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Deaflympics: Gehörlosen-Olympiade 2017 findet in der Türkei statt
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„Über 1,5 Million Muslime leben in Nordrhein-Westfalen, davon eine Million Türkeistämmige, mehr als die Hälfte von ihnen hat die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie sind in ganz besonderer Weise aufgerufen, an die Wahlurnen zu gehen und Verantwortung für sich selbst und das Land zu übernehmen. Häufig haben türkeistämmige Wähler in der Vergangenheit Politiker mit türkischen Wurzeln in etablierten Parteien gewählt in der Hoffnung, sie würden sich für ihre Belange einsetzen und ihre Interessen vertreten. Gestärkt wurde diese Hoffnung, weil auch in türkischen Vereinsheimen und Moscheegemeinden um die Stimmen der Türkeistämmigen gebuhlt und aktiv mit der türkischen Herkunft geworben wurde. Und nicht selten wurden die Wähler bitter enttäuscht. Die wachsende Fremden- und Islamfeindlichkeit in Deutschland und Europa sowie der historische Tiefpunkt deutsch-türkischer Beziehungen geben den anstehenden Wahlen eine besondere Bedeutung.“Die Wahlberechtigten hätten es in der Hand, Politiker zu wählen, die offen für eine vielfältige Gesellschaft einträten und Pluralität als gesellschaftliche Stärke und nicht als Problem betrachteten. Es gelte, sorgfältig zu prüfen, inwieweit sich Kandidaten für eine gleichberechtigte Teilnahme von Muslimen im öffentlichen Leben einsetzten, ob und inwiefern sie den verfassungsrechtlich verbürgten Anspruch der Gleichstellung von muslimischen Religionsgemeinschaften unterstützten und sich für konkrete Projekte gegen die Bekämpfung der Islamfeindschaft stark machten, betonte Yeneroglu weiter. Darüber hinaus sollten Türkeistämmige, so Yeneroglu, ein besonderes Augenmerk darauf richten, inwieweit sich Politiker für eine Integration durch Partizipation aussprächen oder etwa assimilative Tendenzen guthießen, ob sie der Versuchung widerstünden, aus der zunehmend antitürkischen Stimmung Kapital zu schlagen oder sich für die deutsch-türkische Freundschaft einsetzten – und vor allem welche Position sie bzw. ihre Parteien zur Terrororganisation PKK hätten. Yeneroglu:
„Während die Linke sich aufgrund ihrer offenen Unterstützung für die Terrororganisation PKK grundsätzlich disqualifiziert, tun sich die Grünen, trotz vieler guter Politiker in ihren Reihen, mit einem Parteivorsitzenden, der permanent auf Veranstaltungen auftaucht, die von Kadern der Terrororganisation unterstützt werden und auf welcher PKK-Flaggen wehen, keinen Gefallen. Jeglicher Einsatz für die Stärkung von Unfrieden in einem ausländischen Staat ist nicht tolerierbar. Ähnliches gilt auch für die SPD, dessen Parteivorsitzender eine Partei, die ihr Verhältnis zur PKK und zum Terror selbiger längst nicht geklärt hat, in kurioser Weise als „Schwesterpartei“ bezeichnet. Und selbst wenn die CDU in puncto Verhältnis zur PKK eindeutig Stellung bezieht, vergrault sie mit ihrer inhaltsleereren Symbolpolitik, die rechtspopulistische Parolen legitimiert und den eigenen Parteivorsitzenden als Türken-Armin belustigt, potentielle Wähler. Es reicht nicht, türkischstämmige Kandidaten loszuschicken, vor allem dann nicht, wenn sich solche offenbar auch noch der religiösen und kulturellen Identität ihrer eigenen Familie schämen.“Enttäuschend sei zudem, dass viele türkeistämmige Politiker in Deutschland, sobald sie gewählt seien, die seit Jahrzehnten in Deutschland lebenden Türken plötzlich nicht mehr als einheimische und gleichberechtigte Bürger betrachteten, sondern als Problem-Menschen, die noch integriert werden müssten. „Dies meistens daher, um in der eigenen Partei selbst nicht als suspekt zu gelten. Muslimen im Allgemeinen und Türkeistämmigen im Besonderen droht also längst nicht mehr nur Ungemach von rechtsextremer und rechtspopulistischer Politik“, sagte Yeneroglu. Ausdrücklich ausgenommen von dieser Kritik seien laut Yeneroglu Politiker, die sich tatsächlich für die Interessen der Türken und Muslime in Deutschland einsetzten, jedoch in ihren Parteien nur ganz selten eine Chance bekämen oder sich deshalb teilweise in „kleinen“ Parteien engagierten. „Vor diesem Hintergrund ist die türkeistämmige und muslimische Minderheit aufgefordert, mit größter Sorgfalt auszusondern und ihre Stimme mit Bedacht abzugeben, denn diese wird die Politik und somit Zukunft des Landes mitbestimmen“, so Yeneroglu.
Rom (nex) – Die Türkei ist bereit, im Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und islamfeindliche Rhetorik in Europa zu helfen. Dies teilte der türkische Parlamentspräsident am gestrigen Freitag mit.
In seiner Rede beim Treffen der Parlamentarischen Versammlung der Union für den Mittelmeerraum (PV-UfM) in Rom erklärte Ismail Kahraman, dass „es besorgniserregend und erschütternd ist, wie einfach Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und islamfeindliche Rhetorik – zusätzlich zum Einfluss rechtsextremer Kreise – unter dem Einfluss von Wahlen auf lokaler und Landesebene ihren Platz in der europäischen Politik finden“.
Kahraman rief zu einem ernsthaften Kampf gegen den Terror und zunehmende Probleme in Europa auf.
„Besonders gefährlich ist der Einsatz eines marginalisierenden Diskurses, der als ein Werkzeug populistischer Politiker der Kultur der Koexistenz schadet“, warnte Kahraman und ergänzte, dass Tendenzen, die die Zukunft eines größeren Europas bedrohten, nur durch die Verinnerlichung der Prinzipien der Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz bekämpft werden könnten.
„Die Türkei ist bereit, die notwendige Unterstützung in diesem Prozess zu leisten“, so Kahraman.
Ankara: Erdogan kündigt weltweiten Kampf gegen Islamophobie und Rassismus an
NRW-Finanzminister warnt vor Einnahmeausfällen durch CDU-Steuersenkungspläne
Peking (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat, wie aus Präsidialkreisen bekannt wurde, die Nichtauslieferung der am vereitelten Putschversuch vom 15. Juli 2016 beteiligten ehemaligen türkischen Soldaten gegenüber dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras als „nicht richtig“ bezeichnet.
Erdogan habe sich zu der Angelegenheit bei seinem Treffen mit Tsipras am Rande des „Belt and Road“-Forums in Peking geäußert.
So soll der türkische Präsident dem griechischen Premier gesagt haben, dass die Nichtauslieferung ein „Problem“ zwischen den beiden Ländern darstelle; des Weiteren sei der Aufenthalt der Ex-Soldaten in Griechenland „nicht richtig“.
Erdogan habe Tsipras um die Einleitung der notwendigen Schritte zur Lösung des Problems gebeten, so die Quelle weiter.
Am 4. Mai hatte der Oberste Gerichtshof in Athen die Auslieferung von zwei ehemaligen türkischen Soldaten abgelehnt. Zuvor war bereits die Auslieferung von sechs Soldaten abgelehnt worden.
Den ehemaligen Soldaten wird die Verwicklung in den vereitelten Putschversuch mit 249 Toten sowie fast 2.200 Verletzten vorgeworfen. Die Türkei beschuldigt den im US-Exil lebenden Prediger und Anführer des Gülen-Netzwerks FETÖ, Fetullah Gülen, der Drahtzieher hinter dem gescheiterten Staatsstreich gewesen zu sein.
Die türkische Regierung hat zun wiederholten Male die Auslieferung der acht verdächtigen Putschisten mit dem Versprechen eines fairen Prozesses in der Türkei gefordert.
Türkei: Kurden haben „Ja“-Sieg möglich gemacht
Izmir (nex) – Bei einem Kleinbusunglück in der westtürkischen Stadt Mugla haben am heutigen Samstag nach Angaben des stellvertretenden Gouverneurs Kamil Koten 24 Menschen ihr Leben verloren, mindestens 11 weitere wurden verletzt.
Koten erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass die Zahl der Toten auf 24 gestiegen sei, als drei Personen, die unter dem Fahrzeug eingeklemmt waren, geborgen worden seien.
Die Zahl der Verletzten liege bei mindestens 11 Personen, so Koten weiter.
Die Businsassen seien alle inländische Touristen gewesen, so der Gouverneur von Mugla, Amir Cicek, gegenüber Anadolu.
Der Unfall ereignete sich auf einer Gebirgsstraße auf der Strecke zwischen Mugla und Alanya.
Rettungsteams seien direkt vor Ort gewesen und hätten die Verletzten in umliegende Krankenhäuser verbracht.
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan brachte laut Anadolu in einer schriftlichen Erklärung sein Beileid für die Familien der Opfer zum Ausdruck und wünschte den Verletzten baldige Genesung.