Balkan
Kosovo: Das Massaker von Račak

Pristina (nex) – Tausende versammelten sich am Dienstag im südlichen kosovarischen Dorf Račak, um des 20. Jahrestages der Massentötung von 45 ethnischen Albanern durch serbische Streitkräfte, die internationalen Zorn auslöste, zu gedenken. Die Morde waren ein wesentlicher Faktor für die Entscheidung der NATO, eine Luftkampagne zur Beendigung des Kosovo-Krieges 1998/99 zu starten. Die serbische Regierung von Präsident Slobodan Milosevic behauptete damals, die Toten seien alle Mitglieder der rebellischen Kosovo-Befreiungsarmee, die im Kampf mit den staatlichen Sicherheitskräften getötet wurden. Zu den Toten gehörten allerdings auch Kinder. Hochrangige Regierungsbeamte und Bürger versammelten sich am Dienstag auf dem Friedhof von Račak, 32 Kilometer südlich der Hauptstadt Pristina. Der kosovarische Premierminister Ramush Haradinaj, selbst ehemaliger UCK-Kämpfer, sagte, dass „Schmerz, Blut und Opfer des Volkes nicht vergessen werden“.

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– Balkan – Kosovo: Das Massaker von Ljubenic

Am 1. April 1999 ereignete sich in einem Dorf nahe Peja im Westen des Kosovo eines der schlimmsten Massaker des damaligen Krieges.

Kosovo: Das Massaker von Ljubenic

Syrienkrieg
Syrische Kurden: YPG nicht unser Vertreter

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Ankara (tp/nex) –  In einem Interview mit der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu brachte der Vertreter des „Kurdischen Nationalrates“ (KNC) in Syrien, Nuri Brimo, erneut zum Ausdruck, dass weder die Terrororganisation PKK, noch deren syrischer Ableger PYD bzw. YPG Vertreter der kurdischen Bevölkerung in Syrien seien, noch das Recht hätten, in deren Namen zu sprechen oder aufzutreten. Auch seien diese miteinander verflochtenen Organisationen nicht berechtigt, als militärische Vertretung syrischer Kurden zu agieren. Die Streitkräfte des kurdischen Nationalrats in Syrien und damit der syrisch-kurdischen Bevölkerung, seien „ausschließlich die syrischen Peschmergas“, so Brimo im Interview Die syrischen Peschmergas, die seit 2012 in Militärlagern in Erbil und Dohuk im Nordirak trainiert werden und seither kurdische Gebiete in Syrien und im Irak gegen An- und Übergriffe vom IS (Daesh) verteidigen, verfügen derzeit wohl über 8.000 bis 10.000 Kämpfer, werden aber nicht von der Anti-IS-Koalition unter der Führung der USA unterstützt. Bisher hatten der syrische PKK-Ableger, die nicht minder-terroristische PYD, die Peschmerga an einer flächendeckenden Rückkehr in die kurdischen Gebiete in Syrien, unter dem ideologischen Schutz der USA und der Unterstützung von terroristischen PKK-Kämpfern, gehindert. Nuri Brimo hierzu: „Die USA und Andere müssen da dringend umdenken“. Auch sei es, so Brimo, an der Zeit, dass die USA ihre Allianz mit der PYD aufgeben müssten. Diese liege nicht im Interesse der syrischen Kurden und diene keinesfalls einer Lösung der Probleme Syriens und sei einer dahingehenden Lösung abträglich. Auch sei dahingehend eine Stabilität an der Grenze zwischen Syrien und der Türkei notwendig und unumgänglich. Dies sei jedoch mit einer Terrororganisation nicht machbar oder verhandelbar. Auch innerhalb Syriens dient die PYD nach den Worten von Brimo nicht einer Lösung bestehender Probleme und der Beendigung des Bürgerkriegs. „Die PYD sät seit Jahren Groll und Hass sowie Feindseligkeit unter den syrischen Kurden“ erklärte Nuri Brimo. Darüber hinaus habe die terroristische Organisation stets Feindseligkeit zwischen Kurden und Arabern geschaffen. Der türkische Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan nannte die Äußerungen Washingtons, dass die Türkei „Kurden angreife“, irrational. Das Land bekämpfe Terrororganisationen wie die PKK oder dessen verlängerten Arm in Syrien, die YPG und den IS. In einer Erklärung sagte Ibrahim Kalin, Sprecher Erdogans: „Das Problem ist, dass PKK/PYD/YPG versuchen, eine Ordnung zu schaffen, indem sie Kurden, die ihnen nicht gehorchen, und ihre terroristischen Aktivitäten gegen unser Land unterstützen, unterdrücken.“ „Es besteht kein Zweifel, dass eine Terrorgruppe kein Verbündeter der USA sein kann“, sagte Kalin.

„Trump steckt fest zwischen der öffentlichen Meinung der USA, die die Präsenz der USA in Syrien und im gesamten Nahen Osten in Frage stellt sowie Politikern seiner Partei und Verbündeten, wie Israel und Saudi-Arabien, die gegen den Rückzug sind“, sagte Erdogans Berater Yasin Aktay in einem Interview mit Al Jazeera.

Zum Thema

Kurdischer Politiker: „Die PYD vertritt nicht die Interessen der syrischen Kurden“

Laut dem Vorsitzenden der „Kurdische Zukunftsbewegung Syriens“ hat die PYD im Norden des Landes eine Baath-Regime-ähnliche Diktatur etabliert. Die PYD/YPG vertrete die Interessen der PKK und nicht die der Kurden, so der Aktivist.

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Berlin
„Bushidos Kinder sollten entführt werden“: Clanchef Abou-Chaker festgenommen

Berlin – Berliner Justizbeamte haben einen Haftbefehl gegen Arafat Abou-Chaker vollstreckt. Er wurde nach einem Prozesstermin vor dem Amtsgericht Tiergarten am Mittag direkt im Gerichtssaal festgenommen und soll noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Abou-Chaker wurden laut Zeugenberichten Handschellen angelegt, er habe gefasst reagiert und sei kooperativ gewesen. Das berichtet der “Spiegel‘‚ am Dienstag. Der Verhaftung seien länger andauernde verdeckte Ermittlungen vorausgegangen. Dem Bericht zufolge, sollten die Frau und Kinder des Rapstar Bushido entführt werden. Abou-Chaker sei dringend verdächtig, Leute gesucht zu haben, die die Entführung von Bushidos Kindern und Frau umsetzen sollten. Die Kinder seines Bruders Yasser Arafat soll er mit seinem ältesten Bruder Nasser selbst entführt haben. Im vergangenen September brachen Bushido und seine Frau erstmals gemeinsam ihr Schweigen und berichteten ausführlich darüber, wie sehr sie und ihre Ehe jahrelang unter dem Einfluss des kriminellen Abou-Chaker-Clans standen – und wie ihnen die Befreiung gelang. „Er bestimmte unser gesamtes Leben, das ganze Denken meines Mannes“, sagt Anna-Maria Ferchichi im Gespräch mit dem stern über Arafat Abou-Chaker, den Clan-Chef und langjährigen Geschäftspartner ihres Ehemannes Bushido. 2013 hatte der stern unter dem Titel „Bushido und die Mafia“ die Verbindung des Rappers mit der deutsch-arabischen Großfamilie enthüllt. Bushido hatte Arafat Abou-Chaker eine Generalvollmacht über seine Geschäfte erteilt. Es heißt, der Clan-Chef habe 50 Prozent aller Einkünfte Bushidos erhalten.

„Er hat uns lange genug abkassiert und beinahe unsere Ehe zerstört“, sagt Ferchichi im stern. Im März gab ihr Mann die Trennung von Abou-Chaker bekannt. Kein ungefährlicher Schritt im Milieu der organisierten Kriminalität. Anna-Maria Ferchichi: „Natürlich haben wir Angst, dass jemand aus Rache auf mich oder meinen Mann schießt. Eigentlich rechnen wir jeden Tag damit. Aber wir blenden das aus. Etwas anderes bleibt uns nicht übrig.“

Die Trennung, so sagen beide, sei unausweichlich gewesen. „Die Eingriffe in mein Privatleben wurden immer massiver“, schildert Bushido das Verhalten seines Geschäftspartners. So habe Arafat Abou-Chaker sogar bestimmt, dass Bushidos 2013 verstorbene Mutter im Rahmen einer islamischen Beerdigung beizusetzen sei, bei der Männer und Frauen getrennt zum Grab gehen. Dazu sagt Anna-Maria Ferchichi dem stern: „Ich hatte die Mutter meines Mannes bis zum Schluss gepflegt, und jetzt durfte ich nicht mit meinem Mann zusammen an ihrem Grab stehen. Stattdessen standen da irgendwelche Rocker und halb Neukölln.“ Bushido räumt ein, wie er sich Arafat Abou-Chaker unterordnete: „Weil die Wahrheit nämlich so aussah, dass ich nichts zu melden hatte. Dass Arafat einfach alles entschieden hat.“ Bushido sagt auch: „Natürlich bin ich nicht nur Opfer. Ich bin auch Mitwisser, und deshalb trage ich eine Mitschuld. Ich habe weggesehen. All die Jahre.“ Am Ende wäre das Paar auch bereit gewesen, eine hohe Ablösesumme zu bezahlen, um sich freizukaufen.    

Spionage
Bundeswehr-Berater soll für Iran spioniert habe

Karlsruhe – Generalbundesanwalt Peter Frank wirft einem Deutsch-Afghanen vor, als Mitarbeiter der Bundeswehr für den iranischen Geheimdienst spioniert zu haben. Es wäre nicht das erste Mal, dass iranische Spione in Deutschland auffliegen. Das berichtet ntv. Der 50-jährige Deutsch-Afghane ist demnach unter dem Vorwurf festgenommen worden, für den iranischen Geheimdienst die Bundeswehr ausspioniert zu haben. Der Mann namens Abdul Hamid S., sei an diesem Dienstag „im Rheinland“ festgenommen worden. Der Haftbefehl wurde bereits am 6. Dezember ausgestellt. Der Mann namens Abdul Hamid S. sei an diesem Dienstag „im Rheinland“ festgenommen worden. Der Haftbefehl wurde bereits am 6. Dezember ausgestellt. Wie ntv weiter berichtet, wirft Generalbundesanwalt Peter Frank Abdul Hamid S. geheimdienstliche Agententätigkeit nach Paragraf 99 des Strafgesetzbuches vor. „Der Beschuldigte war Sprachauswerter und landeskundlicher Berater der Bundeswehr“, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. „In dieser Eigenschaft soll er Erkenntnisse an einen iranischen Nachrichtendienst weitergegeben haben.“ Dem „Spiegel“ zufolge, handelt es sich bei dem Geheimdienst um das iranische Ministerium für Nachrichtenwesen (MOIS). Abdul Hamid S., ein gebürtiger Afghane, solle bereits seit mehreren Jahren für den Iran spioniert haben.

Mögliche Beobachtung
Verfassungsschutz erklärt AfD zum Prüffall

Die „Alternative für Deutschland“ gerät stärker in den Blick des Verfassungsschutzes. Nach Informationen des Tagesspiegels stuft das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) die Gesamtpartei in einem rund 450 Seiten umfassenden Gutachten als „Prüffall“ ein. BfV-Präsident Thomas Haldenwang will die Ergebnisse der Analyse noch heute in Berlin verkünden. Die Behörde wird nun anhand öffentlicher Äußerungen von AfD-Mitgliedern und offen zutage tretender Verbindungen zu den rechtsextremen Identitären untersuchen, in welchem Ausmaß rechtsextremistische Bestrebungen in der Partei festzustellen sind. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft zudem in seinem Gutachten die AfD-Nachwuchsorganisation „Junge Alternative (JA)“ und die Vereinigung „Der Flügel“ als Verdachtsfall ein. Das ist eine höhere Stufe als der Prüffall. Bei einem Verdachtsfall sind auch nachrichtendienstliche Mittel wie eine Observation und die Kooperation mit V-Leuten möglich sowie eine Speicherung der Daten von Personen.

Gesundheit
Studie: Islamisches Gebet kann Rückenschmerzen lindern

New York (nex) – Fünfmal täglich verbeugen sie sich, knien nieder und legen ihre Stirn zu Boden in Richtung der heiligen Stadt Mekka, Saudi-Arabien. Für rund 1,6 Milliarden Muslime weltweit ist dies Teil des islamischen Gebetsrituals, des Salats. Das Ritual ist eines der fünf obligatorischen Säulen des Glaubens, die im heiligen Buch, dem Koran, dargelegt sind. Laut Forschungsergebnissen der Binghamton University, State University of New York, können die komplexen physischen Bewegungen des Rituals bei regelmäßiger und richtiger Durchführung, die Schmerzen im unteren Rückenbereich reduzieren. „Die Bewegungen ähneln sehr stark denen von Yoga und in der Physiotherapie, die ja auch bei Rückenschmerzen angewandt werden“, so Professor und Abteilungsleiter Mohammad Khasawneh, einer der Autoren von „An ergonomic study of body movements during Muslim prayer using digital human modelling“.Die körperliche Gesundheit wird durch den Lebensstil sowie sozioökonomische und religiöse Faktoren beeinflusst. Darüber hinaus deuten Studien darauf hin, dass es eine starke Verbindung zwischen Gebet und Wachsamkeit gibt, um einen gesunden Lebensstil aufrechtzuerhalten“, sagte Khasawneh. „Gebet kann körperlichen Stress und Angst beseitigen, während es auch Forschungen gibt, die darauf hinweisen, dass Gebetsrituale als eine effektive klinische Behandlung der neuro-muskuloskelettalen Dysfunktion angesehen werden können.“ Für Menschen mit Rückenschmerzen ist es möglicherweise nicht möglich, eine genaue Gebetshaltung einzuhalten. Nach islamischen Traditionen und Praktiken dürfen Einzelpersonen, die nicht stehen können, im Sitzen oder Liegen beten. Wenn sie in der Lage sind zu stehen, sollten sie so gut wie möglich die richtige Haltung einnehmen. „Die kniende Haltung (Sujud) erhöht die Elastizität der Gelenke. Es wird empfohlen, dass diese Personen mehr Zeit in der knienden Haltung verbringen“, sagte Khasawneh. Nach Angaben des Forschungsteams kann die Verwendung falscher Winkel und Bewegungen die Schmerzen jedoch verstärken.        

Iransanktionen
Kommentar: „Hat jemand schon einmal Sanktionen gegen die Saudis oder Israel erwogen?“

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther  Nachdem die EU zunächst Unabhängigkeit vorgespiegelt hatte; betont hatte, dass sie am Atomdeal festhalten und bei Trumps Ausstieg nicht mitmache, hat sie neuerdings doch Sanktionen gegen 2 Iraner und den iranischen Geheimdienst beschlossen. Grund sind angeblich geplante Anschläge auf Exiliraner in Dänemark und Frankreich. Das spricht für sich. Die Niederlande hatten schon 2015 und 2017 behauptet, ihr Geheimdienst habe starke Anhaltspunkte, dass der iranische Geheimdienst in Anschläge verwickelt sei. Genaueres wurde nie mitgeteilt. Das spricht auch für sich. Bei Saudi-Arabien wartet man vorsichtig ab, bis die Saudis (wohlgemerkt!) alles geklärt haben; bestenfalls liefert man keine Waffen – für neue Anschläge auf Kritiker wohlgemerkt. Für den Krieg im Jemen freilich schon. Hat jemand schon mal Sanktionen gegen die Saudis erwogen? Oder gar gegen Israel? Das große Vorbild des langen Arms der Saudis – Khashoggi war ja nicht der einzige. Israel bringt doch jeden um, den es der Mühe wert findet, wo auch immer der sich aufhält. Nur, gerade anlässlich des Khashoggimordes hat einer der größten Hetzer Deutschlands (ich nenne Namen und Quelle bewusst nicht) in einem Artikel behauptet, man müsse den Saudis alles nachsehen und eher darauf achten, dass doch der Iran weltweit seine Gegner beseitige. Beweislage siehe oben. Wer so agiert, wurde ebenfalls gesagt. Die Wahrheit ist, dass Europa Terroristen schützt, die für Anschläge im Iran mit zahlreichen Toten verantwortlich sind. Niemand redet davon. Das tut Europa ja auch im Fall eines anderen Landes. Dieses Europa ist – auf gut Deutsch gesagt – zum Kotzen. Es ist eben doch bloß eine Kolonie der USA und Israels und wird es immer bleiben, auch wenn man zufällig mal einen amerikanischen Präsidenten nicht mag. Und wenn man den nicht mag, dann hauptsächlich aus den falschen Gründen, nämlich weil er aus Syrien und Afghanistan raus will, keine Konfrontation mit Russland will und keine sog. Freihandelsabkommen, Abkommen die dem internationalen Finanzkapital die Freiheit geben, Politik zu diktieren, von denen Statistiken, aber kein einziger Arbeiter in den USA oder Europa profitiert.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Finanzierungsprogramme für Frauen – Türkei: EU und Ankara unterstützen gemeinsam Frauenprojekt

Um Möglichkeiten für von Frauen geführte Unternehmen zu schaffen, erschwingliche Finanzierungen von lokalen Banken zu erhalten, schloss sich die EBWE mit fünf wichtigen türkischen Kreditgebern zusammen – Garanti Bank, QNB Finansbank, TEB, İş Bank und Vakıfbank.

Türkei: EU und Ankara unterstützen gemeinsam Frauenprojekt
 
Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Ausgebildet in Freiburg und Oxford. Stipendiat der DFG und der Alexander von Humboldt -Stiftung. Gerhard Hess Preis der DFG. Zahlreiche Publikationen (ca. 40 Bücher, u.a. Brill’s Companion to Propertius, Brill’s Companion to Horace) im Bereich der antiken Philosophie und Literatur, der Byzantinistik, Neogräzistik, modernen Literatur und Philosophie, Ethik und Politik. Zahlreiche Versübersetzungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Neugriechischen, Georgischen, Japanischen und Chinesischen. Lehrt regelmäßig in Italien, zahlreiche Gastaufenthalte in der Schweiz, Polen, Georgien, Indonesien, Iran, Seoul, Tokyo und vielen chinesischen Universitäten. Herausgeber mehrerer Buchreihen, im wissenschaftlichen Beirat zahlreicher wissenschaftlichen Zeitschriften.

Meinung
Kommentar: Jeder Mensch ist „abnormal“

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther  In einem Facebookpost zu einem Artikel zu einer jüdischen Initiative zur Betreuung muslimischer Kinder schreibt Lamya Kaddor: ,,Mein Traum – hoffentlich eines Tages erfüllt – ist, dass Juden eines Tages ganz normale Menschen werden wie alle anderen, dass eines Tages unsere Religion und unser Glaube keine wichtige Rolle mehr spielen.“ Juden sind also momentan keine ,normalen‘ Menschen? Religion soll nicht mehr wichtig sein? Ich möchte bei diesem Anlass lieber Folgendes sagen: Jeder Mensch ist ,abnormal‘, d.h. wie kein anderer. Gerade darin liegt sein Menschsein. Ich würde mir deshalb wünschen, dass jeder Mensch, jede Kultur, jede Religion in ihrer Andersheit und Einmaligkeit respektiert und als unverzichtbarer Ausdruck des Menschseins gewürdigt wird – ob dies etwa ein Jude, ein Indianer oder ein indigenen Australier ist. Bei Juden wäre die Welt auch längst so weit, wenn es keinen Zionismus gäbe. Ich würde mir wünschen, dass echte Religiosität und echter Glauben eine zentrale Rolle in der Gesellschaft einnehmen. ,Echte‘ Religiosität bedeutet, die Religion des anderen zu respektieren wie die eigene: das heißt nämlich nicht, den absoluten Anspruch der eigenen aufzugeben, im Gegenteil: absoluter Wahrheitsanspruch bedeutet: die Entscheidung über jeden einzelnen Menschen und sein Leben liegt bei Gott, ,,der seine Sonne aufgehen lässt über die Guten und Bösen und es regnen lässt über Gerechte und Ungerechte“ (Matth. 5:45). Die Einzigartigkeit jedes einzelnen Menschen ist Zeichen seiner Unvollkommenheit, die nur in Gott aufgehoben und geheilt werden kann; die Anerkennung der absoluten Wahrheit der Religion bedeutet, dass der Mensch sagt: ,,Preis sei Dir! Wir haben kein Wissen außer dem, was Du uns gelehrt hast.“ (Sure 2: 32). Ausdruck dieser Unvollkommenheit ist gerade auch die Vielzahl der Religionen, da der Mensch die göttliche Wahrheit nie ganz erfassen kann. Weil nur Gott der Allwissende, die absolute Wahrheit ist, ist gerade auch diese Vielfalt Ausdruck des Willens Gottes: , ,Hätte Gott es gewollt, er hätte euch zu einer einzigen Gemeinde gemacht.“ (Sure 5: 48). Der Mensch kann der göttlichen Wahrheit nur im aufrichtigen Streben nach dem, was ihm als gottgefälliges Leben offenbar ist, nahekommen kann, die göttliche Wahrheit ist ein Lebensvollzug, kein Lehrsatz: ,,Befehlt ihr denn den Menschen Güte, während ihr euch selbst vergesst, wo ihr doch die Schrift lest?“ (Sure 2: 42). Diejenigen, die die göttliche Wahrheit leben sind die ,,Kinder Gottes“ (Matth. 5: 45). Diejenigen, die sich an Gottes Stelle setzen, andere aburteilen und Zwietracht und Gewalt säen, sind diejenigen, ,,die das diesseitige Leben für das Jenseits erkauft haben.“ (Sure 2: 86). Ich will gar nicht behauten, Frau Kaddor habe etwas anderes gemeint als ich. Nur sollte man doch genau auf seine Worte achten. Man sollte sich nicht – auch nicht unbewusst – von den billigen Anforderungen des politisch korrekten Zeitgeistes leiten lassen: ,Sei kein Antisemit! Nimm das Grundgesetz oder die universal gültigen Regeln des säkularen Staates wichtiger als deine Religion!‘ Man tut gut daran, als Jude, Christ oder Muslim sich immer wieder neu am Wort Gottes zu orientieren. Nun, ich hatte nun auch mehr Raum als Frau Kaddor. Knapp ausgedrückt, würde ich sagen: ich würde mir wünschen, dass jüdische Menschen nie mehr in eine mit Werturteilen beladene, kollektive Schublade gesteckt werden, dass Unterschiede des Glaubens und der Religion zu gegenseitigem Respekt und Anerkennung und nicht zu Spaltung und Gewalt führen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Menschenrechtsverletzungen in China – China: Neben Uiguren auch Hui-Muslime vermehrt Repressalien ausgesetzt

Hui-Muslime hatten lange einige Privilegien vor Uiguren: das Kopftuch war auch an Universitäten erlaubt, religiöse Erziehung der Kinder wurde stillschweigend geduldet. Diese Privilegien wurden schon seit einiger Zeit aufgehoben. Moscheen wurden zerstört. Auch auf Hui-Moscheen wurde arabische Schrift, der Halbmond beseitigt.

China: Neben Uiguren auch Hui-Muslime vermehrt Repressalien ausgesetzt

Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Ausgebildet in Freiburg und Oxford. Stipendiat der DFG und der Alexander von Humboldt -Stiftung. Gerhard Hess Preis der DFG. Zahlreiche Publikationen (ca. 40 Bücher, u.a. Brill’s Companion to Propertius, Brill’s Companion to Horace) im Bereich der antiken Philosophie und Literatur, der Byzantinistik, Neogräzistik, modernen Literatur und Philosophie, Ethik und Politik. Zahlreiche Versübersetzungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Neugriechischen, Georgischen, Japanischen und Chinesischen. Lehrt regelmäßig in Italien, zahlreiche Gastaufenthalte in der Schweiz, Polen, Georgien, Indonesien, Iran, Seoul, Tokyo und vielen chinesischen Universitäten. Herausgeber mehrerer Buchreihen, im wissenschaftlichen Beirat zahlreicher wissenschaftlichen Zeitschriften.

Bundesliga
Fortuna-Trainer Funkel: „Ich weiß nicht, ob ich weitermache“

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Friedhelm Funkel sieht sich nicht als Schuldigen in der Posse um seine Vertragsverlängerung. „Ich glaube, dass ich gar keine Fehler gemacht habe, weil für mich immer feststand, dass ich bis zum ersten Rückrundenspiel eine Entscheidung möchte“, sagte der 65-jährige Trainer von Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf der „Rheinischen Post“. Zu den gescheiterten Gesprächen sagte er: „Wir wissen alle, dass das unnötig war. Jetzt gehe ich am Dienstag in dieses Gespräch, aber wie die enden werden, kann ich nicht einschätzen. Ich bin nicht so optimistisch, wie Robert (Schäfer, Vorstandschef; Anm. d. Red.) es vielleicht ist. Das kann ich auch nicht sein. Im Laufe der Gespräche wird man sehen, wie weit wir uns annähern, damit ich für ein weiteres Jahr in der ersten Liga unterschreiben kann. Ich weiß noch nicht, ob ich wirklich weitermache.“ Weiter sagte Funkel: „Ich weiß noch nicht, was der Verein will und mir vorschlägt. Ich habe auch meine Vorstellungen, die ich jetzt nicht sagen möchte. Ich möchte natürlich nicht, dass am Morgen in der Zeitung steht, was ich Robert und Lutz (Pfannenstiel, Sportvorstand; Anm. d. Red.) dann sagen will. Das wäre nicht seriös.“ Funkel könnte sich auch durchaus vorstellen, mit Fortuna in die Zweite Liga zu gehen. „Wenn die Möglichkeit besteht, würde ich das natürlich machen. Ich habe immer gesagt – und das weiß auch der Aufsichtsrat -, dass ich an meinem Funktionsteam hänge, dazu gehören auch Mannschaftsarzt Ulf Blecker und die Physios. Und mit all denen möchte ich weiterarbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Klasse halten. Aber es gibt immer Umstände, warum das nicht klappen könnte. Und dann gibt es keine größere Wahrscheinlichkeit, als mit mir als Trainer wieder aufzusteigen. Meine Bilanz ist nicht so schlecht.“

Türkisch-amerikanische Beziehungen
Telefonat: Türkei und USA möchten wirtschaftliche Beziehungen stärken

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Ankara (nex) – In einem Telefonat am Montag beschlossen der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump, die wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken. Das gab das türkische Präsidialamt am Montagabend bekannt. Erdogan und Trump hätten zudem auch die Idee für eine terrorfreie Sicherheitszone in der nördlichen Region Syriens besprochen. Der türkische Präsident habe in dem Telefonat Trump versichert, dass die Türkei keine Probleme mit Kurden hätte, sondern ausschließlich Terrorgruppen bekämpfen werde, die die nationale Sicherheit bedrohen. Die Türkei unterstütze Trumps Entscheidung über den Abzug der US-Streitkräfte aus Syrien, sagte Erdogan und garantiere alle Arten von Unterstützung in dieser Hinsicht. Die beiden Staats- und Regierungschefs kämen auch überein, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen voranzutreiben. Der Anruf folgte auf einen Tweet Trumps, in dem der US-Präsident die Türkei mit einer „Vernichtung der türkischen Wirtschaft“ bedrohte, falls sie nach einem Abzug der US-Truppen aus Syrien „Kurden“ angreifen sollten. Der türkische Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan nannte die Äußerungen Washingtons, dass die Türkei „Kurden angreife“, irrational. Das Land bekämpfe Terrororganisationen wie die PKK oder dessen verlängerten Arm in Syrien, die YPG und den IS. In einer Erklärung sagte Ibrahim Kalin, Sprecher Erdogans: „Das Problem ist, dass PKK/PYD/YPG versuchen, eine Ordnung zu schaffen, indem sie Kurden, die ihnen nicht gehorchen, und ihre terroristischen Aktivitäten gegen unser Land unterstützen, unterdrücken.“ „Es besteht kein Zweifel, dass eine Terrorgruppe kein Verbündeter der USA sein kann“, sagte Kalin. „Trump steckt fest zwischen der öffentlichen Meinung der USA, die die Präsenz der USA in Syrien und im gesamten Nahen Osten in Frage stellt sowie Politikern seiner Partei und Verbündeten, wie Israel und Saudi-Arabien, die gegen den Rückzug sind“, sagte Erdogans Berater Yasin Aktay in einem Interview mit Al Jazeera.