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Handball-WM
Deutsche Handball-Junioren erneut Weltmeister
Handball: Deutsche U21-Nationalmannschaft ist zum dritten Mal Weltmeister.#Handball #U21WM https://t.co/dXexwAjSGI
— Deutschlandfunk (@DLF) July 2, 2023
Schweden
EU bezeichnet Koranverbrennung als „klaren Akt der Provokation
Noch bedauerlicher ist, dass diese Tat ausgerechnet am wichtigen muslimischen Fest Eid al Adha begangen wurde.„Manifestationen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Intoleranz haben in Europa keinen Platz“, so Massrali weiter. Die Verbrennung eines Korans vor einer Moschee in Schweden an einem der heiligsten Tage des Islams löste am Donnerstag in vielen muslimischen Ländern Empörung und eine weit verbreitete Verurteilung der schwedischen Behörden aus. Im Irak protestierten mehrere hundert Menschen vor der schwedischen Botschaft in Bagdad auf Drängen von Muqtada al-Sadr, einem Geistlichen, der die irakische Regierung aufforderte, die diplomatischen Beziehungen zu Schweden abzubrechen, das er als „feindlich“ gegenüber dem Islam bezeichnete. Bei dem Vorfall in Stockholm am Mittwoch rissen zwei Männer unter den Augen einer Menschenmenge Seiten aus einem Koran und verbrannten sie vor einer Moschee. Einer der Männer, Salwan Momika, der von schwedischen Medien als in Schweden lebender irakischer Einwanderer identifiziert wurde, erklärte in seinem Antrag auf Genehmigung, er wolle seine Meinung über den Koran zum Ausdruck bringen, indem er ihn zerreißt und verbrennt. Die Polizei hatte eine Genehmigung für die Demonstration erteilt, nachdem ein schwedisches Gericht entschieden hatte, dass ein Verbot das Recht auf freie Meinungsäußerung verletzen würde. Die Verbrennung des Korans in Stockholm am Mittwoch folgte auf einen ähnlichen Vorfall im Januar, bei dem ein rechtsextremer dänisch-schwedischer Mann eine Kopie des heiligen Buches vor der türkischen Botschaft in der schwedischen Hauptstadt verbrannte, was ebenfalls die Spannungen mit der Türkei verschärfte. Seitdem hat die Stockholmer Polizei nach eigenen Angaben zwei weitere Anträge auf Proteste durch Verbrennung von Koranen abgelehnt, und der schwedische Sicherheitsapparat hat seine Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass solche Aktionen Sicherheitsbedenken wecken und eine Gefahr für Botschaften im Ausland darstellen könnten.
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Ein schwedischer Schriftsteller wollte vor der israelischen Botschaft in Stockholm eine Thora sowie die Bibel verbrennen. Die örtlichen Behörden gaben der Protestaktion anders als bei der Koran-Verbrennung keine Erlaubnis.
Thora-Verbrennung vor israelischer Botschaft nicht erlaubt
Gastbeitrag
Kommentar: Koranverbrennung ist keine Meinungsäußerung
Nun kann es passieren, dass mir der Lebensstil meines Nachbarn nicht zusagt. Vielleicht, weil er statt eines englischen Rasens ein buntes Blumenfeld im Vorgarten hat. Oder weil sein Auto größer und teurer als meines ist. Aber es wäre wohl nicht angebracht, wenn ich ihm deshalb an seiner Haustüre mitteilte, dass seine Mutter meiner Meinung nach der Prostitution nachginge und er das Ergebnis dieser Profession sei. Denn das wäre keine Meinung, das wäre eine Beleidigung.
Und so ist, wir wissen es ja alle, die Verbrennung eines Koran natürlich auch keine „Meinungsäußerung“, sondern nur eine dumm-aggressive Beleidigung. Eine derartige Aktion trägt selbstverständlich keinesfalls zu einer nüchternen, womöglich progressiven Dialogführung bei und ist einseitig ausschließlich nur auf Hass und Gewalt ausgerichtet. Diese Aktion will nichts anderes als die Gefühle von mehr als einer Milliarde Menschen auf der Welt verletzen. Sie will keinen Dialog, kein Gespräch, keine Annäherung und damit auch keinen Frieden. Im Gegenteil.
Die Reaktion der schwedischen Regierung, die bis heute aufgrund der vorangegangenen Aktion einer Koranverbrennung nicht die dringend gewünschte Mitgliedschaft in der NATO erreichen konnte, ist in ihrer Hilflosigkeit faszinierend. Sie zeigte sich außerstande, ihre Polizei- und Ordnungsbehörden davon abzuhalten, solche Aktionen zu genehmigen. Im Gegenteil war die jüngste Aktion ordnungsgemäß angemeldet und begleitet worden. Das bedeutet natürlich nichts anderes, als dass die schwedische Gesellschaft die aggressive Beleidigung von Werten, die sehr vielen Menschen auf der Welt sehr viel bedeuten und sehr nahe gehen, akzeptiert.
Wenn nun aber ein mehrheitlich und bekennend islamisch geprägtes Land Mitglied der NATO ist, kann diese Organisation Schweden nachvollziehbarerweise keine Mitgliedschaft gewähren. Das mindeste, was der Türkei als Reaktion auf die Koranverbrennung verbleibt, ist die Versagung des Beitritts.
Die Nachrichten aus der Welt sind voll von Wutausbrüchen, die der dummen Aktion des Irakers in Schweden gefolgt sind. Nationen, Länder und ganze Bündnisse bringen ihre Empörung zum Ausdruck. Es wird ein Bündel an Maßnahmen folgen; sicherlich wird es Importverbote für Güter aus Schweden, Ausweisungen von Botschaftern und Auflösung von Kooperationen und Verträgen hageln, so dass die Versagung der NATO-Mitgliedschaft beinahe als das kleinere der Übel wirkt, die folgen werden.
Die auch zu recht folgen werden. Denn jeder würde selbstverständlich großes Verständnis für meinen Nachbarn haben, wenn mir dieser aufgrund meiner „Meinung“ wütend die Tür vor der Nase zuknallte.
Solange jedoch der angeblich so „kultivierte“, „gebildete“ und „zivilisierte“ Teil der nichtislamischen Welt Wert darauf legt, dem gewaltigen Rest unter dem Tarnmantel einer „Meinung“ Beleidigungen zukommen lassen zu müssen, solange zeigt er, dass er all das Vorgenannte nicht für sich beanspruchen kann und nichts ist, als ein unzivilisierter, ungebildeter und unkultivierter Haufen von Menschen, die Spaß an der Verletzung anderer haben. Aber das ist ohnehin bereits der Eindruck der Welt, den diese vom Verhalten der westlich-industrialisierten und reichen Staaten längst gewonnen hat.
Die Koranverbrennung passt bestens ins Bild von Ländern, die angeblich „menschenrechtsbasierte“ Außenpolitik machen und dennoch buchstäblich „un-heimlich“ auffallend freundlich mit grausamen und brutalen Despotien verhandeln, um an Öl, Rohstoffe, Macht und Einfluss zu gelangen. Die Welt weiß längst, dass all diese Werte nichts wert sind, solange sie keinen Geldeswert besitzen, nicht in bare Münze umzuwandeln sind.
Also warum sollte man auf die Barbarei verzichten, Korane zu verbrennen? Wenn man zugunsten reichhaltiger Waffenverkäufe Kriege entzündet, Länder zu Geiseln nimmt und, im Falle Israels, ganz offen alle Menschenrechtsbrüche ignoriert, dann kann man den unzivilisierten und dumpf-aggressiven, eigenen Bürgern auch den Spaß gönnen, Werte anderer zu beleidigen.
Den Preis dafür zahlen ja, wie immer, andere
So mancher Schwede ging nach der Verbrennung zufrieden nach Hause, freute sich, es „denen da“ mal anständig gezeigt zu haben und wird selbst nie Ziel von Hass, Rache, Bomben und Krieg. Das ist nichts als verächtliche Schadenfreude, aber doch keine „Meinung“, schon gar keine schützenswerte.
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Mord an Marwa El-Sherbini
Gedenken an Rassismus-Opfer Marwa El-Sherbini
Dresden – Vor vierzehn Jahren wurde die muslimische Apothekerin und Sportlerin Marwa El-Sherbini von einem Neonazi und NPD-Anhänger im Dresdner Landgericht erstochen.
Tag gegen antimuslimischen Rassismus
Dem rassistisch motivierten Mord an Marwa El-Sherbini wird am 1. Juli eines jeden Jahres mit dem Ziel gedacht, ein Zeichen für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft zu setzen, in der niemand aufgrund von Herkunft, Religion und Aussehen diskriminiert oder angegriffen wird.
Am 1. Juli 2009 tötete der in Russland als Alexander Igorewitsch Nelsin geborene Russlanddeutsche Alex Wiens die ägyptische Apothekerin El-Sherbini in einem Dresdner Gerichtssaal. Wiens stach 18 Mal auf Sherbini ein, als beide zu einer Berufungsverhandlung wegen eines Streits erschienen, den sie ein Jahr zuvor auf einem Dresdner Spielplatz hatten.
Die beiden hatten sich zufällig auf dem Spielplatz getroffen, als Sherbini Wiens bat, eine Schaukel zu räumen, damit ihr Kleinkind sie benutzen konnte. Wiens reagierte mit einer Flut von Beschimpfungen und nannte Sherbini, die zu diesem Zeitpunkt ein Kopftuch trug, eine Islamistin, eine Terroristin und eine Hure.
Daraufhin informierte eine dritte anwesende Person die Polizei. Die herbeigerufenen Polizeibeamten nahmen den Vorgang vor Ort auf und bearbeiteten die Anzeige. Das Amtsgericht Dresden erließ gegen Wiens einen Strafbefehl mit einer Geldstrafe. Nachdem Wiens gegen den Strafbefehl Einspruch eingelegt hatte, kam es zu einer Hauptverhandlung, in der El-Sherbini als Zeugin vernommen wurde.
Wiens wurde zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 13 Euro verurteilt. Noch im Prozess äußerte er, dass man „solche Leute“ nicht beleidigen könnte, da sie keine „richtigen Menschen“ wären. Die Staatsanwaltschaft nahm das zum Anlass, Berufung einzulegen, um ein höheres Strafmaß wegen eines ausländerfeindlichen Hintergrunds zu erwirken. Auch Alex Wiens legte gegen das Urteil Berufung ein.
In der Berufungsverhandlung am 1. Juli 2009 schmuggelte Wiens ein 18 Zentimeter langes Küchenmesser in seinem Rucksack in den Gerichtssaal und griff die im dritten Monat schwangere El-Sherbini an, als sie nach ihrer Zeugenaussage den Gerichtssaal verlassen wollte. Er tötete sie mit 18 Messerstichen. Ihren Ehemann, Elwy Okaz, der ihr zu Hilfe eilen wollte, verletzte er mit drei Messerstichen lebensgefährlich. Okaz war Genetiker und stand kurz vor der Abgabe seiner Doktorarbeit.

Außerdem gab ein hinzukommender Polizist gezielt einen Schuss auf Okaz ab, den er für den Angreifer hielt, und traf ihn am Bein. Es hatte vorher keine Waffenkontrollen am Gebäudeeingang oder im Gerichtssaal gegeben. Der dreijährige Sohn wurde Zeuge, wie seine Mutter verblutete. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem Einzeltäter, der aus einer „extrem ausländerfeindlichen Motivation“ handelte.
Sherbini und ihr Ehemann lebten seit 2003 in Deutschland und planten Ende des Jahres 2009 nach Ägypten zurückzukehren. Sie erwarteten ein zweites Kind.
El-Sherbini war die Tochter des Chemiker-Ehepaares Ali El-Sherbini und Laila Shams.. Sie wurde 1977 in der ägyptischen Stadt Alexandria geboren und war Schulsprecherin am English Girls College. Von 1992 bis 1999 gehörte sie der ägyptischen Handballnationalmannschaft an. El-Sherbini studierte in ihrem Heimatland Pharmazie und arbeitete in Dresden in einer Apotheke.
Im März 2022 wurde zudem der Park vor dem Landgericht Dresden in „Marwa-El-Sherbini-Park“ umbenannt. Weitere Informationen über die Tat finden sich in der Onlinedokumentation „Gegen uns“ unter: https://t.co/x38c5D1Z35#gegenuns #gegenrechtegewalt #rassismus [8/8]
— RAA Sachsen e.V. (@RAASachsen) July 1, 2023
Finanzen
Den perfekten Kredit finden: Darauf kommt es an
Grundsätzliche Überlegungen vor einem Kredit
Bevor man sich auf die Suche nach einem Kredit macht, sollte man einige grundlegende Fragen klären. Zunächst ist es wichtig, die eigene finanzielle Situation realistisch einzuschätzen: Wie viel Geld kann man monatlich zur Rückzahlung aufbringen, ohne sich zu übernehmen? Des Weiteren sollte man den genauen Finanzierungsbedarf ermitteln. Dabei hilft es, den Verwendungszweck zu berücksichtigen: Benötigt man den Kredit beispielsweise für eine Immobilie oder für ein Auto? Oder will man sich einen lang gehegten Wunsch erfüllen? Diese Überlegungen sind essentiell, um die Tilgungsfähigkeit sicherzustellen und um den passenden Kredit zu finden. Um sich einen Überblick zu verschaffen, kann man einen Kreditvergleich nutzen.Auf diese Kriterien sollte man achten
Hat man erst einmal die grundlegenden Überlegungen angestellt, geht es nun darum, die richtigen Kriterien bei der Kreditauswahl zu beachten. Einer der wichtigsten Aspekte ist der Zinssatz. Je niedriger dieser ist, desto günstiger wird der Kredit. Doch Vorsicht: Oft verbirgt sich hinter einem niedrigen Sollzinssatz ein höherer effektiver Jahreszins, der zusätzlich Kosten wie Bearbeitungsgebühren oder Kontoführungsgebühren berücksichtigt. Die Laufzeit des Kredits und die Höhe der monatlichen Raten sollten gut durchdacht sein. Eine längere Laufzeit bedeutet zwar niedrigere Raten, allerdings erhöht sie auch die Gesamtkosten des Kredits. Es gilt, hier ein ausgewogenes Verhältnis zu finden. Zusätzlich sollte man ein Auge auf mögliche Nebenkosten und Zusatzleistungen werfen. Gibt es beispielsweise die Möglichkeit einer Sondertilgung oder sind kostenpflichtige Versicherungen mit dem Kredit verbunden? All diese Aspekte tragen dazu bei, den perfekten Kredit für die eigenen Bedürfnisse zu finden.Vergleichen lohnt sich
Ist man gewappnet mit dem Wissen um die eigenen Finanzierungsmöglichkeiten und die wichtigen Kreditkriterien, stellt sich die Frage: Wo findet man nun den perfekten Kredit? Eine effektive und zeitsparende Methode ist die Nutzung von Online-Vergleichsportalen. Sie geben einen Überblick über aktuelle Kreditangebote und ermöglichen einen direkten Vergleich hinsichtlich Zinsen, Laufzeit und Konditionen. Allerdings sollte man nicht nur auf die Zahlen achten, sondern auch die Details der Verträge genau prüfen. Hier können eine persönliche Beratung bei der Hausbank oder die Konsultation eines unabhängigen Finanzberaters helfen. Sie können individuell auf die persönliche Situation eingehen und potenzielle Fallstricke aufzeigen. Die Kreditanfrage selbst kann ebenfalls online erfolgen oder direkt bei der Bank. Wichtig ist es, verschiedene Angebote einzuholen und diese sorgfältig zu prüfen. Denn nur so findet man den Kredit, der wirklich perfekt zu den eigenen Bedürfnissen passt.Fallstricke und Risiken beim Kredit
Bei der Kreditsuche lauern jedoch auch einige Fallstricke und Risiken. So sollte man vor Lockangeboten mit unrealistisch niedrigen Zinsen auf der Hut sein, denn oft verbergen sich dahinter hohe Nebenkosten oder unseriöse Kreditgeber. Ein weiterer Punkt, den man im Blick haben sollte, ist die Schufa-Abfrage. Zu viele Kreditanfragen können den eigenen Schufa-Score negativ beeinflussen und künftige Finanzierungen erschweren. Das größte Risiko bei einem Kredit ist jedoch die Überschuldung. Man sollte daher immer sicherstellen, dass die monatlichen Raten im Rahmen des eigenen Budgets liegen und auch unerwartete Ausgaben nicht zur finanziellen Notlage führen.Fazit
Der Weg zum perfekten Kredit ist geprägt von gründlicher Planung, sorgfältigem Vergleichen und bewusstem Abwägen von Konditionen und persönlichen Möglichkeiten. Man sollte immer den eigenen finanziellen Spielraum im Auge behalten und sich nicht von verlockenden Angeboten blenden lassen. Mit der nötigen Sorgfalt und den richtigen Informationen ist es durchaus möglich, einen Kredit zu finden, der perfekt zu den eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten passt.
Sport
Erfolgreiche türkische Sportler und Sportlerinnen im Nischensport


Tourismus
Über 60 Mio Touristen: Türkei erwartet Allzeitrekord
Kültür ve Turizm Bakanı Mehmet Nuri Ersoy, „2023 turizm hedeflerimizi 60 milyon turist ve 56 milyar dolar gelir olarak ilan ettik. 2028’te ise hedefimiz çok daha büyük; 90 milyon turist ve 100 milyar dolar gelir“ dedi.https://t.co/tNJGfXkl2M
— İstanbul Ticaret Gazetesi (@itohaber1885) June 22, 2023
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Geschichte
27. Juni 1944: Der Genozid an den Chameria-Albanern
von Kemal Bölge
Der Massenmord an albanischen Zivilisten war minutiös geplant, als am 27. Juni 1944 gegen Sonnenaufgang Einheiten des griechischen Generals Napoleon Zervas in der Stadt Paramythia anrückten. Von Juni 1944 bis März 1945 führten griechische Streitkräfte und Partisanen ethnische Säuberungen an den Chameria-Albanern durch, bei dem 2.900 Männer, 214 Frauen, 96 Kinder getötet und 745 Frauen Opfer von Vergewaltigungen wurden. Um die Einwohner aus ihren Besitzungen zu vertreiben, setzten Soldaten in insgesamt 68 Ortschaften 5800 Häuser systematisch in Brand.
Die Vertriebenen litten an Hunger und Epidemien und auf der Flucht vor dem griechischen Militär starben über 2000 Zivilisten. Aufgrund der gewaltsamen Vertreibung mussten zirka 35.000 Chameria-Albaner ihre Heimat für immer verlassen. Bis heute weigert sich Griechenland den begangenen Genozid an den Chameria-Albanern anzuerkennen und lehnt es strikt ab, die zwangsenteigneten Albaner zu entschädigen. Griechenland beschuldigt die Chameria-Albaner der Kollaboration mit der deutschen Wehrmacht.

Albanisches Parlament stufte die Massaker an den Chameria-Albanern 1994 als Genozid ein
1994 verabschiedete das albanische Parlament in Tirana ein Gesetz, das den 27. Juni 1944 als Völkermord einstuft. Im Andenken an die Opfer des Genozids finden in Albanien alljährlich Ausstellungen, Märsche und Gedenkveranstaltungen statt. Bei der Region Chameria handelt es sich um ein Gebiet, das sich im heutigen Südalbanien und Nordwestgriechenland befindet. Historische Quellen datieren die albanische Besiedlung des Küstenstreifens auf das 13. Jahrhundert. Nach einer Volkszählung aus dem Jahr 1910 lebten in der Chameria-Region 83.000 Albaner. Bei den Chameria-Albanern handelt es sich mehrheitlich um Muslime, aber es gibt auch eine kleine Minderheit christlich-orthodoxen Glaubens.
Chameria-Albaner fordern Anerkennung des Völkermords
Nach dem zweiten Balkankrieg und der anschließenden Konferenz von London 1913 wurde der südliche Teil der Chameria-Region Griechenland zugeschlagen. Interessenverbände der Chameria-Albaner verlangen von Griechenland die Anerkennung des Verbrechens als Völkermord, die Erlaubnis zum Besuch der früheren Heimat und die Rückgabe des früheren Eigentums. In der türkischen und aserbaidschanischen Geschichtswissenschaft hat sich der Terminus technicus Mezalim für massenhafte Gewaltverbrechen an der muslimischen Zivilbevölkerung etabliert.
Zeitzeugenbefragung von Überlebenden der Chameria-Massaker
Dem Schriftsteller und Kulturforscher Enver Kushi, der ursprünglich aus der Region Chameria entstammt, gelang es durch Zeitzeugenbefragungen (Oral-History) neue Erkenntnisse von Überlebenden der Massaker während des Zweiten Weltkriegs zu gewinnen. Die Ergebnisse seiner Zeitzeugenbefragung hatte der Kulturforscher Kushi zum Jahrestag der Massaker am 27. Juni 2021 („Chameria-Woche“) in Tirana der Öffentlichkeit vorgestellt.
Mezalim ist der Fachterminus für massenhafte Gewaltverbrechen an Muslimen
In Bezug auf die an der türkisch-muslimischen Zivilbevölkerung in Anatolien begangenen massenhaften Gewaltverbrechen und Massakern an Muslimen insgesamt hat sich in der türkischen und aserbaidschanischen Geschichtswissenschaft der Fachterminus Mezalim durchgesetzt. Zur Erläuterung: Der Begriff Mezalim ist aus dem Arabischen entlehnt und steht für Gräueltaten, Ungerechtigkeiten und Massaker.
Erschienen auf Mezalim

