-Dollar und Euro fallen nach Ja-Sieg gegenüber Türkischer Lira

Verfassungsreform in der Türkei
Türkischer Außenminister: „Wie kann man von so einer Person Neutralität erwarten?“

0
Ankara (nex) – Am vergangenen Sonntag haben sich die Menschen in der Türkei in einer Volksabstimmung für die Änderung der Verfassung entschieden, die unter anderem den Übergang vom parlamentarischen in ein Präsidialsystem zur Folge haben wird. Laut vorläufigen Ergebnissen haben 51,41 Prozent der Referendumsteilnehmer (25 157 025 Menschen) mit Ja und 48,59 Prozent (23 777 091) mit Nein gestimmt. Die Gesamtbeteiligung an der Volksbefragung lag bei 85.46 Prozent. Deutsche Politiker kritisierten den Ablauf des Referendums scharf. Angesichts der angeblich massiven Einschränkungen des Nein-Lagers und der Bedingungen des Ausnahmezustandes könne weder von freien noch von fairen Wahlen gesprochen werden. Der türkische Präsident Erdogan und andere Politiker in der Türkei wiesen die Kritik zurück und nannten das Referendum die „freieste und demokratischste Wahl Europas“. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu etwa stellte auf seinem Twitter-Account in Anspielung auf ein Foto des Linken-Politikers Andrej Hunko die Frage, wie man von diesem Objektivität und Neutralität erwarten könne. Cavusoglu teilte via Twitter das Foto von Hunko, auf dem er mit einer auch von der Terrororganisation PKK benutzten Fahne zu sehen ist. Hunke war als offizieller Wahlbeobachter des Europarates in der Türkei und kritisierte das Referendum. „Angesichts der massiven Einschränkungen des Nein-Lagers und den Bedingungen des Ausnahmezustandes kann weder von freien noch von fairen Wahlen gesprochen werden“, sagte er gegenüber der „Rheinischen Post“. Die Nähe der Linken zu der auch in Europa und den USA verbotenen Terrorganisation PKK ist seit Langem bekannt. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelte bereits im Jahre 2015 wegen der verbotenen Weitergabe eines geheimen Regierungsdokuments aus der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages. Das Papier tauchte als Kopie in einer PKK-nahen Zeitung und in einem türkischsprachigen Medium auf. Bei dem Dokument handelte es sich um ein Antwortschreiben der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Katrin Kunert (Linke) aus Sachsen-Anhalt zu möglichen Waffenlieferungen der türkischen Regierung an syrische Rebellengruppen. Das Dokument, das als “Geheim” eingestuft ist, wurde in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt. Auch Linken-Politikerin Sevim Dagdelen zeigt offen ihre Sympathie gegenüber etwa der Partei HDP, die in der Türkei als der politische Arm der PKK bekannt ist. Dass die Linke kein großer Fan des türkischen Präsidenten Erdogan ist, dürfte ebenfalls bekannt sein. Sahra Wagenknecht etwa forderte in Deutschland lebende türkeistämmige Erdogan-Anhänger auf, auszureisen. Angesichts dieser Tatsachen stellt sich einem wirklich die Frage, ob diese Personen als Wahlbeobachter geeignet sind.

Auch interessant

„Keine Deals mehr mit dem Terrorpaten Erdogan“ – Ein Kommentar
 

Wettersensibilität
Gesundheit: Das steckt hinter Kopfschmerzen bei Wetterumschwung

0
Baierbrunn (nex) – Schlägt das Wetter um, klagen viele Menschen über Kopfschmerzen oder spüren alte Verletzungen und längst verheilte Narben wieder. Zwar sind die Ursachen für Wettersensibilität noch unklar, wie der Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes in Freiburg, Professor Andreas Matzarakis, im Patientenmagazin „HausArzt“ erklärt. Einig seien sich die Forscher aber darin, „dass nicht das Wetter Beschwerden verursacht, sondern lediglich Leiden verstärkt, die andere Hintergründe haben – etwa eine frühere Operation, Bluthochdruck oder eine weitere, noch nicht erkannte Krankheit“. Der Experte rät Betroffenen deshalb, mit ihrem Arzt darüber zu sprechen, was sie bei einem Wetterwechsel genau spüren. „Möglicherweise steckt dahinter eine Erkrankung, die Ihr Arzt behandeln kann“, betont Matzarakis. Viele wetterfühlige Menschen berichten nach Angaben des Professors, dass ihre Beschwerden abklingen, wenn sie oft nach draußen gehen und regelmäßig Sport treiben. „Auch ein Abhärtungsprogramm mit Wechselduschen soll gut wirken. Wichtig: Immer mit einem kalten Guss abschließen“, so Matzarakis weiter.

Auch interessant

Blindheit – ein weiterer Schritt zur möglichen Therapie

Türkei
Eilmeldung: Polizeihubschrauber in Türkei abgestürzt

Tunceli (nex) – Ein Polizeihubschrauber mit insgesamt 14 Menschen an Bord ist am Dienstag nahe der türkischen Stadt Tunceli abgestürzt. Das berichtet der Nachrichtensender NTV. Demnach seien acht der Passagiere Polizisten gewesen.

CNN Türk zufolge waren es 9 Polizisten, zwei Richter und drei weitere Passagiere. Den Kontakt zum von der Stadt Diyarbakir gestarteten Hubschrauber des Typs Sikorsky S-70 habe man um 11.30 örtliche Zeit verloren.

Verkehr
Blitzer-Marathon am 19. April in zahlreichen Bundesländern

0
München (ots) – Nicht nur morgen, am 19. April, sollten Auto- und Motorradfahrer den Fuß vom Gas nehmen. Beim europaweiten Blitzer-Marathon kontrolliert die Polizei in zahlreichen Bundesländern die Geschwindigkeit in Wohngebieten, auf Landstraßen und Autobahnen. Der ADAC befürwortet die Aktion, denn die häufigste Ursache für tödliche Verkehrsunfälle ist nicht angepasste Geschwindigkeit. Zudem werden die Kontrollstellen vorab bekannt gegeben. Aktionen wie der Blitzer-Marathon können nach Ansicht des ADAC einen Beitrag leisten, den Verkehrsteilnehmern die Gefahren durch zu schnelles Fahren bewusst zu machen und sie entsprechend zu sensibilisieren. Im vergangenen Jahr sind auf Deutschlands Straßen 3.206 Menschen gestorben, das sind 7,3 Prozent weniger als 2015. Ungeachtet des deutlichen Rückgangs ruft der ADAC zu weiteren Anstrengungen bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit auf. Großes Potenzial bei der Vermeidung von Unfällen sieht der Club im Ausbau von Fahrerassistenzsystemen. Nach Ansicht des ADAC sollte beim Blitzer-Marathon das Hauptaugenmerk auf notorischen Rasern liegen. Dazu sollte vor allem nachts, an Wochenenden und auf Motorradstrecken kontrolliert werden. Die massenhafte Ahndung geringfügiger Überschreitungen im Berufsverkehr fülle zwar die Staatskassen, würde jedoch nur wenig zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen. Wer innerorts zwischen 21 und 25 Kilometer zu schnell fährt, muss ein Bußgeld von 80 Euro zahlen und erhält einen Punkt in Flensburg. Bei 31 bis 40 km/h Überschreitung werden 160 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von einem Monat fällig. Radarwarner und Blitzer-Apps sind in Deutschland verboten. Wer gegen das Verbot verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Es drohen ein Bußgeld von 75 Euro und ein Punkt.