Studie
Analyse der Wähler: Kaum Unterschiede zwischen SPD und CDU – AfD-Fans „gegen alles“

Düsseldorf (ots) – Große Koalition oder Schwarz-Gelb – NRW-Wahlsieger Armin Laschet hat sich noch nicht entschieden. Eine Analyse der Facebook-Fans der Spitzenkandidaten jedoch zeigt ein glasklares Ergebnis: In ihren Einstellungen und Vorlieben sind die Anhänger von Laschet denen von SPD-Frau Hannelore Kraft deutlich näher als denen von FDP-Mann Christian Lindner. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Pragmatic Analytic Services (PAS) zur Wahl durchgeführt hat. PAS ist eine gemeinsame Initiative der Düsseldorfer Unternehmens- und Kommunikationsberatung komm.passion und von Data.Science.Consulting. Untersucht wurden dabei rund 44.000 Facebook-Profile. Wenig Reibungspunkte zwischen SPD- und CDU-Fans Freude an der Norm, Familiensinn und wenig „exotische“ Vorlieben – das sind die Gemeinsamkeiten, die Fans von Hannelore Kraft und Armin Laschet anhand ihrer Likes in den Sozialen Medien offenbaren. „Solche Ähnlichkeiten findet man nicht allzu häufig zwischen zwei scheinbar so unterschiedlichen Lagern. Die Unterschiede liegen bei den Fans in Nuancen. Herr und Frau Biedermann haben letztlich um die NRW-Landeskrone gekämpft“, sagt komm.passion-CEO Prof. Dr. Alexander Güttler. Ein Beispiel: Den Kraft-Anhängern ist das „Gefällt mir“ bei der evangelischen, den Laschet-Fans dagegen bei der katholischen Kirche heilig. Gemeinsam ist der christliche Hintergrund. Auf der Überholspur: der Lindner-Fan Ob es zur Ökumene in einer großen Koalition kommt, ist noch offen. Möglich ist auch ein Zusammenschluss mit der FDP. Was dafür spricht: Deren Anhänger mögen die CDU sehr. So dynamisch, wie sich die – weit über 125.000 – Fans von Christian Lindner bei Facebook zeigen, war auch der Aufstieg ihres Spitzenkandidaten. Vorlieben des Lindner-Lagers: Wirtschaftsmedien, Porsche und die Insel Sylt. Mit der Kirche hat es rein gar nichts am Hut. Auch die Nähe zur Familie wird nicht per Like dokumentiert. Der Linder-Fan ist ein „Ich-Mensch“. Vertreter klarer Worte – und zwar ungeachtet ihrer politischen Provenienz – dagegen kommen bei ihm gut an. Er hebt den Daumen bei Horst Seehofer, Sahra Wagenknecht und Donald Trump. Löhrmann-Fans: Kümmerer mit Gewissen Auch Anhänger der Grünen-Topkandidatin Sylvia Löhrmann bestätigen auf Facebook Klischees: Sie sind zu begeistern für Themen wie Yoga, Radfahren und Amnesty International. Die Likes des Löhrmann-Fans verraten Haltung und soziale Verantwortung. „Wenn man die Vorlieben auf einen Begriff zuspitzen sollte, dann ist es der des gewissenhaften Kümmerers. Der ist so verantwortungsbewusst, dass es recht schwierig ist, dieser Haltung gerecht zu werden“, fasst Güttler zusammen. Die Linke: Sympathie für SPD ohne Gegenliebe Die Fans der Linken-Spitzenfrau Özlem A. Demirel bekennen sich in den Sozialen Medien zu ur-linken Positionen und Favoriten: zu den populären Aktivisten Nina Hagen, Günter Wallraff und George Thakei, zum Neuen Deutschland, zur Rosa-Luxemburg-Stiftung, zu sozialer Gerechtigkeit und gegen Hartz IV, für Umweltschutz der BUND Jugend und gegen das Establishment mit dem Nato-Austritt. Sie stehen der SPD nahe, stoßen damit aber nicht auf Gegenliebe. Gegen alle(s): der AfD-Fan Keine Neigung, irgendeine etablierte Partei gut zu finden, hat der Fan des AfD-Spitzenkandidaten Marcus Pretzell. Er zeichnet sich ohnehin durch eine Anti-Haltung aus. Besonders verhasst sind die Grünen. Mehr als fünfmal häufiger als der Bundesdurchschnitt bekennen sich seine Fans zu „Grüne? Nein, danke“. Rechtsaußen dagegen hat es den AfD-Anhängern angetan: Sie liken die Identitäre Bewegung und Pro NRW. Seine „weiche Seite“ zeigt der Pretzell-Fan durch überdurchschnittliche Begeisterung für den Tierschutz, die Familie und die heile Schlagerwelt.

"Schürfungen und Prellungen an Kopf und Körper"
Schwetzigen: Gambier prügeln mit Stöcken und Ästen auf Türken ein

Schwetzingen (nex) Zu einer Schlägerei auf dem Sportplatz des SV Schwetzingen in der Hockenheimer Landstraße kam es am späten Samstagnachmittag. Gegen 17.30 Uhr spielten mehrere türkischstämmige Männer wie jede Woche mit Einverständnis des Vereins Fußball. Einer Polizeimitteilung zufolge kam plötzlich eine Gruppe von etwa 15 bis 20 „dunkelhäutigen Männern“ zum Sportplatz und forderte die Freizeitmannschaft auf, den Platz zu verlassen, da sie darauf spielen wollten. Als sich die Spieler weigerten, liefen die „Dunkelhäutigen“ auf den Platz und schlugen und traten auf die türkischstämmigen Männer ein. Kurz darauf zogen sich die Täter zurück und telefonierten, worauf weitere 10 bis 15 Personen hinzukamen. Mit Stöcken und abgebrochenen Ästen aus dem angrenzenden Wald bewaffnet kam die Gruppe zurück und schlug auf die Spieler ein. Erst als diese mit der Polizei drohten, flüchteten die Angreifer vom Gelände. Sechs der türkischstämmige Männer im Alter zwischen 29 und 42 Jahren wurden verletzt. Ein 42-Jähriger zog sich eine tiefere Verletzung am Daumen zu, die im Krankenhaus behandelt werden musste. Die anderen Verletzten erlitten Schürfungen und Prellungen an Kopf und Körper. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung wurden sieben Tatverdächtige aus Gambia im Alter zwischen 19 und 35 Jahren erkannt, als sie auf Fahrrädern im Bereich Ernst-Barlach-/Käthe-Kollwitz-Straße in Oftersheim unterwegs waren. Die Verdächtigen wohnen in Schwetzingen und Hockenheim und wurden festgenommen. Nach der Feststellung ihrer Identitäten und der Entnahme von DNA-Proben, unter Hinzuziehung von Dolmetschern, wurden die Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt. Weitere Zeugen werden gebeten, sich unter der 0621/174-5555 bei der Kriminalpolizei zu melden.

Türkei
Yusuf Islam: „Der Begriff ‚Menschenrechte‘ hat in der Türkei wichtigere Bedeutung als bei der UN“

Istanbul (nex) – Der britische Sänger, Songwriter und Philanthrop Yusuf Islam hat sich lobend über die Rolle der Türkei bei der Unterstützung der syrischen Flüchtlinge geäußert. Der Westen komme noch nicht einmal in die Nähe der von dem Land erbrachten Leistungen, so Islam.

Yusuf Islam, der als Cat Stevens Musikgeschichte schrieb und nach seinem Übertritt zum Islam seinen Namen änderte, erklärte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu, dass beim Thema Syrien die Türkei etwas getan habe, wozu kein anderes Land in der Lage gewesen sei – sie habe mit all ihrer Großzügigkeit den Flüchtlingen ihre Tore geöffnet.

Islam hielt sich vor Kurzem in Istanbul auf, wo er die Türkisch-Übersetzung seines letzten Buches „Why I Still Carry A Guitar: The Spiritual Journey of Cat Stevens to Yusuf“ (Warum ich noch immer eine Gitarre habe: Die spirituelle Reise des Cat Stevens zu Yusuf) zu präsentieren, das 2014 in englischer Sprache erschienen war.

In einem Interview mit der englischsprachigen Nachrichtenagentur Anadolu vom vergangenen Samstag sagte der Künstler, der Beitrag der Türkei bei der Unterstützung der Flüchtlinge zeige, dass der Slogan ‚Menschenrechte‘ hier eine gewichtigere Bedeutung habe als bei den Vereinten Nationen:

„Die Türkei kümmert sich um so viele, um drei Millionen Gäste, das ist eine außerordentliche Leistung“, unterstrich er.

Zur regionalen Bedeutung und Rolle der Türkei merkte er an, dass sie geschichtlich schon immer ein „Protektorat für viele Nationen gewesen ist. Es gehört zum Charakter des türkischen Volkes, eine zentrale Rolle zu spielen.“

Die Musiklegende fügte hinzu: „Es hat eine großartige Geschichte, was die Fähigkeit betrifft, Frieden unter Menschen zu schaffen, selbst wenn sie verschiedenen Religionen, verschiedenen Kulturen angehören.“

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Business
Bertelsmann erzielt zweithöchstes operative Ergebnis in der Unternehmensgeschichte

Umsatz zum Jahresauftakt stabil bei 3,94 Mrd. Euro

Dortmund (ots) – Bertelsmann ist mit einem höheren Konzernergebnis in das Geschäftsjahr 2017 gestartet. Der Umsatz des internationalen Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmens blieb in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres mit 3,94 Mrd. Euro stabil (VJ: 3,95 Mrd. Euro).

Operating EBITDA trotz Anlaufverlusten für neue Geschäfte und Kunden mit 482 Mio. Euro unverändert auf hohem Niveau

Das Operating EBITDA erreichte mit 482 Mio. Euro (VJ: 500 Mio. Euro) erneut ein hohes Niveau. Die EBITDA-Marge lag bei 12,2 Prozent (VJ: 12,7 Prozent). Die Berichtsperiode vergleicht sich dabei mit einem Vorjahresquartal, das – anders als in diesem Jahr – die werbeintensiven Ostertage enthielt; bei der RTL Group entfielen außerdem Erlöse durch das Auslaufen der Casting-Show „American Idol“ in den USA.

Deutlicher Anstieg der Digitalerlöse

Des Weiteren fielen Anlaufverluste für Digital- und Neugeschäfte an, unter anderem für neue Kunden der Dienstleistungstochter Arvato. Das Konzernergebnis stieg auf 198 Mio. Euro (VJ: 185 Mio. Euro) und übertraf damit den hohen Vorjahreswert noch einmal um sieben Prozent. Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, erklärte: „Wir sind mit dem zweithöchsten operativen Ergebnis in der Bertelsmann-Historie und einem deutlich höheren Konzernergebnis erfolgreich in das laufende Geschäftsjahr gestartet. Dies zeigt, dass wir mit der Umsetzung unserer Strategie und unserer neuen Konzernstruktur auf einem guten Weg sind. Für das Gesamtjahr 2017 sind wir zuversichtlich, unsere Ziele zu erreichen.“

Strategische Fortschritte in allen Unternehmensbereichen

Bertelsmann erzielte in den vergangenen Monaten eine Reihe strategischer Fortschritte. So vergrößerte die Mediengruppe RTL Deutschland beim Zuschauermarktanteil ihren Vorsprung gegenüber dem größten kommerziellen Wettbewerber; die Groupe M6 steigerte in Frankreich ihren Marktanteil in der relevanten Zielgruppe. Die Digitalerlöse der RTL Group legten im ersten Quartal des laufenden Jahres um 48 Prozent auf 178 Mio. Euro zu (VJ: 120 Mio. Euro). In den USA feierte Ende April die Fantasy-Serie „American Gods“ von Fremantle Media erfolgreich Premiere. Penguin Random House verzeichnete eine starke Bestsellerperformance; im Februar sicherte sich die Publikumsverlagsgruppe außerdem die weltweiten Rechte an zwei Büchern von Michelle und Barack Obama. Gruner + Jahr verbuchte einen Anstieg der Digitalerlöse in Deutschland um 38 Prozent auf 43 Mio. Euro (VJ: 31 Mio. Euro) und brachte unter anderem das neue Magazin „F Mag“ in den Handel. Die Musiktochter BMG verzeichnete zweistelliges Umsatzwachstum und tätigte mit der Akquisition der in Nashville ansässigen Musikgruppe BBR Music Group die größte Einzelübernahme im Tonträgergeschäft seit Gründung im Jahr 2008. Im Mai erreichten innerhalb von sieben Tagen vier BMG-Künstler mit ihren Alben die Nummer eins der Charts in Deutschland, Frankreich, Italien und Schweden. Arvato baute besonders seine internationalen Logistikaktivitäten für führende Kunden aus den Branchen Hightech und E-Commerce weiter aus. Darüber hinaus beteiligte sich die Dienstleistungstochter am FinTech-Start-up Solaris Bank und übernahm das indische IT-Analytics-Unternehmen Ramyam. Die Bertelsmann Printing Group profitierte von einer guten Auslastung der Produktionsstandorte; Mohn Media nahm in Gütersloh Anfang Mai eine dritte 96-Seiten-Rotationsmaschine in Betrieb. Die Bertelsmann Education Group wuchs umsatzseitig zweistellig. Der Online-Bildungsanbieter Relias Learning gab unter anderem die Übernahme des E-Learning-Unternehmens Advanced Practice Strategies bekannt. Über sein Fondsnetzwerk Bertelsmann Investments baute Bertelsmann seine internationalen Start-up-Beteiligungen weiter aus. So investierte Bertelsmann Asia Investments (BAI) in China unter anderem erneut in die Bike-Sharing-App Mobike; Bertelsmann India Investments (BII) beteiligte sich am Bildungsanbieter Eruditus. Bernd Hirsch, Finanzvorstand von Bertelsmann, ergänzte: „Bertelsmann zeichnet eine solide Finanzlage aus, unter anderem hat sich unser Eigenkapital auf mehr als zehn Milliarden Euro erhöht. Für das Gesamtjahr rechnen wir unverändert mit einem höheren Umsatz, einer weiterhin hohen operativen Profitabilität sowie einem Konzernergebnis von mehr als einer Milliarde Euro.“

Landtagsswahlen 2017
AfD-NRW-Chef Pretzell bezeichnet AfD-Ergebnis als „respektabel“

Bonn (nex) – Der NRW-Landesvorsitzende der AfD, Marcus Pretzell, hat sich über den Einzug seiner Partei in den NRW-Landtag gefreut. „Wir haben in NRW ein respektables Ergebnis erzielt und damit für die Bundestagswahl einen guten Startschuss gesetzt“, so Pretzell am Sonntag im Fernsehsender phoenix. Pretzell fügte hinzu: „Wir haben vor einigen Monaten, zum Teil noch in den letzten Umfragen vor einigen Wochen noch andere Ergebnisse gehabt. Das haben wir sicherlich insgesamt als Partei uns auch selbst zuzuschreiben.“ Dennoch sei man in den NRW-Landtag eingezogen. Der NRW-AfD-Landesvorsitzende sah jedoch die Chance, das NRW-Ergebnis als Startschuss für den Bund zu nehmen. „Nach den beiden doch sehr schwierigen Wahlen, die wir im Saarland und in Schleswig-Holstein hatten, die für uns mit einem sehr knappen Ergebnis zu Ende gingen, ist das vielleicht gerade noch rechtzeitig vor der Bundestagswahl der Trend wieder nach oben“, meinte Pretzell.

Bundestagswahl 2017
NRW-Landesgruppenchef der SPD: „Bundestagswahlkampf geht jetzt erst richtig los“

Düsseldorf (ots) – Der NRW-Landesgruppenchef der SPD im Bundestag, Achim Post, erwartet nach der Wahlniederlage der SPD in NRW einen Lagerwahlkampf auf Bundesebene. „Der Bundestagswahlkampf geht jetzt erst richtig los“, sagte Post der „Rheinischen Post“. „Dann geht es darum, ob wir wieder eine schwarz-gelbe Republik wollen, ob die soziale Gerechtigkeit unter die Räder kommt und ob wir uns an der unverantwortlichen Aufrüstungsspirale Trumps beteiligen“, sagte Post. Den Ausgang der Wahl in NRW bezeichnete er als „schmerzliche Niederlage“ CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn rät seiner Partei, das Erfolgsmodell des NRW-Wahlkampfs auch im Bundestagswahlkampf zu nutzen. „Wir haben in NRW mit Armin Laschet einen klaren inhaltlichen Fokus auf innere Sicherheit und mehr wirtschaftliche Dynamik gelegt“, sagte Spahn der „Rheinischen Post“. „Die Themen sollten wir auch mit in die Bundestagswahl nehmen und nach vorne stellen.“

Japan
Frauenvolleyball: Türkische Mannschaft erneut Weltmeister

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Kobe (nex) – Das türkische Volleyball-Team Vakifbank hat am heutigen Sonntag Brasilien im Finale der Weltmeisterschaft des Volleyball-Weltverbands FIVB im japanischen Kobe geschlagen.

Vakifbank gewann gegen Rexona-Sesc drei Sätze mit 25:19, 25:21 und 25:21 und erreichte somit ein 3:0-Endergebnis.

Die Chinesin Ting Zhu leistete mit 19 erzielten Punkten einen entscheidenden Beitrag zum Sieg Vakifbanks.

Dies ist der zweite WM-Sieg Vakifbanks beim FIVB. Bereits im Jahre 2013 konnte das Team aus der Türkei das Turnier für sich entscheiden.

Auch in der Volleyball Championsleague der Frauen ging Vakifbank in dieser Saison als Sieger hervor.

Bis jetzt hat das Team aus Istanbul dreimal die europäische Championsleague, zweimal die Club World Championship sowie jeweils einmal den European Challenge Cup und Europe Top Teams Cup gewonnen.

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Volleyball: Türkinnen erneut Weltmeister
 

Belt and Road-Forum
Erdogan: 4.5 Milliarden Menschen Teil des „Seidenstraßen-Projektes“

Peking (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat das „Belt and Road“-Projekt als eine Initiative gegen den Terror bezeichnet. Die Türkei werde dem Seidenstraßen-Projekt jede Art von Unterstützung zur Verfügung stellen.

Erdogan, der bei der heutigen Eröffnungszeremonie des Belt and Road-Forums in der chinesischen Hauptstadt Peking sprach, wies darauf hin, dass die Neue Seidenstraße-Initiative ein sehr wichtiges Projekt von weltweit insgesamt über 60 Ländern und fast 4,5 Milliarden Menschen sei.

„Diese Initiative, vor allem die gegen den zunehmenden Terrorismus auf der Welt, wird eine Initiative sein, die den Terror fast vollständig ausrottet“, betonte Erdogan und fügte hinzu: „Ich glaube, dass diese Zusammenarbeit, von der jeder profitieren wird, als Modell Erfolg haben wird. Die Türkei ist bereit, jede Art von  Unterstützung zu gewährleisten.“

Er glaube, dass die auch „Neue Seidenstraße“ genannte Initiative die Zukunft durch ihre Bemühung, Asien, Europa, Afrikas und sogar Südamerikas miteinander zu verbinden, kennzeichnen werde.

Der chinesische Präsident Xi Jinping, der ebenfalls an der Eröffnungszeremonie teilnahm, wies darauf hin, dass die Seidenstraße 2.000 Jahre alt sei und viele Zivilisationen miteinander verbunden habe. Dadurch habe sie die finanzielle und kulturelle Kommunikation zwischen gesellschaftlichen Schichten ermöglicht.

Über 1.500 Vertreter aus mehr als 130 Ländern sowie 70 internationale Organisationen nehmen an der „Belt and Road“ Initiative teil.

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Neorassismus
Türkei: Internationales Treffen gegen Islamfeindlichkeit – Teilnehmer aus 120 Ländern

Ankara (nex) – Der Präsident des türkischen Amtes für religiöse Angelegenheiten Diyanet, Prof. Dr. Mehmet Görmez, hat am gestrigen Samstag mitgeteilt, dass seine Institution  zur Bekämpfung der Islamophobie in Europa eine zweigleisige Strategie entwickelt habe.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu gab Görmez bekannt, dass mit der neuen Strategie muslimische Pioniere in Europa zusammengebracht und Treffen mit Nichtmuslimen organisiert würden.

Diyanet werde das erste Treffen vom 22. bis zum 25. Mai in der westtürkischen Provinz Sakarya durchführen, so Görmez weiter.

Dieses Meeting werde religiöse Offizielle aus 120 Ländern zusammenbringen, darunter auch religiöse Berater, die als Diyanet-Vertreter tätig seien, sowie Attachés und Koordinatoren von Gottesdiensten.

Ein größeres Meeting, das ein Treffen europäischer Muslime sein soll, werde zu einem späteren Zeitpunkt in Europa abgehalten, fügte der Diyanet-Chef hinzu.

Görmez wies auf zwei wichtige Entwicklungen in der weltweiten Islamfeindlichkeit hin:

„Erstens ist die Phobie über den Hass zur Feindschaft geworden. Zweitens verlagert sich diese Phobie von Medien und Politik auf andere Bereiche der Gesellschaft.“

Er betonte des Weiteren, dass die Islamophobie nicht nur Muslime, sondern auch religiöse Einrichtungen betreffe, was von den Vertretern ernsthaft erörtert werden müsse.

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Bericht: Hass gegen Muslime mit über 200 Millionen US-Dollar gefördert
 

Autovermietung Car2go
Deutsche Umwelthilfe fordert sofortigen Verkaufsstopp für den Smart fortwo 0.9

DUH fordert von Daimler Rückrufprogramm für alle bisher verkauften Schmutz-Smart und Nachbesserung der Abgasreinigung Berlin (nex) – DUH setzt Daimlers Autovermietung Car2go ein Ultimatum bis Monatsende zur Stilllegung der innerstädtisch betriebenen ungefilterten Smart-Flotten in Berlin, Frankfurt, Hamburg, München und dem Rheinland – heutige Wirtschaftswoche berichtet ausführlich über die Messungen der DUH sowie des ADAC und die eingeleiteten rechtlichen Schritte Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat in einem Schreiben den Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG Dieter Zetsche aufgefordert, den Verkauf des Benzinmodells Smart fortwo 0.9 Turbo (Euro 6 – 66 kW) sowie aller weiteren Benzin-Smarts (fortwo und forfour mit ähnlichem Abgasverhalten) mit sofortiger Wirkung einzustellen. Grund dafür ist der extrem hohe Partikelausstoß der Fahrzeuge im realen Fahrbetrieb. Bei Straßenmessungen der DUH mit einem portablen Partikelanzahlmessgerät (TSI P-TRAK 8525) wurde in Berlin im April diesen Jahres direkt hinter einem Euro 6 Smart fortwo des Daimler-Autovermieters car2go der Rekordwert von 440.000 Partikeln pro cm³ gemessen. „Ich habe schon viele schlechte Werte gesehen, aber solche Werte findet man sonst nur in den Abgasfahnen von Kreuzfahrtschiffen“, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. Die Daimler AG verkauft derzeit nicht nur den nach Messungen unseres Emissions-Kontroll-Instituts schmutzigsten Diesel-Pkw aus deutscher Produktion (Mercedes B-Klasse 180 d), was die Stickoxid-Emissionen angeht: Aktuelle Messungen der DUH im Straßenverkehr sowie des ADAC zeigen, dass die Daimler AG mit dem Smart fortwo 0.9 Turbo den europaweit am schmutzigsten gemessenen Pkw bei den Rußpartikel-Emissionen verantwortet. Um schätzungsweise 50 Euro Kosten in der Abgasreinigung zu sparen, nutzt der schwäbische Konzern, der in seiner Werbung vollmundig „Das Beste oder nichts“ verspricht, dabei eine von der Automobilindustrie in die Abgasbestimmungen hineinverhandelte Regelungslücke für Benzin-Fahrzeuge mit einer Benzineinspritzung vor (und nicht hinter) den Ventilen. Über diesen Trick sieht sich Daimler im Recht, die Innenstädte mit Rußpartikeln regelrecht zu fluten. Alarmierende Messungen gibt es auch vom ADAC. Selbst auf dem Labor-Rollenprüfstand ist dieser smart fortwo 0.9 Turbo das „Schlusslicht beim Partikelausstoß“, für ein Stadtauto seien die Werte „untragbar“, so der ADAC. Nach dem aktuell geltenden Prüfverfahren WLTC wurden 44,6 mg/km gemessen. Dies stellt eine Überschreitung des Euro 6 Grenzwerts für Diesel-Pkw um das 10-fache dar. Noch drastischer fällt die Überschreitung bei der Betrachtung der Partikelanzahl aus: Die gemessene Partikelanzahl betrug 8.284 Milliarden Partikel pro km. Dies stellt eine Überschreitung des Euro 6 Grenzwerts für Diesel-Pkw um das 14-fache dar. Noch extremer sind die Partikelemis-sionen im ADAC-Motorway Labortest: Die hier ermittelte Partikelmasse übersteigt den Grenzwert von 4,5 mg/km für Euro 6 Diesel-Pkw mit 136,1 mg/km um das 30-fache. Der Grenzwert für die Partikelan¬zahl bei Diesel-Pkw Euro 6 wird mit 263.084 Milliarden Partikel pro km um das 440-fache überschritten. „Es ist unanständig – im Schwäbischen sagen wir: Es ist schäbig – wie Daimler Chef Zetsche Profite maximiert und Qualität minimiert. Ultrafeine Rußpartikel sind hochgradig gesundheitsschädlich. Sie dringen über unsere Atemwege bis in die Blutbahn und das Gehirn. Wir haben Anfang dieser Woche Zetsche aufgefordert, den Verkauf aller Benzin Smarts mit hohen Partikel-Emissionen mit sofortiger Wirkung zu stoppen und die bereits ausgelieferten Fahrzeuge mit wirksamer Abgasreinigung nachzurüsten. Darüber hinaus muss die von Daimler betriebene Autovermietung car2go ihre Smarts in den Städten Berlin, Frankfurt, Hamburg, München und dem Rheinland so lange stillzulegen, bis ihre Abgasreinigung nachgebessert wurde“, so Resch. Beworben werden die aktuellen insgesamt 11 unterschiedlichen Smart Modelle mit Benzin-Motoren im Daimler/Smart Internetauftritt ausgerechnet mit einem „Öko-Trend“ Zertifikat. Nachfragen der DUH beim Öko-Trend Institut für Umweltforschung an diesem Montag, 8.5.2017, führten nach einer anfänglichen Verteidigung der Richtigkeit dieser bis August 2017 ausgestellten Zertifikate keine 24 Stunden später zu einer Ankündigung, diese für die Zukunft nicht erneut auszustellen. Gleichzeitig wurde die Bewertung der Abgasemissionen auf der Öko-Trend Webseite für den Smart forfour in den letzten vier Tagen zweimal geändert. Die DUH fordert Daimler auf, die irreführenden Werbeaussagen zur aktuellen Smart fortwo Baureihe zu beenden. Einmal mehr täuscht Daimler die Verbraucher in seiner Smart-Werbung mit der Behauptung, „Kraftstoffverbrauch und Abgasemissionen erhielten die Note „sehr gut“. Die DUH sieht in dem Fall einen Verstoß gegen die Zulassungsbestimmungen der Europäischen Kommission und hat sich daher auch an Bundesverkehrsminister Dobrindt gewandt und diesen aufgefordert, die Typzulassung für Benzin-Smarts mit diesen beim Modell 0.9 Turbo gemessenen Partikelemissionen zu entziehen. Die immens hohen Realemissionen des Smarts stellen nach Ansicht der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation einen Verstoß gegen die Erwägungsgründe der Verordnung (EU) Nr. 459/2012 der Kommission vom 29. Mai 2012 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 715/2007 und der Verordnung (EG) Nr. 692/2008 hinsichtlich der Emissionen von leichten Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen (Euro 6) dar. Diese besagen in Absatz (6): „In der Verordnung (EG) Nr. 692/2008 wurde für die Partikelzahl ein Grenzwert von 6 × 10 11 /km für Euro-6- Dieselfahrzeuge festgelegt. Nach dem Grundsatz der technologieunabhängigen Gesetzgebung sollte für Euro-6-Fahrzeuge mit Fremdzündungsmotoren derselbe Emissionsgrenzwert gelten, da nichts darauf hindeutet, dass Partikel aus Motoren mit Fremdzündung eine geringere spezifische Toxizität aufweisen als Partikel aus Dieselmotoren.“ An anderer Stelle führt diese Verordnung die gesundheitliche Relevanz an: „Die von Fahrzeugen ausgestoßenen Partikel können sich in den Lungenbläschen von Menschen ablagern und zu Erkrankungen der Atmungsorgane und des Herz-Kreislauf-Systems sowie zu erhöhter Sterblichkeit führen. Ein hohes Maß an Schutz vor solchen Partikeln liegt daher im öffentlichen Interesse.“ Die mit dieser Verordnung 2014 eingeführten Grenzwerte für die Partikelanzahlemissionen wurden auf Druck der Automobilindustrie auf die „Fremdzündungsmotoren“ beschränkt, „bei dem der Kraftstoff in die Ansaugluft gespritzt wird, nachdem diese die Einlassventile passiert hat“ (715/2007 neu: Art. 3 (18)) und dies wie folgt begründet: „Nach heutigem Wissensstand haben konventionelle Fremdzündungsmotoren mit indirekter Einspritzung, bei denen der Kraftstoff in den Ansaugkrümmer oder den Ansaugkanal und nicht direkt in den Brennraum gespritzt wird, einen niedrigen Partikelausstoß.“