Israel unter Kritik Israel gerät für sein radikales Vorgehen in Gaza, bei dem hauptsächlich Zivilisten getötet werden, immer mehr in Kritik. Auch US-Präsident Joe Biden, der sich anfänglich noch solidarisch zeigte, verurteilte die Tötung der vielen Zivilisten. Biden hat am Dienstag davor gewarnt, dass Israel wegen der „wahllosen Bombardierung“ von Zivilisten in seinem Krieg gegen die Hamas im belagerten Gazastreifen die internationale Unterstützung zu verlieren droht. In seiner Rede bei einer politischen Spendenaktion kritisierte Biden auch das israelische Kabinett. „Dies ist die konservativste Regierung in der Geschichte Israels“, sagte der Präsident. „Er [Netanjahu] muss diese Regierung ändern. Diese Regierung in Israel macht es uns sehr schwer“. Israel könne auch nicht gegen einen palästinensischen Staat sein, den israelische Hardliner, auch in Netanjahus Regierung, ablehnen. Dies war die schärfste öffentliche Kritik an Israel seit Beginn des Krieges mit der Hamas.Israel can never defeat Hamas because it is, first and foremost, a resistance movement. They could kill Sinwar, Deif, and Haniyeh, and the next generation of orphaned boys turned to men would replace them. As long as occupation exists, so too will resistance. Images like this are… pic.twitter.com/Rwg8cnj8LY
— Dan Cohen (@dancohen3000) December 13, 2023
Gaza-Krieg
Cohen: Israel kann die Hamas nicht besiegen
New York
Taylor Swift und Selena Gomez besuchen palästinensische Spendenveranstaltung
Pro-palästinensische Aktivisten haben Prominente und Persönlichkeiten der sozialen Medien aufgerufen, ihre Plattformen zu nutzen, um auf die humanitäre Krise im Gazastreifen aufmerksam zu machen. Mehr als 17.500 Palästinenser wurden bei den israelischen Angriffen auf das Gebiet getötet und etwa 90 Prozent der 2,3 Millionen Einwohner des Streifens wurden vertrieben. Als Reaktion auf die Angriffe von Hamas-Kämpfern am 7. Oktober an der südlichen Grenze Israels hat Israel ganze Stadtviertel dem Erdboden gleichgemacht, die Versorgung des Gazastreifens mit Hilfsgütern unterbrochen und eine Boden- und Luftoperation eingeleitet. Sawsan Chebli ruft zur Unterstützung auf Die ehemalige deutsche Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) hat in einem X-Beitrag deutsche Künstler dazu aufgerufen, es den US-Stars gleichzutun. „Die Liste der Unterstützer:innen in den USA für die Menschen in Gaza wird immer größer. Taylor Swift und Selena Gomez haben an einer Stand-up-Comedy Show teilgenommen, deren Erlös der humanitären Hilfe in Gaza zugute kommt. Warte darauf, dass auch hier Stars aufstehen“, so Chebli in dem Beitrag.Die Liste der Unterstützer:innen in den USA für die Menschen in Gaza wird immer größer. Taylor Swift und Selena Gomez haben an einer Stand-up-Comedy Show teilgenommen, deren Erlös der humanitären Hilfe in Gaza zugute kommt. Warte darauf, dass auch hier Stars aufstehen. pic.twitter.com/Jy0Y8QMgTl
— Sawsan Chebli 💯 (@SawsanChebli) December 13, 2023
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– Israel – PUMA beendet Zusammenarbeit mit Israel
Der deutsche Sportartikelherrsteller Puma beendet im kommenden Jahr sein Sponsoring der israelischen Fußballnationalmannschaft.
PUMA beendet Zusammenarbeit mit Israel
Israel
PUMA beendet Zusammenarbeit mit Israel
Herzogenaurach – Der deutsche Sportartikelhersteller PUMA beendet im kommenden Jahr sein Sponsoring der israelischen Fußballnationalmannschaft. PUMA hatte Adidas als Sponsor und Hersteller der Trikots der israelischen Nationalmannschaft im Jahr 2018 abgelöst.
Die Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung (BDS) hatte bereits vor dem Anschlag vom 7. Oktober zum Boykott des Sportbekleidungsunternehmens aufgerufen und feiert die Entscheidung als ihren Erfolg. PUMA sieht sich schon seit langem mit Boykottaufrufen wegen seiner Markenallianz mit dem israelischen Fußballverband (IFA) konfrontiert, aber solche Aufrufe haben sich während der zweimonatigen israelischen Offensive im Gazastreifen, bei der mehr als 18.000 Palästinenser getötet wurden, noch verstärkt.
BDS:
PUMA ist seit 2018 Ziel einer weltweiten BDS-Kampagne wegen seiner Unterstützung der israelischen Apartheid, die Millionen von Palästinensern unterdrückt. Durchgesickerte interne Nachrichten enthüllten, dass PUMA unter enormem Druck stand, den Vertrag fallen zu lassen. Dieser Boykottsieg ist ein bittersüßer Sieg, da die ethnische Säuberung der Palästinenser durch Israel weitergeht. Aber er gibt uns Hoffnung und die Entschlossenheit, alle Unterstützer des Völkermords und der Apartheid zur Rechenschaft zu ziehen, bis alle Palästinenser in Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit leben können.
PUMA hat in einer Erklärung jedoch darauf hingewiesen, dass die Entscheidung bereits 2022 im Rahmen der neuen „Weniger-größer-besser“-Strategie von Puma getroffen worden sei und entspreche den regulären Zeitplänen für das Design und die Entwicklung von Mannschaftstrikots.
„Während zwei neu unterzeichnete Nationalmannschaften – einschließlich einer neuen Erklärungsmannschaft – später in diesem Jahr und 2024 bekannt gegeben werden, laufen die Verträge einiger Verbände wie Serbien und Israel 2024 aus“, so der Sprecher des Unternehmens in einer per E-Mail übermittelten Erklärung an die Financial Times.
In BDS win, @PUMA forced to drop sponsorship of Israel Football Association.
PUMA has been the target of a worldwide BDS campaign over its support for Israeli apartheid. The IFA governs and advocates to maintain teams in illegal Israeli settlements on stolen Palestinian land. pic.twitter.com/7pluWJar3J — PACBI – BDS movement (@PACBI) December 12, 2023
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– Gaza-Krieg – UNICEF-Sprecher: Dies ist ein Krieg gegen Kinder
„Gaza ist ein Friedhof für Tausende von Kindern geworden“, sagte Elder. Zudem hätten viele der zum Krankenhaus gebrachten verletzten Kinder keine Eltern oder Verwandten mehr.
UNICEF-Sprecher: Dies ist ein Krieg gegen Kinder
Türkei
Antalya: Nuri Şahin verurteilt Angriff auf Schiedsrichter
Auch in einer Erklärung des türkischen Fußballverbands wurde der „unmenschliche und verabscheuungswürdige“ Angriff auf den Offiziellen verurteilt. „Wir verfolgen den Gesundheitszustand von Halil Umut Meler aufmerksam und wünschen unserem wertvollen Schiedsrichter eine rasche Genesung“, hieß es in der Erklärung. „Dieser unmenschliche und verabscheuungswürdige Angriff richtete sich gegen alle Akteure des türkischen Fußballs. Jeder, der Schiedsrichter ins Visier genommen und zu Straftaten gegen Schiedsrichter ermutigt hat, macht sich mitschuldig an diesem verabscheuungswürdigen Verbrechen. Die unverantwortlichen Äußerungen von Vereinsvorsitzenden, Managern, Trainern und Fernsehkommentatoren, die sich gegen Schiedsrichter richteten, haben den Weg für diesen abscheulichen Angriff geebnet“, so der verband weiter. Erdoğan verurteilt Tat Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan äußerte sich nach den schockierenden Szenen. „Ich verurteile den Angriff auf den Schiedsrichter Halil Umut Meler nach dem Spiel MKE Ankaragücü-Çaykur Rizespor von heute Abend und wünsche ihm eine schnelle Genesung“, sagte er. „Sport bedeutet Frieden und Brüderlichkeit. Sport ist unvereinbar mit Gewalt. Wir werden niemals zulassen, dass es im türkischen Sport zu Gewalt kommt. so der türkische Staatschef weiter. Ankaragücü entschuldigt sich MKE Ankaragücü bedauerte in einer Erklärung das Verhalten seines Präsidenten: „Wir sind betrübt über den Vorfall, der sich heute Abend ereignet hat. „Wir entschuldigen uns bei der türkischen Fußballöffentlichkeit und der gesamten Sportgemeinschaft für den traurigen Vorfall, der sich nach dem Spiel von Caykur Rizespor im Eryaman-Stadion ereignet hat.Üzgünüm, çok üzgünüm.
Çocuklar, ekran başında maçları izleyip, futbolcu olma hayalleri kuruyor. Anneler, babalar, gece-gündüz demeden çabalıyor, çocuklarının hayallerine ortak oluyor. Teknik ekipler, oyuncular, kulüp çalışanları gecelerini gündüzlerine katıyor. Taraftarlar… — Nuri Şahin (@nurisahin) December 11, 2023
🔴#SONDAKİKA | Hakem Halil Umut Meler’e saldırıda bulunan Ankaragücü Başkanı Faruk Koca ve 2 kişi tutuklandı. pic.twitter.com/UBUjoR0JTt
— ibrahim Haskoloğlu (@haskologlu) December 12, 2023
Türkisch-griechische Beziehungen
Griechenland: Einige EU-Länder waren gegen Visafreiheit für Türken
Zum Thema
– Erdogan in Athen – Griechenland unterstützt EU-Beitritt der Türkei
Erdogan sagte, man wolle „die Ägäis in ein Meer des Friedens und der Zusammenarbeit verwandeln und mit gemeinsamen Schritten ein Vorbild für die Welt sein.“
Griechenland unterstützt EU-Beitritt der Türkei
Tötung auf Verlangen
Hospizverband warnt vor Liberalisierung der Sterbehilfe
Silvester
Silvester ohne Stress: Mit Heimtieren entspannt ins neue Jahr
Türkisch-griechische Beziehungen
Atomkraft: Mögliche türkisch-griechische Zusammenarbeit
Erdogan says Turkey, Greece could cooperate on nuclear energy https://t.co/Ot3ypI063Z
— Soner Cagaptay (@SonerCagaptay) December 9, 2023
Mitsotakis erklärte seinerseits am Donnerstag, dass er die Türkei im EU-Beitrittsprozess unterstützen werdedund sagte: „Wir haben auch über die Frage der Visumbefreiung für Studenten gesprochen, um eine engere Zusammenarbeit in der Visumfrage sicherzustellen. Wir haben die Reisefreiheit türkischer Bürger berücksichtigt“, so Mitsotakis während seiner Rede in einer Pressekonferenz.
Die Türkei und Griechenland hätten in der Vergangenheit immer wieder Situationen erlebt, die den Frieden bedrohten. Daher sei es jetzt für beide Länder besonders wichtig, ihre Beziehungen in einem ruhigen Umfeld fortzusetzen und Lösungen für die Probleme zu finden, mit denen Griechenland und die Türkei konfrontiert sind. Bei einem Treffen letzten Juni in Vilnius habe man beschlossen, die Beziehungen wiederzubeleben und Vertreter beider Seiten hätten sich in den letzten sechs Monaten bereits drei Mal getroffen.
„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Wirtschaftsbeziehungen und den bilateralen Handel zu verbessern. Wir haben ein sehr wichtiges Ergebnis erzielt, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Wissenschaft und Migration auszubauen“, so der griechische Regierungschef.
Wie sein Großonkel, Eleftherios Venizelos, der in den 1930er Jahren die Entspannungspolitik mit der Türkei leitete und weithin als der bahnbrechende Staatsmann des Landes im 20. Jahrhundert gilt, wünscht sich Mitsotakis eine Annäherung, und sei es nur, weil sie gut für die Wirtschaft wäre.
Mitsotakis erinnerte an die Worte Venizelos‘ und sagte: „Venizelos sagte einmal zur Türkei: ‚Wir reichen Ihnen die Hand der Freundschaft, wir glauben, dass die feindseligen Beziehungen zwischen uns ein Ende haben werden’“.
Glücksspiel
Einleitung: Begriffe für Online-Sportwetten
NATO-Beitritt Schwedens
Jürgens: Beziehungen zwischen Türkei und Schweden werden prosperieren
ein Gastbeitrag von Klaus Jürgens
Wenn man sowohl aus beruflichen als auch aus privaten Gründen in der Vergangenheit aber auch gerade während der letzten zwei Jahre viel Zeit in Stockholm und Schweden verbrachte, kann man besser verstehen, wie sowohl hiesige Entscheidungsträger als auch „normale Bürger“ die Türkei und den laufenden NATO-Beitrittsprozess sehen.
Nachdem was man inoffiziell und offiziell vor Ort hört wird das nun in Kürze erwartete „Ja“ Ankaras zu einem schwedischen NATO-Beitritt sehr begrüßt. Das Gleiche galt übrigens auch für Helsinki und die finnische Bevölkerung.
Ganz wichtig ist hierbei zu bedenken, dass mittlerweile in Stockholm ein Denkprozess begonnen hat, an dem auch die ehemalige Außenministerin Ann Linde beteiligt ist, die vor kurzem zugab dass die PKK-Terror-Organisation finanzielle Unterstützung aus Schweden erhält; natürlich nicht von der Regierung sondern von illegalen Geldwäschern, die auf schwedischem Boden tätig sind.
Beobachter gehen davon aus, dass die bi-lateralen Beziehungen zwischen Stockholm und Ankara bald eine neue Blüte erleben werden; eine neue positive Phase, in der die schwedischen Behörden sowohl die PKK/YPG als auch die FETÖ-Sympathisanten, die sich in Schweden verstecken, viel genauer unter die Lupe nehmen werden. Dies gilt für das benachbarte Finnland weniger da es dort nur vereinzelte Terrornester gibt. Dies wiederum wird eine vollständige Umstrukturierung der bi-lateralen Beziehungen zwischen Stockholm und Ankara (Handel, Tourismus, Bildung, intelligente Städte, Energie und so weiter und so fort) ermöglichen.
Richtungswandel in schwedischer Sozialdemokratie war auschlaggebend
Man muss fairerweise sagen, dass der Vorschlag der NATO beizutreten eine der schwierigsten internen Entscheidungen war, die die schwedischen Sozialdemokraten je zu treffen hatten. Sie muss im Rahmen von zwei völlig gegensätzlichen Paradigmen analysiert werden.
Erstens sind die Sozialdemokraten von ihrer Geschichte her eine friedensfördernde Partei, und das schließt den Kampf gegen Unterdrückung in der ganzen Welt ein. Das einzige Land, der einzige Terrorclan, den sie immer völlig falsch verstanden haben, war und ist die PKK und ihr YPG-Satellit, die sie mit und für Freiheitskämpfer verwechseln anstatt was sie wirklich sind – Babymörder.
Weder ein Beitritt zur EG noch zur NATO stand jemals auf ihren Karten
Dann änderten sich die Zeiten, der Europarat verlor den größten Teil seiner Glaubwürdigkeit, Brüssel hatte damit begonnenen Stück für Stück einen Binnenmarkt aufzubauen, und schließlich kam das Jahr 1995 als Schweden der EU beitrat. Bald reichlich fließendes europäisches Geld war zweifellos ein wichtiger Anreiz, ebenso wie die Erlangung führender Verwaltungspositionen in Brüssel und natürlich die Entsendung von zahlreichen Abgeordneten ins Europäische Parlament. Erhöhtes internationales Ansehen durch den Beitritt zur EU? Fragen Sie Deutschland, natürlich!
Der NATO-Beitritt war jedoch ein völlig anderes politisches Spiel. Er stellte die sozialdemokratischen Neutralitätswerte auf den Kopf. Aber Stockholm konnte dem Ukraine-Krieg und der Invasion durch Moskau nicht tatenlos zusehen; es gab sogar vermehrt warnende Stimmen, ob Russland wie bereits in der Geschichte, erneut Schweden angreifen könnte. Also wie die Ostflanke absichern? Finnland allein Mitglied werden lassen? Nein – die einzige logische Lösung: Schweden muss der NATO beitreten.
Und nicht zuletzt hatte sich das politische Spektrum Schwedens dramatisch verändert. Die rechte Mitte begann das politische „Sweden First“- Spiel, also müssen die Sozialdemokraten dasselbe tun, um an der Wahlurne wieder zu gewinnen. Ein starkes Schweden in einer starken NATO gegen den „ausländischen Aggressor“ – vielleicht eine Erfolgsformel?
Nur dass diese Wahlkalküle der Sozialdemokraten nicht unbedingt aufgingen – es ist wohl Ironie des Schicksals das nun die derzeitige konservative Regierung den NATO-Beitritt als Trumpfkarte ausspielen darf.
Was kommt danach?
Bi-laterale Beziehungen zwischen Schweden und der Türkei werden prosperieren. NATO wird besser aufgestellt sein. Der Kampf gegen globalen Terror wird eine neue Bandbreite erhalten.
Somit kommen wir zu unserer abschließenden Frage: wäre NATO nicht bestens beraten, sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen und anzuerkennen, dass Ankara nicht nur ein führendes Mitgliedsland ist, sondern tatsächlich den Weg zu einer politisch viel umfassenderen Struktur gewiesen hat? Warum sollte also ein zukünftiger NATO-Generalsekretär nicht aus der Türkei ernannt werden, um diesen Punkt vor der ganzen Welt zu unterstreichen? Ein NATO-Generalsekretär aus der Türkei – das hieße doch Vorhang auf für NATO 2.0. in der Tat!
Klaus Jurgens – London School of Economics Postgraduate Degree Government. Vormals Uni-Dozent Ankara, Schwerpunkt BWL und KMU. Über zehn Jahre vor Ort Erfahrung Türkei. Zur Zeit wohnhaft in Wien. Politischer Analyst und freiberuflicher Journalist.
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