E-Mobilität
Chinesische Elektroautohersteller werden einen Großteil des Marktes übernehmen

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von Stian Ueland

Die Umsätze der Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien steigen, aber die Renditen sind teilweise noch problematisch. Dies dürfte sich jedoch ändern, da das Wachstum in den kommenden Jahrzehnten anhalten wird.

Viele Titel, die im letzten Jahr stark gefallen waren, haben inzwischen recht gute Finanzzahlen vorgelegt. Insgesamt ist der Index für erneuerbare Energien um fast 50 Prozent gefallen. Vergleicht man dies mit der Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende, so dauerte es etwa zwei Jahre und sechs Monate vom Höchststand bis zum Tiefststand. Unter dieser Annahme haben wir noch einen Monat bis zur Talsohle.

Unbestritten ist, dass der Weg zu Netto-Null-Emissionen erhebliche Investitionen erfordert. Drei Themen werden dabei im Mittelpunkt stehen: Energie, Elektrifizierung und Ressourceneffizienz. Bei den Elektroautos sehen wir vor allem Tesla und BYD. China könnte hier mit voller Kraft kommen. Die Qualität der in China produzierten Autos ist gut und die Preise sind niedriger, so dass China innerhalb weniger Jahre einen großen Teil des Automarktes übernehmen könnte.

Offensichtlich ist es relativ einfach, ein paar gutaussehende Elektroautos zu produzieren und viele schwierige Komponenten wie das Batteriepaket und den Wechselrichter auszulagern. Um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, scheint es jedoch besser zu sein, kritische Hardware und/oder Software selbst zu entwickeln, wie es Tesla und BYD tun. Die Herausforderung besteht darin, die Produktion zu skalieren und qualitativ hochwertige Produkte zu einem Preis anzubieten, der mit alternativen Lösungen konkurrieren kann und eine angemessene Kapitalrendite ermöglicht.

Derzeit werden jährlich 10 Millionen Elektroautos verkauft, bei insgesamt 80 Millionen Neuzulassungen, was einem Anteil von 12,5 Prozent entspricht. Bis E-Autos einen dominierenden Marktanteil erreichen – wie zum Beispiel in Norwegen mit 80 Prozent – liegt also noch ein erhebliches Wachstumspotenzial vor uns.

Elektrifizierung erfordert Investitionen ins Stromnetz

In dem Maße, in dem erneuerbare Energien ausgebaut werden und immer mehr Menschen Solarzellen auf ihren Dächern installieren, muss das Stromnetz aufgerüstet werden, um größere Übertragungen zu bewältigen und mehr Flexibilität zu schaffen.

Derzeit reicht die Kapazität an Spitzentagen nicht aus. Weitere Investitionen sind notwendig. Intelligente Technik, die zu den günstigsten Tageszeiten Warmwasser aufheizt und Elektroautos auflädt, könnte helfen. Letztendlich gehen wir davon aus, dass die Batterietechnologie irgendwann in großem Maßstab sowohl in öffentlichen Gebäuden als auch in Privathaushalten installiert werden kann.

Zu den Unternehmen, die in diesem Bereich aktiv sind, gehören Schneider Electric und Hubbell, die auch im DNB Renewable Energy Portfolio vertreten sind.  Sie stellen Teile für das Stromnetz her, und viele Verbraucher haben Schneider-Produkte in ihren Sicherungskästen.

Darüber hinaus investiert der Fonds in Bergbauunternehmen, die Seltene Erden und Lithium liefern. Diese ausgewählten Minengesellschaften sind fast ausschließlich außerhalb Chinas tätig. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Bergbauunternehmen in der Lage sein werden, die durch den Elektrifizierungstrend entstehende Nachfrage zu decken.

 Weniger Ressourcen- und Energieverbrauch

Ein zweiter wichtiger und großer Investitionsbereich ist die Energieeffizienz. Wärmepumpen werden in Skandinavien seit langem eingesetzt, während sie in anderen Teilen der Welt noch ein wichtiger Wachstumsbereich sind. Die traditionelle Isolierung von Rohren und Gebäuden zur Vermeidung von Wärmeverlusten ist ein wichtiger Beitrag zur Senkung des Energiebedarfs. Generell gibt es viele Möglichkeiten, den neuen Anforderungen an bestehende Gebäude und Neubauten gerecht zu werden.


Stian Ueland, Portfoliomanager des DNB Fund Renewable Energy bei DNB Asset Management

NATO-Treffen
USA wollen F-16-Kampfjets an die Türkei liefern

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Vilnius – Die Regierung von US-Präsident Joe Biden wird die Übergabe von F-16-Kampfjets an die Türkei in Absprache mit dem Kongress vorantreiben, sagte der nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan am Dienstag, einen Tag nachdem Ankara grünes Licht für den Beitritt Schwedens zur NATO gegeben hatte. Im Vorfeld eines Gipfeltreffens der NATO-Staats- und Regierungschefs in Litauen sagte Sullivan, Biden habe „deutlich gemacht, dass er die Verlegung unterstützt“. „Er hat keine Vorbehalte geäußert … Er beabsichtigt, die Verlegung voranzutreiben“, sagte Sullivan gegenüber Reportern, ohne Einzelheiten über den Zeitplan zu nennen. US-Präsident Joe Biden sagte am Mittwoch, er sei „zuversichtlich“, dass die Vereinigten Staaten in der Lage sein werden, F-16-Kampfjets an die Türkei zu verkaufen. Biden beantwortete die Fragen der Journalisten, bevor er nach der Teilnahme am NATO-Gipfel in Litauen ein Flugzeug nach Finnland bestieg. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte sich nach einem trilateralen Treffen mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und dem schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson am Montag in der litauischen Hauptstadt Vilnius bereit, das schwedische NATO-Beitrittsprotokoll dem türkischen Parlament zu übermitteln. Darüber hinaus traf Erdogan am Rande des NATO-Gipfels mit Biden zu einem bilateralen Gespräch zusammen, bei dem er den Beginn eines „neuen Prozesses“ mit Washington begrüßte. Aus Angst, nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine vor einem Jahr zur Zielscheibe zu werden, gaben die nordischen Nachbarn Finnland und Schweden ihre traditionelle Position der militärischen Blockfreiheit auf und suchten Schutz unter dem Sicherheitsschirm der NATO.

Alle 30 Verbündeten haben die Beitrittsprotokolle Finnlands und Schwedens unterzeichnet. Die Türkei und Ungarn haben den Prozess jedoch monatelang verzögert, aber in Bezug auf Finnland nachgegeben. Die Türkei hat von den beiden Ländern Garantien und Zusicherungen verlangt, vor allem im Hinblick auf die Bekämpfung des Terrorismus. Die Forderungen Ungarns waren nie explizit.

Der Vorsitzende des Senats für auswärtige Beziehungen, Bob Menendez (D-N.J.), der die Verlegung von Kampfflugzeugen in die Türkei zuvor blockiert hatte, sagte, er sei in Gesprächen mit der Regierung Biden über seine Zurückhaltung und könnte „in der nächsten Woche“ eine Entscheidung treffen, was darauf hindeutet, dass er die Zurückhaltung aufheben könnte. Er sagte, dass seine langjährigen Einwände gegen „die Aggression der Türkei gegenüber Griechenland und Zypern“ noch nicht ausgeräumt sind. „Wir führen Gespräche mit der Regierung. Ich habe immer noch Bedenken. Ich habe ihnen diese Bedenken mitgeteilt. Wenn sie einen Weg finden können, um sicherzustellen, dass die Aggression der Türkei gegen ihre Nachbarn aufhört – was großartig war, aber das muss eine dauerhafte Realität sein“, zitiert Politico den US-Politiker.  

Wirtschaft
Immobilienwerte weltweit im Durchschnitt um 11% gesunken

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von Peter Hayes

Als vergleichsweise kleiner Teil der globalen Finanzlandschaft haben sich Immobilienwerte als stark schwankungsanfällig gegenüber den globalen Kapitalkosten erwiesen. Insgesamt bleibt das Einkommen aus Immobilien relativ konstant und vorhersehbar, insbesondere aufgrund des geringen Angebots in diesem Zyklus. Die Wertschwankungen der letzten Jahre wurden daher größtenteils von der Entwicklung auf dem Zinsmarkt beeinflusst. Der starke Anstieg der globalen Zinssätze, der in der zweiten Jahreshälfte 2022 aufgrund der weltweit steigenden Inflation eingesetzt hatte, führte daher zu einer großen Neubewertung der Immobilienwerte.

Die Zinsen von Staatsanleihen und Investment-Grade-Anleihen sowie die Aktiendividenden sind im vergangenen Jahr gestiegen. Daher müssen Immobilien eine entsprechend höhere Rendite bieten, um im Wettbewerb um Kapital zu bestehen. Auch die Fremdkapitalkosten sind gestiegen, was die Verfügbarkeit von Kapital und die Preise, die Investoren für Immobilien bieten können, begrenzt. Zusammengenommen können diese Faktoren nur eines bedeuten: eine Anpassung der Immobilienpreise an höhere Renditen – und dieser Korrekturprozess ist bereits in vollem Gange.

Im Gegensatz zur aktuellen, durch die Zinsstraffung ausgelösten Korrektur, war die globale Finanzkrise durch eine Reihe anderer Faktoren verursacht worden. Allerdings hat sich die Geschwindigkeit, mit der sich die Renditen in den Jahren 2008 und 2009 verändert hatten, bisher als ein angemessener Indikator für die aktuelle Anpassung erwiesen.

Insgesamt sind die realen Immobilienwerte im vergangenen Jahr weltweit um durchschnittlich 11% gesunken, was primär auf die veränderten Renditen zurückzuführen ist. Die Neubewertung unterscheidet sich dabei stark je nach Region und Segment. Wohnimmobilien- und Logistikmärkte etwa profitierten vor 2022 von einem gesteigerten Interesse der Investoren, wodurch die Renditen in vielen globalen Märkten vor der Neubewertung auf historische Tiefststände gesunken waren. Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum weisen erneut einen moderateren Korrekturpfad auf, wenngleich sich hinter dem regionalen Durchschnitt einige Unterschiede verbergen, darunter deutlichere Anpassungen in Australien und Südkorea als beispielsweise in Japan. Investoren und Kreditgeber waren bisher sehr unterschiedlich von der Neubewertung betroffen. So reagieren die Mietermärkte üblicherweise erst mit einer gewissen Verzögerung auf einen beginnenden Abschwung. Dabei ging das Mietwachstum bislang erst ein Jahr nach Anstieg der Renditen zurück. Gleichzeitig bieten die Auswirkungen der höheren Inflation auf die Nominalmieten einen gewissen Schutz für die Immobilienwerte.

Fazit

Insgesamt gehen wir davon aus, dass die Werte im Jahr 2023 weiter sinken werden. Dies wird weiterhin in erster Linie durch die Ausweitung der Renditen und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Fremdkapital bedingt sein, obwohl wir auch eine Verlangsamung des nominalen Mietwachstums erwarten, da die Inflation zurückgeht. Mit einer Neubewertung von etwa -7% – vom Start in 2022 bis zum Tiefpunkt – wird der asiatisch-pazifische Raum vermutlich am widerstandsfähigsten sein. Für Europa und die USA erwarten wir einen Rückgang der Werte von etwa 25%.

Dabei wird die Entwicklung auf den Nutzermärkten den Verlauf der nächsten Phase des Abschwungs und der anschließenden Erholung bestimmen. Wenn sich die Mietermärkte gut entwickeln, wird sich die Preiskorrektur in Grenzen halten und die Unsicherheit wird sich rasch in Chancen verwandeln. Wiederholen sich jedoch die in früheren Zyklen aufgetretenen Probleme wie ein Überangebot, steigende Leerstände und sinkende Mieten, könnten diese Faktoren den Abschwung verschärfen und zu weiteren Korrekturen führen.


Peter Hayes, Global Head of Investment Research bei PGIM Real Estate

Krypto-Hype
Warum immer mehr Menschen in Kryptowährungen investieren

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Eine Einführung in Kryptowährungen ist unerlässlich, wenn man sich für das Investieren in diese digitale Währung interessiert. Kryptowährungen sind dezentralisierte Währungen, die ohne staatliche Kontrolle auskommen. Sie basieren auf einer Technologie namens Blockchain, die eine sichere und transparente Aufzeichnung von Transaktionen ermöglicht. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin, aber es gibt mittlerweile viele andere wie Ethereum, Ripple und Litecoin. Der Vorteil von Kryptowährungen liegt darin, dass sie schnell und einfach grenzüberschreitende Transaktionen ermöglichen und keine Gebühren durch Dritte anfallen. Außerdem sind sie sehr sicher und anonym, da sie nicht mit persönlichen Daten verknüpft sind. Immer mehr Menschen investieren in Kryptowährungen, da sie ein großes Potenzial für zukünftige Gewinne sehen. Allerdings gibt es auch Risiken beim Investieren in Kryptowährungen, wie Volatilität und Unsicherheit bezüglich der Regulierung. Es ist wichtig, sicher mit Kryptowährungen zu handeln und zu investieren, indem man sich über die verschiedenen Plattformen informiert und nur Geld investiert, das man bereit ist zu verlieren. Im Vergleich zu traditionellen Investitionsmöglichkeiten wie Aktien oder Immobilien bieten Kryptowährungen ein hohes Potenzial für Renditen, aber auch ein höheres Risiko. Insgesamt ist der Hype um Kryptowährungen berechtigt, da sie eine neue Ära des digitalen Finanzwesens einleiten könnten.

Die Vorteile von Kryptowährungen

Ein großer Vorteil von Kryptowährungen ist ihre Dezentralisierung. Im Gegensatz zu traditionellen Währungen, die von einer Zentralbank oder Regierung kontrolliert werden, sind Kryptowährungen unabhängig und autonom. Dies bedeutet, dass sie nicht von politischen Entscheidungen oder wirtschaftlichen Bedingungen beeinflusst werden. Darüber hinaus bieten Kryptowährungen auch eine höhere Sicherheit und Anonymität bei Transaktionen. Durch den Einsatz von Blockchain-Technologie können Transaktionen nicht manipuliert oder gefälscht werden, was das Vertrauen in das System stärkt. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle und kostengünstige Abwicklung von Transaktionen im Vergleich zu traditionellen Banküberweisungen oder Überweisungen mit Devisen. All diese Faktoren haben dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen in Kryptowährungen investieren und den Markt für digitale Währungen immer weiter wachsen lassen.

Warum immer mehr Menschen in Kryptowährungen investieren

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Investition in Kryptowährungen. Doch warum ist das so? Einer der Hauptgründe liegt darin, dass Kryptowährungen dezentralisiert sind und somit unabhängig von Regierungen und Banken agieren können. Dadurch entsteht ein höheres Maß an Freiheit und Autonomie für den Einzelnen. Zudem sind Kryptowährungen transparenter als traditionelle Finanzsysteme, da sämtliche Transaktionen in der Blockchain öffentlich einsehbar sind. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, schnell und kostengünstig grenzüberschreitende Transaktionen durchführen zu können. Dies ist besonders für Menschen interessant, die im Ausland leben oder Geschäfte mit Partnern aus anderen Ländern tätigen möchten. Auch die Aussicht auf hohe Renditen lockt viele Anleger an. Beispielsweise sind bereits mehrere Kryptowährungen auf den sozialen Netzwerken viral gegangen und haben dadurch extrem hohe Gewinne erzielt. Allerdings sollten potenzielle Investoren auch die Risiken beachten, wie beispielsweise die hohe Volatilität des Marktes oder mögliche Sicherheitslücken bei Wallets oder Börsen. Wer jedoch gut informiert und vorsichtig agiert, kann von den Vorteilen der Kryptowährungen profitieren und Teil des Hypes werden.

Das Potenzial von Kryptowährungen im Vergleich zu traditionellen Investitionen

Ein weiterer Vorteil von Kryptowährungen ist ihr Potenzial im Vergleich zu traditionellen Investitionen. Während Aktien und Fonds oft an die Wirtschaftsentwicklung eines bestimmten Landes gebunden sind, können Kryptowährungen unabhängig davon gehandelt werden. Dies bedeutet, dass Investoren weltweit auf den Markt zugreifen können und nicht nur auf lokale Unternehmen beschränkt sind. Darüber hinaus bieten Kryptowährungen auch die Möglichkeit, schnell und einfach Geld zu transferieren, ohne dass Banken oder andere Zwischenhändler involviert sind. Die dezentrale Natur von Kryptowährungen bedeutet auch, dass sie weniger anfällig für politische Instabilität oder wirtschaftliche Turbulenzen sind, da sie nicht von einer zentralen Regierung kontrolliert werden. Allerdings gibt es auch Risiken beim Investieren in Kryptowährungen, wie z.B. hohe Volatilität und mangelnde Regulierung. Es ist wichtig, sich gründlich zu informieren und sicherzustellen, dass man versteht, worin man investiert. Trotzdem wird erwartet, dass das Potenzial von Kryptowährungen weiterhin wächst und eine attraktive Alternative zu traditionellen Anlageformen darstellt.

Warum der Hype um Kryptowährungen berechtigt ist

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Hype um Kryptowährungen durchaus berechtigt ist. Die Vorteile von Kryptowährungen wie Dezentralität, Anonymität und Sicherheit machen sie zu einer attraktiven Investitionsmöglichkeit. Immer mehr Menschen erkennen das Potenzial von Kryptowährungen im Vergleich zu traditionellen Investitionen und investieren in sie. Natürlich gibt es auch Risiken beim Investieren in Kryptowährungen, aber diese können durch eine sorgfältige Recherche und eine vernünftige Strategie minimiert werden. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass der Markt für Kryptowährungen volatil ist und dass es keine Garantie für Gewinne gibt. Dennoch bieten Kryptowährungen eine aufregende Möglichkeit, in die Zukunft zu investieren. Mit der richtigen Herangehensweise kann man sicher mit ihnen handeln und investieren und dabei möglicherweise große Renditen erzielen. Der Hype um Kryptowährungen wird also wahrscheinlich noch einige Zeit anhalten und wer weiß, was die Zukunft noch bringt?  

Srebrenica-Massaker
11. Juli 1995: Der Genozid von Srebrenica

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Auf den Tag genau vor 28 Jahren, am 11. Juli 1995, eroberten bosnisch-serbische Armeeeinheiten die ostbosnische Stadt Srebrenica und die UN-Schutzzone Potočari. Mit dessen Einnahme begann ein beispielloses Massaker und gezielter Terror der christlich-orthodoxen serbischen Streitkräfte gegen die bosnisch-muslimische Zivilbevölkerung. Es ist der 2. Juli 1995, als Milenko Živanović, General der bosnisch-serbischen Armee, zwei Befehle unterschreibt, in dem er darin den Angriffsplan auf Srebrenica erläutert und Einheiten des Drina-Korps in Kampfbereitschaft versetzen lässt. Zu diesem Zeitpunkt lebten in Srebrenica und Umgebung zirka 42.000 Zivilisten, davon waren 36.000 Flüchtlinge, die unter katastrophalen Bedingungen dort ausharrten. Am 6. Juli um 3 Uhr morgens begann der Angriff bosnisch-serbischer Armeeeinheiten auf die Enklave Srebrenica. Beim Vorrücken auf Srebrenica wurden Dörfer und die Häuser bosnischer Muslime angezündet und Tausende Zivilisten waren gezwungen in den UN-Stützpunkt Potočari zu fliehen, wo niederländische UN-Blauhelmsoldaten stationiert waren. Dessen Kommandant fordert beim UN-Generalstab in Sarajewo Luftunterstützung an, da zuvor ein Flüchtlingslager und UN-Blauhelmposten mit Granaten beschossen wurden. Eine Luftunterstützung blieb ebenso aus, wie der Schutz der völlig hilflosen bosnisch-muslimischen Zivilbevölkerung durch UN-Blauhelmsoldaten. Die serbische Artillerie beschoss das eingeschlossene Srebrenica mit Granaten, woraufhin die Zivilbevölkerung versuchte nach Potočari zu fliehen, wo sich der UN-Stützpunkt befand. Was offiziell als Evakuierung bezeichnet wurde, war in Wirklichkeit der Abtransport in den Tod Der UN-Sicherheitsrat hatte zuvor Srebrenica zu einer „Sicherheitszone“ erklärt, die unter dem Schutz der Vereinten Nationen stand. Die Erklärung des UN-Sicherheitsrats klang für die Geflüchteten wie Hohn, denn der Befehlshaber der bosnisch-serbischen Armee, Ratko Mladic, diktierte unverblümt den Vereinten Nationen bzw. dem niederländischen UN-Bataillons-Kommandeur Karremans welche Aufgaben die UN-Blauhelmsoldaten zu erledigen hätten. Was offiziell als Evakuierung der bosnisch-muslimischen Zivilbevölkerung aus Srebrenica genannt wurde, war in Wirklichkeit eine Selektion zum Abtransport in den Tod und die Kapitulation des UN-Bataillons vor den serbischen Erschießungskommandos. In dem UN-Stützpunkt Potočari, der völlig überfüllt war, kam es zu Folter, Schlägen, Vergewaltigungen und Tötungen durch Soldaten der bosnisch-serbischen Armee. Die bosniakischen Männer wurden an den Händen gefesselt, abgeführt und später hingerichtet Vor dem Abtransport mit Bussen und LKWs wurden bosnisch-muslimische Männer und Jungen im Alter zwischen 13-78 Jahren von ihren Frauen und Kindern getrennt und nach Bratunac gebracht. Bosniaken, die versuchten sich vor den Mördern in Sicherheit zu bringen, wurden entweder sofort erschossen oder an den Händen gefesselt, abgeführt und später exekutiert. Viele der späteren Opfer wurden vom 12. bis 15. Juli 1995 von serbischen Erschießungseinheiten in Sport- und Fabrikhallen, Wiesen und Wäldern hingerichtet. Innerhalb von einer Woche deportierten die serbischen Aggressoren in Srebrenica etwa 25.000 Frauen und Kinder und töteten über 8.000 bosniakische Männer. Nach Informationen der Gedenkstätte von Srebrenica konnten 8.372 getötete Opfer bisher identifiziert werden. Von einer Dunkelziffer bei den getöteten Opfern ist auszugehen. Um das Ausmaß der Massentötungen zu verschleiern, wurden zahlreiche Gräben wieder ausgehoben und in weit entfernten Gebieten verscharrt. Ermittlungen zu den Massakern hatten ergeben, dass die Täter den Massenmord an unterschiedlichen Orten systematisch geplant hatten. Vor ein paar Tagen wurden unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die sterblichen Überreste von 30 in Srebrenica getöteten bosnischen Muslimen nach Potočari gebracht, die am 11. Juli, zum Gedenktag des Genozids von Srebrenica, beigesetzt werden sollen. In Erinnerung an die getöteten Opfer fand auch dieses Jahr der Friedensmarsch „Marš mira“ statt, an dem nach Angaben der Veranstalter dieses Jahr etwa 6.000 Menschen aus vielen Ländern teilnahmen. Dabei laufen die Teilnehmer jenen Weg nach, auf dem vor 28 Jahren Tausende Bosniaken getötet wurden. Die politischen Eliten im serbischen Teil Bosniens und in Serbien leugnen den Völkermord von Srebrenica bis heute Obwohl der Völkermord von Srebrenica bestens dokumentiert ist und erdrückende Beweise für den Massenmord an der bosnisch-muslimischen vorliegen, internationale Strafgerichte diesen als Genozid anerkannt haben, Verantwortliche der Gewaltverbrechen an bosnischen Muslimen vor dem Internationalen Strafgerichtshof rechtskräftig verurteilt wurden, wird dieses Verbrechen von den politischen Vertretern der bosnischen Serben und in Serbien selbst verharmlost und nicht als solche anerkannt. Diese Haltung wirkt sich auch auf die Schulen in Bosnien-Herzegowina aus. Während im muslimischen Teil Bosniens der Völkermord von Srebrenica Teil des Curriculums ist, setzt sich die Weigerungshaltung in der Republika Srpska fort. Der Völkermord von Srebrenica gilt als größtes Massaker seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. In der türkischen und aserbaidschanischen Geschichtswissenschaft hat sich der Terminus technicus Mezalim für massenhafte Gewaltverbrechen an der muslimischen Zivilbevölkerung etabliert. Erschienen auf Mezalim

Zum Thema

– Balkan – Kommentar: Der Völkermord von Srebrenica hätte verhindert werden können

Am 11. Juli 1995 eroberten serbische Einheiten die bosnische Stadt Srebrenica, in dem sich eine von den Vereinten Nationen (UN) eingerichtete Schutzzone befand, die von UN-Blauhelmsoldaten überwacht wurde.

Kommentar: Der Völkermord von Srebrenica hätte verhindert werden können

Arbeitsmarkt
Knapp ein Viertel aller Erwerbstätigen arbeitete 2022 im Homeoffice

Wiesbaden – Auch nach dem Ende der Covid-19-Pandemie arbeiten viele Menschen weiterhin von zu Hause. 24,2 % aller Erwerbstätigen in Deutschland waren im Jahr 2022 zumindest gelegentlich im sogenannten Homeoffice, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damit war der Anteil nur geringfügig niedriger als im Jahr zuvor (24,9 %), das noch deutlich von Corona-Schutzmaßnahmen wie der zeitweise geltenden Homeoffice-Pflicht geprägt war. Gegenüber dem Vor-Corona-Niveau hat sich der Anteil nahezu verdoppelt: 2019 hatten noch 12,8 % der Erwerbstätigen im Homeoffice gearbeitet, im ersten Corona-Jahr 2020 waren es 21,0 %. Gegenüber dem Vorjahr deutlicher zurückgegangen ist der Anteil derer, die jeden Arbeitstag in den eigenen vier Wänden verbrachten: Traf dies 2021 noch auf jede zehnte berufstätige Person zu (10,1 %), so galt es 2022 nur noch für 7,4 % der Erwerbstätigen. Von Beschäftigten im Gesundheitswesen arbeiten nur 6,6 % im Homeoffice Wie häufig Homeoffice genutzt wird, hängt stark von der jeweiligen Branche ab. Am höchsten war der Anteil 2022 im Bereich IT-Dienstleistungen: Hier arbeiteten gut drei Viertel (76,0 %) der abhängig Beschäftigten zumindest gelegentlich von zu Hause aus. In der Verwaltung und Führung von Unternehmen sowie in der Unternehmensberatung nahmen 73,0 % Homeoffice in Anspruch, bei Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen waren es mehr als zwei Drittel der Beschäftigten (70,4 %). Im Gesundheitswesen konnten mit 6,6 % anteilig die wenigsten Beschäftigten ihre Arbeit auch zu Hause ausüben. Auch eine Tätigkeit im Bau- und Ausbaugewerbe (7,8 %) oder etwa im Einzelhandel (8,3 %) war nur selten im Homeoffice möglich. Homeoffice-Anteil in Deutschland über EU-Durchschnitt Im internationalen Vergleich lag Deutschland 2022 über dem EU-weiten Durchschnitt. In den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union arbeiteten durchschnittlich 22,6 % aller Erwerbstätigen ab 15 Jahren zumindest gelegentlich von zu Hause aus. In den Niederlanden (53,2 %), in Schweden (45,0 %) und in Finnland (40,6 %) war der Homeoffice-Anteil im vergangenen Jahr EU-weit am höchsten. In Rumänien (4,3 %), Bulgarien (4,4 %) und Griechenland (9,8 %) arbeiteten anteilig die wenigsten Berufstätigen von zu Hause aus.

Treffen in Istanbul
Erdogan spricht sich für NATO-Beitritt der Ukraine aus

Istanbul – Der Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Istanbul endete am späten Freitagabend. Selenskyj besuchte in dieser Woche NATO-Länder und warb um Unterstützung im Vorfeld eines NATO-Gipfels in Litauen nächste Woche, auf dem die Mitglieder den Beitritt der Ukraine bekräftigen sollen. Beim Treffen des türkischen Staatschef mit seinem ukrainischen Amtskollegen überraschte Erdogan mit einer klaren Ansage. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Ukraine die Mitgliedschaft in der NATO verdient“, so Erdogan zur Überraschung des anwesenden Publikums und politischer Beobachter auf der abschließenden Pressekonferenz. Außerdem sicherte er Selenskyj die Überstellung dreier Kommandanten des Asow-Regiments aus Mariupol zu, die vorerst eigentlich in der Türkei hätten bleiben müssen. Wie der Standard weiter berichtet, war bei einem früheren Gefangenenaustausch, den Erdogan mitvermittelt hatte, von Russland auch eine Reihe Gefangener des Asow-Regiments ausgetauscht worden – unter der Auflage, dass diese bis zum Ende des Kriegs in türkischem Gewahrsam bleiben. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sprach nun vom Bruch einer Vereinbarung und spekulierte, Erdoğan sei im Vorfeld des Gipfels von den NATO-Partnern unter Druck gesetzt worden. Seit Russland im Februar 2022 in die Ukraine einmarschiert ist, hat sich Erdogan zu einem wichtigen Machtvermittler entwickelt, der einen Balanceakt zwischen den beiden Seiten vollführt. Er half bei der Aushandlung des Schwarzmeer-Getreideabkommens, das Millionen Tonnen Weizen freisetzte, die durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine blockiert waren, und so eine weltweite Hungerkrise abwendete.

Musiker Özkan Uğur gestorben
Erdogan veröffentlicht Kondolenzbotschaft zu Özkan Uğurs Tod

Istanbul – Der Musiker und Filmschauspieler sowie Mitglied der türkischen Rockband MFÖ, Özkan Uğur, ist im Alter von 69 Jahren an den Folgen einer Lymphkrebserkrankung in einem Krankenhaus gestorben. Die Nachricht vom Tod des bekannten Musikers übermittelte Gesundheitsminister Fahrettin Koca im Kurznachrichtendienst Twitter. Koca erklärte: 

“Wir haben unseren lieben Özkan Uğur verloren. Wir werden diese Stimme nicht vergessen, der für alle, die ihm zuhörten, ein Freund und eine Quelle des Herzens war. Wir sind sehr traurig. Ich wünsche ihm Gottes Gnade und seiner Familie und seinen Angehörigen mein Beileid.”

Auch Präsident Recep Tayyip Erdogan veröffentlichte nach dem Tod des beliebten Künstlers eine Kondolenzbotschaft in den sozialen Medien.
Mazhar Alanson, Fuat Güner und Özkan Uğur gründeten einst die Musikgruppe MFÖ, die gleichzeitig den ersten Buchstaben ihrer Vornamen tragen sollte. Ein Song trägt den Titel “Du bist immer 19”. Hier ein übersetzter Auszug aus dem Lied:

  • Was für ein schönes Ding du bist
  • Du bist immer 19
  • Komm und wickle mich ein
  • Wir sind heute hier und morgen nicht mehr da

Ne güzel şeysin sen

Hep yaşın 19

Gel yanıma sar beni

Bugün var yarın yokuz

Der am 17. Oktober 1953 in Istanbul geborene Uğur war der jüngste von insgesamt fünf Geschwistern. Sein musikalisches Talent kam bereits in der Grundschule zum Vorschein und als er das Fenerbahce-Gymnasium besuchte, gründete er kurzerhand die Band “Atomikler”.

Seine musikalische Karriere begann er in dem Serif-Yüzbasioglu-Orchester. Es folgten weitere Stationen als Bassgitarrist unter anderem in der Band “Kaygısızlar”, wo er auch seine späteren Musikerkollegen Mazhar Alanson und Fuat Güner kennenlernte. Mit Barış Manço und weiteren war er Gründungsmitglied der legendären Musikgruppe Kurtalan Ekspres. Er experimentierte und spielte mit Aydın Çakuş und Nur Yenal in der Band Ter. Er tat sich mit Erkin Koray zusammen und veröffentlichte 1972 „Hor Görme Garibi / Züleyha“ auf einer 45er-Schallplatte.

1984 gründeten die drei Musiker die Band MFÖ und brachten mit “Ele Güne Karşı Yapayalnız” (“Alleine gegen alle Widrigkeiten”) das erste Album auf den Markt. Großen Erfolg hatte das Trio mit den Liedern “Diday Diday”, “Sufi” und vertraten zweimal die Türkei beim Eurovision Song Contest. Uğur hatte nicht nur musikalisches Talent, sondern spielte als Schauspieler auch in Kinofilmen und Fernsehserien. Mit seinem Tod verliert die türkische Unterhaltungsindustrie einen großartigen Künstler, der mehr war als ein Musiker.

Kemal Bölge/Istanbul

Israel-Konflikt
Jenin – das Ende der Meinungsmanipulation

ein Gastbeitrag von Michael Thomas

Die israelischen Angriffe der letzten Monate im Westjordanland haben Folgen. Sehr langsam, aber stetig ändert sich der Sprachgebrauch der internationalen Medien in Bezug auf derartige Ereignisse im Nahen Osten, was ein untrügliches Zeichen für einen nachhaltigen Wandel ist.

Israelische Emissäre wie der Sprecher der Regierung, Arye Sharuz Shalicar, versuchen noch immer, die maßlosen Zerstörungen und vielen Erschießungen wie jetzt in Jenin mit vorgeblichen „Verteidigungshandlungen“ zu rechtfertigen und zu beschönigen, die sich gegen „Terroristen“ richten würden. Shalicar empört sich darüber, dass sowohl die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Faz), als auch der SPIEGEL nicht von „Terroristen“ sprechen, gegen die Israel vorgegangen sein will, sondern von „aufständischen Palästinensern“ und „Widerstandskämpfern“. In der Tat ist dies eine völlig neue und bemerkenswerte Veränderung und sie zeigt, dass die Deutungshoheit über alle Ereignisse in und um Israel herum nicht mehr beim israelischen Ministerpräsidenten liegt.

Den „Freunden“ der israelischen Regierung, wie etwa Deutschland, fällt es zunehmend schwer, ihre unkritische Haltung Israel gegenüber beizubehalten, ohne das Gesicht zu verlieren. Es nimmt sich schon überaus seltsam aus und wirkt einigermaßen grotesk, angesichts des Terrors, den Israel in Jenin verübt hat, folgende Stellungnahme des Auswärtigen Amtes zu lesen (Link):

„Den heutigen Terroranschlag in Tel Aviv verurteilen wir auf das Schärfste. Israel hat wie jeder Staat das Recht, sich gegen Terror zu verteidigen.

Bei der seit zwei Tagen andauernden israelischen Militäroperation im Flüchtlingslager Dschenin muss das völkerrechtliche Prinzip der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben.“

Die deutsche Regierung schickt der eigentlich aufgrund ihrer Selbstverständlichkeit verzichtbaren Anmerkung, dass das Prinzip der Verhältnismäßigkeit gewahrt werden müsse, eine scharfe Verurteilung des Anschlags von Tel Aviv voraus. Deutlicher kann die deutsche Regierung ihre selbstgewählte Blind- und Taubheit angesichts der furchtbaren Zerstörungen und Toten in Jenin nicht zum Ausdruck bringen.

Diese Formulierung ist geradezu verstörend. Zusammen mit ihr isoliert sich auch die US-Regierung aufgrund ihrer geradezu starrsinnigen, solidarischen Haltung zunehmend von der Weltgemeinschaft. Auch England bemüht sich zur Zeit sehr engagiert, jedwede Unterstützung für israelkritische Stimmen und Organisationen sogar mithilfe eigens geschaffener Gesetze zu unterdrücken. So sagte der Tory-Politiker Michael Gove bei der Vorstellung eines Anti-BDS-Gesetzes, dass jeder, der gegen den Gesetzentwurf gestimmt habe, „antisemitisch“ sei:

„Die Frage für jedes Mitglied dieses Hauses ist, ob es an unserer Seite gegen Antisemitismus steht oder nicht.“ (Link) Wenn man weiß, dass sowohl in Deutschland als auch in den USA regelmäßig Klagen gegen den Staat gewonnen werden, weil Leistungen wegen Kontakten zu BDS verweigert werden, wirkt ein solches Vorgehen in seiner Verzweiflung schon hilflos.

Blickt man jedoch insgesamt über den Globus, zeichnen sich zumindest punktuell immer mehr Veränderungen in der Wahrnehmung israelischer Politik ab und manche dieser Punkte werden zu Flächen. Da haben wir, was sowohl die Israel-„Freunde“ als auch die israelische Regierung selbst zutiefst überrascht und erschüttert hat, die unübersehbaren Mengen unmissverständlicher Palästinasolidarität und Ablehnung Israels, die in Qatar bei der Fußballweltmeisterschaft auftauchten. In rascher Abfolge kündigen prominente Großstädte wie Barcelona und Lüttich ihre Städtepartnerschaften mit israelischen Städten auf. Auf internationaler Ebene verweigern immer mehr Sportler Wettkämpfe mit israelischen Sportlern.

Wenn Benjamin Netanyahu das von ihm initiierte „Abraham-Abkommen“ als Möglichkeit gefeiert hatte, unter völliger Ignoranz Palästinas direkt mit führenden, arabischen Ländern Friedens- und Handelsabkommen zu schließen, zerbröseln die wenigen Verträge, die im Zuge dieser Verhandlungen zustandegekommen waren, heute einer nach dem anderen. Wichtige Zielstaaten für dies Abkommen, wie z.B. Saudi-Arabien etwa, wenden sich zum Entsetzen Israels nun seinem direkten Erzfeind Iran zu und eröffnen nach langer Eiszeit neue, diplomatische und wirtschaftliche Kooperationen.

Der Bann scheint tatsächlich gebrochen, die Welt erwacht aus einer diktierten Schockstarre. Neben Brasilien stellen sich weitere Länder Lateinamerikas heute offen an die Seite Palästinas, die African Union verweigerte Israel mit dem Hinweis auf dessen fortgesetzte Menschen- und Völkerrechtsbrüche einen Beobachterposten in ihrer Organisation und begleitete zu allem Überfluss gar einen israelischen Vertreter gegen dessen Willen mit Sicherheitspersonal aus dem Versammlungssaal. Eine schallende Ohrfeige seitens Afrika.

Wenn wir in Westeuropa von all diesen medialen und politischen Beben nicht allzuviel mitbekommen, so liegt das an der sich nur langsam veränderten Strategie der gesamten, westeuropäischen Presse. Man lernt in den Redaktionen heute, wenn auch nur langsam, dass man mit der Wahrheit auch Glaubwürdigkeit und Leser verliert, wenn man weiterhin dem offiziellen Politsprech folgt. Tatsächlich wandeln sich jedoch viele Dinge – und oft gleichzeitig.

Und eine Front wird zumeist vollständig ausgeblendet, obschon sie bald eine womöglich ungeheure Trag- und Zugkraft entwickeln kann: der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat nach mehreren Anläufen und Antragsverfahren, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde initiiert worden sind, vor kurzer Zeit die „Staatlichkeit“ Palästinas festgestellt und sich selbst für zuständig erklärt. Damit folgte der IStGH diversen, ebenfalls in jüngerer Zeit von der UN erstellten Resolutionen, die Palästina ein „Recht auf Selbstbestimmung“ attestieren und mehrheitlich angenommen wurden. Zuletzt in wortwörtlicher Form mit A/RES/77/208 am 15.12.2022 (Link)

Zuvor war die Chefanklägerin des IStGH, Fatou Bensouda, hinsichtlich einer Zuständigkeitserklärung noch genau an dieser Frage gescheitert, nun aber ist der Weg offen für sofort in Kraft gesetzte Ermittlungen gegen Israel wegen Kriegsverbrechen. Ist diese Tür einmal geöffnet, könnte sich eine Flut von Klagen gegen Israel ereignen. Denn auch in dem Artikel 49, Absatz 6 der Genfer Konvention (GK) sieht der IStGH als Teil allgemeinen Völkerrechts einen klaren Verstoß Israels. Die GK verbietet einer Besatzungsmacht, Teile ihrer eigenen Bevölkerung in das von ihr besetzte Gebiet umzusiedeln. (Link)

Rami G Khouri, Direktor an der American University of Beirut, fasst all das Vorgenannte und weitere Aspekte in einem hoffnunggebenden Artikel bei Al-Jazeera unter der Überschrift zusammen (Link):

„Ob Sie es glauben oder nicht, in Palästina wird die Gerechtigkeit siegen. Angesichts der israelischen Aggression in Dschenin mag es schwierig sein, den Triumph der palästinensischen Sache zu erkennen, aber er kommt.“

Khouri kommt im Wesentlichen zu den gleichen Schlüssen; auch er sieht eine globale, gesellschaftsumspannende Veränderung in der Wahrnehmung dessen, was gerade mit Israel und Palästina geschieht. Auch er verweist auf die diplomatischen Erfolge, die, wenn auch in zeitraubenden, immer nur kleinen Schritten vor internationalen Gremien wie der UN etwa erreicht werden und die breitflächig erzielten Fortschritte in Richtung der Aktion BDS („Boycott, Divestment, Sanctions“), die den Kampf an eben der Front führt, die das Apartheidsystem in Südafrika damals zu Fall brachte.

Wir müssen uns vor Augen führen, dass die gesamte EU, speziell und zuvörderst Deutschland, eine ganz besondere, in großen Teilen unbekannte Motivation hat, Israel nach wie vor mit dem Narrativ, es handele sich dabei nur um Juden, die sich gegen Verfolgung schützen, beschirmt. Deshalb sitzen Europäer in einem dunklen Wahrnehmungsloch, auf das Politik und Presse einen Deckel legen. In nicht allzu ferner Zukunft wird der Abstand zwischen der europäischen, US- und globalen Bewertung der Lage in Israel und Palästina eine nahezu unüberwindbare Kluft darstellen, wenn die EU ihre Strategie nicht umgreifend verändert.

Schon die aktuellen Äußerungen europäischer Politiker, die ihre Reaktionen auf die letzten, gewalttätigen Auseinandersetzungen, die vielen Toten und die ungeheuren Zerstörungen auf den Ausdruck angeblich „großer Besorgnis“ reduzieren, ohne Konsequenzen irgendwelcher Art zu zeigen, wirken verstörend. Palästinensern bleibt im Grunde keine andere Wahl als anzunehmen, dass sich die Europäische Union eine möglichst schnelle und leise, vollständige Annexion des Westjordanlandes und die Eliminierung ihres Landes wünscht.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Zum Autor 
Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

Gastbeitrag
Ist die Kaukasusregion Teil des Nahen Ostens?

ein Gastbeitrag von Adil Shamiyev

Der Südkaukasus und der Nahe Osten befinden sich seit langem im Epizentrum geopolitischer, ideologischer und ethnischer Spannungen. Während der hybride Krieg zwischen Israel und dem Iran eine neue Dynamik erfährt, könnten die anhaltenden Spannungen zwischen Armenien und Aserbaidschan eine zweite Front eröffnen, an der sowohl Tel Aviv als auch Teheran beteiligt sein könnten.

Seit der islamischen Revolution im Jahr 1979 führen Teheran und Tel Aviv einen asymmetrischen Krieg, bei dem sie sich Instrumente wie Stellvertretergruppen im gesamten Nahen Osten und Cyberangriffe zunutze machen. Während der Iran die Achse des Widerstands unterstützt hat, konzentrierte sich Israel vor allem auf den Kampf gegen die Hisbollah an seinen Grenzen und in Syrien sowie auf iranische Mitarbeiter, die an seinem Atomprogramm arbeiten.

In den letzten zwei Jahren haben die regionalen Ereignisse die Bedeutung des Kaukasus, der schmalen Landenge zwischen Iran und Russland, der Europa über das Schwarze und das Kaspische Meer mit Zentralasien verbindet, deutlich gemacht. Der schlecht durchdachte Rückzug der USA aus Afghanistan machte die Hoffnung zunichte, dass die zentralasiatischen Binnenstaaten in der Lage sein würden, Transportrouten durch dieses Land zu eröffnen und damit eine Verbindung zum indischen Subkontinent und zum Indischen Ozean herzustellen.

Der Einmarsch Russlands in der Ukraine legte dann den Landverkehrskorridor, der China über Kasachstan, Russland und Weißrussland mit Europa verbindet, abrupt still. Plötzlich ist der einzige Landweg, der China und Zentralasien mit Europa verbindet, derjenige, der durch den Kaukasus führt.

Zusammenrücken zwischen Aserbaidschan und Israel

Im März wurde in Tel Aviv die aserbaidschanische Botschaft eröffnet. Botschaften sind nur ein Aspekt bilateraler Beziehungen, doch ihnen kommt als eine Art Schaufenster des Beziehungsstatus besonderer Stellenwert zu. Daher machte im November 2022 die Ankündigung mächtig Schlagzeilen, dass Aserbaidschan als erstes schiitisches Land eine Botschaft im jüdischen Staat eröffnen will. Der Schritt erhält noch mehr Bedeutung, da er satte 30 Jahre nach der Aufnahme offizieller Beziehungen zwischen den beiden Staaten erfolgt und Israel eine diplomatische Vertretung in Baku bereits seit 1993 unterhält.

Die Einrichtung einer aserbaidschanischen Handelsvertretung im Sommer 2021 hingegen, die ebenfalls eine „schiitische Premiere in Israel“ war, erfolgte recht stillschweigend. Dabei wurden die Handelsbeziehungen seither enorm ausgeweitet und nehmen in Anbetracht des russischen Krieges gegen die Ukraine noch weiter zu, unter anderem durch Kooperationsprojekte im wirtschaftlich-technologischen Bereich.

Israels Engagement in Berg Karabach ist Teil eines größeren geopolitischen Rätsels; sowohl Israel als auch die Türkei nutzen diesen Konflikt um den aggressiven Ambitionen Irans in der Region entgegenzuwirken und Berg Karabach als „Sicherheitspuffer“ zu nutzen. Die Waffen, die Israel während der 44 Tage des Krieges im Jahr 2020 in den BK-Konflikt exportierte, ließen kaum Zweifel daran, dass Jerusalem Aserbaidschan in Berg Karabach als stellvertretendes Kriegsgebiet gegen die iranische Aggressivität in der Region unterstützen will, die Holocaust-Leugnung, nukleare Drohungen und Aussagen über die Zerstörung Israels und des Zionismus miteinander verbindet.

Mit anderen Worten: Israel, die Türkei und Aserbaidschan könnten als eine Seite in diesem Konflikt betrachtet werden. Auf der anderen Seite ist das Bündnis zwischen Iran, Armenien und Russland ein wichtiger Faktor im Berg Karabach-Konflikt. Diese Länder sind historisch und kulturell miteinander verbunden und unterhalten seit langem diplomatische Beziehungen. Während des Krieges von 2020 leistete der Iran Armenien logistische Unterstützung, einschließlich des Transports von militärischer Ausrüstung und Personal, während Russland Waffen und Munition lieferte.

Die Rhetorik Teherans kommt in einer Zeit zunehmender Spannungen zwischen Israel und dem Iran und der Anreicherung von Uran über 84% hinaus, was zu Bedenken hinsichtlich des Potenzials des Irans für eine Bewaffnung seines Atomprogramms führt, was zu einem „Ausbruch“ des Irans führen könnte, um eine Schwellen- oder tatsächliche Atommacht zu werden.

In der Vergangenheit haben pro-iranische Milizen im Irak Behauptungen aufgestellt, dass Israel von Aserbaidschan und dem Iran aus operiert, wobei sie die autonome Region Kurdistan im Irak oft als einen Ort beschuldigten, an dem Israel operiert habe. Dies zeigt, wie die zunehmende Rhetorik Irans darauf abzielt, die kurdische autonome Region und auch das benachbarte Aserbaidschan ins Visier zu nehmen.

Auswirkungen der israelisch-aserbaidschanischen Annäherung auf die Rhetorik Teherans

Die Beziehungen zwischen dem Iran und Aserbaidschan haben sich in jüngster Zeit verschlechtert, nachdem im September 2022 zu der militärischen Auseinandersetzung zwischen Armenien und Aserbaidschan an der Staatsgrenze kam. Obwohl der Iran während des Berg-Karabach-Krieges 2020 die Rückgabe der von Baku kontrollierten Gebiete unterstützte, hat Teheran stets betont, dass die armenischen Hoheitsgebiete eine rote Linie darstellen, die Aserbaidschan nicht überschreiten darf.

Die zunehmenden aserbaidschanisch-iranischen Spannungen scheinen durch die Folgen des Krieges um die Enklave Berg-Karabach (die international als Teil Aserbaidschans anerkannt ist, aber überwiegend von Armeniern bewohnt wird) im Jahr 2020 ausgelöst worden zu sein; dazu gehören auch die jüngsten Bemühungen Bakus, sich den Zugang zu den Korridoren zu sichern, die in dem von Russland vermittelten Waffenstillstandsabkommen, das die Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan beendete, festgelegt wurden.

Tiefergehend ist der Iran jedoch auch über die engen und zunehmend öffentlichen Beziehungen Aserbaidschans zu Israel besorgt. Diese Beziehung ist eine von mehreren geostrategischen Verschiebungen der letzten Zeit, die sich auf das Kalkül Teherans auswirken, darunter der Einmarsch Russlands in der Ukraine, die daraus resultierende Vertiefung der Beziehungen Irans zu Moskau und ein mögliches Friedensabkommen, das den drei Jahrzehnte währenden Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan endgültig beenden könnte.

Nach Ansicht Teherans droht das letztgenannte Szenario das regionale Gleichgewicht zwischen dem Iran und Russland zu verschieben, insbesondere hinsichtlich der Kontrolle der regionalen Verkehrsinfrastruktur. Das von Aserbaidschan zurückgewonnene Territorium umfasst Gebiete entlang seiner Grenze zum Iran sowie einen Teil der Hauptverkehrsstraße, die den Iran mit Armenien verbindet – eine wichtige Handelsroute nach Russland und zum Schwarzen Meer. Berichten zufolge war Teheran verärgert, als Baku daraufhin begann, iranischen Lastwagen, die Waren über diese Route transportierten, Steuern aufzuerlegen.

Was vielleicht noch wichtiger ist, ist die Tatsache, dass diese Route nach Ansicht hochrangiger regionaler Analysten und Beamter ein wichtiger Korridor für den Drogenhandel, den Ölschmuggel und andere Aktivitäten zur Aufhebung der Sanktionen war – und möglicherweise auch bleibt -, der dazu beitrug, den wirtschaftlichen Druck auf die Islamische Republik zu verringern. Sie wurde offenbar auch genutzt, um russische Waffen über den Iran nach Armenien zu schicken.

In der Tat hat Teheran Armenien in der Vergangenheit stark unterstützt, während Russland jahrelang der wichtigste Sicherheitsgarant Eriwans war und mit diesem in der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit verbündet ist. Bemerkenswert ist jedoch, dass sich Moskau während des Krieges von 2020 offenkundig stärker auf die Seite Aserbaidschans gestellt hat. Die Beziehungen zwischen dem Iran und Aserbaidschan wurden noch weiter verschärft, nachdem am 27. Januar ein bewaffneter Mann in die aserbaidschanische Botschaft in Teheran (Iran) eindrang, tötete den Sicherheitsbeamten der Botschaft und verwundete zwei weitere Personen.

Die internationalen Medien berichteten nur flüchtig über den Vorfall. Nach dem Vorfall beschuldigte der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew offen „einige Zweige des iranischen Establishments“, für den Angriff verantwortlich zu sein, und Baku evakuierte umgehend sein Botschaftspersonal und seine Angehörigen. Dies war ein deutliches Zeichen für die Reibereien zwischen Aserbaidschan und seinem nicht gerade freundlichen Nachbarn, dem Iran.

Obwohl Russland und der Iran es wahrscheinlich vorziehen würden, den Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien auf niedrigem Niveau beizubehalten, während sie diese Länder zunehmend als alternative Transportrouten nutzen, bietet Moskaus derzeitige Konzentration auf die Ukraine Washington eine Chance. Ein zusätzliches hochrangiges Engagement der USA im Südkaukasus würde nicht nur die Friedensbemühungen zwischen Baku und Eriwan unterstützen, sondern auch den russischen und iranischen Aktivitäten in der Region entgegenwirken, einen besseren Zugang der USA zu dieser Region gewährleisten und dazu beitragen.

Die Auswirkungen von Netanjahus Sieg bei den israelischen Wahlen 2022 und seine Anti-Iran-Stimmung sind in der Tat in zahlreichen Äußerungen von ihm und seiner Regierung deutlich geworden. Netanjahu ist ein lautstarker Kritiker des Irans und seines Atomprogramms und vertritt die Ansicht, dass es eine existenzielle Bedrohung für Israels Sicherheit darstellt. Während frühere israelische Ministerpräsidenten wie Naftali Bennett, Yair Lapid und Ariel Sharon ihr Engagement gegen den Iran und sein Atomprogramm betonten, hat Netanjahu dies auf ein noch nie dagewesenes Niveau gebracht, indem er das Thema zu einer Kunstform machte.

Während seiner berühmten Rede vor dem amerikanischen Kongress im Jahr 2015 über das Atomabkommen, das die Verbündeten mit dem Iran anstrebten, kritisierte Netanjahu hinter dem Rücken von Präsident Obama das Abkommen mit den Worten: „Das ist ein schlechtes Abkommen – ein sehr schlechtes Abkommen.“

Netanjahus früheres Handeln als Premierminister wird wahrscheinlich sein zukünftiges Handeln in der Region beeinflussen. Dies könnte zu einer verstärkten Präsenz Israels im Südkaukasus, zu mehr Druck auf den Iran und zu einer größeren Unterstützung Aserbaidschans führen und die oben erwähnten kriegerischen Äußerungen des iranischen Außenministers erklären. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Jerusalem seine öffentlichkeitswirksame Unterstützung, Ausbildung und Lieferung von Waffen an Aserbaidschan aufrechterhalten wird, solange die Teile dieses festen geopolitischen Puzzles im Spiel bleiben – insbesondere die gegenseitige Feindschaft zwischen dem Iran und Israel.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

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